Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, October 19, 1918, Page 5, Image 5

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Seite 5-Täglicho Omalja Tribülte Samstag, den 19. Oktober 1918.
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Wilsons Atttlvort an
Oesterreich im Wortlaut
Washington. 19. Okt. (Von Stö
bert I. Acndcr, Korrespondent der
llnitcd Prcsz,) Die Antwort des
Präside:ücn Wilson, wie sie Staats.
nrn-iar anstng Dem schwedischen
Gesandten zur Uebermittelnng fiter-
reicht, lautet
Ich habe die Ehre, den Ein.
pfang Ihrer Note unter 7. dieses
. Monats zu bestätigen, in welcher
Sie eine Mitteilung der kaiserlich.
.y königlichen Regierung Oesterreich.
1 Ungarns dem Präsidenten Wilfcn
zukommen liehen.
Ich bin jeyt vom Präsidenten
instruiert worden, Sie zu ersuchen,
so Mit zu sein, durch Ihre Regie
rung der kaiserlichen königlichen
t Ncgicrung nachstehende Antwort
zukommen zu lassen:
Ter Präsident erachtet eS für
seine Pflicht, der österreichischen,
garischen Negierung zu sagen, das;
er die kürzlich von ihr gemachten
Vorschläge nicht annchnien könne,
, weil Ereignisse gröszier Wichtigkeit
seit seiner Januar.Nede eingetre
ten und notwendiger Weise das
( ' ' Verhalten und die verantwortlich.
.. t keit der Ncgieriing der Ver. Staa
teil geändert haben.
Unter den 11 riedensbedin.
gungcn, die der Präsident damals
niederlegte, befindet sich folgender:
, 10. Ten Völkern Oefler
rcich.llngarö, deren Platz im-
Sie Begeisterung in
' Paris war nngeheuer
Clcmrnccan ö (fmzifang eine Cfcn
tion: Sieg nicht zur Revanche,
sonder zur Befreiung.
Paris. 19. Olt.-Scit den trüben
Tagen ,m August 1014 hat Paris
nicht solch glanzvollen Tag erlebt
-'ie heute. Die Teputiertenkamnier
l'.'ar überfüllt, ehe die Sitzung rr.
öffnet wurde. Elemeiiceau war eSen
vmli 5!ricgsschauplatze zurückgekehrt
und die Trikolore wehte überall.
Unser Sieg ist nicht gleichbedeutend
iiiit Revanche", äußerte sich der
Premier, unser und unsrer . Al
liierten Siege werden Befreiun,?
der Zivilisation und Freiheit für
da? menschliche Cc wissen sichern.
Hungersnot bedroht
ZNinenarbeiter
Seattle. Wafh.. 19. Okt. Te?
Motorschoone? ..8!nby", welcher Niit
ittorräten für die Kushkowin Rivcc
Sektion von Alaska beladen war.
wurde im Stnrnl beschädigt und
mußte zurückkehren. Infolge dessen
.lind mehrere tausend Minenarbeiter
dieser Sektion von einer Hungers,
not bedroht, bevor der Winter ein..
M. Diese Mitteilung machte der
Kapitän dcö Schisses D. S. Mc
Alpine, welcher hier eingetroffen
ist. j
Ter ..Rubtz" war das einzige!
Schiff, welches ketten Sommer nach
VLWl 1. lIJLslil L-i ILI.IL IL SLUlllUlT Il'I-ll!
tnorden lt, und es wird angenom
wen. das; es für ein zweites Schiff
Eingeborene, bvor die Vorräte ein.
trafen.
Zur Gcny Bill..
Washington, id.- Okt. Prust,
dent Wilson sprach seine Vefriedi
.umT rni, hilf? er nip (i'rrh 91i!T I
u " i- r ' ' - ' - v
unterzeichnen konnte, wonach es zu
cincin nationalen Verbrechen ge
macht wird, Stimmgeber bei Kon
nreszwahlen und Senatorwahlen zu
bestechen.
Kohlen
zu nikdrigr
Preisen.
Libertl, Lnmp P8.7Y
Handgesicdt
b'herokee Nut......... .?8.8Z
Echte. -
Speclalty Lump 88.55
.pklialttzNnt... Y8.25
wrofjc tHicfi
Ärkansa, Hartkohle... .P15.00
Für Furnace Gebrauch. '
Illinois Lump, ( und Nt
Grohe Lorröte.
