Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, April 03, 1918, Image 1

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Kttülpfpnttse tritt nn
der Westfront ein
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C Kommt zu leicht ichanttilfoclii; aber es
scheint nur die Hu' i r cent Sturm; seind
liche vcrst tgett treffen ein
,! - ;
Amlens bildet 5 Hauptziel der Deutschen
ttnmpfpn!, au der Wkstsronl.
London, 3. Apkil. Wcfloni.
liciifl.ia, liniini dreizeb Jststc seit
yUvoim der deutschen CIK'iifii'f ver
jindu'ti, tinh f bat niiitmehr den
.'InfaVin, als ob die Kraft der gro
f,ru deutschen Kriegdrnaschine jetzt ge
brocken ijt, den gestern Haute der
Moinff ein fctT (um '.nt Westfront ob;
Hut immer sich aber WefccWe rt.
lonfvitni, Iintli'it Briten und Frmtzo.
s die Jnilmtine ergriffen, Jetzt,
fm; die Reserven brr lüiuttcit im
mit och iniaft sind mtd man mit
den aiitcrifnnifchcn Bcrftiii'kiiitfu'ft
, ' Entert kann, ist eine Weiiduna, der
'aslc der Dinge auf dem westlichen
öiriegsschatlplatz ju rnvarten.
Wenn midi die 'i'ntcu unö omn
joffti i'r()cMichc 3'rrluftc erlitten fin
den, so stellen diese dennoch in fei
nem Verhältnis gu denjenigen der
Teutschen, die fit c die Grcibennist deS
ttütt ihnen ksettett (Heluetä uitstC
heuer stresse Opfer gebracht haben.
Nach Angabe deutscher Gesiingener
baben manche deutsche Divisionen 70
Prozent, ihrer efechtöstärlo cinslc
ltiisjt; ganze Kampngnien wurden de.
jimiert.
An der Schlnchtsront l?at sich wäh.
rend der letzten Tage kein Wechsel
Dllzosten. Zivischen Monididier irnö
i'Jotton tobt ein schiverer Artillerie
lainpf. Tort liet für die Trut.
schen die Gescihr dor, das; ihre Li
nie von den Franzosen durchbrochen
ttiird. Geschieht dieses, dann ninsz
sich der Feind auS dein Amiens Ab
schnitt zurückzte'lten.
Britische Positionen bei Passchen.
.daele nd (oeberg find von der
feindlichen Artillerie stark unter
Feuer genommen worden, dach hat
sich dort noch kein Jnfantcriekampf
cntlvickelt.
Britisch Bericht.
London. 3. April. Feldnmrscholl
Haia meldete heute: In der Nach,
barschaft von Fainpour, ging eine
siarke feindliche Streitmacht zum An
grisf über, wurde jedoch zurückge.
äilagen. Eine Anzahl Teutscher
blieb als Leichen auf dem slanipf
platz. lFampour liegt vier Meilen
östlich von Arraö.) In der Nachbao
schast von Ayette, das sich jetzt in
unseren Händen befindet, machten wir
bsi einem ge,tern Abend mtöslesichr
fett Angriff 100 Gefangene und er
oberten 3 Maschinengewehre. (Anet,
te liegt 10 Meilen südlich von Ao
ras,) Gestern wurden in der Nähe
von Serre mehrere Gefangene ein
gebracht. (Terre liegt ungefähr 8
teilen südwestlich von Anette,)
Erfolgreiche Handstreiche wurden
nordöstlich von Loos nd nordöstlich
von Poelcapelle auZgeführt: wir
machten mehrere Gefangene, und er,
'borten ein Maschinengewehr. (LooS
Zieat .1 Meilen nordwestlich von
j.'en: Poelcapelle ist (5 Meilen nord
westlich von Fi'er,, in Belgien ent
fernt.)
London. 3. April. Ter gestrige
Aberidbericht deS Jeldmarschalls Haig
kautet: Aus'.er etlichen kleineren
llniernehmungen, welche wir in der
'culcharschaft von Serre ausführten,
lind welche zu unseren Künsten ver
liefen, ist nichts von Bedeutung zu
melden. Wir machten etliche Ge-
fnngene."
Frng'.ösischkx Bkricht.
