Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, May 09, 1916, Image 5

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    Cmaj Tribüne, Tlenitaz, 9. Msk 1910. Crite 5.
s .smllm-Wsmicrcitt!
Durch Jrml Pnft"r Mirkler, Co.
ZuinlnlZ, zici grob iltsint stiel
der.
Ungenannt, Vin Ballen .ileuVr.
Herr Max (Si'i)cr wur so gütig,
llttö drei- jn,ie z,l schenken,
welche Herr Npothckcr Uifrrrielt an
der ÜO. und garnaul Zt, für uns
brrfaufte irni unü $10 eiiihäiidigte.
Dem Geber und Vcrlänfcr hcrzli.
djert Dank. 4
Folgender Vricf erklärt sich von
selk'jt. Ich bin besonder! stolz dar
auf, dak meine rifrlgsten Mitar
bettet hier und iin Staate gleich mir
-aui Oesterreich gebürtig sind.
Frau B. Getzschinann,
Vvrsitzmde.
ebrabka City, 2. Mai.
Sehr gehrto Frau Eettzschinann;
- ßiri Kirrniit finni (Jbmt in.
Betrage von $ll)G.25, wovon und
$160.00 fiir daö goldene Buch" zu
..flingcn, $10 durch Verlosung der
schon früher erwähnten zuei Hand
arbeiten, und $0.25 durch Verkauf
lion Nägeln. Tasz wir für das
Gold.Blatt- so schöne Erfolge er
zielten, verdanken wir hauptsächlich
det gütigen Untcrstlihnng, welche
aus unseren Nachbarstädtcn zuteil
wurde, unter welchen sich besonders
Berlin, dank der tatkräftigen Hilfe
der Herrm Fritz L. Hillmann und
Rev. A. Th. Mikkclscn in hervor
ragender Speise auszeichnete, und wir
veröffentlichen hiermit die Beitrags
liste der ev. luth. St. LukaS C3c
uicinde, Berlin. Neb.:
Johir Wolf. $5; John Tipkcn, $5;
I. L. Hillmann $5; Fritz Neu.
ter. $5; Tavid Nentcr, $2; Hein
rich Junge, $2; Henry Hillmann,
ZI; Henry Bohlmanu. $1; Fred H.
Äose. $1; G. H. Rocttger. ZI; Dick
Wohlmann, ZI; Alfred Borchcrding.
ZI; L. F. Ticde, $1; H. W. Jo
hattncs, ZI; Will. Reuter, tzl; Tick
och, $1; Heinrich Bose, $1; Henry
Paap. ?l; H. H. Hillmann, ?1; O.
I. Pugh, tzl; Tr. D. H. Schall,
tzl; William Knabe, $1; Fritz Rotr
inann. ZI; George Frey, ZI; John
Brcdckopf, ZI; Iritz D. Hillmann,
ZI; Albert Sieincrs, ZI; Claus
Roders. $1; Aug. Wohlers. ZI; Ed
ward Schuctz, ZI; Fritz Antwciler,
ZU H. C. Jung. ZI; Henry Kempke.
Zl; Louis Carucn, ZI; Henry Laatz.
Zlz Carl Roh. Jr., ZI; Louis Jung,
ZI; Aug. Schmahlfuß, 50c; John I.
Wiebusch, 50c; Herntann Boje; tiüc;
Robert Noß. 50c; Frau Mich. Ru
der, 60c; Frau, Carl Slot, Jr., 50c;
Frau LouiS Carsten, 50c"; Fkau Hen.
ry"KemPke, 50c; Frk. Maria Jung,
50t; Frau Carl Nosz. Scn.. 50c;
Frau Henry Stiebe, 50c; Frau Will.
RuehS, 50c; Frau Will. Jung. SOr;
John Wiebusch. ZI; S. H. Äuck, ZI;
Erlaub mir, ein von dort erhal.
tenei Schreiben zum Abdruck zu
bringen, weil cS durch seine lieben,
schlichten Worte Kenntnis ablegt, von
der wahrhast edlen Gesinnung der
beiden oben erwähnten Herreü.
Werte Frau Zcrbs und Taslcrl
Anbei sende ich Ihnen einen 33c
trag von $70. Ich habe große Freu,
de daran gehabt, die Gelder für
vie guie ouajc, oie uns anen jcijr
rnw ,Cn.iim iirtif ltt fnmmnsrt TSrt
n. i'iioiit tiit, qia.
