Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, August 14, 1918, Page 6, Image 6

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    Seite 6-Tägliche Omaha Tribüne-Mittwoch, den 14. August 1918.
Nährwert rn Obstsäfte.
Viele betrachten noch immer daZ
träft und die Obstsäfte, wenn nicht
geradezu als LuxuS-Genuß. so doch
immerhin ur all eine angenehme
Beigabe. , Aber unter den heutigen
Verhältnissen dürften diese Produkte
in einem beträchtlichen Grade zur
Wilrde einer Stapel- oder Hauptnah
rung aufsteigen, zur Freude der Obst
ScsundheitZapoßel.
Es kann schon jetzt mit Bestimmt
heit konstatiert werden, daß Obstsäfte
immer mehr Eingang in das private
häusliche Leben deZ amerikanischen
Volkes finden, und zwar in das all,
tägliche, während sie noch vor ein
paar Jahren nur gelegentlich als De
likatessen des Heims sowie natürlich
cn den Sodawasser-Fontänen eine
Rolle spielten. Dazu hat vermutlich
auch die neuerliche .Temperenzwelle"
nicht gar wenig beigetragen.-
Und eZ ist wahrscheinlich, daß die
Knappheit von Z u ck e r und die Aus
sicht auf eine weitere Einschränkung
in der geschäftlichen Produltion von
Sirup Getränken und dergleichen
die Benutzung hauptfächlich die
häusliche schmackhafter Obstfäfte
noch mehr steigen wird. Es wird
immer mehr aus Grund 'chemischer
Prüfungen anerkannt, daß die Obst
säfte. als Getränke oder sonstwie,
nicht nur als Nahrungsmittel im all
gemeinen viel ernster, zu nehmn sind,
lils man sie bislang zu nehmen ge
neigt war. sondern namentlich viele
von ihnen infolge ihres bedeutenden
Gehaltes an Zuckerstoffen einen recht
schätzenswerten Ersatz für den Zucker
bieten, ohne daß es nötig wäre diesen
mit zu Hilfe zu nehmen. Zu den
jüngsten in dieser Hinsicht anerkann
ten Säften gehört derjenige der erst
neuerdings in den allgemeinen Han
del gekommenen Logan-Beere. welcher
immerhin seine sechs bis acht Prozent
Zucker enthält und auf den Liter etwa
300 Wärme-Einheiten bietet.
Klassifizierte Anzeigen:
Stellungsgesuch Weiblich.
, Deutfchamerikanerin 'mit Hoch.
ZchulbWung sucht dauernde Stellung
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lens Unterricht zu geben. Box 12.
Deshler. Ncbr. 8.22.18
Junges deutsches Mädchen (lu.
jherisch) wünscht Stellung bei älteren
deutschen Leuten, am liebsten auf der
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adressiere an M., Omaha Tnoune.
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Kopfkissen nd Matratzen.
Omalza Tillow' C. Redern ae
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Etr.. Tel Tougias "zmi.
Detektivs.
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Fldg. Beweise erlangt in Krimina!
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nung, Douglas 882. ts,
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(?-rot), 116 Süd 13. Str. '
Advokaten.
H. Mischer, deutscher RechtSanwalt
irni Notar. Grundakte geprüN,
f.irtncr 1413 First Nation Bank
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Nn5eVe WeVsn Cdfet!
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gast alle Zeitungen im Lande
Ijaben in der letzten Zeit ihre
Preise abermals erhöht. , Einige
nssche Zeitungen in deutscher
Sprache haben ihre Preise auf $6
und $8 das Jahr erhöht. Auch die
Preise aller englischen .Blätter
gingen in die Höhe. - Diese erneu
te , Preiserhöhung , ist die Folge
der fortgesetzten Preissteigerung
von weißem Druckpapier, sowie
aller andern Produkte, die zur
Herstellung einer Zeitung nötig
sind. Diese Preise haben jetzt
einen Höhepunkt erreicht, den.
man früher nicht für möglich
hielt. Am 1. Juli 1918 ist fer
neres neue Zone-Postratenge-setz
in Kraft , getreten, das die
Portokosten der Zeitungen um
nahezu 50 Prozent erhöht hat.
