Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, June 06, 1918, Image 2

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reichen und doch fg armen Insel gt
schenkt hat. Di Tom von P,!nms.
Monreal und Äcs.ilu. di Kirche der
Müktorana. von San Eatalds uns
die Cappella Palattna finden kaum
ihresgleichen unter oll dem, rtnil in
jenen Zeiten im christlichen Abend
land geschaffen ist. Arabisch f,im
zenisch war der Boden, aus dem P.i
lermoS Kunst, geschmackvoll und mit
, feinem ästhetischen Gefühl, sich ent
wickelte. NormanncnIkist brachte jene
neuen Elemente, durch deren Vereini
gunz jene eigenartige Kunsibetäti
jzung entstanden ist, deren Hinterlaf
sensch.'ft unl heute fast wie ein der
fteinerteö Traumbild vergangener, ro
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Hafenbild in
maniischer Zeit erscheint. Die Kastelle
der Auda und Zisa sind Zeugen da
von. welche Kunst die Normannen
nach Vesiezunz der Araber und der
spanisch moyammedan'.ichen ttorsa
ren hier vorfanden. Aber die Formen
werden bald umzestaltet, und die
Denkmäler der Sarazenen verloren
sich bald unier deig Gepräge, welche
die neue Liunst der nordischen An
kömmlilize ihnen aufdriickle.
Kühn und unternehmend, wie die
Normannen bei ihren abenteuerlichen
Fahrten waren, suchten sie völlig neue
Pfade auf wie das Volk der Phöni
n und so ist auch ihre 5!unst ei
genartiz, machtvoll und trutzig. Ihre
ernste Mkur erfreute sich vor ollem
on oem schönsten Schmuck der Gottes
hauser, an den mit Marmor umzogt
nen, feierlich glänzenden Goldmosai'
Zcn.
Gerade diese, für ewize Zeiten be
rechneten Tenkmäler sagten so recht
ihrem Sinne zu. uns wenn ihre Nunst
es auch nie zu klassischer üh; gebracht
hat, so haben sie doch GroeZ, Unver
gänzliches geleistet, ste haben bald mit
eigenen straften ihre byzintinischen
Lehrmeister und Vorbilder an Zeich
nunz und ffarbenharmonie, Technik
und Erhabenheit des AuLdruckZ über
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ftneitut im Innern find die f!;i?n
genannten Hnir,iut .C-fü-nch V.
uns 3 Wenns) II. Zu flufien des et
steil fand !,?:, bei ,Vt liti'ffniin dcä
arkophagS die hifetiich i'iiita mit
flMMIchcr Jn'chi'Zt. die 0(nUchnft
i irfiicrcrt lautn: .Wenn ßrof;ct
Ginn, Gefühl. Anmut der Jugend.
Ncllum. nröcl nicht erworden. dem
Tode widerstndk,,. wäre niinmer
7niderikuk, der hierinncn ruht, gestor
len'.
Kuriölc Zecn.
Wie man tat im Jahren die Steuern,,
, beseitigen woNtr.
Unier den Rcsormidcen de! Kanz
lers Hrdcnbcrq nahm die rreukische
Finanzrcform eine wichtige Stelle ein
und beschäsligte die Gemüter lebhaft,
da die ssre nach neuen Steuern
brennend geworden war und die ver
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schiedenariigflen Projekte zeitigte. Un
zählige Personen reichten Anträge ein
und wollten Mittel anheben, durch
die den Finanzen des Staates wie
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iCIisf in die Cifclt ?alat,'na Im Pi,
lajzo yicstie, Palermo.
der aufgeholfen werden tonne. Der
Staatötanzler ükerteug Lie Turch
ficht dieser Eingaben dem um die
Ausarbeitung der Finanzreserin hoch,
verdiente Friedrich von Numer,und
Naumer erstattete ihm darauf om 21.
August im einen Bericht, der sich
in dem bei N. VoigtlLnder in Leix
ziz erschienenen Äert .Die Franzo
senzeit in deutschen Landen" wieder
abgedruckt findet. Ter Äeftrent muß
Nach Turchlesung btt Ä!t?nbande, die
die von Prioatxersonen eingereichten
Finan.zpläne tniisAien, konstatieren,
h: im Wahre nicht neu. und das
?ieu nicht wk'.hr ooer brauchbar sei
Trotzdem will er einige der gar zu
kuriosen Einfälle und Bskschläie auf
zZhlen, deren jier einzelne von den
ttinfendkr als Lein uns radikal hel
send angepriesen wird.
