Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, April 24, 1920, Page 8, Image 8

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    ifzixtin DVr Ti Iis T vi lui nn-sJHn K M r, VITiftT 1000
u scuyiiui !Wiiiui;u iiuuu yunivtuy vwu i. ifi-iv ji w-u
ttoyd Georgs und
-- Nlitterano einigen sich
Pariser Mcldongrn zufolge ivnrde
Teutschlands jüngste fordern
gen abgewiesen.
London. 2 t.. April.-Tepcschen
einer NeuigkeitSagentur melden aus
San vkm-3, daß sich die Preiiiler
minister Lloyd (George und Mille
rand aus Fragen, die Bezug aus
die Entwaffnung Tcutjchlands,
Schadenersatzzahlungen . und ein
kzeitlichcs Vorgehen der Alliierten!
haben, einigten. Tas Nebereinkom.
inen wurde nach einer heutigen zwei
Kündigen Konferenz erzielt.
Paris, 2l. April. Tie Konferenz
der Premiers hat die Forderung
der Teutschen, ein öeer von 200.000
.Mann, zu unterhalten, abgewiesen,
o meidet eine Zcitungsdepesche
aus San Nemo. Marschall Foch war
willens, den Teutschen ein Heer
von 200.000 Mann zn belassen,
vorausgeselzt, dasselbe setzt sich aus
Freiwilligen der Nationalgarde zu
sanimen. Eine 200.000 Mann zäh
lende Armee aus ausgebildeten Tol
daten aber sei den Alliierten ge
sährlich. Auch müsse sich der deut
sche Gcncralstab auflösen.
Amerika's Hansel
mit Deutschland
Nc!v JJor!, 21. April Tie erste
unter dem Edge-Gesetz zur Erlcich.
terunss der Kredite für den amen,
kcmischen Außenhandel gegründete
Bank ist organisiert worden. Es ist
die First Fedcral Banking Asso
datiern," die von der Bundes
Reservebehörde Erlaubnis erhalten
hat. Geschäfte zu betreiben.. Tie
wird ihren Betrieb Anfang Juni in
der Wall Str. eröffnen. Das cta
Pital ist auf $2,1 00,000 angesetzt
und von einem Konsortium hiesiger
und auswärtiger Banken gezeichnet
worden. TaZ EdgcGcscö soll den
amerikanischen Ausfuhrhandel da
, durch erleichtern, das; es Kredite
für den Export möglich macht. Ter,
Handel, mir Teutschland und anderen
europäischen Ländern ist bisher durch
die Hindernisse, die der Gewährung
von Krediter. im Wege standen,, stark
behindert worden
Aus Berichten, die das Handels,
dcpartcment der- Regiermig erhal
ten hat, geht hervor, dafz eifrig an
dem Wiederaufbau des deutschen
Handels mit den Ver. Staaten ge.
arbeitet wild. In Deutschland wird
ein größerer Geschäfts.Fcldzug, ge.
plant-, um die Handelsbeziehungen
mit den bereinigten Staaten zu
verbessern. Ter deutsche Handel nach
hie? ist von Monat zu Monat er.
heblich gestiegen. Für die Geschäfts,
kampagne werden Handelsfirmen
und Finanzgruppen organisiert. Tie
Aufbesserung der Valuta ist einer
der Hmiptziele. Von Amerika will
Deutschland Brotgetreide und Roh.
stoffe kaufen. Als Gegenleistung da.
für ist eine Ausfuhr von Fertig,
fabrikaten geplant.
In Verbindung hiermit wird auf
die Bestrebung hingewiesen, den
früheren Hamburger Seehandel
durch Schiffs amerikanischer Flagge
neu zu beleben. Ueber diesen Plan
iit bereits des öfteren aussührlich
berichtet worden. Generaldirektor
Ciaio der Hamburger Linie befindet
a) letzt in den Veremlgten Staaten
und leitet persönlich die Verhand
hingen über diesen Plan.
