Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, December 03, 1918, Page 3, Image 3

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    Seite 3 -Tägliche Omaha Tribüne-Dienstag, den 3. Dezember 1018.
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Omaha Tribüne.
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(11. Fortfedunz.)
Hier ist dcr Palast", sagte tiner
der Bauern. .Wir wollen euch gleich
anmelden." , ''
Er trat in die Bauernhutte. Ich
wartete lange, endlich kam er zurück
mit der Meldung: .Unser Zar läßt
den Herrn Offizier bitten.' -
Ich trat in die Bauernstube oder,
wie die Bauern sagten, in den Palast.
Sie war von zwei Talgkerzen belcuch
tct, die Wand waren mit Goldpapier
letlcbt. Im übrigen war alles wie
sonst bei einer gewöhnlichen Bauern
flube. Pugatschew safz auf der Bank,
im tüten ttastan und hoher Mütze.
Zceben ihm standen einige seiner
Hauptgenossen mit dem Ausdruck ge
hcuchelter Untertänigkeit auf dem Ge
lichte. Pugatschew erkannte mich auf
den ersten Blick.
Ah. Euer Gnaden," rief er leb
haft. .Wie geht's? Was führt dich
hierher?"
Ich antwortete, ich wäre in eigener
Sache gereist, und seine Leute hätten
mich angehalten.
! .Was ist das fiir eine Cache, in der
du gereist bist?" fragte er.
. Ich wußte nicht, was ich ihm ant
Worten sollte. " Pugatschew glaubte,
ich wollte in Gegenwart seiner Leute
nicht sprechen und hieß sie heraus
gehen. Alle gehorchten, mit Ausnah
me zweier, die sich nicht vom Fleck
rührten.
.Sprich offen vor ihnen", sagte Pu
gatschew zu mir, .ich habe keine &t
Heimnisse vor ihnen."
Ich sah mir von der Seite die Ge-
nossen des Usurpators an. Der eine
von ihnen war ein magerer, gekrumm
ter Alter, der nichts Sonderbares an
sich hatte, abgesehen vom blauen Ach
selband, das er oberhalb des grauen
Bauernroaes trug. Aber nie m
ben werde ich seinen Kameraden m
gessen. Gt war groß, stattlich und
breüschultriq. Er mochte etwa fünf
undvierzig Jahre alt fein. Sein ro
ter Bart, die grauen funkelnden Au
gen, die Nase ohne Nasenflügel, die
roten Flecken auf Stirn und Wangen
verliehen seinem pockennarbigen Brei
tcn Gesicht einen unbeschreiblichen
Ausdruck. Wie lch nachträglich ersah
ren habe, war der erstere ein entlau
fener Korporal, der andere war ein
Sträfling, der dreimal aus den
Bergwerken Sibiriens entflohen war.
Er trug den Spitznamen Chlopu
scha, was ln der Sprache dex Kosa
ken ja so viel bedeutet als .Totschlä
ger".
Pugatschew drängte:
.Sprich, in welcher Angelegenheit
hast du Orenburg verlassen?
Ein sonderbarer Gedanke kam mir
in den Kopf. Es war mir. als ob
eine besondere Fügung des Schicksals
mich schon zum zweitenmal Pugat
schew in den Weg führte. Ohne ge-
nau zu überlegen, beschloß ich, diese
Fugung des Schicksals auszu
nutzen und antwortete auf Pugat
schews Frage:
.Ich reite nach der Festung Bjelo
gorsk, um dort eine arme Waise zu
befreien, die bedrängt wird."
Pugatschews Augen funkelten.
Wer von meinen Leuten wagt es.
eine Waise zu bedrängen?" rief er.
.Wer es auch sei, der M meiner
Strafe nicht entgehen. Sprich,, wer
ist der Schuldige?"
.Schwabrin ist es", antwortete ich.
.Er hält das Mädchen gefangen, das
du gesehen hast, als sie im Hause des
Geistlichen kranl lag, und will sie
zwingen, ihn zu heiraten."
.Ich "werde Schwabrin schon den
Kopf zurechtsetzen!" rief Pugatschew
streng. .Er 'soll erfahren, was das
bedeutet, die'Leue zu bedrücken. Ich
werde ihn hängen lassen." .