05LilkZ'r'r'5
1223 NicholaS St. Tonglas 530
WLWÄiSWÄÄ!WSWÄW6W25M
William Sternbcrg
Deutscher MyoSat
gümn 95a B5i, Omaha National
Bank.GcbäuZie.
ttl TouglaZ 9C2, Omüba. Siebt.
fArrc"r,c,vot7fxr-5 .
ejiziiibZ-.lL Jn:jtijtti '
bcr.Kushkowin Sektion, abgeschickten .gemeldet Tie e.den V.
zu pät geioorden ist, um in diesem Zr7i; Z t m 7 Ö &
abre die Fabrt u machen. Der fff M m ftem
Bezirk hatte schon letztes Jahr ein? ZV v' mlnb r
Hungersnot durchgemacht, denk cl . J; i" , 3 Wl 4abcr
rrf,,lrtprtP TO-jr. ,7s .. angehörte, ln deutsche Gefangen.
K lit;lIIHillkiV VIV4. Mk)V Kß' i
ter den Nationen wir sicher
gestellt sehen wollen, sollte
weitgehendste Gelegenheit zur
Entwickelung der Sclbstrcgic.
rung gegeben werden. '
Seit jener Satz geschrieben und
im Kongreß der Per. Staate ciuZ.
gesprochen wurde, hat d Ver.
Staaten Ncgicrung anerkannt,
dasz ein Kriegszustand zwischen
dcnTschccho - Slovakcn und dem
deutschen und österrcichisch-ungari
schcn Reiche besteht, und dasz der
, tschechoslavischo Nationalrat eine
tatsächliche kriegführende Regie,
nng ist, cingctan mit der gehör!,
gen Autorität, die milltärischen
und politischen Affairen der Tsche.
choSlovaken zu leiten.
Im weitgehendsten Maße sind
auch die nationalen Bestrebungen
der Jugo.Slovakcn anerkannt war
den. ' .
Ter Präsident ist deshalb nicht
länger in der Lage, eine blosie
Autonomie" dieser Pölker als
FricdcnöbasiZ onzuerkenncn, son.
derit gezwungen darauf zu bee.
hcn. daß diese und und nicht er
beurteilen sollen, was seitens der
östcrrcichisch.ungarischcn Regierung
geschehen muß, sie betreffs ihrer
Aspirationen und ihrer Auffns.
sung ihrer Rechte und ihrer Zu.
kirnst als Mitglieder der Fainilie
der Nationen zufrieden zustellen."
Letzter Anleihe-Tag
hat gute Aussichten
Müsste tfy der Weltgeschichte.
oiiiad,g geilchcrt. Sogar
überzeichnet.
Washington, 19. Okt. Tie Aus
sichicit-fiiid lehr gut. das; die Nation
nicht nur die aewun chten $6,000,
000,000, sondern eine grosse Summe
drüber hinaus zeichnen wird. Die
größte Antelhe der Weltgeschichte
wird gelingen. Tie Halste der Un
Zer-istrikte haben ihr Minimum
Allotmeiit erreicht. Ueber dir? andern
macht man sich keine Kopfschmerzen.
Nur ä, Ph'iadewhia und ltlanta.
sind etwas unsicher, doch hofft man
auch hier daZ Beste.
Tas Ermutisiendite von allem
aber war die Tätigkeit der Komi,
teeb in kleineren Bezirken. !?ast
keins von ihnen hat sich mit seiner
Quote degniigt, verdoppelt, ja ver
öreifacht haben sie sie.
Aus Gefaltgenschaft
glücklich entkommen
Paris, 19. Okt. Tie Pariser
Ausgabe der Chicago Tribune" hat
aus der Schweiz eine Tcpcsche er.
halten, welche die Meldung bestä
tigt, das; 17 Amerikaner kürzlich
aus dem deutschen Cefangenenla
ger bei Billingen, Baden, cnt
kominen find. Soweit sind nur zwei
uli? wohlbehalten
in oer isdiram
. - . . .
freiten sind: Marineleutnant JsacoZ
von dem nkt. Staaten-Dampfer
Präsident Lincoln und Korpora
schost geraten: er, entkam aus dem
Laqer bei Villinaen am 4. Oktober.
