Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, June 05, 1916, Image 5

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    Omaha Tribune, Montag, 5, Jn! 191 si. Ceite 5.
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Die Frau des Jtalkeners.
( Sk!zze bon Martin Prokllkr.
. Zk öinivohner des kleinen fchle
fischen Städtchens hatten sich längst
an da seltsame Schild gewöhnt da
liber dem Erllnkramladen an der
öcke del Marktplatzes hing; und nur
die wenigen Fremden, deren Blick zu
fällig darauf siel, mochten sich der
wundern. Denn da stand:
, mCbl' und Südfruchthondlung von
Ercole Morrosint aus Ravenna".
, Aber der tönende Vorname wßr
cole" und die historische Stadt
.Navenna" waren mit einem kräf
tigen Farbstrich durchstrichen
gleichsam ungültig gemacht und
darüber stand etwa anderes, so daß
die richtige Inschrift nun hieß:
, Obst und Südfruchthandlung von
jZmma Vorrosint, geborene Kirsch."
! Und jeder Einwohner kannte die
ziemlich banale Geschichte, die mit
dieser Schild-Uebermalung zusam
xnenhing.
i Bor vielleicht 25 Jahren war
Emma Äirsch noch Haushälterin bei
dem ortsansässigen Kaufmann und
Eisenwarenhändlcr Meyer und hatte
schon verschiedene Heiratsantrage ab
geschlagen, die sowohl ihrer frischen
kräftig'derben Erscheinung wie ihrem
dicken Sparkassenbuch galten.
Da kam an einem warmen Som
merabend die .grobe Leidenschaft'
j über Emma Kirsch.
Drei wandernde Musikanten, ziem
lich zerlumpte südländisch aussehende
Kerle, zogen bettelnd und musizierend
durch da! Städtchen und machten
auch vor dem taui dcZ Kaufmanns
Meyer halt. Der eine spielte Geige.
der andere Ziehharmonika; und der
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v t itiv tuiit ninii iuikii uuiyvunyt
in dem ein kleiner giftgrüner Papa
fcei vor einem Pack gelber, blauer und
roter Briefe sah. Dieser Dritte hatte
' das Amt des Einsammeln?; er ging,
wahrend die beiden andern mit einer
handwerksmähigen eurigkeit ihre
italienischen Lieder spielten, unter den
Zuhörern umher, hielt feinen der
bogenen Samthut hin und sah mit
seinen - dunklen, gleichfalls etwaö
handwerksmäßig feurig glühenden
Augen die Weiber sehnsuchtsvoll an.
Und wer ihm statt eines Fünfers
. ' - ' . . ' ,
einen Zehner spendierte, dem über
reimte oer Papagei, cutaj em
Klopfen an feinen Kasten ermuntert,
einen der gelben, blauen oder roten
.Glücksbriefe".
So trat der sehnsuchtsvolle Bettel,
Musikant auch vor Emma Kirsch, die
In derber rotbackiger Gesundheit strah
lend in der Haustür stand und der
Musik zuhörte. Emma Kirsch
schenkte einen Zehner, der Papagei
hopste von leiner Stange und über
reichte ihr, einen roten Brief, den sie
mit einem verlegenen Lachen sofort
öffnete. Und unter dem Gekicher der
refreundeten Madchen aus den Nach
kiarhäusern zog sie eine Photographie
heraus eigentlich nur den fchlech
ten Druck'Abklatfch einer Photogra
phie auf der ein schwarzhaariger
Jüngling mit stolz gewirbeltem
Schnurrbart und kugelrunden Augen
abgebildet war. Der Italiener lä
chelte Emma Kirsch an, wobei er sich
geiner funkelnden Augen, roten Lip
z?en und weißen Zähne wohl bewußt
war, tippte mtt dem Finger aus das
Bild und sagte:
f Ihre Suklinftige, mein Freilein
Ihre S'oh!"
Emma Kirsch hob die Augen und
sah in du des JtauenerS. Bis hin
ter die Ohren errötend, verschwand sie
im Hause des Kaufmanns Meyer.
