Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, December 03, 1918, Image 6

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Leim und, Säße.
limz und Kultur- haben uns
'$9 mehr oder weniger zu Haus
,VV menschen gemacht, daher ist
die ' Wohnungsfrage von
. größter Bedeutung. Qin
trautes Heim gebrauchen die Menschen,
wo sie nach des Berufes Arbeit, und
Mühe sich wohl fühlen, und wo sie ihre
Gäste empfangen. Nielfack, ist es aller
dings Mode geworden die Gesellschaft
ten in das Restaurant cät Hotel zu
verlegen, um die Hausfrau zu entlasten
und die Ruhe des Hauses nicht zu ftö
ren. In kleineren Städten tun sich
auch wohl Zwei Familien zusammen
und mieten Hoielräume, die sie für ein
Fest, eine größere Gesellschaft nach eige
nen Ideen herrichten. Etwas schwierig
gestaltet sich fca? Empfangen der Gäste
bei der alleinstehenden Frau in einer
beschränkten Wohnung. Wenn alleZ
auss schönste aufgeräumt ist. kommt
keine Seele, aber wenn man mitten in
der Hau?arbeit steckt, dann ist der lieb
sie Besuch ei Störung. So geht es
manchen, die gezwungen sind, in einem
Zimmer nit wenig Nebenaelaß ihr
Heim aufMschlsgen und die oft mit die
lcn Entscauldigungcn und meist etwas
kramvfl?.if:es Liebenswürdigkeit die Wir
tin schielen. Wird das eine Zimmer gar
ill Schlak-, Wohn- und Speisezimmer
benutzt, so ist es noch weniger ange
nehm. Die Not hat da ersinverisch ge
macht und allerlei Erleichterungen,
schaffen, die, den alleinstehenden Frauen
und auch den Junggesellen, die oft un
ter den gleiche: Schmierigleiten leiden,
hier ein Tischlern deck dich" zaubern,
dort Nutzgeoenstände in das kleidsame
Gewand von hübschen Schmuckmobeln
hüllen, so daß ein Uniöersalzimmer zur
Wirklichkeit wird. Man hat kombi
nierte Möl?el erfunden, die eine ganz
erstaunliche Vielseitigkeit bcsiden. Zu
nächst kam doS Nuhelager, das sich durch
eine kühne Drehung in ein richtiggeben
des Bett verwandelt. Sofas und Ses
sel mit ähnlichen Vorrichtungen folgten.
Geheimnisvoll ist eine elegante Sitz
iruhe mit fiel, Rückwand, die herunter,
geklappt eine Schreibp'atte darstellt und
Fächer fPr Briefpapier sichtbar werden
läßt. Der Aufsatz enthält das Wert
fchränkchen und gibt der Handbibliothek
Raum, der Sitz enthält dzs bequeme
eit. Es gibt auch eine Truhe, die
'rnn runden Tisch bi?gk, während .das
"-v!zol!z Innere in wohlbneckneter
intci'unz de SpiritiiZZoch, Tassen.
Keller und Beflecke. Tischzeug und lä
rr wmb(C:. Bekommt die Besitzerin
dieser Wiwderkiuke unerwarteten Be
such, so bedarf es weniger Handgriffe.
,'nd der klsserelezke Platz ist in einen
Sveisetisch verwandelt. In ähnlicher
'.' 'r l eherberzen andere Truhen alles
Schnsiderz'rät, k'ser es wird die Nlick
wand ttuh r v Spieltisch. Besonders
$?tanh SAr5r.se gnn,!en in einer Ecke
d,? ?,rvwri einen kleinen Scklafraum
b. i-Pa (.'?!-seng durch einen hübschen
'.ged.ind verdeck: wird. Werk,;?
ZchttkZt mm außen TikdersammZu.
gen und sind an der Rückseite Kleider
stander. Durch diese praktischen Möbel
kann das Zimmer immer jene Wohnlich
leit und Behaglichkeit besitzen, die d.er
arbeitenden Iran als Ausgleich zu der
hastmden Unruhe des Erwerbslebens
Bedingung ist' sie kann jederzeit Besuch
empfangen und ihn ohne viel Mühe be
Wirten. Ein sehr wichtiger Gegenstand in
einer gemütlichen Wohnung ist eine rich
tiggehende Ubr, die das schwierige Pro
blem der Zeitersparnis lösen hilft.
