Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, February 21, 1919, Image 1

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FÜELISGED AND DISTrJSüTID ÜIHT
PEKJIIT (Na. SSI). AUTnOSIZEO EY I.
ACT OF OCTOBER 6. 1917, ON I ILH
TUE POST OFFICE Or OMAHA, UZT
BY ORDER OF THU RESIDENT
A. S. BÜRLESON, FÜSTMASTE2-CXI2JL
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LS'Jahrgang.
Omaha,: Neb., Freitag, den 21, Febrilar 1919.
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Wildeste Kllchfgeslhichtc
. in cim GroMt
werben jedoch von Uegierungstruppen zu Paa
ren getrieben; 120,000 Streiker im Ruhr
gebiet; Regierung pesflmistisch
vankeetruppen in Berlin in yotels einquartiert
Kopmihagen, 2t. Feb. Eine Posadowsky Wehner ' wendend, sagte
lss' . ... .. C V r i . ' rwv.-.. . ' I .1
Ve'rlincr Depesche besagt, die. Alliier
teil drohen, die im Nuhrtal befind
lichen 5!'ohlengcbicte zu besehen, soll
te .der streik der Spartakus leute
einen .Nohlcinnangel auf dem inest-
lichen Rhemiifir verursachen
, Weimar. 21. Feb. Die deut.
sche Ncgiening ist über die Lage der
Dinge im Nheintal besorgt, weil die
Spartakusleute und andere Radikale
sich mit dem Versprechen, sofort so
iale Reformen einzuführen, nicht
zufrieden geben. Man fürchtet, daß
es zum Kampfe kommen wird.
Im Haag, 2t. Feb. Im Nubr-
Tistritt ist es wieder zwischen Auf
ständischen und Regicrungstruppcn
zum Kampfe gekommen: so melden
' aus Eüen eingetroffen? Depeschen
Mehr Truppen sind nach dem Schau.
platz der Liampse abgegangen. Es
beißt, daß 35 Bergwerke infolge des
Streiks geschlossen sind-
Berlin, 19. Feb. (Verzögert.)
.vier eingetrossene Meldungen besä
gen, flau oer allgemeine streit trt
vcrfchicdene,k Teilen des Landes an
Llusdchnung zunimmt. Bei einem
Aufstand der Spartak in Hanau
wurden acht Personen getötet und
viele verwundet. Auch m Elberfeld,
Gelsenkirchen und Hamborn kam cS
wieder zu Demonstrationen. In
Braunschweig drangen 100 Veschäf.
tigungslose in das Parlamcntsge.
bäude ein, zertrilmmertcn das Mobi
liar lind begruben den Präsidenten
der 'Körperschaft unter den Trüm
mei-ii Qvnpi hr!T (KiinKntt fnnn
dauerten die wüsten Szenen: alle
Mitglieder des Parlaments flüchte.
ton.
Basel,' 21. Feb- M:S hier ein
getroffenen Depeschen geht hervor,
daß die Unruhen in Deutschland im
Zunehmen begriffen sind. Nachdem
die Spartaker, so heifct cS, die Bahn.
Verbindung zwischen Elberfeld und
Spa unterbrochen hatten, trafen Re
gienliigstruppen in Elberfeld ein
und vertrieben die Aufständischen:
1 7 der Lchtcren wurden gctptet und
"8 verwundet. Spartakcr besetzten
Bayrcuth und zlvangcn den Bürger.
nieister zu resignieren. Regicrungs.
saldatcn find südlich von Lippe und
vfllich von Bochuin konzontnert wor
den.
Berlin, 2l. Febr. Hier eing?
troffene Depeschen besagen, daß 0
zneuternde, niit Handgranaten vev
sehene Matrosen das Negierungsge
1'äude in München angriffen, ober
von Regierungstruppcn vertrieben
wurden.
Bern, 21, Febr. Die kommunk
IMcy gesinnten .noyu'ngraver im
Riilir 'Distrikt haben beschlossen,
nicht ch:r zur Arbeit zurückzukch
ren, bis die gegenwärtige deutsche
Regierung gestürzt i,t. 120,00
Mann befinden sich am Streik. So
meldet . die Frankfurter Zeitung.
Frankreich und Belgien erhalte Ei
gentuin zurü.k.
