Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, May 20, 1919, Page 8, Image 8

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    Seite 3-Tägliche OmM Tribüne-DienZtag, den20. Mai '1919.
Botschastdcs
Präs. Wilson
ini Wortlakt
Washington, 2. Mai. Präsi
dcnt Wilson unterbreitet heute dem
Kongreß folgende Botschaft: Meine
Herren vorn Kongreß I Ich bedau
ere cs lebhaft, bei Eröffnung der
itraTitzung des Kongresses nickt
anwesend sein zu können. Ich erach.
I? es immer noch als meine Pflicht,
an den VcrhaMungen der Fric.
dcnökoilferenz teilzunehmen und mei
nen Teil zur Lösung der zahlreichen
sZragcn beiziüragen; es sind Fragen,
die den Frieden der Welt berühren
und zu welchem die Ver. Staaten
Stellung nehmen müssen. Ich hielt
es für meine Pflicht, den Kongreß
um diese Zeit zusammenzurufen, da
es nicht weise ist, Angelegenheiten
im Interesse der Regierung länger
hinauszuschieben. Viele Bcwilligun
gen, die zaim Unterhalt der Regie
nmg und zur Ausführung mehrerer
Verpflichtungen für das Fiskaljahr
1913 1S20 absolut nötig find,
wurden noch nicht gewährt, und das
Ende des gegenwärtigen Fiskaljah.
res ist nahe; diese Bewilligungen
aber können nicht länger auf sich
warten lassen. Deshalb lenke ich
Ihre Aufmerksamkeit auf diesen sei
tischen Umstand. Es dürfte Wohl
kcnrm nötig sein, Sie daran zu erin
nern, daß Sie dieser Angelegenheit
volle Aufmerksamkeit schenken.
Ich werde mir nach meiner Rück
sehr die Freiheit nehmen, Sie von
dein, was während der letzten Mona,
te feit Beginn des Waffenstillstandes
die ganze Welt bewegt, in Kenntnis
zu fci'cn. Es würde , verfrüht fein,
dieselben zu besprechen, oder sich ein
Urteil darüber zu erlauben, ehe nian
sich am Friedenstisch vollständig klar
darüber geworden ist. Ueber ein.
beimische Gesesgebung vermag ich
infolge meiner Abwesenheit von den
Ber. Staaten und des Fehlens enge
reu Zusammenhanges mit den Herr,
fckenden Verhältnissen keine Empfeh
lungen Zu machen und muß ich mich
sonnt auf den Rat derjenigen ver
lassen, die mit einheimischen Proble.
rnen in enger Verbindung gestanden
haben. - ,
Es gibt indessen 'mehrere Fragen.
5iie dringend der Lösung harren, und
welchen ich notgedrungen jetzt meine
Aufmerksamkeit schenken nrufz, wenn
auch nur im allgemeinen. Ich wage
zu behaupten, dasz ich Ihnen hierbei
aus der Seele spreche: ich hoffe, daß
ich mit Ihnen einer Meinung bin.
Die Frage, welche in allen Lan
dern inmitten des gegenwärtigen
großen Erwachens im Vordergründe
steht, ist die Arbeiterfrage, und ich
glaube, daß ich hierüber genügend
unterrichtet bin. schon wegen der
czründlickzen Besprechung derselben
bei Einsetzung des internationalen
Arbeiterbureaus, um Empfehlungen
machen zu können, um so mehr, da
dieselben im Interesse unseres eige
nen Volkes sind.
Unter der Arbeiterfrage verstehe
ich nicht die Frage gründlicher indu
strieller Produktion, auch nicht, wie
Arbeit erlangt nnb wie sie in diesem
großen Prozeß des Unterhalts der
Bevölkerung gewinnbringend in der
kommerziellen und industriellen Welt
angewendet werden soll. Ich meine
jene viel größere und wesentlichere
Fragen, wie jene Männer und Frau
en, die in der Welt die Tagesarbeit
verrichten, um ihre Lage zu ver.
bessern, glücklicher gemacht, ihnen
von den Gemeinden und Industrien,
die sie durch ihre Arbeit erhalten,
besser gedient werden kann,' wie il
nen alle Vorteile als Bürger und
?enschen zuteil werden können.
