Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, June 17, 1919, Page 4, Image 4

Below is the OCR text representation for this newspapers page. It is also available as plain text as well as XML.

    Seite '4-Tügllche Omaha Tribüne-Dienstag, bm 17. Juni 1919.
t
'
Tägliche Omaha Tribüne
TKIBUNB PÜEMSmjfG CQ-YAL. j. PETEH. FnMukt.
iih-im Howard Str. XcAiAob: TTLES M. Omtk, Mebrwk.
Oei Moistt. I, Bruch Office: 4W-6tÄ Art,
Prei des Wochenblatt bei Vorausbezahlung 52.00 da? Iah?.
Preis des TageAatts: Durch den TräMr, per Woche 12 Cents?
Zmch die Post, bei BoronLbezahlnng, per Jahr $6.00? sechs Monate $3.00;
tret Monate $1.50.
Eutered u ecoixHau matt
Omaha, N etxra&ka, imder th act !
Omaha, Neb., TienStag,
Oesterreich als SovietrepubliK?
' ?llö vor einigen Wochen die österreichischen Delegaten unter Führung
dcS Kanzlers Tr. Renner nach St. Germain kamen, hielten sie es mit dem
alten Sprichnwrt: Mit dem Hut in
Land." Sie kamen tatsächlich mit dem Hut in der Hand, nut yufnchen 5wr
deugunaen und verbindlichem Lächeln und fanden infolgedessen viel An
klang bei den alliierten Vertretern der Friodmskonferenz. Wenn sie aber
geglaubt hatten, daß sie aus Grund ihrer Höflichkeit nun bessere Friedens,
bedingunaen erkalten würden, da haben sie Ach arg getäuscht. Höflich oder
grob, (wie man letzteres dem deutschen MiniAcr des Auswärtigen, dem Gra
sen voi; BrockdorZf-Nantzau in Versailles vorwarf), es wird alles über
lin-cn Kamin geschoren. Tas haben die höflichen Oesterreichcr nun zur 0c
' nüge erfahren, und nun jammern sie, daS ganze österreichische Land fti
von Verzweiflung überwältigt". Konnten sie denn logischer Weise etwas an
dcrcs erwarten? Die Pariser Friedenskonferenz bat in den sieben Monaten
wahrlich keinen Anlaß dazu gegeben, dah man sie für eine Wohltätigkeitsbe.
, Horde halten sollte.
' ' Und nun macht sich die Enttäuschung in, Oesterreich darin Luft, daß
man eine Covi?t Republik errichten will, wie ais London gemeldet wird. Tie
. Verzweiflung sübrt zum ChaoS. Hält sich eräe solche Soviet-Rcpublik in
" Oesterreich, so wäre das der erste Schritt zum Einverständnis, wonicht di.
, rckt zum Bündnis, mit der russischen Sovirt-Nepublik. Ungarn hat da
mit begonnen. Nun folgt Oesterreich, wie. es scheint, und dann? AuS
' Pari! wird jetzt gemeldet, dad in dem MicdcnZvertrag mit Deutschland
keine Aenderungen vorgenommen worden seien, weil Clcmknceau erklärt
labe, wenn der 'Vertrag gemildert werde, so gebe es Revolution in Frank
reich. Wenn mn aber Deutschland den Fricdmsvertrag nickt unterzeichnen
sollte, was dann? Glaubt man in Paris, 2afe es mit der Sovict.Ncvublik
- in Deutschland sein Bewenden haben werde? Schwerlich. Solche Vewe
gungen lassen sich weder durch militärisch gezogene Rbeingrcnzen, noch durch
Okkupationstnippen einengen. F. Staatszkg."
Die Spekulation in faulen Papieren ;
' Na'ch den Ermittelungen des Vundes-DiftriktsanwalkS in New Fork
muß das Geschäft in Ocl-Aktien ein geradezu glänzendes sein. So hat
ssistent-Distriktsanwalt Towling ermittelt, dafj zwei Unternehmer 300,.