Paris, 3. April. TaS LlriegS
cn:t meldete gestern Abend: Zmi.
l'y: -Kunldidier und La'siiny kam
: zu einem lebh.Mten Gefecht Gi
! fvitidt'chi' Abteilung geriet östlich
Cnni'mnn in hm streuzeuer un
.t:t Artillerie. Cine starke Mnd
f'.; N,5o,tti!'z!eru!igS . Abteilung
rlc siidweulick, von Serre zurück
3,'rMu'n. Tie s'indlichen Angriffe
im fc'ctevre Xifirikt und im Oberes
f.'?; wurden abii'schlagen.
Itsliknischer Bericht.
?JLiii, -X April. Offiziell wird
r, u'iiM: Unser; Patrouitlk'N e.'it'
rv..U hrv. in t?m Xowi'e Xiftrikt grz.
h; tiüfai und brachten ein? An
:)'; l'Zangtt! ein. Bei Hiudiraria
i: 'b i ':!ich rn Pnte dlla Fmil
I ;,; fi-it(d(::(rf tAdlun :( ditsch
k;,i;'t U:riuzie!)tfeL piiMitU'vu
0
den. Ter ganzen Freut entlang de
findet sich d,e Artillerie in Zatigkeit.
Infolge schlechter Ztternitg wird die
Tätigkeit der Flieger stark vehin
dert."
cssrnsivk in inlirn?
Washington. 3. Llpril. Tie un
mittelbare Kesadr eines grofie An.
grissZ der Orsterrricher auf die ita
lienischen Linien winde in der italie
nischen Botschaft betont. Tie Bot
filmst veröffentlichte kürzlich eine Cr
klaiung. dasj der Feind an der Ita
lienischen Front nicht weniger als
40 Xivifwnen konzentriert habe. Iebt
kommt die Meldung, dalj diese Trup
pen die Nahrung. Artillerie und Mu
nition erhalten haben, aus die sie
warteten.
Tie jüngste militärische Wochen
Übersicht des .kriegödeparteulent
nahm auf die Wahrscheinlichkeit Be
zug. dasz der deutsche Geuernlstab,
außerstande, die britischen, französi
schen und amerikanischen Linien an
der Westfront zu durchbrechen, sein
Augenmerk auf einen anderen Punkt
richten wird und italienische Mili
tärs glauben, daß die italienische
Linie in der Nachbarschaft des Gardn
See dieser Punkt sein wird.
TaS unmittelbare Ziel der Oefter
reite ist, wie man annimmt, die
Stadt Breöcin, östlich des Karda
Sees. Ein weiterer Angriff mag
westlich deS Sees mit der Absicht ge
macht werden, nach der Loinltnrdei
dilrchzubrechen. Tie hauztsächlichsten
italienischen Munition, und Armee
borräte befinden sich in der Lom
bardei und Piemont, und die Oestcr-,
reicher könnten nicht nur diese er-
beuten, sondern möglicherweise auch
ihre Stellungen derartig verbessern,
daß sie in der Lage sind, mit ihren
Streitkräften nördlich in Frankreich
hmemzumarschieren und die Teut
schen von Süden gegen den rechten
französischen Flügel zu verstärken.
Große Mengen Vorräte sind der
österreichischen Armee auS Nuszland
zugegangen, wie Depeschen nn die
hiesige italienische Botschaft besagen.
Tie Deutschen machten kürzlich be
kaum, das; fie die reichen NahrungZ,
mittelitorrnte in der russischen Ukrai,
ne nicht beansprucht hätten, in der
größeren Notlage der Oesterreicher
Rechnung zu tragen
Andererseits sollen die Italiener
Nahrung verzweifelt nötig haben.
Eö ist bekannt, daß jefct nur unge
fähr ein Tritte! der italienischen Ar
mee von 3.000,000 Mann n der
Schlachtlinie steht und die amtliche
Erklärung lautet dahin, das) für den
Nest keine Nahrung und nicht ein
mal genug Waffen und Munition
vorhanden find.
Tie britischen und französischen
Truppen, die nach Italien gesandt
wurden, um der deutsch-österreichischen
Offensive vorigen Herbst Ein
halt zu tun, befinden sich noch in
Norditalien. Statt sie zurückzuzie
hen, um dem dringende Bedürfnis
nach Soldaten in Frankreich Rech
nung zu tragen, wünscht der italie
nische Generalstab, italienische Trup
pen noch Frankreich zu senden, m
die Briten, Franzosen und Amerika
ner zu untcrstühen, weil die italie
nischen Truppen dort besser ernährt
werden können.
