Seite 3 Tägliche Omaha Tribüne Montag, den 8. Oktober 1917. LWWWKEWlWLSWMWAW Alls hm Staate ebraska! Alls Nebras Ka City. Bmrii Vrown, ein Fremder, wür be auf bei Ösliibfirnfje südlich dcr taot schwer vcrwliiioet oufaefiuiaen. Er wurde nach bcnt Hospital ge bracht, wo er bald darauf starb. Kurz vor seinem Tode gestand er, dah er sich die Bcrwundung durch Rcvolvcrschüsse selbst beigebracht hat. re und cem der Name Brown ein angenommener sei. Er weigerte sich, lernen wahren Namen anzugeben. Henry Schröder, Sohn von Herrn und ftrau Charles F. Schrö- der von Syracuse, und Frl. Lena Mullis wurden letzten Miltwocl) in öer fall), ilirchc von Nev. Father I, C. Weis) ehelich verbunden. Frau Mary Bcutlcr, eine lc,njäh. rige Bewohnerin hiesiger Stadt, wird in kurzer Zeit nach Omaha übersiedeln und bei ihrer Tochter, Frau Mary Weithöner, Wohnung nehmen. Äcthur Vulger hat sich lebten Wonntag einer Operation unterzogen und befindet sich jetzt auf dein Wege zur enesung. Aus West Point. Die Farmers Educational and Co.operative Association" von (5u rning County hielt am 2. Oktober ihre Jahresversammlung und Benin, tcnwahl ab. Tie neuerwählten 33c ernten sind: L. Lauritzeu, Präsident; H. A. HcWe, Vizepräsident: Noy Pilgrim, SekrctärSck)atzn,eistcr. Di rektoren: Lawrence Seeninn, Win. Mortenseir und Theo. Witt. Frau Sophia Thieinke feierte letz ten Sanistag im Kreise ihrer 5t in dcr und Enkelkinder ihren 86. (öe burtstag. A,n Samstag, den 13. Oktober, findet in Ct. Charles die Feier des 50. Jahrestages der Gemeinde statt. In Berbiiidiing damit wird der Hochw. Erzbischof Harth von Omaha die Firmung einer 5Uasse 5!onfir wanden vornehmen. Tie Gemeinde .wurde im Ralire 1867 aenriindct.- bcr erste Seelsorger der Gemeinde war Neu. sanier llhing. Hermann Karl Luisen von Wis ncr hat im Distriktsgcrich! um seine orHm iHiirnP!üin!iiprf -nnfonplMM- I tl .twy v-j j Üurjm ist in Teutschland geboren. John Laukenau hat die Karl Ruht Residenz in hiesiger Stadt gekauft ,imo ocaöNchtigt, von öer Fau nach n:er zu uoeriieoem. Aus Cslumbus. Aebr. Die Mitglieder dcr Heimgardc werden fich ihre Uniformen und Waf. fcn wohl selber beschaffen müssen, da irun auch der Stadtrat entschieden hat, das; er nicht berechtigt sei, Stadtgeider für solche Zwecke zu - vorwenden. Letzten Samstag sind weitere 19 Zunge Männer von Columbus inid Uingegend nach Camp Fnnston ab sicrcisc Tie Leute hatten dcrsticht, vom Militärdienst freizukommen, wurden jedoch als dienstpflichtig er klärt. Die NcnuZn derselben sind: Qrift Parfon. Otto Merz, I. Müs sen, ot) Bergman, Albert Pollard. (5lias. Marr. Keo. Nelson, B. Pot misel, C. (5. Anderson, John Mel cher, Andrew W. Smanson, Edward Ewert, Daniel Pluegge, Win. Heins, Otto Hellbusch. Win. Nysseler, John Purschal jr., ChaS. Eherry und A. Johnson. Ueber 5 weitere ist der Entscheid noch nicht getroffen, diese MWWAW I DR. F. j. SCHLEIER Deutscher Arzt und Wundarzt si I fi 1140 First National Bank We ll bände, 1ö. und Farnam Str. Osflcestimdm: Von II b!? 12 vormll. WgS und 2 biS si nuchmiltags. Offtc Telerhon: Tougla! 