Tie Bundes . Schiffahrtsbehörde
bat sich nunmehr endgültig entschlaf,
sen, die beschlagnahmten deutschen
Tampfcr unter der amerikanischen
Flagge in Tienst zu stellen, da der
von W. R. Hearst gegen den Ver
kauf der Tompfer erwirkte Ein
Haltsbefehl so gut wie permanent
ist. Tie Tampfer, darunter Scvia.
,than", George Washington" - an.
sollen wieder als erstklassige Pafsa-
gicröamvser hergerichtet , und dem
friedlichen Handelsverkehr gewidmet
werden. Sie dienen vorläufig noch
dein Kriezsamt als Truppen.
tranZportdampfcr", aber diesen
Tienst sollen sie eimtcf&i, wenn die
neuen TransportdampWr in, der
Sog Island Werft fertig werden.
ver. Staaten erkennen
2lepublik Armenien an
Washington, 24. April. Staats,
fekretär Colbq hat heute dem hiesi.
gen Vertreter Armeniens Pasder
madsain eine Note zukommen las.
sen. in wacher die Ver. Staaten
die Ncptlblik Armenien anerkennen.
wilson unterzeichnet
Postamts-Vorlage
Washington, 21. April. Prast.
dcnt Wilson hat heute di Post
mnt s ViZvilligungsvorlage unter
schrieben. In derselben iit auch die
Einrichtung ' des transkontincnta
Icn Posllilstverkehrs vorgesehen.
Jener französische . Arzt, der be
hmwtet. er habe ein Mittel gegen
die Schlafkrankheit entdeckt, hat viel,
leicht irgendwo eine alte Weckuhr gc
funden. -
Yerau5geber der
Gmaha Tribiine"
45 Jahre alt
Hmte erreichte Herr Vol. I. Peter.
Herausgebe der Omaha Tribune,
den 43. Meilenstein seine Erden,
wallens. Möge er seiner Familie,
seinen. vielen Freunden im
besonderen und dem Teutsch,
tu m im allgemeinen noch lange
erhalten bkibcn.' möge die Tribüne
unter seiner genialen Leitung
blühen, wachsen und gedeihen. Das
wünscht von ganzem Herzen das
Personal genannter Zeitung.
New YorK's Senat
nimmt vier-vorlage an
Albann. N. I.. 21. April. Ter
Staatsscnat hat gestern mit 47 ge.
gen 23 Stimmen die Vorlage, wo.
nach im Staat New Fork Bier von
3.75 Prozent Alkoholgehalt ge.
braut und verkauft werden darf,
angenommen. Tie Bill wird gegen
wärtig voin Hauskomitce für Regeln
in Erwäglmg genommen, uin bal
digst einberichtct zu werden.
vryan schwillt
die Helöenbrust
y -
St. Paul. Minn.. 24. April.
William Jennings Bryan hat sich
srulneitia aus den Weg nach San
Francisco gemacht. Er ist hier auf
feinem Weg nach der Bestküste ein
getroffen. Er erklärte: Ter Fric.
dcnsvertraq wird, wenn cr nicht vor.
h?r vom enat ratifiziert wird, die
hervorragendste Frage des Wahl
kämpfes werden. Ich glaube, dofz
ich von der Politik so viel, veriteke
als irgend ein anderer und h werde
nach San Francisco gehen, um alles
zu tun. was ich bei einer grokcn
Gelegenheit tun kann.
Methoden der Kaffee
Zubereitung. Die Araber, die,
wie alle Orientalen, die Gewohnheit
haben, den Kaffeesatz mit zu genie
ßen, bereiten ihn in folgender Weise:
Die rasch gebrannten Bohnen werden
nach dem Auskühlen in einem Mörser
klein gestoßen, dann in einer leeren
Blechkanne solange der Hitze aus
gesetzt, bis sie zu duften anfangen.
