Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, August 23, 1919, Page 4, Image 4

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Seite '4-TägIiche Omaha Tribüne-TSämtsag, den 23. Augüst 1919.
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Jäglich c Wmaha Trib ün e
TRIBUNE PUBLISHING CO. -VAL J. PETEK, President.
X3Q74309 Howard SU
Telephon: TYLEB 340.
Omaha, Nebraska.
Doa Malne, la, ßranch Office: 407 6th Ave.
' - Weis des Wochenblatts bei Vorausbezahlung 52.0 daö Jahr.
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tntered as second-class matte? älarch 14, 1912, at the postoffica of
Cmaha, Nebraska. uader the act of Conjress, March 3, 1879.
Omaha, Ncb.', Samstag, dc 23. August 1919.
Nun aber vorwärts!
tk Konferenz im Weisen Hause zwischen dein Präsidenten und den
Mitgliedern des SniatsauLschufses für auswärtige Angelegenheiten hat nach
dein übereinstimmenden Urteil aller Washingtoner Korrespondenten, soweit
v uns bisher zu Gcftcht kamen, wiederum zu keinem Resultat geführt. Der
raiident gab so viel nach, das; er sagte, der Senat möge nach Bestätigung
des Vertrages erläuternde Auslegungen (intcrpretations) beschlicjxn. Doch
die republikanischen Mitglieder ie Ausschusses schknen nach der Konferenz
ebenso entschlossen, wenn nicht noch entschlossener als zuvor auf Vorbehalten
trcservatwns) zu ocitehcn. Tas merkwürdigste Zugestandn!? ves Präsi
dcntcn nach allen feinen früheren Aeuszeningen war das, dag Aendcrun
nrn iu den Vertragsbestimmungen für d Liga der Nationen nicht erst wie.
der der deutscheu Regierung vorgelegt zu werden brauchten.
Tie Senatoren gelangten zu der Ueberzeugung, das) es von keinem
Werte für ihre Beschlußfassung fein könne, sich ferner an den Präsidenten
zu wenden.
So stehen die Aktien heute. Tas, amckauische Volk aber verlangt
jetzt, daß der Senat sich beeile. Er mufz nicht nur die Angelegenheit zum
Schlüsse bringen, sondern muß dies auch sehr schnell tu.
Tas Volk verlangt eine Fricdenserklärung, nachdenr nun neun Monate
seit dem Eintreten des Wafzenirillitandes vergangen sind.
Die englische Wirtschaftslage
In ferner Parlamentsrede erklärt Lloyd George den englischen Arbei.
kern schr deutlich daß sie wieder an die Arbeit gehen müßten, um zu pro
duzieren, wenn die wirtschaftliche Stellung Großbritanniens nicht gefährlich
kkschAtcrt werden solle. Die Handelsbilanz steht außerordentlich ungünstig
für Großbritannien. In den letzten zwanzig Iahren hatte der Ueberschuß
der Einfuhrwerte über die Ausfuhr zwischen 130 bis 200 Millionen Pfund
Sterlin? jährlich geschwankt. Heute hat Großbritannien eme ungünstige
Handelsbilanz von rund 500 Millionen zu begleichen. Um das Land bor
einer Überschwemmung mit Waren aus anderen Ländern, wobei dornchin
lich die Ver. Staaten in Betracht kämen, zu behüten, ist ein (Embargo auf
die Einfuhr gelegt worden, welches indes am 1. Septeniber modifiziert wer
den wird. Tann müsxn die Industrien des britischen Reiches imstande
sein, den heimischen Bedarf zu decken, oder eine Finanzkrisis droht in ah
schbarer Zeit. Tie Arbeitgeber werden sich also wohl bequemen müssen, die
wirtschaftlichen Forderungen der Arbeiter zu befriedigen, uni den Streiks
ein Ende z bereiten. .
