Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, April 23, 1915, Page 4, Image 4

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eine Nnti'rKaIttm,z rrif Jitit unseren
Iieiden Regierungen balle, ttcil s e
un sehr unbequem fin&."
Tann ninnnt Rczt L'rnan einen
Anlauf zur trasche: ..Mein Herr,
Sie gebrauchen einen Ton in Ihrer
Note. alZ ob Sie unsern guten Wl
Icn betreffs der Neutralität bezwei
selten." Aber sofort ncht er im
nächsten Satz seinen ZurüZzielier:
I take it for granteö tlzat no such
implication was intenVed."
Erst stellt er fest, dasz in der Note
der gute Wille von lt. S. anzezwei
feit werde.dann stellt er seine Ueber
euPmg fest, oasz so was mcht bead
sichtigt sei. Nun. nur glauben,
das; die Note der deutschen Regie
rung sehr klar und unmißv erstand
lich war. TaZ weiß Herr Bryan
auch selber gut aenua.
Tnn aber konunt' ern Satz, den
wir unbedingt niedriger hangen
wollen: . . . that my change in
its own laws of'Neutralitty dmring
the prvgreß o? war which would
affsct unequally ths relations of
the 11 S. with the nationZ et war
would 5e an unpistifiable deparwre
from the Principles of strict neu
trality by which it Ha3 consistently
sough to direct it.Z aetions."
Gedächwiß sehr schwach. Fm mep
kanischen Kuddelmuddel lautete es
cmz anders. Dort wurde heute ein
Embargo auf Waffen verhängt,
morzen wieder aufgehoben ohne wei
teres, wie es gerade den Washing
toner Herren in den Kram Paßte.
Und die deutsche Negierung hatte in
unserem spanischen Kiiege keinen
Moment gezögert, das Schiff mit
Waffen für Spanien noch in der
Elbmündung zu überholen und km
. Wunsche des amerikanischen Bot
schaftcrz Andrew Whits gefällig zu
sein. Wie würde man hier gezetert
haben, wenn die deutsche Regierung
sich damals auf den mephistopheli
stlschen E5tanopunit ryans gestellt
und erklärt hätte: Wir können
jetzt, wo Ihr mitten im Kriege mit
Spanien seid, nichts machen, sonst
würden wir ja unsere Neutralität
ausgeben. Wenn Ihr was wollt,
so seht selber mit Eurer Flotte zu,
daß die Spanier keine Waffen von
uns bekommen." Wie nobel da
mals die deutsche Regierung und
, wie unnobel heute biet Wilson
BrnaN'Regierung! Ja. Dank
barkeit ist eine schöne Sache bei
anderen! '
Tarüm berührt uns auch arni ei
genartig die Phrase am Schlüsse
von der warmen und schon so lan
gg bestehenden Freundschaft zwischen
dem Volke der U. S. und dem Volks
Dwtschlands". Tas ist funvahr
eine schöne Freundschaft, wenn man
aus Leibeskräften hilft, den treuen
freund umbringen. S'eucheleil
Aber um die Hawt'ache ist Herr
Vryan .drzrm herum geschlichen, wie
die Katze um den heißen 2kd, und
das ist der Inhalt der Note, daß dir
Vor. Stasteg sich sa demüthig und
willenlos ihre Handel ckit neg
tralcg Staate dou dem englische
,.Tea Lord" verbieten lasse, ohne
Mpreffalie zu üben. Das war
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sanken Terkehr auch nach pr.tt
abend entsprang und zwar ohne Ta
m? :k. Trr Name iiicdcrtGjd", den
sich die 21 männlichen Mü.il'cder
der Berliner Cingaladcmic, die sich
am 20. Dezember IbOS rnter Je!
ter'S Versiy versanmielken, tciie,!-'
ten, bekundet diesen gesellizen Ur
sprunz. In England war eS auf
gleiche Art bereits im 18. Jahr,
hundert zu KlubL" gekommen.
Tie Mitglieder diese? ersten Lie
dertasel" waren auöschtieZ-lich üm
vonisten, Dichter und Verufssänger.