Nachdem man etwas kochendes
Wasser darüber.: gegossen hat, setzt
man bt Kanne Äer starkes Feuer
und rührt den Brei mit einem Löffel,
bis der Kaffee hochzusteigen beginnt.
Diesen Moment muß man genau ab
passen; der Kaffee muß in die Tassen
gegossen werden, ehe er zum Kochen
kommt, weil er sonst .seinen besten
DeschmaZ verliert. Ein anderes
Kaffeerezcpt der Araber, die übri
gens auch Moschussamen als hoch
gepriesene Ingredienz verwenden
sollen, ist folgendes: Man mißt 2
Unzen gestoßenes Kaffeepulver für
jede Tasse ab und drückt es mit Hilfe
eines Löffels in einen Beutel, der in"
einem Gefäß frei aufgehängt wird.
Hierauf läßt man ganz allmählich
klares kaltes Wasser durch da
Kaffeepulver durchsickern. Tie Flüs
sigkeit, die auf diese Weise entsteht,
wir!, dann im Wasserbade heiß ge
macht.. Ter also bereitete Kaffee soll
sich vor dem gewöhnlichen durch sei
nen Mangel an Bitterkeit auszeich
nen, da nur kochendes Wasser die
Bitterstoffe zu lösen vermag. Im
übrigen ist er reich an aromatischen
und nervenerrcgenden Bestandteilen.
' JustuZ von Liebig gibt folgende
Vorschrift , für die-, Kaffeebereitung.
Dreiviertel des Kaffeepulvers lasse
man mit dem nötigen heißen Wasser
lft Minuten lang sieden, worauf
maM das zurückbehaltene Viertel
ebenfalls hinzuschüttet, den Kasfee
tiegel vom Feuer zurückzieht, um
ifemen Inhalt von 56 Minuten
lang ziehen zu lassen. Hierauf rührt
man die Masse um, was zur Folg
hat, daß sich das Kasfeepulver zu
iBoden setzt, ja daß man das Getränk
abgießen kan ' Gleichviel aber, nach
jwelcher Richtung hin sich der Se
?schmack neigt, die Hauptsache ist, daß
man den Kaffee nicht zu stark trinkt,
und auch im Quantum Maß hält.
-Zwei Täßchen beim Frühstück und
eine Tasse nach der Hauptmahlzeit,
sdagegen dürfte auch der strengste
Arzt nichts einzuwenden haben.
TaS Aufdämpfen von
Kleiderstoffen. TaS Klei
dungsstück muß zertrennt, gut aus
gebürstet und von allen Flecken be
freit werden. Nun wird ein großes
altes eisernes Bügeleisen glühend ge
rnacht, auf eine Platte aus Eisen
oder Blech gelegt und mit einem al
ten nassen Tuch bedeckt. Ueber den
aufsteigenden Dämpfen zieht man
den Stoff langsam hin und her, und
zwar zuerst mit dc? rechten, dann
mit der linken Seite. Während des
Dämpfens muß man den Stoff ein
ibis zweim. dem Striche nach dür
ften und an den gedruckten oder ver
nähten Stelle:, die Fäden zu heben
suchen. '
Wenn daS Küchenabguß-
r o h r durch fettige Stoffe verstopft
ist. so gieße man Kcrofine hinein,
welches das Fett wegfrißt. -ES ent
wickeln jich oal : jedoch gütige aje(
die man nicht einatmen sollt; . ' '
? V- j-.j
W Mttt und im
jedrnsttttkr. ;
Skizze von Wilhelm W. Fntz.
!, Als Schumann den EerichtLsaal
betrat und der ihm erteilten Wei
sung gemäß im Hintergründe der
nklaaebank sich niederließ, war der
Ricktertilck leer. Nur der EtaatS,
anmalt faß einsam auf feinem Platz
und schrieb in einem Aktenstück. Tie
Nichter weiften noch im BeratungS
zimmer ugd entschieden gerade über
daS Schicksal ' des nachdenklichen
Mannes, der vorn on der Brüstung
dcr Anklagebank saß und für seine
Umaeduna weder Äuge noch Ohr
'an haben schien.
