Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, March 09, 1918, Image 1

Below is the OCR text representation for this newspapers page. It is also available as plain text as well as XML.

    tf$ ff
df"' i fli p
O wv iiy tu
0 ff
UÄ "fjfl ItJ'fi'f jfvl
i y t ji i
l'l M Z5NN, and Mmmrn n vsm
rn.Mir m, Atniouin t m im;
ACt tr IHTOÜtR , IfIT, iH llJi: AT
tnr iwt (nur: ir omaua, miw,
t f)Ri h op thr rniMin.sr
A. s, in m ? os, rNiMnr.H ctmiut
wctteilerkcht.
-f -V
,'-, .:eüM s.i.d : R.'i'M.
u.. fi.-r K-uif Cciii.J.a rer.ndn.'ck.
li!'oi;l '-.i'ierdf Jf;TtV.!nr
(Vur f.Mt;;h! Sinnes tvuf Zvvt
Hi d c'mtiil.ia. ivviiihT M C.nittl.U,
W K.vun f)n;!c alsnd, CkT.iü.14
KI..: !. Und faltet int C'un.
WUvti'
0Snir
mJT
"I"" !'?' I1 1. .. 1 I !!' .
!U. Iak)tM,!i1.
:mal)a. Neb.. crtuiMiifl. dc 9.. März 1 0 1 s.
s ceitm.-o, nno. I
?'
K
Wss
y i,
1
MW
JF
ffQ
llZhkii resigniert
als AttÄlllldlttittistcr
Cs hciut, das. c... ictic rcocltttiotnirc vewegung
in Jttijj(rttf;f ii ange ist, um die Vol
shen ttegientug zu stllrzei,
&
5ord Cccilf ? I Zapanern freie Hand geben
Petrograd, F'
8. M'äri-
Veen Troljfu ciT., .teile riclraciit-
Ich einer Verfmunmtnil der MV;i
maliften, Ml er als Minister des
Ansnnirtigeii resigniert habe.
London. 9. März. Die Sozinfrc.
imlitiiriniirc haben beschlossen, eine
Nationalgarde ink Leben zu rufen,
um die Bolsheviki Regierung zu
stürzen, co melbet Tr. triff f von
der Moskau Universität nach stoben.
sagen. Tiefer Beschluß wurde auf
einer kürzlich zu Moskau statt ac
biiblen SUmferenz gefaßt. Tie Xc
pesche meldet weiter, daß im Ion
(Gebiet eine gref;c Armee zusammen,
gezogen wird. Matt hat den Plan,
eine KoalitionS . Negierung zu bis
den, welche den Iriedendverttag ver
werfen wird. Professor GTeff der
sichert, das; die Berichte über die neue
revolutionäre Bewegung von den
Polsheviki unterdrückt wird.
Petrograd. 7. März. (Bon JoS.
2I;apIcr,, Korrespondent der Uni
leb Preß.) Tie Mobilisierung
der Noten Garde wird mit dem
größten Eifer betrieben. Tausende
fltrnirrp und (nrnnitip hnr rciin.
nren Armee, welche ausgelöst wird,
schließen sich der Noten Garde an.
Kopenhagen, ö- März. Heute
l,er cingetroffene Tepcschen besa
gen, daß deutsche Zerstörer russische
Trausportschifse südlich der Aland
Inseln versenkt haben. Es heißt,
daß die Transportschiffe erfolglosen
Widerstand leisteten.
Lenine über den Frieden.
Petrograd, S. März. In einem
Zeitungsartikel greift der Minister.
Präsident Lenine jene Bolsheviki. die
gegen die Ratifikation des mit den
Zentralmächten abgeschlossenen Frie.
denS Stellung nehmen, heftig an
und erklärt, daß die Bedingungen,
welche Napoleon der Erste den
Preußen in dem Tilsiter Frieden
auferlegte, zehnmal schwerer waren,
als die deutschen Forderungen an
Rußland. Wir haben einen luei
teren Tilsiter Frieden geschlossen",
sagte er zum Schlüsse seines Arti
lclö. aber auch wir werden uns sieg.
reich erheben, ebenso wie sich
Tuitschland nach Tilsit von Napo
leon befreite." (Preußen verlor in
dt.m Tilsiter Frieden die Hälfte sei
uer Länder.)
Direkter Weg nach Persien.
