Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, November 08, 1916, Page 4, Image 4

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    tLL..' . ... ' " ". ' ' I ' l I M. NZ,rnü?,rn in JfUHdjIUni
äqliche Gmaha Tribüne
TRIBUNE rCBUSniXG C0, TAL. J. rEIXK, rrni
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I'Mtern and Wtrn RprMnUtiT
KOWAR C STORY
1108 lisch Alt. Bldff, Niw Yoik .
24 Arch Sr, Philidelphi
64 Proplfi c BM Chlcil
Iki Moin, 1, Brinck
&r .u.,n. Tri k
4 u vil- )i v ."F " "O--. i. . il.ll..-i,ttti
iht, per Jafit '$5.00; einzelne Nummer 2c. 1?ki be Vochrnölatt,.
Iti strikter BorausbkzaHlung, prr Jahr $1.50.
Entpmd wontl-cia. mitter
Omaha, Nel-raska, onder the act of Congreu, March 8. 187
OnÄ, Ncbr., 8.
Präsidentenwahl noch unentschieden.
U.n,2 Ulw heute Mittag r f We jÄ Ä
reit iiiiiliraio C euer i coenu uia nu-i "i""' -!
I TLL i,lslrfrBffenftt Ucridite nii bett Mntelwe't- und SBeit
..i:t:. s. ,..rn,k '.?ttmme.iakl einacbraclit, daß er k!
ebenn ante Cönncc wie uflbcS licü, ertmchlt zu tocrDc
'iDrifcninftra Staaten bcs Westens werden tue Wahl f
i,ders dreht es sich um California und Mimieiota; toi
Zitaten zufallen werden, der wird
nein ein knapp werden.
Prohibition
urteilt.
(5s hat kcinm
S 'i
rv-TT rnrif
l"t? 1UIC l II, V(l l IlrV (U'Ut vv
rca'rofccn, in die sie, wie sie, dann aber
(,iyUU.Li, 1 l l 1L II , I
iwue ine i'ui;iwni
' . .
Was fast unglaublick schien, iit zur Wahrheit geworden, analivmus
l'nd Heuchelei haben in NebraSka den Sieg über LideraksmuS und j.
blicke Freiheit davongetragen und den Staat zur Prh,b,t.oiZ der-
werden, wmt nurzen roeroen. wenn " ,
zalilen. wem! diele für daZ Allgemeinwohl hockst notwendige .nntoj
neu eingehen müssen, weil nickt die genügenden Mlttel zu ihrer ert-,
.iiNirung vorhanden sind; wenn Zlüsterkneipen und ge,ewmdr,gkr mnap-!
verkauf in lwchüer Blüte stehen, wahrend d,e nadtisckien Kassen wegen
"lutdörm des Zuflusses aus den Wirtschaftslizen,en vor eere gabnen;
wenn Trunkenheit nickt nur nicht aufhört, sondern sogar noä, zummmt.
turn werden diesen Leuten die Augen aufgehen, wenn sie ilberhaurt sehe
wollk'u Doch dann ist es zu wät. dann läßt sich der angerichtete schade
und der Verlust, der den Beteiligten zugefügt wird, nickt mehr gutmadien,
selbst wenn das Volk nach vier Jahren die errsckatt der rohlbmon
abschäln solltt . crßrf)cn n-.mm z, der verlorene Kampf
in erner Linie eine olge der geringen Lrgani,atlon drauen im Staate
vx tmaba und Touglas Countn. wo eine vorzügliche persönliche r.
ganisation vorhanden war, hat seine Pflicht voll und ganz getan und
Prolnbition an die Wand gedrückt. Eine Tckmach nt es. dan die m
ßcgcudcn und kleineren Ortschaften Grokstädten wie Omaha befehlen
dVirien. was sie zu tun und zu lassen haben
7,ür Omaha bedeutet Prohibition einen schweren cklag. tadt
ii'ar gerade an dem Punkt angelangt, wo ihr ein ungeahnter Auf,chwung
,..,.,. ?whr i't un in weite Nerne aerückt. Die deutichamerikani.
1 4J-! 1. f ivf. ' Z. .
,,,,, Mi fhatinrn i ire .Pinja'Tiuunu.
. , . . . .
1,1,11 . V "... " ; .'
... 4,rti rrt 11 llflrtll hMslNDCrä INUDCr 0FIT0I Uli.
Utii c'nitt u'vi-t'vii 'vu ..-?.-. , , - f. ,
unictet Landslente, die in den Getranke.Jndu'trien intereznert fmd, der
urnn ihr .vs,-,h- nt.si mit ohne die aeringne Entschädigung, und sausende
Probibitig. dos lieft Sie Mevryen naa,
. . .
von pcht niid Gerechtigkeit lernen oar?. a loiroe ungccfuiiiuicu uiu,
ohne verderblichen Einilufz bleiben kaiin. iit einleuchtend. ,
er Sieg der Prohibition in Nebraska zeigt, dafz aiich bereits die
deutscka'.ueriksnische Jugend von dem Geist der Unduldsamkeit angesteckt
ist, wenigneno die Jugend auf den: Lande. Es ist auch gar nicht zu vcr
wunder,,' Sie hat in den meinen Fällen keine deutsche Schule besucht
n'd iY infolgedessen auch der deutschen Kirche verloren gegangen. In den
amcri konischen Settenkirchcn. die auf dM Lande auch der Mittelpunkt des
geselligen Lebens Und, predigt man nur das Evangelium Prohibition".