I Man körte durch die Doppcltür
hti Beratunaszimmerö sehr erregte
stimmn,. Vivlleickt waren die
Nickt über die Höhe des auszu
sprechenden Strafmaßes sich nicht
einig. Ob daS ein guteS Zeichen
war für den Geistesabwesenden da
vorn, dessen Sünden in diesem Au
aenblick gewogen wurden? ES schien
Mm kalt ,u lassen. Sein Gesicht
zeigte einen Ausdruck, als sinne er
jmif dem Aufgebot aller Eeistesschär
fe irgend einem verwickelten Pro"
ilcin nach, vor dessen Löking alles
-andere in den Hintergrund träte.
Won dem Neuankömmling nahm er
keinerlei Notiz. '
: Ter am Verteidigungstisch sitzen
Ze Anwalt trommelte mit den Fin
nein auf einem Aktendeckel und
Zblickte durch das gegenüberliegmde
Fenster, zu dem einige Baumgipfel
hern nickten. ' Tie Zuhörer waren
jsichtlich gelangweilt:'' einige fmy
itückten heimlich. '
i Plötzlich wurde die Türe deö B
ratungszimmers ausgerilien.
Gerichtshof trat wieder em, voran
der Borsitzende. Sein Gesicht war
Äwas gerötet. Offenbar hatte er
Zen Hauptteil der Debatte dnnnen
Deftritten: die Beisitzer, -die nach
ihm kamen, sahen gelassener aus.
Das Urteil wurde verkündet. Das
Dericht war über den Antrag des
Staatsanwalts erheblich hinausge
gangen. Es handelte sich um eine
Straftat, die derjenigen Schumanns
ganz ähnlich lag. Trübe Ausfich
ten! Tie Begründung, die der Vor
sitzende der Verkündnng des Straf
maßes ansägte, war vemichtend für
den Angeklagten.
Schumann starrte auf den Mann,
der da in Robe und Barrett hinter
dem grünen Tisch saß, wie auf eine
Erscheinung aus einer anderen wüt
Diesem Manne war er schon ernma
beaeanet. Irgendwo ' und unter
Umständen', die ' einen nachhaltigen
Eindruck hinterlassen hatten. Auch
die Stimm kam ihm bekannt vor,
und doch hatte sie, als er sie zum
ersten Male horte, ganz midS
klungen: fchmerzerfüllt, in verhalte
ner Rührung unsicher war lie ge
wesen. Dankesworte hafte sie aus.
gesprochen, einen Tank, der chm
galt, dem jehigen Angeklagten
Und auf einmal siel eS ihm wie
Schuppen von den Äugen: Er sah
'sich, wieder in einem der Kämpfe in
Feindesland, , in dem seine Truppe
gegen eine Nebermacht rang. Sie
mußten zurück. Schumanns Zug
kämpfte auf dem rechten Flügel deS
Regiments, noch weiter rechts schloß
sich ein anderer Truppenteil an,
Zwei Kameraden führten von rechts
her einen Offizier zurück, der einen
Schulterfchuß erhalten hatte. Einen
der beiden Helfer warf plötzlich ein
Kopfschuß vornüber, sodaß auch der
Offizier schwankte. Er Ware ?u
sammengesunkew. Wenn nicht Schu
mann rasch an die Stelle deS tödlich
getroffenen Kameraden gesprungen
wäre. Sie schafften den Ossizier
in Deckung. ' Tort nahmen ihn zwei
Sanitäter in Empfang. 'Schumann
mußte veiter. Bevor er ging, reich
.ie ihm der Offizin' die , Hand mit
dinem Tanke, Kamerad!" ,
? Diese Hand blättert? jetzt in den
Akten: Strafsache gegen Schumann.