Herzen, der Geber waren alle , f
fett und gcbcZrelchig. Dann mach. vs
ja auch doppelte Freude, ein solches
Werk zu tun. Wir hoffen und wün
schcn, daß das Geld nun auch ein
wenig helfe möge, wo es hinkommt.
Möge Gottes Segen es geleiten. Es
rirtfallen davon für das Gold-Buch"
$65.50, und der Rest der Summe
von Z6.50 ist für Lose bestimmt und
ich bitte, dieselben bei der Verlo
slmg zubcrücksichtigett.
Die Geber erwarten, daß diese
Spende auSschlichlich für da3 Note
Kreuz verwendet werde.
- Zeichne mit trcudeutschcm Gruß,
- achtungsvoll
F. H. Hillmann.
Hut ab, vor Berlin!
' Ferner erhielten wir von Syraeu
fe, durch Vermittelung des Herrn
. Neutcr: Fritz Ncuter. Z10; Henry
Hauschild. $10; I. Reimer, $2; F.
Nicklas, ZI.
Von Dunbar durch Bemühung der
, Herren ' F. W. Frenzel und Otto
Siemers: ChaS. Bremer, Z2; Otto
SiemörS. Z2; Tick Evers. Z2; John
Nies, Z2; Henry Griepcnstroh. $2;
Adolf Weiler. ZZ; Gco. Wilhelm.
$2; Ben Wattcnl'crg. Z1.50; H.
Cchroeder. ZI; Hentt, Karßpeck, $1;
Henry Schnetie, Zl; Aug. Guenther,
Sl: Wm EttciiS. Zl; Karl Seiner,
S0c; I. Kschpcl, 25c; F. W. Fren
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iii i8.
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- XjSezi1 ' " .'V'1- ' 'x "K
I lUlIlth ' ' ' V
zi'l. ZZ.
Bon Talmage: Hermann Hrl
mers. Z5; Geo. Allgaier, Z2; .Uarl
Tonderegger, Beatrice, Z.?; Win.
und Eul Lspaiiner. tzl; Joh. Tni.
der. von Miniicsata. Zl.
Gesainnirlt in Nebrakka City:
Theo. A. Sauer. Zl; vo C. Weis,
Zl; Mev, W. K. Schulz. Zl; Sam
Goldberg. tzt; Jvbn Faßbender. Zl;
Anton Schlosser, Z! ; D. W. Schmin.
ke. Zl; H. G. UarstenS. ZI; Fred
Weber. 50c; Herm. Burger, Zl;
Herr und Frau ChaS. Nebhan. Zl;
A. B. Wilson. Zl; F. . Tam
mon. Zl; A. Namold. ZI; Nick I.
Schnitz. Zl; I. Ncinsch. Zl; A. P.
Wenzl, ZI; Henry Gripp. ZZ; Her
Nlann Frenzel, Z2; Henry Rink, Zl;
Turch Verkauf von Nägeln: Arse
nisuZ 5Iu!vit,ky, 25c; Chrlsiine Ku.
witzky, 25c; Andreas Namold. 25c;
Herr und Frau R. Franz, Kaiisas
City, Mo., 50c; Franz Christen,
$1.50. Emma Ulmschneider. Zl;
Frau Ch. Nebhan, 25c; Herbert
Christen, 25c, Huron, S. D.; Frau
Max Gudde. 25c; Joe Zerbö. 50c;
Th. Tasler, Zl; und Joe Neinsch.
25c.
Leider ist eö unS nicht möglich,
obigem Bericht daS 5. Gold-Blatt
hinzuzufügen, da noch immer einzel
ne leere Linien auf mildtätige Zeich,
ner warten, hoffen aber zuvcklicht.
lich, durch einen -rrfolgrcichen Schluss
das Werk der Barmherzigkeit krön
ucn zu könne. Es gibt ja immer
noch edelmütige und rechtlich den
kende Menschen, wie obiges Bei
spiel beweist, welche niit dafür sor
gen, das; unserem armen deutschen
Volke das zum Lebcil nötige Brot,
welches niit Tränen gegessen wird,
nicht gänzlich vorenthalten wird.