' c00 Stück Zl-Aktien zu 13 Cents pro Aktie von einer Oel-Kompagnie
übernahmen und diese von 40 Cents bis zu, $6 Pro Aktie verkauften. Sie
gaben enva $100,000 für Anzeigen aus .und machten bei dem Geschäft
möglicherweise gegen $300,000. In diesc,n Falle ist die Ocl-Gesellschaft
ebenso gut ein Opfer wie-die Käufer der Mim. Gewöhnlich wird bei der
Organisation einer Gesellschaft mit 1.000,000 Aktien, zu $1 d Aktie, nur
' ein Teil der Aktien verkauft, um das OeEcmd zu entwickeln und der Rest
' bleibt in icr Kasse. In diesem Falle erhielt die Gesellschaft nur $15,000
für die Entwicklung. Während die Verkaufsagenten ihre riesigen Profite
einheimsten, protestierte ein Beamter der Gesellschaft, deren Oelguellen einen
möglichen Wert haben, gegen diese Methoden und verlangte die sofortigen
Mittel, die versprochen waren, um die Arbeit zu beginnen. Wenn nun auch
'äffl Fork offenbar ein sehr gutes Feld für Unternehmer dieser Art ist.
so scheint es doch fast, als ob der Südwesten ihm darin nicht nachsteht, ja
e.ls ob die Spekulation in diesen Oelaktien dort noch toller betrieben wird.
Senator Eapper von Kansas sagt, daß die Leute in seinem Staat,
ebenso wie in Texas und Oklohoma, mehr Geld in Oelaktien angelegt ha
ben. meistens Schwindel-Aktien. die nie einen Cmt zahlten, und nie
nials zahlen werden, als diese drei Staaten in Freiheitsbonds" anlegten.'
- Das sollte doch als Warnung für diejenigen dienen, die mühelos ein
Stück Geld machen möchten. Es ist damit wirklich nichts los. Die Spe
kulation mißrät stets. Wäre das so leicht, die Zahl der reichen Leute wäre
schier ungeheuer. Geld wird bei dieser Art Geschäfte gemacht, aber das
macht immer nur der 'Verkäufer, ebenso wie icr Spielhalter immer der 03c
winner ist Diejenigen, die Oelaktien kaufen, oder die, welche draußen in
den Oelfeldern arbeiten, für sie fällt selten oder nie etwas ab.
In früheren Jahren benutzten glattzüngige Unternehmer mit Vorliebe
Aktien von Goldminen, um die Leichtgläubigen hereinzulegen: man wird
sich noch des heillosen Schwindels mit Klondike-Minen vor etwa 20 Iah.
ren erinnern dann kamen Land-Spekulationen, Kupferaktien und jett
1 i es die Spekulation in Oelland und, Oelaktien. Allerdings sind fabel
taftl Vermögen in Kupfer und Oel gemacht worden, aber nur von Leu
tett die ihr Eigentum entwickelten, zum Teil mit ungeheuren Kosten, und
nicht dadurch, daß sie ihren Reichtum, ader in Absicht stehenden Reichtum
andern in wortreichen Zirkularen, die die wunderbarsten Versprechungen
enthalten, anboten. Wie riesengroß die Summen sein mögen, die durch
diese törichte Spekulationssucht in der letzten Zeit verloren wurden, geht
schon daraus hervor, daß nach den vom Vundes-Schatzanit angestellten Er
Übungen allein im Mittel-Westen in den letzten Monaten nicht weniger alv
2 00 Millionen Freiheitsbonds, die so gut wie Gold find, für wertlo,e oder
loch höchst zweifelhafte Oel- und MimnaMen ausgetauscht wurden.
Ein Sachverständiger auf dein Gebiet. Lou:s Günther, chat vor ewiger
?eit eine Liste der Minen- und OeLGesellschüften angefertigt, deren Aktien
und Bonds in den letzten Jahren wcÄos wurden Dese Liste füllt 718
Weite eines Buches und enthält annähernd 18.000 Gesellschaften Sieben
Ähre später wurde ein zweites Buch der Art veröffentlicht, das über 1.000
Äen mit 26.800 Namen verkrachter Gesellschaften enthielt, von denen
seine in dem ersten Buch ausgefiihrt waren. Der , gesamte Betrag der von
tfefc wertlosen oder verkrachten Gesellschaften ausgegebenen Aktien - die
nlle bauptsachlich nur organisiert waren, um chre Papiere dem Publikiim
!$sffiefc - belaust sich auf über 1,000 Millionen Dollars. - Das
sollte Loch als Warnung genügen,
Wiesbadener yotels
stehen vor Untergang
Wiesbaden, 12. Mai Der Scha.