Boston. 1!,. CU. Harold S
Willis, dessen Entkommen aus ei'
ncm deutschen Gefangenenlager ge
nicldct wird, hatte sich im Jahre
lWo als Mtglicd einer amerikanl,
schen Anibulanz-Einheit nach Fran5
lcich begeben. Jnl nächsten Jahr,
rral er in ven sranzo t chcn lieaer
dienst ein nd stand als Korpora
un LafayetteFluggeschwader. (5r
hat un Jahre 1012 die Harvard
univeriitat absolviert,
Papst hält Trutschland für aufrichtig
Rom, 10. Okt. (Ueber London.)
et klaatssckrctac oes Vatikans et
klärte. Papst Benedict glaube, dasz
Teutschland ln seinem Friedensancr
bieten aufrichtig sei. Zugleich ist der
Heilige Vater zuversichtlich, daß Prä.
sident Wilson cinen raschen und dau
erhaften Frieden machen und
Deutschland nicht zwingen werde, den
llneg fortzusetzen.
Teutsche beschießen wieder Tiinkirchkn
Bei der französischen Armee in
! Flandern, 18. Okt. Tie Teutschen
! nahmen wieder die Bombardierung
bc" französischen Hafen Tünkirchen
lmit weittragenden lseschnhen auf.
Es gab einige Opfer unter der Zi.
vilbevölkerung.
200,00 Jnslukza Nlle.
Bmiios Aires, 19. Okt. Es
sind 200,000 Influenza Fälle in
hiesiger Stodt zu berzeichne. Tie
nicdizinischen Autoritätni sagen, bnf;
er die soanische Influenza nicht sei.
Todesfälle fiiid bis jct nicht zu mcl.
den. ' '
Die Todesopfer
öer Jnflnenza
Die deutschen Zeitungen deJ
LstcnS enthalten täglich vier big
fünf Spalten Todesanzeigen, was
beweist, das die Influenza unter
der deutschen Bevölkerung der öst.
lichen (Ärosütadte schrecklich haust.
5ic lesen darüber im.Philadclphig
Demokrat, in welcher Stadt be
kanntlich bte Seuche am schlimmsten
herrscht, da3 folgende:
Ein Mck in die Zeitungen ge
nügt! Spalten und Spalten von
Todesanzeigen Tag für Tagl
Und dies bedeutet unsägliche?
Leid lind Herzeivrh für Sunderte
und Hunderte, nein.' für Tausend?
und Tausende!
Behüte uns vor Krieg und Pest
und Pestilenz", so lautete ein Passus
in dem S'.'richlein, daZ einst die
Nachtwächter der Städte und Dör.
fer allnächtlich hersagten. IS k
ihren Nundgang durch die Straszen
machten. Viele der werten Leser
und Leserinnen können sich
... o , . . V , V ' '
all lyrec zni'ocrzcir ycr noch an
das Institut der Nachtwächter er.
innern und gar Manchem wird im
Verlauf der letzten Woche jener
nächtliche Ruf wieder an's Ohr ge
klungcn sein.
Behüte lins vor Pestilenz! Seilte
würden die J'achtwächter rufen: Be,
hüte uns vor Influenza! Und viele,
viele der werten Leser würden
von Herzen einstimmen in diesen
frommen Wunsch, hat doch in den
lchten zwei Wochen diese moderne
Pestilenz in gar manches Heim mit
tötender Hand hineingegriffen und
einen Batcr oder eine Mutter, eine
Sohn odcr eine Tochter, einen Bni
oer oder c:re Schwester oder sonst
cm liebes Wcsm dahingerafft, un
Darunter gerade diejenigen, die a
lein Anschein nach noch manches
ayr unter uns hotten weilen kön
ncn. wenn nicht Pest und Pestilenz
uoer uns yercingebrochen waren.
Und gerade in deutschen Kreis,
hat die InfluenZli mit verheerender
Wut gra iiert. Noch nie ln der 0e
schichte Philadelphia's find in solch
kurzer Zeit so vicls deutsche Fa
niiticn ln Trauer und Leid ver
setzt worden, noch nie haben deut
sche Kirchen und Vereine innerhalb
weniger Toge solch große Verluste
durch des Todes rauhe Hand erlit
ten. Möge auch diese Heimsuchung
bald an uns vorübergehen wenn
auch die Lücken, welche die Pestilenz
geichwgcn, nicht ausgefüllt werden
können. r -
Max Yeiöelmeker
gestorben
J,n Alexianer-Hospital lll Chi
cago. tpg er sich seit einige Tagen
befunden hatte, ist kürzlich der
brave frühere Polizeileutnant Max
Heidetmeier nn Alter von 73 Iah
ren gestorben. Der Dahingeschieden
war lin Königreich Bayern geboren
uno als uuriger kräftiger una
ling nach Chicago gekommen, das
leüyer seine Hennaisstadt gewesen
;)t. Ueber 4') Jahre lang diente er
oer ktadt m,t seltener Treue und
Glivissenhanigkeit als Polizist und
aros; sind sjne Verdienste, die er
ich ln dieser Eigenschaft um die
tadt cnvorbcn hat. Das Verbre
chergefindel hatt? den allergrößten
Aepekt vor- lhm und vermied eZ
nach Kräften, mit ihm in Konflikt
?,u kominen. Mit eiserner Faust
yerrichte er feit biele,l Jghren alZ
polizeileutnant und Polizei-Jnspek.