Tentscher Vrricht.
Berlin, liber London, 8. Aprik.
TaZ NricgZamt meldete gestern
Abend: Durch tatkräftige seitens
des unter Leutnant Friecke stehenden j
lirgergefchwaderS No. 3 auszeführ-
te Ferktsichtbeovachtungen van der
Norbkiisto bis zur Somme wurden
ungewöhnlich gute Dienste geleistet.
Die Lige an der Westfront i't un
verändert. Gegenangriffe, die von
dem Feinde bei Hebuterns auSge.
führt wurden urd die gegen die von
uns eroberten Hi,hen zwischen der
Lues und Avre van befonderrr Hef.
tigkeit waren, brachen mit fchuseren
g."gneris'l,'n Verlu'kl'n zuwuültcn.
llklrinere sichte ereigneten f?ch zwi
schen b'r Aore z,k'd O!e. Vt Fran
zcfni f (ihren nt:( des Befch'ei'.iipz
i'rtoiis fort, v.rh diele knn)J,tner
,,nb d. n 'i 'cho'f n i'mt Ci fer e.
fs. n. Nkogn6il,erunAa Lmröeg
ftiif den MtltrtVn U'er der Wort
nolk Handiiiti'ül iit d snll!ich v,'tt
itj.tnn tvigenomuteii; wrt'ieie i
fitiigeitf hin den ring, !'i al t.
öl wtitdni ?ll gev'rtische ?leto
pliinf und k Fils, I!',i!Ione I,er,tl'ge,
s.t,,'ss,t! Leutnant kirest gewann ser
Nen L't. - i, ,i in Ist Luft.
Vm den iihigen s!t ieg'!s.U!l lt
ze i!l nicht l'Jnu'9 de,i,s,!e,
KurrrspvKrnrnbfri,t,tk.
AuS dem l'iitlsiln H,nI,iar
Un. a. Vlpril. (Pen KMhvm PliiÜp
Z iimns, Norrespendent der tlnit
Preß) Hindeuburg und Luden
dort! zögern immer Noch. at f.in
tilgen Itnben sie bald dieses, bald
jenes unternommen.
Heute ist rsfenbar der rl,igfe?ag
seit Beginn der Otfensiue. Die
leulsche muffen ziemlich schwer be
troffen worden sein, da r ihnen
bidher noch ntibt gelungen ist, ihre
flriraM(ifchi,ie wieder zusammen zu
linken.
Tie Briten baben die Brücken
über welche sie sich zurückzogen, zer
stört, indessen h.it Hindeitburg voll
auf Zeit gehabt, den Schade zu
reparieren.
Möglicherweise sind die Teutschen
sur die zweite k'ntntickelungsstuse be
reit; zwei Dinge aber machen ihnen
sorge. Erstens ist es der betäuben
de ihnen bei ArraS versetzte Schlag
zweitens wagen sie nicht weiter gc
gen AmienS vorzudringen, da Ihnen
die Brite vom Norden und die
Franzosen vom Süden in die Flanke
fallen können. Dazu kommt, daß
die deutschen Reserven durch die
schweren Berfuste bedeutend ge
schwächt sind. Sie sehen ein, daß
sie die Osfeusivc auf einer 100 Mei
len Front nicht mit Erfolg fort
sehen können.
Anzeichen der letzten Tage deuten
darauf hin. daß Hiudeiiburg die
Schlachtlinie zil verkürzen gedenkt,
indem er einen Teil feiner Truppen
befestigte Stellungen beziehen läßt
dieses gilt von dem südlich der Soin,
nie gelegenen Raume. Er wird
gezwungen sehen, weitere Hilföcorpö
von den mehr ruhigeren Teilen der
Front on sich zu ziehen. Schon jcfc:
hat er von der Nordsee 336,000
Mann und von dein südlichen Teile
der Westfront 300.000 Biann her
beigebracht.
An der neuen Schlachtfront befin
den sich gegenwärtig 700,000 Deut
sche im Kampfe. Nun entsteht die
Frage, wie lange kann Hindenburg
noch Reserven herbeischaffen. Offen
sichtlich hat er alles auf eine Karte
gesebt.
