Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, March 29, 1919, Page 8, Image 8

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    Seite 3-Täglicho Omaya Trlbüne-Samstag, den 29. März lplD.
'
Aeorganisation
öer Bunöesarmee
Teilte pr Crichtuitq von 21 Tiv'i
" . signn, srrspstftnnbigf; die
(inrniföiitn.
SBoTtjhistton. 20. März. Wir
scnctsllftstbickf M'arch beute fanst,
find hie Plane Zii'ecks Rearganifa.
J ton ber amerikanisch! Arutee fer
tiggestellt. Denselben iftinnäfj fof
das Herr aus 500.000 Man, i
fünf Corps tonn zusaninn'n 2i Ti
Visionen eingeteilt, bestehen. Tiefe
Divisionen werden nachstehende Gar
nisonen beziehen: . .
Erste Infaittry. Camp Pike, 2,
Jnfantry, Camp Todgc: .". Jnfan
irn Camp Lee: i. Jnfantrv, Camp
ileanicii: 5. Jnfantry. Panama,' 6.
',s':ifcmtrst menkantlche (eirc: 26.
Jnfantry. Camp Tevens: '27. In,
fanrr. uantö inton; -'. nfen
Im, Camp Tix; 21). Jnfantry. Camp
Meado: 30. Jnfantry, Camp Grand:
S2. Infantrr,, Camp Cusler: 33.
I'nsantry, Camp Jackson: 30. In
smitry Camp Travis: 37. Ir.fantry,
Camp Sherman: 8 t. Jnfantry.
Camp Taylor: 82. Jnfantry, Camp
Gardon; 89. Jnfantry, Camp Firn
fton: öl. Jnfantry. Cainp Louis;
12. Slatxillerie, im südlichen Tepar
tcinent garnisonierend.
Tie Ichtgenannte Tiviiien ivird
oi: Mannschaften aller. Staaten zu
sammengesetzt sein. Tie bisherigen
Tivifionsnumnieril werden beibehal
ten werden.
2er neue Armeeplan wird mit der
Organisation der ölatioiialgarden
nickst- in Konflikt geraten, sagt Gen,e
ral Tu-iräh.
Lahnen erhalten
jetzt Vorschüsse
Washington. 29. März. , Tie
jlrie-ii jfsttmiz Korporation hat drei
Cisenbahnen Borschiisse von insge
samt .$3,700,000 geinacht. Tavon
entfallen etwa f,000,0ü0 auf die
Chicago,, Burlington lind. Ou'uicn,
$93 1,000 ans die Western Mary,
land und $800,000 auf die Chefa
veall? und Ochio. Tie Vorschüsse sol
len die Bahnen vornehmlich in den
Stand- sehen, ihre Dividenden am 1.
"Ipris zu bezahlen.
Tie Bahnen haben ihre Vörschus;.
Applikationen statt au iie Bahu.Ad.
u-inistration an die Finanz-5iorpora
tion zu richten, da der Kotigresz be
kanntlich, die Beioilligung eines neu
m Rotir-Fonds verweigert hat. Ter
rtlaut des Schuldscheins, welchen
?ie VahU'Admi'.ttstcation auözustel
len hat und welcher dann bei der
.rie.gsfinanz Korporation als Tek
knng hinterlegt werden nnty, ist jetzt
festgostellt worden.
In einer von der KriegsfinanZ'
Ltorporation ausgegebenen . Erklä
rung wird dargetan, daß .ihr Borge.
Heu mit dem Gesetz im Einklang
j:eht, während bekanntlich in Kon
grcizfreifen das Vorgehen der Kor
poration als eine GesetzUmgehmig
bezeichnet wird. .
109 Brauereien
brauen wieder
Philadelphia, 2!1. März., Mit
gli'der der, Pennsylvania State
Bremers Association" haben beschlos
sen, Bier mit einem Alkoholgehalt
von 2 Prozent herzustellen und ir
gendwelche Schritte der Rgierung,
welche auf Schließung ihrer Brau,
ereien abzielen sollten.- zu bekämv
sen. In der Bereinigung sind etiva
100 Brauereien vertreten u. sie pro
duziereu etwa 90 Prozent alles im
Stanre gebrauten Bieres. -
Krieg der polen gegen
Bolschewisten
TjuiiU, i;;. .'.'mrj. itx vuim-
:' ..: oc s:. .1. .
s'l 7 Landtag hat einstimmig beschlos
sen, den Bolschewismus mit allen
v"rf.
.'arm Kräften zu bekäinpfen.
BolschewiKitruppen
stehen vor Odessa
Zürich. 29. März.
Eine draht-
loie Tepescke aus Moskau besagt,
rj Bel'ch'mikitruppcn die Auölän
fer von Odessa erreicht haben.
Um Flugdienst entlassen.
".'on, Z). März. Bis
Äar; sind aus dezn Flug
a Br., Staaten -Armee 10!)..
'ere, K
:S'
itm und Mann
n entlassen worden. Bei Ein
ig der Feindseligkeiten betrug
.Z.n::l :2rfe des Fliegerkorps
r:ree 100.J2!) Manu.