Wie es jetzt ist, kann es nicht wei
ter gehen. Schon jetzt find wir zu
weit gegangen. Wir können nicht
als Mtion im richtigen Lichte da
stehen und nicht als industrielles
l;'emeinwesen Erfolge ausweisen, fo
lange sich Kapital und' Arbeit fcind
Tut) gegenüberstehe, anstatt Teilha
ber im Geschäft zu fein, fo lange
sie einander mißtrauen und versu
chen, sich gegenseitig zu übervortci.
len.. Beide sind in eine Sackgasse
geraten, von welcher es keinen Aus.
weg zu wirklicher Prosperität gibt.
Ticsem muß abgeholfen werden. Der
einzuschlagende Weg muß nicht nur
dazu führen, sich gegenseitig gefällig
zu erweisen, sondern zu einem wirk
lichen Susazmncnarbciten und zu ei.
um Partncrgelchaft. basiert auf
irklicher Gemeinschaft und Teiida
bcrschnft in der Gekchäftkontroge.
Zwischen Kapital wib Arbeit eri
vm ein gemeinschaftliches Interes
se; dasselbe aber ist noch nicht zur
Ausfübrung gebracht worden: zur
Xaikifi kann ei iyir dann gebracht
ircr'n, Iren öi.' nonnrie neu or
firmiert wird. Tir Gcnius unse
rer Se'ck,s'tle.?!.' und der arnindc
un'ttne i-crmsid unsrer äru-ifer
ich eine, denn t:?e i'kiAfrUtnlha-
t-.-r'cha'! ou:-ar!",-;len. wvald beide
ztieitit- cinj.ye.!, was für Ne
bedeutet, was sie suchen und Hand
in Hand arbeiten.
Arbeitergesetzgebnng ist in- der
Hauptsache eine 'Angelegenheit der
einzelnen Staaten; aber, der neue
Geist und die OrganisationLmethode
können weniger durch Gesetze als
durch den gesunden Menschenverstand
und freiwilliges Zusammenwirken
zwischen Kapital, Geschäftsleitung
und Arbeitern geregelt werden.
Turch Gesetzgebung kann nur sehr
wenig von dem. was angestrebt wird,
erreicht werden. .Diejenigen, lvelche
wirklich neue Beziehungen zwischen
Kapital und Arbeit wünschen, kirn
nen leicht einen Weg finden, dieses
zu erreichen: und möglicherweise ver
mag bk Bundesgesetzgebung mehr
in diesem Sinne zu erreichen, wie
Staatsgesetzgebung.
Ter Hauptzweck oller Reformen in
dieser Hinsicht muß die wahre Te
rnokratisierung der Industrie sein,
basiert auf vollständige Anerken
rnmg des Rechts jener Leute, welche
arbeiten, gleichviel in welcher Stel.
lung. Positive Gesetzgebung in die
ser Hinsickt ist praktisch. Schon in
einer Beziehung hat der Kongreß
den Weg zur Reform eingeschlagen,
indem er das Achtstundengesetz dort
einführte, wo er Kontrolle hatte. Er
hat darnach gestrebt. . der Kinderar
beit ein Ende zu machen, und wird
hoffentlich damit Erfolg haben. Er
hat geholfen, daß in gefährlichen
Industrien Leben und Gesundheit
der Arbeiter geschützt werden. Er
kann jetzt weiter, helfen, indem er bei
der öleuorganifation der Industrien
mit Hand anlegt? Internationale
Körperschaften werden in Verbin.
dmig mit der Völkerliga geschaffen,
um die Lage der Arbeiter zu ver
bessern; wirkliche Reform aber kann
nur von einer Natioil ausgehen, de
ren Individuen, Korporatiönen und
Gesellschaften aufgeklärten Geistes
find. Tie Mitglieder des Komitees
für Arbeiterangclegenheiten beider
Häufer brauchen von mir keine Vor.
schlüge, auf toelcke Art und Weise
sie vorgehen sollen. .
Wir müssen darauf sehen, daß die
zurückkehrenden Soldaten Arbeit er.
halten, die ihnen zusagt; dieses kann
geschehen' indem wir das vorn Ar.
beiterdepartemcnt eingesetzte Arbeite
nachweisungsbureau beibehalten und
neuen Unternehmungen Tore und
Türe öffnen. Ter Sekretär des In
neren hat bereits darauf aufmerk.j
fam gemacht, wie ansgcmusterte Sol
daten unentwickeltes Regicrungsland
der Kultur erschließen können. Der
Kongreß sollte sich mit dein Plan
des Sekretärs des Inneren cina
hend befafsen.