- Aber der herrlich fchöne Italiener
ging ihr nicht aus dem Sinn, und
als gar spat nachts noch aus dem
j Marktplatz eine Geige zu singen an
j hub und sie von ihrem Dachboden
senster aus den Italiener stehen sah,
merkte sie tief beglückt, daß man ihr
in Ständchen brachte, zog sich leise
an und schlich über die . knarrende
Holz stiege zu ihm hinunter. . ,
' Zwei Tag blieben die Musikanten
Ort, dann zogen sie weiter, aber
nur zu zweien. Der dritte hatte den
Papagei mit den Glücksbriefen abge
geben, blieb am Ort und tat hier
und da Handlangerdienste.
. Und abends - band er sich einen
roten Schlips um und spazierte mit
der glückstrahlenden Emma um den
Marktplatz, wie auch die ortsansässi
gen Verliebten und Verlobten taten.
Ein Bierteljahr später kündigte
Emma Kirsch beim Eisenwaren
Händler Meyer, hob ihr Sparkassen
buch ah und veränderte ihren Namen,
indem sie durch Heirat die Ehefrau
deö Ercole Morrosini aus Navenna
wurde.
Ercole Morrosini selbst hatte unter
Emmaö sorgender Hand ein rcpu
tierliches Aussehen gewonnen, wusch
sich, band sich sogar einen sauberen
Kragen um, wenn eö Sonntag war,
und gründete mit Emmas Spar
kassenbuch den Obst und Gemüseladen
am Markt. Zuerst ging das Ee
schäft, wie da! in solchen Fällen
üblich ist. ganz gut. Ercole Morro
silli schrieb in seine südliche Heimat,
wo er allerlei befreundete und der!
wandte Obsthändler haben mochte,
und erhielt von ihnen Früchte, wie
frische Feigen, frühe Orangen und
dergleichen, die der Auslage des
LooenS der kleinen schlesischen Stadt
ein sonderbar lukullischüppiges Aus,
sehen gaben und auch von den besseren
Leuten gern geknust wurden.'
Aber bald wurde dem unruhigen
Geist deS Lrcole Morrssini.daS brave
bürgerlich Leben lamzwei'lig. Der
nüchterne arbeilssame Ordnungssinn
seiner Ehefrau, der liald wieder hin
Icr der romantischen Verliebtheit vor
kam, paßte ihm wenig. Er fing an
liederlich zu werden, blieb nachti puö,
hatte allerlei Abenteuer und Händel
und wurde ein Ehemann, wie er
wed in einen Obstladen noch in eine
schlesische Kleinstadt paßte.
So ging eS etwa znxi Jahre lang.
Da erschien wieder eine wandernde
Musikantcnbande, mit der s,ch Ercole
in der Sprache seiner Heimat sofort
begeistert schreiend unterhielt. Und
am nächsten Morgen fehlte der Stadt
ein wenig zuverlässiger Bürger und
der Frau Emma ihr Ehemann
mitsamt der Ladenkasse und den Er
sparnissen au dem ittußbaumschrant
in der guten Stube hinter dem Laden.
Nun zeigte sich wieder der nüchtern
praktisch Sinn der ehemaligen
Emma Kirsch. Sie heulte sich gründ
lich aus, erholt? sich wieder, schimpfte
auf den Lumpen , gab den Nach
born Necht, die .fowaS schon -längst
hatten kommen sehen", und brachte
ungefähr sechs Monate später einen
dicken, gesunden Jungen zur Welt,
der wie als Gegengift gegen den
romantischen Bater den Bor
namen August erhielt.
Im übrigen führte sie daS Geschäft
mit Fleiß und Arbeit weiter, nur
ließ sie vom Malermeister die schon
zu Anfang erwähnte Schilderänderung
vornehmen. Die Einleitung einer
rechtlich gültigen Scheidung lehnte sie,
dem Rat der Nachbarn entgegen ab,
da der .Lump" die Kosten nicht wert
sei und sich ja doch nicht wieder sehen
lassen könnte, dürfte und würde.
