Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, January 02, 1920, Page 7, Image 7

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    Seite 7-Täglicho Omaha Tribüne-Frettag, fort 2. Januar 192
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Äbonniert auf die Tägliche Tribüne.
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Witdergebukt.
Infolge seine! Ausschlüsse! au der
Deutschnationalen Volkspartei hat der
slilhe Direktor der Berliner Handels
Hochschule Prof. Dr. Paul Eljzbacher
auch sein Amt all Gemeindevertreter in
Berlin-Arunemald niedergelegt. Aul
diesem Anlas, hat n n den Elften Bi!r
germeister Nollner folgende Zuschrift
gerichtet:
Btrlln Srunewald. den 10.
November ISIS. Sehr verehrter Herr
Bllrgermeistcr! Die Deutschnationalt
Vollspart hat mich, weil ich in der ge
genwärtigen verzweifelten Logt des Rei
che! den Kommunismus fiir daZ einzige
Mittel der Rettung halte und weil ich
dies, vor allem in meiner Schrift .Der
Bolschewismus und die deutsche Zu
kunst" offen ausgesprochen habe, der
Parteizugehörigkeit für verlustig rklärt.
Damit sind dit Hoffnungen, die ich
vom nationalen Standpunkt auf die
Dentschnationale Volksparte! gesetzt
habe, endgiiltig zuschanden geworden.
Gegenüber unserer von 2ag zu Tag
deutlicher in die Erscheinung tretenden
Knechtung und Aussaugung durch die
Enknte begnügt,' sich die Partei mit
Vrotestcn, deren WirkungSlosigkcit . ihr
'selbst nicht zweifellpft fein kann. Im
Widerspruch mit ihrens Namen und dem
besten Teil ihrer Gesch'chte kann sie sich
nicht entschließen, alle kapitalistischen
Interessen den nationalen Interessen zu
opfern. - Hinabsinken , auf die Ttufen
iner Kolonie der sozialistische Wieder
geburt, daS ist die Free, vor der wir
heute ehen. Die Teutschnationale Votts
Partei ergibt sich darein, daß wir eng
lifchfranzösisch.amerikanischt Kslonie
werden. Ja, der Gedanke, da Batcr
land durch den entschiedenen SoZIalis
mu! zu reiten, ist ihr so unerträglich,
daß sie jemanden, der sich- zu diesem
Gedanken bekannt, nicht in ihren Reihen
dulden zu können glaubt. '
Ueber die Haltung der Partei trrd
die Geschichte richten. Mich veranlaßt
diese Haltung, daS Amt als Gemeinde
verordneter, da? ich als Angehöriger der
Partei übernommen habe, niederzulegen.
Ich benutze die Gelegenheit, Ihnen, sehr
verehrter Herr Bürgermeister, den Her
ten , Schöffen und der Gemeinde!
tung mein herzliches Bedauern auszu
sprechen, daß damit ein Zusammenwir
ken sein Ende erreicht, daö mich immer
befriedigt hat. ' ' '
Ihr sehr ergebener
' Eltzbacher.
Äs. Ärecklis Ä
'idWeWM
London, 14- Nov. Der berühmte
Nationalökonom Professor Lüjo Sßttn,
tan, der sich anläßlich der vom Flght
Ihe Famine Council" veranstalteten
WirtschaftSkonferenz in London auf
halt, empfing den Londoner Vertreter
der Agence tZentrale zu einer Uirterre
düng und sagt, über seine ersten Ein
drücke in England nach KriegFende fr
fragt, unter anderem folgendes:
.Ich kam begreiflicherweise nur mit
solchen Engländern in Berührung, die
an der internationalen Wirtscl)ftz!snfk
rsnz des ,?ight the Famine Courtd!
teilnahmen. Bei diesen konnte ich aller
ding! einen Geist der Gastfreundschaft
und ein überaus sympathisches Verständ
niS für die furchtbaren wirtschaftlichen
Schwicriqkeiten und die rxjammernS
werten Ernährungsverhältnisse bei den
Völkern der Zentralstaaten ftststcklen.
