' vv., -v t-. -ivWk Wtfetf a, MMMMÄ . wuuw saa :it,iWi-iiia!!'ll,i n,,Ä v .fcMr,'i'-f ------. V, Seite 2-TägllSzc: Omaya Tribüne-DonnerStag, den 25. Scptcmdor !9ia Tägliche Gmaha Tribune TRIBUNE PUBLISHING CU. 1307-1309 Howard St, TelrpluiiH lr MniiH la Brandt :. Preis dos WockMdlattS bei Vorausdezahlun $1X das Jahr. . Preis dvö Tageblatts: Durch den Träger. Per Woche 12V' Cents: durch di, Post. Ui Vorausbezahlung, per Jahr $(?.00; fc&5 Monate $3.00; drei Monate $im Entercd as scoond-class matter Älarcb 14, 1912, at the postoßice of Omaha, Nebraska, under the act of Conß-ress, Uarch -3, 1875. , Cmafju, yc&r.r Donnerstag, Ersparnis an Menschenleben und Gesundheit Tie Eisenbahnverwaltung, welche die Bahnen seit der Uebernalune durch die Regierung in Händen hatte, ist viel getadelt worden und hat häufig hören müssen, fcajj sie immer mehr Geld ausgebe, als vereinnahmt wird. Um der Verwaltungs'Behörde Gerechtigkeit angedeihen zu lassen, wollen wir heute hier aber auf einen Punkt hinweisen, der dieser Bundes behörde zur höchsten Ehre gereicht. Tas ist die gewiß wichtige Tatsache der gröberen Sicherheit des Bahnderkehrs. Als die Bundeöregienlna die Bahnlinien übernahm, da richtete die Bahnvcrwalrung sofort eine Sicherbeits-Sektion" ein, und dieser Sektion verdanken wir es, wenn sich die Zahl der linfiilic in absteigender Linie bewegt. Tie Zahlen über die bemerkenswerte Besienmg in der Sicherheit des Bahnderkehrs sind in offiziellen Berössentlichungm enthalten, aus denen wir einige Belege anfuhren wollen. Wahrend der ersten fünf Monate, des Jahres 1919 wurden auf im Cisenbahncn 807 Perwnen weniger riode des vorhergehenden Jahres. erfuhr eine Herabminderung um 16,677 Falles Tas sind gewisj erstaunliche Erfolge, und sie sollten um so mehr Beachtung finden, als fciMnT immer nur der finanzielle Punkt der Bundesbahnkontrolle in den Zeitungsberichten trrwahnung gezunden hat. Tie Sachverständigen in der icherhntsLer tiqn der Bahnverwaltung sind der nur er,t der Anfang sind in der Entwicklung der S'.cherhe;ts.Maszregcln. Zöenn die eingeführten Methoden erst mal in vollem Gange sind, hsr'ft man die Unglücksfälle auf dem Bahnnetz der Vereinigten Staaten um 755 ZU vermindern. Sehr interessant sind einigt? Angaben über die haichtsächZichsten Mas; regeln, denen wir diese Ersparnis an Dahin gehört vor allem die Neuerung, Stecht hat, an den betreffenden Stellen oder Sicherheitsvorrichtungen zu machen. Und was die Haichtsache ist, es bleibt nicht bei den Vorschlägen. Denn eine Abschrift des Vorschlages gebt an die ZentralSicherhcitsstclle ' und diese verlangt einen späteren Bericht über die chntte, die dieserhalb getan Ichlag auf' ein Seitengeleise geschoben wendbarkeit dargetaa und durch genaue Untersuchungen festgestellt worden ist. Die Bahnvettvaltung der Bundesregierung hat durch ihre kräftige Befürwortung aller Erfolg dersprechendm Sicherheltsmafzregcln, allmählich auch die einzelnen Bahndirektionen zu der Erkenntnis erzogen, daß es sich lohnt, auf diesem Gebiete nicht zu geizen. Ferner hat die energische Versol flung der Sichcrheits-Maßnahmm dazu geführt, daß sich im Betriebe der Bahnen tüchtige Kräfte gerade für diese. Arbeit ausgebildet haben. tzoovers Ansicht in französischer Beleuchtung " Der Sonderberichterstatter des Matin in Deutschland. Jules Sauer wein, zieht das Fazit aus dcn Unterredungen, die er in Weimar mit