Ein peinliches Gefühl überkam
den Angeklagten, als sich nun der
Vorsitzende an chn wandte und nach
oen Personalien fragte.
- Sie wissen, was Ihnen zur Last
gelegt wird, bekennen Sie sich schul
dig?"
Ja das heißt . . . nein! Ich
bin zniiächst eigentlich nur mitgegan
gen, ohne zu wissen, um was es
sich handefte.7
Das kennen wir! Eine recht all
tägliche Ausrede . aber erzählen
l-ie mal.' . ;
Schumann begann zu sprechen
Ter Vorsitzende hatte ihn scharf ins
Auge gefaßt und allmählich ging in
seinem Gesicht eine merkwürdige
Zderanoerung vor. Er bedeckte die
Augen mit der Hand, blickte wieder
angestrengt hin und schien im Ge
dächtnis zu suchen, wo er die Phy
siognomie des Angeklagten hinbrin
gen sollte. Einmal war es, als ob
ein 'Blitz des ErkennenS über das
Besicht des Richters zuckte,, und
dann malte sich neue Unschlüfsigkeit
und auch eine gewisse Erregung in
den Mienen. Nun hatte Schumann
geendet.
.Tagen Sie mal,' ÄngeMAdr?
fragte der Vorsitzende, sie rom
wen mir bekannt vor. Haben Sie
vielleicht schon einmal vor diesem
Gmcht gestanden'- -.Jl
Ter Angeklagte schwieg. , ,
Nun, habe ich Sie schon mal ver
urteilt V ,. ....,!
.Nein. 1 r"- '!
.Ich glaube ober, ich täusche mich'
nicht, lkennen Sie mich'i.".
.Jawohl." .
.Woher?"
Wieder schwieg der Angeklagte. '
.Nun, geben Sie Antwort."
.Ich kenne den Herrn Vorsitzen
den aus dem Felde."
Der Mann am Richtertisch war
blaß g norden, offenbar hatte auch
er jetzt seinen Netter wiedererkannt.
Seine Stimme zitterte, alö er wefter.
fragte: ,
, .Wo sind wir unö bgegnet?"
Schumann nannte den Namen je
nes Gefechts.
. .Ich war verwundet?"
Ter Angeklagte nickte.
Im Sitzungösctale'war Totenstille
eingetreten. Alle Anwesenden fühl
ten, daß sich zwischen diesen beiden
Männern da dranßen etwa? abge
spielt hatte, das eö dem. einen un
möglich machte, über den anderen zu
Gericht zu sitzen.
.Ich habe eine Erklärung abzu
geben," sagte endlich der Vorsitzende.'
und dem Angellagten schien es, als
klänge die Stimme wieder so weich
und gerührt wie damals bei dem:
Tanke, Kamerad! .Die Sache kann,
nicht verhandelt werden. Ich fühle
mich dem Angeklagten gegenüber als
befangen."
' Tie Verhandlung, in der Schu
mann .dann verurteilt .wurde, leitete'
ein anderer Vorsitzender. Am Tag
darauf erschien bei der Ehefrau des!
Verurteilten ein Fremder und über-
reichte der Frau , eine Geldunter
stützung. , . ., '
Bftte, nehmen Sie e? nur an,"j
sagte er, als Frau , Schumann zo-'
görte, .ich bin in der Schuld Ihres
Mannes; sobald er, auS dem Ge-,
fängnis entlassen wird. ' spreche , ich'
noch einmal vor., - ES muß eine
MögUchkeit gefunden , werden, ihm,
wieder auf den rechten Weg zu hel
fen." . :-.,;? i " ,:
Erfindung dkS'Cilt.Reöolvers.
'.. Es war am 28. Dezember 1833.
als die . Ver. Staaten das erste Pa
kni für eine Ich . umdrehende
Schießwaffe" ausstellten. Ter , Er
finder war ein Matrosenjunge na-,
mens Samuel Colt, gebürtig auS
Hartford Conn. -2; .