Diese unerbittliche Mahnerin an die
Vergänglichkeit olles Irdischen ist auch
die treneste Helferin der Pflichterfül
lung. Vor allem soll die Uhr einen
Nutzwert hriben; es ist nicht immer nötig,
daß sie in kostbarem Gehäuse als Luxus
gegenstand prunkt. Tie Hauptsache ist,
daß das Uhrwerk in guter Beschaffen
heit ist. Tüs erste Erfordernis für die
Zuverlässigkeit des Zeitmessers ist das
regelmäßige Aufziehen. Beim Staub
wischen darf nicht an der Uhr gerückt
werden, da besonders Wanduhren, so
bald sie nur einen Millimeter aus der
Richtung kommen, an Zuverlässigkeit zu
wünschen übrig lassen. Ferner bedarf
alle Zwei bi2 drei Jahre auch das beste
Uhrwerk einer Reinigung, wenn es bau
ernd brauchbor bleiben soll. Ter ein
gedrungene Staub bildet in Verbindung
mit dem verdickenden Oel eine Art
Schmirgel, der das in Gang gehaltene
Räderwerk auf die Lange der Zeit be
schädigt. ,
, Wer übe: eiri größeres Heim verfügt,
sieht neben vorübergehenden Gästen auch
gern Logierbesuch bei sich. Ein nicht
ganz höfliches Sprichwort, das aber im
merhin ein Körnlein Wahrheit in sich
birgt, sagt da: Logierbrfuch macht
doppelte Freude; wenn er kommt und
wenn er geht." Für den Gast ist es
kein sehr angenehmes Gefühl, wenn sein
Lager im Salon oder im Zimmer des
Hausherrn aufgeschlagen ist und tags
über irgendwohin verkramt werden muß.
Das Gefül.:. Umstände und Mühen zu
verursachen, wirkt einigermaßen drü
ckend. besonders wenn die Gastgeberin,
die so stürmisch eingeladen hat. nachher
müde und abgehetzt scheint und eine
umwölkte Miene zeigk. Etwas anderes
ist es. wenn man das Gefühl hat, hoch
willkommen zu sein, und wenn Lie-bensmürdiak-ir
und Humor über die
kleinen Schattenseiten hinweghelfen.
Man begreift ja auch, daß das Frem
dennmme? ein Luxus ist. den sich in
großen Städten, besonders in n besse
ren Stadtteilen, nur sehr Begüterte sei
steil können. Manche Hausfrauen ma
chen sich und den Gästen deren Aufent
halt dadurch unbehaglich, indem sie sich
verpflichtet fühlen. Umstände zu machen,
wodurch sie sich Opfer in jeder Bezieh-,,
ung ouserlegen, die der Gast gewiß'
licht verlanak !hm ist doch meist um
das gemütlick Beisammensei zu tun.
iirn eine herzlich Aussprache, um ein
??ar v'rz.ü'igte Stunden. Er möchte
vielleicht auch gern ekmaZ von der frem-
tickereivorlage zu einem Tablett-
x"
y l fenbeinfarchigeZ Leinwandzeug leiht einen patrhtn ,Hmter,nud für gemischte purpurne und grüne StfntHeninflen aus dies',
i ",te.r" .Wabrend t.i Muster von weih einwand mit tveincr Stickerei hergestellt werten kann, ss verliert es doch seinen gröfv
ten Reiz m farblosem Effekt. Die Traiibenblätter sollten in farblosen Eatinslichen solid ausgearbeitet werden Tie fasern sollten
m,t demselben QJnrn auSgearbeiket. aber umgedreht werden, um einen erhöhten Untergnind hervoriibrinjikn da die ffaserun im
,'latt f'ch zeigen mufi, wenn die Arbeit nicht so getan wird, daß die Idernna in den Satinstich geivorfen wird, .ind da ist sehr ftflirie
ng wegen der zahlreichen AbMe,gungsl,ien. Gewöhnlich werden die Vldern ausgehackt, aber da? ist nicht noiivendig, Sie sangen
out den Trauben ,m Zentrum an und arbeiten zn ven Enden. Ivol'ei Sie die eine Häifie der Traube zusainmeul'earbeiten und im
ntnim eine Rundung und Erbukuiig machen, welche über de mittleren Teil ragen, und dann aNiniiklig die Linien an den Enden
schwacher machen, was den ljolimmdeii Effekt hervorbringt. Tie 'könne,, zwei Schattierungen von Purpur-, Wein und eine grilii
liche Färbung benutzen. ' ES gibt reguläre Traubenfarben, ,d ein zwei, und drei-farbige Purpur- und Wein-Tchatticrungen. die
benicht werden können. Ivt Kontras ist sehr wirksam und bringt einen wirklichen Traubencksseli hervor
Dieses Muster kann mit feinet Leniwand erstellt werden, die ZeicknGg mit schwerer Markierung. Es ist nicht so HMsch wie in
soliden Esfekien, aber daZ vollendete Muster enthalt einen svivcnartigen Ausdruck. Man beschließt die naikie Ecke mit einem lockeren
KnopflochMch von Leimvandftdcn. von der Farbe ibrez Hintergrunds und häkele die Enden. Winifred Worth.