Endlich sind auch die zwei Sa
chcn, Zcitungsmappe und Kissen, im
hiesigen Ratskeller zur Verlosung gc.
kommen, und waren die glücklichen
Gewinner die Herren Henry Rink,
Nebraska City, und Phillip Scholl.
Jiilian, Neb. Da diese Verlosung
wider alles Erwarten, eine recht
hübsche Summe einbrachte, wollen
wir baö Werk weiter führen und
einen prachtvollen Wandkorb in
Knüpfarbeit, gestiftet von Frau, F.
Nodky,,und um schönes Nachtkleid,
mit gehäkelter Passe und Aenneltt,
gegeben von Frl. Agnes Tasler, zur
Verlasung bringen.
Allen demenigen. die uns bei die
sein Werke unterstützten, besonders
Frau Henry Miller, Unadilla, Herrn
Hillmann unö Rev. Mitfdsm. Bes.;
Iin, u. Herrn Franz Christen, Paul.
Neb., unserm besten Tank, verbun.
den nkit der Bitte, uns auch weiter
hm ihre Hilfe angedeuien zu la
sen. ,
Mit treu-deutschein Gnche und
dem Ausdruck vorzüglichster Hochach.
tung,
Anna Zerbs,
- Th. Tsler.
, Hilföfond.
H. Oestman Johnsen . .. Z2.00
John Meier. Crete . . . 'Z3.00
' Anfrns!
Omaha. 8. Mal 1016.
Werter Delegat!
Ter Omaha Ortsverband wird
am Freitag, 12. Mai. feine rege!
mähige Versammlung im Deutschen
Hause abhalten und alle Delegateil
sind dringend ersucht, bestimmt zu
erscheinen. Bericht des !i:inderchor.
Komitee's, sowie wichtige Bespre
chung deS Oinaha Schillkomitcc's.
Aug. F. Specht, Sckr.
Zu drrkanskn: Neues, modern
Haus mit 6 großen Zimmern,
östliche Front, in guter Nachbar
schast. Großer Gärten mit Obst
bäumm, $3200. Telephoniert an:
Vmson 1V5.J
ES bezahlt sich, in den Klas.
sifizirten Anzeigen" der Tribüne zu
anninnren. . ,
Die Y. M. C. A.
unterhält Nachmittags und Abend
Kurse in Englisch. Lesen, Schrei,
ben und Buchstabieren, Elementar,
lehre unö Grammatik werden ge
lehrt. '
Nachmittagsschule (5 Tage in der
Woche) Z5.00 Pro Monat.
Abendschule (Montag, Mittwoch.
Freitag) Z 1.50 per Monat.
Bei Erlangung der ersten und
zweiten Bürgerpapiers wird unent
geltlich Nat erteilt. Fremde werden
in jeder möglichen Weise unterstützt.
17. . Harke, Str. Tel. Thier 1600.
miiwmimmmmmMmimfm
'-,; .ogr -ve
-'r- .---mzi.
im&a-vfowitterLi. StS." j,- I i f 9
ii in r tMiiiiMii 1 ii ui mti vf m nnuüitflrti mMttH,iMiB vtt ,7,',
ktterslssS.
kkizze von Albert MohkaF.
' CU scißkn am Kaffkktlsch, Ut
fleniicr WalUi mit feinet Jr.m und
ihre Tochter, welche aus Besuch war.
Da (Äkjprüch kam bald auf ihren
Jüngsten. .Elölide. dcih er nicht ae
schrieben hat', sagte die Tochter, .ich
bin zerade deshalb hergekommen, um
Zu hören, wag er schreibt."
.Er schreibt jetzi so selten", klagte
der Vater, .er hat so schweren
Aleiiil.
' .In seiner Nähe muß eZ ein Ge
fecht gegeben haben. Habt ihr et
Nlcyk gele en ?
Gespannt horchte der alle Waller
au ; d5'N er war allezeit ein betörst'
in Vater gewesen, und lebte ei
S entlich immer in Angst um seinen
lllngsten. .Ich lese doch alle
riegsberichte. und mir ist Nicht? auf
gefallen.