.Laß dir ein Wort sagen", bemerk
te Chlopufcha mit heiserer Stimme.
.Du hast dich übereilt, als du
Schwabrin zum Kommandanten der
Festung eingesetzt hast, und nun
willst du ihn übereilt hängen lassen.
Du hast den Kosaken unrecht, getan
damit, daß du ihnen einen Edelmann
zum Borgesetzten gegeben hast, nun
schrecke doch die Edelleute nicht ab
damit, daß du sie so leicht hangen
läßt."
.WaS soll man sie denn schonen!"
rief der Alte mit dem blauen Band.
.Es wäre gar nicht übel, den Schwab
rin umzubringen, aber auch dem
Herrn Offizier könnte man etwas
Feuer unter die Sohlen legen. Wenn
er dich als Zaren nicht anerkennt, so
hat er bei dir auch nicht Gnade und
Recht zu suchen, wenn er dich aber
anerkennt, warum saß er bis jetzt mit
deinen Feinden in Orenburg? Ich
glaub', er ist hierher von seinen Gene
ralen zum Ausspionieren geschickt
worden."
.Was. Euer Gnaden," sagte er mir
zuwinkend, .mein Feldmarschall hat
gar nicht so unrecht? Was denkst
du?"
Pugatschews höhnische Bemerkung
gab mir die Beherrschung wieder. Ich
antwortete ruhig, daß ich michn sei
ner Hand befinde, und daß er mit mir
machen könne, was tt wolle.
.Schön", rief Pugatfchew. .Jetzt
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der Kosaken.
Pufchki.
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sage mir, in welchem Zustande befin
dct sich eure Stadt?"
.Gott sei Dank", antwortete ich,
alles ist in bester Ordnung."
.So?" fragte Pugatsche. .Die
Leute sterben aber vor Hunger!"
Pugatschew hatte recht. Aber ich.
meinem Diensteid getreu, begann zu
beteuern, daß dies ein leeres Gerücht
sei. daß Orenburg Lebensmittel ge
nug hätte.
.Du stehst doch, daß er dir was
vorlügt," mischte sich wieder der Alte
mit dein Achselband ein. .Alle Flücht
linge bezeugen wie aus einem Munde,
daß in Orenburg eine Hungersnot
herrscht, er aber behauptet, sie hätten
Borräte genug. Wenn du Schwabrin
hängen lassen willst, so laß auf dem
selben Galgen auch dies Bürschchen
hängen."
Die Worte des verfluchten Alten
schienen Pugatschew ins Schwanken
zu bringen. Zum Glück begann Ehlo
puscha dem Alten zu widersprechen:
Alle Welt möchtest du hängen! Was
hast du davon? Hast du denn immer
noch, zu wenig Blut auf dem Gewis
sen?"
.Bist du ein Heiliger?" erwiderte
der Alte. .Woher bist du auf einmal
so mitleidig?"
Zwischen beiden entspann sich ein
Streit, der bald in grobe Schimpf
werte ausartete. Ich hielt es für an
gebracht, dem Gespräch, das sehr
schlimm für mich enden konnte, eine
neue Wendung zu geben. Ich wandte
mich an Pugatschew und rief mit fröh
licher Miene:
.Ach ja! Ich habe ja ganz vergessen,
dir für das Pferd und den Pelz 'zu
danken. Ohne dich wäre ich vor stalte
unterwegs umgekommen."
Meine List glückte. Pugatschew kam
in gute Laune.
.Eine Schuld will bezahlt fein",
sagte er mir zunickend. .Nun erzähle
mir, in welcher Beziehung du zu dem
Mädchen stehst, das Schwabrin ge
fangen hält?"
.Sie ist meine Braut", antwortete
ich, da ich merkte, daß der Wind jetzt
von der andern Seite wehte und ich
es nicht mehr nötig hatte, mich zu
verstellen.
Deine Braut!" rief Pugatschew.
.Warum hast du das nicht gleich ge
sagt? Wir werden noch deine Hoch
zeit feiern! Höre, Feldmarschall!
Ich und der Herr Offizier sind alte
Freunde.. Laß uns jetzt Abendbrot es
sen. morgen wird sich allis weitere er.
geben.
Ich hätte am liebsten die Ehre ab
gelehnt, aber nun war nichts zu ma
chen. Ich befand mich zum zweiten
mal am Tische Pugatschews und sei
ner schrecklichen Genossen.