Er arbeitete erst-.einige Zeit in
einer Fabrik und .folgte dantt dem'
zauberhaften Lockungsruf deS Mee-,
res, gleich fg vielen anderen tat
und. abenteuerdurstigen Jungen. ; ;
: Das Grübeln über Erfindungen,
schon sehr früh begönnen, hielt ih
aber auch auf demiMeere ftetS in
feinem Bann, und auf langen Fahr
ten fand er Mußel genug, diesen
Hang nebenbei. zu chflegen; so na
mentlich auf einer Seereise nach In
dien, während deren er die Idee sei
nes Revolvers zu, einem gewissen
Abschluß brachte. -. Erst -15 Jahre
alt, stellte er ein vollständige? Mo
dell des Revolvers ans Holz her. -Nach
seiner Rückkehr nach Amarifa
erwirkte er bald daS obige Patent
und später andere in England und
Frankreich. Ueber Mangel an ge
schäftlichem Erfolg 'konnte er nicht
klagen .
Tie Coltrevolver wurdm zuerst
im Jndianerkrieg itr Florida 1837!
benutzt; auch erhöhte der mexikani-i
sche Krieg sehr den Begehr nach die
j Waffe und führte zu ihrer all
gemein en, Anwendung i j
Neue Gußstahl-Allkerkettk.
TaZ Bedürfnis nach mehr Anker,
ketten ist mft der riesigen Ausdeh-s
nung des Schiffswefens, namentlich
deS amerikanischen, , während- der
letzten Monate des Weltkrieges seh?;
rasch gestiegen, so rasch, daß die.
Produktion bald nicht mchr Schritt'
damit halten konnte,
DieS spornte den Erfindungsgeist
auch auf diesem Gebiete von neuem
an. Bisher .hatte man alle Arten
Ankerketten aus Schmiedeeisen her
gestellt, i der Meinung, daß dieS
der geeignetste und haltbarste Stoff
hierfür sei. Doch es mußte konsta
tiert werden, daß die ganze mögliche
Lieferung von, ' Ankerketten auS
Schmiedeeisen kaum einem Drittel
des neuen Bedarfs entsprach. Gegen
Gußstahl hatte man bislang in die
sen und manchen anderen Beziehun
gen em Vorurteil gehegt.
Aber die Erfinder- und Fabrikan-
tenwelt machte, angestachelt durch
die Nachfrage, vor diesem Vorurteil
nicht mehr respektvoll Halt! ES ge-
lang, mu nur geringer Verände
rung der Methode und der Beiaa-
ben, Ankerketten von Gußstahl zu
fabrizieren, welche dm strenastev
Prüfungsbedingungen unterworfen
wurden und dabei Nicht nur als
ebenso gut erwiesen, wie die Ketten
von Schmiedeeisen, sondern sogar
noch besser. Und sie können dabei
viel schneller hergestellt werden.
Kurzum, sie sind wie gerufen gekom
men, und sie zeigen wieder einmal,
daß Leichtigkeit und Stärke einan
der nicht aAszuschließen brauchen. ,
Mädchen erstickt in j
brennendem Hause
Während Frau Maxie Jensen. ö l.
,n,d Pratt Str.. eine Nachbarin be.
uchte, plädierte in ihrer Wohnung
vo sie ihre zwei Kinder zurückliesz.
ein Potrelumofeil und setzte das
Haus in Brand. Ter herbeieilen
den Mutter gelang es, ihre ältere
4'iahnge Tochter zu retten, wahrend
ihre wiederholten Versuche, auch daö
jüngere 3-jährige Mädchen aus den:
brennenden Hause zu holen, frucht
los waren. Voin Rauch halb er
stickt, und an Händen und Züszen
schwer verbrannt, wurde die un
glückliche Mutter in das Haus einer
befreundeten Familie gebracht, wo
ihr arztliche Behandlung zuteil wur
de DaS kleine Mädchen wurde in
einem Hinterzimliler unter einem
Hinterzimmer unter einem Sofa
dem Tode nahe aufgefunden und
starb auf dem Wege nach der Offi
eines Arzteö. , Der Vater, ein Bau-
arbeite?, war während des FeuerS
abwesend.