Mi nistern und Politikern hatte, und sagt, Frankreichs Aufgabe müsse es sein, an dem Wiederaufbau Deutschlands mitzuhelfen, das Milderungen des Frie denövertrages zu erlangen suche. Um dies zu erreichen, werde Statisch land den Nachweis führen, daß es nicht imstande sei, seine Verpflichtungen restlos, zu erfüllen. ' Tie Mehrheit in Teutschland glaube, die Ansicht des Amerikaners Hoover, das kontinentale Europa mache eine Krise durch, aus der es nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Frankreich, Deutschland und Italien herauskommen könn?, beruhe auf Wahrheit. Frankreichs Aufgabe müsse fein, die wirtschaftlichen Kräfte Deutschlands produktiv zu gestalten und für die Festigung der demokratischen Regierung Sorge zu tragen, edcs Ministerium in TMtschland müsse unterstützt werden, das durch die Tat beweise, da es seine Absicht sei, die militärischen Bestrebungen und den Rcvanchegedauken zu bekämpfen, und die ehrliche Absicht zeige, die 'Frankreich schuldige Wiedergutmachung an die Spitze seines Programms zu setzen. Um zu diesem Ziel zu gelangen, müsse Frankreich als diploma tische Vertreter fähige, der Sprache und des Landes kundige Leute nach Deutschland senden. , ' Die Uatze aus Der Praiident gab alp zctzt auf seiner Reise selbst bekannt: Dieser Krieg war ein Handels, und Jndusttickricg. kein politischer Krieg.- Uns freut es, urin mit ihm übereinzustimmen. Es entspricht auch völlig den Ansichten, die viele von Anfang an gehegt haben. Es ist wahr, das uvlitum giauöte früher aus hohe weit wir beteiligt waren, ein zu dem Zu macyen, uno zur Erreichung anderer, idealer Ziele geführter Krieg war. Das war der volkstümliche Glaube. Und man konnte dann und wann vielleicht wahrnehmen, dafz die Regierung es darauf Abgesehen hatte, diese Ansicht dcn Zweifelnden und Zaudernden aufzuzwingen und jede andere Ansicht als ungehörig und verwerflich zu brandmarken. , Viele jedoch hielten trotzdem dafür, daß der Krieg ursprunglich ein schmutziger Streit um Märkte und Handelsstraßen war, und diese weisen nunmehr darauf hin, daß ihr Urteil durch die Resultate der' Friedens konferenz vollauf gerechtfertigt wird. Mit loaiicker Folaericktiakeit be. stehen sie darauf, daß dex Fricdensbcrtrag nichts weiteres ist als durch die er , . jt. - frn y i . . . , , . ..... . , . ' . negrciqe cacmegruppe emiue Ermächtigung zur wirtschaftlichen Aus beutung der bcsieJtcn Mächtegruppe, in Uebereinstimmung mit einer Formel oder Regel, die sich nach jedem mis der Weltgeschichte bekannten Kriege ctjue wesentliche Aenderung gellend gemacht hat. .The Nation" Ans dem Staate JahreS'Ncnuisn der ltcn Pioniere sd Ansiedler. Hartinaton. Nebr.. 23. Sept. Heute nachmittag fand auf dem Schulkampus hier die jährliche Zu. Zammenkunft der alten Pioniere und Ansiedle? Cedar Countys statt, die von prächtigstem Herbsnvctter be günftigt war und wozu sich viele Leute ous dem ganzen County cm gefunden hatten. DaZ Programm wurde mit Musik von der hiesigen .Napolle eröffnet. Couniyrichter Bryant ftMc den Lorsiö und stellte er zuerst Herrn James Livcly, Prä fidciit der Gesellschaft, tor, der eine kur?? Anbräche hielt zur Bewill. köNimnunz der Lmte. O. M. Nord !w. der erste Sch'illehrer Mit rineni Zertifikat erster Klosse im County. hielt eine Red? übn die Pionierzeit der Schulen und Frl. EiNina Schwe. ru!, die j"L'ge Tchitlwverintenden' tin. srra.?i ibet das