Die Tägliche Omaha, Tribüne
hat bis jetzt versucht, diese Mehr
kosten durch die Verkleinerung
ihres Formats, also durch Papier
ersparnis zu ersetzen, und es ge
reicht uns Hur ' Genugtuung, daß
unsere Leser, die Notwendigkeit
einsehend, sich damit einverstan
den erklärt haben. Wir können
nun aber den Nachrichtendienst
und allgemeinen Lesestoff nicht
weiter verkürzen und müssen se
hen, wie wir anderweitig Ein
nahmen und Ausgaben in Ein
klang bringen können, sodaß der
Fortbestand unserer Zeitung ge
sichert ist. 1
In letzter Zeit ist ein neuer
einschneidender Faktor eingetre
ten, den Niemand, voraussehen
konnte und der von schlimmstem
Einfluß ist. Es ist der Boykott
der Geschäftswelt gegen die
deutschsprachigen Zeitungen. In
folge der ungesetzlichen, ungerecht
ten und 'vom Mobgeist erfüllten
Hetze einiger Fanatiker haben sich '
die Geschäftsleute einschüchtern
und bestimmen lassen, ihre An
'eigen der' Omaha Tribüne zu
entziehen. Das bedeutet für uns
den schwersten Verlust und der
muß auf irgend eine Weise aus
abglichen werden, soll der Fortbe
stand unserer Tageszeitung ge
sichert bleiben. Und wir sind
überzeilgt, daß unsere Leser den
Fortbestand der Täglichen Oma
ha Tribüne unter allen Uinstän
den gesichert haben wollen, was
immer auch ihr Abonnements.'
preis sein mag.'
Wir haben deshalb die Erhö
hung unseres Abonnementsprei
ses von $5.00 auf $6.00 das Jahr
ernstlich in Betracht gezogen und
fürchten, daß wir zu diesem
Schritte gezwungen sein werden,
sollte der Boykott gegen unsere
Zeitung aufrecht erhalten wer
den. Bevor wir aber diesen
Schritt tun, wollen wir noch ein
mal mit aller Kraft versuchen,
den ungesetzlichen Boykott und
die ungerechte Verfolgung, denen
wir ausgesetzt sind, zu überwin
den. Sollte es uns gelingen,
unser Anzeigegeschäft, zu dem
wir vermöge unserer großen Auf-.
läge berechtigt sind, wenigstens
teilweise wieder zurückerobern,
dann werden wir die Preiserhö
hung nicht eintreten lassen. Ge
lingt uns dies nicht, werden wir
den Abonnementspreis für die
Dauer des Krieges auf $6.00 das
Jahr erhöhen müssen, um den
Fortbestand der Zeitung über al
len , Zweifel zu sichern: denn wir
nehmen an, daß dies der Wunsch
aller deutschlesenden Bürger und
Bewohner dieses Landesteiles ist.
In öer Zwischenzeit bitten wir
nun unsere ceser, ö!e Tagliche
Omaha Tribüne prompt im Vor
aus zu bezahlen, wir ersuchen
Sie, wenn immer ihnen eine
Rechnung zugeht, wenn möglich
auf ein Jahr zu zahlen, was uns
eine große tzilfe ist, uns weniger
Arbeit und Unkosten im Zirkula-Usns-Departement
macht und im
Anklang mit 6er Forderung öer
Uriegszeit steht, öatz jede unnsti
ae Arbeit und alle unnötigen Un
kosten erspart werden sollten.
Eine jetzige Vorausbezahlung öer
Taglichen Gmaha Tribüne zu 86
öas Jahr wird auch für die ceser
Ersparnis bringen, da fast
alle Anzeichen daraus hindeuten,
wir leider in Bälde gezwun
gen sein werden, den preis aus
$6 das Zahr zu erhöhen. Man
komme uns deshalb vorläufig in
der angedeuteten weise zu tzilse
und nehme unsere Versicherung
entgegen, daß wir trotz der er
schwerten Zeitumstände eine Zei
tung liefern werden, die allen
rechten Zlnforderungen ent
spricht. Mit Dank im Voraus,
zeichnet
Achtungsvoll,
Ccigliche Gmaha Tribune
Val. ). Peter, ,
Herausgeber.
r
Die Dorfschönheit.
Von 39. M. Croker.
(20.' Fortsetzung.)
Der Lärm rauch an, man unkn
schied einzelne kreischende Stimmen,
hörte einen Stuhl umfallen.
'.Soll ich hinunter gehen?" fragte
ßtaloch, die Thüre öffnend. .
