Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, December 03, 1918, Image 2

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    -iiuiMjt jwmitiju ntvimw ,
Die Ehe ohne ziehe.
So 'F. Waldcnskk.
LZ ist die Ehe. die das größte Un
Zkil stiftet." Co zwar, daß man wirk
ich vvn einer Jlnse der Ehe überhaupt
stechen kann, wie dies vielfach ge
chicht. Eine freidenkerische Wer
nmmlung in Paris veranstaltete eine
Zsfentiiche Diskussion über das Thema.
Hm Reihe namhafter Pcrsönlichkei
u iraass ba3 Wort. Darunter auch
In k'erühmtcr Prediger, der greife
Hyacinthe Loyson, der einst durch fein
rnmutlges Auftreten so viel von sich
titn machte. ES erwies sich, daß er
m Alter recht konservativ geworden
oar. Er trat für die Ehe ein, für
iie Ehe in der alten Form und Ver
assung, und-selbst die Scheidung
rollte er nur für die äußersten,' be
onderen Fälle zulassen, obzwar sie
chon viele Jahre zu den gesetzlichen
Einrichtungen der dritten Republik
ehört. Allerdings entspringt die
Ic'berzcugung Loysons gewissen idea
en Anschauungen über die Ehe. Eine
lt ohne Liebe erscheint ihm nämlich
ianz undenkbar. Und über solche
hcn brach er rücksichtslos den Stab.
Eine Ehe ohne Liebe, und wäre sie
elbst fruchtbar und mit j'lindern gc
egnet, ist keine Ehe im höheren
iinne." So beiläufig lautete sein
Mvt" über die Ehe. , Und ich be
.reife, daß man in Paris darüber
prach und daß e alle befriedigte.
Die Ehefreunde wie , die Ehefeinde,
efonders diese letzteren, denen er die
tärkste Wasfe gegen die Ehe über
ernst lieferte. Denn wie viele Ehen
Züren überhaupt Eben im höheren
sinne", die man, wie jede ' schöne
ilheorie, frei verherlichen durfte, wenn
ran sie mit Km Maßstab der Liebe
wß?
An die schönen Theorien Loysons
nd die gewaltige Kluft, die zwischen
'.heorie und Praxis sich dehnt, mußte
h die letzten Tage denken, als ich die
ierhandlungen über das Ehedrama
.1 Tours las. Ein Roman heißer
Leidenschaft wurde da vor den Ge
chworenen aufgeblättert neben dem
aurigen Buche einer unglücklichen
:he, einer Ehe ohne Liebe. Ja, wenn
i nur Ehen gäbe, denen die Liebe
icht fehlt! Ader wie wenigen Wen
hen ist es gegeben, eine solche zu
chließen! Liegt es denn in ihrer
acht, eine Ehe zu schließen, wie sie
wLen?, Zwingen sie nicht vielmehr
Zerhälinisze aller Art, Ehen einzu
ehen. die mit der Liebe nichts zu tun
abeni Können namentlich die viel
ick abbLnaiaen iunnrn i'tnie. titt nm
, yt,- . J - - , '
ärlsten die Macht der Liebe empsin
en, dem Zuge ihres Herzens folgen,
k sie wollen? Und besonders die
inr.en Mädchen, , deren Neigungen
nö Empfindungen man vielfach miß
chtet, bei deren Vermählung man
ur die Grundsätze der Versorgung
tlttn lassen will? Es ist ja leicht
täglich, daß die Ehe noch viel mehr
.nheil anstiften würde, wie die bösen
Skeptiker meinen, wenn man die Her
mZneigungen der jungen, Mädchen
.ehr beachten wollte, als es tatsächlich
:fchieht. Aber es wären doch Ehen
ij den schönsten Theorien, und gin
:n sie schief, so hätten ihre Opfer
zch ihre dchilljale jelbst verschuldet.
er' Drang nach Selbstbestimmung
wcs SchiZsals glht ja bei dem
Menschen so weit, daß er lieber un
.ucklich wird aus eigenem Verschul
:n, als daß er sich ein sogenanntes
Slidt nach fremdem Ermessen zim"
ern läßt. Was weiß denn ein an
:rer über unser persönliches Glücks
'fühl und seine Bedingungen? Be
immt ein anderer über unser Los,
nd meinte er es auch am besten, fo
'Nnte er uns ja doch nur ein Glück
scheeren.wie er es versteht. Und das
:ckt sich selten mit den Vorstellungen
nes onderen vom Glücke. Man läßt
e Menschen zumeist nicht selig wer
:n nach ihrer Faon selbst jene
icht. die man cm liebsten hat, die
minder. ; '
Das war auch das Unglück der
iebenden von Tours. Kusin und
usine waren sie. Sie spielten als
inder mitsammen, sie wuchsen zu
immen heran, und als ihre Sinne
-wachten, gewannen sie sich lieb und
nmer lieber. Beide reicher Leute
ind. Beidk'ganz und gar von ihren
ltern abhängig. Als der junge
?ensch dem Aaler sagte, daß er die
usine heuaten wollte, lachte ihn die
,r aus. Der Sohn war doch vor
lufig noch nichts in der Welt. Hatte
icht einmal feine Studien vollendet,
schweige denn, daß er sich eine Stel
rg erworben, die ihn berechtigt
ütt, einen Hausstand zu gründen.