Alle diese Personen schienen mir vom
aufrichtigen Willen beseelt, jene Gefah
ren abzuwenden, die nicht nur die Zen
traldölker. sondern die ganze Welt be
drohen alS Folge deS bestehenden Welt
dcfizitS an Nahrungsmitteln, der schwie
rigen internationalen Finanzlage und
anderer weitdnbrmteter Schwierigkeiten
im Gefolge, dcl Kriegsendes.
Die Leiden der ZcntralvMr haSen
ihren Gipfelpunkt erreicht -und ich hoffe,
daß die Verbündeten dagegen Schritte
unternehmen, sei's such nur im wohlver
ftandenen eigenen Interesse. Ich bosfe,
dsg sie eine international Zusammen
arbeit herstellen, um die erdrückende Last
deS HungerS, der wirtschaftlichen Hilf
losigkeit und der industriellen Lethargie,
zu erleichtern, welche Deutschland und
Oesterreich alöbald i einen Zustand
äußerster körperlicher und materieller
Verarmung zu versetze drohen. All
diese Umstände tragen ja ganz wesentlich
zur allgemeinen politischen Unsicherheit
in ZentrabEuropa und zur Verbreitung
revolutionärer und bolschewistischer Re
gungen bei. Hierzu tritt noch die Tat
sache, daß immer noch, obwohl ein Jahr
, seit dem Abschluß de! Waffenstillstandes
verstrichen ist. Hunderttaulende von deut
fchen Kriegsgefangenen in Frankreich zu
rückgehalten werden.
Wa! am meisten not tut. ist eine Wie
derkehr del gegenseitigen Verstehen! zwi
sehen den Völkern und eine Wiederher
ficllung der internationalen Beziehun
gen. Könnte dieS reicht werden,
glaube ich. so wäre ek nicht mehr allzu
schwer, zu jener zusammenfassenden eu
ropäischen Aktion zu gelangen, welche
einzig und allein die gegebenen, Schwie
rigkeiten bewältigen könnte. Ich hoffe,
daß e! daS Hauptergebnis der Londoner
inkrnationalen Wirtschaft Konferenz
sein wird, die Beseitigung der Gehässig
leiten und Vorurteil de! Kriege! zwi
schen den einzelnen Nationen zu fördern
und die freundschaftlichen Beziehungen
zwischen den Völkern von neuem wieder
anzubahnen, damit die Welt von einer
noch größere KataLrct! vercjoiit,
'
uropäiscbe.
6emMA
ckellök ztfih
von Gras Nikolaus von eecbach,
ehemalige Jntendunten der nSdenn Cptt.
Cchuch war ein absoluter Gegner de!
virdeckten Orchesters; selbst für die
schwere Wagnerschen Werke wie
.Ring'. Tristem", wollte er e nicht
gelten wssen. Ich war nicht feiner An
ficht, denn schließlich hatt Wagner doch
auch feint Gründe, als er in Bayreuth
sein Orchester versenkte! Nach dem Um
bau der Opernbühne war die Möglich
kcit deS vcMcften Orchester? gegeben,
doch verzichtete ich noch, auf Bitten
SchuchS, auf seine Vern.indung. bi! die
Frage der Ausführung de .Parsifal"
an unS herantrat. Auch den wollte
Schuch bei offenem Orchester aufführen!
Er berief sich dabei auf daö Beispiel der
Wiener Hofoper und bat mich, in der
Ueberzeugung, daß ich ihm dann fchlietz
lich recht geben würde, einer Wiener
Aufführung beizuwohnen. Ich .tat eS
und sah mit eigenen Augen, wie in dem
Augenblick, wo Parsifal den Gral ent
hüllt, ein Posaunist fein, überfülltcS In
strumcnt entleerte! Damit war für
mich, wenigsten? waS den Varsifal" be
traf, die Orchesterfrage ein für allemal
geklärt. Man mußte Schuch zuweilen
zu feinem GW. zwingen. Zch entsinne
mich, daß er nicht zu bewegen war, an
die Puccinifche Boheme", heranzugthen.
Er hatte die Oper in Wien gesehen, wo
man sie allerdings, merkwürdigerweise,
statt im Kostüm von 1830, modern spie
fen ließ, und fand, vielleicht insolgedes
sen, den Ton roh und unsympathisch.
