Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, August 18, 1915, Image 6

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fertigt, beendet. t?cu ober, tveli;
bit g.injf vorhergehende Zeit un?e
nutzt hatte vorubcizehen leisen, faß
und arbeitete fiebertest, um wenig
sten! auch ihrerseits ein paar kleine
Geschenke für Schwager und Schrve
s!er bereit zu Haber!. Auch Orte'.
Franz sollte eine Kleinigkeit e:h,'l
ien, und diese Arbeit lenkte Eva
Gedanken immer wieder in bergan
gene Tage zurück, zu dem vorjädri'
gen' Weihnachtsfeft. Wie schön war
es gewesen, trotz der Trauer um
Inge, denn da war Eberhard ge
kommen, sie hatte ihn sehen und
sprechen können, und jetzt?
Langsam rollten ein paar Tränen
über EvaS' Wangen. Hastig wischt?
sie dieselben fort. Wie gut. bafe
Hannchen sie nicht sehen konnte. Xai
iiind war vollkommen harmlos, so
froh erregt und so heiter. Ihr rnun.
teres Geplauder lenkte Evas Gedan
ken endlich wieder in die Gegenwart.
Du freust dich wohl sehr aus
Weihnachten. HannchenZ" fragte sie
freundlich.
DaZ Kind nickte und preßte die
Hände fest zusammen. .Ganz schreck
lich freue ich mich. Denk' doch nur.
Eca, alle die fchönen Sachen urii
der große wundervolle Weihnachts
bäum! Davon kann ich sogar ei
uen Schimmer sehen, wenn er so
recht hell strahlt, und Mamachen
steckt so viele Kerzen auf. Und Papa
geht cn den Weihnachtstagen so tou
nig fort, da ist es dann so lustig,
so warm und gemütlich' hier."
Ihr feines Gesichtchen strahlte,
und die Wangen hatten sich rosig ge
färbt. .Schon jetzt ist alles so
schön," plauderte sie munter wei
ter. .Heute vormittag haben Mama
und Anne Kuchen gebacken. Man
riecht es noch im ganzen Hause. Sbll
ich einmal die Tür öffnen V v
Jetzt mußte Eva lächeln über den
kindlichen -Eifer Hannchens. die sich
bereits erhoben hatte. Aber sie zog
das Kind auf seinen Stuhl nieder.
.Nein, nein, laß nur. Hannchen.Wie
frisch gebacken Kuchen riecht, weis;
ich. Erzähle mir lieber noch tU
waZ.'
Hannchen nickte. Keiizen Augen
blick wich das glückliche Lächeln von
ihren Lippen. Zu schön ist es doch
hier zu Hause! Schöner kann es
doch nirgends auf der Welt sein.
Findest du daS nicht auch. Eva?"
Sie wartete EvaS Antwort nicht
ab, sonst wäre sie wohl auch ent
täuscht gewesen über den zitternden
Seufzer, der. sich über Evas Lippen
drängte. Freudig erregt sprach sie
weiter: .Und heute kommt schon On
kel Heinz. Dann wird es erst !u
ftig werden."
i .Du hast Onkel Heinz wohl sehr
lieb?" fragte Eva.
Hannchen war fast entrüstet. .Wie
sollte ich ihn denn nicht liebhaben!
(r macht immer foviel Spatz und
. . . ., , , r . ...i ... rrrii
it in iitid id lilli itu um.
IM IV luiity Mtiv v i o ...... , i--- '
.i Wunfnfifiif ikr Ke- llkllnst. Wenn du schon dem unge
fichtchen nahm einen ernsten, nach- liebten , Manne solches Opfer bnn
dcnkliche i Ausdruck an. .Warum gen wolltest, um thn zu entschädigen
sind nur alle Menschen so gut zu wieviel mehr habe ich Ursache, aus
mir? Du auch, Eva. Nur im dick und deine Liebe zu bauen.