Basel, 21. Febr Die öeutsche
?lationalversamiiiliiig hat beschlos.
sen, das industrielle Material, das
von Frankreich und Belgien nach
Teutschland geschleppt wurde, wieder
ziirückzuerstatte,,. So lautet eine De
pesche aus ?ei,ar. . - ,
Weiteres über die tollen Szenen in
Berlin beim letzten Spartakus.
Aufstand 100 Maschinengewehre,
1000 Handgranaten und 1200
. Gewehre im Borwa'rts"gefunden.
Schwere Minrnwerfcr gegen
dieses Gebäude gebraucht. Spar
takisten plünderten.
sie: Sie wollen wissen, was auö
dem Junkcrtuin werden soll? Nun.
die ganze Welt weiß es."
Ludkndorff ein Wagehals, sagt ,
Schcidemann.
Berlin, 21. Feb. 'Kanzler
Schcidemann, der unlängst auf. der
Nationalversammlung den ehcmali
gen Gmeralquarticrmeister Luden
dorff als den leitenden Geist des
deutschen Armeekommandos bczcich
nete und ihn als einen Wagehals
hinstellte, hat es trotz des Protestes
des Feldmarschalls Hindcnbura ab
gelehnt, das ' Gesagte zurückzunch
wen und gesagt, Ich nenne denje.
nigen Mann einen Wagehals, der al
lcs auf eine 5iarte setzt, ohne die
daraus entstchendeil Folgen zu be
rücksichtigen. Daß General Luden,
dorff auf diese Weise verfuhr, weiß
ich aus meiner Karriere als Parla
mcntaricr und als Mitglied des Ka
binctts unter dem Reichskanzler Ma.
rimilian von Baden. Es ist mir vor, die ein Stück wildester Stami
umsomehr gestattet, von Ludendorsf eschichte innerhalb einer sonst fried.
als einen ..genialen Wagehals" zu lichen Großstadt darstellt. Der
sprechen, als dieses dokumentarisch Kampf währte von gestern nachmit
bewiesen werden kann, denn am 1 . 1 Ö$ 4 Uhr bis hmte vormittags
(Aus der Neue Züricher Zeitung")
Berlin. 12. Jan. - Allmählich
dringen Einzelheiten aus dem noch und Gebäude und sammelten Gefan
Schwervcnvundeieii, geborgen hntteir
Ein weiterer Minenwurf schlug ins
Dach des ' Hinterhauses, wo fün
schwere Maschinengewehre postiert
gewesen, und zerschmetterte dort al
les? noch zwei, weitere Minenwürse
und m der sechs Tage wild verteidig
ten Spartakistenfcstung war der Wi
derstand gebrochen. Trirch zcr
sprengte Torwegs drangen Sturm
trupps . ein, , säuberten die Hätiser
immer in weitem Bogen dicht abgc.
sperrten Zeitungsviertcl, in welchem
bis Sonnabend nachmittags noch
nicht alle in Betracht kommenden Zci.
tungsgebäude in der Hand der Re
gierungstruppen waren. Bis jeU
Hort man nur, daß der Vorwärts"
und das Ullsteinhaus" eingcnom.
wen, letzteres erst heute Samstag
am Spätnachmittag, ebenso Haupt,
teile der großen Vüxcnsteinischcn
Druckerei: dagegen wurde um das
Wolffbureau ,noch heftig gekänipft,
und der mit dem Mossehaus gestern
abend abgeschlossene Waffenstillstand,
den die Belagerer, ohne Wissen der
Regierung abgeschloijen, wurde von
letzterer nicht anerkannt, so, daß neue
Truppen heute früh den Kampf wie.
der aufnahmen. Wie es um Schcrl
steht, war gänzlich unbekannt. Da.
gegen liegen umfangreiche Berichte
über die Eroberung deö Vorwärts
Anzah
Krieg gegen Pole eingestellt.
Berlin, 20. Feb. (Verzögert.)
In Uebereinstimmung mit den neu
cn Waffenstillstandsbedingungen sind
die Feindseligkeiten gegen die Polen
eingestellt. So wird offiziell gemel
tot.
Prinz Joachim verhaftet.
Kopenhagen. 2l. Feb. Einer
Münchener Depesche zufolge soll
Prinz -Joachim, jüngster Sohn des
Er-Kaisers, Jntrigiien halber der
haftet worden sein.
Oktober 1918. sagte Ludendorsf:
Ich habe das Gefühl eines Wage.