'as nämliche hielten ihm die Eltern
. Mädchens vor, als er um die
rochier warb. Da die Tochter die
!e:unz des jungen Menschen, der
J 15 wie Zukunft besaß eigent
i d schönste und berrlichsle Sie!
;n !us Erden , erwiderte, suchten
t die Tochter rasch an einen anderen
i rerheiraten. Natürlich an einen
;''jfen, gesetzten, aber wohlhabkn
::i Menschen. Sie überredeten das
HiUn so lange, bis es einwilligte.
,3 warte sie Madame Guilloiin. Der
cttrmarm mit dem gefährlichen Na
.cn luiie in den Geschäften so viel
ectient, fcajj er hoffen konnte, sich
lg Rentier in das Brivatikben
lüliklti , können. ' Natürlich
k kaufte er sich bann in der Provinz
an, wie das die Pariser Geschäftsleute
meistens tun. und zwar in dck ei
mat der Frau, in der Touraine, in
'dem kleinen Reuille''fur'Loire. Da
hin brachte er seine junge Frau, ohne
Rücksicht darauf, daß sie sich dort an
der Seite des alternden Gatten, für
den sie nichts empfand, wenn nicht
Abneigung, tätlich langweilen mußte.
.Eine Hütte und ein Herz!" dachte
er. '.Eine Hütte und nur ein Alter!"
dachte sie. Und die Schloßfrau blickte
vom Söller träumerisch in die Ferne,'
ob dort kein Junger auftauchte.
, Er tauchte auf, und es war der
Jugcndgeliebte. Eine grausame Jro
nie deS Schicksals hatte eö gefügt, daß
dieses junge Paar leicht und froh an
das Ziel seiner Wünsche gelangt
wäre, wenn daS junge Mädchen nur
noch eine, kurze Weile gewartet hätte.
Gerade sechs Monate nach ihrer Wer
mählung war nämlich der Vater des
Kusins plötzlich gestorben, und der
junge Mann gelangte in den Besitz
eines Vermögens von dreimalhundert !
tausend Francs. Das minderte na
türlich nicht seinen Wert in' ihren
Augen, auf ihn aber übte die Ju
gendgeliebte den alten Reiz und den
alten Zauber' aus. Der Ehemann
konnte dem nahen Verwandten der
Frau nicht recht den Elltritt wehren,
fand auch an der Gesellschaft be
jungen Fants viel Gefallen. Der war
bald ständiger Gast bei den Guillo
tins, und nach einer kurzen Zeit der
heißen, drangvollen und mühsam- zu
rückgehaltenen Leidenschaft wurden
die Beziehungen zwischen Kusin und
Kusine intim. Der junge Mann
kaufte ein Auto und machte mit der
Geliebten weite Ausflüge die ganze
Tage umfaßten, der Mann saß in
zwischen ruhig zuhiiuse am Flußufer
und angelt nach Fischen, oder fuhr
nach Paris, wo er noch manche Ge
fchäfte hatte. Er schenkte seiner Frau
volles Vertrauen oder fand sich nach
der bequemen Art des Pariser Ehe
manns ohne viele Bedenken in das
unvermeidliche Drei?, das ihm man
cherlei Vorteile bot und ihn jedenfalls
der schwierigen Aufgabe enthoS, eine
nervöse junge Frau zu zerstreuen und
bei guter Laune zu erhalten.
Bald kannte die ganze Gegend die
Beziehungen der Madame Guillorin
zu dem schmucken Monsieur Hussard.
ihrem Kusin. Madame machte selbst
kein Hehl daraus, brüstete sich vor den
Freundinnen mit der zärtlichen Liebe
des Kusins und erzählte ihnen gern
von seiner Leidenschaft, die so weit
ging, daß er den Gatten töten wollte.
Es scheint, daß es mit diesen Erzäh
lungen seine Richtigkeit hatte. Es
wurde erwiesen, daß der Kusin erst
die Hunde des Herrn Guillotin tötete,
um die Wirkung eines Giftes zu er
proben, das er bei eiry rn Provinz
Apotheker kaufte, und dann dem
Manu selbst wiederholt das Gift in
den Tee mischte. Der Gatte er
krankte zwar nach diesen Anschlagen,
erholte sich aber' stets wieder. Eines
Tages sah man die beiden Männer
mitsammen ausführen, es kam aber
blos der junge Hussard nach feinem
Schlosse zurück. Der Mann lag er
schössen auf dem Felde, wo man ihn
auffand. Nur zu deutlich wiesen die
Spuren auf den Täter, der eingezo
gen wurde und bald Zugab, m leiden
schaftlicher Eifersucht den Gatten der
Geliebten getötet zu haben. Der war
" J-Ä'" J l
undsich wrrechUich
derjenige gewesen, der ihm sein Ju
angeeignet hatte. Das einzige Hin-
oernis zum vollen Älleinbenk "des ver
götterten Weibes, das nur ihm gehö
ren durne.