Ansang, da hast du .dich nicht um Eva sah ihn unter Tränen U
mich kümmert. Aber da warst du chelnd an. .Mein Leben gäbe ich
ja auch krank. Mamachen sagt, daß hin für dein Glück. Und ich hatte
du nun wieder ganz gesund bist, es gegeben. .,ch wäre gestorben ohne
.: i... i., mit tnii n!7i Ki,H 11 nb deine Liebe.
uno nun vi i - -1 t , . ...
. rt . rm I W.aM. ai n l.-ts
die anderen, wie Papa und Mamo
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iHmi dunkel geworden Eva nicht so leicht dar.n. Aber traurig
.... ,. ,s n.inh ,i!ik I linb kinsam wäre NUN ich eblieden.
ai'.urrrit.c mua, i-ivnn ,"-. ..-., , - .
um Ltil.t anznzünden. Nun zog sie Und d unö vor dftm.,Sch,ck,l
o ... m. I . .... .t . , Cihv.I Tnnnn
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2 ;h;He nick!?, (in c,iV!inr.io:Sfi
l . ' 'in die seinen Lipt'kk,. Nun
liste t i'v.'Z Arm von :.rvA'r:
Sch!:er. .Geh' nur immer ror.iuZ.
vi. ich f i. hre Htniiien si,cn h'n
unret."
'JiOii! einen Äoment zoklie. Eva.
von einer seltsamen Unruhe ergr:f'
sen. Dann aber horte sie Heinz'
liebe, lustige Stimme von unten bee
ciuf'HfuIlen, und sie flog die Treppe
hinab, gerade in die Arme des 23n:
ders. der noch in dem dämmerigen
Hiilbdunkel des Flures stand.
Er küßte sie herzhaft und schob
sie dann ein wenig von sich. .Nicht
so stürmisch, Mädel, verschwend:
nicht deine qanze Liebe an meine
unwürdige Person. Da ist noch
jemand, der auch sein Teil davcn
haben möchte."
Er trat einen Schritt beiseite und
schob Eva vorwärts.
Noch eine zweite Gestalt, .groß,
stattlich und breitschultrig, trat aus
dem Dunkel hervor. Eva sah in ein
gebräuntes, lies erregtes Männerge
sieht, dessen blaue Augen zärtlich
auf sie niederblickten. Zwei Arme
streckten sich ihr entgegen.
.Eochen, mein kleines, liebes Ev
chen."
Wie betäubt blieb sie stehen und
fuhr sich mit der zitternden Hand
über die Augen. Träumte sie denn?
Eberhard! Das war ja Eberhard
er war gekommen, trotz allem! Er
hatte ihr verziehen oder...
Sie konnte nicht ' weiterdenken,
denn der Oberförster hatte sie in
seine Arme gezogen.
Da barg sie aufschluchzend ihr Ee
ficht an seiner Brust. Sprechen
konnte sie nicht, nicht sprechen und
nicht denken. Aber das war auch
überflüssig. Aus seinen Worten
hörte sie alles, waS sie wissen musi
te, um .wirklich an ihr Glück, ihr
übergroßes Glück, glauben zu kön
nen.
Mein Evchen, mein kleiner Trotze
köpf. Nun doch mein, für immer!"
O Eberhard!" Eva flüsterte es
beschämt. Eine Welt von demütiger
Hingabe lag in diesem einen Wort.
Da küßte er sie heiß und innig,
und seine Stimme klang eimst als
er fortfuhr: .Ich weiß alles. Ev
chen. alles; weiß, daß ein einziges
Wort aus törichtem Mädchenmund
fast das Glück zweier Menschen für
immer vernichtet hätte, unser Glück."
.Und du bist mir nicht böse,
zürnst mir nicht?" fragte sie zag
haft, noch immer zitternd in Furcht
und Freude.
Mechanisch waren sie in daS Zim
mer getreten, dessen Tür Heinz ih.
nen geöffnet hatte. Tann war er
verschwunden. Wahrscheinlich weil
te er oben bei Sibylle und Hann
chen, um ihnen die glücklich gelun
gene Ueberraschung z melden.