Im Haag. 9. März. Tas halb
offizielle Wolff'fche Bureau meldete
gestern: Wir haben jett einen di
reiften, freien Handelswcg über
Nußland nach Persien und Afghani,
stau erlangt." Diese Ankündignnz
des Wolfs Bureau ist von großer
Tragweite, soweit das westliche
?!sien und selbst Indien in Betracht
lonimt. Die Rußland aufgezwnnge.
nen Friedenbcdingungen hat den
Nufse Distrikte in Eis-Kaukasien ge.
i'ommen, durch tnclche es den dent
schen Verbündeten ermöglicht wird,
vom Schwarzen Meer oder der Tnr
sei aus Zutritt nach Persien zu er
langen. In Persien würden die
Truppen des Vicrvcrbandes nur auf
t,erinaen Widerstand stoßen, und
auch ein Vormarsch aus Afghanistan
'l iueiil dürfte keine besondere Schwie.
rigkeiten bereiten. Eine Pekinger
Tevesche unterm 27. Februar be
sagt, dass Teutsche und Türken un
ter der mchamedanischm Bevöl.
kerung der Provinz Sin Kiang
eifrig Propaganda treiben. (Sin
Uiang liegt nordöstlich von Afghani
f:an und begrenzt das nördliche Ge
lä Indiens.)
''7f,",-ortkt japanische Intervention.
London, 0. März Der britisch?
lo.fadcministcr Lord Robert Eecil
bat in einer Erklärung auf die
befisch? Gefahr in Sibirien verwi?
:a und fordert Japan zur Interven
lion auf. Wir haben heute Nachricht
irhalteli", sagte Eecil, 'daß deut,
sche Kriegsgefangene in Sibirien bc
wafmct werden und daß ein preu
i,,,?'r General zu ihnen geschickt ist.
,un sie zu befehligen."
(ii Traiibkaukasien", sagte Lmd
habe V?Aeviki. aufgehest
dl-utscheit türkischen
t u. der irntcni'w oegenüger eine
indUchs Stimmung ezsigt zind di
teToarniiliifdie Peibi,d!,,iü durch
.','ord.Peisn,, mit Tissli? und ud
Nus',In,d u,lerbrochen." Vorb :
eil sogt, er sei davon überzeugt,
das? viele Nüssen die Japaner in
Sibirien willfonunm beiden wär.
den, um zu Verbindern, das; .Sibi
rien ctenitaiiifieit werbe. In dieser
ttrilici könne die Japaner allein
nürfitim handeln". he,szt rt in der
(5,klärung des britischen Blockade.
linisterS. ..7alls sie von den Alli
ierten damit betraut werben. Nus;
land gegen die Teutschen zu unter
Hüben, dann bin ich davon über
zeugt, das; sie diese in Treue gegen
a,e Alliierte m nun unter xi:ei e
tun werden, Seit dem Bestehen un
seres Bündnisses mit Japan ist die
ses iVn Alliierten gegenüber allen
seine Verpachtungen nachgetan!'
inen. Immer bat eÄ sich als im höch
sten lrade lonal erwiesen,
Man weis;, eine wie große Ge.
fahr daö Pordringeu der Teutschen
in Nußland für nnS in sich birgt
und welchen gewaltigen Plan die
, ?nUschoii z'vecks Eroberung der
-eil sicront vat'en. Itniroe un
i höchsten Grade töricht ja ein Ber
brechen fein, wenn nicht olles getan
werden würde, die deutsche Er
oberungpolitik schachmatt zn setzen.
Teöhalb ist es meiner Meinung nach
angebracht, die Hilfe Japans in ei
ner Angelegenheit in Anspruch zu
nehmen, in welcher die Japaner nur
allein ersprießliche Dienste verrich
ten können."
ttohleninspektion an
Gruben eingeführt
Hartkohlruprcise snr Sommer hrrab
gesetzt, um ftanf der Wintervor
rate z fördern.
Washington, 9. März. Zahl
reiche .Ulagen, daß während deö letz
ten Winters Kohle von schlechter
Qualität an die Hausbewohner ge
liefert wurde, haben dazu geführt,
daß die Uohlenverivaltung ein n
spektioiiöfiistem au allen Kohlen
gruben des Landes einführen wird.
so würbe heute angekündigt. Die
Inspektoren werden sämtliche Koh
len, ob in Eisenbahnwagen oder
nicht, inspizieren, und haben die
Vollmacht, unreine Kohle zu ver
werfen, nachdem der Kohlenverwal
ter des Distrikts dem Vorgehen zu
gestimmt hat. Falls unreine Kohle
von der Kohlciivcrwaltung passiert
wird, wird eine Prcisreduktron von
50 Eents pro Tonne gewährt wer
den.