Tie Situation in Frankreich und Italien ist derjenigen In Großbri
tannien ähnlich. Tie großen Staatsmänner, welche in Paris den Friedens
vertrag zurecht zimmerten, hatten ihren geschabten Völkern die Idee beige,
bracht, Teutschland müsse und werde alles bezahlen: Entschädigung, Wieder,
cufbau. Steuern usw. Und das liebe Volk sagte sich daraufhin, dann kön
neu wir ja feiern und uns erholen. Aber mit dem Bezahlen der Rcchnun.
neu geht es nickt so, wie das liebe Volk sich es vorgestellt hatte, denn du
.'cvrrcn Kapitalisten der Entente wöllten keine deutschen I'ndustrieprodukte
hereinlassen, um nicht die Konkurrenz der deutschen Industrie zu fordern
und bm'es Geld gibt es nicht viel in Teutschland. :
, Herbert Hoover dürfte ziemlich richtig urteilen: die Arbeiter in d.'n
Ententeländcrn müssen wieder an die Arbeit, sonst gibt es ein moralisches.
rolitischcs und wirtschaftliches Chaos in Europa. Auch Herr Lloyd George
ichoint dies allgemach einzusehen; er soll es nur den Arbeitgebern ebenso
tlar machen, wie den Arbeitern. '
Zlrgentinien und Deutschland
. Am 18. Juli wurde in der Sitzung der deutschen IüüioiuloersanlM'
lung zu Weiinar ein Telegramm des Senats von Argentinien verlesen, ach
dem schon zuvor ein Telegramm der Teputicrtenkammer dieser südamerika.
Nischen Republik angelangt war. Tas Telcgranun des Senats lautete in
deutscher .Ncberfetzung:
.Der argentinische Senat hat in seiner heutigen Sitzung einstimmig
den Beschluß gefaßt, der deutschen Nationalversammlung seilte tiefste Befrie
digung zum, Ausdruck zu bringen über die 'Beendigung des Krieges, welche
in oiezer Stunde, der Menschheit durch d Annabme des jzriedensdertrages
acNZührt wtrd, und welche em Aufboren der Anstrengungen und Opfer be-
deutet, die den kriegführenden Völkern auferlegt sind. Der Senat hofft.
daß dies der Beginn des Werkes eines völligen Wiederaufbaues fern möge.
an dein d?e Welt mü lebhaftem Interene Anten nimmt. , -
Der Präsident Fehrenbach der Nationalversammlung schlug dann vor,
d?e bnoen Telegramme wrs folgt zu beantworten:
An den Senat der argentinischen Republik! Die verfassunggebende
deutsche Nationalversammlung dankt dem argentinischen Senat für die
freundliche Kundgebung und hofft mit chm, da die Stunde der Nanfika.
tion des Friedens die Geburtsstunde einer wahren Völkerversöhnuxg sein
wird." .
An die argttrtZnische Deputicrtenkammerk Tie verfassunggebende Na
ti onalvm'anunlung dankt der argentinischen Tchutiertenkammer herzlich
und spricht die Hoffnung aus, daß das hohe Ideal der Gerechtigkeit und
Menschlichkeit auch die Herzen unserer bisherigen Feinde erfülle, wie es die
Bürger der argentinischen Republik und der Republik des Teutschen Reiches
zu Werken des Friedens zusammenfuhren wird." 't
Tieö wurde, wis die der Redaktion zugegangene Kölnische Zeinmg"
fccra 19, IM berichtet, mit Beifall und Zusummung rsgenommen. ; ;
Tschechischer Getzeimerlatz an die Gendarmerie
Wien. 23. Juni. Die Militär.