4308. Wodnung: Virginia vlZ. WohllungTeietbon: Harnri, C173. ortman'sv im england bakery und RESTAURANT 2l4-1b Uorö 16. St Tel. Douglas 5791 , Unsere neu eingerichtete Re. stauration bringen wir hierniit in empfehlende (innncning. Unsere Väckerci. liefert die aller besten Sachen', als Kaffee, suchen, feines Gebäck oller Art. wie Brote in allen Größen und Sorten, Sprecht bei uns vor und macht einen Versuch! Un sere Preise find die icdrigstcn! w sind: Louis Weisscnfluh, Karl lcr. Alois Weiser, John Lindhorst und F. Olson. Die Platte County Verteidigungs. behördc hat Beschlüsse angenommen, welche Senator LaFollette beschuldj. gen, Reden gegen die Ber. Staaten gehalten zu haben und zu Gunsten der Feinde des Landes. Ferner wird Senator LaFollettes Aintsentsetzung empfohlen. ' Henry (!3. Luschen ist schwer er krankt und an seinem Auskommen wird ac.nueiielt. Albert Henry von nahe Leigh ac-! riet mit dem linken Arm in diel .tj.: v r . t.t.n I u;in.iui'iiiuu)inc, nie u lujiuinii au gerichtet wurde, dos) die Amputation desselben notwendig wurde. 7. Nebr. Aegimeut jetzt im aktiveu Dienst! Lincoln, Nebr., 8. Okt. Unter einer Order von der Office des 0'C iieral-Adjutanteii, welch.' am, 27). September erfassen, jedoch erst jetzt bekannt gegeben würbe, ist das neue Nebraska Negiment in die Miliz Organisation deZ Staates eingereicht loorden und befindet sich unter deni sclbeil Negleiiient wie andere 5)egU ineiiter. ehe sie in den Bnndesdienst eingereiht wurden. Gouverneur 5teith Neville ist 311111 Koniinandanten des 7. Nebraska Regimentes ernannt worden. Das neue Regiment wird bekannt sein als Siebentes Jiifante rieregiment, Nebradka Nationalgar. de. Folgendes ist die usamnieüstel. liing des RegimneteÄ unter der neu en Order: Hauptquartiers Kompagnie, Ün colik. Berproviantierungs Kompagnie, Grand Island. Maschinettgeivehr'5tomp.'giiic, ttca iicy. Saiiitätsabteilung, Lincoln, kompagnie , Seward. Kompagnie B. Crcte. Compagnie C, Nebraska City. Kompagnie D, Beatrice. Kompagnie E, F und Omaha. Kompagnie H, Lincoln. Kompagnie I, Minden. 5lo:npagnie K, Loup lity. Kompagnie L, ScotiV Bluff. Kompagnie M, Trenton. Uanzler Avery sagt, Aegentell loyal! Lincoln, Nebr., 8. Okt. Krniz. ler Averr, von der 5cebraoka Staats llnivcrfität hielt letzten Samstag nachmittag vor der Patriotischen Li ga der Universität eine patriotische Ansprache, in welcher er erklärte, daß die Ncgeiitcii der Nebraska Staats Universität loyal seien und ihm von denselben keine Handlung von Un loyalität Besannt sei. Er erklärte u. a,: Tie Universität von Nebraska ist in ihrer patriotischen Arbeit ein leuchtendes Beispiel für alle Schulen uiid Eolleges des Landes." Iin wei tereir Verlrnife seiner Rede forderte er die Zuhörer auf, Freiheitsanleihen zil kaufen. Aus dcr Staatöhauptstadt. , Lincoln, Nebr., 8. Okt. I. H. Pressen, von dcr Office deö Gou verueurs, der die Borbereitiingen für die Reise von 583 Bürgerkriegs' ranen nach Bicksburg, wo die Gene ralverfamnilnng derselben am 11. Oktober stattfinden soll, zu treffen hatte, wurde von den Eisenbahnen benachrichtigt, das; für die alten Herren keine Schlastuagen zur Bersü. giiiig stehen werden. Es heisst, das; die .Regieriing alle TouristenTchlaf wagen für die Mobilisierung der Na tionalarmec gebranche. Tie Betera. itcn machen die Reise auf Staats kosten, da die Staatslegislatur für diesen Ziveck $20,00 bewilligt hatte. Bei dem StaatsWildhüler sind verschiedentlich Beschwerden über das nngesetzliche Abschießen von Eich hörnchen eingelaufen. Tas Staats gesetz setzt die Jagdzeit ans Eichhörn, chen für die Monate Oktober und Niveiuber fest und gibt den täglichen Jagdhöchslbetrag für jeden Schützen an. Auch darf niemand mehr als 20 Eichhörnchen und 50 Fische zn einer Zeit in seinem Besitz haben. Für Wasserg.'slügel dauert die Jagd, saison vom id. September bis 21. Tezember. Tie Saison für Aschen läuft am io. November ab. Eine rege Bautätigkeit auf dem Lande wird von Reisenden dahin gc deutet, das; die Farmer jetzt größere Gewinne an ihren Produlten machen. Neue Wohnhäuser, viele größere Ze ineutbanten und Verbesserungen m der cllgemeiuen Einrichtung sink überall zu sebcn. Auch ist es ich mehr nötig, daß Firmen lauge aus ihre Abzahlniigcn zn warten bran chen, da der Farmer jetzt sein Geld meistens in Bereitschaft hat. , t 1 t kb Vaterland. Roman von Nudols Etra. tz ............ . 1 Klassifizierte Aineiaen in dcr ZzMm iiringe gutfi WMM . (24. Fortsetzung.) Die drei Söhne drüetten ihm, einer nachdem andern, stumm die Rechte. Auch dem Krugwirt aus einem markl schcn Dorf, einem einstigen Bursch? des Herrn Obersten. Vom Verein ehe. maliger Angehöriger des alten Teus. fernschen Regiments war eine Adord. jmng erschienen. Biedere Bürger. Die Exzellenzen erkannten darunter Leute ihrer früheren Truppenteile. Sie be grüßten sie mit 5Mvschlag. ES war wie eine Verbrüderung am Grabe. Kein Unterschied der Stände mehr. Preußen selbst, da, Bolk rn Massen, trug den General von Teussern zu Grabe. . Und ein Bild erschien vor Marga rcte... die Taustafel in Paris... vor wenigen Tagen... die satten Ge sichter... das skeptische Lächeln... der Streit über die Kurse... Sie fröstelte... ihr war. als käme sie aus einem Pfuhl... Sie schaute um sich. Die Trauer stier war zu Ende. Die Leidtragenden verloren sich in Gruppen. Weit da hinten stand ein einzelner Herr, breit schultrig. im Zylinder u. dunkeln Pa. letot. wie absichtlich abses. Sie hat te ihn bisher nicht bemerkt. Er mußte sich während deZ ganzen Begrabnlßes in den letzten Reihen gehalten haben. Er kam ihr vertraut vor. Nur etwas störte sie: der kurze. blo,de Bollbart. Den trug er früher nicht. Sie zuckte zusammen. Er war es doch. Es war Moritz Lünemann. Er sah gereifter und männlicher aus. Es lag ein unwillkürliches, et was schwerfälliges Selbstbewußt,ein in seiner Haltung. Eden wandte er sich um. Er wollte sich offenbar un bemerkt zurückziehen. So mochte sie ihn nicht gehen lassen. Am heutigen Tage nicht. Ihr Herz war weich. Sie ging aus ihn zu und reichte ihm die Hand. Er ergriff sie stumm, mit der Linken den Hut lüftend. Er wartete, was sie ihm zu sagen habe. Er ver mied die herkömmlichen Beileidsphra scn. Es war eine kurze Pause. Dann versetzte sie: Ich danke Dir. daß Du gekommen bist!" Es erschien ihr natürlich, ihn Du zu nennen, hier im Angesicht des Todes. Er erwiderte kurz: Jch war es ihm schuldig! Ich hab zu viel Hochachtung vor ihm gehabt ... immer..." Sie verstummten und schauten aus den Kies zu ihren Füßen nieder. Dann hob sie den Kopf und frug lei se: Wie geht 's. Dir denn?" .Danke, sehr gut!" Du hast den Abschied genommen? Schon vnr mehr als zwei Iah ren." .Und bist aufrieben?- Man ist mit mir zufrieden! Also bin ich's mich!" Wieder schwiegen sie. Er kam ihr nicht um einen Zoll breit entgegen. Er sprach nicht eine Silbe von sich aus. Er frug sie nicht einmal, wie es ihr ginge. Sie bot, ihm zum Abschied die Rechte: Leb wohl!" 9t-Un frit ImM!" Als sie dann vom Begräbnis heim- uhren, Mutter. Schwestern und sie in i.m aesckloffcnen Waaen. sie alle in der übernächtigen, zerfallenen, teeren und matten Stimmung, nach Erfül lung der letzten Pflicht, sprach aus dem trüben Schweigen heraus ihre Schwester Sofie von selbst von Mo ritz Lünemann: Er macht Karriere!" sagte sie. Er ist in der Fabrik die rechte Hand des Generaldirektors Malloney. Ich hab' neulich gehört: er verdimt schon fünf zehntaufcnd Mark im Jahr!" Nach Feddersenschen Begriffen war das nicht viel. Es tat Margarete weh. daß sie halb unbewußt diesen Ber gleich zog. Das war der Geist von da drüben das war