Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, June 03, 1919, Image 6

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Von B. M. Grofcr. .
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(12 Fortsetzung.) - daß sie ihrenMädch'ennamen wieder an
' 7?ach dem frühen Mittagessen ginq genommen und den Leuten voraespie
Sflabdine in Begleitung LätitiaS nach &eI. altf' l noch Madeline West'
der Aank. um lyren Antheil an dem -UUUUC " i"'1 0in,9 i"Nk
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Gelde, dessen sofortige Auszahlung sie
zur eoingung gesellt hatte, einzukaf
siren. Konnte es denn möglich sein,
daß sie. Madeline Wynne, es war. die
vier vor dem atiltische stand undBank.
roten und Goldstücke in ihr Fünfzig
Drennigportemonnaik druckte?
Dann begaben sich die beiden Damen
nach dem Laden einer Putzmacherin, wo
Madeline sich ein neues Hütchen kaufte,
das sie sogleich aufsetzte, und zu ihrer
Erleichterung erfuhr, daß die Familie
Wolferton den Ort verlassen hatte und
. für längere Zeit inS Ausland gegangen
1. Einige frühere Schulkameradin
ren, denen sie begegneten und die jetzt
ziemuch erwachsen waren. ,unge Tlah
chen wachsen so überraschend schnell
beran. erkannten sie und redeten sie an.
Isit waren nur Tagesschulerinnen ge
Wesen und mächten in der Stille aber
doch die Bemerkung. daßMadeline ganz
anders geworden sei. als man sich ge
dacht hätte, und diel älter aussah, als
y.t war.
Sie befand sich doch noch in der An
statt, nicht wahr?"
Aber ehe sie noch Zeit fanden, eine
von den hundert anderen Fragen zu
stellen, welche die Mädchen noch auf den
Herzen hatten, machte Latitia dem e
sprach Vorsichtig ein Ende, indem sie
ihre ehemalige Schülerin erinnerte, daß
sie große Etle hatten.
.Wer viel redet, muß viel lügen".
sagte sie im Weitergehen. Es war
nur gut, daß Sie schon den neuen Hut
tragen. Aber Sie würden doch gut
mim, icq au nocy e:n Paar neus
Handschuhe zu kaufen."
Lätitia war nicht qanz so geizig und
habgierig wie ihre Mutter, und nicht
nur geneigt, sondern sogar beflissen, sich
von ihrer liebenswürdigsten Seite zu
zeigen. Madeline, die reiche australi
fche Erbin, konnte ihr noch von arokem
Nutzen fein und so beschloß sie. sich so Frau Harper in etwas strengem Tone
tI.J& f - jf- - .v I S "... ' 3
iieaiwj ms mognaz zu inr zu neuen, ylnzuaesuqt.
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Nein, nein, er würde ihr verleihen,
mußte ihr verzeihen, wenn er hörte,
was aus dem Spiele stand. Univill
kürlich umfaßte sie das Portemonnaie
tn ihrer Tasche, das kostbare Porte
monnaie, das die erste Frucht der Tau
schung und deS Betruges enlhielt. deren
te jich schuldig gemacht hatte.
Es war gegen fünf Uhr Nachmit
tagö. als Madeline leichten Schrittes
die Treppe zu ihrer Wohnuna hinauf
eilte, die Thür des Wohnzimmers mit
hastiger Hand öffnete und auf Lau
ren zustürzte. l?r war aufgestanden,
hatte sich vollständig angekleidet (außer
in den schlimmsten Tagen der Zirank
heit hatte er es immer über sich btx
möcht, auS dem Bett aufzustehen und
sich anzuziehen) und saß am Schreib
tisch, wo er mit matter, zitterndcrHand
den Versuch machte, eine der Abschritts
arbeiten Madelines zu vollenden.
Es wird hier nöthig sein, noch eiina
schalten, daß es Frau Harper gelungen
war, in dem rasnnirten Kreuzverhör.
das sie mit Madeline angestellt hatte,
dieser die Mittheilung abzupressen, daß
sie ihren Lebensunterhalt durch
schreiben erworben hatte.
Die alte Boa constrictor hatte
sich höchlich befriedigt über die Anstän
digkeit dieser Beschäftigung ausgespro-
chen und dann schlau, aber mit dem
Anschein der größten Harmlosigkeit
hinzugefügt: Gewiß hatte Ihnen
Herr Wynne diese Arbeit zugewiesen?"
Glucklicherweiie hatte Madeline diese
Frage, ohne der Wahrheit zu nahe zu
treten, mit .Nein" beantworten kön-
nen; denn nicht Laurence war ihr mit
dieser Beschäftigung zu Hilfe gekom
men. sondern sein Freund Jessop.
natürlich werden Sie mir Tlbtt
Adresse geben, Madeline, diese Bedin
gung muß ich durchaus stellen." hatte
sie wieder ganz als die ehemalige Lieb
lingsschülerin zu betrachten und zu be-
yanvem und die Zeit, da sie Klassen
lehMN gewesen, in's Meer der Berges
senheii zu versenken.
Währenddessen gingen auch die jun
gen Madchen, die Madeline angeredet
yalien, einigermaßen verstimmt weiter,
Kann man sich denken, daß dies
Maddie West ist?" sagte die eine zur
andern. .Wie schäbig, abgetakelt und
blaß sie aussieht! Und dabei ist sie in
memem Alter, ja sogar acht Tage jün-
?!'-
Ov
'.Furchtbar lumpig !" sagte die andre.