Gestern kündigte die Kohlcnnd
ministration eine Preisherabsetzung
für Sartkoble für den Hausvcr.
brauch in der Zeit vom 1. April
bis zum 1. September um 30 Cents
pro Tonne an. Auch wurden Vor.
schriiteu für den Kleinhandel sofort
erlassen, um Anhäufungen zu ver.
meiden .und ,?a:'bcsitzer zu beran
lassen, ihre Kohle irährend des
Sommers zu kaufen. Obwohl keine
Neduktion des Weichkohlenprcises
bisher angekündigt wurde, hat die
Administration mit einer Neurcgc
lung der Preise an den Gruben be
gönnen, um dieselbe vor dem 1.
April allgemein zu gestalten.
Moratsriumgesetz von
Ivilson unterzeichnet
Washington. 9. März.-
deut Wilson bat gestern die Zivil
rechtövorlage für Soldaten nd See
lente unterzeichnet, die praktisch ein
Moratorium siir die im Dienste des
Landes stehenden Männer festsetzt.
Krlegsrat reorganisiert.
Washington, 9. Mär,. Das
Krieganit gab gestern bekannt, daß
crne Reargnnisation des Kricgsraies
vorgenommen wurde, lseneralmajor
March ninuiit die Stelle des Gene
rals Bl,ß ei, li!(!,fml,noior
Goethol? und Edward R, Ste.i
i'iuö, h''v Ankauf: leiter, wurden
demselben beigefügt. Diese Aen
derungi,i l'i'ioiike,'. daß selt olle
Abteilunaen der Armee darm vr
Ueteq j:nd.
ttumättien schiieht
Frieden mit Uichland
VuM bss laut l(iiid!s S'niilifcn
d,k t;rtlifliiMnirn mit Irnlsch
land nli.
Vandoii. 0, Mary-einer fciet
eingetrefteiifii Pdroarader diaitl,'
sei, XepeMn' (i;'. ' imt Niiinänien
die oriedeiKiHiiuHiblniigsii mit
Tentsit land abgebrochen, in.t u
land jedech Uneben geschli'ssen. IV
der lepesche heißt H: ..In Odessa
ist a'Pifilieii Nus.Ianb nnb Nnnianien
das riedendprotoki'Il unterzeichnet
worden, Nnniaiiifche Gruppen wer
den essarabii räumen, daö von
den Nnssen beseht werden wird.
Nilinänien bat sich geweigert, di
deutschen Bedingungen nnziniebineu;
und die Perbandlungen sind abge
brachen. Toch glaubt man. daß Nu
niänien kapitulieren wnsz.
Deutsche presse über
rieöensverträge
Niiiiianien wird schwer bestraft; der
Torwarts" spricht sein
Bedauern ans.
Amiterdam, 9. März .Die deut.
schen Leitungen gehen mit Nuiua
uien schwer inS (bricht. Die Köl
nische Zeitung schreibt: Wir haben
diesen Feind fest in unserer Hand
und werden ihn nicht elicr los las.
seit, als bis er sich unserem Wil.
len gebeugt, bis er das geerntet,
was er gesät hat."
Die Rheinisch . Weslphälische Zei
tung sagt, nachdem sie erklärt, daß
Bulgarien und Oesterreich Ungarn
Profitieren werden: Teutschland
aber hat die Hauptlast im Kriege
gegen Rumänien getragen, und in
Uebereinstimmung mit dem Völker,
recht gehört dem Sieger die Beute."
Tie genannte Zeitung dringt darauf.
Rumänien eine gehörige Entschädi
gungssuinme aufzuerlegen.
Die Berliner sozialistische Zeitung
Vorwärts", schrieb über das Ergeb,
nis der Konferenz in Bru'st.Litotvsk,
in der mit der Nissischen Regienmg
Friede geschlossen wurde, wie folgt:
Der Friede ist da. aber die Vertre
ter trennten sich mit feindlichen Ge
fühlen im Herzen, und das ist sehr
bedauernswert. Die deutschen Ar,
beiter stimnien mit dem Hilfsstaats.
sekrctar b. Rosenberg, der den Mini
ster deö Auswärtigen v. Kühlmann
in der zweiten Konferenz bertrat,
und mit seiner Politik nicht überein.