Diese .künsUerische" Zusanm:enscjz
ung aber ist gerade ein Belveis für
den geselligen' Zweck, genau so,
wie die Bestimmung der etwas srci
eren Magdeburger Liedertafel"
(1843). daß nur Vomblattsänzer
aufgenommen werden dürstön. Man
wollte eben keinerlei künstlerische
Mühe und Vorbereitung nöthig ha!
ben. sondern sich die gesellige Zu
sammenkunft nur durch einige Lie-
der würzen. Da für den ersten
Verein noch keine entsprechende Lit
teratur vorhanden war, schuf man
ste sich derart, oag öle Mitglieder
selbstgcdichtete und selbstkomponicrte
Lieder vortrugen, die, sobald sie gut
befunden wurden, von ollen Mit
gliedern in ihre Notenbücher einge
tragen werden mußten. Die . Ber
liner Liedertafel hat sich so einen
&rf.rrh Virt KC)fi Ptr-horn rto?Tinfftirt
vuug wtt wj ..ww. dv1'47 n
Von diesen ging dann eine starke
Anregung auf weite Kreise auS.
Es ist ja leicht erklärlich, daß die
strengen künstlerischen Anforderun
gen an die Mitglieder der Lieder
tafcl um so eher schwinden mußten,
als die betreffende Litteratur sehr
einfach war. Sie war ja zum Vom
blattsingen bestimmt, machte aber
auch richtigen Dilettanten keine
Schwierigkeiten, wenn die Zeit zur
Vorbereitung gegeben war. Damit
waren also besondere Männerchöre
ins Leben gerufen. Die ausge
dehnte Möglichkeit gemeinsamer ge
selliger Freuden und ungezwunge
nen Zusammenseins, die diese Ler
eine naturgemäß vor den gemischten
Chören" voraus hatten, machten
die Männerchöre sehr schnell beliebt.
Sie wurden bald aus den Künstler
gesellschaften, die sie anfänglich ge
wefen waren, zu echt volksthüm
lichen Vereinen.
Auch in Süddoutschland war eine
gleiche Bewegung entstanden, und
bald traf die norddeutsche Bewegung
mit der schweizerisch.süddeutfchen zu
sammen. Hier hatte Hans Georg
Nägeli (17731836) eine rege
Thätigkeit entfaltet. Als Musik
verleger sorgte er durch Neudruck
für das W'ederhckanntwerden von
Händel und Bach. Um deren Werke
nun auch aufführen zu können.
gründete er 1805 in Zürich ein
.Singmst'.tut ", . das , etwa der Ber
liner Singakademie entsprach jNä
geli aber, der selbst jahrelang als
Gesanglehrer ' an einer Volksschule
wirkte, war eine viel volksthum
kichere Natur, als die - Berliner
Fachmusikerkreise. . Er hatte die
Bedeutung der Musikpflcge für das
Volk erkannt und wirkte durch Wort,
'Schrift und That für eine Verbret
tung des Gesanges. Aus solchen
Erwägungen kam er zum Manner
chorgesang. Dieser- stand also hier
im uoen aus oer vonsiunuiizzei!
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ben '.'!orddeu:sche Liedertafeln seit
lKtt: Märkische "esaniöseste seit
riuch der TemZche Tänzer
blind, der ül'ri7cnZ seit 15tt2 eine
eigene Zeitschr.ft Tie Tänzer
balle" l-esitt. hat gresze Feste ge
''eiert (18)5 in Treiben. 1874 in
München ustv.). Nach dem gro
fzen Lorbild des deutschen Männer
gesanges haben sich auch in Belgien
(fett 1830), Frankreich (Orpheons,
seit und Holland (seit 1 8 10)
ähnliche Sängerbünde gebildet:
bier in Nordamerika bilden sie eins.istesabwksend ins Leere um den
der besten Bindemittel für die zabl
reichen Teutschen und, wirken so für
die Erhaltung des TcurschtlPNüs
inmitten der englischen Welt.