Haöt ihr das Kleid gesehen? Groß
lich abgeschabt!" rief eine dritte.
Und ihre Handschuhe!" (Diese
Handschuhe schienen unter der Kritik
und spotteten offenbar jeder Befchrei-bunq.)
Trotzdem schien Fräulein Harper
noch immer viel Aufhebens von ihr zu
macyen unv ite jeyr donoria zu bedan-
dein. Sie hieß ja .Herzchen' hier und
Kindchen" dort, und umsonst thun die
Harpyien so etwas nicht!" warf die
Schärfste der Gesellschaft inS Gespräch.
Ich kenne die alte Boa constrictor.
Vielleicht hat Maddie eine große Erb
saft gemacht?"
Na, danach sahen ibr Zacket und ihr
Kleid gerade nicht aus!" spottete Nu
rnero eins. .Und was ihren Hut anbe
trifft, den sah ich heute morgen noch bei
der Putzmacherin im Schaufenster hän
gen. Er war mit elf Schillingen aus
gezeichnet. Sieht das wohl nach einer
reichen Erbschaft aus? Was meint
Ihr?" '
Der Preis de? Hutes entschied die
U rage endgültig.
Zehntes Kapitel.
Von der Absicht Madelines. noch in
derselben Nacht nach London zurückzu
kehren, wollte Frau Harper durchaus
nichts hören. Nein, sie fand den Ge
danken zu thöricht, um auch nur dar
über zu reden. Ihre junge Freundin
mußte wenigstens bis zum nächsten
Ta?e bleiben und dann die Reise in
.passender" Weife antreten, was in die,
fern Falle hieß, daß Fräulein Harper
selbst sie nach dem Bahnhof begleiten
,md in einem ersten Klassenabtheil des
Morgenfchnellzuges unterbringen sollte.
Mz deline erklärte zwar alle diese Mühe
ndNücksichten für überflüssig und pro
tls:ir!e dagegen, denn trotz des Schatzes
. in ihrer Tasche wollte sie die Rückreise
in der dritten Wagenilasse machen, um
k:inen Shilling unnöthig auszugeben;
aUx ihr Widerspruch war und blieb
vergeblich. Sie wurde überstimmt, und
Lätitia begleitete die ehemalige Schü
Irr in nach der Skation. wo sie sie der
besonderen Sorgfalt eines Schaffners
vr.tUU, ja sogar sie noch mit' einem
Tändchen der auf dem Bahnhofe feilge
Ukr.tn ' Reiselektüre tn der Hoffnung
versah, daß diese Aufmerksamkeit und
die damit, verbundene Ausgabe von
Schilling ihr in Zukunft ochmal
reich? F?üch!e tragen sollten. .
Madeline bedürfte der Unterhaltung
freilich nicht. Ihre vr.'.nnt Gedanken
t??ck -fügten sie ausreichend während
:t SZNZ'N Fzhrr. Der Gedonke an
Liuren erfüllte sie mit banger Sorge.
12ii ß'ixit er szzen. wenn hörte.'
Aber die haben Sie ja bereits. Frau
Harper.
Wohnen Sie schon lanae dort?"
fragte die Dame in der festen Ueber-
zeugung weiter, daß kein Staatsanwalt
sie m der Kunst, geschickte Fragen zu
stellen, übertreffen würde.
Seit vierzehn Monaten!" gab die
Benagle etwas kurz zur Antwort.
5 gefiel Ihnen also in dem au-
tr fragte Frau Harper weiter.
'iadelme antwortete etwas auswei-
chend. daß sie viele glückliche Stunden
dort verlebt habe.
Frau Harper war befriedigt. Sie
hatte alles erfahren, was sie wissen
wollte. Madelines Vergangenheit lag
klar wie der Tag vor ,hr. Ob sie recht
yatlei
Und jetzt war Madeline wieder da-
he:m. Glühend vor Aufregung, mit
strahlenden Augen, voll Stolz auf das
Geld, das sie in der Tasche trug, stand
sie vor dem erstaunten, blassen Lau-
rencec, der gerade heute besonders
krank aus ah: denn die engen Stuben
und schlaflosen Nächte zehrten seine
ohnehin schwache Lebenskraft vollends
auf.
Baby schlaft", begann sie mit einem
besorgten Blick auf die Wiege. Nun.
so kann ich dir gleich olles erzählen,
was ich erlebt habe", fuhr sie fort, in
dem sie Hut und Handschuhe ablegte,
die Schreibereien- ihres Gatten beiseite
schob, ihm ein Glas Wein einschenkte.
ein Biskuit daneben legte und sich ihm
gegenüber auf einen Stuhl niederließ,
was alles im Verlaufe von drei Minu
ten geschehen war.
Ich sehe, du bringst oute Nachrich-
ten mit. Maddie!" sagte Laurence. der
ihre unterdrückte Aufregung und ihre
glänzenden Augen bemerkte.
Gute Nachrichten. ,a. und Geld da-
zu!" rief sie. ihr Portemonnaie aus der
Tasche ziehend und mehrere Banknoten,
sowie verschiedene blinkende Goldstücke
vor sich hinlegend. ,O. Laurence. ge,
liebter Laurence. ich bin so glücklich!