, Unserem Handel und Wandel
wird in naher Zukunft vorzügliche
Gelegenheit geboten werden, sich zu
entivickeln. Es ist dieses aber nicht
allein, woran ich denke. Viele gro
ße Industrien sind infolge des Krie
ges heruntergekommen und , harren
auf den Wiederaufbau: in vielen
Teilen der Welt mangelt es nicht an
Geisteskräften, willigen Händen oder
Organisation, sondern an Maschine
rie. Rohmaterial und .Capital. Ich
glaube, daß unsere Geschäftsleute,
Kaufleute, Fabrikanten und Kapita.
listen einsehen werden, daß Prospe
rität in einem Teile der Welt der
jenigen in dem anderen Teil Vor.
schick leistet; daß unser Handel mit
anderen Ländern, kwlcke unserer
Produkte und unseres Geldes be
dürfen, rate Völkern den Gedan.
ken beibringen muß, daß wir deren
Zreunde sind, weil wir ihnen hcl-
fen.
Unsere Handelsschiffe, die in eili
chen Weltteilen als zerstörende öZe.
bcnbuhler betrachtet wurden, werden
sich jetzt als hilfreiche Rivalen er
zeigen und als Tiener herzlich will
kommen sein. Unsere großen Schiffs
bauhöfc, alte und neue, werden der
Welt eröffnet und allen seefahrenden
Nationen diennbar gemacht werden.
Tie durch den Krieg verloren gcgan.
gene Tonnage wird schneller, wie
nian erwartet, wieder ersetzt werden.
Ich möchte nur hervorheben, daß
amerikanischer Unternchniungsgeis!
eine reime Quelle sür ferne Produkte
in frcmdcil Ländern finden wird ;
dort werden amerikanische Kaufleute
als Freunde und nicht als Gegner
gefürchtet?, empfangen werden. Aine.
rika hat einen großen und ehren,
vollen Tienst zu versehen, indem es
die komnicrziellen und industriellen
Unternehmungen der Welt wieder
in normale Bahnen leitet und ihnen
guten Üxefyt gemährt. Alle unsere
Gesetzgebung- sollte diesen Plänen
freundlich gesinnt sein. Tenn üte
dit und Unternehmen werden durch
entsprechende Gesetzgebung bezüglich
der Steuern geholfen werden. Ich
hoffe, daß der .Kongreß es möglich
finden wird, das Bundcssteucrsystem
in Wicdererwägung zu ziehen, da
mit dasselbe vereinfacht und die
Steuern weniger eine Bürde aber
dennoch hoch genug sind, allen Äcr
pfliäitungn der Regierung Rech
msa tragrn zu sönnen, Tie Job-
lcit. meld diese Verpflichtungen in
sich schließen, sind in der Tat groß.
okt nickt 'o gr:'st. daß es schinicrig
in. d:cse!ocu inozl-ä erivei'e in einem
M.nfchenalter fccü'eu zu können, ch
ne daß die Steuern erdrückend hoch
find. , Ungeheure Summen haben
wir jenen Regienuigen geborgt, mit
welchen wir in diesem Krieg verbun
den waren; cö sind b$ Guthaben,
keine Verbindlichkeiten; die Steuer,
zahler brauchen sich um diese nicht
zu sorgen.
Hauptsache ist, dafür zu sorgen,
daß unsere produktiven Hilfsquellen
so niedrig wie möglich mit Steuern
belegt werden, daß die Stcuerratcn
stabil bleiben und eine stetige Ein.
nahmcquclle bilden. Wir wissen,
woher die Steuern in der Hauptsache
kommen sollen. Es sind dies die
Einkommensteuer, Steuer auf über,
mäßige Prosite und die Steuer auf
den Großgrundbesitz. Alle diese
Stcucrquellcn können auf eine Art
klild Weise geregelt werden, daß sie
keine fchivcre Last für den Steuer
zablcr bilden. Eine Revision der
Einkommensteuer ist bereits durch ei
ne RegierungSaM im Jahre 1918
vorgesehen; doch kann dieselbe noch
erweitert werden. Tie Steiler auf
ungewöhnlich höbe Profite braucht
nicht lange auf jene Weise aufrecht
erhalten . werden, wie es zur Zeit
des Krieges nötig war, sollte aber
in gewisser Beziehung beibehalten
werden, um daran festzuhalten, daß
übermäßige Profite in entsprechender
Weise besteuert werden. Die Erb
schaftsftener sollte revidiert, und muß
eine dauernde Einrichtung nicht nur
für die einzelnen Staaten, fondern
auch für die Bundesregierung blei.