Hier sind wir bei einer Seite der
Wirksamkeit der Männerchöre cik. schweren Wellenscheitel aus der
fmigr. oie ntanfl an cm zur
f metf ciqer Bereinigung
beigetragen hat, andererseits aber
auch neben des mehr ästhetischen
Verdienstes der . Musikpslege ein
ebenso bedeutsames ethisches stellt.
s war eine cannerze um
1810 und im folgenden Jahrhwi
dert. Erst eine Zeit bitterer Noth'spitzenüberzogenen Kissen und Decken
unter drückender Frentdherrschast, 'liegt ein großer, robuster Mann von
dann die Jahre ruhmreicher Erhe!sechSundsechzig -Jahren. Er' ist
rf. v!. V . n... "f ... I -fr..c- m:ci ffiYii&KfM ltin
oung, caraui cie lange Jen ipvier
Reaktion. Es ist sehr bezeichnend, !
daß die ersten wirklich volksthüm?
kicken MnnlrckLrs die kacksnden
Weisen sind, die K. W. von Weber! .Werräterin' Hab' ich Dich. freu.
(1814) den Liedern Theodor KSr.lofkS. elendes Weib? Fort von nur.
ner's lieh. Aber segensreicher noch. ' Schlange! Aber Du sollst es büßen
:1 t. ., ..! i4 rtrete Dieb!"
Ul j( IC UIJIC Vt VUlllf , tl
wies sich der Männergesang für die!
r P . . m pi. i.
ayrzeyme oer vattlon. ms e
r.L'. J l!. v mn.
Kui ini iiu) wiuciicu, vtju Ajuiic,
das tn fassen die Tbrone gret
r. m s?m .lc rone gerci'
tet. tnt neoen oas zu gevcn. was
ihnen zukam: als man zaghast vor,' ',
w. w..,,4:.M fy .Xi',i-i 41.;. jßvtXt i
wt r.r, r v: ..t. .
iüUli VUKL. ,UiO VIC (IWItUlt. UlUJl"
samen oder' kleinlich aus ihr per
sönlichen Machtrechte erpichten Für
stcn, was noth thut.
Jetzt ward das Lied zum Nun.
occ rr 'cyii uajt not veitt cuu -
gen deutsche Reich. Die Män
nerchore waren die Träger dieses
Siebe. Tausende m firntn
t ..C f.. Jt.L Js. . ' '
wgen von deutscher Größe in der
rw v..,if r fit rr .
ArtMrtrtwn sviM nnMTtmnm CSnTtrtii
r""1"! T"U"V X "
sur-e Zukunft. In Millionen er
wach, eryiett ,yr besang m ganze
Sehnsucht. Unter diesen Umstan.
den gewannen auch die großen Lik
der und Sängcrsche eine wichtige
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poiiiiiaje eoeumiig, cen iie-
luurien i.llu,eiioe vwiw
ncr aus den sonst sg uiwerbundenen
deutschen Gauen zu gemeinsamer
Thätigkeit zusammen. Die - Ge
sangsfeste zu Würzburg (1843) und
Köln (1846) trugen bereits ganz
den Charakter großdeutscher Leran
staltungen. Tzher auch Cefter
reichs mifänglichs Gegnerschaft .ge
gen das Männerchorwesen; der Wie
ner Wannergesangvernn" durste
erst 1843 gegründet werden. Um
die Lebendigerhaltung des deutschen
EiniaksitZ.ipdans.'nk uiifi die tu
dessen Verwirklichung unerläßliche
Verbrüderung der deutschen Stäm
me hat sich der deutsche Männer
chorgesang unvergeßliche Verdienste
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ucni ivfuutyuii u uu Atiiuwuv'uj 1 . " , ;v r, . z....
den die Zeit gebot ha wußte das'S Leonen ton . o
erworben
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Zo'Mt ll.kk Ifmnvi tfi G'Jr.dkni
ifnfcttatn tititttca. d.mn. liltf, a!'
dret Gliirtt'tl fc'f'cnz dunkln,
t:nnn JUfchätN nuf Ui, M:nl
'er Irrpfen in tn wen g Was!,
l'&rji.t.t tet. anikizk tau, ei pxu
Itcritnju ttti, küd d?e hfilhiinM
Akdizin' wird am tAenden tvlf!