Es war ein Mord aus sinnbetö
render Leidenschaft, wenn es je einen
oicyen gaö. xtt lunae Mann suchte
sich nicht zu entlasten, er bekannte
freimütig seine Schuld. Sein einzig
ges Bemühen oina dabin, die Schuld
losigkeit und Ehrenhaftigkeit der Ee
liebten darzutun. Er behauptete im
mer wieder, daß sie bis an das Ende
eine anständige Frau geblieben wäre.
mi spielten unangenehme Zufällig
keiten mit, durch die er in ein schiefes
Licht zu stehen kam. Die Liebe ist
immer freigebig, und fo hatte er einen
Teil seines Vermögens um das anae-
betete Weib vergeudet. Im Mai hatte
Guillmin ein Testament verfaßt, in
dem er sein ganzes Vermögen der
Frau verschrieb. Im Juni erfolgte
der Mord. Es bestand vielleicht kein
wirklicher Zusammenhang zwischen
ven oeioen .a:zaazen. Aber sie wirk
ten ungünstig auf die Geschworenen
ein. Der Mörder wurde zu zwanzig
Jahren Strafarbelt verurteilt. Da
kann man sehen, waI zurückgebliebene
Prov-.nz ist. In Pans Ware er zwei,
fellos mit Glanz fikiaefprochen wer,
den. Und empfindet einer ein Ee
lüste. den Gatten seiner Hreundin in
ein besseres Jenseits zu befördern, fo
hüte er 'sich, zum Schauplatz seiner
Tat die Provinz zu wählen, wo das
höhere Verständnis für die übermäch-
tigen Triebe des Menschen fehlt. Er
gehe nach Paris, wo mildere Sitten
herrschen und schieße den Kerl dort
über den Hausen. Er wird nicht blos
freigesprochen, er wird sogar verHerr,
licht werden, und Niemand wird den
Unhold bedauern, der immer im Wege
war uno sich auch tückisch vor den
Revolver pellte, gerade als er los
ging.
Das war eine der dielen, dielen
Ehen ohne Liebe m?t geradezu tyvi
sche Zügen, wenn sie auch nicht im
mer den tragischen Auszang nehmen
wie dieie da. Meistens vnbleiben d:.
Teilnehmer in 'dem dreieckigen Ber
hältnis, daö sich naturgemäß ent
wickelt und nur in seltneren Fällen
an dem übergroßen Temperament ei
neö der Mitwirkenden scheitert. An
dere traurige Ehen dieser Art sind
jene, in denen die Liebe erlischt, wenn
sie jt vorhanden war. Denn die Men
schen sind nicht alle Jdealmenschen,
und es scheint, daß die Ehe einen bes,
seien Nährboden für ihre schlechten
als für ihre guten Leidenschaften bil
det. Eine Ehe dieser Art war die der
Cläres, die in den letzten Tagen in
Paris ihren dramatischen Abschluß
fand. Alieb es in dein Falle
Guillotin-Hussard fraglich, wie weit
die Frau Anstifterin des Gattenmor
des war, so ist es in dem Falle Cläre
bereits festgestellt, daß die Frau ihren
Mann durch einen gedungenen Mör
der aus dem Wege räumen ließ. Er
mißhandelte sie und verlangte von ihr,
daß sie den Hausstand aus dem Er
trage einer Mädchenpension erhalte,
die sie leitete, obzwar er selbst reich-
lichen Verdienst" hatte. Der Geiz und
die Heftigkeit des Mannes führten
immer neue Zerwürfnisse herbei und
machten die Ehe zur Holle. Die Frau
and dieses.. Leben unerträglich und
geriet nach und nach auf den grausa-
men Mordplan, zu denen AuSfüh-
rung sich ein halbverrückter Handlan
ger gegen gute Bezahlung hergab.
Eine Ehe voll nächtiger Schatten.
Mord und grausamer Hinterlist, in
der auch kein Fünkchen Liebe zu ent-
decken i Es ist gar kein Wunder,
paß in solchen Ehen die finsteren Ge
danken aufkeimen, die des Teufels
ind. ,
Tiefe Ehe der Cläres hat eine ver
zweifelte Ähnlichkeit mit einer ande
ren tragischen Ehe. in der die Liebe
auch keine Rolle spielte und die viel
von sich reden machte. Ich meine die
Ehe er vielgenannten Madame
Steinhiil. Die Memoiren der -llzu
interessanten Dame haben kein Licht
in den berühmten Kriminalfall ge
bracht, nicht die geringste Andeutung
über die wirklichen Vorgänge der un
heimlichen Nacht im Jmpafse Nousin.
Ader bemerkenswert bleiben immerhin
die Schilderungen der traurigen Vor
gänge dieser Ehe mit dem 'Maler
teinheil. Das iunge Mädchen muß
ich von dem - hübschen Offizier los
reißen, mit dem es seinen ersten Ro-
man angesp5nnen. Auf Wunfch der
Eltern muß die kleine Meg den Ma-
er, heiraten, der ,hr nicht viel zu die-
en hat. .Er führte. sie in eine kleine.
ärmliche, stickige Wohnung in diesem
wundervollen Paris, um das dieses
abenteuerliche Köpfchen die schönsten
Träume gesponnen. Eine altjüngfer
liche, sirenge Dame, die Schwester de!