Deshalb ist es geboten, das Ergeb.
nis zu nehmen, wie es i,t, aber offen
zu erklären, daß bei diesem Frieden
der vom Sozialismus aller Schattie.
rungen erhoffte Erfolg nicht gewahrt
worden ist.
Zlnleihekampagne
in den Oanöschulen
Am 12. April werden in IttllM)
Landschule gleichzeitig Frei
hritoaiileihe.Vcrsammliin
gen gehalten.
Washington, 9. März. Jedes
Landschulhnus wird zu einem Kom
munitatszentnim für die Freihcits
anlcihe Kampagne werden, die am
6. April beginnen wird. Dieses wird
in den Plänen des Bundesschatzam
teö herborgehobcn. Tausende von
Schulbeaniten haben fteiwillig ihre
Dienste an besonderen Landkomiteen
angetragen, um den Verkauf der
Bonds auf dem Lande zu fördern
und Versammlungen in den Schul.
Häusern im ganzen Lande zu orga
uisieren.
Die Eröffnung dieser Landschulen.
.Kampagne wird am 1 2. April begin
nen. An diesem Tage plant die
Freiheitsanleihe-Organisation gleich,
zeitig in 100,00 Schulen Versamm
langen zu veranstalten, auf denen
prominente Redner Vorträge halten
werden. Glockengeläute, Freuden
seuer und Autoparadcn sind vor
gesehen, um die Farmer der Betref
fen Distrikte zu den Versammlungen
zu bringen.
Drei Nebratkaer bestehen Marine
eramen.
Washington, 9. März. Kongreß
abgeordneter Lobek hat angekündigt,
daß nur drei der zwölf von ihm
aufgesuchten Kandidaten für die
Ä.'arincakademie, das Examen in
Annapolis bestanden. Diese drei wa
rcn: John Petcrson von Blair,
Eharles Eomp von Omaha und
EurtiS ThearS von Omalia.
.Russische Frauen melden sich an
geblich zu Hunderte zum Kriegs,
dienst. Dafür laiifcu die Äänncc zu
üaulerJKA Itovü
! Ittteressantcs am der
vtti.dcsl.'auplstadt
, . .
'Iftiftifiifrn htt lKsfisniii(iivhrp(irtr
inrnlf: Ut fenne Vibrriij '.1n
leiht" um (i. April.
?'.i,,fbi,if. s. N,nz ((Mgri'be.
licht d-r Cnnil.1,1 ÜnbniH'.V- 'och
ei! ' ilas; deö .Idin'ni'iral.'iS. der
.ViMliiiiK
atenaiii,!, nussen Slo!v
lenbamMer ihren Pie'it um M
Eents an jeder Zonne reduzieren
,d eine weitere Verminderung
ihre PreiileS ist für den j. April
in Ansicht gestellt, Cb nun die g,o
ßen Kbliiaelellichasten ach dem 1
April die bliche Prei"ernitbrigiing
i; diesem Cvibre aiieidneu werden,
wenn sie nicht billigere,, Transport
erhalten, ist eine große Frage und
es laßt sich voran sehen, daß der
vorsichtige Haiii.häller, der gewohnt
ist. seinen Kohlenvorrat im Früh,
jabr einzulegen, in diesem Jahre
nicht niebr als einen oder Tol
lar an der Tonne dadurch ei-sparen
wird. Tie Kohlenadniinistration
scheint nicht zu befürchten, daß die
Kohlenhändler mit Orders im ersten
Frühjahrörnonat überladen sein wer.
den, so daß sie eine ziemlichen Vor
rat aufstapeln könne. Tie beabsich
tigte Verordnung, das; jeder Hans,
bälter über seinen durchschnittlichen
Kohlenkonsum eibliche Angaben ma,
chen muß, woraus ihm eine Karte
ausgestellt werden' wird, die Zalil
der Tonnen angebend, die er erhol.
