Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, May 18, 1915, Image 2

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Cnver Pascha.
bis 2ürfei abcr immer wieder all in Le
bcnöfroher aufiaüchte uno mit immn
ntütn, größeren Tbaten seinen durch aller
Mund gehenden Namen auZ dem Zelt
sandte. Freilich hat sein Wesen nichts
wenig?! als Aehnlichkeit mit dem Typ der
urtürkischcn Paschas, deren bärbeisziges
Soldatenbild uns die Kriegsgeschichte be!
alten osmanischen Reiches überliefert; auch
nicht mit jenen grotesken Zeichnungen der
Flugblätter, die, nachdem er In den heißen
Tagen der Juli-Revolution die ersten
RuhmeZlorbeeren gepflückt hatte, zu Tau
senden von Konstantinopel ouZ über da!
Reich dek Halbmondes flatterten und ihm
und seinen Schwurgenossen Ejub Sabri
und Niasi Bei eine Art ÄobeZpierrekopf
aufsetzten. Moltke und Bismarik haben
in fast gleichlautenden Ausdrücken den
Türke o(8 den einzigen Gentleman des
Orients bezeichnet. Das ist der Ctem
pel, der in jeder Weise, äußerlich wie in
nerlich, auf die Art Enver Paschas paßt:
auf seine schlanke Figur, seine vornehme
Haltung, seine geschmeidige Beweglichkeit,
seine gluthvollen Augen, die. bedacht von
ein edelgeformten Stirn, ein heisze!
Temperament, aber zugleich Enthaltsam
kett. Thatkraft und einen genialen Geist
verrathen, vor allem jedoch auf seine ade
liae, ritterliche Gesinnung, seine Selbst
losigkeit, Treue, Opferbereiischaft im
Dienste deS mit jeder Faser und Fiber
seines edlen Herzens geliebten Vaterlands.
DaS sind die geistigen und sittlichen
Grundkräfte, die es ihm ermöglicht haben,
allen Nöthen und Fährnissen der Umwäl
Zungen, die über das Reich deS Halbmon
deS seit der Jahrhundertwende herein!'
chen. mit stetig wachsender Antäussiä.
zu begegnen; eS ist. als ob Mahmed Emi.
Bei. der Epiker der jungen Türkei, ihn
und sein Wirken dorqeahnt hätte, wenn
tt. die Unrast und Schicksalsschwere ech
te HeldenlebenS darstellend, mahnt:
ES to d türmt
Laß m Irbcn. wie enn bet jünasl Lag an.
röS,!
Du iit ml bettrnn nvta mit Riesenschritten
dorwSrt!
Nsr dwlrti, dmveiie niSU M,ig dir der
s?us nlchwrllen.
W rode xtnel dich trat ha otwflrtsgeficn!
Bonväut, dorwSrts! kls halbem Weg bleib'
nl, ,urückl
ZZlrirSrISI
LlS in Rußland die Revolution auSge
brochen war. wurde eS von Tag zu Tag
deutlicher, daß auch in Konstsnlinopel der
Tburm bei Absolutismus Abd iil Ha.
midZ vor dem Umsturz stand; durch im
wer strengere Gewaltmaßre"kln und im
mer weiteren Ausbau deS Cpionierdien
steZ suchte der Sultan und Padischah daS
ibm drohende VerhänaniS abzuwenden.
LrnebekiS! In der Verkleidung eineS
"er?JferZ von Limonaden u'd EiZge
!?änken weihte sich ein junger Ofiizier, ein
V'üglied deS UmsturzkommütttZ in Salo
, mitten ia den Löwenzwinger, w d.e
alten Janitscharenkasernen und wußte, in
ver?!ob!kn?g Gesprächen die MaSke abmer
send, Dutzkiide von seinen Standeknof
im für den Kampf um die ..Freiheit deS
Latcrlandks Zu begeistern: der tedt Ein
dringling war niemand anders a'S Enver
B. Tann, natfjkrn er so den Bod
tii die 3i(totutim durch verdeckte SSme;;
wieder die Oberhand. Ta eilte Envek
auS Berlin herbei, war die rechte Hand
de! Generalissimus Mahmud Schefket
Pascha bei dessen Organisation der Ber
faffungsarmee, an deren Spitze er den
denkwürdigen Zug gegen die Hauptstadt
antrat; beim Sturm auf den SnltanS
Palast und die Kasernen stand er in de
vordersten Reihen und zeichnete sich so
auS, daß seine VolkZthümlichkcit olle übn
gen jungtürkischen Führer in Schatten
stellte.