! tiiMs Curracfilicnff irfct an?
WESJERN ASSOCIATED JEWELERS
;r .n, tä,-urr I
aunr
sauf
-I.
widersprechende
Berichte aus ttngan
London, 2!. März. Ter aröß
ts militärische Wirrwarr, den dic
Welt je gesehen, scheint gegenwärtig
in Ungarn zu herrschen. Tepefchen
auZ verschiedenen Quellen besagen,
das; Armeen verschiedener Nationen
hierhin und dorthin ziehen, mitunter
aufeinander sieben und dann wieder
von einander ablassen. Löiderspre
chende Berichte lassen die Sachlage
wie folgt erkennen:
Beide Bahnlinien zwischen Buda
best und Wien sind von Truppen der
Alliierten durchschnitien worden. Tie
Italiener haben ans dem nördlichen
Zweig Prefjbura, und TschechoTlo
vaken Naad auf dem südlichen Zweig
der Balin beseht.
Russische Bolschewilitruppen ergie
den sich über Lstgalizieu, haben die
reichen Oellander besetzt und dro
Heu mit einem Ein fall in Oesier
reich.
Ciue rinnänische Armee befindet
sich aus lein-1 Wege neich Galizien.
den Spuren der Bolschewiki sol-
gend. Cine andere nmiäniscke Ar-
mee dringt von Mirtel-Bessarabien
gegen die Ukraine vor, hat die Ukrai
ner geschlagen und sich mit Franzo-
teil nordweitüch von Odessa verbun
den. s Ein vierter rumänischer Heer
häufe': bat sich über den Pruth vor
den Truppen der neugebildeten Re
piiblif zurückgezogen. Bessarabien
hat mit der russischen SovictRegie
rung ein Bündnis geschlossen. -
Bulgarien hat an der Lstgrenze
gegen erbten mobil gemacht.
Polnische Truppen, welche Lern
oerg besetzt halten, haben aus S:n
pathie mit der liugarifcheit Soviet
Regierung einen allgemeinen Streik
inszeniert.
wöchentlicher
Wetterbericht
Für Periode vom 31. März
bis ciuschlieszlich 5. April. Oberes
Mississippi Tal und unteres Mi)
souri Tal: Schön, aut-genommen
Regen wahrend Mitte, der Woche.
Temperatur wird nahe oder über
normal sein.
Nördliches Jelseitgebirge . und
Höheuregionen." Temperatur' nahe
iormal uüt hin und wieder Regen
und Schnee die erste Hälfte der
Woche, schön die zweite Hälfte. '
Janrrs wollte an Präsidenten appcb
llkrcn.
Paris, 29. März. Bei dem
Prozeß von Naonl Billain, der im
Fahre 1911 den bekannten Sozial:
MiNibrer 'can L. Jaures erniordet
hatte, sagten sengen, der letztere sei
gegen die Wiedererlangung von El
saß-Lothringen durch Gewalt gewe-
Ion. rre Nenauoei, oer saures
als Führer der französischen Sozia
listen folgte, erklärte, daß mires be-
absichtigt habe, am 2. August 1914
einen persönlichen Appell an den
Präsidenten Wilson zu richten, damit
der Kieg vermieden werde. Jaures
habe große -Hoffnungen darauf ge
Utt.
Palast in Versailles für Friedens
terzkichnnng hergerichtet.
Paris, 2. März. Ter Palast
in Versailles wird für den Friedens
kongreß, auf welchem die Friedens
bediuguugen den Teutschen unter.
breitet lverden sollen, vorgerichtet.
Tie Konferenz wird wahrscheinlich
nicht im Spiegelsaale abgehalten
werde, aber die Unterzeichnung
selb,: soll, aus historischen Gründen,
hier vor sich gehen.
Tampftrlinik zwischen Japan und
Mexiko.
Washington. 29. März. Java
nisches Kapital, so erfährt man hier
von Merito Eitn, will binnen kurzem
au?piernerbidunge: zwischen Me
riko und Iapa,: etablieren.
Seattle kauft Strafzenbahn.
Seattle. 29. März. Tie 3tadt
verivaZtimg wird is II. 000,000 in
städtischen Bunds heute an die Be
fiyer der Straßenbahnen überschrei
ben. als Bezahlung für das Stone
Webster Straßenbahn slistem. Tie
städtische Verwaltung der Bahnen be
ginnt Tienstag.
