Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, July 25, 1913, Image 6

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freiten 2ote in die i'hubnenpnf.f,
tnne bastendc. kiüae l'Irnif. Mit
teil auf dem vieres M. niit c"m
ließen Soitiftafe ftanJ sine tjtcfce,
swtüichk ntaa, mit cufnietit.mien
.Nun. 5e:r Leiten, warum fehlt
seit einize Tagen die Tochter Ihrer
Wienerin? Cie ist fleitzZq sonst
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Zündung, firau Lanaenscheit haben
i-T. mit sv;?bsliffmä'-
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iuciniqieu i'tcui tictet jci
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reu, S c wissen doch, oag ich alles
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l'emerken muß. an allcZ denken mutz.
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möchte ich alles hinwerfen. Beson-
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ch bm ooch auch schon an sie elf
Jahre bet Ihnen. Ich kann es beur
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Wien. Immer schwankt &8 0e
schäft. Die Hauptsache ist ja: wir
loben hier ringsum keine Konkur I
rpm. r ftntir im TW .
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VAn,uIangenM
:es wno teurer. Warum tollten wir
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Frau Lanaenscheit Nickte: Natur
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will lch doch
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ibts diesmal nicht! Eher
Sie brach ab. Aus ihren kühlen,
dunklen Augen flammte es auf. Zrau
uno yarr. er groe Mann ne
ben ihr duckte sich ein wenig vor die
jem Blicke. Er kannte die Energie.
.:e Harte der Frau von so man
cher Episode. Vorsichtig meinte er:
Nun. feie wollen m icftt einen Ge
schäftsleiter aufnehmen. Der kann
.ag aues am besten regulieren.
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Stilen iay out oie uyr uno aa
te abschließend: .Nun will ich auch
a?hen oder soll ich noch was. Frau
Langenscheit?
Frau Lanaenscheit hatte eine auf
Ulttnbt Bewegung gemacht. Sie
wollte noch etwas, ja. doch im letz
ten Augenblick überlegte sie es an
ders Es war schließlich nur ein An
lergebener man konnte dock nicht
caes restlos mit ihm besprechen. So
sagte sie ausweichend Kommen Sie
leutenilt Ihrer Frau zu meinem
vuri
Nein, anä' Frau, entscbuldlaen
Qk ich ich : habe keine
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Flüchtig lächelnd meinte die Frau:
Keine Zeit? Hm. hm. kenne ick,
f.'im. Sie müssen zu Ihrer Ta
rockpartie. Nun. wie Sie wollen.
wünsche ( mir immer gern die
Herren zu meinem Jour. sonst wird's
C zu ledern. ,
Wenn Sie wollen mein 5-immel.
ich trage nicht, diel zur Unterhaltung
bii doch mein Neffe würde sicher
!!ch gern - kommen."
Der 5Saler? Ich kenne ihn noch
r-cr.ig. ' Bleibt er noch lange bei
nV:- U. '; . .
.Wkr locißi lan rann oas bet
-e len Wandervögeln nie voraussa
Et ist ganz verliebt in das al
te Nest hier. Jeden Tag entdeck! er
rent malerische Winkel. . Gott weiß,
1'v3 sltiä issm einmil ' tnrhr n!ri
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;ct Bilde? hat er noch nicht der
t.tVft.
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Zvm den Leuten nzchsedenö. Xzm 7"-" 'Z-"'.
wandte sie sich an einen grohen. gut. emzutreiben.
ekleidk'ea Kann, der zum &!ufj ..sLt. unter Erne,tme Lanzen
die Fabrik verließ und boflich grü "..eitunz war aM ntM
?,r,s . fchkr einjertitft, wurde daZ C?f fiait
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ticn den grauen früherer l:';-:'ft:;:J
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"kaZ schwer. Das Geschäft stockte.
Bestellungen liefen langsam ein Die
fnisierKfcen Seidcnballen. die immer
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en in oen Daumen, ntau Erne-
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liliV IVUJJ". IS HüliJ USIIUU. C3 UCUUl
'e bier ein frischer Geist herein. Und
&m Geld! Und ein weiter, junger
Blick. Sie wurde alt und müde.
Nun. das würde ja wohl jetzt anders
erden. Ein Direktor nahm ihr l
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Frau Langenschei! ging ein paar
mal rund um den Hof und über
stog ihr Eigentum mit prüfenden
Blicken. Hier die Fabrik mi dem
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Pulten sahen sie aus, die schrägen,
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mstockig, orett, wuchtig. Erst
Dort das große, alte Wohnhaus,
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P? Jw hatte sie einen zierlichen
lassen. An das
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hinter dem Hofe lief der große, tiefe
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tkt iui.il ins Ttiu iiiiiuua.
Ütai, 'snos. !.
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irischen Lampen aus dem fast
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ganz erw cyenen e?n uchtörok des
tt?rüblinasabends . . . Di Mübl
weiter unten, welcke die Fabrik mit
Strom versorgte, stellte ihr Rauschen
und Hämmern ein. Es wurde Nacht,
Da aina die ffrau langsam ins
Haus. Die Räume im Erdaeschoß
waren geschlossen. Seit Jahren
wohnte niemand darin. Es war ein
wen a feuckt und mufna in den 9im
rnern. Das kam wohl von dem die
len Schatten. Die Sonne reichte
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selten mit ibren Strablenarmen bin
ein. Von der einen Seite lasteten die
Schatten - der Fabrikgebäude, die
Gassenfront war nicht Sonnenseite.
