Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, March 29, 1918, Image 1

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tyranjoKi? streiten gegen den deutschen ffliiqrt
fiiDlirf ' im Nvyvn die Offensive und
5 reiben den Feind zurück
tZclött,arschall Yaig meldet iiber Lrselge nörölicb der Somme,
aber vorgeschobene Positionen ausgeben
SJfiktibf Hnstrifft im Hiitfrfife do
j.!iw k,n, ixmmk irfiod) dann ZIIM vnlt? auch südlich vvn, cnrpk 7,s, stcljt brr ttkind zum ifliisttiff
Über; sine oßsttrnrinf CffcnftUc brr Alliicxtcn in orbrrritiinn; Tmnm Iinbru nllnu Vlnichrin nnch
bk Likin ins RoNrn nrl,rcht! Usnrrni nu,;,, .... (a..i
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utonirciti) zur rrjjignnfl.
Mit der frstnjöfildjC Arme?, 20.
März. frische bmtZche TrüPI'cn
inindi'n gestern geqm die srauzösi.
sche Ärinee ins Jener geschickt, welche
bic Verbindung zwischen der snuizö.
sischeil und britischen Linie aufrecht
erhält. Trotzdem die Franzosen, bei
dun sich mit nie dnlienvsener Geü'ült
entwickelnden Gefecht zurück ninsilen
und Moiildidier preisgaben, wurde
die 5'crbindnnnölinie zwischen Briten
und Franzesei, cnifrecht erhalten.
Weiter südlich hielten die französi.
schen Truppen Stand und warfen
den Feind südlich dan ?coyan auf ei
er Front von 10 Kilometer drei
Kilometer weit zuriick. Zahlreiche
ersiarkungen tref,dn auf dem
Kampfplatz ein, und trotz des Vor
oringens der Feinde bessert sich die
nc für die Alliierten. Tie Fran
,iie,t unternehmen Vorstösze in nörd.
licher Nichtuna, lim die bedrohte Ver
bindung mit den Briten aufrecht zu
halten. Letztere müssen den ihnen
an Zahl überlegenen feindlichen
Streirkräften weichen.
Französische Ctreitlräfte haben
nunmehr einen Teil de? britischen
KamHflmie beseht. - Bis jetzt haben
die Befehlshabers der alliierten Trup
pen noch nicht? über die geplante tte.
gcnoffeusive verlauten lassen: das; ei.
ne solche aber bei einer sich bietenden
slünstigen Gelegenheit erfolgen lvird,
steht sicher. Aus der bisherigen Ent.
Wickelung der Schlacht geht hervor,
dod die deutsche Heeresleitung sich
vor allen Dingen mit der britischen
Armee bescifct, zu gleicher Zeit aber
werden auch militärische Manöver
gegen icncn Punkt unternommen, wo
die britische und französische Arrnee
Fühlung nuteinaiiKer hat. Ls war
den Deutschen gelungen, eine Bresche
in die britische Linie zu legen, die
jedoch durch französische Truppen
wieder ausgefüllt worden ist. Ab.
gesessene Kavallerie sprang zuerst in
diese Lücke. Die deutsche Heereslei.
tung hatte die Offensive in sorgfäl.
tiger Weise vorbereitet und Divisio
nen über Divisionen ins Feiier gc
sührt.
Unmittelbar vor dem Infanterie,
angriff wurden die britischen Stel.
lukigen mit einem wahren Hagel von
Ärtillericgcschossen und Gasbomben
überschüttet. Tann setzte die Jnfan.
teric in geschlossenen, unabsehbaren
Reihen zum Sturm an. Die ersten
Wogen der Stürmer, oder tuas von
denselben übrig geblieben war, er
reichte das sich gesteckte Ziel und
dielten dasselbe bis nachrückende
scharen die nächste Umgebung, die
noch von den Briten besetzt gehalten
7iirde, säuberten. Von der ersten
genommenen britischen Stellungen
aus wurde auf die rückwärtigen
Stellungen der Briten ein niörderi.
sches Artillerie und Kleingewehr,
feuer unterhalten. So vernichtend
war dieser Hagel totbringender Ge.