Dem demokraiisirten oSmanischen Reiche
war kein Tag der Muße zum friedlichen
inneren Ausbau der neuen politischen
Daseineformen gegeben. In Petersburg
spekulirte man offen auf da! vollkom
niene Sicchthum bei kranken Manne! am
Goldenen Horn unter den zersetzenden
Einflüssen deS abendländischen Liberalis
muS. während London und Paris dessen
Vertreter in einer Scheinfreundschaft hat
schelten, hinter deren Maske das gierige
Auqe der Hoffnung auf weitere Zerbrö
ckclung der Türkei zu Gunsten ihrer
Beute und Einkreisungspolitik mir zu
deutlich sichtbar blieb. Mit dem Jahre
1911, da Rom seine Krieas- und Trans
vorischisfe zum Eroberungszuge gegen die
Syrien zusammenzog, begann die Reihe
der nahösilichen Krisen, die vom tripoli
tonischen Krim zu den greuelöollen Bol
kankämpfen führte und schließlich heute
in dem titanenhaften Ringen der gesamm
ten europäischen Großmächte ausgemündet
ist. Sofort eilte Ender neuerdingi von
der Statte seiner theoretischen Schulung,
Berlin, in die Heimoth zurück, um sein
'arfcS Sckiwert und seinen nicht minder
rfen Geist in den Dienst deS bedräng
, Vaterlandes zu stellen. Aber in Ale
zandria fand er den Weg nach dem ofri
kanifchen Kampfschauplatz versperrt. Mit
der den Briten eigenthümlichen gewissen
losen Nllckstchtslosiakeit. die von ihnen be
st'celten und beschmorcnen Vertrag' mit
Füen zu treten, sobald sie ihrer Krä
merpolitik nicht mehr nützlich sind, hatte
Lord Kitchener als neuer Resident in
Kairo entgegen den Rechtsabkommen riit
der Hohen Pforte dieser nicht nur die
Verwendung der ägyptischen Truppen in
Tripolitanien, sondern sogar den Durch
zug der osmanischen Verbände durch daS
Nilland verweigert und die Grenz? n:ch
Benghasi luftdicht abgeschlossen. Sn.k
dem einstmaligen Limonadenverkärser
wurde jetzt ein würdiger arabischer Ge
lchrter. dem eS glücklich gelang, di ette
der kritischen Späher zu durchbr'en i nd
d:r nun da! alönzendste MeisterzeugniS
seiner militärisch'oraanisatorischen Lbig
keilen im Kampfe mit denkbar widrig,'
Verhältnissen ablegte. Auf der kimn
Seite die berberisch'arabischen Stamme!'
verbände, von deren Häuptlingen jeder sei'
nen eigenen militärischen Operation?pli
hatte und auf seine Faust nach seinen ie
sonderen Kirchthurmzlclm jn zusammen
hanglosen Guerillakämpfen ZU fechten ge
wohnt war; auf der anderen Seite die
Truppen des sogenannten türkischen Ko
lonialheeres, die mittelmäßig bewaffnet,
schlecht genährt und rVsalfct waren und
außerdem in ständigen Fehden mit d'N
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ff.a!, deß rrft3-!r'Fn. fc-f in fdr.-t kiü'
fciÜtvn, tlier;ten riterfmirM:,! trit
wie selten ein 6:o!4T.nrm die V'l'rK :
dinzung' brl feinet Betwefun anet
trauten dde verkannte, sin Putsch
t&i giientalikk,kN Fh-italter und nc
heule dunklen volitiscten HiiitttcirundfS
wie ein AussZniü aus einem Zr:h.iK"
Drama, spielte sich od. Rasirn Pascha.