Nur in einer einzigen kleinen Ecke mei
nes Gewissens bin ich nickt ganz ruhig;
ich fürchte, du wirst mir in einem
Punkte zürnen, und doch gab es keinen
anderen Äusweg! Ich weiß gar nicht,
womit ich anfangen soll, aber vielleicht
ist's am Besten, ich sage dasSchlimmste
gleich zuerst. So höre denn: ich bin
jetzt wieder Madeline West: sie wissen
nicht, daß ich mich verheirathet habe."
Madeline. du sprichst wohl nicht im
Ernst!" rief Laurence auffahrend.
.Doch. Laurence: aber bitte, verdam-
me mich nicht eher, als bis ich dir alles
erzählt habe! Tu weißt, in welcher
Lage wir waren, als ich fortging, und
daß ich die Reise nur mit dem Opfer
meines Trauringes ermöglichte. Nun
also höre weiter! Ich wurde gleich nach
meiner Ankunft in Frau HarperS Pri.
vatzimmer geführt, wohin man zu mei
ner Zeit die Schülerinnen nur dann
ne?, wmn irgend eine schlimme Nach
richt ihrer wartete. Die lte Tome bat
einen Schlaaanfall ' erlitten. Seiina ist
mit Herrn Murphq verheiia'het. beide
sind nicht mebr im Hause und die An
sialt ist im Rückgänge begriffen. So
standen d:e Dinge bereits, ali ein Brief
von meinem Pater eintraf, der künfhun, i
derl Pfund Taschengeld"für mich eni
hielt, und die Damen natürlich sehr
angenehm überraschte. Selbstverständ
lich hegten sie nun keinen sehnlicheren
Wunsch, als mich aufzufinden", hier
yieit taveime mne, um Alyem zu
schöpfen. .Nein, unterbrich mich setzt
noch nicht! vat ne mit aufgehobenen
Händen, als Laurence den Mund zum
Sprechen öffnete. .Frau Harper gab
mir PapaS Brief zu lesen. Er hatte
sein ganzesAermogen verloren, ist lange
Zeit krank gewesen und hat nicht schrei
den wollen, bis er wieder ein reicher
Mann sein wurde. Jetzt ist er von
Neuem Millionär, gedenkt, demnächst
nach England zurückzukehren, und setzt
voraus, mich noch ,n dem Harperschcn
Institut zu finden, natürlich als Fräu
lein West. Ich werde also einst eine
reiche Erbin und soll Papas Hausstand
leiten; aber denke dir. liebster Laurence.
er hatte bereits von dir gehört! Maqaie
Wulmson, das kleine Klatschmaul, hat
te einen Koustn in Melbourne, der dort
Regierungsdeamter war. und dem sie
immer dicke Briefe schrieb: und nun be
drohte er das heißt mein Vater
mich mit den schrecklichsten Dingen,
wenn ich mich unterstehen würde, einen
armen Mann zu heirathen. Sollte ich
ihm. her ganz andre Absichten mit mir
hatt:, m diesem Punkte ungehorsam
em, so wurde er mich ohne einen Pfen
niz vor die Thur setzen und es mir
überlassen, mein Brot durch meiner
Hände Arbeit zu verdienen!
Wie du ja schon thust! warf Lau
rence in bitterem Tone ein.
Ja," fuhr Madeline mit verzweif-
lunqsooller Eeberde fort, .ja, ich be
muhe mich; ober was sind denn neun
Schillinge die Woche für drei Menschen:
ur dich, mich und Baby? Und sieh, als
dann Frau Harper beim Anblick meiner
rinzlosen Hand wie von einem drucken
den Alp befreit ausrief: .Gott sei
Dank. daßSie nicht verheirathet sind!
da fuhr es mir wie ein Blitz durch den
Kopf. Ich sagte nicht, daß ich unvcr
heirathet sei und machte mich keiner di
retten Lüge schuldig, aber ich ließ sie bei
hrem Glauben. Die Beriuchung war
zu groß. Das Geld, das dir die Ge-
undheit wiedergeben konnte, lag da vor
mir; ich brauchte nur zuzugreifen! Sieh,
Laurence. ich sagte neulich, ich wurde,
wenn es nöthig sei. für dich stehlen;
ober wenn ich das Geld nahm, war es
doey eigentlich kein Tiebstahl, sondern
es war mein Geld; Papa hatte es für
mich und zu meinein Gebrauche ge-
chickt! Bist du mir nun sehr bose, Lau
rence? Verachtest du mich, weil ich das
gethan habe?" schloß sie, demüthig zu
dem satten ausblickend. .
Nein. Madeline. armes Kmd. du
konntest nicht anders. Der Hunger
teht dir ja auf dem Gesicht geschrieben.
und dabei hast du für einen kranken
Mann und ein Kind zu sorgen! Dein
Vater hat. wie du sagst, seine Absichten
mit dir, und ich wäre eigentlich neugie
rig, zu erfahren, wie ihm", hier deu-
tete er aus sich und die Wiege, .dieS und
dies ?n den Kram passen wurde. Was
mich anbetrifft, so werde ich nicht mehr
lange ein Hinderniß fein, aber das
Kind, Maddie. daS Kind....!"
