Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, October 04, 1918, Image 8

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Lehrling (beim Verpacken von Weinflaschen, zum Weinhändler): .Warum
schreiben wir da auf die Kiste .Vorsicht'? Daß keiner die Flaschen zerbrechen . . .
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Während der L i e b e s s z e n e
in Trist an und Isolde. .Ent
fetzlich, dies endlose Geschrei und Gc
seufze! Jede andere Verlobung wäre in
der Zeit längst zurückgegangen
Ekstase. .So 'ne Nordlandrcise ist
doch fabelhaft! Diese gigantischen Glet
scher, diese romantischen Jelsentälcr. dies
verblüffende Wasser! Man möchte per
rnanent stramm stehen und die Hacken
'zusammenschlagen.'
Ungefährlich. .Wieder "auf dem
Damm. Baron? Sturz auf letztem Ren
nen nichts gemacht?" ,
.Nee, Gehirnerschütterung
Zur Belohnung. Ein Trirn
kenbold fällt vom dritten Stock herunter,
ohne sich Schaden zu tun. Mitleidsvoll
bringen ihm die Hausbewohner ein Glas
Wasser, das er stolz mit den Worten zu
rückweist: .Na, wissen Se, fo: die Lei
stung könnten Se mir doch ooch wenig
ftevs 'nen kleinen, Kümmel spendieren!'
A K r e u z. ,O mei, Cenzl, ii mir
schlecht !'
.Jcssas, Jessas, ii - dös a Kreuz!
Hamm ma uns unser Lebtag plangt und
g'schunden, bii mir's zu was bracht
hamm, und jetzt, weil wir protzen kunn
tcn, kann er wieder koan Schampanin
ger dertraa'n!" '
Renommage. Dame: .Das Loos
des Soldaten- ist- wirklich hart. Wenn
man denkt, so plötzlich in aller Jugend
kraft von einer Kugel dahingerafft zu
werden es ist schaudererregend!' , -
Lieutenant: .Ach, alles nur Gewöhn-,
heit, mein Fräulein!'
Zn den lltterwscben.
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.Ich bitte, Dich, Otto, sei jetzt recht glücklich meine beste Freundin kommt
vorüber!' ,
Line unkeimliche geWchte.
Zn der Walpurgisnacht war's. Im
Wirtshaus zum .schwarzen Ochsen'
sitzen der Lehrer, der Schustermichel, der
Schneider Zwick, der Uhrmacher Radlez.
der' Förster und etliche Bauern, darunter
der reiche, protzige Mosthuber, beisani
wen, der nie eine andere Rede gelten
läßt als die, feine und sich fürchterlich
mit feinen 2alern brüstet, okwohl er
doch. wenn'S irgend geht, der größte
Filz ist im ganzen Torf. Kein Wun
der. daß in dieser Nacht die Rede auf
allerhand Geisteigefchichte!, und Gespen'
sterzeug kommt und nicht lange steht's
an, da hat der Schneider Zwick sein
Lirblingkma, den, Spiritismus, ouf's
Tapet gebracht und verteidigt das Tisch
rücken mit einem Fcuereiier, daf; die an
tun in atemloser Stille seiner Bered-.
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Ein Vorteil. Sie sehen ja so
miserabel aus''
.Ich leide an Schlaflosigkeit."
'Wie angenehm, dann können Sie ja
des Nachts nie bestohlen werden!'
Endlich allein. Eveline. fo
gehst du wirklich von mir? Hat es Gott
nicht gefügt, daß ich dich als mein trau
tes Weib heimführen darf? Du gehst,
und ich bleibe allein, allein mit meinem
namenlosen Schmerz!"
.Nein, Edgar, nein, nie nie wollen
wir uns trennen. ich lasse mich nicht
scheiden!'
.0, verflucht!" . . .
Gedankensplitter.
Klagenicht!
2 klag' nicht, wenn auf trauter Spur
Auch Ueblcs kommt gezogen!. '.