Auch ihr Sohn August, der mit
schwarzen Haaren, blauen Augen und
roten Pausbacken den Typ seiner El
tern sonderbar luftig vermischt zeigte,
erfuhr nur, daß sein Bater leider ein
Lump gewesen sei, besuchte die Balls
schule und wurde schließlich ein braver
strammer Leyriunge im Ellenwaren
geschäft des Kaufmanns Meyer, wo
Frau Emma früher Wirtschafterin
gewesen war.
So vergingen die Jahre. August
Morrosini wurde .junger Mann" im
an ... .... mr ...... . .r fi . ' .
Meyerschen Elsenwarengeschäft und
seine Mutter eine dicke behaglich rot
wangige Frau, die den romantischen
Traum ihrer Ehe und sein häusliches
Ende nur noch wie ein unwirkliches
ferner Geschehen empfand, an das
man sich mit Muhe erinnert. Eigent
lich war es beiden, als ob ihr Vater
und' Gatte längst tot fei. Man dachte
seiner nicht mehr mit Schimpfwort,
man dachte überhaupt nicht mehr an
an ihn. Und nur der Name ,Mor
rosini" leuchtete wie eine fremdartige
Blume über das holprige Stein
Pflaster des Marktplatzes.
Da begann das ungeheure 2Ml
ereignis, das wir bereits unter dem
eigentlich armseligen, nichtssagenden
Stichwort Wettlrieg" in die Fächer
unseres Begriffsvermögens eingestellt
haben.
Auch in dieser kleinen Stadt spie
gelte es sich wie überall im Lande
wieder. Ein Lazarett entstand. Feld,
graue kamen und gingen, aus dicken
Bürgern wurden über Nacht wie durch
Bermummung daherstampsende Sol
baten; und auf dem Sandplatz vor
der Stadt übten die Rekruten des
rasch hierher verlegten Infanterie
Ersatz-Bataillons, unter denen auch
August Morrosini war.
Frau Emma strickte im Bürger
verein eifrig Liebesgaben-Socken und
Leibwärmer und gab außerdem eine
Menge Obst aus ihrem Laden an das
Ortslazarett, ohne Bezahlung dafür
anzunehmen
So kamen die Tage des Jahres
1915, in denen der Staat Italien es
für richtig hielt, den früheren Bun
desgenossen als Feind gegenüber
zutreten. Schon iange hatten fttt
gedruckte Artikel darüber rn der Zei
tung gestanden, die Frau Emma
immer mit größerem Interesse a!
daS andere gelessn hatte; denn der
Schwall hochtonender Phrasen, dieses
unnötige Spiel mit Ehre. National
gefühl und glühenden Empfindungen
in einer dem gesunden Menschenver
stand nüchtern und klar erscheinenden
Sache, diese dramatisch beteuernden.
nur das Mißtrauen weckenden Reden
italienischer Minister erinnerten sie
an den versiojienen Ercole Morro
sink, der, auch, wenn er seelisch am
meisten in der Klemme saß, von feu
rigen Worten überzuströmen pflegte.
Und es war, als ob diele Erinne
rung magische Kraft gehabt hätte.
Denn eines Abends stand in dem
leeren Laden, gerade als Frau Emma
zusperren wollte, ein ältlicher, zer
zaust und verlumpt aussehender
Mann mit kirrem graufchwarzem
Haar und flackernden Augen. Es
war Ercole Morrosini, der unver
mutet bei seiner Ehefrau wieder auf
tauchte.
Frau Emma erkannte ihn sofort.
stand ganz ruhig auf und strich sich
die Schürze glatt.
.ma, was loll'S?" fragte sie.
.Emma!" rief der alte Landstrei
cher, und versuchte, mit dem glühen
den Blicke früherer Jahre die Augen
seines Gegenübers inzufangen.
Frau Emma schüttelte den Kopf.