Siu geselligen Verkehr gehört es zum guten Ton. sich zur Prohibition
In bekennen. Iü c? da ein Wunder, daß die Jungen für die Prinzipien
der Riten kein Verständnis haben und am Stiininkalien selbst dazu bei
sie um ihre Rechte zu bringen.
Eine Erklärung.
!; rMüMMor r.nftnr in der Balkan Kampagne ist bisher
i-,ii;s in ?,i',n,f? liauimenaeoaene Armee gewesen.
XikreM erfreut sie sich dort eines beschaulichen Daseins und hat absolut
. -i.-tit ,i.-w. frothmi nack Berichten der Alliierten dort über 700,000
A'üui konzentriert sind und ein Vorstoß nach Norden wiederholt durch die
s'.n'teaiscke Lage dringend geboten erschien.
Tie Erklärung für die unbegreifliche Untätigkeit dieser großen Armee
het eneral Sarrail nun selbst gegeben, und zwar in einem Privatbriefe,
der sicherlich nicht für die Oeffentlichkeit bestimmt war, aber durch irgend
m!rfi Umstände dock bekannt genwrden ist.
ceneral Sarrail erklärt dann ganz offen, öafz er mit oer Heterogenen
Soldateska, die in Saloniki ziiiammengezogen ist. nichts anfangen kann.
bah die dort hingesandten Australier Rowdies und Marodeure, aber keine
Soldaten sind, daß die weißen und farbigen Engländer womöglich noch
schlimmer sind und d:e Italiener zeoe telegeittieit vcnuöen. oem einve.
aiich wenn sie ilnn nuinerisch weit überlegen und. die Kehrseite zu zeigen,
leine, besten Truppen betrachtet er die Serben; man kann sich also
denken, wie es mit den übrigen Kontingenten vcneur tein mui'.. Gruppen
sämtlicher Stationen, mit denen Deutschland im 5iriege liegt, mit Ausnahme
der Rumäne, sind dort zu rinkr Armee vereinigt, die lebhaft an die
benilirntc deutsche Reichsarmee zu Zeiten Friedrichs des Großen erinnert,
die bekanntlich beim ersten Schuß sick möglichst weit aus der Gefahrzone
.t bringen bestrebt war. Da babnloniscke Spräckgewirr, das unter
diesem zusammcngcivurtelten eerhauten herrscht, !ur oa uvrige, um itoci
einheitliche Aktion unttiöglich zu machen. '
. Tarrail lehnt jede Verantwortung ab, wenn er mit diesem unvoll
kommenen ?nstrunicnt nichts leisten kann, und er ist vollständig im Rechte,
-.'luck der beste General wird mit dem Pack, das dort zur Wahrung ber
Humanität un zum Schutze der kleinen Nationen" zusanimengezögen ist,
seine Kampagne führen können.
Wir haben an dieser Stelle wiederholt unserer Verwunderung über
die utierklarlicke Untätigkeit dieser großen Arnice Ausdruck gegeben. Jetzt
1bt der Höchstkommandierende selbst eine plausible Erklärung dafür.
Unsere Unterstützung der ZMiierten.
eit Beginn des Krieges haben wir den Alliierten Waffen und
5'i'uttition im Werte doii tbl Millionen Dollar gencrerr. n epleuwer
ollern hatte die Äuöfuhr einen Wert von nahezu fünfundachtzig Millionen
X.i,C'cv. In diesem Monat haben die
2"i'otcit und Munition im Werte von 117,00 Dollar erhalten, n
denselben Monat haben sie anderes jZkiegsgerät, Lebensmittel usw. im
X:!ertc von 423 Millionen Dollar 'erhalten. Macht stündlich nahezu
.'".OOO Dollar. . Demnach haben wir den Alliierten im September jede
Skunde für 717,.0O Dollar Kriegsnmterial geliefert, Lebensmittel zur Er.
i-äir.ü'.g der Truppen cingcschlosjen. ,Üein Wunder, daß man gesagt bat,
IU l'er. Staaten. schlugen Englands Schlachten. Es ist leider mir all
5'.',wahr. ' ';
LnJland, der größte Trust.
. .... . ... . . . . . , . . . f - ..r . .v v . .. i '. .fc . r . V :-i V
,,.V,
rrL'i-ic Tn
ins Wono i,,ri.!vi.
r" in der Welt. Es
iü.'cvel'ikitt-rtt'. Um das zu. erreichen, hat es sich die Alleinherrschaft
i-.rt d?e Mccre angeeignet; UIN das zu, erreichen, hat cö wiederholt eine
':;; t-TSnet iit Indien hervorgerufen und die indischen Auknändigen vor
.'.'.'nüftüttaen der Kanonen geschnallt; um das zu
-r rnzcmirrt. die nnierikann'cbe
-n die Haut abzogen, hat cs unsere .Städte verbrannt mid Ausstände
Office: 4üi5tH Atc.
jrüitfr. Bfr Woche 10t; durch 9
March 14, 191
ae th pwtofflc k
Novrmbrr 1U16.