O, sprich nicht so. sprich nicht so!"
schrie sie beinahe laut auf. .Glaubst
du. daß ich meine Pläne ohne euch ge
macht habe? Thue ich nicht alles, alles
für dich? Wenn ich eine falsche Rolle
spiele, lüge und heuchle, geschieht es
nicht für dich, für dich allein? Sage
mir nun nicht, daß es dir nichts nützen
wird; denn müßte ich das denken, so
würfe ich ganz einfach die Flinte in's
Korn. Mein einziger und ausschließ
licher Zweck ist ja nur. Zeit zu gewin
nen, bis du dich erholt hast und im
stände bist, durch die Arbeit in deinem
Berufe für uns zu sorgen. Ist dies
Ziel erreicht, habe ich alles gethan, um
unS den Weg zu ebnen, so werde ich
meinem Vater sagen, daß ich verheira
thet bin. und verstößt er mich dann,
so habe ich dich und du hast mich! Was
sollten wir aber ohne dies Geld machen.
daS wir brauchen, um den besten Arzt
zu Rathe zu ziehen, die beste Nahrung
für dich zu beschaffen und eine Luft-
Veränderung vorzunehmen?" fuhr sie
fort und sah ihn mit einem großen.
tragischen Blicke an. Ich kam mir
mit der Aussicht auf dieses Geld vor.
wie ein zum Tode Verurtheilter. der
plötzlich erfährt, daß er begnadigt ist.
Und nun sage mir. Laurence .daß ich
recht gethan habe, bitte, sage es!" wie
derholte sie und streckte ihm mit einer
reizenden, bittenden Geberde ihre bei-
den Hände entgegen.
Nnn. mein geliebtes Kind, daS
kann ich nicht sagen; aber ich will zu
geben, daß die Versuchung unter den
gegebenen Umständen eine sehr große.
fast unwiderstehliche war".
Tann bist du mir wenigstens nicht
böse?"
.Nein. Maddie, viese Versicherung
kann ich dir aus tiefstem Herzens
gründe geben. Wie könnte ich Dir böse
sein, da ich ja selbst die Ursache bin.
da du alles für mich gethan hast! Das
Schlimme ist nur. daß späterhin für
dich eine Menge von Schwierigkeiten
daraus entstehen kann, die ich mit dem
geübten Auge deS Juristen bereits kom
men sehe. Schwierigkeiten der bedenk
lichsten Art. in die ' du dich verwickelt
finden wirst. , e!ne liebe, harmlose
Maddie; denn du kennst wohl das
Sprichwort:
I M H"
V
Mit großen Zemn. !
Humoreske von Rcsa.
.?tt tn 1 k, K r, rt,
: t! WH f8r '!.
sForijna. folgt.)
Etoilkurzer. ,:er (all
das Schauspielhaus um zwanzig
Nothsusgänge vermehrt wird): ,Em,
roreno: i: rc.at tin Anderer
it schreibe!."
?!
TaS Konzert war bcedct. Seme
Durchlaucht, Fürst S. hatte dasselbe
out fetner Anivcsciihcit beehrt, iirjr
eine sclostversaßte Komposition aus.
sührcn zu hören. Dieselbe war zu
scincm lebhaften Beifall unter dem
Jubel des Publikums gespielt wor
den, und die vier aiisfuhrcildcn jiaM'
merniusiker, zum Zeichen der Aner
kennuiig von Seiner Durchlaucht
nachher zum Souper befohlen. ,
Eine große Ehre, unö gewiß auch
ein vorzügliches Mcnu," flüsterte
ict Cellist dcni zweiten Geiger z.
Letzterer, ein kleiner, chlanker
Herr, mit krausem, blondem Haar
fiel Fremden gewöhnlich durch feine
Totenblässe aus. Seine Bekannten
hatten sich längst daran gewöhnt.
Smch hatte er die Eigentümlichkeit zu
erbleichen, wo onoere erröteten,
iibrigeil war er ein keriigesunder.
sehr stiller, bescheidener Mensch,
Ich wollte, es wäre erst so weit,-
fliisterte er zurück. Ich habe einen
Hunger, einen kannibalischm Hun.
gcr: saz ich Ihnen. Man speis:
nicht alle Tage mit einem Fürsten,
deshalb habe ich mein Mittagessen
stehen lassen."
Das war sehr leichtsinnig voi:
hnen, Zöllner," mibbilligle der
Cellist, darum knurrte es immer so
l.eben mir gerade bei dein süße
tcn Adagio. Das war also Ihr
Magen!"
Meine Herren Seine Trch
taucht, iütt . "
Die Flügeltüren öffnen sich, der
Zürst tritt, gefolgt von seinem Ad
zu tauten Freiherr von Althen, ein.
Für jeden hat der Fürst ein srcund.
lichcö anerkennendes Wort. Cchliesz
lich bleibt er bei dein Lkalvierspicler
stehen, in cm lebhaftes Disput über
eine Stelle in seinem Scherzo gera
tcnd.
Man plaziert sich um den silber
blitzenden Tisch. Auch der Cellist
wird nun mit w das Scherzo!liemc
verwickelt. Adjutant Freiherr von
Althen fixiert niiausgejet den ihm
vis vis fiycnöeii Zöllner, der ihm
durch seine Blässe und sein Stillsein
missällk.
Ihrem Herrn Kollegen schemi
nicht wohl zu sein". nedU er sich
t-noum an oen enicn kscimt.
Hospa!" sagt dieser, und gerät
sofort über diese Aniivort in die hos
tigste Verlegenheit. Er hat sich an
gewöhnt bei allen passenden und im-
lcienoen ciegemjciicn ijoplar zu
sagen.