teil darf, hängt nach in der Schwebe,
wen ihre Ausführung sehr schwierig
sein würde. In Anbetracht der
Wahrscheinlichkeit, daß die Uohlen
im nächsten Winter so knapp sein
werden, wie sie in dem zu Ende ge
henden Winter waren, lenkt wieder
die Ausmerksamkeit vieler Leute auf
den vorgeschlagenen größeren Kon
lum von Brennholz. In den größe
rci Städten der ntlmitifrfipn iiftp
1 ,d ..r. '
ist in diesem Winter Brennholz fast
hl in mr t-iii -iinii'i vii ' ii in
noch knapper als Kohlen geivesen
und brachte so hohe Preise, daß es
von mir wenigen Personen benutzt
werden konnte. Aber nun wird aus
allen Teilen deS Landes, in welchen
Brennholz iu größeren Quantitäten
volhandeN' i,M'nelbet, daß es bil
lig sein wird, wenn die erhöhte Nach
frage eine erhöhte Produktion er
laubt und der Eisenbahntransport
zu niedrigen Raten stattfinden kann.
Die Händler in Heizmaterialien tei
len diese optimistischen Ansichten in
Bezug auf Brennholz nicht. Es ko
stete ohn? die lokale Zufahrt in den
größeren Städten der atlantischen
Staaten diesen Winter durchschnitt,
lich $15 das Klafter und da wohl
zwei Klafter Holz nur den Heizwert
einer Tonne Kohlen haben, so ist
Brennholz als Heizmaterial ganz
aus der Berechnung der meisten Fa
milien. Aber die Beamten der
Forstbüros des landwirtschaftlichen
DepartmeiM sind der Ansicht, daß
sich im Lan?e Millionen über Mil
lionen Klafter von Brennholz be
finden, die geschlagen und auf den
Markt gebracht werben sollten.
St löst in der unmittelbaren Nähe
der größeren Städte soll ein genü
gender Vorrat von Brennholz vor.
Handen sein, um die Nachfrage nach
Feuerungsinaterial in diesen Städ
ten teilweise wenigstens zu befriedi
gen. In einer Broschüre des Forst,
amtes sagt uns der amtierende Ober,
sörster viel Interessantes über Holz,
aber er sagt nicht, wie wir es billig
erhalten können, es sei denn durch
die Hilfe der staatlichen und muni
zipalen Behörden. Das Holz selbst
mag sehr wenig kosten, aber 'das
Fällen und der Transport bat cs
bis jetzt für die meisten Stabtbelnoh.
ner unerschwinglich gemacht. Tie
Idee staatlicher und munizipaler
Holzlager ist sehr gut, aber sie läßt
sich nicht in allen Teilen des Lau
des verwirklichen. Ter Herr Hilfs.
oberförfter Tnna teilt uns mit, daß
der Holzbestand wegen des Nach
wuchses die Welt auf ewig mit
Brennmaterial versorgen könnte, da
gegen sei jede verbrauchte Tonne
Kohlen nicht ersetzlich. Tas soll eine
große Autorität un Forstwesen,
Dietrich Branbcs, gesagt haben, und
so muß es wohl wahr sein. Jeden
falls hat Herr Dana auch recht, wenn
er sagt, daß der Verbrauch des
Brennholzes in den Waldern sehr
in: Interesse der rationellen Forst,
kuliur sei, aber er giebt zu, daß die
Frage deö Transportes ein uuge
lösteS Problem ist. Das Studium
der Forsttnissenschasten hat in . den
Vereinigten Staaten in sehr erfreu
licher Weise zugenommen und c3
giebt Mi J höhere Schulen im
Lande, aus welchen sie gelehrt wer
dn. Tn nun Holzsullen und auch
.otjbaken eine sehr gesunde Be
lLorÜcdunz aul SeUe 11
!l)oovcr und Gnrsield
im enat ngegriffen
nali'rrn Nrrd nd Z'okatz richirn
s,inrsk Kritik s dir Ädminsira
tion'ii: solle fl,li'r,iil
iibrtfchfillf knbkn.
Wasbiiigt.'ii. 9. März, - ?Ingri'.
st aus die Preisesisebiing dinch die
Negierung und d,e Tätigkeit des
Nabrinununittrliiintef haben gestern
die Senoidsitzung ganz in Anspruch
genommen. Tie Angrisfk wurden
von einer Gruppe Senateren beider
Parteien gemacht, die von Senator
Need von Missouri geleitet wurden,
Die schwerwiegende Beschuldigung,
daß eine Politik für Festsetzung von
Preisen für Fannprodukie befolgt
werde, die nicht von dem Nahrungd.