Wachstum und lia ni-rtufritt der erzicerifchen In vivl; ci'.t Schulen fe;t hn Pionier - VAL J. PETER, Prnldrnt TV LEU 340. Omaha, Ntbrask, Ufficci 407 Cth Afe. den 25. Septtx.dcr 1319. getötet, als wahrend der gleichen P Tie Zahl der schlimmeren Verletzungen Meinung, desz diese günstigen Resultate Leben und Gesundheit verdanke,?. das; ein jeder Vahnangesicllter das Vorichiage für neue Einnchnmgen worden sind. Es kann also kein Vor. werden, solange nicht seine Unvcr dem Zack Autorität hin. dak es. wenigstens so, Zwecke, die Welt sicher fü? Demokratie zeit, worauf Richter Brymit über das Junizwesen in den früheren Ta. gen des Countys sprach und dabei auch etliche der. Kriminalfälle an führte 'und wie damals mit den Uebeltätern kurzer Prozeß gemacht worden ist, ehe daö County organi siert . und Justizbeamte erwählt würd. Herr D. B. (Surney von Aankton. Präsident der Meridian Bridge Co., sprach über das Thema: Cedar County von der andern Seite des Flusses- und zwar hmipt sächlich trcgcn der Erbauung einer Brücke über den Missouri zur Ver binduna der beiden Staaten und regte die Zuhörer an zum Ankauf von Aktien, woraus Herr Franz Nelson don Omaha, früher Prafi deut der First Nalionalbank hier, über das Finanzwesen und den Fortschritt des Countys eine kurze Rede hblt. Anwalt Frank S. Howcö von Omaha hielt eine sehr interessante Rede über die sorgenvolle Zukunft dieses Landes, wobei er manch gute ' Ratschläge erteilte. Tann yad eZ noch eine kurze Ge schäftöstyll? zur Wahl ton Beamten für nach'ten Termin, wemit dai Programm zum Abschluß kam. Seit dem retten Jahresbericht sind fast zwei Dutzend der alten Ansiedler des EountyS auS dem Leben geschieden, wie der Sekretär durch Namenvcr lesung berichtete. Aus Jremom, Neb. Frcmeni, lMr., 2 l. Sept. Graut See, welcher eine Klage gegen eine Reihe von Frcmontcrn ringe reicht hatt.', wegen angeblich bei der Konvention der Feuerleute hier er- yaliencn Verletzungen onrch einen ihm gegebenen elektrischen Schlag, bat jetzt die Schadenersatzklage von $15,000 euf folgende drei Personen beschränkt? Feuerchef Morse. Harry struwe und William Launer. Harold Jesz hat sich so weit von dem kürzlich in Lincoln gehabten Bliltnurz erholt, dasz er wieder das ,$3 vorlassen kann. Frank Schuldt und Frau in Schunler sind die glücklichen Eltern eines kleinen Sohnes. Herr Schuldt ist ein Vnider von Herrn Pastor Schuldt hierfelbst. . Frau I. I. Kirkpatrick, welche so eben erst von St. Louis zurückge kommen war, wo ' sie' eine kranke Schwester besticht hatte, hat von Frankreich die Nachricht erkalten, das; cuvi dort woknende Schivester gefährlich crkranrt sei. Ernest Schmidt wurde im Distrikt Gericht die Summe von $272 zuge sprechen für Heu. , welches durch Nachlässigkeit von NickolaS Schreiner verbrannt war. j Fremonts Polizisten find heute verschiedene Zoll größer, denn sie yaoen netzt uniformen. Omahas Polizeichef ist verurteilt worden, eine Hypothese an einer von ihm konfiszierten Ear zu be zahlen. Das Auto war gebraucht worden, un alkoholische Getränke zu befördern. ' Advokat Allen Johnson mit Frau und kleinem Sohn besuchten Freunde in Swaburg. Eounty.Richter Wintersteen halt feine Office auch Samstag nachmit tags auf, so das; heiratslustige Pär chcn ihrz Wünsche erfüllt haben können. Aus Des Molnes. Des aincs. Ja., 21. Sept. cr Teutsä'e Tamenverem hielt am letzten Mittwoch ein Picknick" im