.Ich hab' mit dir nischt mehr zu
schaffen," sagte sie langsam, .ich mag
ok gar nich mit dir reden. Was
früher war. daS iö nich mcbr. Meine,
'Schuld is eS nich, aber an deiner
Stelle, da tät ich mich in Herze 'nein
schämen, daß ich mich Lberhaupt ßioch
amul sehen ließel"
Ercole stotterte etwa zusammen.
Er war auß der Fassung gebrocht,
denn er hatte sich jetzt, da ihm daS
schnellfüßige Gerücht der Landstraße
allerlei BöseS seiner südlich Heimat
zugetragen hatte, die Rückkehr voller
Neue so schön bequem alS Nettungs
Hasen gedacht. Aber der kalte, gleich
gültige Ton beunruhigte ihn mehr.
alS es Schimpsworte getan hätten.
Frau Emma zeigte auf die Tür.
,Da is der Weg für dich." sagte
sie. .Wenn ein Mensch mir wa!
BöseS angetan hat, dann bist du'S
gttvcsen. Aber es iS schun lange
her. Ich den' manchmal, es is gar
nich mehr wahr. Es tut nich mal
mehr weh. Ich hab' geglaubt, du
bist weg und vielleicht schon lange
tot!" ,
Der Landstreicher, in dem noch der
Aberglaube seiner Heimat leben
mochte, zuckte zusammen, als ob er
widersprechen, wollte. Adel die ruhige
Stimme zwang ihn zum Schweigen.
.Stille bist! Hier is mein Laden,
un' hier red' ich. . Aber nich mit
dir."
Sie grisf !n die Schublade hinter
dem Tisch und lachte kurz auf:
.Die Schieblade kennst noch ;
was? Die haste damals leer ge
macht und mein Herze auch. Aber
es is nischt leer geblieben. Hier aus
der Kasse da tu ich dir jetzt einen!
Taler geben, daS is alles, was ich
noch für dich übrig hab'. Aber eine
Bedingung das de glei' gehst '
uff der Stelle! Sunst geb' ich dir
den Taler auch nich!" )
Der alte Ercole sah in diesem
Augenblick erbärmlich zusammenge
fallen aus. Er fenkte den Kopf,
blickte verlegen um sich und nahm
das Geldstück vom Tisch. Und im
flimmernden Licht des Sommer
abends schlich er sich über die Stein
stufen zur Tür hinaus und verschwand
ohne Wort und Gruß draußen auf
dem Marktplatz.
Frau Emma vergaß, daß sie hatte
abschließen wollen, setzte sich auf einen
umgestülpten Obstkorb und legte die
Hände vor daS Gesicht.
Da schrak sie auf. Draußen
stampfte ein nägclklirrender Schritt
auf den Steinen, und in breit'
schultriger derber Infanterist kam in
den Laden.
N'Abend ok, Mutter," rief er
fröhlich der aufstehenden Frau zu,
.weißte was? Die Leute sprechen,
mit Italien gibt's auch noch Krieg!"
Frau Emma umfaßte die kräftige
Gestalt mit ihren Armen.
.Ich hab mir'sch glei' gedacht,
August," sagte sie langsam, .und du
August wenn's halt so is und
du kannst dich melden daß du
dahin kommst ich,rneme als Frer
williger oder so mir is es recht,
August!" ,
Seidenbau in Teutschland.
Die Handelskammer in Krefeld
hat sich in neuerer Zeit mit Bestie
düngen beschäftigt, die eine Auf
nähme des Seidenbaues in Deutsche
land bezwecken, um Deutschland
auch aus diesem Gebiet von der Ber,
sorgung mit Rohstoffen aus dem
Auslande unabhängig zu machen.
Da diefe Frage für Krefeld von
ganz besonderer Bedeutung ist, so
darf das, was der zweite Vorsitzen
de der Handelskammer, Kommec
zienrat Krohnen, als Fachmann dar
über sagte, auf allgemeine Beach
tung Anspruch machen. Er bemerk
te, daß diese Bestrebungen nicht auf
allen Gebieten durchführbar seien,
teils wegen der klimatischen, teils
wegen der kulturellen Verhältnisse.