Mittel Kontrollgesetz autorisiert sei,
wurde von Senator Need und Bo
ra! erhoben, die behaupteten, daß
die Lizensiernngogewalt des Gesetzes
in der Weise gebraucht würde, daß
ein tatsächliches Preisfestsetzung?.
Programm herbeigeführt wurde.
In einer vier Stunden langen Ne
dc die voll bitterer Kritik war, griff
Senator Need auch di? Kohlender.
waltimg an und behauptete, daß
Kolileuperwalter Garfield über die
Einführung der kohlenlosen Tage
nicht die Wahrheit gesagt hätte. Er
nannte die Anordnung eine Zlus
schlieszung" der ösfentlichen Inbrr
! sirien.
Inmitten der Tebatte nahm der
Senat eine Resolution von Senator
kaulsbutti von Telaware an, die die
Nahmngsmittel . Administration rr
suchte, zu zeigen, woher sie die Auto,
rität hätte, ein offizielles Bulletin
herauszugeben, in dem um Ange.
böte von Tomaten für Armee und
Marine zit festgesetzten Preisen er.
sucht wird.
Senator Wolcott, Demokrat, von
Delaware, sagte, daß Herr Hoover
1 ulc V" W
! Farrnproduktenfestsetzung in Abrede
fls....As....A air....,j r::-
c. , . .
stellte, doch die übrigen Senatoren
behaupteten, daß der Gebrauch der
Lizcnsierungsgewalt dies praktisch
zur Folge hätte.
Wir würden nicht so viele fleisch,
lose Tage haben," sagte Senator
Reed, wenn wir nicht so viele Hirn
lose Tage gehabt hätten. Noch, ei.
nigc weitere derartige Handlungs
weisen der Nahrungsmitteladmini.
stration und wir werden Brotkarten
haben. Ich glaube, die Tatkraft
der Ver. Staaten ist um 20 Pro
zent reduziert worden .... durch
ein dummes Eingreifen in die Ge
schäftsmethoden."
Senator Lodge, Republikaner, von
nnrr...r,,l c.l. i.-c v..js.
wiu uuju cu mue, vnij iiuttt) uns
freiwillige Uebercmkommen mit den
Zuckerraffinerien eine Preisfestfeh.
ung erreicht wurde.
Bei der Krtik der Kohlenverwal
tung nahm Senator ?!eed auf die
Angabe Dr. Garfielbs Bezug, daß
durch die kohlenlosen Tage -180
Schiffe in amer. Häfen reisebereit
gemacht wurden.
Es tut mir leid, daß Dr. Gar.
field nur diese Angabe gemacht hat."
sagte er, indem er hinzufügte, daß
aus den Angaben der Schiffahrtsbe
Horde hervorgehe, daß 50 Schiffe
weniger abgingen als in normalen
Zeiten.
Dann wandte er sich gegen das
Kriegsamt und sagte, daß General
Pershing ersucht habe, keine weiteren
verschlissenen Uniformen nach Frank'
reich zu senden.
Senator Thomas von Colorado,
Demokrat, sagte, daß eine Verord.
mmg. die die .Kohlengruben Eolo.
rados betreffe, und am 11. März in
Kraft trete, den Preis der Kohlen
von 70 Cents bis $1.20 pro Tonne
erniedrige, außer auf Kohlen, die in
jenem Staate produziert werden. Er
erklärte, daß die Kohlengruben
schließen werden und die Regierung
sie selbst betreiben muß.
Zinsrate für Darlehen
an Alliierte erhöht
Washington, 9. März. Tie Zins
rate auf Darlehen an die Alliierten
ist von auf 5 Prozent erhöht
worden. Tas wurde dadurch her.
beigeführt, weil die Raten auf
Schuldzertifikate von 4 auf '- Pro.
zent erhöht worden waren.
Empfiehlt Nebernahme
aller Telegraphlinien
Washington. 9. März. Eine Vor.
läge, durch die der Regierung die
Vollmacht gegeben werden soll, wäh.
rend des Krieges alle Telegraphen,
und Telephonlinien, Kabel und
drahtlose Telegraphenitationen zu
übernebrneii, wurde gestern vom Te
nator Sbeopard v,i Tero-z ringe.!
reicht und dem Milit.irkomitec dcZ'
QcmU unicr&reitd.
