Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, June 08, 1918, Page 3, Image 3

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    Seite 3-Töglicho Omaha Tribüne-Samstag, den 8. Juni 1918.
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AusdcmStNtcNebmska
Aus Fremont, Zleb.
Fremont,, Mir-, 8. Juni Vor
gestern abend fanden im Audito
rium der Hochschule die Gradu.
icrungSfeierlichkc'iten für die 63
Seniors statt. Mcr derselben haben
sich bereits in die Armee einreihen
lassen, lind eir.a von diesen war nur
anwesend. Die Feierlichkeit wurde
von Pastor Hull mit einem Gebet
eröffnet, nach welchem eine Dienst
flagge mit 122 Sternen zu Ehren
von 122 ehemaligen Hochschülcrn
geweiht wurde. Die fünf Thesen
waren, wenn nicht vollständig pa
triotisch, wenigstens zum Teil mit
tiatrioliichen Säften durchlvcbt.
Das Konzert der Fort Riley Mili. '
tärkapclle war gut besucht und fand j
vielen Beifall. Der Erlös belief sich,
auf $170.
Bei der vorgestrigen Registrierung ,
wurden 141 iunae Männer in die!
Militärlisten eingetragen, welche eit
Einfübrung der allgemeinen "Tiimt.
Pflicht' das Alter von 21 Jahren
erreicht haben.
Gestern früh crplodierte der
Dampfkessel einer schadhaften Loko
inotive, welche zur Ncparawr in das
hiesige Roundhouse gebracht wor
den war. Herr Leonard Ericson
wurde dabei getötet und Herr Eu
gene Byrnes erlitt lebensgefährliche
Verlegungen.
Bei den Sammlungen für das
Note Kreuz wurden in unserem
County mehr als 00,000 Dollars
erzielt. TaS County war nur für
525,000 vcranichlagt worden.
Die Loge der Eagles wird hier
am 17. und 18. Juni ihre Jahres
Versammlung abhalten. Man erwar
tet zahlreiche Besucher von anderen
Ortschaften.
Die an den Strastenkrmzungen
im Gschäftöteilc der Stadt aufge
stellten mit Cement gefüllten Fässer
werden seht entfernt und werden
konische Cemenrmassen ihre Stellen
einnehmen, welche in der Spitze ein
Rohr haben.
Erhalten traurige Nachricht.
Syracuse, Ncd 8, Juni. Pastor
John Richards erhielt gestern früh
ein Telegramm, in welchem ihm die
traurige Nachricht zuteil wurde, das;
sein Sohn Thomas A- Richards in
dein Ausbilduislager in der Nähe
von Gettysburg. Pa., daS Opfer
eines Unfalles wurde. Ter Berun
glückte war Mitglied der Tank Di
Vision. Sechs Pferde verbrannt.
TeWilt, Ncbr., 8. Juni. Auf
der Farm des etwa vier Meilen
östlich von hier ansässigen William
Jewell brannte kürzlich der Pferde
stall vollständig nieder, wobei sechs
Pferds in den Flammen umkamen.
Auch Futtervorrnte, ein Buggi, und
die Pferdegeschirrtze fielen den gieri
gen Flammen zum Opfer. Ter
Schaden ist teilweise durch Ver
sicherung gedeckt.
Farmer begeht Selbstmord.
Syracuse, Nebr.. 8. Juni, Der
in der Nähe von hier ansässige Far
mer Hans Kcos beging vor etlichen
Tagen Selbstir,ord durch Erhängen.
Er begab sich nach dem Dachstübchen
seines neuen Hames und erhängte
sich daselbst cn einem Dachsparren.
Als er aufgefunden wurde, war der
Tod bereits eingetreten. Außer fei
ner Gattin, betrauern noch zwei
Söhne und zwei Töchter seinen vor
zeitigen Tod.
Alte Liebe rostet nicht.
West Point, Nebr., 8. Juni
Hier fand kürzlich im St. Josephs
Heinc die feierliche Trauung des
Herrn John Bauer mit Frau Louisa
Schulte statt. Monsignor Joseph
Nuesing vollzog die feierliche Hand
lung. Die Neuvermählten waren
beide verwitwet und gehören zu den
ältesten Ansiedlern dieses Landes
teiles. Der jung?" Ehemann ist 81
Jahre alt, wählend die berschäbnüe
Braut auf 76 Sommer zurückblicken
kann. Herr und Frau Bauer un
ternahmen eine kleine Hochzeitsreise
nach Missouri und werden sich nach
ihrer Rückkehr in Todge niederlas
sen. Sechs Brüder im Heere.