Unter den ffinsenser befinden sich
iibrlzenS Keifen. Aarsne. EtelleZe,
Bantikki, Ziililäi'pkrson verschiede'
er Art, selbst inoalide Soldaten,
Niusleute, 'Jlkmtt, Glaser.
St'.iirnßcher, Studenten usi., j-,
selbst eip jJödmefa, wie sie sich
unlerfchreiU, Äich! würe erwänsch
ter, spricht Itt eine, als wenn dem
Suite durch kttiivill'? jnphkunz
dee Bü'kzek pfn wärse; ö?!hnlb
hSe lch inen Pli z tmt di g,
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tüIik'Lslieki, tr.tr. wiiun iat
S:f'csjtii vns TSui't4Ur wtli
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gang de BichkorperibuI"; der dritte
dagegen wiü, daß m einzelne Hand
wcrlj-zunft ihr eigenes Papiergeld
ilZk, unv dies dem U!edur !en ,u
40 biö 200 Prozent Zinsen gegeben
werde; dem vierten ist Papiergeld
doch gar zu papieren, er will leder
neS Geld ouLZeben. Andere be
Häupten. tS sei leichter, dem Staate
durch Monopole zu helfen, und ver
lanqen ein solches für die roh?z Ta
bakblatter, damit man nicht mehr
brillante otileltcn und fchlechlcn Ta
bak rrhalte."
Weit grofiarligcr ist dagegen der
Vorschlag (des Herrn Ephran,,), ei
ncr tscllschast das Monopol der
Bcrsorgung oller Städte mit.Vebenö
Mitteln zu erteilen. Tie mchrsten
der erleuchteten Aerzte wollen mit
neuen Steuern reiten. Ter ein glaubt
nur das streng Gerechte zu verln
gen, wenn er den Lauern daö Top
pelte ihrer bisherigen Grundsteuern
aufbürden will: denn sie besahen
mehr Üan als im Kaiaster in Zah
len ouögedriia't stehe, und alle müsz
ten Gott danken, daß man ihnen die
Nachzahlung erlasse. Ein zweiter zor
niz, .das) die Bauern mit Pferden
in der Stadt. paradieren und wohl
gar Menschen umfahren", fordert
ihre höhere Äesteuerunz, will sie aber
dadurch legliiZen, daß künftig nur
Ochsen statt dcr Pferde gehalten wer
den dürsen. Um dies Ziel zu errei
chen, werden 1. sogleich alle Hengste
kastriert: 2. von drei Kälbern darf
der Bauer nur eins verkaufen und
zwei aufziehen; 3. von einem Kalbe
wird soviel Accife erhoben, als von
einem Ochsen. Ein anderer Bor
schlag geht dahin, die Wollpeise jähr
lich und zwar gerinqer zu feieren,
als ste in den benachbarten Stten
stehen. Bon diesem vorgeschriebenen
Preise erhält ober der Produzent
nur eine und der FiskuZ die ondere
Halste.
Endlich (damit die Alchemie nicht
sehle) überreicht einer ein untrügliche
Rezept, Gold zu machen, und bittet
zu gleicher Zeit daß ihm die Exe
kuiion wegen Schulden abgenommen
werde". So der .fast unglaub.
liche und doch ganz wahrhasle Be
richt. . .
Aas Volkslied.
KttMi ti in fern rißstädt, inrn
Woflenljottft rde.
Tie Terxöbelung des Großstadtle
benS zeigt sich vielleicht nirgend tla
rer als auf dem Gebiet jener Art von
volkstümlicher Gebrauchsmusik. wie
sie dem Arbeitsmanne zu allen Zeiten
und bei .fast allen Völkern zur Wür
ze linpttlichu Anstrengung, oft auch
zur Begleitung eineS bestimmten
NhyihmuS angenehm war. HauS v.
BulowS geistreiches Wort: .Im An
fang war der Rhythmus" ist durch
Karl BücherS eingehende Untersuchun
gen über .Art und NhYihmuS" über
raschend bewiesen worden; ohne wei
ti leuchtet a schon in. dak der
Arbeiter seine Hantierungen desha.
gerne rhthn,ifch ordnet, weil dadurch
der Aufwand von LZillcnznerg-.e we
fentlich eingeschränkt wird.