I
A
mciifaiicr
eine Itieileit Front
In Zlltlctl.'ringen stehen amerikanische Truppen
jetzt den vni.'ern gegenüber; Sammies
kämpfen jetzt an vier punkten
Nn der britischen ront geht es lebhast zu
Mit der amerikanischen Armee in
Frankreich. Donnerstag. 7. März.
An der neue amerikanischen
Front in Lt'lbringen eröffneten die
feindlichen Geschütze ein heftiges
Feuer, das jedoch reniltatloö verlief.
Das Feuer wurde von den amenka.
ischeu Batterie erwidert; cs waren
mehrere Volltresier zu verzeichnen.
Dieses gilt besonders von Punkten,
die sich hinter dcr feindlichen Front
linie besinden.
Eine neue aber wahrscheinlich nur
temporäre Ordre ist erlassen worden,
laut welcher die amerikanischen Ver
lnste nicht mehr besprochen werden
dürfen, gleichviel wo sich solche auch
ereignen mögen.
Mit der amerikanischen Armee in
Frankreich, 9. März. Mehrere
Divisionen bayerischer Truppen, von
General v. Mudra befehligt und zur
Heeresgruppe des Herzogs von
Württemberg gehörend, stehen neuen
amerikanischen Truppen gegenüber.
Die' Amerikaner gehören demselben
Kommando an, welches au der Da
menhochweg.Front steht und find
mit den amerikanischen Truppen, die
in dem Toul Abschnitt kämpfen, nicht
zu verwechseln. Diese neue von den
Amerikanern eingenonunene Front
liegt :n Altlothringcn und ist ziem.
lich weit von dem anderen Teil der
Schlachtfront, den die Sammics inne
haben, entfernt? die Amerikaner stc
hen jetzt an vier verschiedenen Punk
ten der Westfront im 51ampf. Die
französische Heeresleitung hat den
Mut der amerikanischen Truppen,
wenn immer sie in den Kampf ein
griffen, gepriesen.. . .,. ,
Briten werden angegriffen.
London. 9. März. Offiziell
wird unter dem gestrigen Datum
gemeldet: Kurz vor Tagesanbruch
griff der Feind nach artille
ristischer Vorarbeit in einer Front
von über einer Meile südlich des
Verlustlisten werden
nur Aamen melden
Washington. 9. März-
einer Verordnung, die vom General
stabschef erlassen wurde, werben die
Adressen und die Namen von Ver
wandten der Gefallenen in den Vcr
lnstlisten des Kriegsamtes nicht mehr
abgegeben werden. Es heißt, daß
dadurch verhütet werden soll, die
Jbcntität der Truppenteile an der
Front preiszugeben. Die Verord
mmg wurde auf Ersuchen des Ge
nerals Pershing erlassen. General,
major March, gegenwärtig General
stabschef, erklärte, daß das Kriegs
amt keine Namen länger zurückhal
ten und sie, sobald sie einlaufen,
bekannt geben wird. Die nächsten
Anverwandten jedes Solbaten, der
getötet ober verwunbet werden mag,
warben, wie bisher, vom Kriegsarnt
benachrichtigt werben. Listen, die
nur die Namen enthalten unter der
Klassifizierung: Im Kampfe ge
ialleu" und Au Krankheit" geitor
den", werben zur Veröffentlichung
zur Verfügung flehen.
Spanien wird einen
Diktator erhalten
Madrid, 9. März. König Al
fonfo hat die Resignation des Kabi
netts angenommen. Die Möglich,
seit ist vorhanden, daß der frühere
Kriegsminister La Cierva zum Tik
tator des Landes ernannt wird.
Deutschland zahlt ffntschndi'gnng.
Im Haag, 9. März. Tas hol
länbische AnSlandSministerium gibt
bekannt, daß es von der deutschen
Regierung eine Entschädigung für
den Eigcntumsschaden der belgischen
HilfSkommission erhalten habe, der
durch den Angriff auf den holländi
schon Tampfer Rijnijk am 7. April
1916 entstanden sei. Die Nijnijk
mußte infolge des Angriffs auslau.
fen, und ihr Kargo wurde durch
Wasser beschädigt. Teutschland ent
schuldigte sich im August 1916 bei
der Holländischen Regierung wegen
deS Angri''? und in, iUmwxWx vor
gougene,, ,"abres verstand es sich zur
Zahlung ein EnlMdizung.