Union Park ab, welches gut besucht war seitens der Damen. Herr Bissig hat sein an der Locust Straße gelegenes Restaurant aufae geben. - , Am 5. September verschied Frau Theresa Dell, Witwe des Herrn Joe Dell. Seit dem Tode ihres Gatten machte die Verschiedene ihr Heim mit ihrer Tochter, Frau Lcv! Shep. paro. 7 erwachsene Kinder bc trauern ihren Tsd. Am Sonntag, den 14. September. versammelten sich die Mitglieder des FreundschoftS Klub zu einem Picknick m der Nahe der Stadt, auf dem Anwesen von Harrn und Frau Aug. Conrade, an der 42. Straße. Richard Gumther hat die Stadt fur.5,00V Schadenersatz verklagt: der Schaden war seiner Gärtnerei durch Abtragen der Straße vor sei. ncm Eigentum an Lasten Boule vard. zugefügt worden. In der am Montag abgehaltenen Wahl bezüglich Erhöhung der Fahr. gelber der Ctraßenbabn von 5 auk 6 Cents, wurde der Vorschlag nie dergestiimnt mit einer Mehrheit von 12,000 Stimmen. Was nun wn ter werden, wird, ist abzuwarten. Es ist zu erwarten, daß die Angestellten der Straßenbahn wieder an ' den Streik gehen werden. Aus Couneil Bluffs. Organisierung drS Rainbow Post". Große Anstrengung wird gemacht, die Mitglieder der Rainbow ivisi on zu organisieren, als einen Teil der American Legion. Unter den Frauen ist ein Werbe Komitee ge bildet worden, das jeden jungen Mann, der in der betreffenden Ti Vision war, als Mitglied zu gewin nen sucht, um die Legion in dieser Stadt so stark als möglich zu ma chen. Farmer muss'': Unkraut schneiden. Tie Postbeamter erklären, daß. wenn die Farmer nicht das Unkraut ans den Landstraßen schneiden., da mit die Landbriejträgcr die Postla chen abliefern können, dann werden keine Postsachen an solche Fanner mehr abgeliefert, bis dieses geschehen ist. Soldat starb n der Tnoerkuloslö. Gu Walker. Sohn von Herrn und Frau John Walker, 1626 Ave nue H. , wurde vom Regierung? Hospital in Denver heimgefandt, weil er sich im letzten Stadium der Schwindsucht befand. Er starb am Montag morgen im elterlichen Sau se. Ter junge Mann war ZO Jak re und zog sich die tötliche Krcm5 heit im Feldlager zu. Er wird von seinen Eltern, zwei Brüdern und zwei Cckn?estern überlebt.. fTtTTTTTI li ti Nema iu j!vci Baudeu dou Fritz Mauttzncr. ) ' (34. Forlstbung.) s Der SiaatSanwalt sllör fort: rrn Ei ist allndiiigZ nicht zu leugnen, dafz Marthz Neubrvdt bisher ein un bescholtenes Leben geführt hat. DaS veumunvszeugnitz der Polizeibehörden ist vortrefflick. Ab? mtini. f)rwn Gin, schmorenen, ich muß Sie schonungslos ymemoiickei, lassen in die Abgrunde eine armen FrauenherzenZ. das durch die schamlose Liebe zu einem Mörder raicy uno ohne Halten aus die abschus sige Bhn gerathen ist, auf der wir Martha Neubrodt erblicken. Mun hat es unserer Crnmnalpolizei verdacht, daß sie dieses Mädchen nicht finden konnte, trotzdem der Spitzname, die Kohlengöre, in den Erdhöhlen bekannt war. Sie wissen jetzt, daß sie zu Hause einen andern Spitznamen führte, den sie ihrem Geliebten und feinen Genossen verschwieg.Es fällt mir schwer in diesen ernsten Räumen die volkstbümlichen Laute zu w:cderhsl?n. Aber die Logik vcr .yai,aazcn zwingt mich dazu. Die rudige Bolle von Frieden, so .wurde oicics versuyrte Wesen von ihren B kannten m Friedenau geheißen, und unter diesem Namen f ?nnt s,, mi, Ki Schort haben, der Nachtwiichtcr und der zunanvige endarm, unter diesem Na men kennt sie jeder. Meine Herren ,u),vvlruci, mrmi