.Wie sollte ich dir zürnen ,Ev'
chen, liebes! Töricht und kindisch
war das, was du damals zu dem
einstigen Verlobten Sibylles sag
test, ober daß du tl gutmachen woll
test um jeden Preis, das macht bei.
nem Herzen .Eyreuno. mir eine
sichere Gewähr für daS Glück der
' f'tyi
ir?k t;n Cr-U Z
kk 'I'k it:t '' 's ftrt) r;5 t ,
:i,de die Inkltr
t-wxm H'kzea a d er, .-'.i Ssr-t
IN UN', stire Zu't!!N!?'Uni.
dürft ihr f.t.-n tr.fireiiVf.
gk nick I l,in-e mehr mit der He,
zeit w.irien. dinl ick, Nieder t'n
Heim !..,!' e. ein pemiilliAes Hei.i.
wo ich mich wcbl fuLlf. schrieb er
und gini zulcyi. fliiitig binzekr:!.
uU' 'y.U'.t uns ntf:r.j Frz find
in diesem J.ihrk nicht einmnl zu
eibn.ickten n.i H iuse aekomme.
Ernst ist n.,ch Berlin pcfafiren, un
dort das F:sl n:it thr.tn zu ter'f
den." X.-.s fiiatt alle. Tränen dfl
Mitgefühls" standen in Esas Au
gen. und sie solang die Arme um
Eberhards Hals. .Der arme On
kel! Aber er soll wirklich eine Hei
mat bei uns finden, nicht wahr?"
.Natürlich, und darum müssen
wir auch seinen Wunsch erfüllen.
Was meinst du. Evchen, wenn wr
zu Beginn des Frühjahres unsere
Hochzeit feierten und. anstatt eine
Hochzeitsreise zu machen, uns in
das alte Forsthaus vergrüben?"
Ach ja!" jubelte Eva und brach
dann errötend ab. .Das liebe Fors:
Haus, und gerade zum Frühling,
wie wundervoll muß es dann dort
sein! Aber nur de? Enkels wegen."
fetzte sie schalkhaft hinzu.
Und Eberhard nickte mit erzwun
genem Ernst: .Nur deS Onkels we
, : v V. .". ' '!'' J Non, mit un.,-heuren Su.m.
,., , i . Uutt d'. Ich. f . , .
:,H ctr!, cd. rnul ' f. au,
h ti lntTi (SjTiitif tnr I ' '
gen
!"
Die 2ed!skLft.
Tiei hrofite er ibr läckelnd: NÄt
so große Wortes Evchen! Man stirbt
Die Kunst, glücklich zu leben, ist
nicht leicht. Sie erfordert gleraz
der Poesie und Malerei eine
natürliche Begabung, die bei dem ei
nen größer, bei dem anderen gerin
ger ist, aber bei jedem gepflanzt und
entwickelt werden kann. Das Glück
gleicht nicht einem großen, schönen
Edelstein von so ungewöhnlicher und
seltener Art. daß es ein aussichtslo
ses Unternehmen wäre, danach zu
suchen. Es ist vielmehr mit einer
Anzahl kleinerer und gewöhnliche
rer Edelsteine zu vergleichen, die s
gruppiert und zusammengestellt sind,
daß sie als Ganzes hübsch und an
mutig erscheinen. Das Glück besteht
in dem Genuß kleiner Freuden, die
auf unserem Lebenswege ausgestreut
sind, und die wir bei dem Haschen
nach großen, aufregenden Genüssen
leicht übersehen. Es entspringt un
treuen und redlichen Erfüllung all
täglicher Pflichten.