Ich sprach em Machtwort und die
.Boheme" wurde einer von SchuchS
größten Triumphen! ... -
Zum Beweis, wie sehr ihm auch bei
stärkster persönlicher Betätigung schließ
lich doch die Kunst aüber oüil ging, noch
olgende kleine Geschichte: Schuch hatte
ich sehr bald nach seiner endgültigen An
tellung mit dcr Sängerin Klementine
Proski derhcircitet. Fräulein PoSka
war eine Künstlerin allerersten NangeS
und besonders in Ssubrsttenrollen bei
naht unübertrefflich. Sie hatte eine
reizende, vorzüglich ausgebildete Stimme
mit tadelloser skoloratur. Dabei ver
band sie mjt einem starken Bühnentcm
pcramcnt großen weiblichen Charme, der
sie bald zum Liebling deS Dresdener
Publikums machie. Auch ich gehörte zu
ihren größten Bewunderern und entsinn
mich och, wie ich als junci Ztteiwilli
ger mit klopfendem HeiM bei Fräulein
Prosla auf der Osterallce erschien, um
sie nach Pirna, meiner damaligen Gar
nison, zu einem Wohltätigkeitskonze-t
einzuladen. Damals dachte ich auch
nicht, daß ick zwanzig Jahre später mit
ebenso klopfendem Herzen gelungen
fein würde, Schuch die Notwendigkeit
der' Verpflichtung . einer neuen, jungrn
ol?ralursoubrelte klar zu machen. Diese
Aufgab w'r für mich jungen JNIendan
ten um to schwieriger, als die Gcsakr
bestand. Schuch bei dieser Gelegenheit zu
verlieren. Die Entscheidung in dieser
für beide Teile peinlichen Angelegenheit
siel, alö Schuch mir die Aufführung der
komischen Oper .DaS Noiköppchcn" von
Vcildicu vorschlug. Ich schlug sie ab
mit der Begründung, wir hätten fii: die
Titelrolle augenblicklich keine passende
Vertreterin, und lS er mir feine Frau
vorschlug, nahm ich meinen ganzen Mut
zusammen- und lehnte sie mit aller Äe
stimmtheit ab. Am andern Tag bat ich
Schuch zu mir und legte ihn noch einmal
alle Gründe meiner Handlungsweise dar,
unter besonderer Betonung, daß. so
lange eS in der Zhkterwelt mit Recht
oder Anrecht hieße, daß in Dresden
die Frau de! ersten Kapellmeisters nlle
guten Rcllen singe, kein Mej Talent
uns zu nahe kommen würde.
Schuch war viel zu sehr Künstler, um
nicht in seinem tiefsten Innern mir recht
zu geben, so schwer tS ihm auch ans
menschlichen Gründen werden mußte,
auk dieser Ucbmeugunz die Konscqi'.en
zen zu ziehen. Wfe schieden in Frieden,
und mir fiel ein tüchtiger Stein vom
Herzen! Daß meine persönlichen Bczie
hungen zu Frau v. Schuch, in keiner
Weise gelitten haben, hat sie mir zu mei
er großen Freude dadurch kcwi'sen. daß
sie, trotz soeben Lbcrstandencr Krankheit,
an der intimen Feier gelegentlich meincZ
Abganges teilnahm. 'il.;,-
M Mt lils
EtmW.
Eine eigenartige Waffe verwendeten,
die Streikenden, wie in einem eng
lischen Blatt zählt , wird, bei
dem Straßenbahmrstnik " in Kairo
im Jahre 1R. Am - 1. Streik
tag warb die Straßenbahn-Sefellschaft
Freiwillige an. die den Verkehr ausrecht
erhielten, so daß die Sache der Straßen
bahner sehr schlecht stand. Da kamen sie
auf einen ebenso originelkn wie wirk
samen Einfall. Nach dem Gesetz - de!