Auch der Soldaten -weiß di Wohl
tat straffen TrommelschlageZ beim
Marsch zu schaden, und verwandelt
sich dieser einfache Rhythmus gar z
einem fröhlichen Aebkits ooer
Mnfchzksanq. so fühlt jeUrmann die
.tkpiz-n nr noch h'ilb. Ein fn
fchel Lied, out heiterem Herzen &
ren, war so stets ein willkommener Be
gleiter aller jeee einfichen Menschen,
die mit dem Leben uns Weben der
Nniui jnniz verknüpft blie'n. Aber
auch tie Hschsebildeke rfchmShten
e noch im UAuWtn I chshiinh'kt
nicht, fch am licht'N unh SlffZ'N
Ich L,se ta tkkekl'gen, doch nicht
Bttnt, v' K ße srch t:ui nr ia f
chern fteftn? fiHn, intent
sich linfilich In ihnen snst
wohl fremo .timmun und Auf,
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int fai i-nsif lim, nnui nlt ititl
fnl I !irN Nt tN!u,',n U;(,ttd
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ri.tter ?,'eidh,'it He in seiiut, tei
ifiidn, und ftfistrtuMn yitichtn uns
j.inz;t(ctin in einer lüridc tjotjli
(iKI ,!dkk jeichntt, so klingt dii-sf
f(lct.t t itt uuvi) noch int fchumuen
N khiiiidklt iiu4 gar manchem w'Ai
Iicd hniuS; im untfteii Volle tdei,
lei te jtc damals seil, wie ja hier
und da heule vch.
S. tit den, Ifi. Jahrhundert aber
wandelte sich daS lel'tn dei PolfeJ
immer mehr, zuerst langsam und all
mählich, schließlich zu End des neun
zehnten Jahrhunderts In Niesenschril
ten: die Stadt und ihre Kultur zo
gen immer breitete ZlollZmasien an,
die, dem Boden heimatlicher Wälder
und Felder entsremk'c!. in Straßen
und Gassen, auf Märkten und in Lä
den Handel und Handel betrieben.
Auch das gute alte Volkblied entging
dieser Bercinderung nicht. .Gassen
hawcrlin" assenbaucriein, liest u
erst Christian Egenolsf zu ffranksurt
a. M. (Wi2 iH 1555), einer der er
stcn deutschen Notendrucker, erschei
nen, und Wagner Beckmesser wirst
denn auch dem Meister Sachi wütend
vor: .Gaffenhauer dichtet er meist".
In diesem verächtlichen modernen
cinn ist freilich das Wort damals
noch nicht gebraucht worden. Ur
prünglich bezeichnete es übrigen! nur
einen aus der Gasse umherziehenden
Menschen, also wohl einen, der sich
aus der Gasse herumhaut, und erst
Pater ging d,e Vezeichnung aus die
wieder solcher Menschen über.
Ter moderne Gassenluer grassiert
nun ols geistige Epidemie in den
Grosjstädien und breitet sich von da
aus kleinere Städte, ja sogar ausi
lache Land aus, insbesondere seitdem
Grammophon und Kinematograph
elbst die kleinsten abgelegenen
menschlichen SiedelWgen verseucht
haben. Im Gegensatz zum alten Gas
enhawerlin, dem naiobarmlosen
Lied, tritt der moderne prätentiöse
Gassenhauer im Gewände süßlicher
Sentimentalität oder wikigseinmol
lenden ötafsinements auf. Seine
Brutstätte ist die Operette, neuerdina!
auch die Posse, und mt den Thea
ern bringen ihn die begeisterten
Kunstfreunde' mit, die oft schon am
Abend selbst sich Tert und Noten im
oyer kaufen, um ja gleich am frühen
Morgen ihre Nachbarn mit der neue
stcn Errungenschaft ihrer Bildung
zu beglücken. Hat solch eine Melodie
einmal festen ?Zusj gefaßt, dann kann
mrtfi ik Vnfrf'irA tufft vnthm n
man ihr wirklich nicht mehr entge
hen: jedes Klavier, jede Drehorgel, je
des Gramophon, jede WirtshauSka
pelle und schließlich jeder Mensch wie
derholt sie biZ zum allgemeinen Ue
berdruß.