North Platte. Nebr., 8. Juni.
Von dieser Stadt stehen sechs Brü
der in der amerikanischen Armee.
Es sind dies die Söhne des verstor
benen Ehepaares Joseph Nolan, die
sich in nachstehender Reihenfolge in
den Armeeverband aufnehmen lie
ben: Paul A- Nolan, Offiziers-AuS-bildungsschule,
zweite Infanterie
Kompagnie, Camp Cody, N. M.;
Joseph F 21, mit den Ingenieuren,
Kompagnie E, amerikanische Expe
ditionkarmee in Frankreich: Fran
kes F., 355. Infanterieregiment,
Kompagnie G. Eamp Mills, Long
Island: Arthur C, Fort Logan.
Colo.: Charles Nolan. Ingenieur
obteilung, (tfrciid Island: James
A., Camp ordon, Atlanta,
lic jungen Märn er sind Nef'en des
hier ansässige Herrn I. I. Smith.
MMM?WMMM!WMMMS
fTmmmmimiciMMmrm
Aus Lincoln.
Arbeitskommissär George W. Nor
man wird sich nächste Woche nach
Washington begeben, um an der am
13. Juni von der Regierung der
anstalteten Versammlung der Ar
beitskommissäre teilzunehmen.
Tie staatliche Verteidigungsbehör
de wies gestern die Nonportisnn Li
ga an, ihre Tätigkeit hier im Staate
wenigstens bis zur siegreichen Been
digung des Krieges einzustellen, da
das Kriegsprogramm und die Prin
zipien dieser Organisation Hochver
rat gegen unser Land aiatinen" und
weil unverantwortliche Sozialisten"
über den ganzen Staat als Organisa
toren dieser Liga tätig sind-
Ter Soldat John M. Andrews
von der Feldarmee des General Per
shing, welcher unter den Auspizien
des staatlichen Verteidigungsrates
den Staat bereiste und in vielen
Städten patriotische Ansprachen hielt,
wird laut Befehl des Kriegsdepar
tement am Montag den Staat Ne
braska verlassen.
Ter republikanische Staatsvorsitzer
E. D. Brach erhielt kürzlich von Se
nator Lenroot von Wisconsin, der
kürzlich bei der republikanischen Lo
yalitätöversammlung die Hauptrede
hielt, ein Schreiben, in welchem er
sich über den großartigen Empfang
bedankt und gleichzeitig die Ueber
zeugung auöspricht, daß sich die Nc
braska'er Republikaner zu geeigne
ter Zeit vorteilhaft bemerkbar ma
chen werden. Aus allen Teilen des
Staates laufen gegenwärtig Anfra
gen für eine Abschrift der Rede des
Senator Lenroot ein und Herr Beach
trifft gegenwärtig Vorkehnmgm,
diesen Wünschen Rechnung zu tragen.
Gouvkrnenr Neville bewirbt sich m
l die Wiederwahl.
Lincoln, Nebr., 8. Juni. Gou
verneur Neville niachte gestern be
kannt, daß er als Kandidat für Wie
derwahl austreten werde. Er wird
in den nächsten Tagen eine nähere
Erklärung geben. Das Staatskomi
tee der demokratischen Partei, welche
diese Woche hier eine Versammlung
abhielt, nahm eine Resolution an,
in welcher die Administration des
Gouverneurs wärmstens indossiert
wird und worin er gleichzeitig auf
gefordert wird, wieder als Gouver
ncurokandidat aufzutreten.
Bemerkenswerter Oelfund.