schoss", daß die britischen Reserven
aufgerieben wurden. In so grofzen
Aengen schlugen die Geschosse ein,
das; die Briten nicht muhten, woher
dieie kamen und es ihnen unmöglich
!!'ie, in diesem Feuer vorzugehen.
rgnzofkn kiiiiipfca tapfer. '
London, 2'J. März. Der Vorstoß
der deutschen Truppen in der Vikar
die ist der Form eines riefigen Pflug,
schars ähnlich dessen Spitze bei Mont
didier zu suchen ist. Tort kämpfen
d,e Franzofen, in dein Bestreben,
dieser Pflugschar die Spitze abzu
brechen, mit unvergleichlicher Hart,
nnsigkeit. Die Völker der Alliierten
blicken mit Spannung auf die bei
Äonldidier kämpfendcn Franzosen.
Alles deutet darauf hin, daß die '4e.
!',e,!,nenfive im k'cmg? ist, nd ein
r,'.:!er.s Beibringe bet sranzösj.
iJiin Strr.tf raste südlich von Noyon
f A Ifc .ä j4.
II 1 ivvl CIH uil
? W Widm Front
rrn; bwt brtnncn drischr Trnvprn
i - t ' " " "," ,, '-,,,
dürfte den ganzen Schlachtplan der winiie. Innner frische Divisionen
Teutschen iiumof;en und sie zwinge, fuhrt der Feind in den jlawvf. Ne
bn? eroberte Gelände wieder aufz. der 8K),U0() Mann sollen die Teut
geben. . ! schen im Kampfe haben.
Der deutsche ?lngriff in dein Ab- Die deutschen Truppen Iverden in
schnitt von Arras kennzeichnet ent.' den Sturmzentren von drei hervor,
weder den Beginn einer neuen Of- ragenden deutschen Generälen ange.
fensive auf dem nördlichen Teil derfulirt. Cs sind dieses Otto v. Be.
Schlachtfront oder einein von den ! Ivw. der im Norden befehligt.- Gene.
Briten vom Norden au? erinarteten : ral v. Hafner kommanbiert im Zm
Schlag zu begegnen, Nördlich des triim, und General v. Hiitier im Sü.
Scarpc Flusses behaupten sich die " den. Otto b, Below darf nicht mit
Briten in ihren Stellungen, südlich Fritz V. Below verwechselt werden,
öes?jelben aber wurden sie zum Wei
chen gezwungen
(Heute deutet alle? darauf hin,
daß die Angriffe, welche sich bei Ar
ras entwickeln, den Beginn einer
zweiten Phase des grosten .Kampfes
bedeuten. Deutsche Militärschrift,
steller haben auch schon in den letz,
ten Tagen angedeutet, dasz Ueber
raschungen für die Briten bevorstän.
den. Man erörterte darailfhin viel
die Möglichkeit eines deutschen Mas.
senvorstoszes nach der Meereskiiste,
mit den Kanalhäfen Calais und
Tünkirchen als Zielpunkte.)
Ok'nalt de Kampfes wächst.
Britisches Hauptquartier in Frank
reich, 28. März. (Bon PK. Simms,
5iorrespondent der United Presz.)
Die Gewalt des Kampfe nimmt im
nicr gewaltigere Dimensionen an:
derselbe dehnt sich in nördlicher und
südlicher Richtung weiter aus. West
lich und nordwestlich von Arras
sind die Deutschen plötzlich vorgesto
f;en, während südlich von Nohon das
Schlachtgetünmiel einen immer ge
waltigeren Charakter annimmt. Die
neue ecninajiunic ,,r. oic we,l!,a,e
Einbuchtung miteinbegrissen, jetzt 70
Meilen lang. Die Hauptschläge sa!l
len bei drei von einander entfernt j
f. . .t.l i "i 4. (
egenoen resspunuen. ,er oer.
selben befindet sich in dem Umkreise
von Arras im Norden: ber zweite zu
beiben Seiten ber Soinme im Zeit
trum : der dritte zwischen Montdi.
dier lind Noyon. Tort richtet sichj
oer Angrin gegen die suotiche deut
sche Flanke. An allen drei Punkten
ist die Kampfwut aufs Höchste ge
stiegen.