wr anr oer Voroseite. wo man den
alten Kanwen in leder Familie
kannte und ihn achtete. Neben sei
nem Tienst aber fand er auch noch
Zeit für gesellige Unterhaltungen.
namentlich rn leutschen Logen, wo
er stets ein willkommener Gast war.
Vor drei Jahren war er ,nit Pension
in den Ruhestand getreten. Mit ihm,
starb ein, Original.
wöchentlicher
Wetterbericht
Für die Periode vom 21. bis ein.
schlichlich den 2. Oktober:
Oberes Missisfiiivi und unteres
Missouri Tal Schön und küliler
anfangs der Woche. Wärnier ain
Mittwoch niit lokalen Regen. Am
Ende der Voche schön und kühler.
Noröliches s?el enaebirae und
Höhen Regionen Schauer am
Montag ade,' Tienötag, mit Tem
eraiur uoer normal, uyter a:n
Donnerstag.
Kadetten
im Gallon machen
Cut,
deckung.
Z,v Kadetten der Fort Omaha
Lustschiff . Schule hatten am Ton
nerstag Veobachtungsdienst, als sie
zwei MännT in einem kleinenMotor
boot bemerkten, die eine Landung
bei Florenz nrachten. Das Gebah.
reu der zwei Männer erregte den
Verdäckit der Kadetten; sie machten
hren .Vorgesetzten Anzeige, eine
Anzahl Radfahrer wurden nach dein
Landungsplätze gesondt und fanden
.Z8 Plnt Whiskey in cinenl Versteck.
Beruft Euch bei Einkäufen aus
tie .TribllnH-,
r - ,0i
Thmie und prms.
Lvil Lcou Ziaurof. Au dem
Französischen,
Herr Ledout (mit seinem beständi
gen. leicht spöttischen Lächeln): .Also,
wenn ich Sie recht verstehe: Sie glau
ven on lein tmmtiv '
Herr Torot (achsclzultcnd): .Kis
met! Aismet! Unsinn, jage ich Ihnen
Nichts als Unsinn!:
Ledoi,!: .Aber eS gibt grbeitsa.
me, souoe teilte, denen nichts
gluakt'
Torot (mitleidig lächelnd): .Und
was beweist das'j Die Tölpel sind
eoen lein varan schmor
Ledouz (eigensinnig): .Nicht im
wer!"
Torot (mit überlegener, Miene):
.Möglich, aber es dürste nicht schwer
fallen, ganz natürliche Erklärungen
sur ihr jMi&gelchie: zu smven statt
von Jitsrnel und vergleichen zu re
den
Ledouz (hartnäckig): .Ich bitte um
Entschuldigung, aber es gibt doch
ganz uncrtlarliche Fälle. . . So
tenne ich z. B. einen vraven, ehrli
chen, klugen Äcenschen, dem leine Ar
veit zu viel ist, uno oer doch von kl,
nein unerbittlichen Fatum, verfolgt
wird. . .
Torot ungeduldig): .Fatum! Fa
tum!. . . Lassen Sie mich doch end
lich damit in Ruhe!"
Ledouz (fortgesetzt lächelnd): .Ent
schuldigen Sie, aber ich spreche nicht
von den alltäglichen, lleinen lüoi
tommnissen dc t Leben: dah mein
guter Man sich z. Ä. bloß auf eine
Äank zu setzen braucht - und sie ist
frisch gestrichen, natürlich nicht in der
Farbe seiner Hose; dasz t nur wagen
darf, mit einem neuen Hut auszuge
hen sofort beginnt ti zu regnen,
und der Hut ist taputt oder wird ihm
von einem Wirbelnzind entführt; daß
man ihm im Restaurant Bouillon sei
viert, in der leine Fettaugen, bufur
' aber reichliche Haare schwimmen, oder
Eier, die im vorigen Jahrhundert ge
legt sind! ' . j
Torot: .und was beweist das
Doch nur. dag Ihr Mann nicht au
, paßt, wo er Plag nimmt, daß er sich
einen Barometer taufen uns zu Hau
fe speisen muk!