Zeziale Rundschau verSsfentli ch t
folgenden Eebeimerlak des tschechi.
schcn Generalkomnlandos Prag an
daS tchechische Gendarmeriekorps:
Wegen der anläßlich der Be
kanntgabe der Bersailler Bedingun
gen zu gewärtigenden Unruhe se
ben wir uns veranlaßt,' die tschechv
scheu Gebiete , Böhmens, Mährens
und Schlesiens auf das stärkste im
geheimen unter dem einen oder ande
ren Vorwande zu besetzen, damit wir
jeden Angriff, der uns zweifellos
demnächst bedroht, mü Kraft begeg.
neu können. , Unsere Armee zu der
vollständigen, haben sämtlicke So!
baten tschechischer Nationalität, die
in germanisierten Ortschaftm woh
nen. bei ihren Ersatztruppen einzu
treffen, wodurch wir unsere Armee
um das Doppelte verstärken. Unsere
Mitnilionsöcstäude , müssen wir zu
tvraclirat suchen, da wir im' Falle
eines Krieges mit Deutschland von!
lebet äußere Zufuhr abgeschlossen
j:nd. Xu j cd och zu gewärtigen ist,
daß wir durch Teutsch-Oesterrcich
durch Italien und Frankreich genii
xnsd.aen und Munirisn erhol-1
t?tt, znü'sr wir traa'.ten. . mit
Tcnkkh Oc'kcrre'lck im boten tfinver-,
itii-xn i'.t bleiben find den fi-.ttcn:
Schein möglichst zu bewahren. Un
sere Mimitionsbestande in Prag und
Pilsen sind wohl für einige Zeit hin
reichend, jedoch läßt sich vornherein
nicht berechnen, welcher Kraft wir zu
begegnen haben. Tarn General.Gen.
dameriekorvs wird ausdrücklich auf.
getragen, die deutschen Bezirke mit
GendamerieMannschaften, nament.
lich einzelnen Posten, auf das stark
ste zu besetzen, um so wenigstens un
ter der Bevölkerung, falls sie sich ce-'
gen die Republik auflehnen sollte,!
jedem Aufstand leicht begegnen zu!
können. In deutschen Städten und!
Jndustrieorim ist eine jede etwaige
Zusammenrottung auseinander zu
treiben. Tie verdächtigen Anstifter
oder Agitatoren find zu verhaften
und den Militagerichten zu siberge,
den."
che diese Empfehlung deS Ausschusses
im Plenum auslösen wird, zumal
der Krieg gewlste wirtschaftliche Ber?
hältnlsse in einZch'icuendcr Weise ge
ändert hat.
Sehr populär scheint daS Abkom
men übrigens weder hierzulande
noch in Kanada jemals gewesen zu
sein; denn in Kanada war der Wer
such, wirklich , feinern Geiste vor
zugehen, die unmittelbare Ursache,
daß das liberale Ministerium mit
Sir Wilfried Laurler an der Spitze
abtreten mußte und die Konscrvatr
vcn ans Ruder gelangten, und hier
entfremdete die Gegenscitigkeitspoll
tik dem Präsidenten Tast die Farmer
der nordwestlichen und nnftelwestlr
chen Staaten.
Im großen , und ganzen bedeutet
der GegenfeitigkeitSvertrag für
nada die Möglichkeit, seine landwirt
schaftlichcn Produkte zollfrei oder zu
ermäßigten Zöllen nach den Verct,
niatcn Staaten ausführen zu kön
ncn, für Amerika die Möglichkeit.
unter den gleichen Erleichterungen
seine industriellen Erzeugnisse nach
Kanada verkaufen zu können. Und
solange die eigmen Industrien noch
nicht imstande waren, der heimischen
Nachfrage auch nur annähernd Ge
nüge zu leisten, mag auch das Ab
konimen in seiner pewisscrmaßen cin
seitigm Gestalt agrikulturcll für
Kanada, indlistriell für Amerika
Kanada ganz erträglich m bäx Kram
gepaßt haben, wiewohl man das nie
inals geradeheraus zugestehen wollte.