den. -
Viele kleinere Steuern, die durch
den Krieg nötig waren, können abge.
schafft werden, darunter solche auf
verschiedene Fabrikate und Retail
verkauf. Tie Kollektion war fchmie.
rig und kostspielig. Indirekte Steu.
ern sollten im großen ganzen beibe
halten werden; und die Tatsache, daß
die Steuer auf alkoholhaltige Ge.
tränke bald in Wegfall gerät, macht
es nötig, daß Gelder für die Re.
gierung andenveitig beschafft wer.
den. . Saäzverständige im Schatz,
amtsdepartenicnt werden Ihnen
hierüber besser Auskunft geben, wie
ich es kann.
Es liegt keine Notwendigkeit vor.
demnächst eine Revision des Tarifs
vorzunehmen, denn von keiner Seite
ist die anicrikanische Industrie ge
fährdet. Unser Land ist aus dem
Kriege weniger beunruhigt und we
niger geschwächt hcrvorgegangEn, wie
jene europäischen Länder, die wir
auf dein industriellen Gebiet als un
sere Konkurrenten betrachten. Te
ren Industrie ist größerer Schaden
zugefügt worden, wie der unferigen,
ibre Arbcitervcrhältnifse sind zerrüt.
tet, uns, es ist gegenivärtig nicht der
Zeitpnnkt da, organisierte Vorteile
zu erlangen. Tie Rekonstruktion.
arbeit allein wird die Arbeit und die
Hilfsquellen jener Leute auf Jahre
hinaus in Anspruch nehmend Von
deren Seite ist, somit in industrieller
Hinsicht nichts zu befürchten; ame.
rikanische Fabrikate werden im Aus
lande reichlich Absatz finden. Wenig,
stens sollten wir unsere im Jahre
1913 angenommene Tarifpolitik,
Rohmaterialien ohne Zoll ins Land
zu lassen, beibehalten.
Nichtsdestoweniger befinden sich in
unserem Tarifsvitem Teile, die so
fortiger Beachtung bedürfen. Tie
Kricgserfahrungen haben bewiesen,
daß es in vielen Fällen gefährlich ist,
sich im Bezug auf ausländische Vor.
rate zu verlassen und daß in der
Entscheidung über unsere Tarif-Vor
lagen die Beachwng der heimisckzen
Bedürfnisse sowohl in politischer als
auck? wirtschaftlicher Beziehung von
größter Wichtigkeit ist. Unter den
heimischen Industrien, welchen beson
dere Beachtung geschenkt werden soll,
befindet fiä) die Herstellung von
tarbstossen und verwandten Ebemi,
kalien. Unsere vollständige Whän
gigkeit in diesen Waren von den deut.
schen Lieferungen vor denr Kriege
ncf bet Unterbrechung diefes Handels
bedeutende industrielle Störungen
hervor. Tie .nahe Verivandtsäzaft
der Herstellung von Farbstoffen und
der von Explosivnofscn und giftigen
Gasen gibt dirscr Industrie eine ganz
außergewöhnliche Bedeutung und
Wert. Obwohl sich die Vereinigten
Staaten freudig und bereit dem Pro
grainm der internationalen Abrü
stung anschliefü wird, so ist die er,
folgrciche Aufrechterhaltung von nie
len kräftigen und woblausgestatteten
chemischen Werken doch nur ein Teil
der gebotenen Vorsicht. Tie dcutzchc
Chemikalien Industrie, mit der
wir in Wettbewerb zu treten haben,
war und wird vielleicht auckz wieder
ein gefährlicher und beachtenswerter
Konkurrent.
Fernerhin sollten die Vereinigten
Staaten Vorkehrung zum Schutze
ihres Handels treffen. - wenniinmer
derselbe van fremden Nationen be
droht werden sollte. Unser Tarn
Gesetz in seiner gegenwärtigen Fas
sung bietet keine Waise der Wieder
Vergeltung im Fall? andere Regie
Hingen Geiel-e amuchiuen sollten, die
grju'n ninerc Anschauungen lainen
und den rodüktl'n anderer Ländor
n!'r rnivriii den Vorzug geben. Cb
wohl wir nicht dni gering'icn Wnnich
zur Ausübung von Wicdervergeltmig
haben, so muß doch offen zuzezchen
werden, daß feindschaftliche Geschge.
bung öurch ander Lander nicht au.