Nein, nein.... bitte, warten Sie
voch."
Jetzt wurde unten die Thüre de
Herrenzimmers aufgerissen, und man
hörte eine Stimme brüllen: .Zum Teu
sei mit Euren schmierigen Chkcks.
Ht ! ch betrügt Ihr nicht, Ihr Lumpen
gestndel!' DaZ war tRo&; der gute Junge
mußte entschieden zu viel .Sodawasser"
getrunken haben. Die einzige Antwort,
der man ihn würdigte, war, daß er aus
dem HauS geworfen wurde. Die Haus
thüre fi,l dröhnend zu, dann trat eine
bange Stille ein.
.Charlie wird gleich heraufkommen
ich höre ihn schon - rief Pezgti,
nach der Thüre eilend.
ES war aber nur Lizzie, die von
Neuem mit ihrem Telegramm erschien.
Ueber die vorangegangenen Ereignisse
machte sie keine weitere Bemerkung, als:
.Die Polizei ist in der Küche, gnädige
Frau." ,
.Wieviele?' -
.Nur ein Schuhmann. Ich sagte
ihm, ein Verrückter habe hinausbeför
dert werden müssen, und die Köchin
gibt ihm jetzt Bier. Aber das Tele
gramm ist an Sie, gnädige Frau, und
der Austräger wartet. Die Antwort
ist bezahlt. Der Herr Haupimann hat
es geöffnet und wieder vergessen."
Peggö griff danach und las; .Komm
sofort, wenn Du Hanna noch lebend
treffen willst. Telegraphire den Zug.
ich hole Dich ab. Travenor."
Pezgy war geisterhaft blaß gewor
den.
.Ist daS nicht furchtbar?" stammelte
sie. Kinloch das Blatt reichend. .Was
soll ich nur thun?'
.Sofort abreisen." erwiderte er,
nachdem er gelesen hatte. ,DaS Früh,
boot bringt Sie um elf Uhr nach Holy
head, um sechs Uhr sind Sie in Lon
don und können, wenn noch ein Zug
geht' er griff nach dem Kursbuch
.ja. um zehn Uhr sünfundzwanzig kön
nen Sie in NiederBarton sein. Soll
ich die Antwort schreiben?" fragte er,
da Peggy starr und stumm blieb.
.Ja, das wird am besten sein." er
klärte Lizzie an ihrer Stelle.
.Daß eS nur gleich fortkommt!"
rief Frau Goring Lizzie nach. .Sie
sehen, mein Vorgefühl hatte Grund
ich wußte S etwas Furchtbares
mußte kommen." '.. i v
DaS Gesicht mit dm Händen der
deckend, sankst auf'ö Sopha.
" ;0, ich m u ß sie noch sehen meine
Hanna meine einzig Hanna.
Wai soll auZ mir werden, wenn ick zu
spät komme?" schluchzte sie leise in's
Kissen hmei.
Mit döM' Kursbuch in der Hind
stand Kmloch ralh gd.-HUslos wäi'.tn
im Zimmer. tDa du.Z.'ktMrige.Köps
chen in dem gelben Kiffen bracht den
tapferen Kriegerin schwere Tesräng'
n!ß, denn Frauen weine zu sehen, war
ihm immer'enrletzlich, dieser beherrschte
und gedämpfte! Schmerz abn''warfo
doll tzerzweh. . Heimweh, ja Verzweif
lung. daß es ihm in die Seele schnitt.
Jahre ' seines 'Lebens hätte er, dahin
gegeben, dem hingestreSten jungen Ge
schöpf seinen Jammer abzunehmen,
aber ftand,eS ihm auch nur zu. GoringS
Frau zu trösten oder mit ihr zu fühlen?
Als sie, ihn jetzt durch's Zimmer
gehen hörte, richtete sich Peggy auf.
strich ihr Haar glatt und rroctneie ihre
Augen.'' ', '. . '
.0, Sie kSnnen'k nicht Wissens U
gut Hsma, immer gegen mich kpar, wik
sie mir, Alles war. Mutter und Echwe
ster erst fekt ich fern von ihr bin.
hab' ich's selbst so recht begriffen. ' 0,
wie hab ich mich oft ach ihr sehnt
ur eine halbe StWd, bei ihr sein,
pur ihr CUmme horeni?
DsS war n Herzenkschni, ik dm
hieer im Jnmrften griff.