Seitdem aber die kanadischen Indu
strien erstarkt und konkurrenzfähig
geworden find, wollen auch sie neben
der kanadischen Landwirtschaft von
der Gegenseitigkeit prositiercn? sie
wünschen, durch Zollzugcständnisse
von Seiten Amerikas in die Lage
gesetzt zu werden, mit amerikanischen
Fabrikaten auf den amerikanischen
Märkten selber in Wettbewerb treten
zu können, wehren sich aber gleich,
zeitig dagegen, als Gegenleistung
für amerikanische, Zollhcrabsetzungcn
auf Kanadas landwirtschaftliche Pro
dukte kanadische Zollherabfetzungen
auf Amerikas iildustrielle Erzeugnis
se gelten zu lassen.'
Noch hat auch in Kanada 8er in.
dustrielle Osten politisch das Ueber
gewicht über den landwirtZchaftlichen
Westeir und kann durchsetzen, woraus
er sich versteift, wäre es auch zum
Schaden des gesamten Landes. Sei.
nein Standpunkt in der Gegciiscitig
kcitsfragc, der also wenigstens vor
käung noch der maßgebende ist, bat
unlängst der Präsident der kanadi.
schcn Rekonstruktionskoninnssion un
zweideutigen .Allsdruck aogeoen.als
rr wörtlich erklärte: Wir tonnen
nicht die Interessen unseres Mittel.
Westens opfern, und jedes Gegcnsei.
tigkeitsabkommcn inbezug auf Zoll
crmäßigungcn muß sich in Gestalt
von Zugeständnissen auch hinsichtlich
anderer als blos; landwirtschaftlicher
Produkte zeigen."
Line lvarnuttg
A, Orsterreicher und Ungarn.
Amerikanisch-öeutscher
Funkenöienst
Der Gegenseitigkeits
vertrag mit Canada
Tee Hausaueschuß für Mitkl und
Wege hat beschloisrn, den Widerrui
des egi'uZeitiglettölsettroges, den
die Ver. Staatcu vor einer Rrihe
von Jähren tüit Kanada abgeschlsi
sen bat, m rmpfchlcu. Wlan-heri'
auf die Debatte g: spannt sein, wei
Ter direkte Fuzikoerkehr zwischen
Deutschland und den Ver. Staaten
wird infolge der aus der deutschen
Großfunkstelle Nauen funktelegra.
graphisch von der amerikanischen
tfumitclle Belmar eingelaufenen An
frage: Sind Sie bereit, Ge
schäftstelegranime aus den Vereinige
ten Staaten für Deutschland anzu
nchinen " und der von deutscher
seite unter Voraussetzung der Ge
genseitigkeit erfolgten Zustimmung
am 80. Juli wieder eröffnet werden.
Dieser Nachricht fugt nun die Kol
nische Zeitnna hinzu: Da wir nach
dem Verlust unsrer Kabel in ganz
besonderm Matje auf dieses technisch.
was Geschwindigkeit. Zuverlässig
seit und Geheimhaltung betrifft,
zwar unterlegene, aber während des
Krieges von uns in weitestem Maße
ausgebaute Nachrichknmittel anae
wiesen sein werden, wurde eine be
sondere vollständige Abteilung für
die Funkentelegraphie eingerichtet.
deren Leitung dem bisherigen .Direk
tor der privaten Telefunkengesell
fchaft Bredoui als Ministerialdereb
tor übertragen wurde. Tie Vereinig
:en Staaten yaoen uns ms letzt
allerdings nur eine Station in Ael
mar zur Verfügunz gestellt, und
zwar nur surndenweike, so daß für
Preßtelegramme höchstens 600 Wor
te in Betracht kämen. Die vereinbar
ten Taren entsprechen den Taren vor
der Kriegserklärung, wobei der
Stand unsrer Valuta stark zu unsern'
Ungunsten in Betracht konnnt. Für
die Nächstliegende erst? Zone (.taat
New Aork) wäre für das Wort 3.80
Mark lfür die Press? etwa ein Sie
bentel gleich 55 Pfmnig) zu ent
richten; für die entfernteste achte
Zone 7.80 Mark daS Wort (für die
Presse wiederum ei Siebentel). Zu
beachte find natürlich die im Frie
densvertra dorgeschenen Einschran.!
kungm fir die drei Monate nach
Inkrafttreten, wahrend deren nur
geschäftlich? Funksprüche crlmibt sind,
ernonnnen werden unsere Funk'
ü'riichc bis Teeland,"
Es bezahlt sich, in den Klos,
siftzierten Anzeigen" der Tribüne zu
annoncieren.