der unzlüZliche tflif;t?t. siel eitler
einem Rfvclcerffuß, stiami! irich vor brt
Handvoll Berckwörer zurück, seine Stützen
im SultanPalast siklci' m: in em paar
Tlurden war das cltt abinrit pcstiir.it,
ein Ministerium nach den Wünschen En
ver! eingesetzt. Da! alte juzendlieiße
Temperament de! jakobmischen Umsturz
lcr! war noch einmal in ih,n ausgewallt;
aer zugleich bewie! er docki. daß klar.
zieldewußter Wille, realiflises Ten'en,
schö.iserische Thatkraft gereifter Männ
lil'i'ttt seine Sand lenkte. Nickt durch
Mangel an Muth waren die türiiscli n
Tluopen erlegen, auch nicht eigentlich
durq die strategische Unfähiakeit ihrer
Führer, sondern durch das Versagen de!
Etai pen und Nachschubdienstes, durch die
Mäkgel der Munilions und Proviant
versorauna. durch die Lässigkeit und Un
fähii,keit der Intendantur: wie Enver
Pafc! mit diesen Erbübeln d:S osmani
sche Kriegswesens einen erfolgreichen
ampf aufnahm, und wie er, mit eiserner
Hand durchgreifend, das Unternehmen
mt Entsetzung Adrianopel's in einer
Weis, durrbführte, die deutlich zeigte, daß
sich Ixt Nacht der früheren Mißständ:
mehr und mehr in Licht verwandelte: da
war eine von den Fachleuten aller Län
der rnerkannte neue Meisterleistung. Nach
kurzer Belaaeruna konnte der Held von
Barka die Schlüssel der Thore deS ge
feierten Edirneh", der hochberühmten
ersten SultanS-Rcsidenz aus europäischem
Boden, deren Mauern dem ganzen mlls
limischea Osmanenthum an's Herz ge
wachsen Nationalheiligthllmer wie die
Selimiie und Baiasidijc umschließen, dem
Padischah und Khaliien zu Füßen legen:
seitdem ward aus seiner Vollstbumtich
fett eine Volksoerehrung, welcher der
Name Eüver'S. des Sadrasan, unzer
trennlich ist vom Schicksal und von d'n
Zukunftshossnunqen der ganzen Nation.
Dem kriegerischen und staatsmännischen
Ruhme gesedte sich häusliches Glück. Im
März 1913 erging vom Hofe auS eine
kurze Mittheilung: Die Hochzeit Ihrer
Hoheit der Prinzessin Nadickich Sultan
findet sta am 9. Rebi iil Ackir 1332. am
Tonnerstag um vier Uhr türkische Zelt
Die Schabmeisterin de! kaiserlichen Ho
reml Aischich Hanum." Der ungenannte
Bräutigam war Enver Pascha. Nach
langem Brautstand, der schon aus der
Zeit vor dem tiipolitaniscktn Kriege sich
herleitete, durste er endlich die Erwählte
seine! Herzen! heimsühren: er, der ein
stige Thronstllrzer. ehelichte die Tochter
des jüngeren Bruders deS Sultans. Su
leiman Effendi, der auf dem Todtenbett
dieses sein Lieblingskind der besonderen
Obhut deS Herrscher! anempfahl! Die
hohe politische Bedeutung des HochzeitS
alte! ist nicht zu verkennen. Au! '. "
gä'hrenden Most bei revolutionären Gei
sie! Enver'S ist abgeklärter, sirnigcr
Wein geworden. In seinen Sturm und
Drangzeiten gehörte auch er zu den über
hitzten jungtüikischen Köpfen, die da
meinten, mit einem Schlag alle! neu ma
chen zu können, wenn die bamwilche 2y
rannei und die mit ihr verbündete geist
licht Reaktion au! dem Wege geräumt und
b; Türkei mit ben iöeilslebren abendlän
bischer freiheitlicher Volksherrschaft gesez
net würde. Seitdem hat er einsehen ce
lernt, daß eine wirkliche Gesundung dtt
Nation nur möglich ist auf dem Frucht
boden de! grundständigen Wesen! und
der geschichtlichen Entwicklunggesetze d:l
Staate!, unter besten ber monarchistische
Gedanke und die Autorität deZ islamiti
schen Glauben! an erster Stelle stehen.