Malers, führt hier das Regiment, und
man will Meg zu einem Geschöpfe
machen, wie d',e?e it, zu einem Ge-
chopse bürgerlicher Beschranktoeit u.nd
abschreckender Erscheinung in altmo-
dischen Fetzen. ' Kann . es Wunder
nehmen, daß manche Frauen in sol-
chem Milieu und nach solchem Absturz
aus den rosigen Wolken ihrer Träume
der Verzweiflung verfallen und in
ihrer Verzweiflung auf die wildesten
Ideen geraten? Ein abenteuerlicher
Geist führte Madame Steinheil vor
läusig auf andere Wege, aber sie war
chon die Beute aller dosen Triebe, die
nur in solchen Ehen die richtige Ent-
Wicklung nehmen können. Die große
Katastrophe kam erst viel später, aber
sie bereitete sich vielleicht schon damals
vor. als die holde Meg zum ersten
Mole daran dachte, in ihre engen
Stuben, wenn auch um den Preis
von Sorgen und Opfern ohne Glei
chen, etwas von dem wundervollen
Salonleben der -SeinstM zu zaubern.
Man weiß nie, wohin man gerät,
wenn man in maßloser Lebenslust den
ersten Schritt auf abschüssiger Bahn
tut. Was hatte die es Ge chopf zu
ruckhalten sollen? Die Ehe? Die
Ehe ohne Liebe? Dieses trübe, färb-
lose, schier vergiftete Surrogat für
den mangelnden Bund der Herzen
und Seelen? Ihr war die Ehe nur
ein eamamel. zur ausichwelZenoe
Pläne und verwerfliche Strebungen.
Und anderen ist sie ein Deckmantel
für anderes. Denn das sind keine
richtigen Ehen, diese Ehen ohne Liebe,
von Ehen in höherem Sinne" nicht
zu reden, von denen der schwärmen-
sche Priester träumte.
Abgekürztes Verfahren.
Es ist noch nicht lange her, da
bestellte der Redakteur einer eng
tischen Zeitung eine Erzählung von
einer gewiizen vange, am at er
das Manuskript erhielt, entdeckte er.
daß der Schriftsteller einige hun
dert Worte zu viel geschrieben hatte.
Ta die Zeitung innerhalb kurzer
Zeit zur Presse gehen mußte und
nicht mehr als der ursprünglich für
die Erzählung vorgeschriebene Raum
dafür vorhanden war, blieb nicht
anderes übrig, als 'den Schluß uüc
folgt zu kürzen: .Der öarl nahm
einen Eocktau, feinen Hut, Abichics
keine öotiz von, seinen Verfolgern,
einen Revolver aus seiner Hüften-
ta?che und sich fchliVich sein eigo
ncs Leben.
Nächtliche Zwiefpra-
che. Komm', jcht gehn wir heim,
moraen heißt's wieder arbeiten!"
Geh', Iiör 'aus! Verschieb' nie
auf morgen, was, du gerad so gut
übermorse tun kannst!"
Ihr prüfst);.
Skizze auö dem Thcnterleben
Van . Pull.
,.!M,,lMMIMI,!
Geh. sei doch kein Pedant! Sei
gut!"
Ja. ja. Aber alles was recht ist.
Tu bist und bleibst einmal ein leicht
sinniger Strick. Schulden über Schul
den. Vorschuß ohne Ende. Na
mach was du willst. Aber mich laß
aus dem Spiel. Ich siiz's dem Alten
nicht mehr. Er ist noch zornig genug
vom letztenmal." '
.Aber fo fei doch nicht so grantig!'
Schau, ich muß das Geld haben. Ich
hab' die Lassen einmal so gewöhnt, !
an einen guten Schluck und was fei
nes dazu. Da kann ich doch heute
nicht aushören heut'! Tu begreifst
. . .Aber das hat doch auch gar nichts
auf sich, denn mein Benefiz heute
abends bringt mir ja , alles wieder
reichlich herein. Was glaubst denn?
Die' werden sich doch nicht lumpen las !
fen!"
,Na. na. Sei nur nicht zu ver
lrauenöfelig."
Florika merkt sogleich ihren Vor
teil. Er ist schon halb besiegt, der gute
Sekretär; So macht er's ja immer.
Erst brummt er, schilt sie ein ver
schwenderisches Frauenzimmer und
dann, wenn sie ihn zärtlich umschmci
chclt, iwm geht er hinei, zum AI
tcn", wie er den Direktor nennt, und
drückt ihm irgend eine Banknote 'für '
sie heraus.
Sie kennt ihn ja.
Und so wirft sie auch heute die
Armeum ihn und schmiegt den eigen
willigen Kops mit dem braunroten
wilden Haär an feine Brust. Denk
nur. wie herrlich, wenn heute die Bude
zusvertauft ist, wenn man mich mit
Kränzen überschüttet, wenn alle ju
belt: .Florika. Fionka!"
.Ach , wenn! Tas ist immer
so dein Traum. Und wenn nicht?!'"
Sie errötet.