Große Friedensparade am 1. Mai.
Am Freitag abend wurden im
Omaha Club von den Vorständen
der American Legion, verschiedener
patriotischer und. wohltätiger Ver
eine, den Gouverneuren der Ak-Sor.
Ben und Vertretern der Geistlichkeit
vorläufige Pläne für die Abhaltung
einer großen Friedensparade am 1.
Mai getroffen worden. An diese,
Umzug sollen außer der American
Legion, die Arbeitervcrbände, das
Rote Kreuz, die Kadetten der Hoch,
schule, kurz alle Vereinigungen und
Vereine teilnehmen, die während des
Krieges die Prinzipien der Tcrno.
kratie hochgehalten haben und , nach
dem 1. Mai eine intensive Amerika
nisicrungskampagnc . veranstalten
werden. ' (Ob man die deutschen
Vereine der Stadt fiir zu demokra.
tisch und zu sehr amerikanisiert hält.
wissen wir nicht.- Tatsache ist, daß
sie bis jetzt keine Einladung crhal.
UiümmmmumnunnmnünüüUEunnEnuüiüüEwmzunn
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Europa ist in diesem
Jahre riesig interessant!
Für Reisende fällt die . sntereFantcste . Periode der europäischen . Geschichte . in das
Die' neuen Staaten komincn nach Harten Kämpfen "nach' und ' nach zur NuHe und
1920. Die' neuen Staaten
heutige Europa ist ein ganz'
et ....s. ' ..t ':'
icijun unu gciuuni yuucn.
' Niemals, in .der Geschichte. hat dem eine solche Gelegenheit geboten,
soviel Belehrung aus einer Skise zu gewinnen wie im. Jähre 192
Und dabei sind die Unkosten für Amerikaner unbedeutend
infolge des niedrigen Kursstandes des europäischen Geldes. Der amerikanische Dollar hat heute
in Europa eine geradezu unglaubliche Kaüskraft. Wer möchte da nicht einige Monate in Europa
verbringen? . 1
wir sind Agenten filr alle Vampfschifffahrts - Linien '
nach Europas ,
t
.' Wir besorgen Pässe fiir Bürger und Nichtbürger, und erledigen alle nötigen Korrespon.
denzen. Amerikaner, versehen mit Empschlungsschreiben der Schweizer Botschaft können jetzt,
ebenso wie Reichsdeutsche, direkt, von New Jork nach Hamburg weisen. .Wir besorgen diese Em
pfehlungsschreiben und vertreten die American Line" und Cunard Line",, die direkt nach Ham
bürg fahren.
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' Kostenanschläge gerne geliefert Man
telephoniere an Tyler 340 und frage
nach Emst Reese. der.die Berechnn,
gen macht, oder schreibe an
INTER3TAre PRINTING COMPANY
1307 Howard Straße ' Omaha, Nebraska
ten haben, sich an der Feierlichkeit
zu beteiligen.) . - , ,
Meine kokalnschrichten
Der Neger Ole Jacksorn der
am letzten Freitag sich aus einem
Straßenbahnwagen durch Revolver
schüsse gegen die Angriffe mehrerer
meiner iünalinslfl. verteidigte Und
dabei zwei unschuldige Paiiagicre
verwundete,- wurde dem Distrikt
gericht überwiesen und wird unter
$700 Bürgschaft in Haft behalten.
Edwatd Wilson. 4101 Nord 23.
Str., wurde am Freitag abend an
der 25. und Harncy'Str. von Dr.