.Ich mt nie fs nett tft ihr,
ich hatt, sei solle, habe. MS hinge
Nkumne. datz st AlleS aufgab .k mich,
ohne ihr zu Liebe ,!sS a.ufzu
ge&en. Ob sie wohl dsöei an
Charlie dacht? , Möglich, denn die
Thränen strömten von Reue., .
bitte, verzeihen Sie nur. Herr Kmlsch!
Ich' weiß ja. daß' iriinm fs etwas
baffen' - dük hatte sie an Gering
ftudiren können! .Glauben t, daß
.. . .c. :x. t..:
13011 sie mir neymM ,kL, rzr
ibk bin?'',.
PkgM Schönheit wnrbe nicht ein.
mal durch Thränen beeinträchtigt. Als
sie jetzt zu ihm aufblickte, wäre weder
die Augen noch dak ä5chea gerbchitz
f sah unssgllch idnq aus.
M 6ofsc nicht." Harn eS a wei
In Entfernung vsm Kam herüber.
,Ss langt Lebe da iß. darf ma auch
hoffen" er ärgerte sich übet den
Sememplatz .vielleicht sieht e auch
nicht einmal so schlimm, w Hr T.
gen snnunmt.
,0 doch! Sonst 'iik it nicht ge
schrieben, wen den ich f och
lebend tresfe Wlki W ur
Ckmrlie wauMm! Ich nu ch
mmmjWtm
.Ich will ihn holen.' versiV ,u
loch. '
Die vier vieler waren aanz in ihr
Partie versunken. . und Goring zuckle
llngevuioig zusammen, m ,e,n.um'
rad eintrat. Da Spiel ging dem Ende
,u? Kinlock sab eS auf den ersten Blick
und wartete schweigend. Die einzigen
Anzeichen des vorausgegangenen n.m
pseS waren GoringS zerknitterte Hals
binde, ein zerschmetterte Stuhlbein
und am Boden liegende Karten. Der
Einsatz mußte sehr hoch sein und die
Svannuna aroß. denn olle Vier aihmi
ten schwer und geräuschvoll.
Goring verwr. zvtil emem tfiuaj
warf er die Karten hin.
.Nuri. was gibt's!" fragte er. die
blutunterlaufenen Augen auf Kinloch
heftend. .Wahrscheinlich schickt sie
Dick? Wobl des Telegramms wegen
das kam schon vor ein paar Stun
den. Ich komme gleich hinaus.'
ES verainaen aber immerhin noch
zehn Minuten, bis Goring bei seiner
Frau erschien. Er sah erhitzt uno M
geregt au 8.
.Tkmt mir kkid. hak lS Dir da
Telegramm nicht gleich gab. Peg
, . . v t i ...n
eine ichümme isaqe. ialurnq vciu.
Du nicht daran, hinzureisen?"
.Doch, ich bin entchioen.
.Aber. Kind, wozu? Sie ist ja
längst todt!" .
,O, Charlie! Wie kannst Du nur
so grausam sein?"
.Grausam? Nur vernünftig! Tra
venor wollte Dich jedenfalls nur vor
bereiten; das' macht man meyr o.
.Aber er erwartet mich, will mjch ja
abkolen. O. iö wein, dafo U-.nW
nickt fort ist. daii sie auk mick wartet!
Ich fahre morgen früh mit' dem ersten
Postdampser, da kann rch AvendS eis
Uhr m Nleder-Barton lein.
.Ich kann nicht mu Dir gehen, da
Du's weißt."
.Natürlich nicht: , ich kann ganz gut
allein reisen." ,
.Das wird verflucht theuer fnn.
.Ich fahre dritter Klasse."
Sie batten offenbar KinlockS An
Wesenheit ganz vergessen.
.Die Ausgabe, kommt mir zeyr un
gelegen habe eben zweihundert
Pfund an Tarr.'verloren."
,O. Charlie! Wenn Du doch das
Spielen lassen wolltest!"
.Und Du daS Vredia.cn! Nund her
aus gesagt, ich kann Dich nicht sort
lassen. Wir hauen oocv ZUMtanr uno
noch ein paar Herren auf Mittwoch ein
geladen!" .Vergiß nicht, baß meine einzige
Schwester im Sterben liegt," versetzte
Veaay mit einem flammenden Blick der
Entrüstung. .Ich m u ß zu ihr."