Im Sonnenschein und Regen nur -
Entsteh! der Regenbogen.
Armut.
Armut ist die schlimmste Plage, -Ohne
Frage, . . :
Da sie selbst den reichsten Mann ,
Quälen kann. ,
Alt Frauen.
Kommt ein Baum zu Jahren recht.
Wird die Rinde rissig!
Kann ein Weib schon beißen schlecht.
Wird es erst recht chissig. ,
Sa u e r topfe.
Ist Lieb' und Lust von kurzer Dauer
Bei diesem und M jenem Tropf,
Tann denke: Wird die Milch gleich sauer.
War sicher nicht ganz rein der Topf.
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famkeit lauschen. . Bloß der Mosthuber
lacht recht höhnisch dazu, haut mit der
Faust ein über das andere Mal auf den
Tisch und brummt allerhand Schmer
cheleien wie Unsinn!' .Damisches
'schwatz!' .Schneiderträum'!' u. s. w.
Darüber kommt Zweck ganz ausein
ander und wird fuchsteufelswild bis
sich der Förster mit seinem liefen Baß
ins U'üttel legt. Wer ihn kennt, der
sieht an seiner dunkel geröteten Nase,
daß er sich ärgert und eine Bosheit vor
hat. Dem Mosthuber. dem Knicker, der
ohnehin den Forstleuten alleweil auffäs
fig ist, will er's heut' einmal heimzah
len. Ja, ja,' sagt er, .der Cchneider
Hai ganz recht. Die Geschichte mit dem
Tischrücken ist vollständig in Ordnung.
Ihr wißt doch alle, dcfz wir zur Zeit
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Im Theater. Sie: .Ist das
Stück nicht haarsträubend?'
Kahlkopf: Das kann ich nicht sagen.'
Abgeblitzt. Sonntagsjäger (im
Dorfwirtshausc): Schätzchrn, so viele
Hafen ich schieße, so viele Küsse bekomme
ich!' ,
Kellnerin: So viele. Sie schießen,
meinetwegen.'
Beim Wildpret Händler.
Jäger: Kann ich noch einige Hasen be
kommen?'
Wildpret-Händlcr: Tut mir leid, die
beiden letzten hat Ihre Frau Gemahlin
eben geschossen.'
Vergebliche Mühe. .Was ist
denn da los? Warum wird hier so tief
aufgegraben?'
Wissen Sie, dem seligen Landes
fürsten soll ein Denkmal gesetzt werden,
man kann ober absolut keinen Grund
dafür finden.'
Bedenkliche Duldung. Frau
Rat: Daß Ihr Mann aber auch die
Patienten brauchen läßt, was sie wol
len!' Frau Doktor: Mein Mann ist eben
tolerant wie der alte Fritz: er läßt jeden
nach seiner Fa?on selig werden.'
Ein Genießer. Arbeit ist doch
etwas Schönes; stundenlang könnte man
so zusehen.'
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Was machen Sie denn da, Johann?' ' . .
Ach. ich schreibe nur hinten auf die Bübcr oben' und unten', damit ich
Staffele! stelle!'
da drüben im Starenhölzl ausroden und
Klafterholz schlagen. Bleibt da neulich
wieder einmal von einem kolossalen Bu.
chenstamm der Stock mit einem riefigen
Wurzelgcflecht stehen. Kein Hauen, kein
Graben hilft, um ihn herauszubringen.