Wk birfel lefft Itamtm wndr, sann.
Leg, tttoei Ceife fn ftn ?nt Stifte Wasser, rühre um und entferne d Sife. Vefeuchte bei Dessin mit dieser Ml
schung dann entferne u gros ffeuchrigkeit durch tellweiseZ Trocknen bei Dessin. Lege Material ' is eine harte ftlärf
und lege das Syffin mit der tterseite nach unten auf das Material. Lege 51 i Bogen Zeitungöpapicr darüber und reibe
stark mit einem Cdlöfsel. bi dS Dessin vollständig libertragen ist.
Patent uochgesucht.
World Color Printtag Co, St Loalt, Mo. ,
-
ie wir mit unseren Büchern
PjSi umgehen? Gut natürlich!
denkst du, liebe Leserin uns
V schüttelst verwundert den
Kopf, daß man eine so törichte Frage
stellen kann. Aber wenn unsere Bücher
reden könnten, wie manche Klage bclä
men wir da zu hören über die Unacht
samkeit, Nachlässigkeit und Gedanken
losigkeit ihrer Besitzer! Es sind natürlich
nicht immer große Verzehey, deren wir
uns unseren gedruckten Freunden gegen
über schuldig machen hier ein Kniff,
dort ein Fleck, ein kleiner Makel nn,
doch er genügt, um die Schönheit und
Dauerhaftigkeit des Buchcs zu gefährden.
Wie behaglich ist es z. B.. sich beim
Morgenkaffee oder -tee in ein gutes Buch
zu vertiefen: kaum, daß man sich Zeit
nimmt, die Semmel zu streichen und den
dampfenden Trank einzuziehen. Wie ge
bannt hängen die Augen an den Seiten
des Buches; mechanisch führt man die
Semmel zum Munde, nimmt einen
Schluck und rührt daMischcn mit dem
Löffel in der Tasse hin und her, wo
den Stadt vrb Gegend sehen. Aber es
ist ihm H5f':st peinlich, wenn er merkt,
daß seinetwegen der ganze Haushalt
umgckrempc!!, auf einen nobeleren Fuß
gesetzt wird, daß die Gastwirtin sich dar
auf versteift, ihm ein vielgängiges Ti
ner vorzusehen, das ihr vielleicht bei
einer ungeübten Hilfe saure Arbt und
Mühe gekostet hat. weshalb sie nachher
abgespannt und nervös bei Tisch sitzt.
Dem Gast ist sicher ein Essen, über
dessen Gelingen keine Aufregung zu
herrschen braucht, ebenso lieb. Kommt
dir zu HuS ein lieber Gast, gib's ihm
so gut, als du es hast.' Man braucht
nicht über große Mittel zu verfügen,
um Gastfreundschaft zu üben. Wer zn
Besuch kommt, muß wie ein Mitglied
der Familie betrachtet werden, dann
fühlt er sich wohl und behaglich.
Viele lielkn es, andere zu überra
schen, wenn sie zu Besuch kommen. Das
hat eine doppelte Seite. Oder soll man
sich freuen, wenn man für den Sonn
tag eine schön: Tour geplant hat und
nun am Vorabend durch Besuch über
rascht w'?s, während das Mädchen be
urlaubt i't und nun man selbst mit
Zimmernd? nd Kochen die Zeit zu
bringen muß? Im allgemeinen fund!
gen Männer in dieser Beziehung mehr
als Fnn. Sie gehen von der Idee
aus. keine 'ühc machen zu wollen. In
einem nicht arf großem Fuße eingerich
tetea Ha-halt stört man indeS weni
qer, wenn man fein Kommen anzeigt,
was den Heimgesuchten gestattet, and?