Schon Friedrich der Große habe
einen Versuch mit der Einführung
des Seidenbaues in Deutschland ge
macht, doch sei er ohne Erfolg ge
blieben. Der Custos des Botanischen
Gartens in Dahlem, Prof. Dr. Udo
Dammer, habe seit einigen Jahren
Versucht gemacht, die sich in einer
andern Richtung bewegten. Sie be
zögen sich auf die Aufzucht der Sei
denraupen mit Schwarzwurzelblät
tern, bei der er, wie es scheine, gute
Erfolge gehabt habe. Diese Zucht
könne weitern Kreisen zugänglich ge
macht werden, auch könnte darin
eine große Zahl Kriegsbeschädigter
eine Erwerbsmöglichkeit finden. Aus
Ausführungen des Prof. Dammer
gehe hervor, daß man bei der
Schwarzwurzelfütterung eine vier
bis fünfmalige Aufzucht erzielen
könne, wahrend das bei der Fütke
rung mit Maulbeerblättern nur ein
mal möglich sei. Auch die Beschaf
fenbeit der von diesen Raupen aezo
genen Seiden habe allen Anforve-
rungen entsprochen. Im Glänze
soll sie der andern Seide sogar über
legen sein.
Herr Krohnen stand dem Erfola
dieser Bestrebungen etwas zweifelnd
gegenüber, wenn er auch nicht ver
kannte, daß eS im vorliegenden Falle
anders sein könne, als bei den bis
herigen Mißerfolgen. Es habe sich
eine deutsche Seidenbaugesellschafl
gebildet, die die Versuche weiter zu
entwickeln und durchzuführen gewillt
sei. Ob der Bedarf Deutschlands
an Seide auf diese Weise zu decken
sei. das sei eine schwerwiegende Fra
ge, die er heute nicht erörtern wolle.
ES seien noch andere schwere Beden
kcn auS dem Wcae zu räumen. Co.
'Unsere
Schuitt!chr-Vstlk
Hiibsches Sommerkleid, fit. 1683.
Aul den klein Cllzze Ist die Stück
nsicht wie auch Ue Briisidsorm der Blusi
ersichtlich. Dies wird oul peißem Ba
tist gearbeitet, während Bolkro und Rck
chen
au, glklchem IlNatkiial besten. Pas,
sind Stosse sind Serge,
Gabardine.
one, Organdie und einfache ChallicI.
Den Saum dti Rocket wie auch die Rän
der bei Bolero besetzt man mit Spitzen
oder kleinen gefalteten Bandruschen. Zum
ganzen Kleide benötigt man bj FardS
Material bei 44 Zoll Breite; ohne Bolo
Z Z)ard weniger. Schnittmuster .smhMr
Mädchen von 12, U'mb'mmStäß'
hä'ttich. -
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Omaba Tribüne Pattern Dept
1311 H,,rd et.
die Frage des Spinnens der Seid?
dieser Kokons, die eine 'außerordent
liche Geschicklichkeit voraussetze.
Nach einer Ausstellung habe
Deutschland im Jahre 1913 einen
Rohfeidenverbrauch von 4,300.000
Kilogramm im Werte von 160 Mil
lionen Mark gehabt. Um die dazu
nötige Menge an Kokons zu erzeu
gen, bedürfe es nach den Dammer
schen Angaben einer Zahl von 400,,
000 Köpfen. Außerdem seien für
die Abspinnung 20.000 bis 25,000
Spinnerinnen notwendig, wenn man
berechn, daß sie bei 300 Arbeitsta
gen täglich 500 Gramm zu spinnen
vermöchten. Unter diesen Umständen
habe er keine allzu großen Hoffnua
gen, daß eine heimische Zucht den
Bedarf zu decken vermöge. Es trä
ten aber auch noch andere Bedenken
hervor.