ßerhalb des Bereiches der Möglichkeit
liegt und daß jolcher möglicherweise
durch geeignete Gesetzgebung unft.
rerseits begegnet tncrden muß. Diese
Anaeleaenbeit ist alücklirnenveile
gründlich von der Vereinigten Staa
tcn Tarif . Kommission studiert war.
den. Aus einem kürzlichen Bericht
dieser Kommission ergibt sich deutlich,
daß eS uns an Vorkehrungen und
Verordnungen fehlt, eine ebenmäßige
Behandlung in derartigen Fällen mit
anderen Nationen zu, erzwingen. Die
Aufmerksamkeit des Kyngresses wur.
de wiederholt auf diese Angelegenheit
gelenkt und die nötigen Schritte, die
l'cht von der Tarif . Uommission zum
Schutze unseres Handels anempfohlen
werden, sind im allgemeinen diese!
ben, wie sie bereits früheren Admini
strationcn vorgelegt wurden.
Gestatt, Sie mir bitte, von dieser
Angelegenheit nochmals auf den vor.
geschlagenen Zusatz zur Konstitution
zurückzugreifen, welcher den Frauen
das Stiminrccht verleihen würde und
bereits vom Repräsentantenhaus bei
der letzten Sitzung 'des Kongresses
passiert wurde. ' Es ist meine Anficht,
daß dieser Zusatz, unter Verücksickti.
gung der Gerechtigkeit und des dar
aus erwachsenden allgemeinen' Vor
tcilcs, sofort angenoirnnen und so
fort den Gesetzgebungen der verschic
denen Staaten zur Bestätigung über
geben werden sollte. Tie ganze
Welt sieht dieser lange erwarteten
Erweiterung des Wahlrechtes entge.
gen; die große Wichtigkeit desselben
und die sich aus demselben ergeben
den Vorteile für das Gemeinwohl
find in den Vereinigten Staaten. rnci
ner Ansicht nach, wohl seit längerer
Zeit sowohl von Männern, dls auch
brauen, vesvrocken worden, selbst
zu einer Zeit, wo es großen Mutes
bedürfte, solche Anschauungen zu
vertreten und ich, als einer der vie
len, wünsche für unser 'Land die
Ehre zu retten, eine der ersten Na
tionen zu sein, ivelcke diese wichtige
Reform einführte.
Die Tclcaravben. und Telephon-
linicn werden natürlich so rasch wie
nur möglich ihren Eigentumern zu
rückacstcllt werden, so rasch dies die
Regicningsgcschäftc zulassen und dies
ohne Schaden für das Publikum uno
die Eigentümer derselben selbst mög
lich ist. Tie Eisenbahnen werden mit
Ablauf des gegenwärtigen Kalender,
jahres ihren Eigentümern zurückge.
stellt lvcrden. wäre ich genau über di?
Verwaltungsfragcn unterrichtet, wel
che die Uebergabe der Telegraphen
und Telephonlinicn betreffen, dann
könnte ich auch für dieselben ein be
snmmtes Datum ansetzen. Da ich
mit den wichtigsten Angelegenheiten
in Bezug auf die Telegraphen und
Telephonlinicn sowie auckz der Eisen
bahnen nickt genau, vertraut bin,
kann ich nur crcrklären. daß es im
ösfentlickxn Interesse ist. diese In
dustrien. welche einen Teil unserer
täglichen Lcbennotivendigkcitcn bib
den. in zusammenwirkendem Sinne
so zu entwick'eln, daß diese uns beste
Sicherheit für prompte Verbindung
mit allen Teilen des Landes bieten,
zu gleichmäßigen und annehmbaren
Raten, wie dies bereits seit langem
iin Regierungs . Istdiernt der Fall
ist. -". - '
In dieser wichtigen Angelegenheit
ist der Rat von Sadwerständigen. so
wie auch das öffentliche Interesse
darin von größter Wichtigkeit. Weder
der Tck'gravhen. noch der Telephon,
dienst des Landes kann in irgend
welcher Beziehung als ein nationales
System bezeichnet werden. Die wis
scnschaftlich gebotenen Möglichkeiten
der Herstellung von Verbindungen
durch diese Unternehmungen dwd, be
ten Verwendung der Dienst dersel
ben bedeutend verbessert werden könn
te. werden noch immer nicht vollstan
dig ausgenutzt. Eiu eingehendes
Studium dieser Angelegenheit und
der Möglichkeiten, durch welche der
Dienst dieser Gesellschaften verbef
sert und zitralifiert werden kann,
falls dasselbe von geeigneten Komi,
tces des Kongresses unternommen
wird, würde sicherlich in indirekter
vielleicht auch direkter Weise einen
großen Nutzen sür das Publikum be
deuten. Tie Abrüstung ' bet militärischen
Ttreitkräfte des Landes ift jo weit
gediehen, daß es mir empf'chlonswert
erscheint, die Beschränkungen, bezüg
lich der Herstellung und des Ber
kaufes von ?öeinen und Bier aufzu
heben, doch ist mir bekannt, daß es
mir ohne weitere Gesetzannahme un
möglich ist, die geg-enwärtigen Be
schränkungen aufzubeben.