in, den die Kurindustrie und da
li diz gesamte Bevölkerung burch
Verkehrsabsperrung seit der fran
;schm Besung erleidet, ist fo un.
bcuer groß, daß daS Hotelgewerbe
nd die auf den Fremdenverkehr
'.inz emgestellte Industrie vor dem
',Iierg,g ' stehen. Der Fremdenbe
ich beträgt für die Zeit der Ve
"kung, T?zember bis Mai, nur noch
ins Proz?n! gegen die gleiche Zeit
.i den Fricdmsjahren, dabei fällt
-üMIl) stark inS Gewicht, daß die
-eiligen fremden auch nur Passan
'N und 'keine Kurgäste sind. Tie
'urtJrcinnahmen der Stadt betra.
mr rech sieben Prozent. Die
77"stsche Behörde, an welche die
J.'U p.'eerho!! wegen Aufhebung
r Sperre herangetreten ist, hat
't ei:'? pkphische Aufstellung über
f:-Zav.z der Kurinduftrie seit
ir verlangt. Sie wird sie
;.' ch von d?e Notwendigkeit
" den Lkurbetricö endlich
,:-k freiz'.igcbon
. rÄ'n, 10. Mai. Kurdirc?.
: ut lver,er, der einstige Ad
::.t ?3 Ne'.chökanzleri von Ca
Haretk 14, 1912, t th povtoffie of
Congre, Mareta 3. 1179.
den 17. Jnni 1919.
der Hcmd kommt man durchs ganze
privi, wird am 1.
Oktober in den
Nuhestend treten.
Welfare Committee for Prisoners of
War.
(Früher Kriegsgcfangencnfürsorge.)
21 North Moore Street, New Jork.
Tie Sammlungen zugunsten der
Kriegsgefangenen, Internierten und
in Not geratenen deutschm Fami.
lien in diesem Lande müssen fort,
gesetzt werden.
Nachdem es dem Komitee durch die
günstige Mithilfe vieler Freunde gc.
lungen ist, den größten Teil der bc
nötigten Anzüge, Schuhe, Ober, und
Unterwäsche den cmS den Lagern des
Landes nach ihrer Heimat zur Ent.
lassung kommenden Schisfsoffizieren,
Seeleuten und Zivilinternicrten zur
Verfügung zu stellen, fehlen noch für
die Kriegsgefangenen in McPherson,
die ebenfalls baldigst entlassen wer
den dürften, im Ganzen $23,000.
Tie Krisgsgesangenen.Fürsorge"
bittet daher llz freundlich gesinn
ten Kreise, ihr dabei behilflich zu
sein, auch diese Internierten von Mc
Pherson mit derselben Aussteuer zu
versorgen, wie ihre Kameraden sie
erhalten haben, und sie richtet eben,
falls daS dringende Gesuch, beson
derS an die Kirchengemeinden, Ler
einigungen, Klubs usw., besondere
Sammlungen ju veranstalten und
diese dem Komitee für den genann
tcn Zweck zu überweisen.
Kleidungsstücke aller Art, die
ebenfalls dringend gebraucht werden,
sowie Geldspenden zur Beschaffung
solcher und zur Gewährung von Zu
schüssen an die Bedürftigen und
deren Familien, (TcheckS ausgestellt
auf Adolph Kuttroff. Chairinan)
werden an das Bureau, 2 t North
Moore Street, New Fork,-N. 2).
erbeten.
Interessantes aus
der Bundeshauptstadt
. Washington. D. E.. 15. Juni.
Spezial.5lorrespondcnz.) Ob die
im Fricdensvcrtrag gemachten Zu
geständnisse genügen werden, um die
deutsche Regierung zur Annahme
des vorgeschlagenen Vertrags zu ver
anlassen, läßt sich nicht mit Ve
stimmthbit voraussagen, aber ist
mehr wie wahrscheinlich. Tie Un
z-'.friedenheit dcS liberalen und des
Arbeiter Elements in England mit
dem Vertrage, die Kncgsmüdigkeit
der französifchen Flottcnmannschast.
welche oft meuterte, weil sie nicht
Tienstentla'snng erhalten konnte, die
soziale Unrast in Frankreich und die
Streiks in -Italien sind Momente
von so bedeutender Wichtgkeit, daß
schneller Friedensschluß auch für die
Entente z.ur dringenden Notwendig,
keit wird, und er läßt sich nur er
reichen., ivenn die Fricdcnsbcdingun.