Kerzen früh fft;f 1,6 kr'.kdcr na.h!'
Nscheinen il trifft tit A:zi,
nachifW it scin lfe.i;,i'' besiicgkn. n,ch
den Fcnstkkn der !Lil!a hinauf, dann
!r.:?nt et sich Uaum in die tctUt.i
Bitten del Wugeri zurück und mui
mcltt:
.Armes Weib! T!e Hütte lin bes
seres LeZ tfttierf, a!ä an der Tritt
tksks bru!al:n Ur.holdeZ dahinzune.
chcn."
Oben, im deilchenblaucn Erk.'rzim.
mct. ist nun die goldene Gonner.flut
verschwunden. Mit verschlun'nen
sianden lebnt voch immer die schlan
k'e. schöne ran am TlirpfestkN. Ihre
rcßen. tiesaunklen '.'lugen enden reis
feingeschnstiknen Mund zuckt verhal'
tknes Weinen.
Da dringt ein rauher, unartiku
lierter Laut aus dem 5lrankcnzim
ux .mechanisch streicht sie
EUrn.
Ein vaar kristallhelle Tropfen, die
wider ihren Willen, über die samt
weichen Wangen rollen, sortwischcnd.
öffnet sie leise die Tür zu dem über-
reich ausgestatteten Ischiaszimmer.
?ln dem kunstvoll geschnitzten, ver
goldeten Bett mit eine seidenen.
' oiirnvur I!1 r, v,r,
seine wulstigen, vom .Zieoer geoorzie
nen Lippen murmeln Flüche und un
'u ammendangenve Worie:
tJ", " r i . ..,,
Tiefaufatmend legt du ! junge hm
f.pfittffnn kl ntnt. lublende .om
'"'"-7" . V' ' ' . o.Äf.
vresse aus den Kopf "del Kranken,
-. 'i . .. M : (!j .i.s ,s
'rn nächsten Augenblick wird da!
, , , ß b ,schleu.
r r " "
Aber mit der Geduld eineS Enges!
. i. v it.. A,--Jh.
5' ' Ä,t
"ie vnkundin. daß ir wLefchw
um uuiiuiuvivi vuvwu.
sen.
El ist Nacht geworden.
Ein Weilchen ' sieht Leonori am
1 s, ' ; ; ' . mf..kt .ln
. und atm t d Muft Än.
SÄSS JttilTSi
fSrÄ-ff'SSt1
7
f. v n'j f -7 'f M
ll ll iui in vmi " 11
. 7 , - , r
und tritt ins Nebenzimmer, veyu: am
i. stH , .?6nb, '
emt fflßl si. leise ,ur lintre,
UnUrt auihältetin, die Magdalene
rna rltfl f....; kas.,. für den al
rlt tiefe Nacht noch nötig hätte
' . ' - , . 4. i
gder der Kutschet zum Arzt geianot
reiben mutzte.
, if.Za nicktk Susanne.
.Dafür sorge ich, Ew. Gnaden!
Und ich selbst bleibe in den oberen
Räumen und schlage mein , Lager
im grünen Fremdenzimmer auf. Darf
ich denn etmaj zum Nachtessen biin
zen. Enädigste? Ein wenig Spar
iel oder Forelle? Auch heute mittag
sind alli Platten fast unberührt her
kivgelommen -
.Ich kann nicht genießen. Su,
sänne es ist mir unmöglich!"
.Aber ein paar &Ui6 alte Wet,
f müssen dl Gnsdigi nehmen
wie soll der Körper gehorchen tyenn
man ,hn so a.anz vernachlasst, ES
'st za heute chon die vierte Nacht, m
h&v Jl irti rrttl
b4"" oi,u
enz immer wachen wenn Sie doH er
' t t t, xt '. 1 t't
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clk.zi'.k ri''iinid sen l.'ücn. unk
wenn sie scldft Je.t.;tft jnzrunde ge
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efei.dftei Dasein nti b.; ihre?
7,ü?t aanie e!-en an diesen dru
teilfn UrhcZö qkfesscll. den sie tftab
(chfufe, cetoiteit und ?.u1 ::'e: bet
ihr die Jugend und den l.iubrn an
die Menschheit ekst?h!cn, ja. den
0lf.utcn an eine gerechte Vorse'mnz
im Hiinmel!