Der Adjutant , mustert ihn er
auiit.
..Zöllner! fehlt Ihnen etioas?'
iahrt der Geiger, um seine Berle.
ginheit zu verbergen, nun hastig aus
oiesen lo.
Zöllner, der vier Auge sorschend
ou sich gerichtet sieht, erbleicht. Mir
fehlt nichts agt er, und schlaat
reriegeu die rlugen nieder.
Knurrrrrrr!" sagt aber statt sei
ner, sehr hörbar, sein Magen.
er mvt hält mitten im Sake
iv.m und lieht lich ittrnrunzelnd um
'-agen Sie, liebiter Althen ist
bier etwa eine Katze? " iracite er
sthr nervös ich verhehle nicht.
daß ich einen heftigen Widerwillen
vor diesen Tieren empfinde."
von Altyen hebt das Tischtuch in
die Hohe u :d heftet dann seine
großen blauen Augen ftrasend auf
Kellner.
Es war nichtö, Durchlaucht ei
er der Herren ruckte nur mit dem
itühl"
Knurrrrrrr".
Zöllner könnte sich selbst ermor
den. Wenn doch nur die Suppe
käme." betet er stumm. Er gleicht
let Verlegenheit jetzt einer sterben
den Teerose in seiner Alässe.
Auch der Fürst wird nun auf
merksam, und nickt ihm leutselig zu.
Ah so! vergehe! leiden, scheint
es, am Magen, kenne daö. leider
f'bst. Alles Schwere meiden, besorg
ders abends ja ja! also Cis.
ii.'sk ci'.o . 'x i .
u tiitutcii voics um nvie trr
'ch wieder an den CeUisten.
xie Siipve erscheint und duftet
verführerisch. Ter arme magenle:.
denöe", hungrige Zöllner konstatiert
entzückt, daß ei Krebssuppe ist, die
er besonders gern mag. Er beugt
sein blasses Besicht aufatmend über
die feuerrote, dustende Suppe,
Knurrrrrrr!" sagte noch einmal
sein Ttaam. Ter Fürst blickt auf
ein Wink an den Bedienten, und zu
Zöllners unaussprechlichem Entsetzen
nimmt plötzlich eine weiß behand
schuhte Hand ih,r. den Teller vor der
Nase weg.
Empört fährt er aufda sieht er
sjro.de in des Fürsten lächelndes Ge!
sicht. Er hebt schelmisch drohend den
Finger.
Ja nicht! mein Lieber das ist
Eist für Sie! Auch vor den Forellen
warne ich Sie sehen so unschuldig
cns, und liegen nachher wie Blei im
Magen. Cm Stückchen Nchrücken
das ist das Beste für Sie."
Zöllner senkt resigniert sein Haupt
zum Vider'pruch ist er viel zu
schüchtern.
.?ia wart, wenn die Forellen lotn
Ein wahrhaft Großer.
Mndelssohn . Barthold
- Mensch.
al
men," denkt er grimmig, da will ich
meinen Tcllcr schon hübsch fcithal
tcnl" , klit
uppe ver cymlnou, eine
Platte blauer, fcyon aesleckler tfom. n?lir MenoelLlolm ist als roner
n.!..i r':YY -..ci.:jr. ..--I. u---
icn er ujcmi. o"" uiciaii vvr Miikii- und fr nf nn arr -lfmiinnii
Of..C - tx. IfU. "i " ,....,.... ....r....1.
ll regnng n roini lu aie uuae iMnnt- sip.-iTc Jen finrf Nst Cto
. . .. ... . . t I -w w u. .....
cur oen uuriicn, zgleia, mu vciocn fäna(. un3 au6 Qüt mttm Wände,
beliebten Jean Paul trug viel dazu
i, mm citjtuuuujcH yuiuus zi4
begünstigen, in dem sentimentale
Schwämrerei und Witz zusammen
wirkten. . , . . '.
Welch inniger Freundschaft Felrj
fähig war, zeigt in seinen Iü,ig
lingsjahren das Verhältnis zu dem
Hände lrampjhaft
ftsthaltend.
Adjutant Freiherr von Althev
steht plötzlich hoch und schlank neben
ihm, und klopft ihm leise auf die
Schulter.
Bitte, folgen Sie mir!" flüstert?
er ihm lese zu.
Xcc arme Zollner it viel zu
sckmchtern, um einen Einwand zu wa
gen. .Hofsentlich dauert es mch'
lange, seufzte er ninerlich, und
wirft einen verzehrenden" Blick auf
die iorellen, von denen eben der
Klavierspieler eine unglaubliche Por
tion auf feinen Teller ladet, dann
läßt er sich stumm fortführen.
Durch eine Reihe Zimmer geht der
Weg endlich in einen finsteren
Storni, drückt Freiherr von Althen
den vollkommen verblüfften Zöllner
auf ein Sofa
So," sagt er, bleiben Sie hier
aanz ruhig fitzen!"
Aber," versucht Zöllner mit der
Krasl der Verziveislung
Bleiben Sie ganz ruhig!" unter
l richt ihn von Althen. Barten Sie
- da! so!
lind der arme Zöllner befindet sich
plöhlich unter einem Guß Eau de
Cologne .daß ihm Hören und Sehen
vergeht.
während er noch die hestig bren
nendiii Augen reibt,- ist die Türe
schon zugesaUen und Herr von 2ll
ll.cn fortgeeilt.