ihr Mann... Nein, hier mußte sie für sich sein unter denen, die ihres Blutes waren .... ihres Namens... ihres &tu stes . . . Am Abend saßen sie alle beieinan dcr in der Wohnung der Eltern. Ueber der lag noch der Sterbehauch. Man ging unwillkürlich aus den Fuß spitzen, man sprach nur halblaut es war. als sei unsichtbar immer tv ner mehr im Zimmer, höre, was man redete, wisse, was man dachte. . . Die Ehrfurcht vor feiner Nähe spiezelte sich auf allen blassen Gesichtern. Man hatte das Gefühl, daß tiefes Schweigen das Beste sei. Aber es war eine Erlösung, daß man den mußte. Aon den Nächstliegenden, all täglichen Dingen, die mit dem To desfall zusammenhingen. Mtrgarete saß etwas abseits von den anderen. Es war selbstverständlich, daß sie. die Millionärin, von vornherein auf jede Erbschaft verzichtete. Sie wunderte sich nur, wie ruhig und vornehm diese geschäftsungemohnten jungen Männer und Frauen, die doch alle im Punkt des Geldes nicht auf Rosen gebettet waren, miteinander verhau delten. einander entgegenkamen, ängstlich zeden Schein mieden, als suchten sie einen Sonderoorteil. Die Befprechnng dort dauert; nickst lange, f der alte Herr hatte seine Angelegen heiten in musterhafter Ordnung zu riiägclassen. Er hatte feinen Tod geahnt und in stoischer Ruhe erwar tet: er schrieb eö selbst in einem Ab fchiedsbrie an seine Söhne und Töchter, einfache, gütige Worte. Er dankte ihnen für ihre Liebe. Er war mit ihnen zufrieden, er gab ihnen seinen Segen auf den Lebens weg. ' Sie hatten diese Zeilen, mit der Aufschrift An meine guten Kinder!" zuoberst in einem Fach seines sclireibtilches aeiunden. Daneben hatte ein zweiter Brief gelegen. An meine liebe Grete" stand mit zitteri ger Hand darauf. Der älteste Bru der gab ihn ihr. Sie nahm ihn stumm und ging hinüber in das Zim mer ibrer Mutter. Dort stund sie allein für sich neben der brenncnden Kerze und las: Meme geliebte Tochter! .Du bist dasieniae meiner' Kilt der, dem es am besten geht, und das einzige, das mir wirtliche Sorgen machte. Tie anderen brauchen meine Er Mahnungen nicht. Sie gehen ihren! Gang. Zu beiden Seiten haben sie Schranken. Sollten doch einmal e ner nickt recht vorwärts können. 10 sind genug hilfreiche Hände um ihn herum, die ihn weiter fuhren. Tu aber stehst sein von uns, allein r, einer aiwinoemoen oye wenn man Reichtum Höhe nennen soll. Um Dich sind Menschen an Lerer Art, als ich sie kenne. Ich weiß nicht, wieviel sie Dir sind. Mir haben sie, IS tch bei war, gar Nicht gefallen. Und Du, meine gute Grete Du mußt bedenken, ich mi scke mick nickt bei Lebzeiten in Dei m Angelegenheiten, ich spreche jetzt, nach meinem ode. hier noch emmat als treubesorgter Bater zu Dir - Du auch nicht! Deswegen bin ich nicht wiedergekomemn. Du fielst Dick in Paris verloren, Crete das verloren, was wir Dir ins Leben mitgegeben haben. Tu trnft dafür ??edoerscmä,en Geist und Feddersensche Weltanschauung einge- tauscht. Und denke: wenn es Krieg gidk. Einmal muß er wieder kommen. Wir sind zu reich und froh. Wir baben zu viel Neider. Dann gibt es keine DeutschRussen und Deutsch Franzosen mehr, sondern nur noch Teuticbe und ihre feinde. Ja wel chem Lager bist dann Du? Zerreißt Dir der Gedanke nicht die Seele, daß Dein Sohn dann die Waffen ge gen das Land führen soll, das Dich gebar s Kind. . . Es t t mein einziger Kummer, den ich noch habe, und meine letzte Bitte ist die: Bleibe im Keill uns treu! Denke deutsch! Mache Deinen Mann wieder deutsch! Du hast Macht uver lyn. r neoi Dich. Ich habe Dich beobachtet. Glaube mir: Du wirst doch nie