Im Milwankee Herold schreibt
Dr. A. I. Herschmäil das Folgende,
waö auch hier stark interessiere
dürfte:
Diese Zeilen find . zur Auf.
kläruug meiner jetzigen und frühe
rc Landsleuke bestimmt, unter wcl,
chen jetzt Aufregun und Unruhe
herrscht, weil gewisse Personen, au?
eigennützigen Gründen, das Ge
nicht verbreiten, siz konnten aus
direkten Wegen Päsf: in die Heimat
besorgen.
Die wirkliche Sachlage, die niir
elbltverstandllch ganz genau 'be
kannt ist, folgt hier:
1) Ungarn. Nach dem jetzl
gen Ungarn ist kein Paß erhältlich
2) O e st e r r e i ch e r. , Tie
jetzige österreichische Regierung hat
vorläufige Bestimmungen erlassen.
welche demnächst von der sie noch ver
tretenden Schwedischen Gesandt
schaft in Washington an die Bctei.
ligten versendet werden. Sowie ich
Abschrift erhalten werde, wird so
fort Veröffentlichung erfolgen.
31 I u g o S l a v e n. Die.
se können, und zwar von hier au?.
Pässe bekommen, von jetzt ob wie
der über Frankreich zu reisen.
4) R u m a n c n. Die ictzt zu
Rumänien gehörenden Ungarn und
Oesterreich? können Reiscbewilligun.
gen erhalten, wenn sie in Person bei
dem Rumänischen Konsulat m Chl
cago (Konsul Brcchster, W. Adams
tr.) vorsprechen.
5) Tfchecho.Slowa
sen u n d Polen- Können
Pässe erhalten, wenn sie persönlich
an die bezüglichen General-Konsu
late in New Jork City schreiben.
L) I t a l i e n e r. Frühere
Bürger der Doppclmonarchie, die in
dem Trentino, Jstrien, etc. bchcima
tet find, sind am Schlechtesten bestellt.
da nach einer in, 'bet Vorwoche er
fchicnencn Verordnung ihre Gesuche
um Pässe erst nach Italien geschickt
werden müssen, bevor den Gesuchen
stattgegeben wird.
Tie 'Rückkehr in die Heimat ist,
wie gezeigt, schwierig genug, dazu
kommt noch, daß die , Kosten der
Fahrt enorm sind, indem langer
Aufenthalt in den Zivischenländcrn
unvermeidlich ist und außerdem viele
Plackereien vorkommen. Weder die
Vereinigten Staaten noch ein andc
rcö Land machen eS den früherm
Ocsterrcichern und Ungarn leicht, zu
ihren Familien zurnckzukelnen, und
diejenigen, welche ; Orsterreicher und
Ungarn geblieben sind, können über
Haupt dieses Land noch nicht ver.
lassen. KriegsgesanZrne nach Ende
des Krieges! - ,'
Wir baben den Ausführungen nur
hinzuzufügen, daß such die Reichs
deutschen noch keine Pässe bekom
men. Erst muß der Friedensvertrag
ratifiziert und andere Formalitäten
erledigt sein, bevor sie an die Rück
kehr nach Teutschland denken kön
palaistlnische vllrger
Es ist nierkwürd, daß niemals
einer der amenkamsiben Korrcwon
denken in Paris etwa? darüber mcl
dct, welche Bestimmungen die Frie
dcnskonferenz bezüglich des Landes
Palastina trifft. Alles, was wir bis
her unseren, Lesern darüber an die
ser Stelle niitteilen konnten, schöpf
ten wie aus englischen nd ganz
neuerdings auch auZ deutschen Blättern.