JSlamS ist eS verboten, einen Glaubigen
km Gebet zu stören, bis er wenigsten! 4
Stunden lang feine Andacht verrichtet
hat. Die! gilt auch für die zum Tode
Verurteilten. Auf diese! Gesetz bau
end. brachten die streikenden Straßen
bahner ihre Gedettcppiche und Korane,
auf die Straße und knieten auf den
Schienen nieder, wobei immer nach vier,
Stunden einer den andern aMfte. Nun
weigerten sich alle frommen Mohamme
daner. in Anbetracht eine! solchen heiN
gen Hindernisse! den Verkehr aufrecht
zuerhaltcn, und nachdem die Streikenden
vier Tage und vier Nachte unaufhörlich
gebetet hatten, mußten die Direktoren
der Straßenbahn von Kairo den Förde
rungen der, Straßenbahner nachgeben,
die ihren Erfolg noch al! einen ksonde
ren Sieg feierten, den Allah und sein
Vrovbet über die christlichen Dikt!ka
Atmnfit Mte. '
Dost.
tzeimtlktlie Stt
MGkiitt.
Die Uclerantwortung an Vle
wiZrde de hohen ulturstand Echle
ficn schädigen.
Berlin, g. November. Ueber 4
Oberschlcsier hatten sich gestern abend im
großen Sale deS Lehrervereinshausei z
einer Heimattreuen Kundgebung zusam
mengesunden und weitere Tausende fan
den wegen Ueberfllllung von Saal und
Vorraum keinen Einlaß. Zuerst sprach
Psarrer Ulitzka aus Ratibor. Er wie
darauf hin. daß alle Maßnahmen de
Entente sichtlich darauf hinausliefen,
Oberfchlesien unter allen Umständen von
Deutschland zu trennen. Bewci! dafür
wäre die Forderung der Zurückziehung
der deutschen Truppen und die Ueber
wachung der deutschen Behörden während
der Wahlzeit. Dieser Entschluß der En
tente, müßte durch eine günstige Ab,
stimmung zunichte gemacht ' werden,
stürmische Zustimmung.) Mit der
Ueberantwortung ObcrschlesienS an Po
Icn würde Oberschkcsim an seinem hohen
Kulturfiand verlieren. Auch die ober
schlesischen Polen würden ideale Werte
einbüßen, denn auch die Kultur der schle
fischen Polen sei ausgesprochen deutsch.
Da ja jetzt auch auf religiösem Gebiete
Freiheit von Kirche und Schule garan
ticrt sei, wäre auch in dieser Beziehung
deN,Po!en in Oberfchlesien ein Verbleiben
bei Deutschland erleichtert worden. ES
eelte nun, die in dir Fremde weilenden
Hundcrttausende von Landsleuten zu
organisieren. Man müßte in den Briefe
nach der obcrschlesischen Heimst und per
fönlich im HeimatSort auf Verwandte
und Bekannte im deutschen Sinne ein
wirken, um Laue und Wikelmütige an
ihre Pflicht zu innern. kLebhafter Bei
fall.) Hätten die Obnschlesi in glänz
vollen Zeiten zu Deutschland gchlten, so
müßten sie dieö auch in Tagen der Not
und Erniedrigung. (Anhaltender Bei
fall.) , . '
Der nächste Redner, GewttkfchaftS
fckretär und Mitglied dcr Nationlrlver
fammlung Löeknec (Kattowitz) Mofrfy
daß alle Jndufiriewege und Handelsde
Ziehungen OberfchlesienS nach dem We
ften wiesen. Abgesehen von der enormen
Förderung an Kh!e liefere Oderschle
sien vier Fünftel unserer gesamten Zink
Produktion. Oberschlesien sei deshalb
für Deutschland unentbehrlich. Die dort
lebenden Polen müßten auf die deutsch
Sozialgesetzgebung (Alters-, Invaliden
Versorgung usw.) hingewiesen werden,
damit sie sähen, daß ihr Verbleiben
bei Deutschland in ihrem eigensten In
teresse liege. (Be;fall.)
Neichsschaßministcr a. D. Gotheln
ging als Fachmann besonder! ans daS'
oöerfchlesische Berg- und Hüttenwesen
.ein. Erst der deutsche Bergmann habe
nach Oberschlesien Kultur gebracht. Nach
Schätzungen berge kein andere? deutsche! -Revier
so viel Kohlen, als Oberschlesien.
Ginge dieses Gebiet für uns verloren, so
würden unS nach der Abgabe von 40 bis
43 Millionen Tonnen an die Feinde au!
anderen Revieren höchstens 70 Millio
nen Tonnen verbleiben, die nicht genüg
ten zur Versorgung unserer Industrie.