Welche Summen da! Volk für der
artige musikalische Genüsse jährlich
ausgibt, läßt sich nur schätzungsweise
berechnen: Wenn man indessen be
denkt, daß der Komponist und Text
dichter eines .Schlager" minoestensje
zwei Cents für jede! Exemplar !e
kommt. daS abgefetzt wird, und wenn
man ferner bedenkt, daß von so man
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ein Million Ekemvlare verkauft,
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stellen, welche ensrwen Summen o!
lein der Notenoertauf bringt. XnU
sächlich verdienen die Komponisten Po
pulärer Schlags geradezu märchen
hf! Summen.
Truckfehler. llliin hitks
StadiofuZ Schlauch di, RmU vsrl
leui Xubt si-iiic Tan! k!Np!angin.
so il!? tt haben,' un, sich ine
Trauerflor UnZ ' inen fchnarjl'N
schwill i kaufen.
- r. ff ik.'i7 " sw-M'. - Tr"'
f . r . 's),-5 x'v,t--' '"fr'-'.--"-vw
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in rett Heizen der T.tnsrt mil
Uchirtti Sngst hat sich fr V'fmiitft
demuiViiU v'im in,,! rt SJoll Wut?
drt Uiiii'tndt Cttah! hkinictzikkNi
li'itö et l!iiSlldi ttnt dem Cchul
öitn ties'enk
C i halicit Sifcihiuchten gkhkiiatel
i'a Gcii'illct st,!ttd ulct.ihiik.
lijiao, Äichivar litt He, glichen
Minijicuum, iM'liiiu! ui gijilichi
IIC, 1,'iNttklcgkIlhtÜtN. w, k dlktttildvitl'
,zz I chre .,lt eivcib,,. e!,e er, is
iialuilich ein berisitttkk v;a
(o,i,i(t tu Jui;il)ci!:tiil..nii, sich die
.'jiojciilciuu' tc uchochts halle an
legen lasskü. Ta Aicanasscn'
war richxg; denn die Ji,!t,:u' war
von der chwikgcr!iiMkr aueean
gen. Jrau vclivilircle Gehcüiie
pcoicrende K,!NzIk!,clre!är chullje,
die schon Itt cdzcilen dc Gchclincn
L f ptoicicnöcn" in H,ius und Hcf ie
gierte, hatte ihre Herischast auf ihre
Zimmerherren mit gleicher Willens
lrajt und illughcit auszedchnt und
schlleßüch den orsolg errungen, ihie
Jüngste, die schon icit einigen Iah
ren noch immer nicht breifug werden
wollle, zur Krau Archivar zu machen.
DaS war um so günstiger. u!4 sie da
durch eigentlich ihren Zimmerherrn
gar nicht verlor. odern nur durch
daS Durchbrechen einer Wand die
Berminderunz der eigenen Wohnräu
me bewirkte und .ihre Kinder" unter
ihrer Obhut behielt. Da bauliche
Ereignis in dem kleinen, vor dem
Tore gelegenen Haus bildete iidri
gen zur großen Freude dcr Bau-
Herrin eine Woche oaS Tagesgespräch
der herzoglichen Vicsibcnz eine wür
dige Ljvrtc,er der kurz darauf fol
enden Hochzeit deS .jungen Paacs".
Marie !rüger, geborene Schulde, war
zwar teine Schönheit, doch besaß sie
ein anmutiges Wesen, einen klaren
Beistand und künstliche Zähne.
letztere btloelen die einzige Schatten
seile ihres Lebens. Sie hatte sich den
aynersag in Berlin machen lassen,
wo sie im Haus ihrer dort verhctra
kettn Schwester nach einer schweren
Krankheit in diesen für sie äußerst
sauren Apfel in des B)orte eigenster
Bedeutung hatte beißen müssen. Ihr
älter und inzige Schwester, die Mut
ter lf gesunder Kinder, war mit ti
nem vermögenden Kaujmanne verhei
ratet. Trotz des geordneten Hauiswe
fcnö sah man von Zeit zu Zeit .Tun
te Marie' alö Bcrtretecin gern an
Eielle pon Iran Hedwig schalten und
walten, besonder!, wenn diese durch
den besuch deß Siorchcö ihre um
fassend Tätigkeit im Arbeitszimmer
der Kinder und in der Küche oui
fetzen mußte. Bei .iner solchen Gele
genheit hatte Tante Marie wohl zu
viel gewirtfchaftet; sie zog sich ein
Nervenfieber zu. Unmöglich konnte sie
ohne Zähne nach Haus zurückkehren.