Du bist häßlich! Tu willst mich
nur kränken. Und dann, du glaubst
nicht an mich. Aber laß nur. Ich
weiß ja auch, daß solche Huldigung
sosern sie mir überhaupt einmal zuteil
wird nicht der Sängerin gilt, son
dern der Florika". dem fremörassigZn
Mädel, das auf sie alle wirktwie ein
sprudelnder Wein ' o ich weiß
alles, was du sagen willst. Ich weiß
es selbst, daß ich nichts kann, nie
eine große Künstlerin werde. Den
noch kann ich auf den Glanz eines fol
chen Abends, auf den Jubel der.,
Menge, wenn ich. die Unbegabte, die
Talentlose aber die Reizende!
vor ihnen siehe, nicht verzichten. Das
ist mein Leben! Also geh, mein
Schatz! Marsch, hinein in den Zwin
ger! Das vseio, oas ou mir rringn.
glaub' mir, tl wird goldene Zinsen
tragen mir und auch dir!
Noch e:n fluchtiger Kuß, und mit
anfter Gewalt drängt sie ihn hin-
en.. '
Seufzend tut er ihr den Willen..
Zie ist eben die stärkere. Wenn er sich
wchrt, fo'st es ersolIos. Von jeher
lo. Also los.
Nach wenigen Augenblicken hat sie
einen bläulichen Schein in den Hän-
den. Mit raschem Blick prust sie sei
ncn Wert und nickt zufrieden. Tann
will sie hinaus. . .
Halloh du. So geht s nicht.
Wo bleiben die goldenen Zinsen?"
'..Ach richtig." Und sie lußt ihn.
Aber nur flüchtig. Weißt, jetzt ist
dazu keine Zeit. Aber nachher "
Ja. noch, das eine: er zieht sich's
morgen von deiner Einnahme ao.
Das" Recht mußte ich ihm in deinem
Namen einräumen "
Aber meinethalben! Morgen
schwimme ich ja in Gold! Doch
jetzt muß ich fort. Unwiderruflich.
Die Bande wartet."
So? und die Probe ?!"
Herr Gott, das auch noch! Ach
der Mensch ist geplagt! und so eine
-.oubrette vor all;m! '
Das wurde eine Probe. daß
Go" erbarm!
Florika hatte den Kopf überall
sonst, nur nicht bei der Sache.
Der Dirigent fchne vom Notenpult:
Himmelfakra ! Einsetzen.
Der Regisseur brüllte: Na, ja, da
habt's es! Die kann ja rein nix!
Ich sag s ja immer: Skalen soll s ur;
nen!"
Die Probe einer neuen Operette
hatte kaum eine Stunde gedauert
Urdergnügt machte Florika sich auf
den Weg. Sie tritt in einem Telika
tessengefchäft ein und besorgt einen
Imbiß. Lauter feine Sachen. Heute
darf nicht gespart, werden. . . .Tann
:in wenig Schaumwein das muß
sein. So, das kann genügen.
Sie Zuzahlt bar.
Sir hat's ja.
Danach begiebt sie sich in eine Mo
denhandlung.
Es gefällt ihr nichts recht.
Alle diese Modeungetüme kleiden sie
abscheulich. Blumen und so Zeug,
las nimmt sich nicht gut ouZ zu ihrem
kecken Luöengesichi.
Doch halt! hier. Das wäre was.
Ein ganz veriiabler Herrenhut für
Damen. Eigentlich wohl mehr ein
Reifehut. Aber was tut's? Sie stülpt
ihn auf. Er sieht ihr prächtig. Flugs
dik Nadel aus dem 'ten Barett her
usgezogen. den neuen Filz damit auf
dem Lockengewirr befestigt, einen
Zehner hingeworfen., den Rest sorglos
in dir Tasche geschoben uno hin
aus. '
iltint Gedanken mehr an den alten
Hut,der gewiß auch noch brauchbar ist.
Sie gibt's wieder einmal nobel, die
F'orika. . . .
Bei' ihr zu Haus ist eS heute ge
um; so wie alle Tage um diese Zeit:
So oft sie von der Probe kommt, sin
det sie ihren Salon belagert. Die
Jerniesse dore erwartet sie voll Unge
duld. Leider die aller allerjüngste.
Studenten Gutsbcsitzerchen. unbe
soldete Beamte" sogar ein
paar Mittelschüler, die sich indes auch
schon einen täuschend greisenhaften
Anstrich zu geben bemüht sind, ob
wohl sie ihren Schnurbart erst bei
d.'n Haaren herbeiziehen müssen.
Tc.s ist ihr Hofstaat in der heuri
gen Saison.
Trostlos.
Allein sie ist selbst schuld. Wer
hieß sie denn da drüben in 3E. mitten
in der Saison kontraktbrüchig werden
und die reiche Fabrik siadt mit dem so
lid?n Verhältnis Hals über Kopf ver
lassen. . . Ja, eS war töricht von ihr.
Und sie konnte nock von Glück sagen,
d..ß der, ihr von früher befreundete
Setrillr ihr hier im äußersten Osten
ein Engagement verschaffte, obgleich
zu ttivarten stand, daß um diese Zeit
alle finanziell tüchtigen Lebemänner
bereis in festen Händen lägen, fo daß
für sie also nicht mehr so viel abfallen
dürfte.