Ledouz: .Meinetwegen! Ich bin
nicht eigenminlg! Aber in seinen Ge
schäften ist's noch schlimmer. Er hat
sich vor Jahr und Tag mit Xluzuswa
ren etabliert. Aber wann, glauben
Sie ivobl?' Gerade einen Monat vor
der KriegseÄlärung 1870! Natürlich
hat er denn auch bald darauf Bänke
rvtt gemacht!"
Torot (spöttisch): .Sie wollen doch
nicht etwa behaupten, dofz wir daö
schreckliche Jahr geyavt yaoen. vtog
um ihn bankerott zu machen
Ledoux (sortfahrend, ohne den Ein
wand zu hören): .Er sagt sich: .Das
sollen mir die Deutschen teuer bezah
len!" Er tritt in die Armee ein und
wird gleich am ersten Abend schwer
verwundet. .
Torot: .Auf dem SchlachtfeldeZ"
Ledouz: .Durchaus' nicht, im ök
genteil - in der Kantine bei, der Ex
plosion ncr Petroleumlampe! End
lich ist er gehült. Der rieg ist aus
und er macht sein Geschäft wieder
auf. Zunächst scheint alleö gut zu
gehen. Da, eines schönen Tages wirst
sein Mädchen inen Spirituskocher
um. Sokort steht sein Laden in
klammen. Seine Wohnung, die Lä
den seiner Nachbarn alles brennt,
Es war 6 Uhr abends. Seine Feuer
oersicherungs-Police war um iz uyr
mittags abgelaufen und er wollte am
nächsten Morgen um acht eine neue
zusnellen las ml
Torot (spöttisch): .Das konnte ich
mir schon denken!"
Ledouz: .Der Hauswirt, die Nach
barn verklagen ihn. Er wird verur
teilt, ist ruiniert. Er bekommt eine
Anstellung bei einer großen Eisen
babn-Geiellschiist.
Torot Machend): .Da erfindet man
das lenkbare Lust chisfS"
Ledouz: Nein, das nicht. Er yaik
ein Schicksal sür besänftigt, faßt sri
cken Mut und malet ein mnges
hübsches Mädchen. Drei Tage nach
der ftot.mt oestebt sie ihm. sie labt
zwei Ämder, über deren Heriunil sie
ich nicht ganz Ilar jer,
Tort: .Das kann bei zerstreuten
Menfckien schon vorkommen!
Ledour: .Er verzeiht seiner Frau.
Liirzehn Tage später überrischt er sie
eines Abends mit einem nouegen aus
seinem Bureau. Er macht ihr U.or
Haltungen, sie gelobt Besserung
am nach ten Mittag uoerra,cyr er
sie wieder mit einem Eisenbahn-Be
amten!" '
Torot (lachend): .Also ein Beam
ter auf jeder Station? Dann hotte er
eben keine Frau, sondirn einen Ring
bahnzug geheiratet!"
Ledoux: .Zum Gespött seiner Kol
legen geworden, nimmt er seinen Ab
schied und klagt aus Scheidung. Man
spricht sie aus natürlich gegen ihn!
Er sucht eine neue Stelle, findet auch
eine in einem Warenhause; vier Wo
chen später ist das Haus pleite. Er
bekommt eine andere Stelle. Drei
Tage ach seinem Eintritt, wird der
Chef wegen schmutziger Sachen ver
haftet. Er wendet sich dem Lankfach
zu. kräht seine letzten paar Groschen
zusammen, um behuf Eintritts in
ein großes Bankhaus eine Kaution
stellen zu können."
Torot: Am nächsten Morgen
lacnni oer armer vurcy s
Leooux: .Nein, mein Lieber
schon eine Stunde später! Der arme
wti verliert sein Letztes. Ohne
einen Soü. muß et froh sein, irgend,
wo als Hausdiener anzukommen,
Bumms! bricht er sich den Arm.
Man bringt ihn ins Kranlenbaus. wo
er lange liegen muß! Endlich kommt
er heraus. Er hat noch keine zehn
Schritte 'getan, als ihm eine große
Bulldogge zwischen die Beine läuft
und ihn zu Fall bringt. Er bricht
sich ein Bein und verrenkt sich das
zweite!"
Torot (achselzuckend): .Aber, was
beweift das alles?"