DlSpositlonen im Haushalt zu treffen
und sich d'N Besuchern z widmen.
Dann ! in'? ci Hausfrau leichter ein
seshückes f'rfsitf! machen, toä oft bes
ser ist als ti feines Gericht.
WNMe gehe
Wiß7B
Miß
Tägliche OmsHa TMllne
n wir mit
nnjeren Mcijern um?
bleibt da Zeit, darauf zu achten, ob auch
kein Tropfen, kein fettiges Krümchen auf
die Seiten fällt und Flecke und Ränder
zieht, oder gar die Honigscmmel ihre gol
denen Fäden spinnt und fachte zum Buch
herniedergleitcn läßt? Zu spät erst seyen
wir den Schaden und suchen ihn dann
nach Möglichkeit gut zu machen. Aber
ganz ohne Spuren gebs nur 'in den
seltensten Fällen ob. schlimmer noch
frcilich ist's, wenn wir beim schnellen
Aufstehen an Tasse oder Kanne, stoßen
und deren Inhalt sich in breiter, dunkler
Flut über unser Buch ergießt und es
nicht bloß innen, sondern, auch aiißrn'
unheilbar verdirbt. Wenn wir uns we
nigstens eine Lehre daraus zögen! Aber
weit gefehlt! Schon bei nächster Gele
genheit fallen wir in den allen Fehler
zurück und beruhigen unser Gewissen mit
dem wohlfeilen Troste? Einmal ist kein
mal! Dergleichen kämmt b?i dir nicht vor:
lagst du? Nein, gewiß nicht, denn du
sagst du? Nein, niffit, denn du
besitzest nur weniae Bücher, und zwar
nur elegant gebundene mit Goldtiteln
und farbigem Schnitt, und die hütest
du Wie deinen Augapfel. Sorglich ver
teilt schmücken sie die Tische und Simse
in Salon und Wohnzimmer, und das
schönste liegt sogar ausgeschlagen auf
deinem Nähkorb. 'Allerdings liest du nur
selten darin, und die liebe Sonne bat
somit Zeit, die beiden zur Schau ge
legten Seiten nach Herzenslust zu der
brennen. Ganz gelb sehen sie gegen die
anderen Blätter aus! Aber, auch die
strahlend roten, blauen und violetten
Einbände der anderen Bücher wissen von
Frau Sonnes heißen Küssen zu erzählen,
unter deren Glut sie allmählich erbleichen,
bis von dem einstigen Glanz nur noch
ein fahler Schein übrig ist. Also auch
.das ist nicht das Rechte.
.Nein." meint da eine impulsive und
eifrige Leserin, .Bücher sind nicht dazu
da, als tote Dekorationsstücke den Tisch
zu schmücken; Bücher sind Gefährten und
Freunde, mit denen man sich täglich be
fchäftigen mutz, die man nicht zur An
sicht auslegen und gleichsam mit Glac
Handschuhen anfassen darf." Und wäh
rend sie das fa?.t. schlägt sie bekräftigend
mit der geballten Hand aus das auf
geschlagene Heft vor ihr, daß es er
schrocken einen Luftsprung macht und
über die Tischkante zü Bcden gleiiet.
Um ein paar Knittern und Ecken reicher
lehrt es aber schnell wieder zu seiuer
Herrin zurück, die sich gleichmütig, als
sei nichts geschehen, sofort von neuem
in seinen Inhalt versenkt und so eiftia
beim Lesen ist. daß sie sich nicht einmal
Zeit nimmt, die noch unaufgeschnittenea
Sei!' mit dem Falzbein oder Messer
vorsichtig aufzuschneiden, sondern einfach
die Hand dazw schen schiebt iii'd
ritsch, ratsch drauf losreißt. Mit
Zetteln un'D Zacken als kMcg lik Mäft
,
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ihr Spiel damit getrieben, fliegen dann
natürlich die Blätter auseinander . . .
Sollen wir so mit unseren Lüchern
umzeljen?