Aus dem französischen Hauptauar
tier, 3. April. (Bon Henry Wood,
.siorrespondent der United Preß )
Tn eS dein detchen Oberkommando
nicht gelungen ist, Paris und
Amiens durch Flankenangriffe u er
reichen, versucht eS Einkreisung der
letzteren Stadt dadurch zu bemerk
stelligen, daß es den Flußläufen
folgt und die Angriffe fortsetzt. Mit
dem ersten Aufmarsch dürfte man es
nordlich der Anere versuchen; mit ei
nem zweiten zwischen der Ancre und
der sommc; mit dem nächsten zwi,
schen Somme und Luce. mit dem
vierten zwischen Luce und Avre und
mit dem fünften zwischen der Avre
und der Noye. Tie neunchen An
griffe verraten die Absicht deS Fein
des. Indem er im Zentrum direkt
auf Amiens abspielt, verfolgt er
durch die Angriffe im Norden und
üben die Absicht, die Stadt in
nördlicher Richtung über Hebuterne
und Toullens und von südlicher
Dichtung über Monididier und Eonty
einzuschließen. Er wird den Ver
such wachen, AinicnS vor allen Tin
gen im Norden und Süden von den
Bahnverbindungen abzuschneiden und
dann die Gegner durch die im Halb
kreise aufgefahrene Artillerie zwin
gen, die Stadt zu räumen. Tie Ein-
kreisung der Stadt aber ist jetzt zum
tilltand gekommen; Flieger ober
melden, das; schwere feindliche Artil
lerie und neue Tivisionen Infante
,ie hinter der feindlichen Linie zu
sammengezogen werden. Besonders
zahlreich ist die feindliche Artillerie
in der Gegend von Montdidier; aber
auch on anderen Teilen der Front ist
schwere Artillerie unausgesetzt tätig.
Tie Zerstörung deS Somme Ge
biets durch die Teutschen hat sich für
diese all Bnamerang erwiesen; die
Xeutschcm sind gezwungen, auf fast
linwssierbaren Wegen all? ihre Vor
rate md schmeren liiefckflih? nachzu
bringen, und diese nimmt eine ge.
ramue Dt in Anspruck,,
Tie lciher'ctfifii F.' , .n r liefern
sich griff, ' .( '!'! te. G-steni rcr
Mitte fi;i 0111 Ml Arrevlaren tr'!r
t et!&-? Grt-ffr!.iivr e, cm VI Fli'g.!
,',!'!" Le;: i feuwlichtS Gr-'
jua,
Monatlich 200,000
lllmm in Frankreich
fiituferemr wifchm ftaPfisfnnifi,.
drliStbfn . Grnrrtilitrtb tnr ilfft
(ffluft brr iilil brf bk!I,g
im T-Idatr j l',)H.
5i'aN,i,taton. 3. April. WuMte
I uugk pi'bi'i den hielten gefirrn eine
Beratung l. um mögliche weittra
gende Aenderungen in den Plänen
für die ?lu!l,e!'ng der Leute im
oiiluc !0t8 in Erwägung zu zielten.
TieS geschah infolge der kurzlichen
Anordnung. Leute auS den Na.
ttonalnnnee und Nationatgarde.
llebungslagern schleunigst nach
Frankreich z senden.
Ot'wolil der Originalplan nur die
Einreibung von WK),000 Mann in
da? Heer in diesem Jahre vorsieht,
so ist rS möglich, daß diese Anzahl
von Soldaten, so schnell tie Schiffe
vorhanden sind, hinübergesandt wer
den wird.
5loserenzen zwischen den Ankhe
bungsbehörden und Vertretern de
Generalstabes sind in den letzten Ta
gen abgehalten worden, um festzu
stellen, wie viele Leute infolge der
Aenderung de Planes gebraucht
werden und wann sie benötigt wer
den. Es befinden sich gegenwärtig snst
1, 000,000 Mann in den tlebmistsla
gern in den Ver. Staaten und kö
war anfangs geplant,, etwa 00,000
davon dies Jahr nach Frankreich zu
sende und sie durch neue Mann
schasten von Woche zu Woche zu er
setzen. Auch nach diesem Plane, wodurch
etwa GC.000 Mann pro Monat an
die Front gesandt werden sollten,
übertraf die Zahl, die nach Ansicht
der Militärbehörden nach Frankreich
geschickt werden könnten, ohne eine
radikale Verbesserung in der Schiffs
situation. !