Halses,
Rosa Luxemburgs Leiche gefunden.
Berlin, 21. Feb. Der entstell.
te Leichngm einer weiblichen Person,
die allem Anschein nach über drei
Wochen lang im Wasser gelegm hat,
te, ist im Landtvehrkanal aufaefun
den wordsn, meldet das Tageblatt.
Bekannte der getöteten Spartakcr
führcrin Rosa Luxmtburg , behaup.
ten, daß es Rosa Luxemburg ist,- die
am 17. Januar ums Leben kam.
Janks in Berlin
London, 21. Feb. Amcrikaiii
sche Truppen find in Berlin und
in verschiedenen Hotels einquartiert
Ivordm. Sie werden die -Verteilung
der erwarteten Nahrungsmittel über.
wachen. So meldet eine Kopenhage.
ner Depesche an die Exchange Tell
graph Company.
Deutschland braucht Nahrungsmittel.
Paris. 21. Feb. 'Vierzehn bri
tische Offiziere, die im Auftrage der
Nahningsmittelkommission verschie.
dene Teile Teutschlands bereist ha
bcn, sind hierher zurückgekehrt und
haben die Erklärung abgegeben, daß
TelUschlaiid Nahrungsmittel, beson
ders aber Fettstoffe haben niüfse.
weil man sich sonst auf Hungersnot
oder Bolschewikiherrschaft, oder bei.
des gefaßt machen müsse. Die sozia.
le und politische Lage in Deutschland
ist stabil genug, um eine ordnungs
mäs'iae Nerteilun hprnUwn hnnnJ
nehmen, doch soll man, so lange dcr''.! hten. Jß nachdem die Ge
. t . . , .i l4lli4i1 Sl I.' mVntK ,4 ,u vr
11 Uhr und wurde Niit Geschützen,
Gewehren, Handgranaten, Maschi
nengewehren und Minenwerfern au.
verhalo und innerhalb der Häuser.
unten auf den Straßen und oben auf
oen Dächern gesuhrt. .
Gerade wie im Kriege.
Den Äusschlag gaben schließlich
Mincnwcrfer, unter deren eutsctzli
chec Wirkung die Vorderfront des
Hauses zerbrach und ein Hinterflü.
gel teilweise vernichtet wurde. Am
Freitag nachmittag begannen zuerst
die Vorpostengcfechte, als im Um
kreis von mehreren Kilometern daS
ganze Zemingsviertel hermetisch
öurch Truppen abgesperrt - wurde
obald die Besatzung des Vor
wärts" und deren Anhänger- in den
anderen Stadtvieneln diese Vorbc
reitungen bemerkten, brachen sie mi
schweren Last, und Panzerautos
durch und führten den Belagerten
noch eiligst Proviant, Munition und
bewasfnete Verstärkungen zu. Gegen
8 Uhr abends war die Sperre vol
lendet- Zugleich aber hatten die
Belagerten ihre Vorposten die gan
ze Lmdeiistraßc voin Vorwäts"
Haus ail die Jeusalcmkirche bis zum
Halleschen Tor vorgeschoben, und die
ses. welches die schmale Einfallspsor.
te daritellte, bc,etzt. Hier entspann
sich der erste schlvere Kampf mit den
von der Bellc-Alliancestraße her
über den Spreekanal und die Belle
Allianccbrücke anrückenden Truppen,
die bisher in, der Dragonerkasernc
nahe dem 5kreuzberg verborgen gele
Die Junker hest! augegnfsen.
Weimar, 21. Feb. Dke wcib.
liche Abgcordnetin. Frau Marie Ju
chacz. von den Mchrheitssozialisten
in Berlin erwählt, hielt ihre erste
Ncde und überraschte ihre Zuhörer
lit einmi heiligen Angriff auf von
Psadowbkn.ehrier und die übri
gen koniervaliven Trlegaten. Sie
zi'tt?,' e,i Ansli-engimgen deö Kabi.
ndii, TnlZschland eine stabile Negu
rung zu gcdc-n, hohes Lob. Sich qn. den-
Friede nicht abgeschlossen ist, nicht
im Ueberfluß senden. Die Offizie.
re haben unter anderen die Städte
Berlin, München, Hamburg, Han
uövcr, Leipzig, Dresden, Magdeblirg
und Kassel besucht. Sie haben in
Erfahrung gebracht, daß die Zahl
der Beschäftigungslosen im Juneh.
rnen begriffen ist: in Berlin allein
befinden sich über 200,000 Perso
nen außer Arbeit, lind die Zahl der.
felven wachst täglich. In ganz
Teutschland liegt die Industrie intol
ge von Kohlenmangels darnieder;
auch herrscht großer Mangel an Roll
Material, weil eine große Menge des
selben den Alliierten, ausgeliefert
i r , 7
meroen munre,
Diebstähle sollen untersucht werden.