Ich wem gar nicht, kvas der von
mir will," frägt sich der Aermste fast
weinend, ich bin doch kerngesund
bloss der Hunger! Wenn er dock
mir wiederkäme, das halte ich nicht
mehr lange auö und die Forellen
gehn wahrhaftig vorüber und ich sitzt
hier wie ein Hund im Tunkeln und
kriege kerne Gräte
Tech es bleibt alles still, zuweilen
dringt ein Ton wie Gläserklingen
herüber zulveilen unterbricht ein
.nhemilicheZ Knurren seines gefol
rerein Wagens stille, dennoch ist
er viel zu schüchtern, um sich allein
in den glanzersüllten Taal zurück zu
wagen.
seine,! Teller ' hnt(b r,L.lb unb malh ...,d "verwohn e,, Eduard Decent, den
,; i.. ihr.r rühren ss. er echt berlinisch gern ..Ede- nannte.
tümlichen Einfachheit als 'Abschieds
klänge bei der Trennung von Ver
wandten und Freunden ruehmilts'
voll durch unsere Seelen. Auf dem
Klavier lernen wir die Lieder ohne
Worte" kennen. Paiittis" und
,Eliaö" mit ihren frommen, hcili
gen Klängen wecken Schauer der
Andacht im Gemüt und auch alle
anderen Werke atmen die Tiefe ei
nes reinen und edlen HerzcnS. Ta
her dürste cS recht interessieren, den
Menschen naher kennen zu lernen,
der so viel Großes und Schönes
schuf.
sowie zu 5ilingcniann, dir spater
zur Gesandtschast nach London ver
fetzt wurde. Mit ihm machte er je
ne Reise nach Schottland, der wir
die bekannte Ouvertüre zu den He.
briden" und die wunderschöne, poe
tische Schottische Sinfonie" verdau
ken. Klingemann war es auch, der
den Freund in schwerer Krankheit
fern von der Heimat pflegte. Eine
solche Aufopferung vergaß Felix'
weiches, dankbares Gemüt nie; in,
dieser Stimmung weihte er dem ge
treuen Pfleger drei rciMde kleine
Capriccios. Tie Bescheidenheit seiner
! nnhprnpir IINtI5 nnrn ner ytnrtsi
am 3; Februar 1800 tourbc gclii ling bei. Seine grobe Verehrung
Mendekiohtt m Vttlm geboren. fiir Lehrer und Erzieher tritt bejon
an um einte cuui-itc üu' icrS. in hh,pm mrien pm-Firnun ne:
gen den oft groben, zopfigen und in
musikalischer Hinsicht vielfach über
schätzten Zelter hervor. Als Men
delssohn nach Zelter Tod nicht die
in yervorragenoes runillorlMs
Talent wurde frühzeitig von der
strebsamen Mutter erkannt, die
ihren. Kindern selbst den ersten Kla
vierunterricht erteilte: später traten hwti her N?rli 1,,.
6ci Felir noch Geigenstnnden hinzu erhielt, deren gegeignetster Di
Trotz seiner groben Fähigkeiten und nüot cr fcn e, hals ihm
seines früh entwickelten .Kompost
tionstalents blieb ihm zede Eitel
keit sogeiiannter Wunoerlinder sern
Er wollte nie gelobt cm. immer
nur vorwärts sireben. Im Eltern
Hause lernte Felir trotz deZ Reich
tnms seines Baters, der fein Haus
mit ausgesucht seltenen und teuren
Kunstwerken schmückte,' groge bin
fachheit und Bescheidenheit kennen
Er konnte nur über geringes Ta
schcngeld verfügen und die Abhän
gigkeit von seinen Eltern, die ihm
lanae auferleat blieb, erzeugte in
seinem reichen Gemüt nur Ehrfurcht
und Pietät, niemals Eigenwillen
und Trotz. Namentlich war es der
Batcr. .der eine grosze Verehrung bei (,rnf
v ..... j..-..s- r, c ...1 uluuJ11-'
ULIIi Ijl-UIHU UUi IHUlll JUIUULIl UU'
noß. weil er seinen künstlerischen
Bestrebungen das größle Verständ
nis entgegenbrachte. In dem Gar
tcnsalon seines vornernnen Hause
an der Leipzigerstrafzc, in dem
später das Herrenhaus seinen Sitz
Leim
hatte, sanoen regelmäßige on
I. ... r . , v v.. . . . i. I VJ Mll VU "V viii)! li
Endlich I Es nahen pornklirrnide iUB,:lllUl!1 i'"' -"'""" ebenso kdie denjenigen des ehr
krnj iiiiu cuic wu;u'i.it.t ' (jiiiiiu
waren, chon ais zwolsiayriger
Knabe auf einem durch Kissen cr
höhten Stuhle sitzend, dirigierte Fe
lir die Sitzenden, die um den
tisch des Wohnzimmers versammelt,
seine ersten kleinen Opern gejang
lim einübten, wanreno nanm am
Lilavier safz. Aber nicht nur da
musikalische Talent, auch die vielsei
.5.. rtt :i - -t iv . irn..A.fs
uac MI lesviioung ver z'tenüay
fohnfchen Kinder erhielt im Eltern
Hause die beste Stohrnng. Ter Va
ter Paul Heyses, Profesior Heyje,
war Felir' Lehrer während der
Knabenjahre. Er bereitete ihn fiir
die Universität vor, die er später in-
Berlin 'besuchte.