Die Lebenskunst bezieht sich auf
olle häuslichen Geschäfte, sie betätigt
sich sowohl in der Auswahl gesun
der Nahrungsmittel, wie auch in
deren schmackhaften Zubereitung. ES
bedarf keines Ueberflusses. Die
Speisen können einfach und doch
einladend sein. Alles ist so rein und
nett. Dagegen findet man in einem
anderen Hause Ueberfluß ohne Ge
schmack oder Ordnung. Der Haus
halt kostet dort mehr, und doch hat
jene Häuslichkeit nichts Anheimeln
des, fondern erweckt dem Besucher
ein unbehagliches Gefühl. Bücher,
Huite, Tücher und , auszubessernde
Strümpfe liegen unordentlich um
her. Zwei oder drei Stühle sind
mit Sachen belegt. Die Zimmer
sind unaufgeräumt. Das viele Geld,
welches der Haushalt kostet, kann
an diesen Dingen nichts ändern. Es
fehlt der Hausfrau eben an Ge.
schmack sie versieht nichts von
der Lebenskunst.
Bettler Humor. Herr:
Weshalb betteln si? denn? Sie ha.
den doch gesunde Glieder?"
Bettler: Verlangen denn der
Herr, daß ich mir für die paar Hel
ler. die Sie mir vielleicht geben wer
ten. meine gesunden Glieder ver
trüppeln soüT ' ' ' '
nennen, &.;ien eien Im tcsuhl für
den fU!fniiii! en .ultf, der von so!
lisff m'onlichteit cuägch!.
Jii.tiii t'oriert unt?tldeter5N
l'euifii mehr alt vornehme Au he und
Zurückhaltung, weil beides nämlich
der e:t'fil einet Selbstzucht ist, die
einer ober mehreren Schnüren Itsiar.
icfit, Mon.iÜn.i, liliiin, Triüru,
reihte aber auch juireiltn Juwelen
ditzipiscfien. Mit dem Jsiedienstc
iiuä Ägypten flüii die unerläß
liche JÜfifunj. nebst dein dazuzehöii
fl Ctimuiti ti.idh "Itiilifti. Irmi
rsi anjcfcomi, c;t oder auch durch , Römerin bei den Mysterien der
Nrenge Gewöhnung erreicht i,!. Die fce ei;tin ttn Pzimenkronz. so
hkut'a.e Zeit nnt ihrem oft .Zuviel lü:t mid, bflä inderlicke
an Änderungen an he .moderne nö nicht fehlen, da sie ls eine
Fiat. , mit ihrer ic.seüigkett und jgcweihte bezeichnete und aus zwei
ersplittcrui,g. tu t ost bie Cterflach ftetttn an eMstdnen bestand,
lief-feit ausarte . tt viel ach e ne tr"- die von einer Eemn-e herabhingen,
din der vornehmen. felb!tbeherr,ch!en i je pudsüchtigen Hebräerinnen hin-
i 1 . , u . rrv m jm. ti . nS..t t 1
' tVi V' "11 ä . !ßtn ihren Ketten außer den Amulct-
sein, daß sich der Begriff der vorneh
men Frau letzt öfters verschoben hat
und man die elegante Frau" meint,
wenn man .die vornehme Frau" sagt.
Eme noch so elegante Frau im Rah
ten auch noch kleine Monde, Sonnen
und Riechfläschchen . an. Der ein
fachste und urälteste Gebrauch bestand
indessen zweifellos nur aus zusam-
mengereihten. Perleu .und Metallkü.
. i.r. errt , ? n r i
men ocr elezaniezien Woviiung Elchen, noch früher vielleicht bloß
ueuig wu, wiyu.l;oui tm kugeligen Samen von Pflan-
vrauoem, die vielseitige Zerstreuung on m kttmn ftef)en n0
ist schon Widersacher der Ruhe. die,,,,. tinat in Wunft toi, ratm
das allersicherste Zeichen der Bornehm.
Heu ist. .
Vornehme Frauen bleiben auch al
len Eztravaganzen der Mode fern, sie
wählen sich aus der zeitlichen Mode
das aus, was ihnen zusagt, sie über
schreiten in ihrer Kleidung nie die
Grenzen des Schönen, d. h. des für sie
Passenden. Bornehme Frauen kleiden
sich wohl modern oder elegant, aber
sie machen sich niemals zu Sklavinnen
der Mode.