.Nun. wenn Du mußt Deinen
Eiaenstnn kenne ich ja! Ach, Kinloch.
altes HauL, dachte gar nicht mehr
daran, daß Du da bist. Run. va halt
Du jetzt, echtes eheliches Duett mit
angehski Hinkst' Du diese Reife
miht,kIÄ.mschmackt?'
.'Ät'VÖRII&lih 'BWfii fclfclijl tiite "
lsm)r..i."7.. .
.Md 1 tißitmW Du :MtkSme?
Ich kann lökq'mazl an von vnngen.
ich habe um acht Uhr Parade.'
DaS kann ich 'iibernehmn," sagte
Kinloch. .Für morgen habe ich Jagd.
Urlaub."
.Schon wenn Tu so gut fein
willst!"
.Gewiß. Ich werde Frau Goring
um halb sieben Uhr hier abholen und
rechtzeitig nach Kingktown bringen."
.Abgemacht! Du nimmst natürlich
ein Retourbillet. Deggy, und bist in
acht. Tagen wieder hie Jetzt muß ich
fort Tarr und Shotter erwarten
mich, sie wollen mir Revanche geben.
Keine Jett zu hausiuyen vruyr,znkn.i
. Damit verließ eisig daS Zimmer.
XXI. KapkteU
I n Xodelang fi.' ,
Lizzie. die sich den Schlaf öberhäupt
abgewöhnt zu haben schien, und ver
muthlich mit einem zierliche Mützchen
auf die Welt gekommen war. brachte
ih Gebieterin auf ihr Zimmer.
.Sie müssen in paar Stunden
ruhen." erklärt sie bestimmt. .Ihre
Sachen packe. ich, um halb sechs Uhr
werde ich Sie wecke und Ihnen guten
heiße Th bringe. Da soll Alles
firund fertig J&V t
z,y war sur rizzie imn-'-cnn vnv
zum Schluß jeglichen ThunS d Haupt
ssche! Peggy legte daS festlich ftöhliche
Kleid b und ging zu Bstt. Sie sah
wohl, daß sie ihr Kraft zusammen
ha! und womöglich Schlaf finden
mußt, hZU sie morgen Kistuössähig
sein. Wz! eS nur bei Hanna sein
möcht? Ohne Zweisel ihr Herzleiden,
da de Ihrigen schaa so dl Anz?
bnt ht?e. Wenn'S am End, wie
der eckt bet Angst abginge? Ueber fal
ch Mdariks schlief sie skklrch ein.
Ihr Nana indch spiel! die aanze
lange Wintemacht hindurch. Lizzie
frta die Lampe auS. gönnte sich ,i
Nickerchen auf. dem Sopha, facht dann
ds Mcheifeuer an und ging an'
Packe, umsichtig die warmen Klei
dungSfti und derben Stiefel tea
ked, Len Putz, all roßen Federn
ksiite.zuröjilflad sie te wirklich
unvergleichlich! Ihr aöei hatte eS
bsZWin ZititäMMrW"
rm "lim bald lieben uvr ein wohl ein
gebullt, Frauengestalt mit richtig ge
F ..w ..kri.z.. k,n
oznurirm hub ruiciikiii wifuu
n der Halle stehend vorfand.
EI war natürlich stockfinstere Nacht.
alS sie zur Bahn kamen.
.Ein vtetourbillet drille Jiii,e
für die Lahn, erste für', Schiff." sagte
Pegay. ihm ihr Börse zuschiebend.
.Kann müßten Sie auk den nächsten
Zug warten, dieser hat kein dritte."
.Nicht? Und muß ich lang warten?"
Sie war doch daS helle Kind! Still
schweigend nahm er eine durchgängige
Fahrkarte erster Klasse bis London uns
folgte ihr in den Zug. der sie rafch dem
MrereSufer entlang trug. Es war so
dunkel, daß man die See nicht sah, um
so deutlicher hört, man sie aber! Die
Sturmsignale waren aufgezogen, eine
ganze Anzahl von Schiffen hatte sich
am Abend vorher in den Hasen von
Kingstown geflüchtet, und jetzt toste der
Sturm. Die Zahl der Passagiere war
sehr klein, was immer bedenklich ist.
und als sie über die nassen, schlüpf
rigen Planken in'ö Schiff gingen.
kannt man beim LaterneV.schein wobl
,eyen. wie ungcmuiyiiq pe ilcy sUNiien.