Die Leute sind schon ganz kaput und
mürrisch. Da fällt mir auf einmal der
Schneider Zwick ein. Holla.' ruf', ich,
schnell stellt Euch alle miteinander rund
um den Block her jeder spreizt seine
zwei Händ' drauf und berührt im Kreis,
'rum damit den andern .... Eins,
zwei, drei und jetzt los!' Die Holz
lnecht' übereinander haben mich aller
dings angeschaut, wie wenn ich auf ein
mal übergeschnappt wär'; aber sobald ich'
etwas sag', gibt's, bei meinen Leisten
keine Widerrcd'. Schon ist der Kreis
geseblosscn und ich hätt'S selber nicht
geglaubt , mit Gckrach und Geächz'
rührt und streckt sich der Strunk, wackelt
und rückt und reißt an dem Wurzelwerk,
dreht und windet sich, und auf einmal,
trotz dem verzweifelten Widerstand sei
ner Wurzeln und des Erdreichs, reißt er
sich los. Unsere Leut' purzeln nach allen
Seiten durcheinander der Block ober,
von dem kolossalen magnetischen Flui
dum gepackt, sonst in die Luft und auf
und davon, daß keiner weiß, wo er hin
fliegt. Erst heut' abend, wie ich ins
Wirtshaus gegangen bin, seh' ich ihn im
Vorbeigehen ganz hinten im Mosthuber
seinem Hos beim Brennholz liegen
merkwürdig, wie weit der geflogen ist!'
Fest schaut dabei der Förster den gei
zigen Bauern on. Der aber wird kupfer
rot 'im Gesicht und kriegt auf einmal
einen solchen Krampfhusten, daß er auf,
springen, muß und Hut und Stecken
packt und nach Hause lauft. So schnell
er freilich davon ist das Lachen von
den anderen, und aus allen heraus den
gewaltigen Vaß vom Förster, hat er doch
noch hören müssen.
Der Stamm und der Apfel.
Frau (noch einem häuslichen Zwiste):
Ich war eine rechte Gans, daß ich Dich
zum Manne genommen habe.'
Mann: Sprich doch nicht so in Ge
genwart des Kindes, sonst scknatlert es
die Geschickt: im ganzen Hause herum.'
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Bon der Tafel de Leben.
Der Unbedenkliche und Tiste
Erhält das Beste und das Meiste; '
Wer sonst noch zugreift unerschrocken.
Kriegt auch noch ein paar große Brocken;
Doch der Bescheidene und Beste
Bekommt zum Schluß die schäb'gcn
Reste.
Modernes D i e n st m ä d ch e n.
Frau: .Nun also. Sie sind bei mir auf
genommen. Wie ruft man, wenn man
Sie braucht?'
Dienstmädchen: Nufcn's nur ganz
l einfach Frau lein Mayer!'
Hochgestellte Personen können zwar
vieles überblicken, aber auch vieles über
sehen.
Wenn der Tiger großmütig wird, ist
er gewöhnlich schon satt.
Am ältesten wird der, der jedes Jahr
um ein Iaht altert.
O nur auf ein Wort!' Kommt her-
ein fo der Gast.
Dann mach' dich auf einen Wortschwall
gefaßt!
Wer sich im Glück sonnt, wirst auf an
dere einen Schaden.
Mancher glaubt jünger zu werden,
wenn er die Torheiten der Jugend nach
ahmt. Wer eine Ohrfeige ruhig einsteckt, der
hat auch für mehr Platz.
Vekm modernen Künstler.
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Gin Stvaszenkampf.
Lcfcr, laß' es Dir zur Warnung sagen.
Deine Ncugier' sorgsam kontrollier',
Wenn's auch schwer Dir wird, Tu mußt es trage,
Sonst ergebt es Dir genau wir mir.'
Unlängst sah ich viele Leute laufen,
Jung nd Alt zur Ecke ist geeilt,"
Weil inmitten von dem Menschenhaufen
Sich zwei Männer fürchterlich verkeilt.
Und auch mich zog es zu jenem streite.
Und ich eilte voller Ncugier bin.
Zioller Borsicht stand ich zwar zur Seite,
Aber mitten in der Menge drin.
Icdcömal, wenn einer fr lug daneben.
Wich die Menge rückwärts sehr geschickt, '
Freie Bahn hieß es den Kämpfern gebe,
Und ich wurde dabei fast zerdrückt. ,
'Mal lag einer untrn oder oben,
Die Entscheidung wurde sichtlich schwer.
Und ich wurde hin' und hergeschobcn.
Rühre konnte längst ich mich nicht mehr.