Eozard, Ncbr., 8. Juni. Bei
den ErdauShebilttgsarbciten für das
SichcrheitSgewöllie der Stockinan
State Bank ftiez man in einer Tiefe
von nur 8 Fuß auf mit Wasser der
mischte Erdöl, dessen Beschaffenheit
dem auf der Bodemer Farm, etwa
drei Meilen südlich von hier, ähn
lich ist. Das hiesige Publikum ist ob
der wertvollen Entdeckung in gro
ßer Aufregung, Tr. C. H. Sheets,
der eine Probe des Oeles nahm,
irflärt, daß dasselbe 20 Prozent rein
sei und leicht brennt, nachdem das
Wasser darauf entfernt ist. Zuerst
wurde in der hiesigen Nachbar
schakt auf der Farm des Herrn
William Bodemer Oel gefunden, als
man daselbst einen Abwässerungs.
graben anlegte.
Die Registrierung
von feindlichen
Ausländerinnen
Für die Registrierung deut
scher feindlicher Ausländerinnen
sind die Weisungen in die Hände
des Vundeskommissärs gelangt.
Die Registrierung beginnt am
17. Juni, morgens 6 Uhr, und
wird täglich mit Ausnahme
de,S Sonntags, 23. Juni bon
6 Uhr morgens bis 8 Uhr abends
bis einschließlich Mittwach, 26,
Juni, vorgenommen. Alle deut
schen Ausländerinnen im Alter
von über 11 Jahren müssen sich
registrieren.
Die Bestimmungen find iin
Allgcineinen die gleichen, wie sie
für die Männer waren. Tie Re
gistricrung erfolgt in den Poli
zcistationen: Polizcibeamte fun
gieren als Registranten.
Fünf Photographien der Re
gistrantinnen, nur Kopf und
Schultern, ohne Hut oder son
stige Kopfbedeckung, sind beizu
bringen. Vier Serien von Fingcrab
drücken werden genommen: in
einer besonderen otiz wird je
doch nachdrücklich bennt, dies be
deute nicht, daß man die Regi
strantin als nicht gesetzliebende
Person betrachte.
Tie Fragen, die zu beantwor
ten find, sind ungefäbr die glei
chcn, wie sie für die Männer wa
ren, und beziehen sich crns die Fa
milie, früheren Wohnsitz, Alter.
Beschäftigung lind dergl. Auch
Körpergröße, Gewicht, Farbe von
Augen, Haar und sonstige Kenn
Zeichen werden eingetragen.
i
Präsident Wilson fordert zur Sparsamkeit auf
Er fardert zur Schaffung eine?
Spar-Armee auf, die das ganze
Land um-fasse soll nnd muß
In einer am lebten Mittwoch er
lassenen Proklamation fordert Präsi
dent Wilson die Bevölkerung mif, an
oder vor dem 28. Juni, der zum Na
tionalcn Spar-Tag auserkoren wor
den ist, um Material und Arbeit für
notwendige K-riegszwecke zu sparen,
gewissenbaft nur solche Sachen zu
kaufen, die zur persönlichen Gesund
heit und Leistungsfähigkeit unbe
dingt notwendig find, und daS er
sparte eld systematisch in Kriegs
sparnwrken und anderen von der Re
gierung angebotenen Sicherheiten an
zulegen. In feiner Proklamation sagt der
Präsident: Dieser Krieg ist incr
von Nationen nicht von Armeen,
und alle unsere hundert Millionen
Menschen müssen sich wirtschaftlich
und industriell dm Kriegsvcrhält
nissen anpassen, falls die Nation ihre
volle Aufgabe in dem Konflikt er
füllen soll. Das Problem, das vor
uns liegt, ist nicht so sehr ein finan
zielles Problem, als ein solches der
erhöhten Produktion von Kriegsnot.
mendigkeiten und des Sparens von
Materialien und der zur Ausstattung
und Aufrechterhaltung unserer Ar
mee und Marine notwendigen Ar
bcit. Gedankenloses Geldausgeben
für nicht unbedingt notwendige Ge
genstände verbraucht Arbeit, Farm
Produkte. Produkte der Bergwerke
und Fabriken und überbürdet die
Transportfazilitäten, die alle bis
zum Aeußersten und Besten für
Kriegszwecke verwendet werden müs
sen. Das große Ziel, das wir zu errei
chen suchen, kann nur durch die Teil
nähme eines jeden Mitgliedes der
Nation, jung und alt, an einer na
tionalen Sparbewcgung gewonnen
werden. Ich rege deshalb an. daß
unser Volk sich übeeall verpflichtet,
wie vom Schahamtssekretär borge
schlagen ist, sich der Sparsamkeit zu
befleißigen, um der Regierung bis
zum Aeußersten dabei zu helfen, die
Produktion auf allen Gebieten, die
zum Gewinnen des Krieges notwen
big sind, zu helfen, Nahrungsmittel,
Interessantes aus der
Bundeshauptstadt
Nochmalige Untersuchung Wehr
Pflichtiger angeordnet; Kriegs
gefnngslic zur Arbeit
herangezogen.