cit tn MsN?I ha den für die Geheimnisse der Volksseele, und Sie alle sind Berlinir. mine ftn, j-vKN, so werden Sie heraushören, wofür vie vor popull" ein Mädchen hält. w:l .ch:s. sie die rüdige Volle von Friedmau nennt. Dieses Mädchen muß noch kein Verbrecher sein, sie kann von anständi gen und arbeitsamen Eltirn stammen, sie braucht nicht einmal 'bis in den Grund der Seele verdorben zu sein, aber eine rüdige Bolle ist leichtsinnig bis zum Aeußersten. Eine rüdize Bolle hat sich vielleicht das edle Gefühl der Liebe bis zu einem gewissen Grad Ut wahrt. Als Psychologen und Men. schenfreunde können wir el vielleicht rnUde beurtheilen.daßMartha Neubrodt das, was sie thut für ihnnGeliebten ge than hat, für den Genossen ihrer durch, tanzten Nächte um nichts SlimmcreS zu sagen, aber die heilige Gerechtigkeit kann einem solchen Geschöpf keinen Glauben beimessen. und ich fürchte, ich werde die unter Eid obgg:b:ne falsche Aussage dieses Weibes noch weitek der folgen müssen.' Die Zeugin, Mrtha Neubrodt. auf die Marianne jetzt erst aufmerksam wurde, fing bitterlich zu weinen an. Auch der Angeklagte wischte sich die An gen. Sein Vertheidiger, beugte sich be rukn'gend zu ihm nieder. ' .Ein guter Mensch ist er doch!' flüsterte die Stiftstante ihrer Richte z. Das Staatsanwalt rekapitulirte nicht allzu kurz feinen ganzen Eedan kengang; dann schloß er: .So hat sich vor Ihnen, meine Her ren Geschworenen, daö ganze Drama entrollt, das, wenn Gerechtigkeit kein leerer Schatten werden soll, nur einen kinzigen Abschluß finden darf: die Aer urtheilung ' des Angeklagten. Wer Blut vergießt, dessen Blut soll wieder vergossen werden. Auz' um Aug'. Zahn um Zahn. Wir sind Christen und haben in vielen Dingen eine liebe voller Anschauung von Recht und Buße, als es in den Büchern des alten lLundeS verzeichnet, steht. Aber die Grundwahrheiten der menschlichen Ge sellschaft find in jenem h:iligen Buche unverrückbar kodifiziit. Und wie es in den heiligen Geboten heißt, und wie eS Twardki als Knabe im Confirmations unterricht trotz seinem Widerstreben ge lernt hat: du sollst nicht tödten. so sieht auch unsere Gesellschaft, und Gott sei Dank, füge ich hinzu, noch auf dem Boden des staatserhaltenden Satzes: Wer Blut verzicht, dessen Blut soll wieder vergossen werden! Meine Her ren Geschworenen, lassen Sie sich ihr gesundes Urtheil, daö eins ist mit der ,vox xopuli. daS die Stimme GotteS ist, nicht beirre durch die wohlfeilen Lockungen des Mitleid?, nicht durch die idealistischen Bemühungen der Lerthei digung. nicht durch die heuchlerischen Thränen d?s Angeklagten und seiner Genossin. Thun Sie. was Ihres Am. teS ist! Spreche Sie daö Schuldig über den Mörder aus. und seien Sie Lberzeugt. S'k werden durch bissen Spruch der Wahrheit die Ehre gegeben haben.' Ein Gewürmes ging durch den Sia!. Die Richter streckten die Kopfe ijn zmn. Der Angeklagte blickt' -v:vtzt nach seinem Brthcid!ger. 