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crtmihlt ju worden. Mehrere Der
ntldicipcit. -i'e
tocnt immer oicie
icßcr bleiben. Der icg wird un-
fUr Nebraska
Smetf. über i'erschiittete Milch zu jammern, besonders
w Niinw fidi lelbit die Iruve
- . . . r t.
zu tpiit, zu ihrem schaden ersehen
... hSt. ,?,,. all
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i : r ... fj,.Srt. stinhr1
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unsrer mvuwuiu i-u
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Tarrails
Seit nahezu
Alliierten also von uns st ü n d l i ck
ungtBfu, uv wujuajc Iigiaiw, i'i wr
sikedt danach, Handel und Reickkum zu
erreichen, bat ec
Frauen und ttinder mordeten und
oer
itc 4-Töglicho Omaha Tribünc-Mittwoch.
gegen unS in Szene geleitet; um da? zu erreichen, hat es seine Seeräuber
ausgesandt, als verkappte Vundeökreuzer, uin unseren Seehandel zu der.
Nichten; um da? zu erreichen, hat eZ so lange intriguiert unö geschmeichelt,
his eS einen feigen Präsidenten zwang, ihm unsere Rechte am Panamakanal
auszuliefern; unl daZ zu erreichen, liat es den Krieg zwischen den euro.
päischen Mächten angefacht und deren Bevölkerung ' mitproiegclit versucht;
und UIN das zu erreichen, hat es stets die feierlichsten Verträge für Papier
fetzen angesehen."
Vier siufc Anlagen.
xaö
SuDacf der 2Ut flcw
?3orf, daL vor einigen Tagen fest.,
gesetzt worden i,t, sieht an l'luscaücn
Ir öai lommi'iioc wr oie rtcnslc
iiiiiuite von mehr a!ö 211,000,000
vor. mehr als die gesamten jährli
chen Ausgaben der Vundeöregierung
in irgeno einem ayre ois iio
(die 5!riegöi!,re natürlich auöge
nonimen) betrügen haben, und mehr
als die meisten Staaten Europas,
öie k'irofünächte augeuommen, zölzr
l,d zur Bestreitung de5 taatohauo
halb auswerfen
New ?)ork als dicljerfuchung der A.ahrungsinittel. usw.
N'euau? rollte tcior cc- siiwc?
übertrifft selbslrvr'tändlich alle aii'i
deren Ztadte mit seinem Jahren .
budget, ist aber typikä, für alle an
deren amerikanischen 5rostst!idte, de
ren Probleme dieselben wie die New
')orks sind. !
Von den Beträgen für Verzinsung
und Tilgung der Schulden abgcse.
l en. find es überall vier Zweige der
städtischen Verwaltung, welche an
und für sich die größten Summm
in Anspruch nehmen und außerdem
alljährlich in immer zunehmendem
Äaste wachten: Polizei. Feuerwehr,
chulmeien und Msundheitsttescn.
Tiefe Funktionen iverdcn in Euro
pa cntiveder volljiändig oder doch
zum groszeren Teile seitens des
Staates ausgeübt, sind aber hierzu
landö durchwegs unter der aus
schlicblichcn Controlle der Geinein
den. und dicsc haben daher auch die
den Reckten mtspredienden finanziel
len Verpflichtungen. Bon allen
städtischen Ausgaben unterliegen die
für die vier genannten Zwecke der
geringsten Gegcnerfchaft und Be
kämpinng, und die für fi: mit gro.
ßer Regelmäßigkeit alljährlich vor.
gesehenen Mehrforderungen finden
gewötinlick, wenn sie nicht cffensicht
lieh Parteizwckon dienen sollen, ci-'
nen nennenswerten Widerstand. Ter
Steuerzahler weiß eben sehr wohl,
daß die dafür ausgegebenen Sum
men für den Einzelnen wie für das
ganze GcmciMvesen die reichsten Er
traanisie bringen
Tie Tätigkeit der Polizei ist nicht
mehr.
Y . r " . r-i ä i
wie in uuiiTt'u uu
s; kt ii..;,xsf; jr,
"...v 1..:j.-lit:j
"w"!'"' "u" 'i i
j . ' k 4 u 1?Ur, i -Ab
nnrng von Mördern veM'a
,ondern sie i,l heutzutage wirklich
ant icncractK-iooajc iwtc z. 'ü. rn
enen-eicy m vielen 'egensen iyr
m i-yi l i 4-i rtni hrtil'fi (i ,in .-, rt ntiAi
l , 11 """ivon dcnr dircktm veutsGen Polt
lzar o,e erninmg ron .eyesver.i
iuivn in um crviuj ujia uiu-
tionen einbezogen. Die Ldee, daß
diese Art der Aufrechterhaltung der
öffentlichen Ordnung, von den mora
tischen (Gesichtspunkten ganz obgese.
ben, immer noch billiger ist als der
Bau und Unterkalt von Gefängnis
sen. Arbeitshäusern und Jrrenon
stalten, ist heute überall bcdingungs.