In dem 'Avion Abschnitt (eine
Meile südlich von Lens und unge
fähr drei Meilen nördlich von Ar
leur) bis zum Scarpe Fluß, der die
Schlachtlinie direkt östlich von Ar
ras kreuzt, herrschte bei Beginn der
Offensive verhältnismäßig Ruhe. Ge
stern aber setzte dort ein gewaltiges
feindliches Bombardement ein: die
Infanterie ging zum Angriff über.
Genau dasselbe Manöver wie bei
St. Ouentin wieberholte sich. Süd
lich vom Scarpe ging ber Feind in
Massenformation vor, schwere Ver
luste erleidend.
Der Orangenberg, um dessen Be
sitz im April 1017 ein gewaltiger
Kampf tobte, ist wieder mit Leichen
bedeckt. Der nahebei gelegene Tele
graph Berg weist ebenfalls zahlrei.
che Leichname auf. Der Feind macht
gewaltige Anstrengungen, Arras zu
erreichen. Der Telegraph Berg liegt
mittwegs zwischen LenS und Arras.
Nördlich davon befinden sich die
Vimy Höhen, südlich davon das La
byrinth.
Nördlich und südlich von Albert
wird das Ringen fortgesetzt. Tort
versuchen die Teutschen, in westlicher
Richtung, mit Amiens als Ziel bor
zubringen. (Amiens ist 12 Meilen
südwestlich entfernt.) Ter Feind
macht bort ober nur geringe oder
gar keine Fortschritte: bie Angriffe
werden mit schweren Verlusten für
die Stürmer abgeschlagen.
Die vereinten britisch. französischen
Strexkraste südlich von Albert ha.
ben schwere Käiniije zn beiielim, d, -ch
machen die feinde nur mäßige Ge
inuij
nördlich dco -krvk in dir liniier
-. .
uit mm uiiiiii(i;rn ruppi n tn
ber im vorigen Jahre die Bim Hö
hen und dauiit auch sein Kommando
verlor. General Otto v. Below be
fehligt die Achte Armee, führte spa
ter bei dein Borstosz in Mazedonien
die deutsche bulgarische Armee und
erhielt, nachdem er sich an die Spitze
deö 9. Iägerbataillons gestellt und
mit diesem eine feindliche Höbestel
luiig nahm, den Orden Poiir le Me
rite.
Britischer Bericht.
London, 2'j. März Feldmarschall
Haig meldete heute, das; britische
Streitkräste nördlich der Comme ei
n Anzahl Gefangene gemacht und
Maschinengewehre erobert haben.
Dem Feind wurden schiverc Verluste
beigebracht. In dein Bericht heißt
cs: Die mit groszer Entschlossen,
heit während des ganzen gestrigen
Tags (Donnerstag) ausgeführten
Angriffe, in welchen es öfters zum
Handgemenge kam, brachten dem
Feinde mir geringe Gewinne ein. Er
vermochte nur unsere vorderen Stel.
lungen zil nehmen. Die gegen uns
gesandten Reserven wurden mit
' ' 1
schweren Verlusten zurückgeschlagen.
Unsere Maschinengewehre, die Artil
sie und Infanterie lichteten die
Reihen der Angreifer."
.;.,,, wäteren Bericht iaale
Feldmarschall Haig:' Gestern Nach
mittag und Abend griff der Feind
unsere Stellungen nördlich der Som
me mit groszer Kraft an; wir aber
behaupteten unsere Positionen. Durch
einen erfolgreichen Gegenangriff ge.
wannen wir an Grund und Boden.
Südlich der Somme wurde gestern
bis spät in den Abend hinein ge
kämpft. Trotz wiederholter starker
Angriffe hielten wir unsere Linie
während des ganzen Tages, haben
uns jedoch spater aus den vorderen
Stellungen eine kurze Strecke weit
zurückgezogen.
In dem gestrigen Abendbericht
meldete das britische Kriegsamt
Tie britische Front ist an einem
neuen Punkt eingebogen. Arras ge
genübcr drangen deutsche Truppen in
unsere Stellungen ein. Wenigstens
sieben feindliche Divisionen griffen
die Linie, die sich durch Arleur,
Fampour, Miiville . Vitasse und
Boisleur erstreckt, an.
Nördlich der Somme ist die Lage
bieselbe wie Tags zuvor.