Bei den Uppcr Euts" die Leute johlten,
Immer hübsch im Kreise ging rs 'rum.
Und je mehr die Kämpfer sich versohlten,
Test größer ward das Publikum.
Immer Heister wurde die Erregung,
Immer lauter wurde das Geschrei,
Immer schwieriger ward die Bewegung,
Aber schlicstlich kam die Polizei.
?!un behördlich Friede ward geschlossen.
Mit zerschlag'nen Nasen, Mund und Kinn
Zogen traut vereint jetzt die Genossen
Friedlich nach der nächste Kneipe hin.
Und auch ich mich jetzt von bannen trollte.
Eilig ich bestieg die nächste Ear,
Hab' entdeckt, als ich bezahle wollte.
Daß mein Portemonnaie verschwunden wr.
In die Tasche hab' ich nun gegriffen,
Und verschwunden war die TIlarUhr,
Und ich sah, daß man sie abgekniffen
Und gelassen mir die Kette nur.
Immerhin mich dieses fröhlich stimmte.
Und von Aerger spürt' Ich keine Spur,
Geistig fah ich, wie der Dieb ergrimmte,
Denn wl macht er mit 'ner TollarUhr?
Wisse möcht' ich auch, mit welchem Fluche
Jener Gauner meiner hat gedacht,
Tcn er fand in meinem Pockctbuche
Einen Time" nur, all er'K ausgemacht!
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Dilemma. Fabrikant (für sich):
Für die geringeren Sorten hab' ich nun
schon die Qualitätsbezeichnungen: Pri
ma, Eztra Prima, Superior und Eztr
Prima superior eingeführt wenn ich
nur wüßte, wie ich jetzt die besseren Mar
ken bezeichne!'
Aufopferung. Arzt (zum Kran
ken): Ich muß Sie gesund machen und
wenn es Ihr ganzes Vermögen ko
stet.'
Liebe unterm Tisch. .Mein
Herr, wenn Sie mich lieben, so sagen
Sie es. Aber machen Sie mir' die
Strümpfe nicht schmutzig.'
Die schwere Stunde. .Ocs
Neidhammel schaut's bloß alleweil auf
den äußern Schein. Ich hab' so manche
Stund', wo ich mit dem letzten von meine
Knecht' tauschen möcht'.'
.Tos glaub'n mer di schon. Gel.
wcnnst bei Einkommensteuer zahl'
muaßt.'
I m Seebad. Erste Klatschbase:
.Wissen Sie denn, daß Fräulein Amalie
gestern beinahe ertrunken ist?'
Zweite Klatschbase: Ab, , mein Him
Mcl, wirklich, wie ging denn has zu?'
Erste Klatschbase: .Nun. sie badete
und tauchte gerade unter, als Herr S.
sie fragte, ob sie ihn heiraten wolle und
sie es versuchte, unter dem Wasser .Ja'
zu sagen.
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. . Ihr Mann soll sich also das Rauchen abgewöhnen? . . Dazu gehört aber
ein starker Wille!'
.Den hab' ich!'
Menschliches, Allzmuenschliches !
Der Regisseur hatte einen Streit mit
einem nicht besonders intelligenten Bas
sistcn der Oper. Der Bühnengewaltige
faßte seine Eindrücke von der Szene fpä
ter Zn folgende Worte zusammen: .Er
redet genau so dumm wie ein Tenor,
bloß eine Oktave tiefer!'
Richard Wagner mußte sich einmal
von einem Arbeite .mit Mutterwitz'
eine tüchtige Abfuhr gefallen lassen.
Während der Meister in seinem Tusku
lum in Bayreuth arbeitete, fühlte er sich
durch geräuschvolle Erdarbeiten neben
seinem Hause sehr belästigt. Endlich
riß ihm der eben nicht sehr feste Ge
duldsfaden lind er apostrophierte die Ar
beiter vom Fenster aus mit dem. scharf
akzentuierten Worten: Wozu all die
ser Lärm? Wozu reißt Ihr denn das
alles wieder aus?' Wir müssen ein
neues Pflaster machen." Den Teufel
auch! , Als ob das alte Pflaster nicht
noch ganz gut gewesen wäre!' Da
mögen Sie recht haben, Herr Wagner,
die , alten Nibelungen' waren aber
doch auch ganz gut!'