Somit sei Oberschlesien für uns geradezu
etne Lebensfrage. , Die englische Kohle
würde künftig fkir Uni gar nicht oder'
nur zu erschnnnglichen Preisen zu haben
sein. Schern jetzt hätten deutsche Städte
an der Oftsee nnnttanische Kohlen be (
ziehen müssen, teilweise zu dem unge
deurest Preise von 3000 Mark für die
Tonne. (Hört, hört!) Oberfchlesien aber
brauche umgekehrt auch Deutschland, da
eS den Polen an Technikern fehle. Deut
fche Ingenieure und Kaufleute hatten j
auch erst Kongreßpolen bochgearbeitet.
(Beifall.) Polen fei nickt aufnahmefähig
für die obcrschlesischen Schätze und Wa
rm. Der polnische Arbeiter in Ober
schlcsien sollte sich jenen Flüchtlingen, die
wegen Aufreizung Oberschlesien verlassen
haben, erzählen lassen, welche groß
RUckständigkcit in Polen auf sozialem
Gebiete herrsche. Diese Flüchtlinge seien
nach ihrer Rückkehr eifrige Agitatoren
für Deutschland geworden. (Lebhafter
Beifall.)
Nach weiteren Ansprachen deS Ober
burgermeister Pohlemann (Kattowitz)
und des Geheimen Canirätsrais Hart
mann (KSnigShiitte) wurde zur Grün
dung eineS Vereins heimattreuer Ober
fchlesier geschritten, dem sofort fast alle
Anwesenden beitraten.
Schillers GeöuMaz
in Msrdsch geseiert.
AuS Marbach. 10. November, wird
geschrieben: Den 160. Geburtstag unse
reS großen LandSmanneS Friedrich
Schiller verkündete am Montc. in der
Frühe von 7 V2S Uhr daS stiftungS
gemäße Läuten der von den Deutschen
in Moskau gestifteten Schilkrglocke
.Conkordia". Um 11 Uhr fand im Se
burtSbauS die Feier der Latein. Real
'und Töchterschule statt. Nachmittag! 2
Uhr folgte die Feier der Volksschule vor
dem Schillerdenkmal und abends nach
Eintritt der Dunkelheit ein Gesang de!
LiederkranzeS vor dem Schillerhao!,
Zum erstenmal wieder feit 1913 wurde
sodann abend! Vz Uhr eine Abendfeie,
im Saale der Krone 'abgehalten mit
Reden von Oberpräzeptor Dr. Wachter
über .Schiller und die Revolution", Ge
sang und Deklamationen
Unbedacht.
.Während meine! Aufenthalt im
Pebirge hat'! leiver Immer geregnet,
vier Wochen hintereinander!"
.Und da hast du'! ausgehalten . . .
Mensch, da wäre ich am ersten Xtijf'
ledtt ach Häuft tif
!
Aus Iowa
Erlitt totliche Brandwnude.
Mannn. Ja., 20, Dez Sugna
Palmquilt. dSS Dienstmädchen für
die Familie dcö Nodger Fitz, wollte
einen Oelofen füllen, nahm jedoch
Gasolin, 'um eS in den noch heißen
Ofen vi sieben. Eine große Cr
'7.
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hm,
Sichere, konservative, garantierte 7 Wo.
4 Vorzugs- und Anhäufungs-Aktien
n
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i
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t.
c
yvir offerieren einen beschrankten Betrag an unsere Freunde, lwnden
? I) und andere Leute, die gern ihr Geld 'in ein sicheres, konservatives und
profitables Unternehmen anlegen wollen. Wir gründeten unser Geschäft tm
Jahre 1912 mit einem Jnventar-Vetriebskapital von $28,60 und haben unö In de
sieben Jahren zu einem Jiwentar-Vestand von $625,679.74 emporgearbeitet. - ;
Wir sind die einzigen Vertreter im Staat Nebraska zum Verkauf der klle
publie TireS. Wir führen ferner die Dodge Motor CarS. in elf verfchichene
' CountieS und zwar in den ,retch ten Gegenoen oes taares ziteorasra.
y .