Basel, 2 l. Febr. Die, deutsche
Nationalöersainmlimg in Weimar
hat eine Vorlage angcnonunen, ivv
noch" die berichteten Diebnähle in
Belgien, besonders ' die Plünderung
der industriellen Anlagen, unter
sucht werden sollen.
HandelsbrzicliilNstkn mit khemalige
deutschr Kolonien.
Washington. 2l. Feb. Sofor
tige Wiederankiiiivfmig er Handel?,
kirziehllngcit mit den rbemaligen
deutschen Kolonien vt den Ver. !2ioc-
ten Uüd ihren Kolonie!! ife r-tvji
Kriegs Hmidelooord gestattet ivor
schütze und Minenwerfer in Tätig
keit getreten, vermochten die, Garde
jägcr zwischen den beiden flankic
renden Torgcbäuden einzudringen.
Maschinengewehre auf Dächern.
Nun galt es, den dahinter liegen
den Belle-Allianceplatz zu erobern,
loo auf den Hausbüchern und iil den
Häusern spartakistische Maschinenge
lvehrabteilungen sich 'wütend vcrtei
digten. Endlich ivarcn die Angrei
fer im Morgengrauen von anderen
entfernteren Cjrnßen her ebenfalls
über die Dächer hinweg den Auf
gene, darunter auch ' eine
Frauen.
Nussiu wehrte sich wütend.
Eine Russin wehrte sich wütend
bis zuletzt. Unter den Trümmern
liegen ettva dreihundert Tote und
Verwundete- Gegen fünfhundert
Gefangene, darunter auch Russen,
wurdett abgeführt, und mußten von
den Truppen gegen die Lynchjustiz
oer entrüsteten ? Umwohner des
Kampfplatzes geschützt werden. So
weit wir flüchtig festgestellt hqben,
haben die Spartakisten fast alle Setz
und Druckmaschinen zerstört. Große
Proviantvorrate, die sie in den Re
daktionsraumcn aufgestapelt hatten.
wollten sie im letzten Augenblick noch
verbrennen. Doch wurde der Brand
gelöscht. Gegen hundert Maschinen,
gewehre, tausend Handgranaten und
zwolfhundert Gewehre wurden im
Vorwärts" . Haus erbeutet, dazu
Panzerautos. Lastautos,, a. Da
nach kann man sich vorstellen, welche
Wafsenvorrate in den übrigen von
den Spartakisten besetzten festen
Punkten noch vorhanden sind, na
mentlich im ' Polizeipräsidium, wo
der Hauptwarfenplatz vermutet wird.
Hauptquartier in Brauerei. ,
Uebrigens wurde von dort aus be
reite seit einigen Tagen ein neuer
Stutzpunkt in der Nähe des Prcnz
lauer Tors in der dortigen großen
Brauerei Botzow vorbereitet und ar.
nuert. - Diese Brauerei nebst aro
ßein Garten liegt' strategisch günsti
ger, als das Polizeipräsidium, ziem
lich sturmfrei, auf etwas erhöhten?
Terrain und soll schon als- zweite
schwer befestigte Residenz von Eich.
Horn, Liebknecht und dem Vielgesuch,
ten russischen oberbolschewistischen
Radck benutzt werden, die dort ihre
gctreucste Leibwache installierten. In
den letzten beiden Tagen requirierten
und plünderten die Spartakisten in
der Umgegend ihrer verschiedenen
Quartiere was sie konnten, und ver
schonten auch nicht die Arbeiterwoh-
nungen. In einer Postanstalt be
schlagnahmten sie 120.000 Mark.
Bei einer Stadtfiliale der Diökonto
Gesellschaft versuchten sie, allerdings
vergeblich, den schweren Panzer
schrank zu erbrechen. Ferner mel
deten die Blätter den Zuzug spar
takistischer Elemente vom Rheinland
und von Westfalen nach Berlin.