Na, in der Not frißt der Teufel
bekanntlich Fliegen. Und ein Teufel
chen war sie ja. Und die da rund her
um auf Florikas schönen Polster
sesseln rekelten, das waren die Flie
gen arme, kleine Fliegen zwgr nur,
aber wenigstens mächten sie Lärm.
Si5 umschwärmten und umsummten
sie im Haus, sowie auf allen ihren
Wegen. Und einen Platz im Theater
füllten sie ja doch auch. Und sie hat
ten einen kleinen armseligen Kritik
duben bestochen, der die 'Spalten ir
zendeines Käsblattes täglich mit oen
begeisterten Lob der göttlichen Flo
vL" füllte.
Tas war doch immerhin etwas.
Ur.r jetzt kam noch ihr Benefiz. Da
konnten sie doch endlich etwas Rechtes
fürs,! tun. Wenn auch lange nicht so
reichlich wie etwa Ritter von Gorkis
für die langweilige Sentimentale
sorgte, oder wie Bankier Steinfeld,
der der kleinen Geistral einen Schmuck
von echten -Brillante geschenkt haben
soll, den das praktische Mädchen nach
der Saison gegen eineBergütunz von
600 Kroren dem Juwelier zurllckzuge-
ben beabsichtigt. !
Nein, so hoch konnte sich keine der
unbedeutndcn kleinen Fliegen verstei-,
gen. Dafür waren ihrer aber wieder
um recht viele, und wenn ein jeder nur
etwas tat, dann kam'doch eine Menge
zusammen.
Und nur mit Rücksicht auf diesen
heutigen wichtigen Tag hat sie sich die
Zeit her geplagt mit all den kleinen
Jungen, eduioig hat fie lyr unrcl-
fes Geschwätz angehört, und unermud
lich hat sie die ganze Horde mit Blicken
und Kuchen angceisert.
Nun sollte sie sich dafür erkenntlich
zeigen. Entschlonen betritt sie
ihre Wohnung, wo man sie gewiß
schon erwartet.
Mit einem Freudcngeheul wird sie
begrüßt.
Doch sie wehrt lächelnd alle über
flüssigen Gesühlsergüsse ab.
Setzt euch, meine Bllrschchen. Ich
habe mit euch vernünftig zu reden..
Puh! Vernünftig!" So jung sie
.ind: rcr diesem Wort haben sie be
uWl eine distinktive Abneigung.
Aber vorerst bedient euch! Seh!
was ich nUrg euch mitgebracht habe."
So, das klingt schon bedeutend
tröstlicher. Und während Florika all
d't Leckerbissen, d?e ihr ein Laden
duner naa'qetragkn yat, aus einen
Tische ordnet, umflattert sie die Flie-
genschar voll geiichiger Zudringliche
keit.
Eine Weile läßt sie , sie gewähren,
Dann kommt sie auf das, was zu
nächst für sie die Hauptsache ist.
Also, meine lieben Freunde, habt
ihr eure Vorbereitungen schon getros
fen?"
Es kann nicht grade behauptet wer
den, daß die Gesichter der Fliegen ei
nen besonders geistreichen Ausdruck
zeigten.
Vorbereitungen ?"
Nun, ja, für mein Benefiz
Was für Ovationen habt ihr in Szene
gesetzt?"
Ein Seufzer ist die Antwort.
Florila wird zornrot. . .
'Nun?!"
Ach, Sie wissen doch, reizende
Florika, wir sind arme Narren.
So?! na, Sie, Aler, vor ol
lem haben's, glaub' ich, nicht nötig
zu kargen. Ihr Vater ist Gutsbe
sitzer.'. Abgekrachter vergessen Sie daS
nicht! Uebrigens ganz leer werden
Sie nicht ausgehen. Ich in für Sie
eine hochelegante Lonbonniere
schuldig geblieben. Die wird Ihnen
der alle Billettenfritz nach dem ersten
Akt auf die Bühne reichen."
In der Tat -?" In Florika
kocht es.
Und ich habe einen Kranz bestellt.
Zwar ohne Schleift. Aber dafür aus
frischen Blumen "
Todo. ein neunzehnjähriges Gigerl,
ist nicht wenig stolz aus -seine eben
bekundete Freigebizleit.
Ah nun. das ist ja, recht er
baulich! Und waö bekomme ich denn
von dir. Daxl?"
Der wegen seiner um eine Idee all
zusehr nach auswärts gestellten kurzen
Beine also BenaniNe ist völlig klein
laut. Sein ganzes Taschengeld hat tr
die Zeit her für Theaterkarlen ausge
gtben. für eine Inensckienwiirdige Kca
wette mußte er bereits, das Nötige
pumpen. Und Papa versteckt absolut
keinen Spaß.-.
Da ist eS schwer. Mensch zu sein.
Sein Schweigen sagt Florika ge
i.rg.
Da sitzt der Edi. Er schlingt einen
Ncllmops" nach dem anderen hcrun
tcr. Sein Durst vermehrt sich dabei in
gerader Proportion. Er greift nun
schon zum drittenmal nach der Fla
sche. Ja. glaubt er denn, daß daS alles
- zu Fuß läuft?
Na, der foll aber bluten!
Edi, und wie haben Sie sich ocnn
angestrengt? Vielleicht auch Zuckerln"
O nein! Wie können Sie nur
denken?" Und er würgt noch rasch
einige Sandwiches herunter. Der
B.'sitze der Japanhandlung in der
unteren Nennstraße ist mein Onkel.