Lcdoui: .Also in alledem sehen
Sie kein Kismet? Kein' schwarzes
Fatum?" ,
Torot (die Arme zum Simmel er
hebend): .Aber lassen Sie mich ooch
endlich damit in Ruhe! Ich sage Jh
ven ja, es existiert überhauvt nickt.
Ihr Fatum! Alles, was Ihrem Man
ne passiert ist. ist einfach, nichts we
Niger alö'ilbernatiirlichj Wenn Sie
,o wollen, hatte ,a die ganze Welt ein
Fatum!"
Ledour (voll , Bewunderunai:
.Wissen Sie, lieber Freund. Sie
sind der erste, den diese Geschickte
nicht verblüfft."
.oror eicheiven): .Weit ich eben
überlege, weil ich Kopf und Seri
auf dem rechten Fleck habe gunz
einfach!"
Ledour: .Also Sie alauben nickt.
daß ein böses Berhängnis über die
sein guten Mann waltet?"
Torot (lebha t): .Wenn Sie dar
unter eine unsichtbare, geheimnisvolle.
yartyerzige üKacht verstehen. nie
mals!"
Lcdonz (ihm warm die Hand drük,
end): .Wie mich das fr'ut, Sie so
strecken zu hören, mein lieber freund!
Wie mich das freut!"
Torot (erstaunt): Warum denn?"
Ledoux (warin): .Weil es. wohl
ut. ' endlich einmal einen Menschen
zu finden voll Mut, Eharakterstärke
und. .
Torot (abwehrend): .Aber ich bitt,
i totei (feie wollen mir doch nich'
etwa einreden, daß ich eine Allsnah.
me bin?"
Ledoux (nachdrücklich): .Doch
Doch! Denn bei allen meinen Freun
den habe ich bisher vergebens ver '
sucht, diesen Pechoogelunterzubrin
gen. . , Niemand hat etwas davon
wissen wollen. ' Alle haben fit
Furcht, mit dem Manne könnte auch
das Unglück gleichzeitig bei ihnen ein
ziehen," Torot (verächtlich): .Die Dumm
köpfe!" Ledouz: .Sie sind der erste, der
über solchen Aberglauben erhaben
ist!. . . Ich weiß, Sie brauchen gera
de einen Portier für Ihr Haus. Ich
stelle Ihnen meinen Schützling mor
gen früh vor."
Torot (stotternd): .Hm. . . Wie
meinen Sie?. . , Aber. . . gestatten
Sie. ..." .
Ledour: .Nein, nein! Ich garan
tiere für den Mann, für seine Treue,
seine Tüchtigkeit."
Torot (sucht verwirrt nach einer
Ausflucht): .Schön, schon. . . Ich
werde mir die Sache überlegen. ...
Ich werde Ihnen Bescheid sagen. . .
Oder besser: ich werde Ihnen schrei
ben.-'. ."
Ledour (hartnackig): Wozu denn?
Die Sache ist doch abgemacht?'
Torot (lebhaft): .Aber durchaus
Nicht! Nicht im mindesten!"
Ledoux (erstaunt): .Wie. Sie schla
gen es ab?"
Torot (sich angelegentlich in die
Betrachtung, seiner Stiefelspitzen ver
ticfend): Ja, wenn ich mir alles
reislich überlege ich kann Ihren
Wunsch nicht erfüllen.
Ledoux: Aber ich verstehe nicht
nicht. . .Die Stelle ist doch noch
nicht besetzt, soviel ich weiß? Und dem
armen Teufel würde damit eine
Wohltat erwiesen."
Torot: .Ich versichere Ihnen: ein
fach unmöglich!"
Ledour: Aber warum denn? (Er
leuchtet.) Aha! Das Fatum meines
Schützlings macht also auch Ihnen
Furcht?" .
Torot, (sich in die Brust werfend,
stolz): Furcht? Mir? Aber ich bitte
Sie! Ich habe Ihnen ja schon mehr
fach erklärt: ich glaube an kein Fa
tum! (Energisch.) Aber an etwas
anderes glaube -ick, was mich noch
niemals getauscht hat. . . An Ahnun
gen!. . . Und ich weiß nicht war
um?.-. . ich habe solch eine Ahnung,
daß es mein Unglück wäre, wenn die-
ser Mann bei mir einträtet"
Der Ursprung der Bezeich
nunz .Strohwitwe und ,L,trohwit
wer". Das Wort ist 'eine Analogie
bildunz zu der bekannten Bezeichnung
Strohsunzfer", mit der in zahlrei
chen Gegenden jene Bräute bedacht
wurden, die bei der Trauung nicht
mehr als Jungfrauen gelten konnten
und die deshalb in früheren .Zeiten
zum Schimpf mit einem Strohkranze
zur Trauung schreiten mußten. Die
trohwltwe wäre alo die sch:m
bare Witwe; die Lezeichnung Stroh
Witwer" ist dann natürlich nur in
Anlehnung cm j weibliches (Äezen
'I
!U2 üebudct.