'öann kr hob sich der Präsident bei Crtchil hoseS und vertagte fci Verband lung für ine Stunde. Rssch entleerte sich der Saal, nd die Insassen der Richterlogeu rhoben sich von ihren Plätzen. Ein jüngerer Herr siellt sich den Da nen von Osstndorff vor: Kammerge, kichtZassesssr Soundfs. Der Herr Se, nstZpräsident habe ihm die Ehrt r, wiese und ihn beauftragt, sich den Da men zur Vnsüzung zu stellen. Die Ver Handlung werd sich vielleicht bis zum Abend hinziehe, und die- ErhslunzZ pause werde auch für die Zuhörer zur Stärkung nöthig sein. Ob man sei xe Vezletiuvz oder sonst seine Dienste wünsche? Die Stiftstante kannte den Ringen dZ jungen Juristen und hatte nichtl bZgezen L'hzbt. .Z ftirr Oestllchas: 4 a ? t. t t li die Geschich! noch weiter mitzumachen. Besonders als der KammergerichlSassc sor von einer nahen Weinstube sprach. in der die GerichtZpersonen biö zu den Höchsten hinaus jetzt wohl zu Mittag aßen, wa'aber auch häüfig Zeugen und Angeklagte auS deren Processen zu finden waren. Mariayn aber lehnt dankend ab und bat den Herrn nur um Auskunft über einige jur. Fragen. Dann durfte der Assessor allein in die Weinstube ge hen und würd nur gebeten, falls er zusallig m di Lage käme, von der An Wesenheit der Damen doch nicht zu sprechen! Er verneigte sich mit Anstand und ging. Jetzt erinnerte sich die Stiststante. daß sie an diese Mög lichkeit gedacht und in ihrem Ridl rule einige Rest von ihrem Frühstück und ein Dutzend Cakes. milgebrach hätt. .Echte AlbertcakeS, Anna Maria. Nimm so viel Du willst. Bei Ge richtsverhandlungen kann ich nie vie kssen' , Auch Marianne glaubt vor Qnt gunz keinen Bissen herunterbringen zu können. Dann aber verknabberte und verspeiste sie langsam den ganzen Bor rath der guten Tante. Und als der Assessor zurückkehrt und durch inen Diener für alle Fälle und zur Berfü- gung seiner Schudlmae zwcr Glaser, elwas Selterwasser und ein Fläschchen Bordeaux hereinnichen ließ, da nahm Marianne getrost auch dies Gaben, und selbst di Stif!Z!ant: konnte nich widerstehen. Ob die Diener und GichtZbotcn hier im Haus lauter Verbrecher wä ren? Der Assessor beruhigte sie und er- zahlte von der Summung in der Wein stuoe. Dort werd ,n der Erholungs- pause hausig das Schicksal des Ange klagten entschieden. Ein Geschworener trete dem andern menschlich näher, und man spreclir sich ohne Feierlichkeit aus. Die Herren seien sämmtlich von her Schuld des Polen überzeugt. Aber doch nicht in dein Grade, daß in Ver urtheilung gewiß sei. Der Vertheiln ger werde einen schweren Stand haben, aber wenn er nur die unvollstandigkeit des Beweises stark betone, so werde das Schuldig vielleicht doch nicht mit der nothigen Stimmenzahl ausgesprochen werden. .Dieser Verteidiger soll ja in vor !refflicherJurist sein,' sagte die Stifts ante vorsichtig. .Den Richtern ist erzkme'in svm patisch'. saz?Kf, .aber die Geschworenen sind unberechenbar. Es zcheint, daß Rechtsanwalt van Tenms eine Carriere andern will. Er hat ich um diesen Sensationsproceß be müht. Während der Verhandlung war r höchst korrekt. Aber ich sürchte, er hat sich zu sehr in die Anschauung, verbissen, der Pol sei wirklich nicht der Mörder. Er wird zu viel beweisen wollen.' Glauben Sie?' fragte Marianne ängstlich, j ' Ter Nechtsanwalt....' .begann die Stiftstante; aber die Verhandlung würd in diesem Augenblick wieder auf genommen und unter 'allgemeinem Schweigen nahm der Bcrthcidigsr das Wort. ' EinundzwanzkgfteS Capitel. .Mein Heneu Geschworenen! .Die Ang!k!agt:n,welche ich bis heule u vertheidigen hatt, waren sast ohne Ausnahme Männer, di ihre That be- annten. aus ihr luderzeugungen stolz waren und nicht leugneten, Gegner un serer' Gesellschaftsordnung zu sein. Ich konnte ihre Mittel und Wege verurtheilen, mußt aber ihr Beweg- gründe ehren. So gab 5 zwischen mir und dem vsfentttchen Ankläger nie mals inen Kampf um die äußer