Ich besuchte ihn neulich. Da sah ich
einen neuen Riesensonnenschirm, höchst
geeignet für ein Zeltdach so
für Ihren Salon etwa. Er will ihn
mir schenken, wenn Sie ihm dasür
eine Frciloge für heute abend bewilli
gen. So wird einerseits das Theuer
gefüllt, und dann es macht doch
sindnick, wenn Ihnen ein solch Nie
scngeschen! auf die Bühne hinaufge
reicht wird. Ja ich denke stets
daran, wie ich Ihnen nützen könn
te "
Sprach's und sah sich prahlerisch
ringSi,m. Er fühlte sich als ein
Mai??',, der sich nicht lumpen läßt.
Florika ist anderer Meinung.
,Cie kennt sich nicht mehr.
Die Wut vnmirrt ihren Sinn und
legt einen Ausoruck in ihre Züge, daß
alle )nt eben noch so friedlich hier
getafelt haben, erschrocken in die Höhe
fahren und d:n -bösen Worten lau
schen. die sich jet wie ein Sturzbad
ergießen:
Was das nur! Ja,- seid ihr
denn verrückt gewcrden? Bin ich ein
Kind oder ein Narr, mit dem ihr eu
ren Spott treibt? Bonbons Alu
men ein Sonnenschirm! ich
brauche das alles nicht , brauche vor
allem keinen Sonnenschirm, ich habe
, da seht her, ich habe zum. Glück
noch einen Regenschirm, der fest genug
ist, um euch alle damit hinauszufegen.
Ja, fchaut nur, so "macht man's mit
solch schmutzigem Gesindel, wie ihr
seid "
Und unter Diskretion sei es be
richtet hageldick flogen die Hiebe
nach allen Seiten; wo sie gerade tra
fen, da saßen sie fest.
Nach wenigen Augenblicken war die
Ttube leer. Florika, doppelt erschöpft
von ihrem seelischen Schmerz und der
körperlichen Ermüdung, fallt in einen
Sessel."
Das ist nun das Ende vom Lied.
Das konnte ein Benefiz geben
nach der Szene eben! wo der Hof
staat" und mit ihm gewiß fern gan
zer Anhang streikt!
O nicht daran denken!
Die Leute würden schön lachen.
Und lieber tot als ausgelacht!
Endlich fängt Florika an zu wei
nen. Aber, das P ein Zustand, der
ihr auf die Dauer nicht behagt.
So hebt sie denn auch bald wieder
blinzelnd dre tranennassen Lider.
da fällt ihr Blick auf den neuen Hut.
Den Reisehui! War das nicht ein
Fingerzeig?
Und mit der ihr eigenen Entschlos
senheit springt sie auf.
Der Sekretär muß zu ihr kommen.
Augenblicklich.
Er kommt auch .
Wie könnte er anders, da sie ihn
ruft?!
Eine Stunde später verkünden An
schlagezettel, daß' dos Benefiz der
Florika wegen plötzlich eingetretener
Heiserkeit" am Äbend nicht stattfinden
kann.
Und am anderen Morgen war Flo
rika überhaupt nicht mehr da. Und
mit ihr fehlte der Sekretär.
Harmlose Bemerkungen.
Jeder Ehemann glaubt Grund
zur !Uage gegen seine ' Gattin zu
haben und der einzige Grund ist
oft, daß sie seine Frau izt.
Frauen sehen sofort, waI eine
rau an hat, Maiincr.noch schneller,
waS sie nicht an hat.
Der Mann, der in der Bur
leSque Show" immer vorne fitz
ficht in der Kirche, wenn er sich w
sällig hinein verirrt, gewöhnlich ui
der letzten Reihe.
Erst dann, wenn der Mann we
gen Lrnch eines EheversprechnZ
verklagt wird, lernt er feinen vol
len Wert erkennen..
In der Schule. Proses
sor: Nennen Sie mir Wor.r, dcrei
Bedeutung durch vorgesetztes ver'
in ihr egcnZeil vtnvandelt wird!'
1. Schiller: Zählsii verzah
len. schreiben verschreiben."
2. Sckiiler: Ordnung Ver
crdnung."
FallrnsteLcr ic!:rl Sams.
Fghrt mit Krnsiwngkn licrum und räumt
tcr StaudLeug ut aus. ,
Wohl noch heute stellen die meisten,
wenn voll einem amerikanischen Fal
ler.steller LieRede ist.sich eine malerische,
aus Bildern genügsam bekannte Ge
stakt vor und haben von seinem Leben
und Treiben einen mehr oder minder
romantischen Begriff, wie er den alt
westlichen Pionier-Tagen entspricht.
Aber Jge Wimberley schreibt
man auö Odessa. Texas. hat mit
diesem Urbild der westlichen Hurrazeit
gar keine Aehulichleit. außer daß er
ebenfalls, und fooarin großartigem
Maßstabe Fallen sür gcoße und kleine
Bestien stellt. ,
Er ist in Lfftiitlicher .Ver. Staa
ten-Fallensteller" und treibt als Ange
stelltcr des Zwerges sur Ä.lernou
strie. vom Bundes-Ackcrbau-Departe
mrnt. sein Gewerbe in modernster.
aber sehr nüchterner und prail,cyer.