los anerkannt und zur Richtschnur
geworden. Ebenso sind die Zeiten
vorüber, in denen freiwillige Feuer
wehren für die Beschulung des Ei
gentums gegen Feuersgefahr forg
ten und infolge ihrer geringeren
Mitgliederzahl, beschränkten Mitteln
und mangelnden straffen Disziplin
und Organisation im Falle eines
ausgedehnten Brandes beinahe hilf.
los dastanden. Die moderne stäöti.
icke Feuerwehr verfügt über die be
itcn Löschapparate, die für Geld zu
haben sind, zu ihrem beschwerlich
und gefährlich gewordenen Dienste
werden nur ausgewählte Leute her
angezogen, für welche Altersversor
gung und Unfallentschädigung vor
gesehen ist. und der Dienst ist mit
militärischer Ordnung und Wirksam
keit geregelt. Achnüch wie bei der
Polizei ist auch bei der Feuerwehr
Verhütung der Gefahr durch häufi
ge Inspizierung exponierter stellen
und Anbringung von automatischen
Löschvorrichtungen, durch Anord-
innig des Baus von Feuerleitern
und anderen Sicherheitsmaßregeln
listn, eine der Hmiptfunknonen ge
ivordm.
Die Verpflichtung, die Jugend zu
erziehen, die anderswo vielfach auf
den Schultern des Staates lastet,
wird in unlereni Lande von den
Gemeinden übernommen, wenigstens
soweit der Eleinentaruntcrricht und
die ersten Stufen des höheren Un.
terrichts in Betracht koniinen. Von
dem Grunojahe ausgeyenö, öa?z, ze
gevlioeler uno ve er erzogen 01:
Bürgerschaft, desto größer die Altiva
des Gemeinwesens find, werdm in
den städtischen Budgets immer gro
ßere Summen für die siüdtikchen Er
z:ebungsanslalteu auögelvorfcn
sie betragen z.. B. in 9!ew Iork über
vierzig Millioneil Dollars, vlw na
hpzu ein Fünftel der esawten Aus
ckaden und Immer neue Spezil
uliö Fachschulen dsrssfeben. trotzdein
gerade in den Vor. Staaten die 5nr.
Die benen und sorgfältigst ge
faßten Brillen sind m Ende inuner
die Billigsten. Besuchen Sie Tr.
Weiland,. Fremont, siebt.
chensckulen den Gemeinden einen
Teil der Last aluulirncn. Tie ftäö-
tische Gesundheitepslege ist von den
vier ZverwaltungöNlnktionen n?m
am wenigsten entivickelt, weil der
ganze Gedanke noch vcrhälwismäizig
sehr jungen Tntums ist. Äbcr auch
aus diesem Gebiete wird jetzt cbcnso
sOcmatisch rege gearbeitet wie auf
den anderen, und -die bedeutenden
Posten, die in den Budgets für lu.
dehnung der Walserleitung und Kn
nalisierung, für den Bau vsn Lkot
fall, und Iwlierhospitälern. für Un.
enthalten jind, zeugen von oer cr.
alZgenicmening des Benstäiidnisses
der Wichtigkeit solcher Einrichtungen.
Tic deutsche Auslandsprcffk.
(Eingesandt.)
Bezugnehmend auf ihren Artikel
Wo Deutschland unterlag", gestat.
tcn Sie niir, folgende Gedanken in
der Tribüne zum Ausdruck zu
bringen!
Es erscheint kaum glaublich und
doch hat es auch in den vergangenen
Monate,: des Weltkrieges und mich
in diesen hinter uns liegenden Wo.
ckcn des Wahlkampfcö nicht an sol
eben allzu .lugen gefehlt, die be
bauptrt haben, die deutsche Presse
sei eiz-.e öctzvresse und sei von der
deutschen Regierung und von amen,
kanischcn bieldmagnaten gekauft.
O diefe Weisheitsvögel I Ter Grund
ihrer Weisheit mag in ihrer Papa
aeicnnatur zu finden fein, die sich
befriedigt findet, das Vorgetragene
uachzupappeln. Tie Tckwiengkeiten.
die gerade in dieser Zeit die gesamte
deutsche Auslandspresse durchzuma.
chen Hat, ist solchen, naiven Naturen
nickt um BnvuKtiein ackommen.
Aber bei allebem Hat diese Presse
der einheitlichen Willenskraft des
Deutschwms einen unschätzbaren
Dienit geleistet. England und
Frankreich haben die angeichcndsten
Blätter der Welt aufgekauft und cs
ist kein Wunder, daß dieselben von
Qiintm HrnbPn G& VnnrC t? r21lti(N
inM'rf.,r(m ffrfnla nernc,
it K, mohr T!PTf.mstr:ta ttir
"v wii mi5v.;vv... -1--0
M" - '" ,l'v"" v- .
l-.l, it'Vii v in"). ". "!
die Bedeutung der Prcf e im Aus,
-
entgegengebracht hätte. Wenn
betit da, tmhezu vierzig
m?im01icn Teutsche im Auslande
. tk rUn VMhv obcr weniger
' . . . -
Nachrichtendienst abgeschnitten
fiv f(1 .n mih S w ck
tiae Mission des Auslandsöienstes
der' deutschen Presfe in der deutschen
.Heimat erkannt.. Das deutsche
Reich hat der fciitMichen Presse das
Feld überlassen. Es mag momentan
Millionen gespart haben, aber cZ hat
das Hundertfache dadurch verloren.