Washington, 8. Juni. (Eigenbe
richt.) Provoßmarschnll General
Erowder bat den Befehl erlassen,
eine nochmalige Untersuchung aller
derjenigen Dienstpflichtigen vorzu
nehmen, die in andere Klassen zu
rückgeitellt worden sind, mv in Er
fahrung zu bringen, w,,s der
tatsächliche Grund zu der ver
hältnismäßig geringen Zahl der
Mannschaften, die zur ersten 5ttasse
gehören, ist. Die Aushebungobe
Horden, deren Pflicht es ist, die
Ouota ibrer Lokalitäten den Mili
tärbehörden zu stellen, scheinen es
bis jevt nicht sebr genau mit den
Beschäftigungen der von ihnen ans
gehobenen Personen genommen zu
haben. Sie haben zu viele nützliche
Kräfte dem Gemeinwesen ent
zogen und ebenso zu viele
junge Menschen unbelästigt gelassen,
die recht gut entbehrt werden könn
ten und für die militärische Ord
nung und TiSziplin ein wahrer Se
gen sein würde. Für die nächste
Aushebung sind die lokalen Behör
den angewiesen, es mit den Beschäf
tigungen etwas genauer zu nehmen
und die nützlichen und produktiven
von den nutzlosen und entbehrbaren
zu trennen. So lange andere Leute
zu haben sind, brauchen junge Far
mer und Handwerker wenn sie
nicht sreiluillig eintreten Aerzte
und Dentisten, Eisenbahner und Te
legraphisten, it. A. nicht zu be
fürchten, gezogen zu werden. Aber
man wird Kebraus halten mit den
Kellnern, besonders mit den belieb
ten Barkeeperö", mit den Bumlern
und Eckenstehern, den Zubältern
und Bärenführern, mit den Kupon
und finanziellen Halsabschneidern,
mit Journalisten und Buchdruckern
und besonders mit den vielen Hun
derttaufende zählenden Handelsbe
slissenen, Studentin und vielen an
deren jungen Menschen in den gro
ßen Städten, deren Beschäftigung
wohl ganz nützlich, aber doch ent
behrbar sein mag. Selbstverständ
lich wird auf die vielen Bummler,
Eckensteher, professionelle Ball- und
Billiardspieler, Akrobaten und an
dere fahrende Künstler sehr wenig
Rücksicht gcnonimen werden- Die in
vielen Staate:: erlassenen (besetze,
die wohl bald im ganzen Lande
Anwendung snden werden, nach
welchen jeder körperlich und geistig
gesunde Mensch eine nützliche Be
schäftigung s"r wenigstens "6
Stunden in eci Woche nachweisen
muß oder GcfaKr läuft, für den
Staat Steine klopfen zu müssen,
werden den lokalen St&hdrnngV
Brennmaterial und olle nützlichen
Materialien aller Art zu sparen, ihre
Arbeit auf die notwendigsten Arbei
ten zu beschränken und nur die Din
ge zu, kaufen, die für persönliche Ge
sundheit und Leistungsfähigkeit not
wendig sind und daß das Volk, als
Beweis seiner Loyalität, alles, was
es erübrigen kann, in Frciheitsanlei-he-
und Kricgs-Sparmarken anlege.
Viele der Sicherheiten, die vom
Schnhamts-Departement ausgegeben
worden sind, sind so sehr in Reich
weite eines jeden, daß die Tür der
Gelegenheit jedermann offen steht.