' Wir verkaufen im Jahr an 600 Dodge EarS. Wir führen ferner ein
,, volle Auswahl von Automobil.Zubehör und Automobil-Werkzeugen. Wir stellen
', keine Verkäufer an, um diese Aktien zu verkaufen. Auskunft kann man in
,z jedem unserer Zweiggeschäfte erhalten wie folgt: Schuyler, Nebr., Anton und
't JameS Kopae: Columbus, Frank Kopae; Clarkson, John Kopae; Norfolk, Joseph
Kopac; und in Omaha die Herren. Emil und Ed Kopae.. ,-'.-, '
3? Wir sind in allen den genannten Städten ansässig. Lassen Sie uns den
' Beweis liefern, daß wir. eine der besten Geldanlagen der heutigen Zeit haben. Wir
. find stets bereit unsere Bücher zur Einsicht vorzulegen. Man spreche in irgend.
, einem unserer Zweiggeschäfte vor. .
;KÖPAC BROTHERS
2037 Farnam Strafie, Omaha, Nebraska,
Norfolk, Nebr. Schuyler, Nebr. David City, Nebr. CvlnmbuS, , Nebr.
In unserem Geschäft geht nichts verlöre, noch wird etwas verschleudert, da jeder der
Brüder ft das große Ganze arbeitet. '
7,,,"
'
fTÄTfl
vviia
, ; . , . ' , - ,
Chester White
Seribner, Neb., Dienstag, 13. Jan. 1920
Maunce Black offeriert 43 Säue und Fungschmeine von dieser weWerühmten Herde
MeZ in dieser Herde wurde erzeugt durch
WILDW00D PRINCE, JR.
' Die bewährten Säue sind von White Model. Die 30, jungen Herbstschweine sind von
White Boy, ein Sohn deZ White Modl und Gia'nt Hero, ein .Großsohn de?,
alten Sweepstakes. - - -
Jede Sau in diesem Verkauf ist von
aussergewöhnlicher Güte
, Die 10 Fruhjahrs-SchWeine stammen ebenfalls von dem obigen Eber.
und ist berechtigt ihren Platz einzunehmen inder Herde, an deren Spitze der große Meister
schafts-Eber steht. - - , '
' " : ' s ' : ' , ' '
Solche ?aarung erzeugt die Meister
Die Herbst.Jungschweme wiegen an 500 Pfund im Berkaufsrina und die Frühjahrs.
Schweine sind ebenso gut. Wer ist im Stand den Wert abzuschätzen dieser Herde von Jung,
schweinen, die von dem großen Mcisterschafts.Eber, Wildwood Prinee, Jr., gezeugt
wurde, mit solchen hochfeinen Säuen.
Wegen nähere Auskunft und Katalog schreibe man an
MAURICE BLAC
SCRIBNER, NEBR.
Sol. pri, Auktionär.
' - y
Man versäume nicht diesem Verkauf beizuwohnen und sollte man nicht im Stande sein
zu kommen, dann sende man ein Angebot ein und zwar an Dwight Williams, F?Idmann für
das Srock Journal". Sie werden ehrlich behandelt und erhalten eine gute Sau. Man er
hält fein Geldeswert und Garantie, dasz Alles korrekt ist.
Ä
plosion erfolgte und daS Mädchen
erlitt schwere Brandwunden, welchen
sie in kurzer Zeit erlag.
Niederlage der Bcll Telephon Ca.
Siour City, Ja., 30. Dez Mit
einer Mehrheit von ö gegen 1
wurde die Ordinanz niedergestimmt,
wonach eS gestattet ist, dah die lo
kale Telephon Co. von dem Vcll Te
lri
y
vsnrmjxzmsmiLJi k.- , r
kers
.wooa rrince, iir.
lcvbon Monopol aufgekauft werde..
Die Frage hat eine sehr lebhafte
Kanipane hervorgerufen.
. In Washington hat man einen
FuchS eingefangen, aber einer von
den Kapitolfüchsen ist es nicht gewc
sen. Die sind schlauer und gehen auf
keinen Kökcr. Eine Prohibitions'
ganS allenfalls ausgenommen.
es.j..
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rsimiuim"ii
, , . '
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