: : ; .
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echreiki eie MaMbcrlchl ud wcitcre JlkaU, we i, ,
trauchk.
I E. Mardis & Co.. 750
Brandeis Theater BIdg., haben der
Polizei Anzeige erstattet, das; aus
ihrem Warenhaus?, Donnlas und
s. Straße, Diebe Eisenwarcn im
crte von ?7C)0 gestohlen haben.
Lilftpostdicust für Omaha.
In der zu errichtenden überländi.
schcn Luftpo traute, die in Zonen ein
geteilt werden soll, dürfte wahrschein
lich die Stadt Omaha als eine Hal
testelle eingerichtet werden. Herr
)bo TiOtvcibf von Fort Omaha,
sagt, daß Omaba bcstimnit als Heil.
testelle für die Flieger des Postdicn.
stes ausersehcn worden sei,
Hospitäler überfüllt.
Die separaten Räume für LltN'
geil. odcr'Pncumonia . Kranke in
den verschiedenen Hospitälern der
Stadt sind mit Patienten überfüllt,
und werden sofort Schritte getan
werden, um diesem Ncbelstande abzu
helfen. Tie Eröffnung der Schu
len und Kirchen steht noch in weiter
Ferne. In dieser Beziehung verlasse
ich mich auf die Berichte der Aerzte",
sagte der Sanitätsbcanite Dr. Man
ning.
Frl. Marortt Wagner gestorben.
Hier ist die Trauerbotschaft ein.
getroffen, daß Frl. Margret Wag
ncr, Tochter von Joseph Wagner,
in California, in dessen milder
Klima sie Heilung gegen die
Schwindsucht, von welcher sie plötz
lich befallen wurde, suchte, am Don
ncrstag gestorben ist. Frl. Wagner
var eine lickensivürdige junge
Tarne, besaß eine schöne Sopran
stimme und erfreute sich eincZ
ausgedehnten, Bekanntenkreises. Te?
Leichnam wird zivecks Beerdigung
hierher gebracht werden.
Leopold Hitler stirbt am Gchir
schlag.
Leopold Killer ivurde a eitern in
ferner Office vom Schlag getroffen.
Er war noch bei bester Gesundheit,
als er die Treppe in seiner Office
an der 15. Strajje und Kapitol Ave.
hinab gehen wollte, tauniclte aber
plötzlich und stürzte hinab. Er wurde
in diesem Zuitande don Joseph Nash,
von der Singer Seiving Machine
Ca. gefunden. - Er starb, ehe arzt.
liche HÜfe anlangte. Er stand iin
70. Lcbensiahr und wird von seiner
Tochter. Frau Sol BcrgiMN, über
lebt.
Hospital in Fcucrsgefahr.
Treiszig Tonnen Heu, die in ei'
ner Garage aufgespeichert waren,
gerieten in Brand. Die Feuersäu
len stiegen so hoch, daß sie das 45
Fuß entfernte St. Joseph Hospital!
in Gefahr fetzten. Man glaubt, daß
es ein Fall, von Selbstentzündung
war. Durch die energische Arbeit der
Feuerwehr wurde das Feuer jedoch
auf die Garage beschränkt. Drei
hundert Tonnen Kohlcn, die in ge
fährlicher Nähe lagen, wurden ge
reucr, cvcn o ein Plero, oas ein
Fcuermann aus den Flammen führ
te. Der Verlust wird auf $1,500
angegeben.
Erfreut sich guten Schlaf.
kann ehrlich sagen", schreibt Herr
Wilhelm Bredow von Bad Are,
Mich., daß Forni's Alpenkräiucr
nur schr 'gut getan hat. Ich kann
jcfct gut csten und erfreue mich eines
guten cliiaies, etwas, was ich
früher nicht tun konnte." Dieses be
kannte Kränierhcilmittel , vcrfehb
nie seine Wirkung. Es ist nicht in
Apotheken zu haben, sondern wird
von besonderen Lokalagenten gelie
fcrt. Man schreibe an Dr. Peter
Fahrney & Sons Co., 2501 Weist)
ington Boulevard, Chicago, Jll. '
Marktberichte
Omaha Marktbericht.