Das Zechgelage, dessen unfreiwilli
ger Zeuge ich wurde, dauerte bis in
die späte Nacht. Endlich wurden die
Gäste vom Schlaf überwältigt. Pu
gatschew schlief auf seinem Platz ein.
Auf Anordnung Chlopuschns wurde
mir ein Nachtquartier eingeräumt, wo
ich und Sawelitsch eingeschlossen
wurden. Mein Diener war über alles,
was rings um ihn geschah, so ver
wundert, daß er mir keine Frage stell
te. Er legte sich nieder und schnarchte
bald, ich ober versank in tiefe Gedan
ken, die mich die ganze lange Nacht
hindurch nicht einschlafen ließen.
Am nächsten Morgen wurde ich zu
Pugatschew gerufen. Bor seinem
Hause stand ein , Schlitten mit ein.'m
Dreigespann. Im Flur traf ich Pu
gatschew. Er war in Reisckleidung,
m Pelz und mit einer Kirgisenmütze
auf dem Kopf. Er begrüßte mich
heiter und hieß mich im Schlitten
Platz nehmen.
Wir stiegen in den Schlitten.
.Nach der Festung Bjelogorsk!"
rief Pugatschew dem Kutscher zu. Die
Pferde zogen an,' die Glöckchen erschol
len, der Schlitten flog über den
Schnee hin
Halt! Halt!" ertönte eine mir nur
zu bekannte Stimme, und ich erblickt!
Sawelitsch, der uns nachlief. Pugat
schem ließ halten.
.Liebster Herr," schrie Sawelitsch.
.laß mich doch nicht in meinen
alten Tagen allein unter diesen
Schur " .
.Ach. du bist es alter .Patron!"
sagte Pugatsche zu 'ihm. .Wieder
läufst du mir in den Weg. Meinet
wegen, setz' dich auf den Bock!"
.Ich danke dir. Väterchen, dank:!"
sprach Sawelitsch, Platz nehmend.
.Ich werde dir nie deine Güte oerges
sen und werde auch nie mehr den Ha
senpelz erwähnen,"
Dieser Hasenpelz , konnte Pugat
ichew wirklich einmal ernstlich wütend
machen. Äum Glück hörte er die un
passende Anspielung nicht 'oder tat so,
als ob er sie nicht hörte. Die Pserde
rasten dahin, die Leute auf dem Wege
blieben stehen und verbeugten sich tief.
Pugatschew grüßte nach rechts und
nach links.
Man kann sich leicht vorstellen,
was ich in diesem Moment empfand.
Ich saß da, in tiefes Nachsinnen der
funken, als Pugatschew mich auf ein
mal fragte:
.Woran denkst du denn, Euer Gna
den?"
.An vieles," antwortete ich ihm.
.Bedenke, ich bin Offizier und Edel
mann. Gestern noch kämpfte ich
gegen dich, heute sitze ich mit dir in
einem Schlitten, und das Glück mei
nes ganzen Lebens ist abhängig von
dir."
.Sei unbesorgt", ftgte Pugaischew.
.Ich tue dir nichts, eingedenk deines
Glases , Schnaps und deines Hafen
Pelzes"; er senkte die Stimme, damit
Sawelitsch und der Kutscher ihn nicht,
hören konnten. '
.Was sagt man von mir in Oren
bürg?" fragte er dann nach einer
Weile.
.Man sagt, es sei nicht leichtmit
dir fertig zu werden."
Auf seinem Gesicht spiegelte sich
Selbstzufriedenheit.
.Ja. ja!" rief er lustig. .Jch ver
stehe was voZn Kriführen. Was
glaubst du, würde der Königs von
Preußen mir gegenüber standhal
ten?" '
Die Prahlerei des Banditen erschien
mir komisch.
.Was glaubst du selbst?" fragte ich
ihn meinerseits. .Würdest du mit
Friedrich fertig werden?"
Mit Fedor Fedorowitsch? Warum
denn nicht! Bis jetzt hatte ich stets
Glück. Warte, nächstens ' marschiere
ich gegAi Moskau los!"
,So?'Du gedenkst auf Moskaulos
zugehen?"