Unter dem neuen Plan, so heißt
es. wird der größte Teil von 1 ,000,-1
000 Mannschaften in diesem Lande
das Land bis zum 1. August verlas
sen, wodurch es notwendig wird.
daß 200.000 Mann oder mehr mo
natlich verschickt werden müssen,
wenn der Plan durchgeführt werden
soll.
Dadurch wird .wiederum bedingt,
daß eine radikale Aenderung der
Pläne für die Aushebung in diesem
Jahr stattfinden muß, die von dem
tveneralprovosten letzt erwogen wer-
den. Der Zweck ist, die Uebungsla
gcr, die etwa 1,200.000 beherber
ge können, so voll wie möglich zu
halten und etwa 800,000 Mann bis
zum 1. August nach den Lagern zu
senden.
Es würde dies also etwa 200,000
Mann Pro Monat beanspruchen und
da der gegenwärtige Plan viel we
niger in Betracht zieht, versucht der
Generalprovost cm neues Schema
auszuarbeiten.
Sozialist vergcr in
Wahl geschlagen
Jrvine Lenroot, . Republikaner, ist
fj p . s .
oepy iiimcö, emorrattn,
immer noch dorans.
Milwaukee, 3. April. (Korre
spondenz von L. C. Earnest von der
United Preß.) Wisconsin hat für
den Krieg gestimmt. Tie heutigen
Berichte von mehr als der Hälfte
deS Staates zeigen, daß Victor Ber-
ger, der 100 Prozent für Frieden"
ozialistische Kandidat für den Bun-
dessenat, bei der gestrigen Spezial
wähl für den Sitz des verstorbenen
Senators Paul O. Husting entschei
dend geschlagen wurde. Repräsen-
tant Jrvine Lenroot, Republikaner.
war Joseph Tavies, dem Demokra
ten, gemäß der heutigen Zählung
voraus und die Anzeichen sprechen
dafür, daß er erwählt wurde.
Unos welle Berichte von allen
CountieS mit Ausnahme von 14 ga.
ben Lenroot 101.101 Stimmen. Da-
dies 03.101 und Berger 3.123
Stimmen.
Die bisher noch nicht eingelaufe
nen Berichte stammen auS CountieS
den nördlichen und westlichen
Teilen des Staates, welche als Len
root günstige Tistrikte angesehen
werden.
Berger hat anscheinend Milwau-
ee und Milwaukee Eonntq mit ge-
ringer Mehrheit über TavieS erhal.
ten. Lenroot war an dritter Stelle.
Tie Tobulienmg von etwa zwei
Dritteln der Stimmen vo Milwau
kee Enunty zrigt 1 7,40 1 Stimmen
ur Berg er, l.,7 für TaweS und
OfH2 für atmet.
Man f. ctriegsfpslnitarfen auch
nach dnn (i, ?!ril noch fniVn, ahn
ff!-, r i't f?, t l'ofsirr zu fatifcn ,d
dsltrii (iltco lrrfliifiigc f'kid in Li-
bahi 'lisH ci'4ulsen
Leditlomvorlage vom
Yause angenommen
Vcrbikirt irgend etwak riu bis ?!r
gier z sgk vbrr zn uter
rlimen ,tb setzt schti'kre
lrafr g.
Linroln. 8. Avril. Ini ??rrrS.
senlanteiidlmle der Nel'rakck.ier Le.
giflninr winde geilern die kedition
Borlage angenommen, nachdem sie
in verschiedenen Punkte geändert
worden war. Die Borlage verbie
tet in ihrer jetzigen Form, irgend rl
was z sagen, schreiben, rder auf ir
gendeine Weise zu verbreiten, wo
absichtlich darauf berechnet ist, Un
Ivnatität gegen die Ber. Staaten zu
schüren, einen Aiifjtand oder eine
vrliebung oder Widerstand gegen die
Negierung hervorzurufen oder ' zu
unterstützen, mit der Aufhebung i
Kouslikt zu geraten oder sich irgend
einer FondHerbebuitg durch den
Staat oder die Bundesregierung hin-'
der! ich in den Weg zu legen. Es
wird dadurch verboten, irgend etwas
gegen Sammlung zum Besten unse
rer Truppen zu sagen oder zu tun;
Nahrungsmittel zu verbergen, anzu
bimsen oder verderben zu lassen: der
Rekrutierung in irgend einer Weise
Abbruch zu tun; irgend etwas zu
unternehmen, das gegen das Spi-ouage-Gcsetz
verstößt; irgend welche
Versammlungen abzuhalten, um Wi
derstand gegen die Negierung zu or
ganisieren; die Einstellung von Ar
beiten, die für die Fortführung des
Krieges notwendig sind, zu veranlas
sen oder dafür einzutreten, oder end
lich sich zu weigern, zil arbeiten,
wenn man dazu fähig ist.