gen derart gemildert tocrden, daß
Deutschland sie annimmt. Tie Hal
tung des Präsidenten Wilson er
scheint französischen Berichten zu
folge ii.imer noch dem ursprünglich
vorgeschlagenen Gewaltfrieden ge
neigt, aber die französische Journali.
stik ist eine abgesagte Feindin der
Wahrheit und verlogener und intri
guantcr als diejenige anderer Län
der, und das will viel heißen. Tie
sranzöslsch? ?achricht, der Präsident
habe erklärt, der Friedensvertrags'
Entwurf entspreche feinen vierzehn
Punkten, ist inzwischen dementiert
worden. Das war zu erwarten. Es
ist eine nieder drückende Erscheinung,
daß di;! Friedens'Konfercnz im In
teresse von,ParteiPolitik ausgenützt
wird, während das Heil der ganzen
Welt von ihren Entschließungen abhängt-
Tie Revision des Friedcns-Ver.
trags-EntwurfS macht es nötig,
nochmals sich der nicht leichten Ar
beit seiner Durchsicht zu unter
ziehen. Man brauchte sechs Stunden,
mn den vollen Text des Friedens
Entwurfs, dcr auf Senator Bora'ö
Antrag Aufnahme im Congrcssio
nal Rcord" gefunden hatte, sorz.
?amg öurchzulelen und mit ocm
früher veröffentlichten Auszug zu
vergleichen. Der volle Tert war zu
erst voni Hause I. P. Morgan &
Eo., den berühmten New Yorker
Bankiers, nach Amerika gebracht
worden. Der Chef des amerikanischen
Noten Kreuzes, Herr Henry F. Da.
vidson, ein Kompagnon von I. P.
Morgan hotte das Dokument von
Herrn Thomas W. Lamont, einem
anderen Geschäftsteilhaber d'.'r
Firma, in Paris erhalten. Lamont
ist einer der vier ökonomischen Be
rater der amerikanischen Friedens
Delegation; die anderen sind die
Herren Baruch, McEormick und
Hoover. Mit einem Mitgliede der
iNrma Morgan als Finanz-Berater
unserer Friedens-Tclegation
nimmt es nicht Wunder, daß
Deutschland so harte finanzielle Be
dingungen auferlegt worden sind.
Tas Haus Morgan war bereits vor
dem E'.iitritt der Vereinigten Staa
ten in den Krieg das Vollwerk der
antideutschen Bewegung in der ame
nkanifchen Finanzwelt. Es vertrat
die Int wessen der Entente in einer
so aggressiven Weise, daß für eine
halbwegs neutrale Regung nichts
übrig blieb. Es führte Krieg mit
Teutschland, ehe unser Land in den
Weltkonflikt eintrat, und ein Mit
glied Firma, dcr genannte Herr
Davidson, machte besonders scharf
gegen die Amerikaner deutscher Ge
ourt oder Abstammung, trotzdem sie
e. gewiß an Loyalität, Opferwillig,
keit und Anhänglichkeit an die
Sterne i,nd Streifen eö nicht fehlen
ließen.
Im Allgemeinen stimmte der ver.
öffentlicht Auszug auS dem alten
Friedenserirags-Enkvurf mit dem
vollen Tert des letzteren überein.
Natürlich winden slürzungen vorge
nommen. und auch Auslassungen
ließen sich nicht vermeiden. Ter Aus
Zug gao sinn Beispiel nicht die Be.
stiinmungen bekannt, welche die
Auslieferung von Milchkühen etc. an
Frankreich und Belgien betrafen.
In Deutschland erregte dieForderung
der Aublieferung von Milchkühen
angesichts d"? Unternährung und
der hohen Sterblichkeit der Kinder
besonders großen Unwillen, und
euch die FrucN'Fricdcnskonferenz,
die in Äern tagte, machte diese Be
stimmiing zum Gegenstände eines
besonders chcrfen Protestes, der an
'Präsident Wilson depeschiert wurde.
Ter b:rök'?ntl-.chte volle Text des
FricdcrZ.Eniwurfes, der 3 Seiten
de? (imtnrcsiional Record" ein
nimmt, giebt Auskunft. Für Frank
reiA werd:n terlant: ZOO Lenkte
(3 bis 7 Jahre alt). 80.000 Stuten.