Ei stand auch nicht in unseren
rlegsverichten, londern im rusw
schcn. Wie gut, daß ich daS Blatt
aufgehoben habe." Sie entfaltete
ein Zeitung uns las:. . . .In der
Nacht vom 1Y, zum 18.. Überfielen
wir bei einem Cchneeslurm eine vor
geschobene Stellung südwestlich des
Sc.'SkeS und machten die Besatzung
nieder. ...
Eine Weile herrschte Stille; dann
begann die Tochter wiederum: Heu
te ist der 24. Wenn er am 18. ge
schrieben hätte, so könnte die Nach
rich! schon hier seien; denn ungefähr
so lange brauchen die Briefe."
Daö Gespräch wollte nicht mehr
recht in Gang kommen, und kurze
Zeit darauf verabschiedete sich .die
Tochter. Die Mutter begleitete sie
ein Stückchen, um auf dem Rück
Wege gleich zum Äbendessen einzuho
len.
V.iter Walter war allein. Er
raucht sich eine Zigarre an, fetzte sich
an den Schreibtisch und grübelte.
Bald erlosch die Zigarre. Wie hatte
dbch sein Jüngster geschrieben? Er
kramie in einem Karton -mit Feld
postbriefen und fand bald daö Ge
suchte:. . . Wir halten eine vorgefcho
bene Stellung am rechten Ufer des
N.Skes. DaS Gelände ist hügelig.
Der Russe, liegt höher und kann un
sere Stellung einsehen. Da heißt es
aufpassen. Der See ist zugefroren.
Der Russe versucht, über den See zu
kommen; es ist ihm aber bis jetzt
richt geglückt. Im See ist eine In
sei. Wir nennen sie die Toteninsel;
denn sie geht aus einer Hand m die
ndere und hat uns schon viele Ler
luste gebracht. Wir haben jetzt ziem
lich Frost und seit gestern Schnee
treiben.". . . ,
Er nimmt eine Nriegskarte bor
und sucht den See. Es wird ihm
nicht scheJr, ihn zu finden, denn er
hat ihn bereits mit einem Bleifeder'
kreis umgeben. Er vertieft - sich in
die Karle. Welches ist nun das rech
te Ufer? Richtig, da fließt ja ein
Fluß .durch den See. Er fließt von
Norden nach Süden. Also ist mit
dem rechten Ui:r wohl das westliche
gemeint. Aber dann können die
Russen ja nicht höher liegen als wir
und unsere Stellungen einsehen. Sie
müssen also am Ostufer liegen; denn
sicher steigt doch daö Gelände vom
See auS allmählich an. ES wird ihm
nicht möglich, Klarheit zu finden. Er
zeichnet mit einer Bleifeder den &tt
groß auf ein Blatt Papier und legt
die Schützengraben so und so; eZ will
nicht stimmen. 1
Seine Frau reißt ihn endlich auZ
seinem Grübeln. Beim Abendessen
wird wenig gesprochen. Einmal, als
feint Frau versucht, ihn öuf andere
Gedanken zu bringen, fährt er sie
hart an. Aber er ärgert sich schon im
nächsten Augenblick über seinen grö
ben Ton.
Nach dem Essen zieht er seinen
Mantel an und will zum Stamm
tisch gehen. Vielleicht können seine
freunde ihm die bösen Gedanken ver
scheuchen. Aber nach wenigen hun
dert. Schritten kehrt er um; eö
scheint ihm 'unrecht, seine Frau
heute abend allein zu lassen. Sicher
Ist sie wie r in Sorge um den Jüng
sie. Und so sitzen sie bald beide
an der KriegZkarte und grübeln.
Dann werden die Briefe aus den
letzten Wochen vorgeholt und durch
gesehen. Mit lauter Stimme lesen
sli die Stellen,. die ihnen Aufschluß
eben könnten, wo ihr Junge liegt.
Mit schwerem Herzen gehen siezu
Lett.
Sie schlafen wenig und unruhig.