Er hat seinen Frieden mit den vermeint
lichen Feinden gemacht, und diese selbst
haben ihm die Hand gereicht: auch am
Hose hat man sich bekehrt und erkannt,
daß das Heil der Krone wie des Reichc!
nur in vernünftigem, schiedlichem Vcr
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n.ch r!,ch,t sicher, rd ihr Hand bicsmol
glück.'icket war. J?dknsal!S find dir rufst,
j.tt Bureaukratie urd der Klüngel, der
sich UM d!N Grcßsürsten N,Io!aj iküla
jeivitsch pruppirt. dicrntal ihrer Sache
sicherer gewcsen. Nur f ist ti verstand,
ltd), daß man ohne jive Kenz.ssicn an d.e
liltken l.'ürz!rliän Parteien, also an Ok
todristen und 5ud:ttcn. sein Auttommen
1, finr:n hosf'e. Bis heute sind alle
mißliebigen Minister, mit Auknahme des
vc-r Kurzem mit dem Tod alegartgenen
UnterricktSminister!. den ich iidrigenl, all
er noch Professor an der Moskauer Uni
versität war, als Gelchrten und Menschen
in jahrelangem Verkehre schätzen gelernt
habe, noch im Amte. Gleich zu Beginn
deS Kriege! allerdings hat man, wie au!
Tumakreiscn verlautet, ein Manifest vor
bereitet, das viel weitergehend all daS
vom 17. Oktober 19C5 gewesen sein soll;
da aber England so überraschend schnell
in den Krieg eingrisf, hielt man solche
Konzessionen an da! eigene Volk nicht
mehr für nöthig und das Manifest wurde
noch vor seiner Veröffentlichung zurück
gezogen. Um die Stimmung zu heben, griff die
russische Regierung zu einem viel billige
ren Ällktunfismittel. Man begann mit
der Teutschenhetze. und die Regierung gab
in dieser mit d?r ihr eigenthümlichen,
boshaften Kleinlichkeit", wie t.r russischer
Sc,ia!demokrat sich aukdrllc!te, den Ton
an. Nowoje Wremja', Ruhkoje Slo
wo". daS Organ der russischen Großin
dustrie Utro Rossij' und eine ganze
Reihe von anderen Preßoraanen der
Hauptstädte und der Provinz stürzten sich
auf die Deutschen, wobei es keinen Unter
schied machte, ob diese deutsche und öster
rcichische Staatsbürger oder deutsche Ko
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gleich mit den unter dem Dränge abend
ländischer Kultureinsluthungen. vorwärts
strebenden resormatorisch'..i Kräften g
funden und gesichert werden kann. So
haben sich die Ströme zwischen zwei ,n
versöhnlich erscheinenden Polen Harm:
nisch geschlossen: als AusilcichSmagnet
aber wirkte sichtlich deutscher Einfluß stark
mit. Enver ist nicht nur ein Schüler der
Berliner Kriegsakademie und de! Gene
ralfeldmarschalls von der Goltz. sondern
auch deutsch gestimmt in feiner ganzen po
Mischen Weltanschauung. Scharfen ge
schichtskritischen Blick! und belehrt durch
bittere Erfahrungen, ist ihm die uner
schütterliche Ueberzeugung geworden, daß
das Los der Türkei untrennbar ist on
dem Schicksal der mitteleuropäischen
Mächte, daß die einzelnen Glieder des ':
cker gesüßten und herzschwachen oSmani
schen Reiche! zwischen den um eine A ,
wenn auch in entaegengesetzter Richtung
lausenden Mühlsteinen der Entente-Ge
nossenfchaft wie Mahlkorn zerschroten
werden müßten, wenn der Schild deut
scher Macht zerbräche. So ward er der
neue Sachverwalter der deutschfreund
lichen Politik Abd Ll Hamid'l, so ist un
ter seiner Führung die heutige Schwert
qemeinschaft zwischen Konstantinopel,
Berlin und Wien zu Stand gekommen,
und so erscheint gerade er in jeder Rich
tung all der rechte Mann am rechten Ort
in der derhängnüvollen Zeit der vom We
sten her über die ganze orientalische Welt
hereinbrechenden politischen Götterdäm
merung: Dank seiner überragenden orga
nisatorischen Beanlagungen, der Zellen
substanz seiner dielen Talente. Dank de!