Leonore zieht eine kreike Teiden
decke über sich mit großen, tränen,
losen Anam starrt sie' hinüber zur
Wand dünne Gespinste der Er
inaerung des ErleÜen. Empfundenen
flattern über den Schein des eieiirl
schcn Lämpchens.
Verworrene Lilder .
Ztt Tag, an dem man die Wut
ter die schöne, stille, geliebte Mut
ter in den prächtigen Sartophaz bet.
t:te. Wie bleich und vornehm sie da
laa. und Lecnorc, diunaiö ein tech
jähriges Kind mit wallenden Locken
und stcylichen, glanzenocn Äugen,
weinte, .weil Mama so still war
und keines der lieben, reizenden Wär
cken mal
Xit Mutter aoer war kwon aui
dem Wege zum Himmel und konnte
. ...t. sr, v r...
iöi jtir.o niei roir vni iiui vci. m'
ten, weichen Stimme und den Vrr
licken Märchen beschwichtigen. .
Und als es so ein am um ie
beide geworden, da hatte der alurnde
Mann cn se i an die omyenoe way
ter angeschlossen. Diese Liebe aber
war. wie stets beim Manne, egoistisch,
tyrannisch. Mit niemand wollte er
sie teilen eifersüchtig belau chte er
jede Regung m erwachenden Herzen
seine Kindes.
Und endlich war auch daZ la
ckend, 'Leben, der goldene Sonnen
chein in e ta t des greunves m w
junges Dasein getreten. Erich
tr. . ' Y. ttf .f..., A m
ijtiqj von Avc!cr,fiugru, im ui.nti,
junget Mann, dem man als Bild
hauet eine große Zukunft- verhieß.
Wie schnell sich die keusche Knospe
ihrer Ltöi erschloß doch eine ein-
ige Reifnacht hatte dlesc-deioen Km-
er um alle Seligkeit betrogen.
Ach wie klar trat jene Stunde
vor Leonorei Erinnerung!
Ei war am Sankt StephanS'
feste.
In vorgerückter Abendstunde saß sie
über ßin Buch gebeugt, den Vater zum
Nachtessen erwartend. Seit einigen
Wochen schon schien ihr sein Wesen
verändert: hastig, nerv'ö in seinen
Bewegungen, auffahrend und gleich
darauf dumpf vor sich hinbrütend.
Dennoch sprach er sich nicht aus.
- VMlich öffnete sich die Tür dek
SpeiseziAmirs auf der Schwelle
stand Egon Szigetty. ihr Aater. asch
sablen 'Gestchts. sah sich vorsichtig
um, schloß und riegelte die Tür ab
und fiel dann krastio aus den m
van. neben dem seine Tochtet saß.
Und in diilet Stunde machte
Szigetty seinem Kinde ein schmähli
cheg Geständnis: daß er, der geach
teil Grundbestker. seit wahren heim
lich dem Spielteufel verfallen daß
et große mummen verloren, vie u
ter überschuldet und, um sich zü ret
ten, mehrere Wechsel gefälscht hohe
.Wer ich will nicht, daß mein Na
me an den Pranger kommt! Ich
will nicht ins Zuchthaus kommen
Leonore Du kannst Du muß
mich retten! Seit Monaten wirb
Koraaonvi, ein unserer reichster
Guisnachbarn, um Dich. Er gab
mir dik Gelder zum Spielen er
hat die falschen Wechsel in seinen
Handen er ist mein Vampm. der
Niich aussaugt! Leonore, Tu muht
i i t.;.
-tj-"'i
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reinen TJ-titi z?n. til seinfit
nun iniz.
l.k tf,iinn tt fe d'-üw auf Wm
fu.lt iu a,:Zi!en c5. nti! tet k
Uttf, ne!,,. im gkbc!'üfN. Mit !va-
send Zl"'i' und ohnreden ceuciin
dete er Ihre ssk'.uknelike und ihre Nin
bkölstti. denn trotz aSfccm fcnn Leo
nctil Herz noch an dein politischen
Ziiiter.