Deshalb empfehle ich, daß diese
Akte, welche am 21. November 1018
angenommen wurden und sich mit der
Herstellung und dem Verkauf . von
Weinen und Bier besassen, in Wieder
emzügung gezogen werden.
- Ich hofte allen Ernftes, daß ich
bald wdcr ans meinem Posten in
Washington sein werde, um über die
Angelegenheiten Bericht zu, erstatten,
welch? meine AniMcnheit am Frie
den??i'ch olsolift nokn'enig ersdei
neu ließen und iV(e midi dann wie
der hm .Ctonsirf-r in iraen deiner An
gelegrubeit zur Veruhnna, ii: der
iincin Rar chet meine Ent!re?0ung
eewünscht wird oder notivendiz ist.
ttickenbacker's
Erlebnisse
.Zu 'den gestern abends im
städtischoi Auditorium stattgesnnde
nen Vortrag des bekanten Flieger
Offiziers Eddic Rickmbacker, der auf
europäischen ' Schlachtfeldern im
Lustkamvfc 26 Gegner bezwäng.
Hatte ' sich eine zahllose Mensche,,'
menge eingefimdcn, welche ihn unter
stürmischen Beifallsrufen begrüßte.
?Uckenla,ker erwähnte in bescheidener
Weise seine eigenen Kämpfe nur als
Nebensächlichkeiten, war aber des
Lobes voll für die Hat in tl,e Ring"
vustschivadron, als deren Komman
deur er für etliche Zeit fung'erte.
Als eikii der bemerkenzwertesten
Heldentaten cincS seine Kollegen
zitierte er den Fall deS Leutnants
Wilbur White. der zur Rettung
eine? anderen unerfahrenen 'Flic
gcrs, der mit einem deutschen
Kampfflugzeuge stritt, absichtlich in
dieses hineinsegclte und ,irn darauf,
folgenden Abstürze sein Leben ver
lor. Bei einer anderen Gelegenheit
schoß Rickcnbackcr ein ' feindliches
Flugzeug in Flammen und beobach
tet? den Führer desselben, als die
ser v,'n der brennenden Maschine
abs'irang und vermittels des an ihm
befest'aten Fallschirm seine sichere
Rettung bewerkstelligte.
Ä'inneapoli's Symphonie Orchester
am Freitag yur.
Die seltene Gelegenheit, das im
ganzen Lande rühmlichst bekannte
Minncapolis Symphonie Orchester
zu populären Preisen hören zu sön
nen, wird den Musikfreunden der
Stadt am nächsten, Freitag geboten
werden wo. dasselbe unter der Lei-
tun ihres berühmten Dirigenten
Emil Obcrhoffcr am Nachmittag im
Auditoriu m konzertieren wird. Die
geschäftl.che Leitung für dasselbe
hat Herr Henry E. Cox übernom-
nen.
Emil Oberboffer ailt als einer
der besten Dirigenten des Landrs
und wenn man von Lein verstürbe,
nen Theodor Thomas sprach, so
nannte man auch gleichzeitig stets
Emil Oberboffcr, sobald es galt, die
besten Dirigenten anzunibreii. - Er
hat es verstanden, eine Künstlerschar
im sich zu ziehen, welche der klein
sten Iniative seinerseits folgt, was
das gro'e Rat?el der riesigen ln
folge seines Orchesters löst. Das
Minneavolis Smnphonie Orchester
kann kick den besten Orchestern in.