Gwiß nicht! Und wir sollen es auch
nicht macken wie manche, die sich beim
Lesen, besoichcrs bei großen Bänden, so
recht gemütlich mit den Ellbogen auf die
Buchseitcn stützen oder gedankenlos die
Ecken der Seiten durch die Finger glei
ten lassen. Beides verdirbt die Bücher
und macht die Bindung locker. Und na
tllrlich sollen wir beim Umblättern auch
nicht' die Finger benetzen oder gar-mit
fettigen,' schmutzigen, schmutzigen Händen
ein Buch angreifen. Es ist unglaublich,
wie viel gerade in dieser Hinsicht an
unseren gedruckten Schätzen gesündigt
wird, und wie achtlos man nicht nur
bei den eigenen Büchern, sondern auch
bei geliehenen, oft teuren und kostbaren
Werken verfährt.
Der öielgeiibtcn Unsitte der ..Esels'
ohren" huldigst du doch wohl hoffentlich
nicht, verehrte Leserin Ein Stückchen
Papier, wenn du schon kein richtiges
Lesezeichen besitzest, ist ja so schnell zu
sammengesaltet und zwischen die Seiten
gelegt, wenn es heißt aufhören!" Tu
'hast also gar nicht nötig, dein Buch durch
umgekniffte Ecken zu verunzieren oder
es mit aufgeschlagenen Seiten aufs
Gesicht" zu legen, damit du die Stelle
gleich wiederfindest. b:i der du unter
brachen wurdest. Du würdest deinem
Buche auch einen schlechten Dienst mit
solcher Behandlung erweisen, denn wenn
sie sich öfter wiederholt, so lockert sich
der Einband, und der Leim am Rücken
des Buches springt ab. Aber nicht we
nigcr falsch würve es sein, wolltest du
irgend einen herumliegenden Gegenstand,
etwa die große Papierschere, den Be
schwerstem oder einen Bleistift als Merk
zeichen zwischen die Seiten schieben; er
stens halte das ähnliche Nachteile im Ge
folge, und dann zerkratzen und beflecken
sie möglicherweise auch noch das Papier.
Doch nicht nur beim Gebrauch unserer
Bücher, auch M der Aufbewahrung tön
nen wir ihnen schaden. Da pferchen wir
sie beifpieleweise auf dem Bücherlalter
oder im Schrankfach derartig fest ein,
daß es nur mit größter Anstrengung ge
linzt, einen Band aus der fürchter
lichen Enge" kzervorzuzieben. Und ist
es gsschzhen, so Näzt sein Einband gewiß
deutliche Spuren davon. i't zerkratzt und
abzeschabt. und wenn wir die üble Ge
wohnheit haben, die Bücher oben am
Rücken anzufassen nd mit dem Zeige
fing zu tippen, so wir der Einband
auch dort s't,r bild einieißen und das
B,ch sich h'ochft liederlich darstellen.
Ebenso tinrichkia ist es, die Bücher beim
Zurückschiebm schärf ge?'n die Wand
cd die dzhintersteke,: Bücherreihe zii
stoßen; wie l'ickt bs,t sich dabei eine
Ecke Einbandes um, und die dor-
v i r:
iSC
sideumatlsmu; und 5auerstolllalze.
Der übermäßige Genuß von Pökel
waren, d. h. solcher Fleischnahrung, die
durch Zusatz von Salpeter konserviert
worden ist. hat bei längerer Dauer eine
ganze Reihe von Gefundheilsstörungen
zur Folge, die in ihrer schmersten Form
als Skorbut oder Scharbock bekannt
sind, sich viel häufiger aber in mannlg
sachen Rheumatismen zeigen. Der Skor
but war ehedem namentlich als Krank
heit auf längeren Seereisen gefürchtet?,
und es ist . gewiß bcmeilcnsw!kt, daß
dem berühmten Weltumsegler und Enl
deck Cook 1770 die goldene Denkmünze
der Londoner Königlichen Gesellschaft
der Wissenschaften deshalb zuerkannt
ward, weil er es verstanden halte, durch
Anwendung geeigneter Mittel seine
Mannschaft vor dem Skorbut zu fchiit
zen und nicht, weil er für England' ko
bedeutsame Entdeckungen in der Süd
sce gemacht hatte! Das wußle man ja
schon lange, daß gegen derartige Stö
rungen der Blutzirkulation als wert
volles Gegenmittel sozusagen der über
mäßige Genuß frischen Gemüses (grii
NcN Salates. Obstes u. s. f.) wirksam
deren Teckelkanken werden durchgerieben
und unansehnlich gemacht.