Pugatschew überlegte einen Augen
blick und sagte dann leise:
.Wer weiß. Mein Weg ist eng.
Meine Kerle nehmen sich viel her
aus. Sie sind Spitzbuben. Ich muß
mich in acht nehmen. Bei dem lei
festen Mißerfolg liefern sie mich aus."
.Das ist es eben!" sagte ich.' Wäre
es nicht besser, wenn du selbst sie auf
gibst und, solange es noch nicht zu
spät ist. dich an die Gnade der Kai
serin wendest?"
' Pugatschew lächelte bitter.
.Nein", antwortete er. .Es ist zu
spät. Für mich gibt eö keine Gnad.
mehr. Ich werde fortfahren, wie ich
angefangen habe. Wer weiß. Vielleicht
gelingt'5! Wurde doch Grischka Otr.'p
jw Zar in Moskau."
Ja, aber weißt du. wie er ge
endet hat? Er wurde aus dem Fen
ster geworfen, dann erdolcht und v:r
brannt, seine Asch: wurde in eine
Kanone geladen und in alle Winde
zerstreut!"
.Höre!" sagte Pugatschew in wil
der Verzückung. .Ich will dir ein
Märchen erzählen, das mir in meiner
Kindheit ein altes Kalmllckenweib ge
sagt hat. Einmal fragte der Adler
den Raben! .Sage mir. du Rabe,
warum lebst du dreihundert Jahre,
während ich nur dreiunddreißig Iah
re lebe?" .Deshalb." antwortete
ihm der Rabe, .weil du frisches Blut
trinkst, ich aber mich von Aas näh
re." Der Adler überlegte und be
schloß, sich nun auch von Aas zu näh
ren. Schön! Da flogen Adler und
Rabe aus. Sie erblickten ein gefalle
nes Pferd und ließen sich darauf nie
der. Der Rabe pickte nur so zu und
lobte sein Mahl. Der Adler ver
suchte ein, zweimal zuzupicken und
sagte dann zum , Raben: Nun.
Freund Rabe. lieber trinke ich frisches
Blut, anstatt mich von Aas zu näh
ren und dreihundert Jahre zu leben.
Komme, was kommen mag!" Na,
wie gefällt dir dieses Kalmückenmär
chen?"
.Es ist sehr sinnreich," antwortete
ich. .Aber ich meine gerade, daß
von Mord und Raub zu leben gerade
nach Aas picken heißt und nicht um
gekehrt!"
Pugatschew sah mich mit Verwun
derung an und antwortete nichts. Wir
verstummten beide, jeder in seine Ge
danken versunken. Der Kutscher sang
ein wehmütiges Lied; Sawelitsch
nickte ein. Ter Schlitten flog auf
dem glatten Schnee nur so dahin.
Auf einmal erblickte ich das Dorf
auf dem steilen Ufer des Jaik mit
seinem Holzzaun und dem Glocken
türm und eine Viertelstunde später
fuhren wir in die Festung Bjelogorsk
ein.
XI!.
D i e W a i se. ,
Ter Schlitten hielt vor dem Kom
mandantenhause. Die Einwohner
schaft erkannte Pugatschews Glocke
und lief scharenweife hinter uns her.
Schwabrin empfing den Usurpator
auf der Freitreppe. Er war gekleidet
'wie ein Kosak und hatte sich einen
Bart stehen lassen. Der Verrater hals
Pugatschew aus dem Schlitten und
drückte in kriechender Art seine Freude
und Dienftbereitschaft aus. Als er
mich erblickte, wurde er verlegen. Aber
bald erhol er sch, streckte mir die
Hand entgegen und sagte:
.Ah? Du gehörst nun auch zu
uns? Du hättest eö schon längst tun
sollen!"
Ich wandte mich von ihm ab und
gab nichts zur Antwort.
Mein' Herz klopfte heftig, als wir
in daS mir so wohl vertraute Zim
mer traten, wo an der Wand immer
noch das Offiziersdiplom des verstor
benen HauptmannS hing. Pugat
schew nahm auf dem Sofa Platz, wo
der gute Kommandant zu sitzen pfleg
te. Schwabrin schenkte dann Pugat
schew eigenhändig ein GlaS Braun!
teein ein.
Aortsetzung folgt).
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South Omaha, Neb.,
Donnerstag, 12. Dezember
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