Tier Nstdamvler mufi ia fahren.
mögen sich gleich die Elemente gegen
ihn verschworen. Wer sich uver eine
Verzögerung von zehn Minuten erbost,
sollte lieber bedenken, welche Abenteuer
die ersehnten Briefe oft zur See durch-
machen müssen! Die weisen scyaum
gekrönten Wogen brallten donnernd
gegen den Hafendamm. Selbst hier im
gesicherten Bett tanzte die .Irland' wie
eine Nußschale, wie mochte es erst drau
ßen sein? Peggys Gepäck wurde hin
unteraescbasft. und die aefallioe Stew
ardeß stellte dem einzigen weiblichen
Fahrgast alle Csalonkabinen. zur Aer
sugung wieder ein ocOeniiiches An
zeichen!
.Wird eS grässiich werden?" siam
melte Peggy. ) bitte, sagen Sie mix
die Wahrheit!"
..Die könnt' ick, ffiiifi nickik mctt fier
heimlichen, Fräulein! Ja. wir kriegen
' ' "k. If.t-t.tl . t L
eine coe ueoeiui)n, aoti es caucxi ja
nur dreieinhalb Stunden. Wenn Sie
aber ängstlich sind, könnten Sie nicht
bis Abend warten?"
Nein, nein, fort muß ich um jeden
Preis!"
Eben kam Kinloch an die Kabine und
fing diese Worte auf.
.Sind Sie ängstlich?" frazke er. '
.Ich habe eine entsetzliche Angst vor
dem Wasser!"
.Der Wind springt um, und der
Seegang wird bald nachlassen."
Das war eine kühne Behauptung! '
O, Herr Kinloch. ich schäme mich
ja meiner Feigheit, aber ich kann mir
nicht helfen, ich bin halbtodt vor Angst
und Grauen. Aber auf's Abendschifs
warte ich nicht denken Sie, wenn ich
mir sagen müßte, daß ich meine Hanna
nicht mehr angetroffen liatte aus elen
der Feigheit. Da die Glocke
Sie müssen an'S Land wie soll ich
Ihnen nur danken sür all Ihre Güte!"
.DaL wäre rcineZeiiverschwendung."
sagte er beinahe barsch. .Machen Sie
sich keine Gedanken und vertrauen Sie
sich ganz der Stewardeß an; es wird
I vorüber gehen."
Und mit einem kurzen Kopsnicken
war er verschwunden. Sobald man
den Schutz des Landes hinter sich hatte,
wurde die .Irland" umhergeworfen
wie ein Spielzeug der Wellen, aber sie
hielt ihren'Kurz.'obwohl sie eines ihrer
Boote einbüßte, sowie verschiedene
Stücke der Reling, und im Speisesaas
Alles kurz und klein geschlagen wurde.
Bei jedem Stoß glaubte Peggy, eS
müsse der. letzte sein. DaS Tosen des
SturmS war derart, daß sie nicht in
mal hören konnte, wie ihr die gelassen
Stewardeß Muth einsprach. An einen
Tisch, geklammert, saß sie aufrecht da,
den an Liegen war bei dem Schlin
gern des Schiffe nicht zu denken.
Um zwölf Uhr kam Holhhead in
Sicht. Das Schlimmste war übersian
den! Peggy sandte im Stillen ein in
brünstiges Dankgebet gen Himmel,
nahm ihren Schirm und ihre Hand
tasche und trat auf den Gang hinauf
wo zu ihrem maßlosen Erstaunen
Hauptmann Kinloch stand.
.Sind Sie nicht mehr rechtzeitig an
Land gekommen?" fragte sie ganz er
schrecken. ,
.Nein, ich fuhr mit herüber, um im
Nothfall für Sie zu sorgen."
.Und müssen Sie jetzt in ein paa.
Stunden die Fahrt wieder machen?"
sragt sii'schaudtrnd.
Natürlich, wenn - ich nicht wegen
Urlaubsüberschreitung bestraft werden
Will!"
bin Ihnen so dankbar und doch
sehr böse!"
.Ersparen Sie sich keidnlei Ge
müthSbewegung.n. Ich werd Sie in
de Zug setzen und für Ihr Gepäck sor
gen. betrachten Sie mich ilisach als
AnKurier."
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Wrtfchung folgt).
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