Osten des Landes ebenbürtig zur
eite sollen- Eine Zahl vorzngncher
Solisten werden: dem Programm
größere Mannigfaltigkeit verleihen
Unter den besten KiWen des Orche
sters sind zu nennen der Violinist
und Konzertmeister Guy Woodmard,
der Eellift Hcrman Bever -Hanc, der
Harfenist Henry Williams und
d.r Flötist Leonardo TcLorenzo, fo.
nie der Tenorist' Albert Lindguist.
Tie Viriso sind anaesickts der Vor-
ziiglichkeit des Orchesters populär
und fabelhaft billig zu nennen. Lieb
l,ablr wirklich anter Musik sollten
sich nicht diese seltene Gelegenheit
entgehen lasten, sondern das Kon
virt m nächsten Freitag nachmittag
und abend im Auditorium besuchen.
.
Für das Mädchehkiin.
norbclb der nächsten Taae wird
dii Ka'nN!?ane tut Sammlung deZ
Restbetrages für den $300,000
Fund, welcher zur Errichtung eines
modernen Mädchenheimes Vertuen
. v . r ti t i - . r . i . i S.
ouna Tiiiaen lou. Ttmat'H'ci intrueii.
Die Kampagne wurde vor längerer
tiimnhiiTt um hen Sammlern
Gelegenheit z!i geben, un Interesse
der verschiedenen Freiheitsanleihen
tätig zu sein. Das geplante Gebäude
soll mindestens 250 Mädchen als
Heim dienen. ls lollen oaieiit anctz
i-,,'rkch!ldlne Kurse. vie für prakti
scke Haushaltung, Klcidernähen. Zu-
schneiden. Kunustickerei, , tenogra
bhic. Masckinsckreibcn. Buchhaltung
und , andere Fächer eingerichtet wer.
den,' die von den Mädchen gegen
geringes Entgelt besucht werden kön.
nen. :
Hat schlechte Entschuldigung.
Richter John Rcdick verurteilte
gestern den farbigen Iotzn Spencer
tu e'mrr droiniatägiaen FreiheitS
strafe nachdem sich jener schuldig be-
kannte, . auf seinen Onkel Williain
Unne pinen Schick abaeseucrt M ba
ten. Spencer entschuldigt sich damit,
daß er nicht gctrosscn hatte uno
daß die ganze Echienem nur ein
Scherz war, konnte aber den Richter
nicht von feinem Standpunkt über.
zeugen. .
Keine Pisablieftrung a Sonntagkn.
Bürgrnciner Smith erklärte ge
stern Herrn Williain Ruß. dem Ver
treter der Omaha Eiöleute gegen
über, daß während dieses Sommers
4,1 Sonntciaen kein Eis verlaust, ob.
eliefert oder verschenkt werden darf.
ine Stadtverardnung. welche . lee
rt S?rbft auf Veranlassung der
schaste,t."uer sollte revidiert und nß
.-ii Tag der Ruhe aven. vnge.
,'zmeiz wurde, verbiet?! den Eis.
Handel an Zonntagen -Man crwar
tet. das; nrcna an' Befolgung der
:!"roidi,!i! g gei.'hen werden wird,
Zkklti dürfte sich in Sveiiewirt.
schalten rnie auch m Prwatöeimcn
Ncgiuiciit nach Ncgiict dcr ncn
c Stil-Dlirliictiingcn znr
Bcsichtigiliils bereit
rvr e l ch ein Gcrnif) für jeden Mann heute! Dank den ,
endlosen Bezugsquellen de ..Größeren" Nebraskas
liegen bei unö alle neuen Fassons der besten Kleider
säbrikanten in den neuesten Mid-Season" Ideen für Ihre
Besichtigung und Auswahl unter einem Dach bereit. In
dem ganze Westen, und wir schließen keine Stadt aiis. gibt
es kein größeres Sortiment solche vollständige und verschie
den? Ausstellung. 5lllcs Dargebotene ist seines Preise
wert. .
Zlnziige fiir jüngere Männer
' in vornehmem Stil .
' $15 65 $45
yanptqnartker f. Frühjahrsilberzieher
Hiiftsaum.ttcbrrzikhkr, Automobil'Mäntel, BalmaccanS,
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A
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ty( in Z I u n i wird das Produkten Deparie
nicnt der Sliiiner Vacking Eonipami nach dem
alk'n Gebäude der Kirschbraun Ereamery. l 2l!
Howard Ttr?. einstweilen verlegt, wo unser Produk.
tenDevartemeiit temporär in Betrieb gehalten wer
den wird.