2,000 Spartakisten auf einem Zuge
In Hannover bemächtigten sich ih
rer zweitausend eines Eisenbahuzu.
ges und dampften nach Berlin ab,
nachdem jeder als Handgeld von dein
spartakistifchen Vertrauensmann 75
Mark versprochen erhielt, zahlbar
nach Ankunft in Berlin, wo sie in
den sozialisierten Betrieben ange
stellt würden." Ueber den Verbleib
dieses Zuges ist bisher nichts bekannt
geworden. , In der Buchdruckerei
Buxenstcm wurde der Tresor aüsge
raubt und dem Kassierer, der die
Ouittung verlangte, erklärt: Ge-
winnt Spartakus, kriegen Sie dos
Geld wieder, verliert er, dann ver
licrcn Sie das Geld und wir unser
Leben." v,n einem Haus gegenüber,
wo ich wohne, drangen zwei als Ma
trafen und drei als Soldaten ver
kleidete Räuber lmtrr dem Vor
Bill für Kontrolle
dcrPsarrschlllclllvird
sicher angeuolllmn
Die Burneu Bill, die alle Pfarr nd
Privatschulen unter vollständige
Kontrolle des Staates stellt, eiu
stimmig zur dritten Lesung beor.
öert. Die Vorlage betreffs des
Sprachunterrichts kommt nächsten
Moutag zur Debatte. Heute
findet ein Kaukus der Telcgaten
von Tonglas (5ounty statt, in wcl
chem alle fremdsprachigen Kirchen
gemeinden Omahaö Gerechtigkeit
fordern werden.
ständischen anf'dcn Leib gerückt und wa"d, , nach Waffen zu suchen,, ein
hatten iie vom Bellc-Allianeevlad inu n mn vaiwirnn, naa)-
soweit weggedrängt, daß die Rcgie
rungötrnppcn unten den Platz und
obeil die Dächer beherrschten. So
dann wütete der Kampf von Haus
zu Haus die ganze Lindcnstraße ent
lang.
Schiuerperwundete i Keller.
Ein Stoßtrupp der Potsdamer
Gnrdejäger hatte sich, gedeckt durch
Maschiiiengewchrfeuer, bis zum
Vorivärtö".Haus durchgearbeitet u.
forderte dessen Uebergabe, die schroff
verweigert nmrde. Darauf traten,
nachdem es hell genuz zum Zielen
gemardeii, ztuei schwere Minenwcrfcr
in Tätigkeit, die inzwischen aus dem
Äelle Ällianceplotz aufgestellt waren.
Gleich der rnte Wurf war ein Tref
'er (ni dn loch des orderliaiije?
i)C& 'oniiiirt" jrnfi schlug bis zum
Killte tuitk. wo iH VigiiLilUMX l2Zt :
dein sie ihn gefesselt hatten- Durch
die Wiederbeivaffnung der alten Po.
Iiz.'ii!ianiischaften und die gesäuberte
Sicherheitsivehr, soll auch derartigen
Borkoinmnilien künftig vorgebeugt
weröcn. Erzahlt wird, daß Lcde
bour in vergangener Nackt militä
risch derlia'tet wurde. Den heute
demonstrativ zur Beruhigung der
geäiigsligten Bevölkerung durch die
Stadt marschierenden Truppen sagte
Ebert u. a., sie seien berufen, unge
störte Wahlen für die Nationaler
saninilung zu sichern.
Für O.imha und Uiügegend. für
teil Staat Neroöka und für Iowa:
lliibeiiiinmtes Wetter und tvahr
scheiillich beute okend und Abgeordnete von Douglas Eounty
Sonitna, Lenig Wech'el in Tem Ibea,,trogte deshalb, diese Vorlage
Lincoln, 21. Feb- Donnerstag
vormittag fand im Abgeordneten
Haus der Legislatur eine der wichtig
sten Debatten in dieser Sitzung statt.