Ihr selbst wäre daran vielleicht gar
nicht soviel gelegen gewesen, aber die
Mutter mit ihren ewigen Heiratkpro
selten hätte Fer Tochter, dcr vier Bor
derzähne fehlten, daraus inen Bor
Wurf gemacht, mit dem ersten Hahnen
schrei beginnend und bis in die dunkle
Nacht während. Wal sollte die Artn
also ander beginnen? Den herzog
lichen Hof Zahnarzt in Tätigkeit
fetzen? Nimmermehr! Er war wohl
vkiicywlegen, aver sein Haus lag am
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f -:. 'tfz--t.Zt x rj.
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r-yjr :?-zr?-r- l-
Vkai d Hoikl Villa
Maiktzatz, und Wenn min i auch
für ganz natürlich hielt, daß Mit
glieder der Hofgesellschaft den Herrn
Dentisten konsultierten, den Anzehö
ril?en der Sublternbeamten Wär ,n
solcher LoxuS zum Berhängoi ße
worden. Wo einer vom anoete.i ge
nait wußte, eb der S"mtk.ign am
Ueberzikhet neu war oder aus dem
vorigen Iaht stammle, m u.i-t, jey
tfn jeter fc4ie, daß d edee siuf
dem SJIiriferhii schon vor zei .in
rt t'l Reiche Hftjpf fchmäJI
l-ilk, fci wär ei ter kielen Neu
gifte schon geliirt, ZahnlMhen
m fjiäultir, Mati u tgtünden.
w 0 gksch.h tl, 4 ftt.n, ttichl
tt rttüflf m ttitft Ii'üiün. t i
i5rn (Vittin un? Kt jt.iftitn gi,'sn
und kleine fc'ell um sich htr küraß
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ZU fwutftnv.tfii wartn tu i?nh.
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Ijfiflrit fut) pttr tiud ijtslu flichicnt um erflfumnle gnluMif) fictr.li
rdtm der Himmel die düsteren Gcwit
lcriroiten selbst der herzoglichen Die
sidenz nicht vorenthielt, hatten sich
Herr und grau Archivar zum erst.'
male gründlich gezankt. Natürlich,
die Schwiegermutierl Ter ernste Eha
reiftet der tiict verzeichneten Begeben
heilen läßt et gar nicht zu. daß von
so fröhlichen Diiiizen, wie ta ein Zwist
mit oder über die Schwiegermutter ,st,
eingehender berichtet wird.
In der to enden Hast, mit der Gu
fiao Krüger den Kasieeiisch verließ,
um sich ins Amt zu begeben, h.ilte er
zum erstenmale seit seiner Beiheira
tung die beiden Seinmeln vergessen.
di ihm von der liebenden Gal!,n all
morgentlich recht appetitlich belegt und
eingepackt wurden, oder richtiger, sie
hatte geglaubt, er wurde lieber selbst
auf d,n Amte sür das Frühstück, mit
dem er, veilausig bemerit, seine atig'
leit zu beginnen pflegte, sorgen. An
gesichts des Tienstgebäudes, das in
der Nähe des CchlosseS lag. besann
ich der Archivar wieder aus lich selbst,
und teils um Marie, die er, herzlich
lieb gewonnen, noch vor dein Mit
iagöniahl wieder auszusöhnen, tellZ
um nicht bis dahin hungern zu mus
fcn, entschloß er sich, di fast halv
stündige Entfernung noch einmal zu
rückzulegen. Ganz in Gedanken der
funken, ist eS ihm entgangen, daß
schwere Gewiileriropfen niederprasseln
und sich mit seinen Schweißtropfen
vermengen. Die Besorgnis, zu spät
in den allerhöchsten Dienst zu kom
inert, besliigelt seine Schritte. So
stürmt er heimwärts. Der innere Le
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Co stürmt tt heimwärts.
derrand feines neuen weichen Filz
Hutes, ein Stück von feiner Auestat
tunz für di Ehe, hat sich ihm fest
an den Kopf gelegt, und als er nun
den Hut vor Marie lüftet, fiehl er
kahlköpfig vor ihr.