Schuldfrage. ,J diesem Streit hier aber, wa S ich um inen Indizienbeweis handelt. bin ich in Rkuling; und ich bitte Sie. den Angeklagten mein Fehler nicht ntgelten zu lassen. Mein erstes 2kr then war vielleicht das, laß ich wa reich der ganz' Verhandlung durch mein Fragen den Grundgedanken mei ner Vertheidigung dniilich verrieth, und dem öffentlichen Ankläger dadurch die Möglichkeit gab, im Voraus zu nt kranen, wag ich twa zu Gunsten deS Angeklagten zu sagen hatt. ' Und ich muß dem Herrn Staatsanwalt für die Loyalität danken, mti der r das ge :taa hat. Unser Gegensatz ist ossen; ist Um, daß wir über den vorliegen Thatbestand ehrlich verschikvener :'.?.unz sind. Es thut mir leid, daß ich wie in der Hauptsache, so in allen R.benpunkten die Anschauung des Herrn StaatsanwaltZ bekämpfen muß. Und weil ich nicht die Gabe habe, das mit beredten Worten thu zu können, so lassen Sie mich Ihnen wenigstens klar und rücksichtslos meine Ueberzeu gunz vortragen. Der H'rr Staats anwalt war so srendlich, meine bona fideZ' anzuerkennen. Ud auf Grund diese! Zeugnisses beginn ich mit der Erklärung, daß ich nicht tnr Entfernte sien an di Schuld des Lnklazteg glaube, richt einen Vu?,'nb!Ick a diese Schulo gezlzubt habt uns daß ich. lebten wir roch im Vittelslrliche vertchlSderfahren, ' dem Unaeklagten hier offenllich di Hand reichen und ihm ll Eides Helfer zur Seit stehen wurde. .Die vom Herrn Staatsanwalt ent fesselt Leidenschaftlichkeit deZ Urtheils möcht ich vor Allem dadurch abzukuy len suchen, daß ich Ihnen daS Opfer deZ TodischlagS auch an einen Raubmord alauk ich nicht so dar zustellen suche, wie S wohl auch nach dem Gange der Verhandlung vor ihrem innern Auge, meine Hene Geschwore nen, dasteht. Dieser Ego Herr, der sich fälschlich den Namen tineS Herrn von Zerpen und ebenso fa''lich den Charakter ineS Schnftsiell beilegte, war in grundschlechter Mensch. In der Gesellschaft, in dem Kreise feiner ehemaligen Bekanndn. wurde man sich vielleicht begnügen, ihn jetzt inen lü derlichen Ätukigganger, inen verfuh, rerischen oder gefährlichen Schwindler zu nennen und auch ich würd mich im Pridatgefprach wohl damit begnügen. Hier aber an dieser Stell habe ich daS lebhafteste Interesse, ein Interesse auf Leben und Tod. . . . meines Klienten. daran, eZ hart auSzusprechen, waS di Akten ergeben haben; daß nämlichEgon Herr, genannt, von Zerpen, ein nichts würdiger Erpresser war, in Hochstap ler schlimmster Sorte, in Mensch, den die Gerichtshöfe dreier Städte als Ver brechn brandmarkten, bevor er vor die sem Gerichtshof durch die Verkettung der Umstände als unschuldiges Opfer eines anderen Verbrechers rschle'. Da oer Herr 'vraaisanmair vie reioen fchaften anzen den Mördn dieses Man ncs entfesselt hat, ist S für mich in Sache von höchster Bedeutung, Ihnen und mir zu beweisen, daß .die menschlich Gesellschaft an düsem Manne nichts verloren hak, und daß Egon Herr, genannt von Zerpen. viel leicht ein ärgerer Sünder war als sein Mörder.' x Van TeniuS gruppirte alle belasten den Umstände, die r im Lause der Verhandlung hatte zur Sprache brin gen können. Selbstverständlich müsst der Mord ineS solchen Schuftes vom Staat ebenso verfolgt werden, wie der Mord eines Ehrenmannes. Denn der moderne Staat geben keinem Privat mann daS Recht. Justiszu üben. Gif ge Insekten nur dürfe man zertreten. Gefährlich Menschen dürfe kein Pri vatmann verletzen. Doch die