Sparsamkeit während Fricdenszeiten
ist eine Tugend und bringt jedem
einzelnen immer Vorteile, in Anbe
tracht der verzweifelten Not der zivi
lisierten Welt im Augenblicke an Ma
terialien und Arbeit, um den Krieg
zu beenden, ist die Beobachtung per
sönlicher Sparsamkeit heute jedoch
eine patriotische Pflicht und eine Not
wcndigkeii. Ich appelliere an alle, die heute
entweder Liberty.Bonds oder 5tricgs
Sparmarken besitzen, auch fernerhin
Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu
betreiben und apelliere an alle, die
keine R.'gieru:igs-Sicherheitcn haben,
das gleiche zu tun und solche bis zur
äußersten Grenze ihrer Mittel zu
kaufen. Jedermann, der heute Re
gierungs Sicherheiten kauft, über
trägt die Kaufkraft seines Geldes
an die Regierung der Vcr. Staaten
bis nach dem Kriege und tritt im
gleichen Maße nicht mit der Regie
rung im Kauf in Konkurrenz.
Ich appelliere ernstlich an jeden
Mann, jede Frau und jedes Kind,
sich zu verpflichten, an oder vor dem
23. Juni ständig zu sparen und so
regelmäßig wie möglich Sicherheiten
der Regierung zu kaufen und dies
so weit wie möglich durch Mitglied.
schaft in Kriegs-Spar-Gesellschaften
zu tun.
Der 23. Juni beendet diese spe
zielle Periode freiwilligen Beitritts
zu der großen FreiwilligenAr,nee
der Produktion und des Sparens
hier zu Hause. Möge an diesem
Tage keiner mehr sein, der sich dieser
Annce nicht angeschlossen hat."
Behörden sehr helfen. Aber in vielen
Gegenden wird es fehr schwer sein
zl entscheiden, was unter einer nütz,
lichen Beschäftigung zu verstehen
ist. Ein 5kuponabschneider in Wall
Str. ist ohne Zweifel produktiv für
sich beschäftigt und die Polizei vieler
Städte wird einen Barkeeper" als
ein sehr nützliches Mitglied der
menschlichen Gesellschaft betrachten,
so lange es noch etwas zu Trinken
gibt. Es wird wohl viele junge
Leute geben, augenscheinlich unbe
schäftigt, die den Nachweis bringen
können, daß sie tatsächlich beschäftigt
sind. Das mag die Staatsbehörden
befriedigen, aber kaum die Aushe
bung,behörden. die ihre drei Mil
lionen Mann stellen werden, ohne
die Arbeitskraft des Landes mehr
zu schaden, als es bisher der Fall
gewesen ist.
Die schönen Tage von Aranjuez
sind nun vorüber" für die deutschen
Kriegsgefangenen in diesem Lande
und die Regierung wird von ihrem
Rechte unter dem Völkerrechte Ge
brauch machen und sie zur Landar
beit in verschiedenen Teilen des
Landes anhalten. Nach einem Aus
weise der Intendantur der Armee
befinden sich in der Nähe der gro
ßen Truppen-Ausbildungslager un
gefähr 23,000 Acres Land, die kul
tiviert werden können und besonders
sür die Gemüscgärtncrei verwend
bar sind. Frischt? Gemüse sind wert
volle und begehrenswerte Zutaten
zu den Rationen der Soldaten, aber
nicht immer (eicht zugänglich. Ta
die Deutschen' im Gemüsebau sehr
erfolgreich find, und auch die deut
schen Kriegsgefangenen in ihren La.
gern bewiesen haben, daß sie auch
in dieser Beziehung etwas leisten
können, so erwartet die Regierung
große Dinge von ihrer Verwendung
als Gemust'gartner. Die ehemaligen
deutschen Blaujacken werden bald
Kraut und Rüben für unsere Jun
gens bauen ur,d sehr wahrscheinlich
das Krallt eventuell in Sauerkraut
verwandeln, da? trotz oller Anfcch.
jungen seinen ehrlichen deutschen
Namen behalten wird. Ter Ansang
des Gemüsebaus mit der Arbeit von
deutschen Kriegsgefangenen ist be
rects im Camv Tcvcns in Massa
chusetts gemacht worden und sollen
die 100 (befangenen dort sehr er
folgreich fein. Der dortige Gemüse
garten enthält 150 Acres und sollte
für das ganze Loger genügen.' Beim
Canip Funston in Kansas befinden
sich 20,000 jetzt brach liegende Acres,
die der Neuerung gehören und
woraus eine Mustcrfarm gemacht
werden soll, auf welcher wenigstens
500 Gefangene Befchäftigimg fin
den werden, die jetzt in dem heißen
und ungesunden Arizona schmachten.