Auf irgend eines dieser obcngc
nannten Vergelien wird nach einem
Schuldltcfund durch die Gerichte eine
Geldstrafe nicht über P0.000 oder
eine Gefängnisstrafe nicht über 20
Jahre festgesetzt. Auch diejenigen,
welche den Uebertretungen zustim-
uien oder dieselben unterstützen oder
sich weigern, Schuldige anzuzeigen.
sind denselben Strafen ausgesetzt.
Irgend ein Beamter, der die Durch
führung des Gesetzes nicht mit aller
Kraft besorgt, setzt sich ebenfalls der
Bestrafung aus.
Betreffs der Lehrer und Pastoren.
(Zs wird in der vorlege besonders
hervorgehoben, das; irgend eine Per
son, die der Verletzung de Gesetzes
überführt wurde, im Staate NebraS
ka während der Kriegszeit weder
predigen, lehren oder öffentliche An
sprachen halten darf. Solche Lehrer
oder Pastoren, gegen die im Gericht
irgendwelche Anschuldigungen wegen
Verletzung dieses Gesetzes erhoben
sind, dürfen wahrend des Schwebens
des Verfahrens ihr Amt nur aus
üben, wenn sie vom Tistriktsgericht
einen ffrlanbnisschei erhalten, wel
cher jedoch zu irgendeiner Zeit wider
rufen werden kann.
Ja Bezug auf ftemdsprachige
Zeitungen.
Irgendeine Veröffentlichnnst, sei
e Zeitung, Zeitschrift, Flugblatt,
Buch oder irgend eine Trnckschrift,
die in einer fremden Sprache er
scheint, mutz dem Staatsvertkidil
gnngsrate vorgelegt werden. Wo
nach dem Bundeögcsetz eine Ueber
setznng notwendig ist, da muii eine
solche ueberscnnng auch dem Vertcr
dignngsrate unterbreitet werden.
Tie Vorlage geht nun an den
enat und wir werden dieselbe so.
bald sie dort angenommen wird, im
Wortlaut und in der deutschen Ueber
sctzung unseren Lesern unterbreiten.
Es ist möglich, daß fie der Senat in
manchen Stücken ändeA wird.
von den Wahlen
Demokraten am Nudcr.
ansas Eily. Mo-, 3. Slpril.
Tie heutigen Berichte zeigen, das;
die Demokraten einen großen Wahl
sieg in der Stadt danontrugen. Sie
erwählten Jan eS Cowgill zum
Bürgermeister und fast das ganze
demokratisch? Ticket, mit Ausnahme
weniger Ctaträtc. Cowg'lls Stim
menmehrheit über Cyrus Erane.
dmr Republikaner, bestand in 7,500
Stimmen.
Teirokrut siegt in St. Joseph.
St. Jo'eph. Mo.. 3. April
Vürgermei'ier Elliott Marshall, Re
publikaner. wurde von Dr. I. C.
Whitsell, dem ' demokratischen Kan
didaten, mit einer Mehrbeit van
C00 Stimmen besiegt. Nova M.
Varnick. unabhängiger Kandidat,
erhielt nur wen'-!- Stimmen.
ükepublikaner geschlagen.
Skdalia, Mo., Avril. A. L.