Es mochte gegen ö Uhr sein, da
richtet Walter sich mit jähem Ruck
im Bette auf. Was er am Tage
vorher unter Anspannung aller
Krästt nicht gefunden hat, daö ist
Ihm plötzlich im Halbschlummer klar
'geworden. Er sah die Schützengrä
ben leibhastig vor sich; sie gingen
hat am See entlang und zogen sich
dann unabsehbar 'weit nach Süden
hin. Dort lag sein Sohn. Er sah
ihn ganz genau. RechtS vom See
lag er. .Also ist das rechte User
das südliche", fällt es ihm da plötz
lich ein. So plötzlich und so stark
dringt, dieser Gedanke auf ihn ein,
daß er ihm richtig einen körperlichen
Schmerz verursacht. Er fährt im
Bette hock, dreht daS 'elektrische Licht
n, steht auf, zieht sich notdürftig an
und setzt sich sofort an den Schreib'
sisch. Wieder zeichnet er den See mit
u Tötenliiscl und die schützengrä
ben, und jetzt siimnit olle unheimlich
genau. Ein schwerer Seufzer ent
ringt sich seiner Brust, die leifeder
entgleitet seiner Hand, und sein Blick
starrt in Leer,.
Da kommt seine rau. Er ei!
klärt ihr hastig, was hm eben einge
falls ist. in Mutterherz gibt nichl
gleich die Hoffnung auf. Sie ver
sucht darum, ihm seine Ueberzeugung
auszureden. Er aber vergleicht noch
einmal den russischen Generalstabs
bericht mit den betreffenden Stellen
In . den Briefen und zeigt ihr an
seiner Kartenskizze, wie auffallend
alles zusammenstimme. .Sieh her.
hier stehen die Russen, hier stehen
unsere Soldaten, hier gehen die Rus
sen, über den südlichen Zipfel deS
SeeS. hier hinter der Toteninsel
finden sie Deckung, hier fallen sieden
Unserigen in den Rücken, so siehst
du! Hier hat also der Kampf statt
gefunden südwestlich deS SeeS.
Siehst du, eö stimmt ganz genau, eS
ist richtig!"
Seine Beweisführung leuchtet ihr
ein, und auch sie wird ängstlich. Er
aber ist jetzt fst davon überzeugt,
laß sein Jüngster beim Uebersall zu
gegen wa .Der Aermste; auf diese
Weise mugte er umkommen! Wenn
er noch in osfener Feldschlacht ae
allen wäre, dann mußte man zu
rieben sein; denn daS ist Soldaten
öS. Aber so heimtückisch überfallen
zu werden, daS ist gemein! Da steh!
er auf Posten, einsam, nichts Böse?
ahnend, und plötzlich, wie auS der
Erde gewachsen, steht ein baumlange,
Kerl vor ihm und schwingt will
den Kolben. Unser Junge ist ja
immer so weich gewesen und er ist
ja noch so jung; der kann sich doch
gar nicht wehren. Ehe er zur Be
sinnung kommt, schlägt der bäum
lange Kerl zu; der Helm fällt ihm
vom Kopfe, daS Blut". . . .Hör
auf!" fchreit seine Frau. .Ich kann'?
nicht hören!" Er aber achtet kaum
darauf; er redet sich immer mehr i
Ausregung hinein, und seine eigenen
Worte überzeugen ihn, je länger, jf
mehr. Seine Nerven waren schon
lange überreizt und verbraucht; jetzt
versagen sie vollkommen den Dienst,
Seine Hände fangen an zu zittern,
seine Stimme überschlägt sich, und
mit einem Seufzer, der wie der Auf
schrei eineS gequälten Tieres klingt,
wirft er sich in die Sofaeckc.
Seine Frau bewahrt mehr Fas
sung. , Sie eilt in die Küche und
kommt bald mit einer Tasse Kaffee
zurück. Zitternd 'reicht sie ihm
dieselbe. Er nimmt einen kräftigen
Schluck und kauert dann wieder er
schöpft und teinahmlos in der Sofa
ecke. Seine Züge erscheinen greisen
haft verfallen. Jeder Tropfen Blut
ist auö dem Gesicht gewichen. - -
.Weißt du", fängt feine Frau noch
einmal an, .ich kann's noch immer
nicht glauben. In einer Biertelstunde
lommt die Post. Vielleicht bringt sie
uns etwas von ihm."
.Ich habe keine Hoffnung mehr",
stöhnt der Mann. Ich habe rS schon
lange gefühlt, daß ich ihn hergeben
muß. Wenn ich doch bloß erst Ge
mißheit hätte!" Er steht aber doch
auf, geht unruhig im Zimmer um
her und sieht wiederholt nach der
Uhr.