Zwischen Hainvillers und Pontle
veqiie unternahmen die Franzosen er
neu Massenangriff und trieben den
meinst auf einer Front von zehn Ki
lometer drei Kilometer zurück. Tie
Franzosen dringen weiter vor.
Der Feind hat bie Somme vom
Narben nahe Chipilln gekreuzt. Wir
sinb auf Hamel zurückgefallen."
Tentscher Bericht,
Berlin, über Lonbon, 28. März
Das deutsche KriegTamt meldete ge
'lern Abend: Nordwestlich von Ba
paumc hoben wir den Gegner auf
Bukguon, und Hebuterne ziirückge
trieben.
Südlich der Tomnie trieben wir
die Briten lind Franzosen an vielen
Pu.itten über Ortichasten liinauS zu.
rück, die wir seit Hll nicht mebr be.
rül.rt haben.
Unseie Verluste jülö im allgeviei.
Zlmerik jiN St.iyl
für japanische Schisse
(H.(mk) JfHtifn si'llcn iitm jiii'on.
c.t'tlW'flnrm In',, U'üu M
cr'(tivtirr r lic f rrl lucr
tocn.
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niu'iit I'k,"!.m z'vi'.l,.-,, dc
cdlilti'U lü'O li'l'iÜM'uH'i! ,! ! ..
I'.'cr ''t,!, ,uofn' cJr.ftc tu-n
Hni.(l'M) Jo;:!;cii .Vai'rilH-ituiiam
unter die ,,,,,,'r. loauf tVtnii! iiht.
iVh ol? okvniiciitiin.i jiir Vnfamm
dihliMrniton. V'fi fvr foruu'l.
h'ii "Ir,,ttd k'i'o ?J1 rmnniciiS
ln'h die TiriMiiidolc-wJir.rdi buni).
Mi.f.'H. tm jic dlch flcfliitiiuirlirt
ftliim-tvniV Tt'iljinuHiinaoit jiijwiii.
jche 2'd)iffrtttuicr ln'rcmlujim will.
ÜOO.OOf) toiiiini lu-it zu IistiuMtdrr
icfiiltc ni miii'r. itnfil n bic Vcr.
i -,'11'-' ö'WHnrben. VN'Iicscnma orr
fmU ,otI ,A f flf r oIä.in' Fsti
ucslimicu ""0 !!'mc,N',!S
tut oep
lember bcndet werden. Ixiit pro
Igressiv höbe, er Preis soll als Prä
miuui für schnelle Lieferung c nach
dem 'Monat der Ablieferung gezahlt
I werden.
AI? Gegenleistung für den Per.
lauf der Schiffe Wird die Krieg,
handelobehörde an die jap- Wersten
eine entsprechende Menge Stahl ab
geben und die Japaner sollen siir
neues Stahl, das ihnen ziikoinmt,
200,000 weitere Tonnen an die Ver.
Staaten liefern. Zum Abschluß der
Verhandlungen trugen die Leitarti
kel solcher Zeitungen Wie die J'iji
Shimpo bei, die die Lieferuug der
Tonnage als patriotische Pflicht den
Alliierten gegiZnüber darstellten.
Präsident Z;!jisoii soll sich für
Mvoncy deriuenbet haben,
Washingtons 2'J. März Es ver.
lautete hier IZeute, baß Präsident
Wilson ein Telegramm an Gouver
neur TteplienS von Calisornia ge.
sandt haben soll, i dein er seinen
Appell für Intervention zu Gunsten
van Thomas I. Mooney erneuerte.
Obwohl man sich im Weißen Hause
weigerte, Sa Franciöcuer Tepe
scheu, daß der Vräsident sich für
Moonei, verwendet hätte, zu vernei.
nen der ziz ejahm, niinmt man
an, daß die Nachricht aus Wahrheit
beruht.
nen normal. An etlichen Punkten
des Schlachtfeldes find sie größer, an
anderen geringer, je nach der Wucht
des Kampfes.
Der deutsche. Kronprinz drang ge
stern bis ach St. Pierrepont vor
(nördlich von Montdidicr) und hat
Moutdidier genommen.
Au der Lothringschen Front
niiiuut die Gewalt des Artillerieseu
ers an Heftigkeit zu,"
Hcrtling gratuliert Hiiidenbnrg.