Ratnbow'Tlöision beginnt Heimfahrt
View jje.rf, 29. März. Tie er
tc Abteilung von Truppen der
Rainbow-Tinision wird beute die
Heimiabrt von Europa antreten, wie
hierher Zclqrapyiert wurde. Tos
ist da i. ,nfantcrieregiinent,
früher ds 6!). ' der Nationalere
j:,- -P,.n(
Klassifizierte Anzeigen in der
Tribüne bringen gute Resultate,
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vrDii(, 1.1 un er Sir
Kirchliche Nachrichten
Cv. Luth. Kreuz Gemeinde, 20
und Btiiton Strafe, TUus Lang
Pastor. Cngl. Sonntagsschille und
Bibelklasse Sonntag vormittag um
!):30. Teutscher Gottesdle,t um
10:30. Engl. PassionLgotteödienst
um 8 Uhr abends. Sonntag nach
mittag von 2 bis 6 Uhr wird in der
Gemeinde eine Hanökollekte gehak
ten, um Gaben und Beiträge zu
lammeln i,r die $3,000 000 Stif
tung zmn Tank für den erkorenen
Frieden unseres Landes. Ans dem
Crtrag dieser Stiftung sollen hinfor
die ausgedienten Pastoren und Leu
rer unterstützt und versorgt werden
in der Missouri Synode. Ter In
gendvcrein versainutett sich am
nächsten älZittwoch' abend- Ter
rauenverein versammelt sich am
Tonnerötag nachmittag.
vreie Cvanaeli che jiirche. YL u
Torcas Straße. R. Hilkerbatimcr
fuivii 1 w A-tku? wtfc
n?,s,., , 1 1 i f. Trtr..a S?ff
Sonntagsschule. 10 Uhr vormit
tags. Gottesdienst 1 1 Uhr dormit
tags, i,nd 7:30 abends. Pafsiontz
gottesdienst 2?ittwoch abend 8 Uhr
Alle sind frenndlichst eingeladen.
diesen Versammlungen beizuiuohnen
Zu sonstigen Amtsbandlnngen und
Krankenbesuchen sind wir stets be
reit: wer darin unsere, Äilfe bc
darf, ivreche vor oder n,je aus
nlcr -1002.
Cv- lutherische St. Pauls Üirche
iMijsouri Synode), Ecke 2,?. und
EvanS Str.. C. T. Otto. Pastor.-
Gottesdienst ' in deutscher Sprache,
10:30 abends. 7:30 ist Passions-
predigt in engl. Sprache mit Licht
wildern ltereoptikon) uber:'..CHrr
sms. der Arzt"; lehrreich und im
terefsant grade auch für die Kinder.
-Man schiebe seme Uhr am
'.amstag obend eine Stunde vor.
Erste Evangelische Lutherische
Kirche, 20- und Mason Str.. Law
rence Acker, Pastor. 10 Uhr:
Teutscher Gottesdienst mit Predigt
über Petri Verlctignung." 11 Uhr:
Englischer Gottesdieitft mit Predigt
über. Tie Freuden eines ?cach?ol
gcrs Christi."
Wir laden freundlich ein zu den
Vertan mlungen der Ersten Teut
che,: Methodisten K:rche, Ecke von
11. und Center Str. Sonntag
schule 10:00 Uhr morgens: deut
sche Predigt 11:00 Uhr morgens:
Juqendbund Versammlung 6:45
nachm.: englische Predigt 7:30
abends. Betstunden jeden Miit
woch inn 8:00 Uhr abends. KingZ.
Herold Versammlung ersten Sonn,
tag im Monat um 2:00 Uhr nach.
mittag. M.ffsionsverfammlung jeden
erstm Tonnerstag im Monat um
2 Uhr nachmittag. 5k. P. Baecker,
Pred. Wohnung 2325 S. 11. St.
Einbrecher von Polizisten überrascht.
Grade als Joe Vesse im Begriffe
war, heute morgen 4 Uhr in einer
Billiardhalle an der 14. und Taug
las Straße sich die Kasse anzueig
nen, kam Polizist Hughes gerausch
los durch die osfene Tür und ver
hastete ihn. Tie Ltasfe enthielt nur
$15, aber Besse hatte dieie noch
nicht, als er arretiert wurde. Cr
hatte mit eiitem Nachschlüssel die
Tür geöffnet, und" das Licht in der
Nähe der Kasse hatte ihn dein vor
übergehenden Polizisten verraten.
Vkrbcsstrt sein titrhvr. Seit zivei
Jahren tvohut unser lieber Groß
Vater bei uns", schreibt Herr C. F.
Türksen von Mountain 'View,
Okla. Infolge von Katarrh war er
so taub geworden, daß wir in seine
Ohren schreien mußten, um uns
verständlich zu machen. Er hatte alle
Arten von Medizinen vergeblich ge
braucht, um sich von seinem Leiden
zil 'befreien. Seit etlichen Wochen
hat er jetzt Forni's 'llpcnkräuter
genommen und fein Gehör hat sich
so merkwürdig gebessert, daß wir
kaum unsere Stimme zu verstärken
brauchen, um mit ihm sprechen zu
können." Tiefe merkiuürdige Heil,
kraft von Forni's Alpenkräuter ist
dein Umstände Zuzuschreiben, daß es
die Wurzel des Uebels beseitigt, die
Unreinheiten im Blute und im Sy
stem: es scheidet dieselben schnell aus,
ohne Schaden anzurichten, und belebt
deir Körper mit neuer Kraft. Es
ist nicht in Apotheken zu haben, fon
dern wird direkt geliefert von den
Herstellern, Tr. Peter Fahrney &
Sons Co.. 2501 Washington Blvd.,
Chieago. Jll.