Dann stehen sie beide aus dem
Korridor und lauschen auf jeden
Schritt. Jetzt kommt der Briefträ
ger; sie erkennen ihn am Tritt. Ihr
Blut hämmert wild in den Schlä
fen. Sie müssen sich an die Pfosten
lehnen, um nicht umzusinken. Jetzt
bleibt er stehen und kramt in der
Tasche. Zwei flackernde Augen be
obachten jede seiner Bewegungen
durch daö Guckloch. Jetzt steckt er den
Brief durch den Einwurf. Er wird
ihm aus der Hand gerissen. Der
Umschlag geht in Fetzen.und da steht'S
fest und deutlich: .R..en 18. Fe
bruar 1916."
Die Buchstaben tanzen vor ihren
Augen; sie können nicht weiter lesen.
Schwindelnd heiß steigt'S auf : zum
Herzen. 2ßie ein Dankgebet klingen
die Seufzer. , '
Und nun ringt die überquellende
Freude nach einem Ausdruck. Und da
nimm: der alte Mann, der eben noch
so greisenhaft verlassen aussah, seine
weinmde und lachende Frau in seine
Arm: und küßt ne wild auf Stirne,
Wangen und Mund,' immer und im
mer wieder, und rast dann wie ein
Trunkener mit ihr durch den Körri
dort nach dem Zimmer. .
, ' m m m , .,. -gj
Heringskartoffeln. Zwei
Heringe werden sauber geputzt, eint
ge Stunden gewässert und in kleine
Würfel geschnitten. Während dieser
Zeit werden die gewaschenen Kartos
feln in der Schale weichgekocht, ge
schält und in messerrückendicke Schei
ben geschnitten. Eine Auflaufform
wird mit etwas Fett bestrichen und
wie folgt gefüllt: Auf den Boden der
Form gibt man eine fingerdicke Lag,
artoffelblättchtn, daraus in wenig
Fett gedämpfte Zwiebel und He
ringkwürfel, welches mal, mit zwei
Eßlöffel Dick, oder füßer Milch
Wergie.ßl. Nun kommen wieder Kar
toffelscheiben,' Zwiebel usw.. biS alles
eingefüllt ist. Die letzte Lage müssen
Kartoffeln fein, die man mit eiwaS
geriebenem Brot überstreut und- mil
Milch begießt. Bor der Mahlzeil
werden die Kartoffeln Stunde in
dgi teißcn Backofen fic&tft'
Eine Meiallschahkammer.
''Bei der durch den Krieg und die
ilbsperrung von vielen nnnenreichen
Ländern, aus denen Deutschland bis
zum Kriegsausbruche seinen Bedarf
zn Erzen uno Edelmetallen deckte, ge.
steigerten Nachfrage insbesondere nack
Kupser, flicht minder aber auch nach
Gold. Silber. Blei und Eisen wird
häusig die Frage ausgeworfen, ob
nicht in den von den Truppen der
Zentralmächte und Bulgarien besetz
ten Gebietsteilen derBalkani,lbinsel
solche Metalle zu finden seien. Man
denkt dabei wohl an Serbien, wo
man an verschiedenen Stellen Kvp
fer festgestellt hat, das aber noch nicht
abgebaut wurde, und auch an die noch
wenig erforschten, ober nach den biö
herigtu Feststellungen ganz bedeuten
t den Lager von Kupfer und Eisen,
! erzen in Bulgarien, weit mehr aber
wendet sich die Aufmerksamkeit nach
ver ehemaligen ten-a lncugnita Eu
ropns, nach dem bis zum letzten Bal
' kankriege kaum erforschten Albanien.