Sofort nach Verlegung unseres Produkt'.' De
partements werden die Mieter im Metropolitan Ho
tel das Gebäude räumen und wirK dasselbe sofort
zum Abbruch kommen, um auf dem Grundnück ein
.ciscnvcrstärkteS Beton-Gebäude von 99 bei 1!',2 Fuß.
ans acht Stockwerke und einem Erdgeschoß, das
absolut feuersicher ist. ,zi, errichten. Die Arbeit an
dem Bau wird sofort' beginnen.
Wir werden alsdann in der Lag? fein, unsepe
Kunden in zufriedenstellende Weise von ' unserem
temporären Lokal in der Swmard Straße zu be
dienen, während , unser .neues Produkten Departe.
ment- und Cold Storage Gebäude an der 12. und
Douglas Str. errichtet werden wird.
Senden Sie uns Geflügel und Eier,
SKINNER PAGKING COMPANY
Prodnktcn.Tepnrtkmknt
Tel. Douglas 1321 1209 Howard Str.
sehr unangenehm bemerkbar machen.
lbrojzer Zubel in
San lZraneiseo
OCx Wnt Täp
utuuvtvu. , -v
Liberalen San Franciscos empfin
. , rr r tir.. - 4. . st 'I ..i
gen oie !mpsemung ors Pru,,vcn,,,
Wilson. die Kriegs und , Prohibi
V' . t ..V (Ti?.U ir.
kionoaiie. loweu vki mu -i
mArnA rnrnnmii in 2viiihcrcrnjä
W L i L V U j I VklMMVtM
gung zu ziehen, mit großem Jubel.
Lic ampfpseise orr uwhu
Brauerei war eine gcra,unc Zeit
s,'. ;,. rrttinftMf ' Tir Wirtschaften
waren überfüllt, und jeder gab seiner
Gein'gtuung über das Vorgehen dcö
(, " ßr..;V-...f .
'-praiiucnim iauwiua, .
wilsons Lmpsehlungen
sofort berücksichtigt
Washington. 20. Mai. Gleich
nach Verlesung der Botschast des
kNxsntln Sstissi kündiate 'der
progressive Senator Kenyon an. baß
ein den Ideen des Pra,,oenicn eni
sprechendes Arbeiterprograrnm dem
Senat unterbreitet werden wird.
Senator Hiram Johnson beabsich.
tigt eine Resolution einzureichen,
laut welcher das Staatsdepartement
aufgefordert wird, den vollen Text
des Friedcnsvertragcs zu unterbrei
ten, da das Volk wissen müsse, um
was es sich in dcn-ielben handelt und
inwieweit man sich auf Engage.
inents, wem, überhaupt, eingelassen
hat.
Anläßlich bei Ubleben, des Abge
ordneten Carl van Tö!e von Minne.
Männer und Frauen
M&&i?&tm3Wffl!iM3!$
William Sternberg
Deutscher AövoSat ' i
güluner gA 95t, Omuha National
Bank.Aebäude. '
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sota hat sich das Haus heute ul ; -1:03
nachinittags bis morgen ver
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Bkamtrnliste des Acrztrhansc. l
Tie Gesellschaft zur Errichtung'
des an Ecke 17. und Todge Straß f
geplanten Aerztehauses hat uach' .
stehende Beamte erwählt Dr- W.
Wiherry. Präsident; Dr. H.
Sherraden. Vize-Präsident; Dr. tfv
W. Poivell, Sekretär, und Leonards
W. Scheibe! von der 9ebraska Na. ''
tio: l Bank. Sekretär. Diesen zur
Seit, steht ein Tirektorcnrat. der sich '.
aus nachstehenden Personen zusam .
mensedt: Dr. W. O. Bridgeö, Dr,
Paul H. Ellis, Dr- A. D. TunnZ
Dr. L. A. Termody und Dr. Percy
Hunter. niit John W. Madden. Ver -trcter
der Saydcn Interessen, T. P. '
Ouinlan von BrandeiS, und bief
Nechtsnnwalt 23. A. Schall. Die tt'.t
sellschast ist für ein Kapital vuni
kapitalisiert mit 8s-?
tcilscheincn von je ?l00. Das Lc-Z
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wiii vcr Acvrpvranon in cii iuhi'h
Jahre festaeset. Tie ernannten Be.z
ainlt'ii i:t.h llrsfloren werden bis '
zur jährlichen Versammlung im Wiai'
1920 im Amte verbleiben.
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