Omaha. Nebr.. 19. Okt.
Rindvieh Zufuhr 250; Markt fest
Ausgewählten Prime Aecvcs,
17.0013.25.
Gute bis beste Vceves, 15.25
16.50.
Mittelmäßige Beeves,
15.00.
Gewöhnliche Vccvks,
12.75.
13.23
9.00 -
Western Gras VccvcZ,
fest, stark.
Gute bis beste Gras
Beeves,
13.501 1.5.
Mittelmäßige bis gute Vceves,
11.00 13.00.
Gewöhnliche bis mittelmäßige,
8.50 J0.50.
Mexikanische 5kcvc, 8.00 10.00
Kühe, '
Gute biZ beste Heifers, 8.00
11.00.
Gute bis beste Kühe. 8.00 10.525
Mittelmäßige Kühe. 5.258.00.
Gewöhnliche Kühe. 5.507.00.
Stockcrs und Feeders, stark.
Priine Feeders, 12,0014.00.
Gute bis ausgewählte Feeders,
12.0013.5.
Gewöhnliche. 9.7511.60.
Gute bis beste Stocke. 8.50
9.50.
Stock Heiferö, 7.008.25. i
Stock Kühe, 6.257.50.
Stock Kälber, 6.5010.50.
Beal Kälber. 6,0013.00..
Bulls und'Stags, 7.509.50.
lchiveine Zufuhr 3,000; Markt
fest; 10c niedriger.
Durchschnittspreis 16.7517.10.
Höchster Preis 17.30.
chafe Zufubr 100; Markt fest. '
Lämmer fest und 10c nidrigerz
Feeders meistens 25c niedriger.
Mittelmäßige bis gute, 14.00
1175.
Lämmer, gute bis beste, 13.00
14.75.
Feeder Lämmer, 10.5012.50.
Jährlinge, gute bis beste, 10.00
-11.00.
Mittclm. Jährlinge, 9.0010.00.
Feeder Jährlinge. 10.0010.50. ;
Mutterschafe, gute bis ausgewähl.
te. 7.50-8.00.
Widder, fette, 9.0010.00. '
Widder Feeder. 8.009.00.
Mutterschafe, mittelin. bis nute,
7.007.50.
Feeder Mutterschafe, 6.006.50.
St. Josenkj Marktbericht.
St. Joseph. Mo.. 19. Okt. -Rindvieh
Zufuhr 500; Ma"kt
meist direkt: fest. '
Schweine Zufuhr 3,500; Markt
fest; 10c niedriger.
Durchschnittspreis 16.8517.60.
Höchster Preis 17.70.
Schafe Zufuhr 100; Markt fest.
, Chicago Marktbericht.
Chicago. Jll., 197 Okt.
Rilidvich Zuwhr 3,000.
Schweine Zufuhr 11,000; Markt
15 23c niedriger.
Durchschmttsvreis ,16.2517.90.
Höchster Preis 18.15.
Schafe Zufuhr 1,500; Markt di
rekt. Kaiisas City Marktbericht.
Knnsas Citn, 19. Okt.
Rindvieh-Zufuhr 3000; Marn
flau und schwach.
Schweine Zufuhr 1,500;. Markt
fest
Höchster Preis 17.50, ' einfache
Qualität
Schafe Keine Zufuhr. -
Omalja Getreidemarkt.
Omaha, Neb., 19. Okt.
Harter Weizen gelb
Nr. 2 2.092.151O.
Nr. 3 2.12.
Nr. 4 2.052.10.
Gemischter Weizen-
Nr. 1 2.14.
Nr. 2 2.042.1210.
'Nr. 4 2.06 ,
Weißes Corn
Nr. 3 1.421.43.
Nr. 4 1.28.
Nr. 5 1.25.
Nr. 6 1.17.
Gebbes Corn
Nr. 3 1.43.
Nr. 5 1.25.
Nr. 6 1.20.
Sample 1.101.16. .
Gemischtes Corn
Nr. 3 1.41.
Nr. 4 1.28.
Nr. 6 1.20.
Sample 1.101.12.
Weißer Hafer
Nr.3 66.
Nr. 4 65.
Standard 66.
Sample 63i.
Roggen
Nr. 2 1.51.
Nr. 3 1.50.
Sample 1.30.
Gerste
Sample 88.
Zurückgewiesen 87.
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