Vertrauen!. dz ihm ber Hof wie da!
Volk in gleicher Weist entcieqenbringt.
Dank der ethischen Grundkräfte seine!
Wesen!, bie er von Jugend an im Sinne
bei BiSmarLfchen Wahlspruch!: ,?.
''!se insmiMisio coriiumor" dem ho
he Ziele dkk Wiedergeburt seiner Nation
dienstbar machte, deren Goldblick - ein
odysseeifch Prüfung! und fchicksalreich'!
Dasein immer klarer und edler Hcra,tk
pochte und deren gereifte und gesfnmclte
Kraft ihn nunmehr zur herrlichen Beirö
nunz seine! LebcnswerZcs führen mdae!
k'l k -'"t ,V' d!
.1 ., " , ( !''.! 's
j , $ ,. 1 f A - k f- 'I f (.i,-,.,.)
l I. ' I. 4-: ' I. . -,5 ;. ,(h;.;t !
tri t-t ?. .'. , ' f ,it r-.-'f t - r"
e V 'ff fn
I : -1 . y ;i ' iv- '. V' -!,'
i(ti h't f,,is-fri 1 . .tu k.i n
z :,.'- !.!'? !! h'.'t!?.'!
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In i'l ri. f. "I ir f ii i J Hit
I;. !...!- . H il.f, i' SU-.ro tiltt t t'i
t't t;tliirt'f' 'I'tof.jt k.?n in liNtm ?cn
(i'l.f ?:.l'n -.td, k" aSfi f J-.'ti dn Zus.
tarf r-Ji!l'i Kalbt itlU3v t'ttn.
ft ! ,','k. ?ch r.ti ü'.?ti'i:.'. b(i n C?f.ef
it'.k r in llr ja tu k, ,-e ,i!lt:Pi im
Itur.de wate, sinnt solchen 2cn ttt Gusse
ja It 'i n.
A t eist de miltt.Jt iltert Urfrtgt r,it!
in dein Mufj itr.trafrn, trte man ti ir
artet balti, II d.i ,izlug nach iuun
und il'kkiin bedenklich in' (tloitn xeriith,
all die Kkic,ßdauer tut met langet und d e
Opfer immer großer fc-utde, da mc'.beie
sitz bald die Unzufricbenheit. Wie stark
dicse namentlich in dcn Hauptstädten und
vor Allem in Petersburg ist. wo fast jrde
Famtlie ein Opfer in den Mosur.fchen
scteit zu btllacen hat, kann man nicht ad
schaben, jelenjal! ter ist sie bedeut. nd
grakcr als sie an versteckten Orten in der
Prcsie zu Tage tritt. In dieser kann
ma.. nur ihre Sristcitz feiistellen. Tabei
leiste! vor Allem der geschwätzige Ment
schikom. dem die .Nowoje Wremja' seine
llülardeit mit dem ganz ansehnlichen
Sümmchen von 10,000 Viueel jährlich ent
lohnt unschätzbare Dienste. Er ist immer
bestrebt, sich selbst und die Anderen, und
zwar mit dem noch zu erringenden gro
ßen Siege" zu beruhigen, tjin großer
Sieg" und Niemand werde eine siegreiche
Regiming zur Verantwortung ziehen.
So vertröstet und jammert er schon seit
November um den großen Sieg'. Aber
dieser große Sieg" will noch immer nicht
kommen. Tasür ist eine neuerliche große
Niederlage in den Masurischen Seen wie
der gekommen. Doch geben wir
un! keiner Tiluschung hin.