So wurde' schon Ende Juli auZ
Paris diesen Blättern betreffs der
Palaitmafrage vom Prcßdicnit der
Delegation der iud:schcn National-
rate gemeldet, dasz jeder, der zur
Zeu der llnterzeichmmg des Frie
dcnsvcrtragZ in Palästina wohnt
oder im Lauf - der nächsten zwei
Jahre dorthin einwandert und keine
andere Deklaration abgeben wird,
von Großl-ritamcn geschützter palä-
stinischcr Bürger werden soll. Für
die palästinischen 'Burger gilt diese
Protektion" auch im Ausland. AuZ.
ländcr, jüdische Gesellschaften 'ausge
nomnlcn, dürfen in Palästina nicht
mehr alö 10 Morgen Boom besitzen-
Die Verwaltung ruht in den Handen
der englischen Regierung, welche je
doch zum gcoßm Teil jüdische Be.
amie, die vom jüdischen Rat borge
schlagen werden, berufen wird.
Interessante Nachricht
Die norn'gifchen Zeitungen, von
Mitte Juli berichten, daß der Bud
getausschuf; deS norwegischen Stör
tings einstimmig beschlossen habe,
der Staat solle .die Anleihe von 30
Millionen Kronen, welche die Bank
von NorN'eacn im - Herbst 1918
Deutschland gewährte, übernehmen.
Der Beschluß wurde damit begrün
dct, das; diese Anleihe zur Errci
chung politischer Vorteile für Nor
wegen gedient habe, die darin bestan
den hätten, das; Deutschland von
norwegischen Schiffen auf der über
eeischcn Fahrt freies Geleit cinge
räumt habe.
nen.
Hamburg-Amerika
In der Kölnischen Zeitung vom
29. Juli war das folgende Tcle
gramm au? Hamburz enthalten:
..Hamburg 2$. Jul:. Ter SchissS
verkehr zwischen Hamburg und
Nordamerika ist cinaelcitet, aller
dings naturgeittöß nicht mit deitt
schcn Schiften, sondern dein Lerneh
men nack in der Weife, daß die Nein
Yorker Kerr.Linie eine regelmäßige
Tampserverbindung zivischett Hnu:
bürg' und den nordamerikanischen
Häfen eingerichtet bat. Die Ham
bnrgVmcrikaLinie steht mit diesem
Unternehmen der Kerr-Linie in Ver.
bindung und erledigt auch sür d'c
Linie Anfragen wegen Frachten, Ab
fahrten usw."
Aevdexnng l Iagdgesch. '
Von der Ofkice des Sekretär des
AckerbauTeI'c?rtementS in Lincoln,
Herrn Les Stuhr. ist n5 eine Zlt
fthrift zugegangen. auZ welcher er
sichtlich ist. dafz die offene Jagdzeit
anf Prairie.Hübner von der letzten
Legiölatiir um einen Monat gekürzt
wurde. Pralne.Huhner dürfen dem
nach von fetzt ad mir in der Zeit
vom 15. O!tober biS einschließlich
1o. Novemb aeiat werden. Tie
Schußzeit für ake anderm jagd
baren Vögel ist übereinstimmend mU
den iin Jahre 1917 von der Ls
gislatur festgesetzten Verordnungen,
ES verlautet des weiteren, dak bis
Zahl der regulären Wudhuter durch
tim bedeutende Anzahl von derar
tigen Beamten der Bundesregierung
vcrztarkt wird. Außerdem wird je
der öffentliche Beamte drS Staates,
speziell aber die landwirtschaftlichen
Inspektoren, angewiesen werden, auf
geuaue Befolgung der Jagdgesetze zu
achten. ZnVideryanzelnde werden
die Strenge des Gesetzes zu fühlen
erhalten.
Patrioten heraus!