! Die Vorsichtsmaßregeln, die die tur
kischen Beherrscher deS Landes ge
genüber unberufener Durchforschung
des BodenS getroffen hatten, mag
Wohl auch mit zu der Ansicht beige
tragen haben, daß hier große, unge-
hoben Schätze verborgen liegen. Je
der Fremdling, der den Boden Al
baniens betrat und eine Reise durch
das Land unternehmen wollte, mußte
sich der türkischen Regierung" gegen
über schriftlich verpflichten, nicht nach
Minen, also nach Erzen, Metallen
und Kohlen suchen zu wollen. ,
- Es ist mir nun vergönnt gewesen,
so schreibt ein Korrespondent, Alba,
nien im Laufe von mehreren Jahr
zehnten sehr häufig nach allen Rich,
hingen Hin durchreifen zu können
und- Hierbei Habe ich, wenn auch nuv
ganz oberflächlich (denn ich war nl
die auch von mir unterschriebene, oben
erwähnte Verpflichtung gebunden und
wurde überdies von den zu meinem
Schutze mir mktgegebenen Saytiehö
überwacht), an, manchen Punkten,
namentlich in den Gebieten deS mitt,
leren Drin, ferner an den Abhänge
der Rudska'Planina, sowie der Mala
Rieka daS Borhandensein von Koh
lenlagern, Eisenerzen und Kupfer fest
stellen können. Eingeborene erwähn
ten ferner gesprächsweise, daß noch
an anderen Punkten Ober, und Mit
telalbaniens (dagegen wohl kaum in
Slldalbanien) solche Funde , gemacht
worden seien. In der Tat ist das
Borkommen von Erzen und Meial
len in Albanien schon im Altertum
bekannt gewesen. Insbesondere be
standen Goldmine im Gebiete der
Pirusten, eines Stammes, der seine
Wohnsitze an der Grenze von Epirus
Nova, dem heutigen Nordalbanien,
am vereinigten Drin, hatte. ' Aber
schon im Mittelalter war keine Spur
mehr von diesen Minen vorhanden.
Doch werden in einem Dokument aus
dem Jahre 1595. das sich in dem
venezianischen Archiv befindet, noch
drei-. Silbergruben angegeben, die sich
in Nordalbaniek vorfänden: in Fand:
im Lande Dukadzin (heute zum Ge
biet der Mirediten gehörig), in Bus
gart (einem Dorf in der Nähe von
Alefsio, heute Bulkjeri genannt) und
In den Bergen oberhalb Alefsio. Eine,
dieser Gruben soll nach dem erwähn
ten Dokument auch Gold enthalten
haben.
Es dürfte also nahezu sicher, sein,
daß man in Albanien manche Erd
schätze finden wird. wenn nach dem
Kriege die Zeit für eine friedliche
und gründliche Erforschung desLan
des gekommen fein wird. Wieweit
sich freilich die allzu hochgespannten
Erwartungen, die man an die wissen
schaftliche Untersuchung der Boden
gestaltung Albaniens knüpft, verwirk
lichen wenden, ist noch nicht voraus
zusehen. . , . j
Es bezahlt sich, in den Klas.
sifizierten Anzeigen" der Tribüne zu
annoncieren.
rrY"K.v,--.
Lrll WJlr
gMMMWMrfW WMMM
I Maltless
j ; A;B
rffPnn
l Wn i Istiffi
W3.mAJü
AXEL W. JORGENSEN, Family Distributer.
. , . . . -
Der (Eifer Der 3CoiUclniUcii
jlchl filflficlj im il(o-3foiitcP!
Der friedliche Wettstreit um das seine Ford An.'
tomobil Ärd mit jeden: Tage interessanter!
, 4
John Reimer ans Pottaloattamle Connth, Ja.,
an der Spitze!
Die Kontestanien tm grossen 2ln
tomobil . solltest der Taalichen
Omaha Tribüne" zeigen täglich zu.
nehmenden Eifer, der Schritt hält
mit dem allgemeinen Interesse, daS
in deutschen Kreisen dem gresjen
Wettstreit entgegengebracht wird.
DaS deutsche Publikum im Westen ist
erfreut über deil Unternehmungsgeist
der Täglichen Omaha Tribüne, und
bereit, nach Kraft: ihre weitere
Verbreitung fördern zu helfen. Das
finden wir täglich in Brieseil aus,
die uns von vielen Orten zugehen.