ganz so .wie die Leute dort: Dazu muß man von Jugend auf zu ihnen ge Knrt fcsibf.ii. Dir aebt viel zu sehr Dein Elternhaus nach! Das magst Du zehnmal verleugnen. Wu wirt es doch nicht los. Du warst doch immer so stolz, mein Kind! Ich an Deiner Stelle wurde icyon aus &toh so bleiben, wie ich bin. Und eben dadurch den anderen auch Ach tung abnötigen und. . . Hier brach der Brief ab. Der Ge neral von Teuffern war offenbar ge stört worden und hatte nicht mehr die Zeit zur Vollendung gefunden. Margarete las die Zeilen andächtig. Dann kehrte sie zu den übrigen zu rück. Sie war den ganzen Abend still. Sie wollte am nächsten Tage heim. Sie durfte den kleinen .yar lez-?wan nickt länger allein lassen. Es ging ihm gut. Ihr Mann schickte ihr jeden Morgen ein zuuelm uoer sn Befinden. Am Nachmittag vor der Abreise stand sie mit der Mut ter noch einmal vor oem wiao. sie Kürt, ibr Sckluckzen. Sie dachte. wie verlassen sie nun fein würde, und bät sie: .Komm doch zu nur nach Paris. Mama!" In Frau von Teusferns vom Met mm nttöieten Auaen las sie fast ei nen Schrecken über diesen Vorschlag. Laran hatte Die eneraim nocy nicht gedacht. Das konnte sie nicht. Sie zog nach Potsdam zu ihrer dort wohnenden verwitweten Schwe ster. Nein. Grete." sagte sie. Ich dan ke Dir! Aber zu Euch passe ich nicht hin! Das weißt Du auch selbst am besten!" Und ihre Tochter schwieg mit einem trüben Lächeln und drang nicht weiter in sie. Als sie bann, von ihrer Kammer jungser für die Nacht versorgt, allein in ihrem Abteil des Luzuszuges saß. als die Rüder unter ihr eintönig rast los rollten, selten einmal in dem bleiernen Dunkel vor den Scheiben ein verlorenes Licht voruberglitt, als nach all den Ausregungen und Erschütterungen dieser Tage plötzlich tiefste Einsamkeit fic umgab, da sagte sie sich: Der arme Papa spricht in seinem letzten Brief so zu mir, wie er mich or fünfviertel Jahren gese hen hat. Seitdem hat sich vieles in mir geändert. Ich brauche Rat und Hilfe jetzt noch weit nötiger 13 da mals in dem ersten Rausch. Jetzl ist die Ernüchterung gefolgt. Ich sehe klar. Eine Stelle des Briefes stand ihr vor Augen: .Du hast Macht über Deinen Mantu Er liebt Dich. . ." Sie hob in müder Hoffnung den Kopf. Das war wahr. Karl Fed derfen liebte sie in seiner Art. Wer noch geliebt wurde, brauchte nicht zu verzagen. Er hatte noch den Schlüssel zu seinem Schicksal in Hän den. Unter ihr donnerten die Schienen auf einer Brücke über einen unsicht baren Fluß. Er riß sie fort durch die Nacht, aus der zerstörten Heimat weg. Sie hatte jetzt nur noch eine Zuflucht auf Erden bei ihrem Mann und ihrem Kind. Neue ersaßte sie auf einmal. Sie warf sich vor: ich war lieblos gegen Charley! Er ist doch nun einmal mein Mann. Ich muß ihn nehmen, wie er ist. Ich hab' ihn nicht zu nehmen verstanden. Zuerst hab' ich zu leidenschaftlich um feine Liebe geworben, dann, als er das nicht begriff, stieß ich ihn durch Gleichgültigkeit zurück. Ich muß ge duldiger sein. Ich muß immer dar an denken, daß er mich liebt. Dann werde ich die beiden, den. großen Charley und den kleinen Charles, doch noch in Wirklichkeit mein eigen nennen. Und wer weiß sie vielleicht doch, wie es der Vater will, unmerklich hinüberziehen in meine Welt. . . , Sie hatte jetzt aus den Schauern der Sterbestunde, des Begräbnisses, der Nacht vor den Fenstern ein schmerzliches Sehnen ach dem, der dazu berufen war, sie im Leben zu schützen und zu geleiten. Die Ein samkeit war wie eine Mahnung in ihr. Sie war in einer weichen, oer söhnlicher Stimmung, als der Zeugin Paris