BlumaardN'r. dir demokratische
Nand'dnt. i'"d faßt dus ganz? de
:: ckr?l ch' Tickit lurde gi-üern hier
enil,s,!t. Tzr HWuiiH-.Um't ermiihl
! fctn L!iMichtcc und Stadia -
&aX
Riiher heran m die
feindliche Front
Die besten Divisionen gehen an die 5chlachtsront;
die weniger ausgebildeten werden in
England gedrlttt werden
1,000,000 Mann noch dieses )ahr nach Frankreich
Wiijhiitgto. 3. April. (Bon
Carl T. Groat. Korrespondent der
United Preß ) Ein großer Teil
der amerikanischen Armee wird, so
bald die Transporte verfügbar sind,
nach England gesandt werde. Die
ses hat man beute aus sicherer Ouelle
erfahren. Tiefe Mannschaften, die
sich aus einem großen Prozentsatz
der in den Uebungdlagern befindli
äten Kontingente zusammensetzen,
werden die Plätze der britischen
Truppen einnehmen, welche in Eng
land auegebildet sind. Dieser Plan
ist von dem bisher eingehaltenen ver
schieden. Ten bisher ginge alle
amerikanischen Truppen direkt nach
Frankreich. Jetzt aber werden nur
solche nach Frankreich geschickt wer
den. deren Ausbildung am weitesten
vorgeschritten ist; die Ausbildung der
anderen wird i England beendet
werden.
Die United Preß ist, gestützt auf
bester Autoritäten, in der Lage zu
erklären, daß die Regierung das
Jahr 1918 als das Entscheidungs-s
jechr betrachtet; die Deutschen miis-
sen zum Halten gebracht und der
Sieg für die Demokratie gewonnen!
oder doch wenigstens gesichert wer-,
den.
Tie Teutschen haben die Sachlage
richtig eingeschätzt, und man weiß,
daß sie jeden Nerv anstrengen, einen
deutschen Sieg" zu erzivingen, wenn
der Zusammcnbruchspunkt in Euro
pa erreicht ist. In Regicnmgskrci.
sen ist das Gefühl vorherrschend,
daß, wenn dieser Zeitpunkt da ist,
es für Amerika zu spät , sein wird.
den Plan des Kaisers zu zerstören.
Deshalb wird ein Wall von Fleisch
und Blut der deutschen militärischen
Maschine den Weg m dem Augen
blick ihrer größten Stärke verlegen.
Der Zeitpunkt, an welcchm ame
rikanische Truppen in diesem Som
mer nach Frankreich geschickt werden
sollen, ist geändert worden. Früher
als man anfänglich beabsichtigte,
werden viel mehr Divisionen das
französische Gestade reichen. Hiesige
Offiziere sagen, es wäre als ein
Wunder zu betrachten, wenn der neue
Plan zur Ausführung gelänge
aber die Zeit der Wunder ist auch
gekommen.
Die Sieben Meere" werden nach
Tonnage zum Zwecke der Truppen
befördcrung abgesucht. Japan wird
Schiffe zur Verfügung stellen. An
dere Schiffe werden von Norwegen,
Dänemark und Spanien erlangt
werden, und schließlich wird Groß
britannien sich auf eiserne Natio
nen" setzen, um alle verfügbaren
Schiffe in de Truppentransport
stellen zu können. Mehrere der größ
te Passagierdampfer, die bisher als
Hilftckreuzer und Hofpitalfchiffe der
wendet wurden, werden Amerika
überlassen werde.
Die nach England gesandten ame
rikanischcn Truppen werden für
Großbritannien eine Heimgarde bik
den; dadurch werden taufende briti
scher Truppen für Feldmarschall
Haig frei werden. Es ist nicht un
wahrscheinlich, daß wenn die ersten
amerikanischen Kontingente ihre Aus.
bildunjj in England beendet haben,
weitere Truppcnnachschübe aus Ame
rika folgen werden. Der Plan geht
dahin, fo viele Truppen wie mög
lich in der Nähe des Schlachtfeldes
zu haben. Die Zeit mag kommen,
daß man ihrer bedarf, gleichviel wir
weit f,e in ihrer Ausbildung voo
geschritten sind.
Die erste Runde der großen
Schlacht t vorüber; andere Runden
werden kommen.
So betrachten hiesige Militärs die
Situation der Kantpfpause an der
Westfront. Sie glauben, daß daS
Ringen von ?ceuem beginnen wird;
von Frischem werden die Teutschen
den Versuch machn,, sich in den Be
ul deS wichtigen EisenbahnzeiitruinS
ÄmienS oder eines neuen Punktes in
der Linie zu setzen.
Man ist hier überrascht, daß die
Oi'nsiue der 'Alliierten, auf die man
sicker rechnete, nickt einsetzte; man
kiatte f'ch Km dertellien viel verspro
che. Xu oeik Kampfrunde aber mag
die Alliierten, verstärkt durch am,
ri kantsche Hilsötruppen. im gelvak
tigen Angriff gegen die Deutschen
finden.