Heil dir im Sikgerkranz."
(Germania", Berlin.)
Wie uns berichtet wird, kam es in
einem !tabarett am Kurfürstendamm
zu einer erregten S'ne Einige an
wefende Offiziere kamen auf den
merkmürdigen Einfall, die Munk
kapette enszuforderi!, Heil dir im
Siegerkaiiz" zu fvielen. .cr .e.
ichä'ts'ichrer lelint? im Auftrage des
TircltorZ diese) Verlangen cittlckstc
de.t ad: als die Of'tz'crr ihre ?or
derung immer katitee wicderhstteis.
packten die Mu'iker ihre Im'krliiuck,.
le kui utrd verließen das Podium.
!l
t i tW4WWWWt
Die Schuach.
Bon HanS Frannyvskr. X
Ter Lenz lacht herüber und bin
Tuckoauern Sepherl hinüber. Beide
sind durch einen Zaun getrennt,, an
dem ein Sträßchen dahinholpert.
Der Knecht hockt vor dem Pferde
stall beim Lahnpoltinzer und bessert
ein No!)kunit aus, das Tirndl steht
am Brmtncn.
.Lenz!"
.Hail?' '
Morgen i-Z Kathrein!"
Woaß wohl; was ls weiter'
Ta zieht die Sepherl ein schiefes
Geficht. und stößt mit dem Knie den
Kübel um: ist nicht nötig, dasz er
voll werde, ehe das Gespräch zu
Ende. ' .Läpp." schmollt sie. .kennst
nit das Sprüche!: .Kathrein stellt
'n Tanz ein?" Morgen is das letzte
mal, daß beim Kirchenivirt Tanz is,
uachcr is 's gar."
.Mhm!" ,, '
WaZ sagst?-
Mhm, jag ity, is ch a 'jo. Wird
leicht eppa a jo sein."
Tabei reiset er den lehteil 5!agel,
den er eingeschlagen, mit der Zange
wieder herab. Ihm scheint auch we
. nig um die Vollendung seiner Ar
beit zu lern- Tcsto mehr ist die ce
pherl darauf erpicht, ein Anliegen
vorzubringen. Sie blitzt mit den
eueraugen herüber, wechselt eilend;
die Kübel und fragt jo nebenbei
.Wirst wohl ah keina zum Kir
ch'mvirt?" Er zuckt die Achseln,
.Woaß nit, wie ' eppa fein wird!"
Ta hebt sie ärgerlich den Kopf.
Tcr Buitzbaucrn Loisl wirft sie
streitbar herüber, .der Bunzbanern
cmel hat zchon dreimal ang fragt.
oo v) wohl g wig dort sein werd 1
.Ter Loisl?" fragt der Knecht
und wendet hastig das Gesicht von
jeuter Ardett, der? der rotkopsad
Gimpel? Was will deim derjelbig'?
Schläg' will er joll er habn!"
Und dabei haut der Lenz wutent
bräunt - mit der Zange auf das
tt'umt. Tie Sepherl zwinkert niit deil
Äugen und eutgcgnet mit wohlbc
rechnetcm Eifer: Na, mein, z'wegcn
was sollt' er nit fragn? Er is' a
guter Tanzer, und mir is 's recht,
wenn ih nit lang suchen brauch."
.Se pherl I" schrillt plötzlich cine
Stimme us dem HauZgange, der
in den Hos mündet.
Marcind Anna!" zuckt die An
gerufene zusammen,' die Bäu'rin
chreit schon hat eh heunt wieder
ihren hantigen Tag." Eilfertig rafft
sie mit jeder Faust einen Kübel em
por. Tasz d' es halt moaßt, Lenz
bald's nit kimjt, , tanz' ih die
ganze Nacht mit 'n Loisl!"
.Bald ih aber kim?" hat Lenz
just noch Zeit zu fragen. Ta lacht sie
liegesbcnwszt über die Achsel: .Nach
her mit koan andern ' als mit'n
Lenz!" Tamit ist sie im Flur ver
schivnnden: - zroei Wasserjäume be
zeichnen ihren Weg:
Ter Knecht nickt und lugt der
EntjchWiindenen nach. Taun, legt er
das liuint beiseite und blickt beküm
mert hinab auf seine Füße, die in
derbeit Holzfchuhen stecken. .Is a
Sach', dös!" murrt er in sich hinein.
Jüai) habn zun Tanzn aber
koan ganzen Schuach!" , Zornig
schleudert er einen der mächtigen
Trittlinge von sich, dasz er dröhnend
an das naye cheunentor prallt.