Einem Dichter, der dem Berliner
Lessing-Thcater seine neue Tragödie ein
Geirübte
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. . . Erst habe ich mich auf den Orden so gefreut jetzt bereitet er mir nu
Aergernis!'
Wieso denn?'
.Weil mich jeder fragt, warum ich ihn bekommen hab'!'
gereicht hatte, fchrieb Direktor Oscar
Blumenthal, als er ihm das Manuskript
zurückstellte: Mit Dank zurück. Man
soll von seinem Nebenmenschen nicht im
mer das Schlechteste annehmen."
.
Die Theaterkinder vergnügten sich,
während die dazu gehörigen Väter und
Mütter bei der Opernprobe weilten, da
mit, vordem Theater aus dem durch
die starten Regengüssen erweichten Sand
ein Gebäude zu errichten. Natürlich
bauten sie ein Theater mit allen Schi
kanen. Da kam der Kapellmeister aus
dem Hause, bewunderte das Kunstwerk
und fragte: Tos Theater ist fertig.
Nun mußt Ihr auch einen Direkior hin
einsetzen.' .Nee, wir haben kcenen Treck
mehr," lautete, die Antwort.
.
Der wißbegierige Chorist fragte sei
ne ersahrenen Kollegen: .Kannst du.
mir sagen, wie man gute Pilze von
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schlechten unterscheidet?' Nichts lcich,
ter als das: man kocht sie und gibt sie
der Frau Direktor zu essen: Stirbt sie,
dann sind sie gut.'
GrillparzcrZ .Hcro und Leander'
wird geprobt, und der Direktor, de
auch die Regie führt, ist mit dem Helden
ganz und gar unzufrieden. Sie haben
gar keine Ahnung von dieser Rolle,'
schreit der Bühnentyrann, und eine be
sondere Impertinenz ist es, daß Sie sie
noch nicht einmal gut memoriert haben."
Da bin ich durchaus im Geiste der
Rolle, Herr Direktor, als Leander muß
ich doch schwimmen." ,
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In einem Provinzopernhause Kurden
an ein und demselben Abend Salome'
und Elektra' von ' Richard Strauß
dargestellt. Und zwar fo: die eine
Hälfte des Orchesters spielte ..Salome',
die andere gleichzeitig Elektra", und
kein Mensch hat's gemerkt.
'Dirigent (der zum ersten Mal die
Partitur in die Hand bekommt): .Um
Gotteswillen, wie soll man sich darin
zurechtfinden? Das sind doch gar keine
Noten, ; das ist ja verrückt gewordener
Kaviar!'
Freude.
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Ter schlaue Herr.
Siehst du. lieber Freund, schlau muß
man sein.' sagte der mecklenburgische
Gutsbesitzer von Schliessen zu seinem
Freunde, mit dem er sich über die Wah
len unterhielt. ' .Vor dem Wahltage
habe ich meine Leute zusammen gerufen
und gesagt: Ihr könnt stimmen für
wenn Ihr wollt, aber ich werde zwei
Schweine und vier Faß Bier zum Be
flen geben, wenn in meinem Bezirk nicht
eine Stimme für den Sozialisten obge '
geben wird.' ,
Natürlich haft du die zwei Schwein f
und das Bier verloren?'
.Nein, mein Freund.'
.Diese Bande hat wirklich . .
M'ine Leute haben alle konservativ
gt' jl, aber die Schweine und das ,
Bie?,ekamkN sie doch nicht, zwei
Stimmen wurden für den Soziakiste?
abgegeben ... von mir und meinen!
Inspektor.'
i!iiiiii,:i!ii!nira!
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