entscheidend wird für die ös
r i t jt . tm m . r . t a4
cnuiqe jji e i n u n g u g z a n o
nur die Vertreibung der Ruf
s e n au ! Galizien sein. Die
russische Regierung mit dem
Zaren an ber Spitze hat sich
hier durch Telegamme, Mani
feste, Waggonladungen von
Popen und Polizei, die nach
Galizien geschickt wurden, so
wie durch den immer wieber
holte Hinweis auf ben gro
ßen nationalen Erfolg ber
Einverleibung . R,thruß
lands' politisch so e n g a g i r t,
daß an diesem Punkte ein
Mißerfolg am offenkundig,
st k n und am schwer st en zu ver
heimlichen wäre. Rußland
kann vielleicht noch Hundert
taufende in den Masurischen
Seen und in den Karpathen
opfern, aber w a ! e! nicht
mehr vertragt, da! ist seine
militärische Verdrängung
au! Galizien. Alles Andere
kann noch wahrend dki Krie
geö verheimlicht werden, wo
ri.. die russische Regierung
und der ruffischt General
stab, ich erinnere an den ruf
fifch-japanifchen Krieg, ja
Meister find. ,
DaS Ist der springende Punkt der Lage.
Daü diese für die Regierung' und die
Schuldigen am Kriege höchst unbehaglich
zu werden beginnt, darüber kann die
wahrhaft künstlerisch inscenirte Duma
sitzung nicht täuschen. Eine Mißton
brachten ja nur bie Vertreter ber Trudo
wiken" und ber bolschewistischen" Sozial
Demokraten hinein. Miljukow sprach, wie
Mentfchikow, sein erbitterter Gegner, nicht
ohne Neid ihm bescheinigt, wie ein
wahrhaft russicher Nationalist , die sonst
gewöhnlich thierische Nationalisten" ge
nannt werden. Vielleicht wittert Milju
kow Morgenluft und meldet seine Kandi
datur für ein Ministcrporteseuille bei dem
gewiß auch ihm nicht verborgen gebliebt
nen Nahen bei ZusammenbrucheS be!
gegenwärtigen Regimes an. Wer llber
Haupt bie Sieden liest, der muh sich an bie
Stirne greifen und fragen, ob die Leute
noch klar denken können. In der Duma
hat mag von der Ministerbank und au!
oen Parteien so heraus gesprochen, al! ob
der Bär schon erlegt wäre, dessen Fell
mc. nun vertheilt. Ter Eindruck, den
diese Reden machen, ist der einer gewissen
künstlichen Naivetät, gemischt mit Lo!
heit. Diese Dumasitzung wird einmal der
beste Bewei! bofük sein, baß Rußland
diesen Krieg von langer Hand um des
Besitze! ber Meerengen und ihrer Anneze
wegen angezettelt hat.
Daß dabei die Komöd auch die Mis
sion Bark aus der Suche noch Geld ui.tu
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sich in d't R'chtung von Knm
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Arbeit begonnen, als die im Gelände der?
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gkl der Geschosse K'il hervor, wabrend die
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(Molo. Ksch'irt ist. erklärt wie ein alter f 1
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stielten nur erfoleiriich betrierVn werben V
kann, wenn bis frort bet Küste in bet
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Hand bei Nreunde sinb und ben Minen
b-lden anderen Minensucher i,n durch sucheen einen Sutz gewähren, wie 'hu f ;
Tflctftgen signalisiren, baft sie Todte und die h-gleitenden Kreuzer nie zu gewähre
Verwundete an ?ord haben. Um l" im Stande sind jv i
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An die jlfttlsdicii in Ammlm.
Und ist die Welt gleich wieder un! verbünde!,
Wir halten au! den Sturm und wanken nicht.
Hat gluthfchwer auch der Himmel sich entzündet.
Der alte Gott Ist helfend im Gericht.
Zu Flammen lodert kuf. ihr Liebcsfeuer,
Die heißer nur der Hak erregen kann!
War, Prüder, euer Volk im Glück euch theuer.
Ein Theil von seiner Noth auch sei nun euer!
Sein Ruf gilt auch für euch. Steht euern Mann!
Wir haben und auch ihr habt eS empfunden
Bei lichter Zeit, dah unt bat Meer nicht trennt.
' Run hat Gefahr un! enger noch verbunden.
Die Treu, kennt kein scheidend Element.
Wohl könnt ihr in die Schlacht nicht mit un! treten;
Doch Waffen habt ihr such zu Streit und Sieg. .
Klar haltet euer Muth, den tapfern, steten,
Und euer innig Glauben. Hoffen, Beten
Werft freudig mit in den gerechten Krieg!