Tas ist sein ungeheurer Schmerz:
cr hat keine Schuhe. In Haus und
Stall, da läfzt jich's barfnk lausen.
die landesüblichen Holzichliefer ha
den dem Aniehen des Trägers auch
aus Straße und Feld' nichts an tr
abe: aus dem Tanzboden gehört ein
Paar tüchtige Rappen. Ter Schuh
macher könnte wohl helfen, und im
Torfe wären ihrer zwei, der Bund
schuster im unteren, der Cteffelschu
fter im oberen Orte aber sie Hai
teil beide an der unmenschlichen Ge
pflogenheit fest, das: Schuhe bezahlt
werden müssen. Und das Geld ist
bc:m Lenz das rarste. Mag fein.
das) die Füchss noch langten, wenn
er den Taler von der Uhrkette dazu
opjcrn tat', aber was dann am
Tanzboden? Womit sollte er der
sepherl den gezuckerten Wein zad
len, das Bratl, bei Mct und das
lebzcltene Herz mit dem f viel
schönen Sprüche! daraus, vor allem
aber die Musikanten, dasz sie extra
eiu's aufspielen für den Lenz und
feine niuatsauberen Schatz? Der
Wirt hat keine Kreide mehr; ist aRe
vertrieben lur den Lahnpoltinaec,
linecht. Ter niuij nun bares Geld
mitbringen, sonst wer weih, ob
der rolkopfade Loisl nicht einen
-trumpf N'lner Ahul voll heimlich
Mvartcr lerz.ra!i.Ziger gefunden
und mit ungeahnten Äirtaspenden
vie sepherl obfpensiiz macht? Tu
mein, Weibcrherzcn finö auch im
toll und aus der Alm veränderlich.
Wo nun Schuhe tzernehinen? Von
einem Mitknechte entlehnen? Tas
ist ein Ausweg mit versperrten Tü
ren. Erstens geht olles, was Füke
und Beschuhunz hat, selber zum
ai!Z, und lurs zweite lebt der Lenz
unter ollen ans öc.n grossen Fuf;e.
Er inü s.ch rein eine Zeh? und
noch dazu de.t g'of-.?n Zehen' weg
schneiden. Tann wör's m,i2ie.r nickilä
km:t dem Tanzen. ES ist schwer, auf
X I der Welt zu sein verdrießen
könnt's einen!
Der Lenz läfzt, das Kumt zur Erde
und sich selber auf einen Hackjtock
Plumpsen, stemmt die Fäusle unter
das Kinn, spreiz, die Augen ans
und simuliert.
Da horch summ, summ! fliegt
nicht ein guter Einfall herum? Mei
ner Treu er brummt um den
struppigen Schädel deZ Kueä)ts uitd
spieszgrad mitten in jcin Hirn hin
ein. Davon leuchtet dem Lenz ein
rosiger Schein über das toppelield
seiner gebraunten Wangen.'
Täs täfö, saprament, däZ tät's!
Er stupst bei dieser inhaltsschweren
Beteuerung etlichemal mit dem Lei
gennger m die Luzt, paslt niit auf
geblähtem Munde ein paar unge
heure Blaser von sich, steht attf und
schreit frohgemut pseifend ms Haus,
Er hat einen Plan .
Am Sonntagmorgen in aller
Früh kehrt der Lenz beim unteren
Schulter zu.
A sauber's Paar Schuach brau
chet ih hast derer?" '
tx Bunöichujter fahrt vom
Dreifuß, prallt in allen . Winkeln
hermn und jchleppt ein Dutzend Be
fchuhungen aller Größen und For
men herbei.
Tem Knechte macht die Wahl
keine Quäl. .Tö talen's! Er versucht
den, ersten, der ihm der beste scheint.
.Ganz sauber tut er'sl" und nun
der linke. .Au weh, Bratll Da
fahlt's, z'kloan is er, sonst wär er
hauptguat!" Ter Schuster beäugelt
den Fehler, dreht das Köpflein wie
etn Sieglitz und meint zum Schlune,
kleine Schuhe Pflege man über den
Leisten zu schlagen,
.Tuast halt a so!" bestimmt der
Knecht, .den rechten nimm ih mit,
n anderen bringst morgen, weil ih
n brauchen tat,
Der Bundfchuster fällt eilends
über den Schuh her, während feine
Kunoichast mtt der Beute heimzu
trollt,
Heien kann der Lenz nicht, dasz er
etwa gleichzeitig bei zwei schuhma
chern zu sein vermöchte, aber ao
schwind sein, das hat er weg. Er ist
kaum beim unteren Schuster zur
Tür hinaus, da lugt er schon beim
oberen zum enster hinein. Ob der
Stesfelschnster wohl ein gutes Paar
Schuach hätt'?"
Der , Angeredete späht über die
runoe Hornbrille. .Halt a Geld?"
TaZ verdrießt den Beargwöhnten
sichtlich, er rümpft die Nase und
klimpert protzenhast im Sgck mit et
lichen Münzen.
Der Steifelschuster ist beruhigt.
.Ast kim ema," beoeutet er, .da
hint auf ltasten san etla."
Schleunig hat Ich öer Lenz in der
pechduftenden Stube zurechtgefun
den und einen festgenähten Schnür
schuh über bm Unten Fufz gestülpt.