Während öeS Krieges trug jeder
Patnot, der einen Anleiheschcm ge
kauft, einen Knopf. Jedermann, der
einen Beitrag für Note Kreuz oder
d:e anderen Kriegszwecke gespendet
hatte, trug ein Ehrenabzeichen.
Ter Krieg ift vorüber, aber die
Gelegenheit für patriotischen Dienst
kft noch nicht vorbei. Tie Regierung
der Ver. Staaten hat, eine nationale
Ehrenlegion der Arbeitgeber organi
sicrt, mit besonderer Auszeichnung
für diejenigen Arbeitgeber, die ihre
früheren, jetzt auZ dem Kriegsdienst
entlassenen Angestellten wieder ein
tcllen.
Oberst. Arthur Woods, der Assi
flent dcZ KriegssckrctarS. erwähnt
das Interesse, das für diese Auszeich.
nung bezeugt wird, und sagt:
Es lft ganz besonders befricdl
gend sür uns, die wir im Interesse
der entlassenen Krieger arbeiten, zu
chen, wie die Arbeitgeber diese An
erkcnnung einer erfüllten Pflicht
wohl zu schätze wissen. Man kann
danach ertnarten, deß jeder entlassene
Krieger seinen alten, oder einen bes.
seren Posten auf sich warten finden
wird. Viele Arbeitgeber sind bereit,
ihren Angestellten, die im Kriegs
dienste waren, besondere Vorteile zu.
kommen zu lassen. Der Grund da,
für-ist. daß der militärische Drill
die Leute wertvoller gemacht hat, als
sie früher waren, und ihnen einen
Vorrang gibt vor Leuten, die die
niililärische Schulung nicht gehabt
haben.
Wiederum Skttlichkeitsattentat.
Als am Donnerktaa abends, um
etwa 10:Rtt, Fräulein Alice Barton.
3108 Cottage Grove Avenue wohn
haft, nach dem Postkasten gehen
wollte, wurde sie nnr etwa 50 Fuß
von ihrem Heim von einem jungen
Mann angefallen, der sich hinter
einm Telephonpfosten versteckt ge
halten hatte. Fran C. E. IoncZ.
die Mutter des Mädchens, sah den
Angriff und rief um Hilfe, worauf
der Schurke die Flucht ergriff. Herr
E. Erane. 503 nördk. 32- Straße
wolmbakt. berickitct. bah er den
Mann etliche Minuten vor dem An.
griff dcim elepyonpfosten ' stehen
sah und identifizieren könnte.
fStt&t 8frgftnf torrtitt Gkld m
kW?
ocoi Otinn. dnittch KUaftrfftt.
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t'tit tx-i (Sinocntiht. Vtbet an KUrm.
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Ag7!!brun',i, In Ickxki tmi fflm.
s,daIINch tSrtit mflfrofnMt diett rt d
a1tr.im nraiAia, bmmch
d anbetn onlithitiontüni rontSit
vn VkcbwNi In klchncr Weis. Vier
ictn'.t um kimtt
bkyinnz & eiigfflcf
etirfnn ?
Seid Eurer eigener
Brauer
Heimgemachie Getränke. Weine
und Viere, alkoholische und andere.
Ueber .200 Rezepte zu 2.80
portofrei versandt.
Money Orders und Trusts an
genommen. Bestellungen der Nei.
he nach erledigt. - ,
NzekormrckkMkigzco.
Omaha, Neb.
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Brenn -Qelo
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- Wir sind jetzt bereit, Vestellmigen für Furnace-Vrennmalerial
'entgegenzunehmen. ' da? während der W:nterMonate abgeliefert
wird. Telephonieren Sie und unser Verkäufer wird vorsprechen.'
O m a h O e l e -
? ' -Tie lcfteu auf die Dauer ' ' ; "
0MAIIA REFMJING COMPANY
Ctlldt.JcrkaufsTeparlcmknt
Fünfte Straße und Nveuue H (Ost Omaha)
Telephon: Webster 900
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