Andere kultivierbare Landstrecken m
der Nähe von den Lagern sind fol
gende beim Cai'p Wright in New,
Jersey 100 bereits bebaute Acres: I
beim Camö Wrant in du NÄe von
Nochcford, Jll., ungefähr 1000
Acres: beim Camp Todge in Iowa,
100 Acres: beim Camp Shcrman,
Chillicothe. Ohio. 70 Acres: beim
Camp Shclby. in der Nähe von
Halliesburg, Mississippi, 50 Acres;
beiin Camp Wbeeler, in der Nähe
von Macon in ttcorgia, .200 Acres;
beim Camp Jackson, in Nord Caro
line, 250 Acres und beim Camp
Lee, in der Nahe von Petersburg,
Va 700 cres.
Nur die auf 5.000 Köpfe äuge
gcbcnen wirkliche deutsche Kriegsge
fangene, die sich setzt in Fort Ogle
thorpe, Fort McPherson in Alaba
ma, und in Fort Touglas in Ari
zona befinden, können unter den
Bestimmungen der Haager Konven
tion zur Arbeit angehalten werden
Tafür erhalten sie einen mäßigen
Lohn, mit welchem sie tun können,
was sie wollen. Tie internierten
Reichsdeutschen, deren Anzahl mit
jedem Tage zunimmt, können nicht
zur Arbeit angehalten werden, doch
würden sie ohne Zweifel gern eine
Beschäftigung annehmen. Auch kann
die Regierung Personen zur Arbeit
zwingen, die aus Gewisscnsgrüudcn
nicht am Kriege teilnehmen wollen
und über die eine militärische Be
hörde ihr Urteil gefällt hat. Tie
meisten Leute dieser Art gehören gc.
missen religiösen Sekten an und
Onkel Sam respektiert ihren Glau
ben, Ta jedoch die meisten von die
sen Leuten in den nicht kämpfcnden
Abteilungen der Armee schon Ver.
Wendung gefuiiden haben, so wer
ben nur wenige für Farm- und
Gartenarbeit übrig sein. Wenn die
Löhne dieser A,'t von Leuten den
Sold und Rationen eines Soldaten
im Wert übersteigen, so sällt der
Ucberschuß in die Kasse der Gesell,
schaft vom Roten Kreuz. Bis jetzt
haben die Amerikaner nur wenig Ge.
rangene im Felde gemacht und es
ist noch nickt entschieden worden, ob
sie nach diesem Lande gebracht wer
den sollen.
DaS Komitee für Mittel und
Wege, das die neue Kricgssleuervor
läge in Erwägung zu ziehen hat,
will sich die Mühe geben, die Ge
winnc der KontroNoren sür Kriegs
licserungen durch zusätzliche Befteuer.
uug auf 6 Prozent zu beschränken.
Das wird eine Riesenaufgnbe sein,
denn viele von diesen Gewinnen
sind nur den eingeweihten" Per
sonen bekannt. Das Steuergesetz vom
8. September 1016 schreibt vor. daß
Fabrikanteii von Munition zusatz
lich zu ihrer gewöhnlichen Einkou:
mcnsteucr 12 einhalb Prozent ihrer
Profite als Steuer zahlen sollen.
Nach den Erhebungen der federalen
Stcucrbeamten neröen nur wenige
Personen durch diese Bestimmung
betroffen. Fast alle Einkommen aus
dieser Besteuerung entstanden aus
den Kontrakten mit fremden Natio
nen. Die Ausführung dieser Kon
trakic niachte den Bau von neuen
Fabrikanlagen und Einrichtungen
nonvcndig, die nach dem Kriege ei
nen geringen oder gar keinen Wert
haben werden und aus diesem
Grunde ist es diesen Kontraktoren
erlaubt, bei der Berechnung ihrer
Gewinne einen gewissen Abzug für
diese Baulichkeiten und Einrichtun
gen zu machen. In fast allen Fällen
dieser Steuer haben die Steuerbe
amten die Angaben der Fabrikanten
nachträglich geprüft und sehr er
hebliche Erhöhungen in den Umla
gen gemacht. D'e Steuer wird in die.
sein Jahre ungefähr 4 Millionen ein.
bringen.
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