Die Teutschen gehen von dein sehr
richtigen Standpunkte aus, daß die
Tägliche Omaha Tribüne als Vorzug,
licheö Tageblatt eine wichtige Ausga
be erfüllt und deshalb die denk,
bar weiteste Verbreitung haben soll,
te. Aus diesem Grunde helfen sie
den verschiedenen Kontestanten, die
dadurch einen erfeulichen Erfolg er
zielen können. Die Arbeit der Kon.
testanten wird durch dieses schätzenZ.
werte Entgegenkommen der Deut
scheu wesentlich erleichtert und spornt
zu größerem Fleiß an, wodurch al
lein ein Erfolg zu erzielen ist. Die
Namen und Stimmenzahl der Kontestanten:
John Reimer, Pottawattamle Co., Ja. . . . . .49,300
I. P. Roth, Scotts Bluff Co 47,000
Henry Hoeck, Bovd Co. 42,000
Fried. Mein, Grrgort, Co., S. Tak. 44,000
Anton Westerman, Todge Co 36,100
Mrs. Frank Braun, Pnlaski Co., Jnd 35,000
Crnst Scheck, Jr., 5uox Co....: ...34,000
Ctto Fritz, Livingston Co., Jll .26,000
Gco. Peters, Wahne Co 26,000
F. I. Evbcrg, Pottawattamie Co., Ja 26,000
Adolph Reichmnth, Withma Co., Wash 18,000 '
Fr. Nagl, Jackson Co., Tezas............ 14,100
B. Halfpap, Webster Co., Ja. 14,000
August Wende, Seward Co 10,200
August Pahl, Midlescx Co., N. 1 10,000
Cmil Äufahl, Coffey Co., Kans 10,000
Mr. F. Michael, Kandihohi Co., Mi.... 1. 10,000
Karl Samprl, Crowford Co., Kans ..10,000
Harry Baulisch, Shclby Co., ' Iowa. ...... .10,000
Fred M. Wrndt, -Marshall Co., Kans. ...... .10,000
Henry F. Strauß, Cnming Co.,.. 10,000
Paul 33. Kowalski, Haakon Co., S. Tak.... 10,000 ' o
William Lackin, Fulton Co., Jnd 10,000 ; '
Angnst Reiby, Gnadalrpe Co., Texas 10,000
Auguste Hermann, Mnrray Co., M,'a 10,000
Conrad Ginder, Wcld Co., Colo 10,000
Wilhelm Schröder, Morton Co., N. Tak 10,000
Jacob Klundt, Larimer Ca., Co!? 19,000
Adolf Berqcr, Gnadalnpe Co., Texas. 10,000
Ctto Seidl, Milam Co., Texas ....10,000
' John P. Meyer, Franklin Co., Mo. .10,000
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Gottlb. I. Wcnninger, Lancaster Co 10,000
Friedrich Rabe, Lancaster Co 10,000
August Niereutz, Wichita Co., Texas 10,000
,Lonis Pinnow, Pottawattamie Co., Ja 10,000
Heinrich Knaack, Washington Co ....10,000
Thomas Focht. Del Cö., Pa..... .10,000
Paul Meyer, Washington Co. .10,000
Carl Hohbcin, Jrffcrson Co. ............ . . .10,000
John I. Hoff, Hntchinson Co., So Tak 10,000
Jacob Hirning, Hettinger Co., N. Tak 10,000
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Kontestanten ihrerseits find von lerrt
Wunsch? beseelt, ihr Beste? zu tun,
um diesen Erfolg zu erzielen.
ES stehen noch immer zu' biels
Koiitestanten in der I0.wl)-Klas,e.
und an diese möchten wir hiermit
die Aufforderung richten, doch jent
fofort fleißig anS Wer! zu gehen.
Niemand von ihnen sollte glauben,
daß er keine Gewinnchancen mehr
habe. DaS ist eine irrige Ansicht.
Wer von jetzt an bis zum Schlnsj
der Zeit der Doppelslimmen fleihig
arbeitet, kann jeglichen Borspning,
den der eine oder andere Konteftant
haben mag. leicht überspringen. Top.
pelsliiilmen werden noch nahezu wei
tere drei Wochen gegeben, und irr
dieser Zeit läßt sich sehr viel er
reichen. Dies ist die Zeit, in der maik
den Vorsprung erringen muß,' des
halb. Kontestaiiten, frisch ans Werkl
Konteftant John Reimer aus Pol
tawattamie Caunty, Ja., ist heuts
aus der 10,000 Klasse an die
Spitze gerückt. Dieser Konteftant
versteht deu Wert der , Doppelsinn
men, und will, wie er uns schreibt,
diese Zeit fleißig ausnützen. . ,
....10,000
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