Das Seidengewerbe in Deutschland
habe seit 1870 einen bedeutenden
Aufschwung genommen. Es habe
seinen Bedarf an Seiden nach frei
em Ermessen in den gewünschten
Arten vom Auslande, das über bil
ligere Arbeitskräfte verfuge, bezie
hen können. Wenn nun die Auf
zucht in Deutschland eingeführt wer
de, so sei die Gefahr gegeben, daß
mit Zöllen gegen die ausländischen
Seiden vorgegangen werde.
.. , i - i
Reichlich. Bekannter: .Nun,
haben Sie Ihr Honorar von dem ver
storbenen Tischlermeister bekommen?"
Arzt: O ia, er hat in seinem
Testament den Erlös dcZ Mobiliar
für mich bestimmt".
Bekannter: .Deckte das denn Ihre
Rechnung?"
Arzt: Reichlich; er hatte sogar
noch fechS Wochen krank fein können!"
Entschuldigung
gru nd. .Herr, Sie habe sich ja
auf meinen Zylinder gesetzt".
.Aber höchstens zwei Minuten
Boshafte Frage. A.:
Sie -trinken ja feit einiger Zeit gar
kein Bier mehr?"
B. (dessen Frau Aerztm ist):
.Meine Frau hat es mir verboten."
A.: .Als Frau oder als Aerztm!'
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Starke Betverbung der Kon
testanten umdieSpezial
Stimmen im Auto-Kontesl!
Dke Zeit silr öke Gewinnung öes Extra-prelfes
von $25 filr öie meisten Stimmen in
der ersten Woche der Spezialstim
men läuft morgen ab!
Carl Nohbein aus Zefserson County, Aebr.,
f heute wieder an der Spitze!
Die Bewerbung der Kontestantcn
um die Spezialstimmm wird von
Tag zu Tag intensiver. Die Zeit
der Spczialstimmen wird kürzer und
endet am nächsten Donnerstag, den
15. uni. Es ist deshalb leicht be
reiflich, weshalb der sricdliche Wett
streit lebhafter wird. Jeder onte
stant trachtet den großen Vorspruna
zu erreichen, der während der Zeit
der Doppklstimmen von keinem cr
reicht wurde. Jetzt hat man dazu
nock die best Gelegenheit und die
will sich keiner der Kontestantcn un.
benutzt entgehen lassen.
Morgen schließt die Zeit sur oie
Gewinnung des Extrapreises von
$25 für die meisten Stimmen in der
ersten Woche der Spezialistmmen.
Es ist zu hoffen, dak alle !lonlc,lan.
ten ihre Berichte morgen prompt an
uns einsenden werden. Da verschie
dcno Kontestanten weit von Omaha
wohnen, wird es wohl einige Tage
dauern, bis alle Einsendungen ein
treffen "und wir den Namen des
Gewinners bekannt geben können.
Namen und Stimmenzahl der Uontestanten:
Carl Hohbein, Jefferso Co. ............
Üouis Pinnow, Pottawattmnie County, Ja.
Snrti ASnrrf. Bovd Co ,
Conrad Ginder, Wcld Co., Colo
Anton Westerman, Tedge Co
Ernst Echeer, Jr., Knox Co
Paul Meyer, Washington Co....
I. P. Noth, Scotts Bluff Co
Jghn Reimer, Pottawattamie Co., Ja
Fried. Klein, Gregory Co., S. Dak
Mr. F. Michael, Kandiyohi Minn
Gco. Peters, Wahne Co
Fr. Naglo, Jackson Co., Texas
Emil Äufahl, Coffcy Co., Kans
Mrs. Frank Braun, Pulaski Co Jnd
Otto Fritz, Livingston Co., Jll
F. I. Eyberg, Pottawattamie Co., Za. . r . . . .
Heinrich Knaack, Washington Co
Adolph Neichmuth, Withman Co., Wash
B. Halfpap, Webster Co., Ja.
August Wendt, Lseniarv
Harry Baulisch, Ehelich
Zwölf neue Carnegie Bibliotheken.