Es handelte sich um die Burney Bill,
Hausrolle No. 64, welche die Pfarr
schulen der vollständigen Kontrolle
des Staates unterstellt. Die Hauvt
bestimmungen der Bill sind:
Alle Privat, und ParochiaMu.
ten uno alle Lehrer, die darin Un.
terricht geben, sollen unter die Kon.
trolle der allgemeinen Schulgesetze
dieses Staates kommen, soweit die
se Grade aiibetreffcn, die Sorte der
Lehrbucher, die- Ausstattung und
Vorräte, die Qualifikation und Zer.
n Zitate öcr Lehrer, die Beförderung
der Schüler, und die allgemeine Kon
rolle. Beaufticktigung und Jnfpck
ion durch die Staats' Countn und
StadtSuperintendenten der vsfentli.
chen Schulen."
Nach heftigem Kampf, wurde nur
ein Amendement zur Vorlage ange
nommcn. darin bestehend, daß die
Lehrer der Pfarrschulcn Gelegenheit
erhalten, ihre Zertifikate bis zum 1.
ememoer yjiy zu erlangen.
Die Stimmung des Hauses aina
gleich zu Anfang der Debatte durch
die einstimmige Verwerfung des
Amendemcnts hervor, welches die
ziatholiken eingereicht hatten; eben.
falls durch , tue Verwerfung' eines
Amendements, das Sturdevant ein
gereicht hat. Sturdevant ergriff die
Gelegenheit, um eine glänzende Ver.
cnöigungsrede für ,-dte Pfarrschulcn
zu halten, besonders verteidigte er
den Patriotismus derselben. Es
nutzte aber alles nichts. Das Saus
war keinen Argumenten zugänglich
Anscheinend batte man sich im Vor.
aus fest entschlossen, auf kein Argu
mcnt gegen die Bill zu hören.
Reynolds von Douglas Eounty
versuchte in der Nachmittags . Sit.
zung ein Amendement durchzubrin
gen, das die Vorschriften bezüglich
der Lehrbücher milderte, aber auch
er drang nicht durch.
Scraccwcll von Cherry Eounty
wollte den Lehrern mehr Zeit gege
ben haben, um ihre Zertifikate zu
erlangen, aber fein Amendement
wurde nicht einmal unterstützt.
Das - von den Katholiken uiiter
breitete Aniendement wurde gleich zu
Anfang der Debatte von Vance von
Adams Eounty eingereicht, Byrum
von Frankun Eounty war der erste,
der diesem Vinendement opponierte.
Er behauptete, das Komitee habe
die Sache wohl erwogen und jetzt das
Amendement anzunehmen, heiße die
Redlichkeit der Mitglieder des Erzie
hungskomitees angreifen. Er sagte,
die Leute, die dieses Antendemcnt
eingereicht haben, wollen kein Gesetz,
sie wollen nur Politik. .
Maurer von Gage Eounty wollte
Statistiken verlesen, bezüglich der
Vorlage, dach hat ihm das Haus die
se Gelegenheit verweigert, indem
man Zuflucht zur Geschäftsordnung
nahm-
McKcc von Ctoe Eounty forderte
die Annahme der Vorlage niit den
Worten: DaS Komitee hat gute
Amerikanifieriliigsarbeit getan. Laßt
uns dieselbe bestätigen."
Kurz vor Schluß der Debatte be
antragte Hostettler, die Vorlage an
das 5tomitee zurückzuverweisen, um
weiter- beraten zu werden. Dieser
Antrag wurde mit 72 gegen 10
Stimmen verworfen. Das zeigte.
woher der Wind wehte, und als der
Antrag zur Abitimmung kam, die
Bill zur dritten Lesung zu beordern,
gleichbedeutend mit ihrer Annahme,
wurde derselbe einstimmig angenom
men. Die Vorlage wird wahrschein
lich Sa,nslag morgen zur Annahme
koinmen.
Das Haus' sollte sich Tonncrstaa
auch mit der Sprachenvorlage, Se
nate File No. 21, befassen, der be.
kannten Siman Bill, die ollen fremd,
sprachlichen Unterricht verbietet, doch
nahm die Debatte über die Schulvor.
läge alle Heit in Anspruch. Der
D
enWandfollMe
Kriegskosten Wlel
Dieses verlangen stellen öie alliierten eurep
ischen Großmächte; Präsident wilson
opponiert öiesem Plan
. - ' - ,:;'f'.-
Herr wilson wird Dienstag in tvashingtsn sei::
.Paris, 21. Feb Vertreter derisei und daß Frankreich, Italien unö
alliierten europäischen Großmächte die anöeren Nationen imstande sein
haben eine gemeinsame Erklärung
an den Präsidenten Wilson, an Bord
des George Washington, gedrahtet.
wonach Deutschland und dessen Ver
bündeten sämtliche Kriegskosten zu
bezahlen haben. Herr Wuson , hatte
dieiem Vorschlag, als er un Ober
sten Knegsrat zur Sprache kam, op.
poniert und erklärt, daß es unmög
lich sei, eine derartig hohe Summe
zu bezahlen und daß die Waffen
stillstandsbedingungen serner vor
schreiben, daß nur . der angerichtete
Schaden vergütet werden soll.