Amsterdam, 2. März. Reichs
kanzler v. Hertling hat an Feldmar
schall v. Hiiidenbnrg eine Depesche
übermittelt, in welcher er dem Feld
marschall seine aufrichtige Bewunde
rung für die herrlichen Taten der
Armee" ansbrückt und mit Genug
tuung aus die Verleihung neuer
Auszeichnungen des Kaisers an den
Feldmarschall und Generalquartier.
meiftcr Lndendorff verweist. Das
ganze deutsche Volk," heißt es in der
Depesche, freut sich mit mir. Ver
trauensvoll blickt es zu Ew. Excel
lenz empor, wissend, daß wenn Hin
denburg und Lndendorff führen, der
Sieg unausbleiblich ist."
Der Kaiser lvbt die Truppen.
Amsterdam, 2!, März, Ter Kai
ser hat an den Vize Präsidenten des
Reichstags nachstehende Depesche ge
sandt: Tie Taten, welche die Ar
mee in den letzten paar Tagen aus
geführt hat, reihen sich den glänzend
sten Errungenschaften während dieses
Kriegs an. Mit Gottes Hilfe haben
wir Englands Heer schwer crschüt
tert. Täglich dringen wir trotz hart
nackigen Widerstandes weiter vor.
Tie Zahl der gemachten Gefangenen
ist groß, die gemachte Beute ist un
ermeßlich.
Möge das deutsche Volk, beson
bers aber bessert Vertreter aus der
Größe der Taten von Neuem dazu
Vertrauen haben, daß das deutsche
Schwert uns den Frieden gewinnen
wird. Möge es erkennen, daß es
ebenfalls an feinem Siegeswillen fest
halten muß. Der kommende Welt
friede wird dann durch das deutsche
Schwert wehr gesichert dastehen, wie
bitber. So helfe uns Gott."
Pershin stellt sich zu Tikniien.
Paris, 2!). März.- eneral Per.
shig hat der Zeitung l'Information
zufolge dem General Fach die ame.
rikaniscke Armee in Frankreich in
der jetzigen 'Schlacht zur Verfügung
gchcllt.
Seu. Williams greift
Sen. cncllctte an
ih'ifl ihn s TrnnI tifiufinfisn nd
dc Im, Knb,drn, "uwr Brr
flef, inistnirrl s,I,,n.
8i'.ilbin.il,ttt. .).
roiuitor ii ill um;.
Mir mt
Tni'ofrot. so tt
1 UViM;ilu:iM ;iritmt,iMu-if tiin'r
V'l'.'lrn in L'.ikjin tvrla, sagte
er: las Ivzwl-t stell nnliirlsch auf
2ei!a!er LaFolirtte. der au? dieser
Köipeisiba't auegestchrn werden
seilte.'
tffr war die? die erste CrkKirung,
die in einer rierni Senat: tivung
bezüglich ber AiHeftiing LaFollet
teö geniacht wurde. Der Senator
erklärte weiter, daß Victor Berger.
der sozialistische Kandidat ',n Vi?eon.
sin. interniert werden sollte, (fr er
klärte ferner, das! es keine Unter
schied zwischen Demokraten und f!e
publ, kauern gebe, sondern nur den
Unterschieb zn'iscke Patrioten und
lauwarmen Patrioten oder Pro
Teutschen. Während einer nachfolgenden De
batte wurde Lcnroot verteidigt, wäh
remb iliecd von Missouri, Ashurst
von Arizona und Owen von Oklaho
ma sich über Parteiteilung zu dieser
Zeit beklagten.
Eisenbahnen weisen
ein Defizit ans
Der erste Monat brr Rcgiernngc'kon.
trnlle bringt infolge mißlicher
Wettkrznstnndc ein Defizit
Washington. 2, März Zum er.
sten Mal seit vielen Jahren haben
die Eisenbahneil im Januar, dem er
sten Monat der 3iegierungskontrolle,
ein Defizit rnifzuweisen gehabt. Ei.
senbahnerperten niachen für diese
Tatsache das schlechte Wetter, welches
in diesem Jahre berrschte, verant.
wortlich, wodurch Jrachtembargos
notwendig Wlirden, die den Verkehr
sehr einschränkten. Das Defizit war
liur auf ostlichen Bahnen zu ver
zeichnen, während die westlichen und
südlichen Linien einen geringen Pro.
fit aufzuweisen hatten.