Kriegssekretär Baker wird bald zu
riickerwnrtet ; er bat seine Mission er.
füllt er bat WilfouS Idee, ein ge
meinsameS Arbeite herbeizu fuhren,
erfüllt.
Den bestehende Plänen gemäß
werden ver Jaliresabschluß über eine
Million amerikanischer Soldaten in
Frankreich stehen; da die Einziehung
von Truppen sortgesetzt wird, werden
die Uebungslager immer mit Rekru
ten angefüllt sein. Es mag sich als
notwendig erweisen, eine größere
Zahl Rekruten einzuziehen, wie man
ursprünglich bealtsichtigre 500.000
Mann. Manckerseits wird die Mei
nung laut, daß bis zum 1. Juli
weitere 400.000 Mann eingezogen
werden.
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Geltungen unterdrucken
Wassüngton. 3. April. Gestern
wurde vom Senator King von Utah
ein Amcndemcnt zu seiner Vorlage,
die den Widerruf des Charters des
Deutschamerikamschon Nationallmn
des verlangt, eingereicht, welches vor
schreibt, daß nach dem 1. Juli die
Versendung von irgendwelcher Vcr
öffcntlichung in der Sprache irgend
einer Nation, mit der die Ver. Staa
ten im Kriege stehen, durch die Post
oder auf irgend eine andere Weise
verboten werden soll unter einer
Strafe von 5, Jahren Gefängnis
und $5,000 ettfrrafe.
Sozialist wieder Bürgermeister von
Milwaukee.
Milwaukee, Wis., 3. April.
Bürgermeister Daniel Hoan. Sozia
list, wurde, wie die heilte früh ein
gelaufenen Berichte besagen, wieder
erwählt. Er besiegte seinen Gegner
Percy Braman mit 2,000 Stimmen
Mehrheit. Braman gab feine Nie
derlagc zu. Marvin B. Rosenberry
wurde zum Richter im Wisconsincr
Obergericht . erwählt. Sein ' Gegen
kandidat war Erowhart.
Ans Aebraska City.
Nebraska City, Nebr., 3. April.
Im Alter von nahezu 84 Jahren
ist kürzlich Herr Dietrich Misegadis,
ein alter Ansiedler des Otoe County.
im Heime seiner Tochter, der Frau
Emma Bischof, etwa zwei Meilen öst
lich von Talmage. gestorben. Der
Verblichene erblickte am 12. Mai
183? in Hanover, Teutschland, das
Licht der Welt und kam als jiinger
Mann nach Amerika, wo er sich in
Watcrtown. Mit., mit Frl. August
Schoenfisch verheiratete. Die Gat
tin ging ihm bereits vier Jahre
in den Tod voraus. Er war ein
Glied der dcntsch.luthcrischen Kirche
und wurde letzte Sonntag von der
lutherischen .Kirche von Talmage
aus, unter Amtierung des Pastor
Ttavc beerdigt. An feiner Bahre
trailern außer zahlreichen Freiinden
auch zehn Kinder. Wm. F. Misega
dis, Lorton: Frau Emma Bischof,
Talmage; Frau Jda Ritter, Tal
mage; Frau Fred Marke! und E.
H. Misegadis, Route 1; Georg
Misegadis, Rush Center. Kansa:
Frau Chris'ii-e Englehart, Nokomiö,
Jll.; LouiS Misegadis, Rush Cen
ter, K ansäe; Alwn Misegadis. mit
der Armee in Santiago, Cal. ; und
Harvey Misegadis, Lodge Pole,
Nebr.
Der -jährige John Wagner, ein
Farmarbcitcr, der kürzlich von der
hiesigen Polizei verhaftet wurde,
da er sich af, ein in Deutschland Ge
borener nicht als feindlicher Aus
länder registrieren ließ, obwohl er
auch das erste Papier nicht in sm.
nein Besitz hatte, starb i Lincoln
im Countn Gefangn, an einem
schweren AWiia-Anfall. Wagner
halte leinen riacr.eit Angabe gemäß
feine Angehörige in diesem Lande.
Er war ,m!!l llcS und wurde voin
Lunly-Arjt Gehandelt. y