K. O. Hoffman mit eine mAuto
überfahren und erlitt so schwere
Verletzungen am Kopfe) daß cr in
bewußtlosem, Zustande ins Wise
Memorial Hospital gebracht, wurde.
Der Dr. Hosfman versuchte zu ent
kommen, ohne sich um sein Opfer zu
kümmern. Er wurde aber eingeholt
und, von Polizeikommissar Ringer
dem Gefängnis zugeführt.
. Als der Tartmcterfahrer E. E.
Jones ' wegen' Schncllfahrens nach
der Polizeistation gebracht wurde,
holte ein Fahrgast, Henry Stedivan,
eine Schnapsflasche auö der Tasche
und' zertrümmerte sie auf dem Stra.
ßenpflaster. Er wurde wegen Zcr
brechen von GlaS verhaftet.
' : 1 ,
Aus dem Staat.
Alliance. Neb. In Alliance ein
treffende Berichte von den umliegen
den Sandhügeln zeigen, daß der Ver
lust an Vieh während der letzten
Schnccstürme verhältnismäßig leicht
war. Eine allerdings unbestätigte
Nachficht von Marssand teilt mit.
daß die 400 Köpfe starke Herde des
Züchters Shimck. 11 Meilen nörd.
lich von Antioch. in einen Tümpel in
den Sandhügeln geriet und teils
ertrank teils an Erschöpfung um
kam. Tie Straßen in Alliance sind
Schlammfeen, die ohne Gummistiefel
nicht zu passieren sind.
M " "V V t ' " ,
komincn nach 'harten Kämpfen nach und
anderes. M. die, meisten ehemaligen
' " "-' " f' " "
ffilialen
512 Eid Mai
203 Siid Sechste
Bryo' Tie volljtüno,.
Lincoln. Ncb.. 2t. "r
Sie W. I. BryahS wurde durch
die letzten verspäteten. Berichte über
die Prinärwahlm am Dienstag nur
noch augenfälliger gemacht, v
scheint, daß 10 von den 1 Tclc.
gaten deS Staates kontrolliert, nach
hem ffini klaudidaten in druck
und sechsten Distrikt gewählt sind.
Auf der republikanischen Seilt
ist Pcrshing vollständig ausgeschaltes
worden. Der Staat gibt Wood bic,
Telegaten und Johnson 12.
Unsere Spitzbuben- ;
' Chronik.
John Goß. 3128 Süd U. Str.,
wurde am Freitag abend von zwei
unmaskierten Kerlen an der 15.
Straße und Teer Park Avcnue an.
gehalten und seiner Taschcmih,
und seiner Börse beraubt..
2Zegiernng geht gegen
Ausständige vot.
Chicago, 21. April. Im Buw
desgericht wurden 41 Streikführn
des Weichenstellcrstrciks unter der
Anklage, die Lcver Akte verletzt zu
haben, vorgeführt. Ar Verhör ist
auf den 5. Mai angesetzt worden.
Die Anklage gegeit die Strciker lau.
tct. daß die Weichensteller verleitet
haben, die Arbeit einzustellen und,
dadurch , sich zur Verhinderung ' des
Transports von Bedarfsartikel ver
schworen.'
Cleveland, 21. April. Die Füh.
rer der streikenden Eisenbahner wer.
den heute verhaftet werden, wenn die
Ausständigen nicht sofort die Arbeit
wieder, aufnehmen, erklärte der
Agent des Justizdcpartmcnts Sam
ten Die Bcrhaftsbcfehle werden
heute nachmittag rnisgeftcllt werden.
Bedienen Sie sich der Klassi.
krfolg ist überraschend dik Un
fizierten Anzeigen der Tribüne! Der
kosten nur winzig.
Wm
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Jahr
' nach zur Ruhe und das
Europäer, ju .Amerika es ge
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Str.. ssonncil Blufft, Iowa.
Str., St. Joseph, Mo.