Systematisch ha! die deutschfcindli.
che Presse seit Iahrcil auf der gan
zen Welt gegen Deutschland gehetzt.
Es war dies das Vorspiel zum ge
genwärtigen Weltkriege. Wem ist
die Teutschenbetze nicht auch in den
mnerikanischen Zeitinigen aufgefal
len? Wie wurde alles, was auS
Teutschland kain. entstellt und ver
kleincrt. In den verborgenen Win
keln unserer anglo-amerikanischen
Blatter murrte man eine wicvtige
Mitteilung, die aus Deutschland kam.
suchen, die, wenn sie aus England
gekommen wäre, lange Spalten auf
der ersten Seite gefüllt hätte. Die
Dcutschenhetze der Weltblätter, die
Englands Sololinge geworden sind,
wird auch dann nicht aufhören, wenn
Deutschland siegreich auS dem Kriege
hervorgeht. Im Gegenteil, der Lii
genfeldzug der deutschfeindlichen
Presse mag noch verstärkt weröen.
nm die Schmach der Niederlage zu
beschönigen und den Sieger zu ve
mangeln. Ta.m bat die deut,che
Preise 'erst reckt die Pflicht, niit
aller Macht argen diesen mächtigen
7?eind xii kämpfen, der selbst nicht
mit 5lanonen zum Schweigen ge.
brockt werden kann, die Vcrlcum.
duna. Ucbcrall sollten deutsche Nach
ricktenagenturcn eingerichtet werden,
welche ollen deutschen Blättern in
der Welt drnckfertige, zuverlässige
Berichte liefern. Es muß ein Stab.
bestehend auZ den tüchtigsten ach'
leutcn für den Auslaiidödiemt ge
schaffen werden, der alle deutschen
Zeitungen auk der Welt mit Infor
mationen speist. Das .abelney muß
vermehrt werden und ist so anzule.
gen, daß es nicht so leicht vom Feinde
kann durchschnitten werden. Der
Weltkrieg muß einen Nachrichten,
dienst schaffen, der zu einer Kraft
ßno tpp.ii3.iij g.moL 1133 KZck 'C,iai
dnn Felde schlägt.
H- I- S.
Villistt llukSekn Za Parral.
. El Paso. Ter.. 8. Nov. Tie
Billigten, welche die Stadt Parral
im Staate Chikuahua eroberten, ha
ken von einer nmenfanifcheu Mine,
gesett'chafr daieldist 7 Silderba'-ien
im Werte von über $.W,O0Ö gchoh
ich. ... ...
den 3. November 191.
Die Wiedergeburt
des polenreiches!
Der östcneichische Krnkralgonter
nrur proklamiert da polnische
.Königreich in Lublin.
Wien, 3. Nov. (Funkenbericht über
Berlin.) Auch in Lublin wurde
im PalaiZ des österreich-unganschen
GcneralgmiverneurS daS neue .lö
nigrcich feierlich proklamiert. An
wcfend waren außer dem ttrncral
gouverncur uild den Spitzen der Mi.
litär. und Zivilbelwrden die gesamte
Geistlichkeit der Tiözese, Vertreter
aller polnischen Vereinigungen, Ve
Manen des Ausflandes voin Jabre
1863, der Vizepräsident des Zentral
l'ilssansschusseS und zahlreich Of
fiziere. !
, Von seinem Stäbe gefolgt, betrat
der Gcncralgouvcrneur den großen
Saal und verlos mit lauter, klarer
Stimme in polnischer Sprache die
Proklamation.' Dann sagte er:
Die verbündeten Moimrchen ge
währen damit feierlich die Wieder-
Herstellung deö Königreichs Polen.
An dieser Tatsache kann nichts niehr
gehindert werden."
Er schlag mit einem Hoch aus Po
len, in das die Versammelten mit
Begeisterung einstimmten. Gleich-
zeitig wurde die polnische Fahne gc
hißt, welche die vor dem Palast aus
gestellten k. u. k. Truppen die übli
che Ehrenbezeugung leisteten, wäh
rend die Mililärkapellen unter dem
Jubel der Volksmassen die polnische
Nationalhymne spielten. Zwei
Flieger warft,: unzählige polnische
Flaggen ab. .
Berim, 8. Nov. Die Kreuz-
zeitung ist das einzige Blatt, welches
die Proklnmierung des polnischen
Reiches mißbilligt.
Der Berliner Lokalanzeiger sagt:
Wciin die olen das Versprechen
des gestern ierlcsencn Manifestes
mit jenem vergleichen, das ihnen der
Großfürst Nikolaus kurz nach dem
Ausbruch des Krieges gab, wenn sie
sich die von dem vormaligen russi
schen Kabincttöchef entworfene Ver
fassung, die ihnen nur den Schein
der Freiheit sicherte, ins Gedächtnis
zurücknlfen, dann können sie keinen
Augenblick im Zweifel sein, waS für
ein Schicksal sie erwartet hatte, wa
ren wir nicht siegreich gewesen.