Füllen und Stuten (18 Morste bis
7 Jahre alt). Ardcnnische. boulon
ncsische und belgische Rasse; 2.000
Stiere (18 Monate bis 3 Jchre alt),
90,000 Milchkühe 2 bis 6 Jahre
alt), 1.000 Schafböcke, 1 00,000
Schafs und 10,000 Ziegen. Belgien
soll erhalten: 200 Hengste (3 bis 7
Jahre att), e,roße belgische Rasse;
5,000 St'.!ten (3 bis 7 ?ahre alt),
große belgische Rasse; 5.000 Stuten.
Füllen (18 Monate bis 3 Jahre).
große belgische Rasse; 2,000 Stiere
(18 Momte bis 3 Jahre); 50,000
Milchkühe (2 bis 6 Jahre); 40,000
junge Stiche; 200 Schafböcke ; 20,000
Schafe und 15,000 äuc. Toch
scheint eine Zusatzbcstimmung für
Teutschland die Möglichkeit zu er
öffnen, statt dcr Tiere selbst deren
Gcldeswcrt f;u übermitteln.
Repräsentant Tver, ein republika
nischer Vertreter Missouri's, hat den
Präsideiiten per Kabel um Aufhe
bung der Kricgsprohibition ersucht.
Er erklärt, daß aus den Verhand
lungen vor dem House Judiciary
Eommittee" hervorgegangen sei.
daß der WidcrrufsAntrag keine
Auskiit auf aünftiae Einbcrichtung
habe- Di? einzige Hoffnung bestehe
darin, daß der Präsident aus eige
ner Machtvollkommenheit handeln
wird. Serr Tver ist der Ansicht, daß
dem Präsidenten das Recht zusteht.
nach dem 1. Juli die Temobilistcr
ung für durchgeführt zu erklären,
mndurcki lltvmatisck Krieosvrobibi-
tion außer Kraft gesetzt werd.'N
wurde. Auch Repräsentant Savaty
von Illinois glaubt nicht, daß das
Komitee die Widerrufs-Borlage zur
Annahme empfehlen wird. Ter
Vorsitzer deS betreffenden Ausschuß,
tfcir VaMead von Minnesota.
glaubt jtctig an die allcinselig
machende Mast des Wägers, uno
die Mehrzahl seiner Komitee-Genossen
sind derselben Ansicht.
Es wird namentlich von Seiten der
Arbeiter allö aufgeboten, um zu
verhindern, daß 21.prozmtigcs
Vier untr den Bann von !Zriegs
Prohibition kommt. Ter Rekonstnik-tions-Konrent
dcr Aincriean Fede
ration er Labor", der in letzter Wo
ch. in Atlantik Eity tagte, hat sich
mit einer Maiontat von b zu 1
si'ir Vier rtt 2 Prozent Alkohol
Gebalt erklärt. Seltsamer Weise
stimmte di? Ehieagoer Delegation
geschlosse,, für Inochentrockene Proyt.
biüon. Eine Kundgebung der Arbei,
ter fanö in Washington statt. Sie
aalt dem Kongreß und der Auf.
Hebung von KriegsProhibition.
Inzwischen setzten die Prohibstio
nisten ihre Bemühungen fort, um
den Kongreß zur Annahme drasn
scher Gesetze zur Erzwingung von
Prohibition zu veranlassen. Es ist
sogar vorgeschlagen worden, daß
amerikanische Bürger, welche im
Auslande mit der Herstellung und
bin Verkauf von alkoholhaltigen Ge
tränken sich beschäftigen, des
Schutzes der amerikanischen Flagge
nerlustia eben sollen. Tie Probibi
Monisten wollen ferner die Durch
führunz von Prohibition dem Justiz
Departement und nicht der Jnter.
nal R?venue"Abteiluna des Schatz.
amtes unterstellt haben, weil sie der
Ueberzeugung sind, daß General
Anwalt Valmer. der Proöibitionist
und Quaker ist. der völligen Trocken,
legung des Landes stimpathischer ge
genüberstebt. als d?e Jnwcttoren
dcs Bilndcs-J'.ilandZolldiensteS. die
viele Freunde unter den Gesolgs
leuten Sir Barleeorn's" unö Des
Königs Gambrinus haben sollen.