Die Alliierten behaupten, daß die
ses eine falsche Auffassung der Was.
fenstillstandsbedingungen sei. In
Wirklichkeit fordern die Vertreter
der Großmächte den Präsidenten auf,
diese Frage endgiltig zu entscheiden.
Die Ansicht der amerikanischen Dele
gaten geht .dahin,, daß- die von
Deutschland und dessen Verbündeten
zu entrichtend Summe, die sie in
einer mäßigen Reihe von Jahren zu
zahlen imstande sind, auferlegt wer.
den soll. Das soll dann die Grund
läge zur Beilegung der Geldentschä
digungsfrage bilden Der Präsident
und die übrigen amerikanischen De
legalen opponieren einer Fesselung
Deutschlands durch eine enorme
Schuldenlast, die zu bezahlen es nicht
innerhalb 50 vielleicht nicht in 100
Jahren fähig wäre. j
Das deutsche Volk würde dadurch
versklavt werden; die Ansicht der
amerikanischen Delegaten geht dahin,
daß Deutschland binnen zehn oder
fünfzehn Jahren die Entfchädigungs
summe bezahlen soll,
Belgien, so heißt es. steht auf Sei
ten Amerikas- Diese Frage wird als
die schwierigste betrachtet, mit wel
cher sich die Konferenz zu befassen
hat. Ist dieselbe erst mal beigelegt,
danii dürfte man sich auf alles an
dere verhältnismäßig leicht einigen.
Die Frage der deutschen Wehrkraft.
Die Frage, ob man Deutschland
erlauben solle, Männer tveiter zum
Militärdienst auszubilden -und die
selben für den Kriegsdienst weiter
auszurüsten, wird wahrscheinlich vom
Rate der Liga der Nationen be
stiinmt werden, wie 'auch die ganze
ragc oer Militärpflicht, und des
Verwendens von Tauchbooten im
Kriege und der Flotten ' der Welt
un allgemeinen. Eine Bestimmung.
welche wahrscheinlich unter Artikel
12 der Konstitution der Liga er
Nationen geregelt wird ist die Aus
yebung der Militärpflicht für
Deutschland für ern; Zeit von wenig
stens zehn Jahren. Sollte ein sol
cher Vorschlag angenommen werden,
so glaubt man, daß durchaus keine
Gefahr für die Grenzen vorhanden
. c . k" rr sl i v v ,
meroen, finanziell, . zerren aarans
ziehen zu können, indem sie den Mi
litärzwang ' in ihren eigenen Län
dern .aufheben. Man erwartet, bat
unter dem gleichen' .Artikel da
Tauchboot aus , allen Flotten der,
schwinden wird, selbst für den recht
mäßigen Gebrauch im Kriege.
Die Präsidenteureise.
An Bord des U. S. S. George
Washington.- 20. Feb. (Von Robert
I. Bender, Korrespondent der Unit
ed Preß.) Der Dampfer hat seine
drahtlose Verbindung, die mehrere
Stunden lang wegen eines Schadens
am Mechanismus unterbrochen war,
wieder hergestellt. Es herrscht ein
starker Wind und die See gebt
hoch. Heute hatte Präsident Wilson
die Kongreßabgeordiieten Helvering.
Nois uns Smith ber sich zu Tisch.
Dann erging er sich auf dem Deck.
Der assistierende Marinesekretär
Franklin Roosevelt hat weiterer.
Kriegsschiffen aus den, Ver. Staa
ten Befehl zugehen lassen, den Tarn
pser George Washington einzuholen
und denselben nach Bojton zu be
gleiten. .