Eine wahrhaft vornehme Frau
versteht es, mit vielen andersdcnken
den Menschen zusammen zu fein, ohne
durch Rede oder Worte diese zu ver
letzen, sie versteht es schließlich, mit
Würde zu altern, in des Lebens Herbst
einzutreten. Ihre ausgeglichene
Ruhe sagt ihr, daß eben der Jahre
Last vergeht, sie tauscht die geistige
Reife, das abgeklärte Darüberstehen,
das mit den Jahren immer mehr
wachsende Verständnis für alle Le
bensfragen gern gegen jugendfrische
Zuge ein.
Thomaskörner und die schwarzen Sa
men des indischen Blumenrohrs.
' Auch die Koralle diente schon im
Altertume zur Zierde; und nachdem
die wankelmütige Mode sie nebst dem
Atlas und Bernstein eine Zeit lang
verdrängt hatte, kehrte sie doch wieder
siegreich zurück, allein zuvörderst
nicht als Perlenschnur, sondern als
goldgerahmte Kamee, wie einst zu
Rom, von verbindenden goldenen
Äettchen zum Halsgeschmeide geformt.
Die Medaillons von geschnittenen
Steinen ersetzten damals durch ' die
Kunst, womit die auf ihnen borge
stellten Gegenstände gearbeitet waren,
den Glanz, welcher die geschliffenen
Edelsteine auszeichnet. Die Kunst,
Diamanten . zu schneiden, ist drei
Jahrhunderte alt und die, sie zu bril
lantieren, geht nicht viel über ein
Jahrhundert hinaus. Agnes Sorel
war die erste Dame, die ein Halsband
von Diamanten trug, um welche sie
die reichste Domina der weltbeherr
schenken Noma beneidet haben würde.
Eine Frau, die mit Kunstmitteln ! Unter , Katharina von Medici ver
oder künstlicher Naivetät die fliehen- drängte dieser kostbare Stein in
den Jahre, die Jugend und zweite Frankreich die Perlen, die bis dahin
Jugend zurückhalten will, ist nicht der Lieblingsputz gewesen waren,
vornehm. Ein schönes Wort der grer-! ganziicu; uno ais wayreno oer me
fen. vornehmen Schriftstellerin Marie
von Ebner-Eschenbach sagt: .Alt wer
den heißt sehend werden."
Eine jvi'Ilich vornehme Frau Ver
zierung Ludwigs XIV. die Kunst,
te vollkommen nachzuahmen, erfun
den ward, sanken die echten Perlen
noch mehr im Werte. Kreuze. ' die
breitet, weil sie sie in sich hat. Harmo- man vordem nur aus Andacht trug,
nie um sich aus. eine harmonische , waren allmählich ein Hialsschmuck ge
Frau drückt ihrem Hause den Stempel! worden. Man trug sie an glatter
der Ruhe, des Friedens auf. Kette oder gar nur an einem fchwar-
, , . " m (.(,.. ' zen, am Halse von einem Juwel oder
Hochmut und Bornehmhett, sg oft Ebenen Schleife zusammenge
verwechselt sind , gruMrschde. i st,ßte Bande. Nichts vereinigte so
Dem Hochmut, den oft ungebildete t wtIiebe mit ugi,
Leute zur Schm. tragen in demBe. d der feinsten Koketterie,
streben ur vornehm gehalten zu wer. 0 be emernde Diamantenschnu
?N Ylt d,e berzerwarmende Freund- deren demütig Schwarz
mtxt. hu der wahren, tchtetj i . im verein mit den glitzernden Stei!
nc mhe.t eigen ist, trotz aller Zurück-. nm ik m( Hjes Halses hob.
".""9' j Mit dem fortschreitenden Liirus.
Man schätzt gelehrte, berühmte ' der das Gemeingut aller Stände
vornehme Frauen und liebt sie, weil ; würbe, wuchs auch das Bedürfnis an
sie die Herzen erwärmen und weil sie ' Schmuck, und "da die wenigsten Men-
imponieren.
Schade!, Fritzchen hat von
seinem Onkel, einem Klempnermei
stcr,. allerlei Blechspielzeug zum Ge
durtstag bekommen. Nachdem er eine
Weile mit den Geschenken gespielt
hat, sagt er: Schade, daß Du nicht
Uhrmacher, bist, Onkel!"