Das nationale Prohibitionö.Amcn
dement. welches am 16- Januar
1920 in Krmt treten wird, richtet
sich bekanntlich lediglich gegen be
i-ousckende Getränke": die Prohibi
tionntcn wollen an Stelle davon
alkoholbaltioe Getränke" gesetzt
haben. Tie 'Auslegung des Begriffs
berauschmde Getränke" ist vcrschie
den; in Porto. Rico zum Beispiel ist
durch eine Gesetzakte festgesetzt wor
dar. daß Getränke mit 2 Prozent
Alkoholgehalt nicht zu den berau
schenden Getränken gehören, 1
Sehr scharfe Maßnahmen werden
vom Kongreß gegen Umstürzler aller
Art .erlassen werden. Am weitesten
geht Senator King von Utah in sei
ncr gegen Staaatsfeinde gerichteten
Vorlage. Er war Mitglied und Vor
sitzer eines Senatskomitees zur Un
terfuchung pro-deutscher, auslandi.
scher und unamerikanischer Propa
ganda. Sein Gesetzentwurf will nicht
allein die bestehenden Gesetze ver
schärfen, fondern auch der Redefrei
heit beträchtliche Schranken fetzen.
Er will Leute, welche sich schroff und
absprechend gegen die Regierung
aussprechen, in dieselbe Kategorie
setzen, wie die Aolschewisten. Anar
chisten und Terroristen und sie eben
sg bestrasen. Zur Verfolgung der
Umstürzler verlangt General.AnwaU
Palmer eine Ertra Bewilligung von
$500,000. Tie Ueberwachung der
Einwanderer wird schärfer geHand,
habt werden, wie je. Umstürzler
und GesellschaftZfeinde aller Art
werden Mühe haben, ihren Fuß auf
amerikanischen Boden zu setzen. Tas
Untersuchungökomitee des Senats,
das oben erwähnt wurde, hat feinen
VcriL t-lleret und fcM iin tm
nächst veröffentlichen. In demfel
ben wird der Pro-GermaniSmuS nur
gestreift, und die Hauptaufmerksam
keit dem BschewismuS zugewandt.
Der Bericht ist von dem Anwalt deS
Komitees. Major . Lowrey HumeS.
fertig gestellt worden, der früher
Bundeö-Anwalt in PittLburgh, Pa.,
war und die Untersuchung der politi
schen Betatigunz der Staats-Verei
nigung der Brauer im Winter 1915
IG leitete. Er war bei der Unter
suchung gegen den Teiüsch-Amerika
nischen Nationalbund einer der
Hauptzeugen zu Ungunsten dessel
ben vor dein King'schen Komitee in
den ersten Moimten deS JahreS
1918. Der Bund wurde bekanntlich
am 11. April 1918 in Philadelphia
aufgelöst.
Am letzten Sonntag iin Oktober,
an dem die Uhren wieder eine Stun
de zurückgestellt werden, hört das
Tageslichtspargesetz zu bestehen auf.
Die Opposition der Städter gegen
den von der ländlichen Bevölkerung
verlangten Widerruf hat nichts ge
nützt. In dem Kampf zwischen Stadt
und Land hat letzteres gesiegt. Ein
Versuch, die Sommerzeit sofort auf
hören zu lassen, schlug fehl. TaZ
war das einzig? Zugeständnis, wel
ches den Freunden der Sommerzeit
gemacht wurde.
Senator Sherman von Illinois
lenkte am 11. Juni die Ausmerk,
samkeit des Senats auf die Ueber
griffe des britischen Zensors. Er
behauptet, daß Briefe amerikanischer
Exporteure an Firmen in neutralen
Ländern geöffnet, von dein Inhalt
Kenntnis genommen und die so ge
wonnene Information britischen
Händlern und Industriellen zugäng
lich gemacht werden.' Er drohte mit
Beschränkung des britischen Hatt
dels als Vergeltungsmaßregel. Tas
Staatsdepartement soll demnächst
protestieren.
Kspsjchuppen. Tie Be
Handlung der Kopsschuppen Krank
heit muß darin bestehen, die Kopf,
haut nicht durch enge Kämme,
Staubkämine, Trahtöürsten u. dergl.
zu reizen und sie gehörig rein zu
.halten. Taneben empfehlen sich
'Waschungen mit Eigelb oder der
dünntem Salmiakgeist (1 Teil Sal
miakgeist auf l(i Teile Wasser).