Die Lüge breitet um euch dunkle Netze.
Schlagt mit bem Schwert ber Wahrheit sie entzwei!
Weist stolz zurück ber Feindschaft Zwangsgesetze!
Mit freier Red: bannt die Heuchelei!
Und wem zu Wort und That nicht ist gegeben
Im Kamps die Kraft und ber erstarkte Geist,
Der wisse, baß auch schweigendes Erheben
fi Der Seele schon und warme! Miterlebe
Al ein, gesegnet Opfer sich erweist.
Bleibt in euch selber fest! Und ist gewonnen
Mit Blut und Thränen uns der volle Kranz,
" Dürft mit dem Vaterland ihr inst euch sonnen
j, Nach Angst und Sorgen in de! Frieden! Glanz,
Dann soll für eure sichre Wacht euch danken '
Der Heimath Gruß im jungen Morgenwind,
Wie ihr un! dankt, daß wir den Schild, ben blanken,
De! alten Ruhm! bewahrt Und baß nicht sanken ;
Die Sterne, die wie un! euch heilig sinb.
Strabburg im Elsaß. Chriftfan Schmitt.
5252S2SZ52525ZSZ5e!S
Religiöse Nebungen in ZarSkoje Lel,.
Die .Nationalzeitung' meldet von der, ,
russischen Grenze: Schon seit langn Zeit
hat sich die Czarin aut der Öffentlichkeit
zurückgezogen und befindet sich zumeist in
Zarskoje Selo. Sie sieht sehr kidend
aut. Während ihre Töchter alt Pslrg,.
rinnen thätig sind, ist die Czarin fast
menschenscheu geworben und beschäftigt sich
hauptsächlich mit religiösen Uebungen. S
gilt al! FrlcbenSfreunbin und stäkt in
ihren Bestrebungen fortwährend auf den
Widerstand der Czarin.Mutter. mit ber
sie schon vor bem Kriege In heftigen Wi,
berstreit gerieth. Oesfentlich läßt sie sich
wenig mehr blicken; auch bei den grossen
Demonstrationen in Petertburg anläßlich
be! FaUct von Przemysl siel es allgemein
auf. baß kein Vertreter ber Czarin ben
Demonstranten ben Tank überbrachte.
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deren ohnehin seit bem KriegSbeginn ge
nug in'! Leben gerufen; bie Steuerkraft
sinkt, e! fehlt an bin noihwenbigen Ar
beitskroften zur Frllhjahröbearbeitung be!
Voden!, so daß man schon nach den Ge
fangenen greift, mit einem Worte, bie
russische Gegenwart Ist nicht rosig unb bit
russische Gesellschaft glaubt auch trotz
Eeneralstabömittheilungen und Diploms
ten nicht mehr an eine bessere Zukunft,
weil sie schon zu oft getäuscht worden ist.
Da! Ist bei aller Reserve und nur flüchtig
da! Bild, da! man von den Stimmungen
der russischen Gesellschaft entwerfen muß.
wobei noch manche scharfe Schlagschatten,
die diese viel plastischer hervortreten lie
ßen, fehlen,
stützen sollte, ist selbstverständlich. Mit
großem Aplomd in der russischen Presse
angekündigt, ist Ihr Resultat weit hinter
d.-n Erwartungen zurückgeblieben. Selbst
Die Nowoje Wremja' kann nur mit
sauersüßer Miene auf zukünftige Ab
machungen vertrösten. Und man braucht
in Rußland Geld, viel Geld, weil auch
manchmal, wie Mentfchikow unlängst an
deutele, diel in unrechte Tasck)in fließen
soll. Tat Leben wird theuerer, die Nah
rungsmittel finden eher den Weg über
Schweden nach Deutschland, neue Steuern
kann man nicht mehr finden, da man
!
Der Tabak verdankt seinen Namen
einem Mißverstand'!!. Tubaeeo" hieß
bei den Indianern nicht bat Tabakskraut.
fondern bat zum Rauchen benutzte Rohr.
- Der berühmte, protestantische Thee .
wge David Friedr. Strau löste eine
Preisaufgabe ter katholischen theologi
seyen Sakultat Tubingen.