Wie das Sprich mott
sagt. Förster Lugner ist ein tüch-
tiger Mann in seinem Fach; was er'
tut, hat Hand nb Fuß.
sehen echten kaufen konnten, so schuf
die Mode falsche. . Ten vergäng
lichsten und 'idealsten Halsschmuck
aber, leichte Girlanden von Schling
pflanzen, aufgereihten Rosenblättern
und' andern kleinen, . starkduftenden
Blumen überließen wir bis jetzt fast
ausschließlich noch den hinter vergol
beten Gittern, vor den sengenden
Sonnenstrahlen geschützten Frauen
der Chinesen und Japaner, der brau
nen Insulanerin der Siidfee und den
Bajaderen Indiens, rzne zu bcden-
ke. daß schon die Roiiierinnen der
Ja aber was er spricht, hatlgleichcn zur kühlenden Halszier bei
kurze Beine 'Festmählern trugen.
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ii(ft t e'.'f in gk!.ep. i:tett.iui,k
p'!s ' üldt zu ae T.m.en
edkk Flüchten, die ittii z:'U,e!'epe
f. '.-('x ouß-.tzki.tuikk. trenn sie
lall mitrissen ur.ö in heißem Je!i
geliatn sind.
Gurken mit R a 6 m. In feine
iiieilen gesckinütene frische Gurten
dünfiek man mit Üh;t:er oder
St mal,, wciaus n;art sie n;it ÜJitht
bestäubt und. wenn ttc litiibraun
ist, mit Suppe und etoa! Essig ver
qicßt. Tann gibt man sauren Rahm
dazu und läsl sie gut verkocren. IHan
wüzt sie mit Salz und Pfeffer.
Blumenkohl in hollän
bischer Tunke. Nachdem man
vom Blumenkohl die äußeren Blätter
entfernt, ihn abgewaschen und in
Salzwaffer gekocht hat, ohne daß er
zerfallt, wird er sorgfältig .aus dem
Wasser genommen, auf eine erwärmte
Schüssel gelegt, zugedeckt und warm
gestellt. Zur Tunke nimmt man einen
Eßlöffel voll Butter oder Kunstbiit
ter. läßt ihn zergehen, reibt eine
Spur Zwiebel hinein und schwitzt
darin je nach Bedarf 12 Eßlöffel
!b'!ehl hellgelb. Tann schreckt man
mit der Bluinenkohlbruhe ab, gibt
ein Glas Apfelwein dazu, etwas Zi
tronenfaft. eine Messerspitze Pfes'er
und schmeckt nach Salz av. Die Tun
ke muß sehr gebunden sein. Bor dem
Anrichten wird sie mit 1 2 Eidot
tern abgezogen. Geschickte Hausfrauen
nehmen ein ganzes Ei und sparen da
für . daS zweite Eidotter. Mit der
Tunke wird der Blumenkohl übergcf
fen. Eier ku chen aus Mais
mehl. 46 Löffel Maismehl wer
den mit 1 Pint Milch oder Mager
milch, etwas Salz. 2 ganzen Eiern,
1 Messerspitze doppeltkohlensaurem
Natron zu einem geschmeidigen Teig
verquirlt, aus .dem man Eierkuchen
bäckt.
Gebackene Schweinsoh,
r e n. Die gut gewaschenen und gerei
nigten Schweinsohren werden im ko
chendes Wasser gegeben, dem man
Wurzelzeug, ein Lorbeerblatt, 8 bis
10 Pfefferkörner, eine Gewürznelke
und Salz beigefügt hatte, weich ge
kocht, dann herausgenommen und er
kalten gelassen. Nun schneidet man
sie in hübsche Stücke, die man in
Mehl wälzt und in halb Butter,
halb Schmalz auf beiden Seiten
knusprig bäckt.