Stücke wurden ost
Rollen im Familien und Freundes
kreise aele en,, der Unterricht ' im
Landschastsvickmen durch eine be
rühnite Kraft gepflegt. Das Grie
chische lernte der Knabe mit Eifer,
seit sich seine jüngere Schwester 3ie
belka an dem Unterricht beteiligte,
Zelter, der langjährige Direktor der
Berliner Singakademie, wurde fein
Lehrer im Gencralbafz. Ein aus
Schritte, die Tür wird leise geöffnet
Freiherr von Althen steht vor
dein ganz Erschöpften.
..Nun geht's jetzt besser?" fräg?
cr ireundnch.
Mir fehlt nichts," stottert Zöll
ner.
Ja ,ja Ruhe und beaucme Laa
die wirken manchmal Wunder!" nickt
er nun ober kommen Sie
..ott ser Tank!" stöhnt Zöllner
Itile. Wieder offnen lich Türen
man Hort . lebhaftes, animierte
Durcheinandersprechen dann lau
us Stuhlrucken.
oeoen iieyen oie zerren vom
mische auf.
Hopsa, Zöllner wo stecken Sie
denn eigentlich? Diesen Rehrückeiizu
verjanrnen, und diese Forellen, da
verstehe ich nicht!"
Aber Zollner, was machen Sie
für Aachen?" fragt der Kla.
vierspieler unwillig. - Seien Sie
froh, das? Seine Durchlaucht so ver.
funken m unser Geiprach war, daß
ei Ihre Unart gar nicht gemerkt
vat.
Zöllner! ich begreife Sie
das heitere rheinische Leben in Düs
seldorf und feme ihn dort befriedi
gcnde Tätigkeit über diese Enttäu
jchiing hinweg. Gegen Fürsten und
Grosse verhielt sich Mendelssohn
stets achtungsvoll, ohne allzu devot
zu weiden. Ter kunstsinnige König
Friedrich Wilhelm IV. von Preu
den. der Mendelssohns sinniges,
wunderbar ausgeglichenes Klavier
spiel und besonders die Komposüio
nen zu antiken Trauerspielen, wie
Antigone" hochschätzte, suchte ihn
dauernd an Berlin zu fesseln. Zu
gleicher Zeit war Mendelssohn Di
rigent der Gemandhanskonzerte zu
Leipzig, die er zu hoher Blüte
Er suhlte sich in dlezem
Beruf glücklich, wurde dort hochgc
ehrt, das Leipziger Musikleben sagte
ihm besser zu als das Berliner:
seine häufigen Reisen nach Berlin
und die damit' verbundene Unruhe
strengten ihn an. So muszte er von
dem Gedanken zurücktreten, den
Wunsch des Königs zu erfüllen,
mu
sikalischen Königs von Sachsen, dee
ihn auch zu regelmäßigem Vorspie
len gewinnen wollte. Ein solcher
Zwang widersprach seiner Künstler
natur.
Grosz war fein Talent im freien
Phantasieren, einer damals sehr be
liebten Kunstform. In" der , Art,
wie Mendelssohn die halbvergeZje
nen Werte evaumn actis wtcoer
aufleben ließ und zu. vollster Gel
tung brachte, zeigte er d,e ganze
Grösze seines musikalischen Verstand
nisses. Seine reiche Phantasie tritt
uns mächtig m der Walpurgis
nacht" und in dem Bruchstück der
OnrnU'i4 srnriflm fpfjfnn fiiihcr im
f g tj 1 vikivt , v.ivk v'- viv.fc
iiatezpearciaze , 9f u ,,.,,.,, Qesm
mit verteilten l.s, r,u' , h,,frMso.i'
Ui;LC l-JUiiW tl ItUlij UjJtlUb-.ft
Stoff für eine deutsche Oper ge
sucht und sich ichlienlich der sagen
romantik zugewendet: da risz ihm
der Tod jäh die Feder ans der
Hand. Gleich seinen Eltern und
der ihm geistig ebenbürtigen Schwe
nickt " fäftrt mm öurfi w - erlesener Kreis berühmter Männer
Geiger aus ihn los. So benimmt und Frauen verkehrte zwanglos im
k.-.an sich doch nicht, wenn man mit Mendelssohnschen Hause. Wir nen
Fürsten speist!!" nen nur einige Namen: Rahcl und
Nur der Fürst selbst wendet fidb ihr Gatte Barnhagen von Ense,
lächelnd und gnädig zu dem armen Heinrich Heine, Henriette Herz,
Zöllner: Sie sehen blan aus. mein
lieber," sagt er freundlich, hoffent.
lich bekouunt Ihnen das fpäte Essen
man Ichiecyr. Ich hoffe, der Abend
ljk snr le em so genußreicher gewe
Eduard Tevrient u. a. Die Freund-
schast mit dem letzteren, der zugleich!
ein bedeutender Sänger und Schrift.
sleller war, liefe eine Reihe geist und
gemütvoller, auch
fter Fanni erlag Mendelssohn dcn
Folgen eincS Gehirnschlags im Al
ter von 23 Jahren.