Wenn unsere Feinde in West und
Süd nach der Behandlung, die sie
Griechenland angcdeiken ließen. Nicht
den letzten Rest des Vertrauens ver
lieren wollen, dessen sie sich bezüg.
lich der Beweggründe des 'Krieges
im, Auslande noch erfreuen, dann
müßten heute in London, Paris und
Rom alle wahren Freunde der Frei,
beit ihre Häuser beflaggen und die
Proklamation feiern, die Polm zum
sclbstständigen Königreich erklärt,"
Das . sozialistische Zentralorgan
Vorwärts schreibt: Die Sozialde.
mokmtie,richtet sich nach dem Worte
Karl Marx', dah die Macht der rus
fischen 5irone nur durch Wiederher
stellung Polens auf der Grundlage
der Freiheit ihres Stachels beraubt
werden kann. Dies ist. wie gesagt
werden mag. durch daö historische Er
eignis, dessen Zeugen wir eben wa
ren, bereits erzielt wordm. Tie
Sozialdcmokrarie wünscht eine freie
polnische Nation, toie sie eine freie
deutsche Nation wünscht. Wir dür
fen die berechtigte Hoffnung hegen,
.daß das eben in Warschau und Lub
lin verosfentllchte Manifest den er-
chritt 11t dieser Richtung be
deutet.
vernstorff besucht
die Veutfchland"!
Ne'w London, Conn., 8. N?v.
Allem Anschein nach wird daS Han
dclstmichboot Tcutschland", daS ge
genwärtig die Fracht für die Rück
fahrt einmmmt, am reitag w'.eder
iach Teutschland absahren.
)er deutsche Botschafter Graf v.
Vernstorff und Gemahlin sind aus
Washington hier eingetroffen, um
die Deutschland zu bezichtigen.
Vizepräsident Hilken der Eastern
Forwarding Eo. erwartete die Gaste
am Bahnhof und brachte sie nach
ihrem Hotel.
Ter Botschafter erklärte seinen
Besuch für ausschließlich geselljchast.
lichcn Charakters. Er wollte aiis -LorsalleS. standen auf dem Ka
der ani Wabltaa in Wafliinntnn naldamm. konnten aber den Ertrin-
herrschenden amtlichen Ruhe Nnken!
ziehen und der Gräfin Gelegenheit'
'. . . i 1 t 1 r I
geben, oaä ch?aiioeisiaua)voor zu )c
heu.
Am ' Abend fand im Hotel eine
zwanglose Zusammenkunft statt, zu
der Kapitän 5tönig und dick Teutsch.
amerikaner auö Baltimore und New
London erschienen waren.
Sie weis ktivZ.
Wollen Eie wissen, was sie weiß,
dann besuchen -Sie tominenden Sonn
tag nachttiittacr die deutsche Theater
Vorstellung im Teutschen Hans zum
Besten des Roien Kreuzes.
Tie alliierte Bankerottmasse wird
immer größer. Runiänien, das als
- j
Gutbaben gebucht war, inun jetzt
13 Verbindlichkeit scvucht werden.
I I ,IL viii'Y"'0 ' '
granzSsilche Cchandtatt.
Mlikbandlun tintC csangenk deut
schcn Unterrssisier in Afrika.
Wie bcrechtizt die Maßnahmen der
deutschen Rkgkrung sind, um von
Frankreich die Aufhebung oller noid
afrikanischen riegsgefangenrnlager
zu erzwingen, beweisen folgende aus
neue bekanntgewordene Schandtaten
der Franzosen.
In glühender afrikanischer Sonnen
Kitze Nlußten die Gefangenen schwere
'lucgcbauarbeiten verrichten, wöbet sie
von ihren Wachtern unter eschlmp,
fungen und Mif.handlungen in schärf
ler Weise zur Arbeit angetrieben
wurden. Wegen der geiin;istcn Ver
gehen, wie z. B. kurzen Ausruhenz
während der Arbeit oder einer an sickj
belanglosen Vemerkung wurden die
Kriegsgefangenen mit Strafen be
dacht, wie sie im Mitll,l!er nicht
schlimmer auZgesonnen werden tonn
ien.
In Algier im Gefangenenlager von
Sith-OU'Meddour hat sich nächste
hender Borfall abgespielt:
Die deutschen befangenen waren
:ines Tage nieder scharf zur Arbeit
herangenommen worden und unter
hielten sich am abend vor ihren Zcl
ten über ihre traurige Lage. Da eine
zuögesucht schlechte Behandlung im
gier dann einzutreten pflegte, wenn
die Franzosen auf dem Kriegsschau
?Iatz Mißerfolge zu verzeichnen hat
ten, bemerkte ein Unteroffizier über
die an diesem Tage besonders schlech
:t Behandlung: Die Franzosen wer
den wieder mal tüchtig eins aufs Dich
zetriegt" haben!" ' Unvorsichtigcrweife
raren diese Worte so laut gesprochen
orden. daß sie einer der franzöji
!chen Köche, der etwas Deutsch sprach,
zersiehen tonnte. Dieser meldete oen
l'orfasl sofort dem Lagerkommcin
kanten, dn mit Hilfe eines Dolmet
'chers und einiger Urteroffiziere fest
llellte. daß der betreffende Unterofji
ier tatsächlich diefe Bemerkung ge
nacht hatte. Daraufhin ließ der La
zerkommandant Ttricke herbeiholen,
il:er Unteroffizier wurde, aus dem
ZZücken liegend, mit ausgespreizten
Zlrmen und Beinen an Holzplöcken.