Wer seine Bücher lieb hatwird sie
gewiß nicht gern verborgen, denn man
weih Wohl, wie man sie sortgibt. nie
aber, wie man sie wiederbekommt. Trotz
dem läßt sich das Verleihen kaum völ
lig vermeiden, und so, Zollten mir wenig
strnö jedes Buch, das' wir besitzen, deut
lich als unser Eigentum kemizeichncn,
entweder durch Einkleben eines beson
deren Buchc'ignerzeichcns, er libris" ge
nannt, oder durch handschriftliche Ein
tragung unseres Namens auf das Titel
blatt. , '
Bor allem aber sollten wir uns,,an der
Tür des Bücherschrankes oder in einem
besonderen Büchelchen eine Tabelle an
legen mit genauen Vermerken, wann und
an wen wir ein Buch verliehen, und
wann wir es zurückerhalten haben. So
sind wir immer über unseren Bllcherbe
stand unterrichtet und können etwaigen
Ausreden der Entleiher: Tas habe ich
mir nie borgt' oder Das habe ich ja
längst zurückgegeben", auf Grund unserer
?!otzen mit aller Bestimmiheit entgegen
treten.
Noch mancherlei ließe sich über die Be
Handlung und den Umgang mit Büchern
sagen, doch mag es mit diesen wenigen
Hinweisen sür heute genug sein. Lasz
dich on ihnen ausmntsam machen und
nachd'nklich stimmen, liebe Lestrin, und
wenn du dich in irgend einem Punkte
getroffen fühlst, so bessere dich in Zu
kiinft und achte auch auf die kleine Welt,
damit sie sich von Jugend auf die goloenk
Aezek einpräge und beherzize:
Geh sorglich um mit tintta 83
chtai" , 1
t
sei. Heute aber fehlt es uns auch in
folge unseres Abgeschlossenscins von '
'manchen früheren wichtigen Bezugs
quellen an den nötigen Mengen solcher
Äegetabilien. Dafür hat jedoch die Heil
Wissenschaft gewaltige Fortschritte ge
macht 'und wir wissen heute, daß weit
aus das wertvollste Heilmittel gegen die
erwähnten Gesundheitsstörungen der
Saaerstosf ist, zumal in Form des akti
ven Sauerstoffes, d. h. des Ozons. De,
Salpeter, der in den Fleischwaren auf
genommen wird, wirkt als eine Art von
c-i ...:ti ...c ..r.-.- H..ii ! ...t !
ulli uiijt" lumtiaiauj ui
einer Weise lähmend ein, daß besonder,
an denjenigen Stellen des Körpers
Stauungen eintreten, wo aus mechani
schen Gründen keine großen Ädern ohne
Quetschungen liegen können. DaS sind
die Umgebungen der meisten Gelenke
unsers jlärvers und auch ,'wisse M
kelgruppen. in deren Nähe sich scharskan
tige Knochenleisten befinden. Durch
solche Stockung leidet der physiologische
Abbau der mit der Nahrung aufgenom
menen Eiweißkröper. In der Reihen
folge, wie unsere eiweißhaliige Nah
rung schrittweise vom Eiweiß in Pep
ton und weiter in Harnsäure überführt
wird, setzt in unserem Körper die Stö
rung ein, und anstatt mit dem Harn
ausgeschieden werden, lagert sich die
tägliche Menge nur unvollkommen aus
genutzter Eiweißnahrung in Form von
allerlei Harnsäuren Salzen in der Nähe
der Gelente, in den oben angedeuteten
Muötklgruppen ekc. ab. Um diese Harn
sauren Salze nun aufzulösen und da
mit die rheumatischen Störungen zu
beseitigen, gilt es. dem Körper genü
gende Mengen Sanerstofjtz zuzuführen.
Sauerstoff ist aber bekanntlich ein GaZ,
wir müssen ihn also an ein eeianetes
Material binden. Als solches ermie
sich das Maznesium sthr zweckmäßig,
und in dieser Magnsium-Özonverbin
düng haben wir ein wertvolle! Vor
oeuge- xno "Miiiei gfg!n tuma
tiömus.
Vor jeder ehrlichen Ueberzeugung
Mach, eh du sie angreifst, eine Vn
' bet!g,ina!
Ld5! Füll.
Such einen Glücklichen, wenn du eS selbst
nicht bist!
Sei glücklich, daß. du sichft, daß es ein
andrer ist!
fiiiifert.
Tie f&fnnina, ist unser, der Ausoanz
&0lUi',
Eprichivvrt.
Ter Eitle will feine Freude an der
eigenen rfo auch bin anderen in teil
. werde lassen.