Gut is er, der da, ganz gut!" Den
andern aber feuert er unmutig ron
sich und kneift Augen und Mund
winket jämmerlich zusammen. Sa
pra, sapra, der druckt mir d' Fer
jch7.: ah, der rechte!"
.Aufschlagen," beschwichtigt gleich
mütig der Meister und klopft mit
dem Hammer kräftig auf feine Ar
beit.
Meinbvegen, aber morgen sruah
will ich damit für'n Lahnpoltinzer
ins Gau."
Ih Zchick'n schon zeiüi." nickt der
Schuft, dieweil sich der Lenz mit
dem liicken Schuh zur Tür hinaus
drückt. Daheim ' stellt er den rechten
Schuh vom untern und den linken
vom oberen Schuster auf den Tijch
und betrachtet sie vergnüglich.
Dann schüttelt es ihm das Zmerch
fell und er schmunzelt: A paar
runde Napperln werd'n mir halt
sehen, ob j' gut springa mögen!.."
Ter tlirtag ist vorüber. Nreuzlu
ftig ist's zugegangen, wie's Brauch
ist beim lirchenmirt. Und der Lenz?
Der hat fein Sepherl kriegt und der
rotkopfade Lois feine Schlag. Im
Torfe brummen diesen Morgen alle
Schädel, und selbst der Loser, dessen
Felstzaupt sonst klar ins Tal Herme
derblickt, bringt heute die Nebel
Haube nicht von den Ohren. Es reg
net und stürmt, das Torf bietet ein
trollloies B:ld von Wajlerlachen und
Schornsteinen mit niedergeschlagenen
Rauchschwaden. -
Im Hofe des Lahnpoltlinger rä
kelt sich der schlaftrunkene Lenz, der
wich einem kläglich mißlungenen
versuche, den Nebel mit einem
schneidigen Iuchezer zu spalten,
vergebens nach jetnem Schatze späht
und jaul das noch uttmer nicht ool
lendeie jlumt vernimmt Trotz öer
Schwere in allen Gliedern kann er
doch eine lauernde Unruhe nicht ver
bergen. Er hat ja die ölechnung mit
den zwei Meistern . vom Nnieriem
noch zu begleichen. Die ztvei Wappen
vom oberen und unteren Schuster
sind gar gut miteinander gesprungen,
nun kommen ihrer noch zivei aoer
das vertanzte Geld kehrt nimmer.
Lenz, Lenz, was wirst du beginnen?
Ta schießt auch schon der Bund
schuster eilfertig um die Ecke, den
linken Schuh, der vom Leisten
kontink, unterm Arm. siimst mir
z'rccht," empfängt ihn der Lenz, ih
watt schon ous'n Schuach wie der
Tcuzl auf a ar:ne See!!" Tamit
reißt er dem Meister den Schuh aus
der Han) und 'vcrschIiiuet dauuck
im Stalle. Nach wenigen Augen
blicken aber lehrt ' cr wutentbrannt
zurück. DäZ nennst du a Schuach.
aufschlagen däö iS bei dir a Ar
bat. , han? Hiaz i,S cr mir hinten
z'eng! Tu windiger Skeamzieher, da
hast drin Breitling, ziach dir'S über
deine Lorl" Und fchwuppö
fliegt ein Schuhpaar über den Kops
deö verdutzten SchusterS in die aus.
spritzende Kotlache. Sprachlos rafft
er sein Meisterstück zusammen: da cr
aber seinen Grimm gegen den Knecht
entfesseln will, ist dieser verschivun
den und es bleibt ihm nichts übrig,
als gleich , einer zornigen Hornts
hcinizulaufcn. Fast hätte er den Bu
den des Steffelfchusters niederge
rannt, der um dieselbe Zeit gegen
den Lahnpoltingcrhof zuplatscht, wo
inde-Z der pfiffige -Lenz hohnlachend
an den Zaun zurückgekehrt ist. AIS
er deö Knaben ansichtig wird, stemmt
er die Fäuste auf die Seiten, reißt
Mund und Augen aus und wundert
sich über alle Maßen. .Büfcherl, bist
du schon da? Hiaz um halber neu
ne? In da Früh um viere hätt' ih
ins Ääu sollen und sein Baier
schickt dih z' Mittag daher? Schaust,
daß d'. wieder hoamkimst! Trag dein
Batern die Schuach zruck, da ya.
den linken ah dazua Haltaus. hiaz
is er mir in d' Lack'n g'salln und
sag, d' Muatta soll Enks ernbrenna,
das 'Z was ,'e icn babts!
Und weil der große Knecht just
eine Geißel zur Hand hat und daini!
schrecklich zu knallen anhebt, pack
der kleine Bub angstvoll die Schuhe
und läuft beulend heinimarts.
Ter Lenz aber versucht jetzt feinen
Juchezer mit glänzendem Erfolge,
dann beugt er sich über den Zaun
und lacht: .Hiaz tut's es ohne
Schuach bis Neujahr, da krieg ih a
Paar von Bauern. Aber schön han
ih Enk drankriegt, os ganzg scheiten
Ncamzicher (Niemenzicher)l Dumm
scids eh schon gnua, braucht 's nur
noh g icheiter z wernl uchhu!