zie in die Erde getrieben wurde, fest
zebunden. Dies war, wie erwähnt,
zegen Abend; die Stelle, aus der der
Unteroffizier festgebunden dalag, be
''and sich etwa 15 Meter außerhalb
iti Lagers. Etwa V2 Stunden muß
le der arme Mensch in dieser an sich
schon qualvollen Lage aushalten, du
dadurch noch eine grausame Lerschiir
fung erfuhr, daß es ist dies ein
cccmdfrei von verschiedenen Gesänge
nen oeobachUt worden ein paar
Lagerhunde Eiesicht und Hände dej
Nnicroffiziers belecktcn. Enolich wur
de dieser loszebunden und unter daZ
sogenannte Strafzeit gelegt. Dicfcj
besteht aus einer einzigen Zeltbahn,
die 5lopf und Füße freiläßt und mit
Holzpflöckcn über dem am Boden lie
Senden befestigt ist. In der ofrlkani
fchen Tropenglut ist diese Strafe eint
ausgesucht fürchterliche Quälerei. Dn
Unteroffizier sollte hier, ohne sich
rühren zu tonnen. 8 Tage lang lei
den. Da aber seine Gesundheit dieser
Marter nicht gewachsen kvar, mußte
er nach 3 Tagen ins Lazarett geschafft
werden. Nach einigen Tagen wurde
er wieder inZ Strafzelt gelegt, er
krankte aber nach weiteren zwei Ta
gen ven neuem und musste wieder ins
Krankenzelt aufgenommen werden.
Man sollte es nicht für möglich hal
ten, daß sich in Frankreich angesichts
solcher Zustände Leute, wie der Ab,
geordnete Galli und andere Kammer
Mitglieder, nicht schämen, wegen an
geblich menschenunwürdiger Behand
lung von KrlcgsaesangeneN immer
wieder gegen Deutschland zu heilen.
Ter französischen Regierung ist von
obigem Vorkommnis Kenntnis gege
ben und eine Bestrafung der Schul
digen gefordert worden.
Als der 17 Jahre alte Tt.
mai Keith von Point of Rocks. Md.,
in den EhekipeakeOdi0''Kanol kiel
und am Srtrinken war. sprang seine
Mutter, Fr.ut George Keith. ebenfalls
. in die Fluten, um ihren Sohn zu
retten. Mntter und Sohn berschwan
den aber wenige Minuten spaiu m
Easser. Zwei Töchter der Ertrunke
, ncn, die 14 Jühre alte Sadie Keith
und die 10 Jahre alte Ethel Keith.
wren Augenzeugen deS schrecklichen
kenden nicht zu Hilfe eilen. Die beiden
Leichname wurden einige Stunden
.f. Air -.v
später geeorÄN,
Abraham Kallmann von
Z!em Aork. der letztes Frühjahr Pn
radiesoogel-Federn un Werte von
M.000 bei Laredo, 2er., über die
Grenze zu fchinuggeln versuchte und
deshalb zu S Monatcn Gefängnis
und einer Geldstrase von 52500 ver
ririlt wurde, ist jetzt nach Verbü
gung feiner Hast und Zahlung der
Z25'X) wieder auf freien Fuß gesetzt
worden. Die Fetern befinden sich
noch in' Verwahrung deS ZollKol
lektors. - .
GroßeT?fche. .Dem alten
Bankier Güldemann merkt mans
.richt an. dliß er den besseren Kreisen
inkhört". .
. Nein, ober dzß die bessere Kreise
ihm .cna? leren"
-)
Cine ,,tt li Nkch'.n,,ler, an ti
Z,ilati)tmokkatkn.
Die Gemrallommission der Freien
vcwerkschaften batte in 0ieie,nscha ,
mit dem fzstaldemokratischcn Partei'
vorstand eine Eingabe an den ReichZ.
kanzlcr gerichtet, in der Wunsche unk
Vorschläge zur Vollsernährung ge.
bracht wurden. Wie jetzt da .ttorre.
fpondenzbluit der Gtuekalkommisswu
mitteilt, ist auf diese Eingabe tun
ausführliche Antwort de! Rilchskanz.
lerS tingegnni. in der ti u.a. heißt:
.In dem Wunsche, die rorhandencn
LebenSiniticl möglichst gleichmäßia
und gerecht z derteilen und die Le
kiknsmittkivrl'isk noch wahrend des
Kriege! auf ein ertragliches SWafc
s,'rab, driicten. bin ick mit Ihnen ei
nit Ihnen ei
,ch nicht vil
kenne ich an )
.Nrikgsernäh'
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kommen erreich 01. ericn
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ninnS.-iinU ,',,d dkNkn birkkiiae Tä
tigkeit legt "en dem Bestre.
den ab. eine möglichst schnelle uni
möglichst nachhaltige Besserung de,
der Lebensmittelversorgung des deui
fchen Volkes zu erzielen. So weit di,
Verteilung tu vorhandenen Rah.
rungsmittel in Frage kommt, ist auch
eine Besserung der Zusiänve unver.
kennbar. Durch die Verordnung vom
20. Juli 1916 ist eine dns gesamt,
Deutsche Reich umfassende Bewirt
fchaftung und Verteilung der vorhan,
denen Speiftsette eingeleüct. Ein,
ahnliche Rcg.'limg für Fleisch und fü,
Eier steht unmittelbar bevor. Ti,
Verhältnisse im $emu und Obst,
markt gehen gleichfalls einer Klärunj
und Regelung entgegen.