Räch behutsamer Entfernung der
Schüppchen reibe man anfangs tag
lich, später in größeren Zwischen
räumen eine Salbe von 1 Teil
Schwefelmilch auf 10 Teile Fett in
die Kopfhaut ein; auch Chinin und
Tanninsalben sind oft Nützlich. Sehr
empfehlenswert ist auch die Heilme
thode von PineuS; y tzcruples
doppeltkohlensaures Natron werden
in zwölf Eßlöffeln destillierten Was
sers aufgelöst und an zwei oder drei
aufeinander folgenden Tagen jeder
Woche ein bis zwei Eßlöffel mit ci
nem Wattebäuschchen sorgfältig zwei
bis fünf Minuten lang in den Haar
boden des Vorder und Mittelkop
fes eingcrieben; am dritten oder
vierten Tags wird die Kopfhaut mit
einem reinen Oel mäßig eingeölt.
Ist die Cchuppenbildung sehr reich
lich oder die Kopfhaut sehr spröde,
so fetze man dcr angegebenen Mi
schung einen Eßlöffel voll rcineZ
Glyzerin hinzu. DaS Verfahren
muß 12 bis 13 Monate hindurch
konsequent angewendet werden.
Rohrgeflecht aufzufrt
schen. Bei Reinigung der Rohrge
flechte umhüllt man vorerst alle Po
liturteile, damit sie keinen Schaden
nehmen. Handelt es sich .um schmut
ziges, unansehnliches Geflecht, dann
reinigt man es mit Seifenmasser,
dem man einen Schuß Salmiakgeist
zugefügt hat. Man wähle stets eine
nicht sehr steife Bürste Und bcrücksich
tige hauptsächlich die Vertiefungen.
Durch Spülen mit reinem Wasser
entfernt man den Seifenschaum.
Ist das Geflecht im Laufe dcr Zeit
dunkel geworden, so genügt diese
Reinigung allein nicht, denn das
Rohr muß gebleicht werden. In noch
feuchtem Zustand wird rS mit
Schwefelpulver bestreut und nach
dem Trocknen mit einer reinen Vür
ste bearbeitet. - Noch wirksamer
ist folgende Behandlung: Petroleum
und Schmierseife mischt man zu glei
chen Teilen, setzt noch y2 Teil Chlor
kalk dazu und streicht den dünnen
Brei gleichmäßig mit einem alten
Pinsel auf daS Geflecht auf. Erst
nach einem Tag wird die Masse durch
Abspülen und Reiben entfernt. Sind
die Stühle eingesessen, daS Geflecht
also locker geworden, dann stülpt
man den Stuhl über ein Wasser
schaff, gießt über die Rückseite deZ
Geflechtes kochend heiße? Wafsek und
läßt den Stuhl in Zugluft rasch
trocknen.
Seid Eurer eigener
vrauer
Heimgemachte Getränke, Weine
und SZiere, alkoholische und andere.
Ueber 1.200 Rezepte zu $2.50
portofrei versandt.
Mone? Orders und Trafts an
genommen. Bestellungen der Rei
he nach erledigt.
The Forward Publishing Co.
CrnoJja, Neb. .
' jr.t .
Kt -
i
ScsHnHsilsttttds
fnV besondere Ccuie
Wir offerieren Ihnen unseren Dienst nicht als billige Zahn
ärzte", denn wir glauben nicht an billige Zahnheilkunst, aber wir
offerieren Ihnen die bessere Zahnheilkunde zu madigeren Preisen,
als Sie bisher gewohnt waren zu zahlen. Wir wenden unö be
sonders an die Leute, die genügend Stolz besitzen, ihren Zahnen,
nachdem wir diese behandelt, besondere Sorgfalt zukommen zu lassen.
Beste garantierte Zahnheilkunde.
Beste Sil d1 i
bkrfiillnng H 4
Wunder tfQ
Watten.. HO,
.TEETH..
52?
1324 Farvam Straße
Jrl
Wonillcr ßt Sie sich?
Es ist eine bewiesene Tatsache, daß Sorgen mehr Schad?,
Krankheit, Reizbarkeit, Uilzusriedcnheit vMirsacht haben, als alle
Medizin jemals beseitigen kann.