K.iraczcnii verließ sein VeMwkT,
und fukrti forian in der ungarischen
Hauptstadt ein b.ßÜchkZ Leben, da
ich mit einer Wurde a'.s Sommer
zienrat. zu dem ihn sein Seldsck ge
macht, chlecht vertrug, em oo
neö Weib umid er in den ersten
Jahren mit Spionen, die Leonore auf
Critf iirih "Trift tifrtn flffn.
Seine ennit brutale Natur zeigte
sich nun. .Da sie Dich hasjt . ,o
faate er sich. liebt sie den anderen
und einmal wird sie mir doch ins
NeK geben und sich verraten! .
Und Leonore konnte sein haszitches
Denken zur Genüge.
Der Nachiwind wirft d Flieder
bliiten gegen die Fenster; daneben der
alte, 'große Mau'.beerbaum singt ifc
nen, sa scheint es. em Ammeniieo
Ach. wie lang die Nacht doch ist!
Und noch einmal fällt sich Leonore
den hohen GlaLbecher bis zum Nan
de und trinkt. Dann rieselt wohlige
Wärme durch, ihre Glieder. Gern
mochte sie einschlummern doch
der Kranke regt sich, wirst sich un
ruhig umher, spricht im Schlafe, .und
was er spricht, scheucht den ihren aus
den Augen.
.Vaö. Toktor. ich d,a docy mm
krank! Ich will nicht krank sein! Zu
vtel ampagner yav im geiruriicn,
und Loulou, der süße, kleine Satan,
wollte ausrcitcn! Her mit den Pser
den! WaS, der Tartgr will den
Graben nicht nehmen? Da, nimm
diesen Peitschenhieb, du Aetjar! Ach
daZ kalte Wasser iö hat mich
abgeworfen mein Kopf es
schmerzt, es bohrt darin ich er,
sticke!" '
Leise erhob sich Leonore und flößte
dem Kranken Medizin ein,
Er sah sie mit rollenden, gläsernen
Augen an.
Du!? WaS willst Du hier. Du
Schlange? Wartest Du schon aus
meinen Tod? Freue Dich nicht zu
früh, mein Schätzchen ich bin nicht
krank md hier lasse ich Dich auch
nicht, Du mußt mit mir! Haha!
Möchtest wohl gern mit Deinem Herz
allerliebsten in die weite Welt gehen?
Weiß ja, daß Dir der Habenichts,
der Süße, im Kopf und Herzen steckt!
Nichts da Du bist mein Eigen
tum! Ich habe mein schönes Geld
für' Dich hingegeben! Betrogen bin
ich worden ilind betrogen! Aber
ich räche mich noch an Dir. Du
Scheiniligel", .
So. tobt und' ruft der Kranke noch
eine Weile; dann tritt Erschöpfung
und Atemnot ein. Leonore nimmt
ein paar Tropfen aus dem dunklen
Fläschchen. mischt sie mit Wasser im
silbernen Löffel und reicht sie dem
Patienten. '
.Champagner! Meht Champag
nerj Loulou soll leben!"
Daö Medikament tut sein.e Wir
kung. Der Kranke schlaft ein. Aber
sein gequältes Weib ist auch der Er
fchöpfuna nahe. Mit btennenden Au
gen starrt Pe hinüber. Tag Herz
schlägt ihr unregelmäßig in der Vrust
die Schläfen schmerzen, die eis
kalten Hände beben ihr. Und wie
durch den Körper, fährt auch durch
die Seele Aufruhr.
Ja. muß sie denn diese schwach
volle Behandlung erdulden? Hat sie
den Leidenökelch m diesen snns 3!)
ten nicht täglich geleert? Beim Him
mel, sie hatte mehr als ihre KindeS
j Pflicht erMi. al sie . jich sür denDas gilobt, sie M,
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tfil'kfln jtit".Tjf C.füfn i Cinr,
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1t Vinisil) if;t s sick. twitu 2 tau
dieiiet on. fe i m.is, ,hi bring
ieU m Vnuf h lzintet einem kostbat
.zefchmückün C.ili imhet. Wl
nur all til HiüiNtfi ven Mensche
heikeinmen. die ihm dal Velkilk ee
den?