einlief. Karl Fedderfen holte sie am Bahn Hof ab und brachte sie nach Hause. Sie fing bei Tisch an, von dem Be gräbnis zu berichten von den vie len Offizieren, den Regimentsabord nungen, den Veteranen, der Predigt, den Fahnen neben dem Altar. Er hatte aufmerksam, aber ohne eigent liche Teilnahme zugehört. Plötz lich brach sie in helles Weinen aus. Er legte erschrocken den Arm um sie. Was hast Du denn. Margot?" Ach nein. . . nein. . .". Sie trocknete ihre Tränen, es ist nur so... Nun, Daisy?" Es ist dort alles so anders wie hier." Wieso?" Ich weiß selber nicht. . . das ber steht Ihr hier nicht ... Das tut jei nein so weh. . ." Das reizte ihn schon wieder. ' .Früher hast Du Deine heimischen Verhältnisse nicht so bewundert!" sag te er trocken. Sie nickte. .Nein! Aber bei solchen Gelegen besten merkt man doch, daß man ein Soldatenkind ist! .Es steckt in einem!" .Nun. . . es freut mich, daß die Feier so würdig verlief. Wie steht es denn mit der finanziellen Lage Deiner Mutter? Ich bin natürlich gern bereit. . ." Danke sehr. Papa hat sur alles gesorgt!" Ihre kurze Antwort verdroß tyn. Er versetzte ziemlich scharf: Du scheinit die Geld rage gering einzuschätzen, nach Deinem hochmüti gen Lächeln zu schließen. Ich nicht. Ich gehöre nicht zu Deinen zerren vom bunten Tuch, jenseits des Rheins! Ich bin Kaufmann! Man kann das Geld verachten, ma cyeret Aber dann sollte man es auch nicht annehmen und mit vollen Handen ausgeben!" Sie zuckte ' zusammen. Es war eine Pause. Endlich sagte sie lang sam: .Du hast recht! Ich lebe ja h:er von milden Gaben! Ach . . . ich hab' solche Angst. . . Charley. . . um Gottes willen, hilf mir doch. . . fei mir doch einmal in meinem Le ben nah." Sie war aufgesprungen. Unäj er erhob sich verwundert. - Was möchtest Du, denn, nion cn fant?" frug er nachsichtig, halb la chelnd. Sie ahnte schon förmlich seine Handbewegung zum Portefeuille in der Fracktasche. Sie streckte. cb- wehrend die Rechte aus. ' : (Fortsetzung folgt.) -Manko. Er: O Gott. Hilde, du bist viel zu hübsch; mir glaubt kein Gläubiger, daß du eine Mit. gift hast. Ein Zweifler. On?el (auf Besuch): .Studierst Du denn auch sleißig. Fritz?" Studiosus: .Aber, Onkelchen. welche Frage I Sich doch nur diese Fülle von Wissenschaft in Folio!" Na hoffentlich nicht Folie!" Vorbereitung. Bauern bursch (als eine Rauferei auszubre chen droht): .I glaab, der Bürger moasta macht heunt aa mit; die Zahn' hat er fcon in Sack gMckt," jßtfBS Egzgsz&8mxmmm Cl assifie You Should Read 1 Verlangt Weiblich. Eltern ! Tst es Ihnen nicht gleichgil. tig. wo Ihre Tochter arbeitet? Wünschen Sie nicht, daß sie stets ein warmes Mittagsmahl hat? Gutes Licht und frische Luft während der Arbeitszeit? Wol. len Sie sich sicher fühlen, wäh. rend sie an der Arbeit sind? Wenn ja, dann schickt sie so. fort nach der Snow White Vakery der Iten ViLcuit Com pany an 13. und Capital Ave,, um eine Applikation zu machen. Hier erhält sie ein warmes Mittagessen für 12c. Hier find die Arbeitsräume licht und luftig. Hier ist sie sicher, da das Ge. bäude feuersicher ist. Gute Mädchen, die , orbeitZ. willig find, können in unserer Snow White Bakery stets guten Lohn verdienen. Die fähigsten Mädchen werden von Zeit zu Zeit ausgesucht und Erhalten besser Stellen, da wir unsere Angestellten für bessere Positi onen heranbilden. Jten.Viscuit Co. Tonglas 2123. Dreizehnte Straße und (5apitol Avcnne, Omaha, Neb. 10947! Farmland zu verkaufen. Farmen z verkaufen. Line gute, 200 Acker Douglas County, Nebr.. 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