, Des Moines, Ja., 6. Juni. An
drcm Carncaie bat in 12 Städten
in Iowa Bibliotheken gestiftet, wel,
cbe nock im Laufe dieses Jahres er.
richtet werden sollen. Die Kosten
für hipMben betragen insaekamr
$106,000. Die glücklichen Städte
sind: Aeösord, BrM, lear Hatt,
Kreenfield. Sambura. Sarlan. Lo
gan. Malvern, Mount Ayr, Sibley,
Nernbeck. Leeds. Im Ganzen , be.
sitzt Iowa jetzt 98 Bibliotheken und
8 Carnegie College nonotyelen im
Gesamtwerte von $l,57,5UU. .
Dritter Selbstmord in FaMrlie.
Siour City, Ja., 5. Juni. Die
Witwe des Farmers George Petcr
sno beging gestern auf ihrer bei
Correctionsville gelesenen Farm
durck Erbmaen Selbstmord. Bor
drei Jahren hatte ihre Mutter, und
im letzten Herbst ihr Mann eben
falls öurch Erhängen Selbstmord be
gangen.
Altbewährtes Mittel
gegen Danfkrankheil
S. S. S vertreibt das Gift ans
dem System. ,
' Vergessen Sie nicht, daß Haut
ausschläge wie Skrofeln, Eczema,
Haut.Brennen und Jucken, sowie alle
Hautkrankheiten von unreinem Blut
herrühren. Wenn es nur eine au.
ßerliche Krankheit wäre, könntm Sie
sie durch einfaches Abwäschen kurie
ren und brauchten nicht einmal Sal
den und Einreibungen. Wenn Sie
daran glauben, können -Sie kunert
werden. S. S. S. ist eine reine
PfUmzenmedizin, die Sie bei Ihrem
Apotheker kaufen können. Es ist
ein Blutmittel, das das Blut rei
nigt und Ihrem Leiden sofort Er.
leichterung schafft, und Sie schließ
lich gesund macht. S. S. S. wurde
vor 60 Jahren erfunden und hat seit
dieser Zeit seinen Ruf als Blutbe
leb er m lausenden Fallen bewahrt.
ES hat tausend von chronischen wie
anderen Hautkrankheiten kunert.
Auch Sie können kuriert werden,
wenn Sie S. S. S. einnehmen.
Brauchen Sie daher nichts Anderes.
erlangen Sie S. S. S. von Ihrem
Apotheker. Falls Ihr Fall ein be-
sonderer ist, schreiben Sie wegen
fachmännischem Rat an Swift Spe
nfic Co., Atlanta, Ga.
JPlla.S6Ki)ci fffftlu man kl .Cmaja tilMn
Heute werden die Kontestanten.
die noch immer in der 10.00 Klasss
standen, von der Kontestantentisle
gestrichen. Diese Herren hatten hin.
reichend Gelegenheit, in den fricd.
liehen Wettstreit einzugreifen, und
da sie es auS dem einen oder an.
deren Grunde nicht getan, hat es
keinen Wert, sie noch länger in der
Liste zu führen. Im Jalle jedoch
irgend einer dieser Kontestanten sich
noch zu ernster Arbeit aufraffen und
eine ansehnliche Anzahl von Bestcl.
lungen einsenden sollte, so sind wir
selbstverständlich gerne bereit, seinen
Namen der Kontcstantenliste wieder
einzuverleiben. In der Tat würde
eine solche Ueberraschung dem Leiter
des Kontestes eine ganz besondere
Freude machen.
Kontestant Carl Hohbein aus Jcf.
ferson County, Ncbr., steht heute
wieder an der Spitze; an zweiter
Stelle steht Louis Pinnow aus Pot.
tawattamie County, Ja., und an
dritter Henry Hocck aus Boyd Co.
182,300
181,400
181,100
277,200
176,300
16100
144,00
1.'Z9,000
137,100
.89,300
.63,300
.38,100
.38,100
.38,000
.35,000
.26,000
.26,000
.26,000
.1M)
.14,000
.10,200
.10,100
o
Co.. Iowa
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