Weift. Zu . feiner Ausstattung ge
hört fogar ein Automobil, mit wel
. , , - .....
chem er den größten im leinn
dienstlich notwendigen Reisen macht. .
Wimberley ist nicht der einzige sei
ner Art. gilt aber als der tüchtigste
iinti bedeutendste. Seine Aufgabe ist
eS in erster Linie, die Wölfe. Eojotcn,
Wildkatzen und Betglöwen (Pumas).
welche so groszes unycii unier ven
i?,ifn unddkm kiornvieö der West
lichen. hauptsächlich der südwestlichen
Weidefarmen anrichten, auszurotten
und dieses Werk zu wiederholen, so
oft und so lange es nötig ist. Natur
lich ist er ein Fallensteller von großer
Erkabruna: sonst wäre er für dieses
Amt gar nicht ernannt worden.
Er hat mehr als 300 stählerne Fai
en zu betreiben und jede derselben
täalick ,u besuchen, etwaige Opfer
berauszunebmen und die Falle frisch
zu jicuen. .ui ll,uu,,vugl,tu,i
stet eine sehr schätzendswerte Förde
... fi.rt 1 (T'i,M.M,tmÄ.Uin f..
rung dieser Arbeit, da die verrenenoen
tellen weit von einander aviiegen.
Wenn die wilden Tiere, auf welche
eS abgesehen ist, ungewöhnlich zahl-
reich sind, so mag Hr. liSimverley suns
oder sechs Monate brauchen und
jeder andere an seiner Stelle wohl
mindestens ebenso viel, um einen gege
htntn Distrikt von 200 Quadratmei
len Posienlinien zu säubern. Nach dem
Abschnitt von Odessa kam er im Au
.mft 1018. und erit lvät im Winter
erwartet er die 'große Arbeit hier zu
rollenden. einstweilen.
?im Abschnitt Stauten der eben
falls im westlichen Tezas liegt, hat er
in e:n paar Wochen mehr clls bw
Wölfe, Eojoten und Wildkatzen gefan
gen. Wahrscheinlich find scyon allein
durch seine persönliche Tätigkeit den
Viebzücktern in diesen Regionen hun
derttausende von Dbllars gerettet wor
den. Ävn zedcm Tier, im er sangr
und tötet, nimmt er den Skalp an
sich, als Ausweis über die geleistete
Arbeit. Das muß bereits eine sehr
große Sammlung sein.
Da und dort ist in neuester Zeit
auch ein emsiger Kri'g gegen kleineres
Raubzeug ersorderlicy. uno zwar
teilweise gerade als Folge der obigen
Feldzuge gegen Eroß-Raubzeug. Man
hat namentlich gesunden, daß infolge
der Abiötung vieler Wölfe und Cojo
ten die. Riesen und andere Kaninchen
ncy starr vermcyn yaven unv lyrer
h'tü '! ittef nrin Pnnbfilslsl für
I u ' ;j ' v" i"-
Viehzüchter sowie auch für Landbaue
geworden sind! Und eben durch ihr
großen Massen sind diese kleinen Fein,
c m vriyuilgnivvvuiie.
ftiai war daS griechische Feuer"?
Das griechische Feuer", das int
Jahre 050 n. Ehr. von einem grie
chijchen Architekten erfunden sein
soll und vor allem in Seegefechten
eine wichtige Rolle spielte, hat schon
iiii frühen Zeiten den Gelehrten ci
nigcs Kopfzerbrechen verursacht.
Während der Krcuzzßge gelangte
man dein lange sorgfältig gehüteten
Geheimnis der Ziifanimensetzung
dieses Feuers auf die Spur, und die
französischen Und englischen Heere
brannten es damals, auf Leitcrn'ste
hcnd, ab. Durch unbekannte Um
stände ging das Rezept dieser wir
kungsvollen Waffewiedcr verloren,
und die Alchimisten bemühten sich
eifrig, es wiederzufinden. Es scheint
aber, daß alle ihre Versuche fchei
terten, denn bis auf unsere Zeit sah
man kein griechisches Feuer mehr.
Es wurde behaüptet, daß ein ita
lienischer Chemiker, der zu Ludwigs
XIV. Zeiten in Paris lebte, bm
Schleier lüftete, aber man hat kei
nerlci Beweise dafür. In diesen Ta
gen aber wurde mn, wie der (Ban
loiI berichtet, eine ebenso sensatio
nelle wie einfache Lösung dieser viel
umstrittenen Frage der Aeademie
des scienccS vorgelegt. Tcr Erfin
der, ein Grieche, stellt nämlich zu
aligeizieiner Ueber.raZchimg fest, daß
das griechische Feuer" nichts ande
xt alz brennendes Petroleum
gewesen sei...
urch eigenen Schaden
werden viele llng und durch frem
den reich.
E i n st trug Atlas die ganze
(udOie ihn schwer drückte, das
Ist Mythologie: li?ute tränt nian.
Lche Iran VWa-i", der ihren Mann
iwcr ornal, ms t lnne My
thcjgaie.