Die Preise einiger wichtiger Le
bensmittel sollen in absehbarer Seil
einen allmählichen Abbau erstchren
Für Futtermittel und für einzeln,
auS Getreide hergestellte NahrungS.
Mittel, insbesondere Gries und Grau
den. kann dieieS Erzebniü icton jetzt
n Aussicht gestellt, für Fleisch wenig.
ftens erhofft werden.
In deck Schreiben des Reichs fort;
lers wird dann darauf hingewiesen,
daß bei Brot und Kartoffeln an eim -Herabsetzung
der Preise zurzeit nichl
gedacht werden lö'ine. Die Preise tön
kien aber, so wird erklärt, auch nicht
als unangemessen bezeichnet werden
Der für 131-17 festgesetzte Roggen.
grundpreis bnn 220 Mark für die
Tonne bedeute eine Erhöhung von an
nähernd 28 Prozent gegenüber dem
zehnjährigen Turchschnistöpreise von
19051314 Berliner Roiierung. Im
Hinblick auf die erhöhten Anwendun
gen die auch die Landwirtschaft wok.
rend des Krieges machen muffe, ünor
aus die mannigfaltigen Schwierig
leiten, mit demn sie zu kämpfen habe,
werde man diese Preisgestaltung nicht
unbillig nenn.'' dürsen. zumal di,
Landwirte, die ihr Brotgetreide zu i
nem solchen Preise verkaufen mus.
sen, zum großen Teil gezwunge
kien, die zur Durchführung chrei
VieheS notwendigen Futtermittel gii
einem erheblich höheren Preise einzm
kaufen. Weiler wird betont:
' .Aehnlich verhält es sich mit del
Kartoffeln, die im Kriege gleichfalls
eine andere Bewertung sichren müs
sen, als in r'comszeiien. n den bei
den ersten Kriezsjahren wurde ver
sucht, den Wünschen aus Verbraucher
kreisen enlg?zenzukommen und oi,
Speisekarto,'se! möglichst billig im
Preise' zu erhalten. Das brachte eS
mit sich, daß für Fuiterkartoffeln,
weil andere gl?ichwerlige Futtcrmit
tel bedeutend hener im Vr'ife standen
vielfach ein wesentlich höherr Preiß
gezahlt wttven mußte als für Speise' '
tartofseln. Die Sicherung des Speise'
kartofselbedarfs ber Betölkerung ist
durch diese ZilsammeiihÜnge in de
beiden ersten Krieg-jahren außeror
dentlich erschwert worden. Es tonnt,
deshalb in diesem Jahre die Berant
wortung für die Sicherstellung bei
SpeisekartoffelbcdarfS der Bevölke
rung ohne dn festgesetzten Höchstpreis
don 4 Mark nicht übernommen M
den. Da die Bedarfssicherung ollew
anderen vorzugehen hat. wird kein,
Ermäßigung des Preises kommen.
Die auch oon mir bedauerten Preis,
treibereien und Ejxkulationen aus
dem LebenLmitlclmarlt sind nicht voll'
ständig zu un!lrbinde.n. Zu ihrer Um
terdrMung sind im Wege der Gesetz,
gebung toie der Aehördeminrichtunz ,:
Maßnahmen setrofsen. Sosreit sie sick d 1
nicht a!S aureichend erweisen, solle;
sie ergänzt und erweitert werden. Qi
darf aber über den noch borhanden'is
chwierigkcüen, die sich der tälz,
rung de! BolkeZ entgegenstellten, nich
.übersehen werden, daß dieUrfachen die
es Schwier:glciten letzten Ende n!ch
m den Mängeln unsrerEinrichtungen
sondern in den englischen Abspe.r
maßregeln zu suchen sind, yz wk
mir scheinen, als wenn in den Erör
terungen lider die Ernährungsschwie
rigkeiten die englischen Auehunge
rungSpläne gegenwärtig allmsehr
den Hintergrund getreten seien. Da
durch wird tie Stimmung der Bevöl.
kcrung in eine falsche Dichtung gelct '
iet und die notwendige Äerständiguni.
über die besten Wege zur Ueberwin.
düng der Ernährunsschwierigkeite,
zwischen den einzelnen Beoölkerungs.
......... . ..-i (Hf . . . . 73
siur.i iwiwi. antr oonr ver gu
ten Ernte fiefes Jahres sann dsk
deutsche Volk mit ruhiakr Eicherher
dem Siege uvd dem Frieden es.!gczen
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