?ln der Grus! hi'r! sie Werfe dI
Friceen. der Äerfhnunz. aber si
',npfink!kt nichtl. Ihr Herz ist tot.
2en sie da versenken es ist it
Peinif'kt, der sie gemartert, ejfonöU,
jahrelang. Endlich ist sie frei! Frei?
Warum ist ihr denn die Freude dar.
übet abhanden pekommen? Die Frei
h:i! ha! leinen Neiz meht für sie.
Mit welch seltsamen, unheimlichen
Blicken die vielen Umstebenden sie be
trachten! Man wirst Erde auf den
Üiarg auch ihr bietet man eine
Cchaufel davon drei Hände voll,
soll sie auf den Zoten hinabwerfen
doch Grauen packt sie ' rief
da nicht eine Ctimane leise ihr das
Wort .Mördkrin:' in Ohr?
Und .Mörderin!" widerhallt eö IN
ihrem toten Herzen.
Fort von der Stätte des Todes!
Sie ist jung leben will sie. leben
und lieben!
Ueber eingesunkene Hvjel ei.'t j'jt,
flüchtiger Fuß, an Ncsenbüschen undi
JaZmin vorüber, dem Hauptporleile
zu. Tort wartit ihr Wagen.
Tort dort neben der klel,
nen Friedhofskapelle dieser junge,
schlanke, schwarzlockige Mann! Das
ist Erich ihr Erich!
Sie fliegt ihm entgegen, breitet die
Arme aus und ruft ihm zu: .Nimm
mich hin, Geliebter! Frei bin ich
endlich frei!"
Aber Erich von Westernhagen zieht
lsie nicht an sein Herz. Seine großen,
viauen Allgen viiaen un,agiiq au
rig; dann wendet er sich ab. und
seine Stimme hat einen harten, frem
den Klang:
.Ire, bist Du. Leonore - aber
um welchen Preis!"
Außer sich vor Schmerz stürzt sie
schluchzend zu feinen Füßen nieder.
.Vergib mir. Erich!, Ich konnte nicht
anders! Ach, entziehe mir Deine
Liebe nicht, die mein Leben ist: Deine
Liebe, die mich entsühnen und schuld,
los machen wird!"
Doch als sie die in Tränen sckwim,
mendcn Augen wfcder erhebt, ist sie
allein Erich ist gegangen, er hat
ihr nicht vergeben. Wie aus dem
Erdboden gewachsen, stelst aber eine '
schwarze Gestalt neben ihr, die nach
ihrer Schulter greift.
.Eleonore von Karaczonyi, ich klage
Sie on und verhtifte Siel"
Es ist Heller Morgen, die Mgel
jubilieren Im nahen Walde, und gol
dcne Lichtstrahlen klettern durche die
halbgeschlossenen Vorhänge am Spie
gel umher. Alles Blut strömt ihr
zum Herzen. Leonore erhebt sich
angstvoll haften ihre Blicke auf dem
Bett. datz. goldene Sonnenstäubchen
umtanzil. Zwei Schritte, wogt sie
sich vorwärts - ruhige, gleich
mäßige Atemzüge schlagen, n ihr
Ohr.
Da drückt sie die Hand, fest gegen
daö zitternde Herz,
.Es war ein Traum Gott
sei gelobt! Ein Traum nur." t
Dann aber faßt sie nach dem ihr
unheimlichen blauen Fläschchen, löst
den Kork und schüttet den Inhalt in
den Kamin die Flasche hinterher.
Sie ist keine Mörderin. Wird und
will niemals dazu werden.
EinS aber hat sie der furchtbar
Traum gelehrt; ihr im Schlafe ge
fangene Seele war der Versuchung
unterlegen ' es gab also dunkle
Schatten, Leidenschaften und Gewal
ten In Ihrer Brust, deren sie sich licht
bewußt war.
Sobald dieser Mann von seinem
Sturz, genesen, verließ sie sein HauS
und reichte die Scheidungsklage '