Ist dsKSterben schmerzhaft?
p Bon arl Wittt.
Es gibt wohl nur wenige Mm
scheu, die dem Tode mit völliger
Gelassenheit cntgegeweheii und oh
ne zu erschrecken, Herein!" rufen.
wenn der unwillkommene Gast ge
bieterifch an ihre Tür-klopft.
Tas Wort Scnecas: .Mehr aV.
nötig leidet der, der in der Furcht
vor dem Leiden lebt", enthält be
fonderS inbezug auf die Todesfurcht
der Menschen die ttestte,. uicht ge
nug zu beherzigende Wahrheit, n
vielen Fällen ist das Hinscheiden a
dein Anschein nach kein leichter Ue
bergang vom Leben zum Tode, aber
viele Tatsachen lassen sich doch für
die Annahme anführen, daß das
Ende auch unter gewaltsamen Um
ständen . im allgemeinen nicht
schmerzhaft tst und daß überhaupt
die Empfindungen, die dem Schluß
des Lebens vorangehen, anderer Art
sind, als man gewohnlich annimmt.
Die AuSfagen von Menschen, die in
höchster Lebensgefahr schwebten,
ober im letzten Augenblick durch ir
geud einen glücklichen Umstand dem
sicheren Griff des Todes entrnjen
wurden, stimmen fast ohne Ausnah
me darin überein, das; der unmittel
bare Anblick des scheinbar unver
meiöllclien Berhängnisses eher ange
nehme als schreckliche und schmerz,
hafte Empfindungen erweckt. Nach
dem Zeugnis völlig zuverlaifiger
Männer kaun es kaum einem Zwei
fel unterliegen, daß ein Mensch
selbst unter den Klaueii reißender
icre, also mit ziemlicher Sicherheit
den Tod vor Augen, keineswegs im
nier die Oualen der Todesangst er
duldet und in solchen Fällen gegen
körperliche Schmerzen ziemlich un
empfindlich ist.
In seinem Bortrag über das
Sterben bemerkt Hermann Nothna
gel, der verstorbene Kliniker, rfcn-
bar veranlasse der Schreck big mäch
tige Erschütterung des Ncrvmst)
ftems, die durch den Ueberfall be
dingt werde, diese wohltätige Un
empfindlichkcit. Tas gilt getviß
auch für die Abstürze verunglückter
Bergsteiger, die mit dem Leben da
vonkommen. Im allgemeinen fchei
neu eher Gefühle wunderbarer
Glückseligkeit, als furchtbarer To
besangst und physischer Oualen den
Sturz in die Tiefe zu begleiten, mich-j
dann, wenn die absturzende Perlon
bei vollem Bewußtsein bleibt. Der
bekannte englische Alpcnfteiger
Whymper, der auf dem Matterhorn
von Gletschern auf Felsen und von
Felsen wieder aus Gletscher gewor
fen und so unter beständigem An
prallen in eine Tiefe von 70 .Me
lern geschleudert wurde, fühlte gleich
einem Chloroformierten nicht den
geringsten Schmerz, obwohl er fei
nen Augenblick da5 klare Vcw, ßt
sein verlor. Er spricht deshalb die
Ueberzeugung auZ, der Tod infol.i?
Sturzes auS einer beträchtlich. '
Höhe fei eine der am wenigst-'
schmerzhaften Todesarten, die der
Mensch erleiden könne. Ertrinkende
haben in den verhängnisvollen Au
geublicken ähnliche Empfindung:!
gehabt, wie Abstürzende im Ge
birae.
Wenn der Tod durch Verbluten
kcrbekgefiihrt wird, voU-.ieht sich der
Uebersang vom'Lcbcn ebenfalls oh.
ne Physisches Leid, heißt rZ Z dein
Bortraae .Notbnagcls. Mit dem
Hinströmen deS Blutes entrinnen
in den -toten Blutkörperchen unzäh
lige Träger deö SqiterftoffeS. d. l,.
des Elementes, das das. Leben und
die Erregbarkeit deS Nervensystems
ermöglicht. Tiefe iuunt inin;;;
mehr ab, wie auS Weiler Ferne,.-
dringen Schalleindrücke an daZOhr,
das Gesichtsfeld verdunkelt sich, bc
hagliche Lässigkeit, schließlich völlige
Bewußtlosigkeit umfängt sanft den
Geist, und so entsckilnmmert der
Berblutende ohne Schmerz. Treten
etwa vor dem Ende noch krampf
hafte Zuckungen ein, so können diese
wohl die Umstehenden erschrecken,
der sterbend? selbst fühlt nichts von
ihnen."