Fisch in Aspik. Man kann
dazu Weißfische, Makrelen oder
Schellfische nehmen. Zu einem klei
nen Schellfisch, der etwa drei Pfund
wiegt, nimmt man von drei Zitro
nen den Saft, gelbe Wurzel, etliche
Pfeffergurken, ein Pint Fleischbrühe
und zehn Blatt weiße Gelatine. Man
kocht die abgezogenen Fische in mil
dem Salzwasser gar un läßt sie
tarin erkalten. Dann zerlegt man sie,
packt sie in eine Schüssel und gar
niert die Stücke mit Pfeffergurken
scheiden und buntgeschnittenen Wur.
zeln. Ein starkes Pint Fleischbrühe
wird geseiht, mit dem Zitronensaft
abgeschmeckt und wieder zum Kochen
'gebracht. Kräftigung durch Fleischer
iratt nacy Belieben. In die lochende
Brühe gibt man die vorher in kaltem
Wasser aufgeweichte und darnach gut
ausgedrückte Gelatine, gießt dies über
die Fischstücke und läßt an einem
kühlen Ort erstarren und stürzt und
garniert sie mit grünem .Salat. Gibt
in der warmen Jahreszeit ein vor
zügliches Mittag- oder Abendessen.
Gedämpfte Rinderleber.
Man kann die in Scheiben geschnit
tenf L.'ber über Nacht in Milch legen.
Tags darauf wird sie in Streifen ge
schnitten. Dann schneidet man eine
Zwiebel in Scheiben und läßt sie in
Fett und Butter hellbraun dünsten,
gibt je nach der Schärfe des. Essigs
12 Eßlöffel, dazu und zuletzt die
Lcber. Salz und eine Prise Pfeffer.
!Man läßt die Leber etwa Ctun
den bar in schmoren und seimt daraus
Ifcie Tunke mit etwas Milch, darin 2
(Teelöffel Kartoffelmehl verrührt. '
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KkirtoffelmeHlindustrie in Ungarn.
Unter tatkräftiger Mitwirkung der
Negierung Hat sich in Budapest mit
einem volleingezahlten Aktienkapital
von 800.000 Kronen die Ungarische
Kartofselindustrik A. G. konstituiert,
die sich mit dem Trocknen, Anmah
len der Kartoffel, Herstellung von
Kartoffelmehl und mit der industriel
len Verarbeitung der Kartoffel über
Haupt beschäftigen wird. In der
konstituierenden Sitzung wies Staats
sekretär Ivan v. Ottlik darauf hin.
daß die Kartoffeln in Ungarn bisher
nur im geringen Maße als Volks
ernährungsmittel in Betracht kamen.
Die volköwirschaft'.ichen Erfahrungen
des Weltkrieges, besonders aber des
mächtigen Deutschen Reiches haben
uns, sagte der Staatssekretär, von
der großen Bedeutung der Kartoffeln
und davon überzeugt, daß bie Kar
toffeln und das Kartoffelmehl als
ein hervorragendes Aolksernährungs
Mittel in Frage kommen. DaS un
garische Ackerbauministerium habe sich
daher entschlossen, gemeinsam mit der
Ungarischen Ansiedlungs, und Par
zellierungsbank ein groß angelegtes
Kartoffel Jndustrieuntelmehmen zu
schaffen.. DieHälfte des Aktienka
pitalö wird von der Regierung ge
zeichnet. Die Industrieanlage deS.
neuen Unternehmenes wird behufs
Hebung der Produktion im Ecfeder
Moor in Börvely (Tzatmürer Komi,
tat) geschaffen und der Bau der Fa.
brik und ausgedehnten Industriebahn
sofort in Angriff genommen.
Dies Bosheit! Stamm.
gast (zum Wirt): Da läuft schon
wieder eine Maus!"
Wahrhaftig, ich weiß mir schon
gar keinen Rat mehr vor den Wie
stein!
Streichen Sie doch für ein paar
Wochen den. Hasenbraten von der
Karte!"
In Venezuela verdienen die
Fralikii ter Arbeiterklasse einen Lobn
von durchschnittlich $3 per Monat.
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