Stim mung gegen den Mörder sei b.'greifli cherweise in andere. Ein Zufall habe die Polizei auf in: alsche Spur geführt. Der Angeklagte habe sich im Besitz der Uhr befunden; die Behörde und nach ihr der öffentliche Ankläger seien durch diesen einen Um- .and allem dazu gebracht worden, das gesammt belastende Material so zu ordnen, daß S auf den Polen paßte. AZ o hausig habe in ,rrthunmch vorgefaßt Meinung das Urtheil . im Einzelnen getrübt, und da fei s kein Wunder, daß in scheinbar logischer Indizienbeweis gegen den Anklagten zu Stande gekommen sei. Er woll nun die Herren Geschworenen nicht zu den Quellen solcher Fehler zurückfüh :n, di im Wesen des menschlichen Verstandes liegen, sondern ganz ein ach den Indizienbeweis selbst umsto- Ken. Dafür, daß -der Mord rst in den Morgenstunden deS Montag bcgangzn worden sei, fehle zeder wissenschaftliche Beweis. Die Sachverständigen können nur aussagen, daß der Tod ungefähr dlerundzwanzig Stunden vor der Auf mdling der Leiche eingetreten sei. , Da :e erste Sachverständigen die Leiche rst am Dienstag Abend gesehen hätten, o würd Z richtiger heißen, der Tod ei anderihalb Tag vcr dieser Zeit ein reten. Di anderen Sachverständigen hätten über dies Frage gar kein Ur heil, sondern hatten nur aus allae meinen Gründen der Meinung ihrer Collcn zugestimmt. Vlun frage r aber di Sachverständigen auf ihr Ee wissen: ob sie wirklich mit voller Si cherheit sagen könnten, der Tod sei ge nau vierzig Stunden und nicht acht undvierzig Stunden vor der Leichen chau ingelrelen. (FortzkLung folgt.) - Hnmonftischkl. Eine autt öanSfrau. ,54!igc 1)105 ijuni SUUIKHJ, aju tun Dir auch treue Anzögt befilln müs v . Ai.it.. Ti.t ti.n eg. I fehl an Dem yosen schon bcrall di Knöpf! Stln tr stet Skdankk. Skpv (der in einkm seinen Stadt stanrsnt sitzt, die Teppicht und Sy phaS betrachtend): .Sakra, ha müßt ich I aber sein rauscni Dr tbaaft,li. .Wi? Du kaost. hak ant ffrauen slunknn: und doch kennt ich m, die noch nik di Unwahrheit gesprochen hal.' ie ist sicherlich stumm.' -' - Dtvlazirtt R t b , n k r t. KaKwirtb du tintm Z?rund): ,52a, u will ich Dir mal reimn Sein einschenken und inaeftehen. daß ich Dir evanschtk Wei vorgesetzt habe.' LZekShttt. Oomit beschöf. !n ei sich denn, fern Müller? Wir sorge kür die Weisheit der Etadt! Ich verlteb: Sie lauen Vrivatschult! Rein, ein, Wä cherei! ' " -' Passend Vtnennnng. er es: Dies war den schon vcr zehnte isendk, den ich in dlesn Woche hab Rk rau iVÄMfa lassest Cojiul: Dea renretterl Sä i, IU is ßl- ariu' IWHISKEY-BIER-WEIfJ IomVlr WfMJl un nttuflluii u .i in ,m Haut. iKUe üitijWfo, ivirklichc Wlit uno nm cfiuilblK Süfiii 6twttfliT. elnidjliffiiua -w tt-Onnft ii l'Wtaiion von HkinDIIIUrn Ha iitmiifiiflclisni von ti'iitcii, tle ftllbct Im li'nm. otot TcfllilatlonSstcfrtiflll Istfla mnrnt Sintf lut ?lWitrn. Ifint erlntmlttrt, da foiltc pnrffWfnt' rlnusi vi Wcrrtiiitrta un mcc. trn. Hnnk' litntst. tat OWrti. mflrtio hrr. SVr'aul Bin CiWt':Äwirn pcrliiricl. Itffll trn nornrrR vor. stugctdijcsf Mr St.OO, SÄeck. Moiiri, Order, iwr d,r Mnrkrii. Baltimore Formla lampaul, T't. 100 taUimtxt, ffli. Zierte Arneiacn! Valt Ein Blackslliith.('!el,ilse und ein Sattler. Man melde sich in der Schmiede der American Transfer Company. 11. und Pacific Str. 0 27tf Tischlerglselle jiit Möbclreparatur. Werkskätte. (. A. Nissen. 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