bezichtt
Houthost Walde? an. Der Angriff
brach aus dem größten Teil der Li
nie zusammen: an einem Punkte je
doch, zur Linken unserer Linie, wa
der Feind, unterstützt von Flammen
schleuderern, entschlossen vorging,
mußten sich unsere Soldaten 500
?1ard weit zurückziehen. Später am
Morgen unternahm die ?)orkfhire
leichte Infanterie dort einen Gegen
angriff undes gelang ihr, den Feind
angrifs und es gelang ihr, den Feind
nal linie unter schweren Verlusten zu
rückzuwerfen. Wir halten unsere ur
sprünglichen Positionen inne. Unsere
Verluste ivaren gering. Sussex Trup
pen führten östlich von Laventie ei
um erfolgreichen Handstreich anS
und brachten, ohne daß sie sonder
liche Verluste erlitten hatten. Gefan
genc ein. Oestlich von Ipern, bei
Flesquires sowie in den Givcnchh,
Neuve Chapelle und Arnientieres Di.
strikten nahm daS feindliche Artille
riefeuer an Gctvalt zu.
Planen doppelte Offensive.
Washington, 9. März. Hier ein
getroffene italienische offizielle De
peschen besagen, man habe aus
glaubwürdiger Schweizer Quelle er
fahren, daß die Zentralmächte an der
Westfront und in Italien ihre Vor
bcreitungen zu einer Offensive be
endet haben und an beiden Fronten
gleichzeitig losschlagen werden. Aus
derselben Quelle erfährt man, daß
zahlreiche österreichisch ungarische
Truppen an der ital. Front eingc
trosfen sind und daß weitere Trup
pennachschübe stattfinden. Die öfter
reichische Presse verweist wieder dar
auf. daß die Italiener geschwächt sind - -und
daß eine Offensive der Ocstcr
reicher erfolgreich sein wird. Baldi
ger Friede ist in Aussicht gestellt.
Derartige Aeußerungen haben in
der feindlichen Presse immer statt
gefunden, wenn eine Offensive dcr
deutschen Verbündeten im Anzüge
war.
Fünfzehn italienische Wasserflug
zeuge griffen die feindliche Marine
Basis zu Pola an: alle kehrtm zu
rück. Während des jüngsten Luft
angriffs auf Venedig schienen zwei
feindliche Flugzeuge es auf die Zer
störung der Rialto Brücke abgcsehm
zu haben: sie wurden von unserm
Abwehrgeschützen aufs Korn genam
wen und so schwer beschädigt, daß
sie ins Meer stürzten. Am Tage
darauf wurdm die feindlichen Aero
dorne zu Livenza und Parenzo von
mehreren unserer Wasserflugzeugen
beschossen.
Nur drei Fünftel der
Maisernte verkäuflich
Washington. 9. März. Nur
etwa drei Fünftel der außerordent
lichen Kornernte des vorigen Jah
res ist nach Angaben des Ackerbau
amtes verkäuflich. Große Ouantitä
ten Mais sind so weich getvcsm, daß
sie sowrt verfüttert werden mußten,
um ihrer nicht ganz verlustig zu ge
Heu. Etwa 1,90.-,,72lZ.000 Bushel
aus 3,150,101,000 Bushel der Ernte
konnten zum Verkauf angeboten
werden, was die vorhandenen Vor
räte niedriger gestaltete, als in
1915 und 1916. Tie Farmer sollen
an 1. März nachfolgende Vorräte
in Händen gehabt habm: Mais, 1.,
292,905,000 Bushel oder 40.9 Pro
zent der Ernte: Weizen. 111,272,
000 Bushel, oder 17.1 Prozent der
Ernte: Safer. 595,195.000 Bushel,
oder 37.5 Prozent der Ernte: Ger
ste, 43,404,000 Bushel, oder 20.8
Prozent der Ernte.
ffhrnng für Polarforscher.
London. 9. März. 5könig Georg
hat die britische Polarmedaille dem
Leutnant Sir Ernest Shackleton,
Leutnant Frank Wild und 42 Mit
gliedern der britischen Südpolexpe
dition von 1914.16 tiberwiesen.
Kamp Fiinslon, Knnsaö. 9. März.
Heute wurde angekündigt, daß n
den letzt eiiigetrofseneil Angehört,
gen der letzten Aushebung viele
Leute" entdeckt wurden, die als Trä
d-t der Menii!g'!i?feime bezeichnet
mrhrn. Sir wurden sämtlich in
.solicrung'.''ogrr,i untergebracht.
t