Für den Monat Februar war der
Rekord viel besser, wenn auch genaue
Zahlen noch nicht vorliegen und die
Vahnverwaltung ist der Ansicht, daß
die Einnahmen der folgenden Mona
te das Defizit des Januars decken
werden, da sonst die Regierung Geld
verlieren wird, wenn sie die Bahnen
auf der Basis der Einnahmen der
drei letzten Jahre entschädigt.
Eine vorläufige Berechnung der
Einkünfte von 172 der größeren
Bahnlinien zeigt ein Defizit von $2,.
227,000 in Operationseinnahmen.
Die Betriebseinnahmen stellten sich
auf $270,231,000 und die Betriebs,
ausgaben auf $257,8G8,000. Der
Unterschied von tz 1 2,303,000 oder die
Nettoeinnahmen wurden von den
$14.551,000 . gewöhnlicher Steuern
gänzlich verschlungen. Die Einnah.
men der östlichen Bahnen betrugen
$17,640,000 gegenüber $24,325,
000 im Januar 1917; die der West
lichen $11,000,000 gegenüber $30,
000,000 im entsprechenden Monat
des letzten Jahres, die der südlichen
Bahnen $3,()17,O0 gegenüber $12.
12.000 im Januar letzten Jahreö.
Anleiheqnotum fiir
10. Distrikt erhöht
Washington, 29. März, Das
Quotum sür jeden der Bundcsre
serve.Distrikte, die in denselben wäh
rend der 3. Freibeitsanleihe-Kam
pagiie, die am 6- April beginnt, er
reicht oder ubertroffen werden fol
tert, würbe vom Staatsdepartement
festgesetzt. New ?1ark soll P,0 Prozent
der Totalar.leihe stellen oder 8900,
000,000, ebenso wie in der zweiten
Anleihe, der Ehicaao-Distrikt 5423,.
000,000, der Cleveland-Tistrikt
$300,000.000. Nach Erwägung der
GefäftZberhältnisse fand man, daß
der Bostoner Tistrikt bei der zwei
ten Anleih? einen zu hohen Anteil
liefern mußte, daher wurde das
Quotum vo.. 10 Prozent auf etwas
mehr als 8 Prozent herabgesetzt.
Nur wenige Distrikte erhielten einen
erhöhten Vrezentsatz zugeschrieben.
Der Kansn City Tistrikt, dem
Omaba angehört, muß $130,000.
000 stellen oder 10.000,000 mehr,
als bei der zweiten Anleihe. Bei der
letzten Anleihe sedock, wurden in die
sein Distrikte $1'0.000,000 erreicht.
DaZ Sonderiitum der einzelnen
Counties uno Städte wird von der
Bimdci'Reserve.Behürdc je nach Be.
!,ölker,:ngsza!il Aoblstand und Ge
schäftSperhältnisstn berechnet und in
den nüchiien zwei uchi ii bekannt ge
geben wndeil.
"a.
tt
r R
W4
Der verieioigttttgsrnt fordert eine weitere Zew
snr oer sremosprachigcn presse. Naus
wioerrilst das Alockett-Gesetz '
?e? Hrraukgebkr Ux Zastlichrn Crnnbo Zkibiine erlsebt Protest gegen die
dorgkschlagenrn Bssiimmnnge gegen dir fremdsprachigk Prrffc.
(uubfrnnir Neville nimmt Stellung gegen die Natisiu'ernnst dk?
Prohibilio0'Amrnbkientd. lMo ub(, ton ff bis Natisiziernng nngnl
t'il ist.