Was ein Mensch von solchen An
lagen des Geistes und Gemüts sei j
ner, engeren Familie als Gatte und 4
Vater gewesen, bedarf kaum der f
Besprechung. Sein am i. Novim i
ber 1817 erfolgter Tod erregte bc'
sonders in Leipzig, Berlin und Du!
seldorf große Trauer und Aufre
gung, denn Liebe, Freundschast und
Hochschätzung wurden ihm von al
len Seiten zuteil. Seme zarte Ge
I "l't4 I H Nl-HWl M4V14. WCKM Q"-V
ÜUM0nitltt)ei mnM-n i(.m s.n! s)r,i tu ioSor
en, wie für mich. Meine Herren!- Briefe entstehen die uns einen tieten Weise verschönte, überlebte den Tief
.ch wünsche Gesegnete Mahlzeit!" Einblick m el,z Seelenkben ge- trauerten nicht lange, von seinen
. . den Eme durch viel Sorgfalt, ern erbte keines das musMiS
unvoriicyllg. in iiaus. iroe inio iZreunoiazaii üerjajoint
mann hatte auf langes Drängen sei Jugendzeit übte ihren Einflufz auf
cenoelsfohns ganzes vcven aus.
Als ihn der erste schwere Schlag,
die Nachricht vom Tode seines Va
ters traf, war er kaum für Trostes
ner Gläubiger seine sämtlichen Au
szenstände zuriickbezahlt. Bald dar
aus ' wurde er schwer krank. Ein
Freund besuchte ihn. Ter Kranke
beklagte sich, dasz er stets verlassen fei worte zugänglich. Erst spater fand
sikÄi
fche Talent des Vaters. Beerdigt
wurde Felix Mendelssohn in Ber
lm neben seiner erst kurz vorher 1
verstorbenen Schwester Janm Hen
kc-l. mit der er im Lrben durck l
ches Streben eng verbunden war. I
Lin . . r. i - rv . , : an v r -: f . . '
slU!)ie i3eiii wienoms oirn aun
imh sasi kein Mensch sich um ihn be er in Ausübung feines musikalischen 0i,s dem 'cbcn scheiden so sie
kümmere Das kann dir nur mit Berufes, mehr noch durch seine Ehe fcinec aMtenSckö',
Recht geschehen," versetzte der Freund, mit der reizenden. Cäcilie Jeanre- b it (enen rien Mthen mei'
warum hast du deine Schulden be naud, Tochter eines Predigers aus
zahlt Teine Gläubiger waren gewilZ Frankfurt a. Tl., Beruhigung für
zu dir gekommen und hatten dir Ee. sein Ceclenlcid. Gemeinsames Str
scll'chaft geleistet!" - ben verband ihn mit seiner Schwe
Berlin. Bon zuständiger ster Fanni. der geistreichen Gattin
ene roiro mugcikni. van oie ru oes vou ianoig unmu ncuiicven
fungsnachweife dcr wissenschaftlichen lers Henscl. Bei ihrem frühm,
Befähigung zum einjährig-freiwilli plötzlichen Tode verlor er olle Fas.
en Tienst aemasz Baraaravb 91 der kuna. Ein fast zärtliches Verhalt
Wehiordnung künftia nicht mehr an nis verband Felir mit einer onmu
höheren Lehranstalten, sondern nur tigen jüngeren Schwester Nebekka.
durch die zuständigen Prufungskom. der späteren Gattin des Mothema
Missionen für Einjähria-Freiwilliae tikcrs Vrofesfor Tirichlet. Kaum
zu erhalten sind.
Poye kgvie. .ie lurzucy in
Spiez verfkorbene Tchloschrsltzerin.
Fra Gemufeus auS Z.'afel hat für
wohltätige Zwecke 800.000 Franken
testiert. Bedacht werden Spitäler
in Basel, die Tierschutzvcrcine in
Bern. Basel und Zürich. Für die Ar
n,en in Sxiez werden 10.000 Fr. be
stimmt.
konnte er sich in ihre Entfernung
vom Elternhaufe finden.
ltu, tu (tnicii itlUjiU'ii Vi'UUtll mik
.nHitltH tl) H h.nfA nT?IM.sM V.l. ,
Utiiutn, un.it j.iciiuu, nie c(
höheres Alter erreichten. Grc.
Reisen , nach Italien, Wien, VU
London hatten seinen ' Blick erweis
tert, ihm eine ' wellmännische Bil
dung gegeben. Der Kreis feinere
Freunde und Verehrer vergrößert
sich immer mehr,, seine kLnstlerischen
Eigenschasten wurden fast ollgemeii.
geschätzt. Große Mittel erleichterten!
es ,hm, seuiein guten Herzen fol?
gend, freigebig und wohltätig zi'.'
sein. Tie Art, wie er alle seini
saoen nno Vorzüge vernienoeie. w
pr tue (Pfiihii ner Vieh! icrriitii
Doch hatten Mendelssohns Eltern mh Achtung erwiderte, lassen
ein Charakterbild entstehen, das sich -,
unauslöschlich in die Herzen ein l,
gräbt: das Bild eines wahrhast grc
ßen und edlen Menschen.
l
Mit den kühn'ien Gedanken icß
nicht nur für die geiftiae Entmick
lung, ihrer Kinder gesorgt; ein klej.
ner Turnvlatz im Vaterhause bot
Gelegenheit für ' körperliche ucbun.
gen. Auch schwimmen uno Renen
wurde gepflegt, Lust und Humor
4a.
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oKwtiiuy.'- iu iiuu.iw! e iui'u i i;;c vyiniui.
meinsame Lektüre des damals sehrjden Staub von ihren Füßen.
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