Die schwierigsten Patienten, die ärztliche Behandlung bedürfen,
sind diejenigen, die sich grämen. Gewöhnlich sind diese pessimistisch,
skeptisch und haben kein Vertrauen in irgendetwas oder irgendeinen
bezüglich dcr Herstellung ihres Gcsundheitszustandcs.
Ist es nicht besser,
daß, wenn Sie über Ihren physischen Zustand im Zweifel sind, an
statt sich zu grämen und Ihren Zustand no chunfähigcr zu machen, die
Keime einer herrschenden Epidemie oder erblichen Krankheit obzuv
(hüsteln, wenn die ersten Symptome einer physischen Deklination er
Mnen, Sie die erste Gclcgcnb!it ergrifen und einen kompetente
Arzt konsnlticrkn, lassen Sie sich genau untersuchen, und, wenn nötig,
'einen VchaMungskursus verschreiben.
Tie alte Täuschung, baß ein Arzt einem Kranken irgend etwas,
ohne Hinsicht auf dessen Krankheit, verschreibt, ist unvernünftig, weil
gewissenhafter Arzt Daran denken würde, im Gegenteil sogar daS
Unmögliche verteidigen wird.
, Ich behandle erfolgreich alle Krankheiten des Magens, der Le
ber, des Herzens, der Eingeweide, Nerven, deS Gehirns, Blutes und
der Haut; Katarrh, Lnströhreneiüzündung (Bronchitis), Vcrstop
fung, chronischen und akuten Rheumatismus, Hüftschmerzen, Hexen
schuß, Geschwüre, Nervenleiden und alle gewöhnlichen Schwächen.
Korrespondenz, Konsultation unö Untersuchung kostenlos und im
Vertrauen.
DR. CHARLES BARNES
513 SecnriticI Gebäude? siidostl. (Zcke der 16. nd Farnam Straße,
Omaha, Nebkaöka
Sprechstunde: 9 Uhr vorm. und 1 bis 5 Uhr nachm., abdS. 7 bis 8.
m
ffllMIBM
Zur Anfertigung
ruckarbeiten
aller Art
in englischer nd deutscher Eprc'ch?
empfiehlt sich die
Interstate Printing Co.
(Die Jsb-Drnckerei der TSgliche Omaha Tribune.)
Telephon: Cyler 340 '
13071303 Howard 3tr Omaha, Nebr. '
Trucksache für Kirchengemnade, ÄeZ nd Lszrn
eine Spezialität '
Tzm
225vX
rvurr
I X "y ? sp h j ca'A jrrvr.voti la t.iui vuäk i4
I CJIPoFHnfGE YtfTi
HHJR W3BTol
- --f -fwm c&f
HMKltttii
W w1
lrr Unnmr
K
, CailerlMmellivesiPillg
MMM
njiii-jv:- Z r Ur
I IjUIIUUÜLiHI
r. . r
auuixayyjuy s yiYR,
n't -je ,
.f itomiittU2f S I
l , - , X - Jr' iirr '
WffJZTJZK r?ARTER'S IRON PILLS
Boy.' cotofUn (C4M 4 bnt 1$;?? t?T hH aut ptla-f&ced po
sME
Jeste L2K T Schwerste Brücken
Goldkrone ißO I Arbeit, ,ro Zahn.. tyU
Ö1s MC
3lvl) 31D
tr .
ivicivenney
Zahnärzte
Gilt 14. nd Farnam
j!B3&
feinster, mobernster
n o.mrrnA rrt trrt u prnxm t mmmn,
U'UTArVMAÄ.tMi,iZlJOklWCWwl
ynTf;T "J" rmtxi mm.
HUMAJIttAA AUlMAMi
"muyrtrjfr t
-.fn-gAi mr mtfurrm , m
Ut T Oll 5iM.,k tU4. !
ttl'jmjut. "PUfcj
tYftytf .WS
f f v??v 's 9 y l1 1 V '
'"st 'l
An' I if a
tClürnXU uoÄcatMiB
ntne I i-AVnrfh T ivinor
. -T . jT.. m 1 . mM UB . M.M.M 1.
. " tzr- v 0
mmbm UMmma i
f sZ'4Z2s
' Ygt?Z3J&0CA$
4