Lincoln. 21 März
Ta Iu?,iciaro Komitee liiell Ton.
nerotag nachmittag eine Sitzung ab
m ver cve (nuion-luirlage zu
beraten. Zuerst hatte da? Komitee
beschlossen, keine öffentliche Ver-
sammluiifl abzuhalten. Die Heraus
geber der fremdsprachigen Zeitungen
in Omaba toaren erschienen und
wollten Protest erheben gegen die in
der Sedition.övor'age enthaltenen
Bestimmungen, daß die fremdspra
chigen Zeitungen jedes Wort in's
Englische übersetzen und es dem
Verteidigungsrat unterbreiten müf
sen. Diese Bestimmung, die zuniGlück
keine Aussicht auf Annahme hat.
würbe jed?r fremdsprachigen Zei
tung den Lebensiaden unterbinden,
was natürlich ihr verkappter Zweck
ist. Die Herausgeber glaubten, sie
würden nicht z Worte kommen
künnen urd verließen vor der
Sitzung des Komitees das Kapital,
Es kam aber anders,' Der Ver
teidigungsrat erhielt das Wort und
brachte den lutherischen Pastor
Gericke vo:i Erete vor das Komitee,
um durch dessen angebliches Verbal
ten, dem Komitee zu beweisen, daß
Pastoren und Predigern, die das
volle Vürgerpnpier nicht besitzen,
während der Dauer des Krieges jede
Amtstätigkeit untersagt sein sollte.
Alles, was Pastor Gcricke getan,
war, sich zu ' .rn, den Konfir
maiidenuntemcht in der englischen
Sprache zu erteilen. Im Vn'laufe
dieser Besprechung hatte Herr Geo.
Coupland vom Verteidigungsrat,
das Wart.
Tarauf brachte Herr Joyce, Mit
glied des Verteidigungsrates, die
Sektion der Seditionsvorlage zur
prache, wonach fremdsprachige Zei
tungen gezwungen werden sollten,
jedes Wort in's Englische zu über
setzen. Er griff dabei die deutsche
Presse scharf an und beschuldigte sie
der Uuloyalität. Der Herausgeber
der Omaha Täglichen Tribüne ging
in dem Moment gerade am Sitzungs.
faal vorbei und hörte die Nerdächti
gungen. die von Herrn Conpland
unterstützt wurden. Sofort begab er
sich in den Saal und bat den Vor
sitzer des Komitees uin das Recht, die
Anschuldigungen zit beantworten,
was er in kräftiger Weise tat. Er
verwies auf die Zenfur der Bundes.
regierung h'n, ans die Tatsache, daß
die Bundesregierung die fremd
sprachige Presse zu ihrer Mitarbeit
wünsche unn ermutige und ihr nach
Prüfung 'hrer Arbeit ein Permit"
gegeben, di? sie von der schweren Be
drückung, die eine Verpflichtung der
Übersetzungen mit sich bringe, ent
laste. Die f.emdsvrachige Presse und
die deutsche Presse haben der Re
gierung die wertvollsten Dienste ge
leistet und er könne es durch seine
Briefe, die er von allen Re
gierungs.DePnrtements erhalten, be.
weisen. Die Tribüne erfreue sich der
Auszeichnung, daß einer lhrer Leit
artikel vom Bundcsschatzamt an alle
deutschen Zeitungen des Landes zum
l Abdruck gesandt wurde.
Herr Coupland griff dann die
Tägliche Omaba Tribüne besonders
an und sagte, der Verteidigungsrat
habe sie durch einen Zensoren lesen
lassen und habe nach Washington
einen Beriet gesandt, der seine Ve
schnldigung beweise. Er sei willens,
diesen Bericht zu unterbreiten-
Herr Peter erwiderte, er wolle
Herrn Couvland die Arbeit erleich
tern, indem er hiermit dem Komitee
erkläre, daß dieser Befund des Ver
teidignngsr?! aus einer Zusammen,
stellung der Telegrophtiteln bestehe,
wie wan sie aus teder Zeitung zu
sammenstelleu kü-.e, wenn man das
wolle.
Der Vorsitzer sagte dann zu Herrn
Joyce, er spreche nur gegen die deut
iche Prene, und feine Vorlage der
lange doch eine Zensur aller
fremdsprnch'gen Zeitungen. Darauf
erwiderte Herr ,ice, daß die Ze t
der z,nttgs'i'ii?e,l Amerikaniüerung
der Ausländer angelangt sei und
daß ii'sin d'.'jhnlb alle krcmdsprachi
gen Blätter in eine Klasse im müsse.
iiflinif in
der Lcgislllim'
Herr Jovce forderte hierauf mit
Nachdruck, daß nl'en Predigern nd
Pastoren, die ihre zweiten Bürger
Papiere noch nicht liaben. für die
Dauer des Krieges die Amtotatig
keit entzogen Werden sollte. .