Washington, 21. Feb. Wie Sek
retär Tumulty heute ; sagte, wird
Präsident ' Wilson Montag nachmit
tag in Boston eine Rede halten. Der
Präsident wird wahrscheinlich ersr
Montag früh , in Boston eintreffen:
das Unwetter hat die Fahrt des
Dampfers etwas verlangsamt. Mon
tag Abend wird . Herr Wilson noch
Wafhington abreisen und sich am
Dienstag, der Erledigung amtlicher
Geschäfte widmen. '
Sloan gegen die Liga,
wie früher den Nrieg
zu machen. Dieser Antrag käm zur
Annahme.
Mittwoch abend haben Vertreter
aller fremdsprachigen Kirchengemein,
den Omahas im Heime des Musik
Vereins eine Versan,msun7 ohnchnl.
ten und beschlossen, Vertreter nach! die vieler anderer republikanischer
- ' ' t? ... -Y-. . r . . i-v
Lincoln zu senden, uin in e nein cnaioren, oie oue giauoen, eie Via
Washington, 21. Feb. In ei.
nem Interview ließ sich Senator
Sloan von Nebraska des weiteren
über seine' Stellungnahme zum Krie.
ge und zur Välkerliga aus. Meine
Rede, die meine -Abstimmung 'gegm
den Krieg motivierte, ist recht leöbar
geworden", sagte Herr - Sloan,
wenn man Senatoren , heute . an
hört, die für unsern Eintritt in den
Krieg stimmten." N ; :
Der Senator ist der Ansicht, daß
unser Volk zu realisieren beginnt,
was den Krieg verursachte und wa
rum wir in den Krieg eintraten. Er
meint, daß wir zu große Verpflich.
tungeii übernehmen, wenn wir uns
in europäische Verhältnisse, einmi.
fchen. Er habe alles dies im-Vor.
aus gewußt. - (?r habe' damals gc.
glaubt, und sei noch jiiMer derselben
Ansicht, daß Präsident . Wilson der
ihm gestellten Aufgabe nicht gemach',
sen sei. ' l , - l
Was die Völkorliga anbetreffe?,
so glaube er nicht, daß etwas Gu.
tes das Resultat sein würde, und
daß wir uns nur Verdruß und Un.
ännchmlichkeiten bereiten, wenn wir
der Liga beitrcten. .
Seine Ansichten sind-typisch für.
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natoren von Douglas Eounty ihre
Wünsche in der Sprachenfrage zu
unterbreiten. Vertreter von über
.000 Familien waren in der Ver
sammlung vertreten. Die folgenden
Herren sind heute morgen nach Lin
coln.zu dn Kaukus abgereist, die
Herren Leo. Honmann und 23rn-
Sternbcrg als Vertreter der deut
eschen Katholiken, die Herren Pastor
Otto und Ehas. Shernian als Ver
trctcr der deutschen Lltthcraner, Pa
stor Osterholm uiid Nels Thorson
als Vertreter der Schweden, Advokat
Votava und Jas. Pavlik als Ver
treter der Böhmen. Rev. Vater Kala
maja und Vater Gluba als Vertre
ter der Polen; auch die Italiener,
Lithauer usw. waren durch Abgeord
nete vertreten. Diese Herren wer
den der Omaha Delegation die
Gründe unterbreiten, weshalb der
religiöse Unterricht in der Mutter
spräche gestattet werden sollte, und
ein entsprechender
tion auf ihrer Seite zu haben. Zwei,
fellos wird nach Ankirnft des Prä.
fidenten dies noch an Intensität zu.
nehmen.
Als Anarchisten verhaftet.
Seattle, Wash., 21- Febr. 23
Männer wurden in Hast genom
men und sitzen im Gefängnis, um
ihren Prozeß abzuwarten wegen ih
rer, Beteiligung an dem Streik der
organisierten Arbeiter. Sechs weitere
Verhaftungen, unter derselben Be
schuldigung, sollen uola vorgenom
men werden.
dcratur.
-HaLI;en Montag jum Sjzczialgeschäst um dies zu ermöglichen.
Truppru gegen Auftahrer.
Amsterdam, 21. Febr. War
schall Foch hat die Erlaubnis geg?
ben, daß die deutsche Regierung
Truppen in einem zehn Kilometer
breiten neutralen Distrikte zur Un
terdrückung von Aufrührern vor
wende. Diese Erlaubn! bdlrizikt .
sich ans Köln, einschließlich von X.:'.-
seldorf und die Rheinlands h
prachmücrricht, Hinurff . Sa meldet eine Dcpesch-:
Luenrer.
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