Beim Abräumen de? KaffeeiifcheZ
hatt Marie bemerkt, daß Gustav ichne
grühstuck von bannen gcgang.'N war,
und nur daS drohende llnwetie: hielt
sie davon ab, Ihrem Gatten die Sem
meln hinzubringen. In der Hofsnung.
daß sich daS Gewitter bald verziehen
würde, bereitet sie jedoch das kleine
Päckchen vor und eilte nun, als sie di
Schritt Ihres Gatten ouf dem Bor
platz hört, zugleich zur schnelleren
Herbeiführung der von ihr sehnlichst
gewünschten BersohnungSszen dem
Eintretenden rasch ntgkgen. Und nun
steht sie vor einem Kahlkopfl
Seine Perücke, ebenfalls kein Fabri
tat der herzoglichen Nelidenz, hängt
noch immer an feinem Hute, den er
In bet Hand hält. Die unheimliche
Kälte am Hinterkspse belehrt den Ah
nungSlofen endlich über da Entsetz
liche. Er, der seine Gattin wegen
seiner Heftigkeit von vorhin um Ent
fchuloigunz bitten wollte, weiß nun
nicht, womit er zu bezinnen hat. Er
muß ihr doch schließlich daS Gestand
nis machen, daß er sie, wie die Welt,
mit feinem Hmrfchmuck getäuscht h it
te. Hätte Mari Cchultz iiberhaupt
einen Kahlkopf g'heiratet i
Mari hit! nicht vergeblich so häu
fiz an der Spre geweilt. Etma von
de lÄtisteSgezenwark ht! sie sich
eigen gemacht, mit der der Bemühte
der NeichLha,tpt!t.,dt den täglichen
Gef ihren fc'S StraßengekilmmtlS g
gtnütrsthf.
Sie ist ti dejhftlö auch, ti ton lh.
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föhnlich Stimmung. Sie hat es ih',,
ni,l.t einmal übel genommen, d,ch er
kahlköpfig ist. und denkt in eister
nie an ihn, an seine eigene Gesundheit
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Er unierbricht sie rasch und mer.t ,
deshalb auch nicht, daß sie nicht mi i
Nichterin, sondern selbst als c,chm
dige vor ihm steht.
.Ich danke Dir, liebe Marie, von
vorhin ist alles vergessen. Gib m,t
die Hand, gib mir einen Kuß", ur
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Noch in feiner Umarmung begiiu,: T
sie auS neue: .Ich habe " f
.Auch falsche, Haare." fragt er ni.i
einem Betsuch, die Sache ins schkiz
haste zu ziehen.
.Nem", lispelt sie. .künstliche Zäh.
ne!"
Er starrt sie an, als habe er falsih
gehört. Im nächsten Augenblick ge
öenkt er aber seiner eigenen Missetat
uns schließt Marie uuss neue in
seine Arme.
Was während feiner sielzehniäh
tigen Dienstzeit dein Herrn Archivar
noch nie geschehen ist, gejchiehl ihm
heute: Er kommt um erne volle
Stunde zu spät auss Amt. Aber
das Slirntunzeln seines Borgesetzten,
Ezzellenz von Wilmhausen, ht heut
jeoen Schrecken für ihn verloren.
Der Himmel hatte sich iiwischin
aufgeklärt, das Gewitter war oollsta,,.
big verzvaen. unv in keinem ntti..
sah es klar uno fröhlich au. Ei,: t
jchwunden waren vom ehelichen iyit
mament auch die düsteren Gehenn
nisse.
Der liefcheidene Maöiagni.
In Italien wirst man Muicupi
oft einen gewissen Mangel an kt
fchnveitheit vor, aber einmal war tt
sogar allzu bescheiden. Damals frei
lich, so erzählt vie Ptria delgi Ji.,
liani war tt noch jiMet Anfäirt
und wollte Amilcare Pvnchieili ua
kleines EistlingZillelk zur Ptüfj,.,j
übergeben. Da si-gle er schuch:ez.',:
.ES handelt sich um ein ui.eüeu!i
des kleines Werkchen, wirklich eine
unwichtige kleine Sache." Und Pon
chikltt tief tlrgerlich: .zhr wollt nhl
den Bescheidenen spielen, wie? W.n
um kommt Ihr denn, wenn Jhe t
für unwichtig haltet? Ich tjut i
falsch Bescheidenheit." Uno alt'
lvtnjg Taze später dem juM ;--
eagnt das Manustript zmiit
sagte et: .Sie jing tefchtiven, ...a
Jt)t Werk ist och fctfcheiientt, .,
Si selbst. Der jnnje hmfon'o
fern! sich m,t viele Betben'u". ,.,
und, so erzählte Mü.c,,i
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