Von weit größerer allgemeiner '
Bedeutung ist die Frage, wie es sich
mit dem natürlichen Tode verhält,
der an den Menschen auf dem
sirankenbette herantritt, oder dann,
wenn seine Lebenskräfte durch das
hohe Alter völlig erschöpft find. Wie ,
gestaltet sich daS Sterben in diesen
Fällen? Ist hier der Abstieg zu
den dunklen Gestaden des Todes,
der. Vorgang des Sterbens, von
körperlichen Oualen und Schmer
zen begleitet?. Auch in dieser Be
Ziehung lauten die Erfahrungen
und Beobachtungen sehr trostreich
und bestätigen, was Hufeland in
feinem berühmten Bliche Makro
biotik" schreibt: Niemand hat je
mals den Tod gefühlt, und wir ha
ben nicht mehr daS Bewußtsein un
serer selbst,, wenn wir die Welt ver
lassen, als wenn wir in dieselbe ein
treten." Jedenfalls bilden Zolchs
Fälle, in denen Sterbende fast bis
zum letzten Augenblick dulden müf
fcn, die entschiedene Ausnahme,
und auch Zann ist nicht daS Ster
ben, fondern nur die Krankheit
qualvoll. Tie graucnumwobenen
Anschauungen über das Physische
Sterben existieren zumeist, so äußert
Nothnagel sich, mir in der Borste!
hing; wo die Natur allein daS
Sterben herbeiführt, breitet sie mit
leidig einen Schleier aus, um ihrer
zitternden Kreatur die Angst und
den Schrecken zu ersparen. -
Der Tod, der durch Altersschwä
che herbeigesührt wird, ist wohl der
leichteste, wie der natürlichste. Es
ist ein ruhiges, sanftes Hiniiber
schlummern, von einem Todeskamv,
fe kann in solchem Falle keine Siede'
fein. Tcr Greis überschreitet stu
fenwcife, ohne merkliche Erfchütte
rung die Schwelle des Jenseits. Ti,
Erklärung dafür, daß der natürlichs
Tod von keinen oder nur sehr ge
ringen Schmerzen begleitet wird,
sieht TeBarigny in feiner Schrift
über den Tod in der allmählichen
Pulsftockung. Tem Sterben gehe
fast immer eine gewisse Ohnmacht
voran, und hierzu geselle sich eins
Lungenlähmung als' das gewöhnlf
che Ende der meisten Menschen, oder
cin Stillstand deZ Herzens als er
stes 'Anzeichen der bevorstehenden
Katastrophe. Herzlähmung und
Afphyrje find gleichbedeutend. TaZ
Blut kann feinen Borrat an Sauer
stoff nickt erneuern, weil es nicht
mehr zirkuliert, und folglich eytickt
es. Tie Asphyxie (PulSlosigkeit)
ist die wohltätig wirkende Kraft, die
den Weg vom Leben zum Tode eb
net. Langsam zieht sie den Bor
hang über den Schauplatz des Le
bens. Der Geist verliert ferne
Tatkrast und erschlafft: er verläßt
feinen Wachposten auf der Höhe des
Lebens, fein Späherauge schaut nicht
mehr in die Ferne. Wie eine von
Müdigkeit übers allene Schildwach? ,
schlaft cr ein, und eben dann lieg .
für ihn eine Wohltat. Auch unjer
Gemüt, jener geheimnisvolle dunkl,!
Teil unseres Ichs, der uns zwingt,
hier zt, lieben und dort zu hasten,
dessen innerstes 'Wesen so zart ge,
baut ist, daß der geringste Stoß,
die leiseste Berührung es verletzen
kann auch daZ verstummt.
Wenn nun aber, woran kaum ge
zweifelt werden darf, der Tod des
Menschen in den .weitaus mctsten
Fällen, auch bei schwerer Krankheit,
wie ein tiefer, schmerzloser Schlaf
anst umfängt, weshalb furchten will
uns dann vor dem Sterben? EZ ist
ja so natürlich, wie das Leben selbst.
und in welchem Alter, oder unter
welchen Umständen auch der Tod an
uns herantritt: hinter der Pforte,
die er für unS aufschließt, lassen wir
für immer alle irdischen Sorgen und .
Oualen zurück. Und welche Berhei
ßung bedeutet er für alle, die an
dem Glauben festhalten, daß er uns
nicht in ewige Finsternis, fondern in
daS Reich des ewigen LichteZ führt!
Umschreibung. Baron
Schneiowitz wollte' einem seiner
Gläubiger mal recht grob kommen.
Er ließ ihm daher folgenden Brief
schreiben:
Mein Herr! Was ich über Sie
denke, kaun ich von meiner Sekretä
rin, einer Tanie, nicht schreiben las
sen. Ich, als Gentleman, kann es
Ihnen gleichfalls nicht sagen. Aber :J
Sie, der Sie es nicht sind, werde
lintei iMlrnt I.-a r m v a. ji
U)Cll UJU,.,i. "
" Harmonie. Er: Frieda, 'ß
laß doch das Klavierfpielen, das In j s
strument ist ja doch verstimmt." -
Sie: rb mein, aber 1a takt ti
gerade
.üiU.'
u meiner heutigen Etim J
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