Herr Chris' Kühl. Herausgeber
des Echo", der mit Pastor Gericke
gekommen War, grisf auch in die De
batte ein. verteidigte die deiüsche
Presse und behandelte die Lokalzu
stände in Lincoln. Leider kamen die
Herausgeber der anderen fremd
sprachigen Blätter nicht zu Wort,
weil sie, wie gesagt, unter dem Glau
ben, es gebe keine öffentliche
Sitzung des Komitees, sich schon vor
her entfernt haircn.
Herr Pastor Gericke verteidigte sich
hieraus gegen die Beschuldigung des'
Herrn Coupland und behauptete mit
Ueberzeugung, daß ihn Gewissens
gründe dazu zwingen, den Rcli
gionsunterricht in der Muttersprache
zu erteilen und daß dies keineswegs
etwas mit Loyalität zu tun habe.
Das Komitee hat dann dic Sitzuilg
geschlossen, ohne zu zeigen, welche
tcllung es einnehmen wud.
Das HauS hat gestern das Mockett-
gesetz, das fremdsprachlichen Unter
richt in den Volksschulen gestattet,
widerrufen?
Tarauf beschäftigte sich das Haus
mit der Hcimgarde-Vorlage, die
noch unerledigt ist.
Abgeordneter Vehrcns von Cu
ining Countn reichte eine Vorlage
ein, wonach das Unwesen der Gel
ben Brigade im Staat, die Woh
nun gen und Ställe von verdächtig.
ten und verleumdeten Bürgern gelb
anstreicht, bedauert wird.
Nachinittaes hielt Richard L. Met
calfe im Haus eine Rede über das
Wirken des Verteidigungsrates.
Daß er dabei tvieder stark gegen
alles was Deutsch ist, wetterte, ist
selbstverständlich.
Eine eindrucksvolle Rede hielt Col.
John Mäher.
Der Senat vertagte sich am
Nachmittag bis auf Montag. Vor
her hatte Senator Henry eine Reso
lution eingereicht, wonach keine Ge
tchafte aufgenommen werden sollen.
die in der Elnberufungs Proklama
tion des Gouverneurs nicht er
wähnt find. Die Resolution wurde
unter dm Regeln zurückgelegt. Die
allgemeine Annahme llt, daß die
Resolution von Gouv. Neville in
fpiriert wurde, der der Anficht ist.
daß eine jetzige Notifizierung der
Nationalen Prohibition gesetzlich un
gültig ist. Damit dürfte die Sache
sür diese Sitzung erledigt sein.
Straßenbahnen stehen
in Uan,as City stlll
Kansas City, Mo.. 29. März.
Der dritte Tag des Generalstreiks
brach heute an, olme daß die Srn,.
ßenbahnen in Betrieb traten, und
15,000 Unionarbeiter nicht arbeite
ten. Hunderte von Autos schassen
die Leute zur Arbeit und taufende
von Arbeitern mußten ihren Weg
zu Fuß zurücklegen. Es kamen ge
stern abend keine Ausschreitungen
vor. Ein Appell an die Unionen''
bewirkte, daß die. Wasserwerke nicht
lahmgelegt werden. Der Streik
wurde begonnen, als die Wäschereien
sich weigerten, mit den Wäscherei
arbeitern zu verhandeln, und ihre
Union nicht anerkennen wollten.
Nur VUrger sotten an
Wahlen teilnehmen
Washington, 20. März. Eine ge.
nieinsamc Zl'esIlut'on, die einen Kon.
stitutionszusatz befürwortet, wonach
es unmöglich gemacht wird, daß ir
gend jemand außer einem Vollbür
ger der Ver. Staaten für Milglie
oer des Kangresies und Vraiidenten
Hektaren stimmen kann, wurde von,
Repräseutarte Montague von Wir
ginia gestern eingereicht. Acht Siaa
ten der Ui ',.... erlauben Autlän
dem, di? die ersten Papiere betite,
an der VÜ.nmui teilzunehmen,
lies soll jetzt kbgejchasst werden,