Ein wen,' s'? Nnnk i, Kmu
im Vorderhause still. Ein Geist der
Ungemütlichkeit, der Frostigkeit kroch
aus den dunklen ' Winkeln. Nein,
schön war es hier nicht. Nun, wenn
dT?s so a'mn. m? si, hnM, w-nn
daZ Schicksal den Lauf nahm, den
es nehmen sollte, dann würde der
neue Direktor nicht lange hier woh-
nen müssen. ?ta. es wnr kieNet
ganz aut. wenn er sicki nack, einem
lichteren, sonnigeren Leim sebnte . .
Befriedigt griff sie nach ihrer Ta
Iche, darin ein Brief knisterte. ?ia.
es schien sich alles so m wenden, wie
sie es dachte und wünschte,
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die breiten, weißen, bequemen Holz
stufen empor. Oben ein weiter, hel
ler Vorraum, wie nwn (fin hmi'mri
taaeS selten nock sinket, effe ffien.
tiiren mündeten in die verschiedenen
Räume, große, geschnitzte, wertvolle
Schränke füllten die Ecken und Plät
;,t an den lärmen Wänden 8 TÄti
war ihr Reich, der ganze erste Stock.
Doch ihr Fuß schritt noch weiter.
Langsam und etwas atemlos erstieg
sie den Giebel des 5,ausez. ttnrt
herrschte wieder eine andere Luft,
So wie es unten dunkel, feucht und
muffig war. im, ersten Stock behag
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war es bier oben bell, alles wie n
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l.t.iii i-n tr nfi ;i'e:!inni, ca d'i'
i er ff'tettfti trs tknuin.z jttidfr
frjjMlt ilnen so dikl von du!"
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I.-.r! f.rii. jftzt fnieiitt!j'i du!
'.'ter die guten Leuten haben nnch
v::n cf';!'Mi und grsprochen. Bin ja
f J rn f-f y;u Monate bei dir!"
i'i'an törte es on dem Zon. den
las l;.:-k Mädchen der gefärchteten
xta qe-enäber anschlua. daß sie ihr
in maniern Punkte überleben war
UN,, besonders in einem, den selbst
Ernesline Langenfcheit anerkannte:
se war sehr reich, verfügte über ein
L',crmöaen von mehr als" einer Mil-
licn. Martina war ihres einzigen
Lruders einzige Tochter gewesen.
Seit einem halben Jahre war sie
Waise, und Frau Langenscheit suchte
sie mit allen erlaubten Mitteln in
Iohannesberz festzuhalten. Wenn ihr
Plan glückte der Direktor war
ein scköner. stattlicker Mann, wie
oas Bild zeigte die Fabrik der
schlang Geld mußte es verschlin
cn, um wieder neues einzubringen.
(Fortsetzung folgt.)
Ein kostbarer Teppich.
Das Viktoria und Albert . Mu
seum in London hat als Leihgabe
eines der dier Stücke erhalten, die den
berühmten .Perlenteppich von Baro
da" bilden, diesen kostbaren Schatz der
indischen Kunst, den die Kenner für
die wunderbarste Stickerei, die es gibt.
halten. Er ist aus vier symmetrischen
Flächen zusammenqesekt, deren jede
20,55 Meter im Quadrat mißt und
die genau zusammenpassen. Die
Ausführung dieses Teppichs wurde
von einem der Vorgänger des gegen
wältigen Maharadscha bestellt, der
ihn als Decke für das Grab des Mo
hammed in Medina ftifien wollte.
Die besten Sticker und Juweliere von
Baroda mußten drei Jahre daran
arbeiten und das verwendete Material
kostete etwa 4 Millionen Dollars.
Nach der Fertigstellung erhielten die
ausführenden Künstler ein Geschenk
von w.MODollars. Das ausgestellte
Stuck zeigt m der Mitte eine Blume.
die aus vier oder fünf Diamanten
gebildet ist. und 24 Rosetten als Rah
men, von denen jede 52 Diamanten
erforderte. Rubine, Smaragde und
Saphire sind von Arabesken um
rahmt, die aus schönen Perlen gestickt
sind. Ncan begreift, daß der Hindu
Prinz, der, von feiner Lieblingsfrau
zum oyammeoamsmus bekehrt, in
seiner ersten Begeisterung dieses Wer,
sterwer! dem Gedächtnis des Prophe
ken weiyen wollte, iicy cyiieftllch eines
anderen befonnen und die kostbare
Arbeit beyalten hat. .
Bei einem Revolverduell
in den Straßen von Clarksville,
Te?., wurde Buck Brewer von Joe
Lowry viermal geschossen und starb
etwa 30 Minuten später.- Die bei
den jungen Manner, welche promi
nentcn Familien angehören, hatten
erst kurzlich eine persönliche Aus
einandersetzung gehabt, bei welcher
es auf ottenilicher Strake zu Tat
lichkeiten kam. Als sie sich zwei
Wochen spater wieder zufällig beqeg
neten, zogen beide zu gleicher Zeit
ihre Revolver und begannen zu seu
ein.
Koniferen 'Holz lakt im
Dunkeln auch ohne vorherige Besich-
tigung fein Bild auf der photogra
phischen Platte entstehen.
Honors V. von Monako richtete
ein fürstliches Brotmonopol ein. Nur
offizielles Brot durfte . gegessen
werden.
Ein Sack Weizen zu 200
Pfund enthält etwa 5 Millionen
Körner.
Kompagniegeschclft.
Ein reizende? Mädchen, die Tochter
des Wirtes!" -Ja, die zkeht die
Fremden an, und ihr Vater zieht
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überzeugt."
sich d'erlasien. wenn er sein Wort :
aab. und so kam ich auf das itj
kS Herrn Po??e und in die Hände!
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Aus Unrel jlcrraa konnte min
Schon gleich in der ersten Stund,!
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merkte ich mit Ler'.rlinderunz. waö
für gewaltige Kenntnisse Herr Zem
plln in der griechiick'kn Spraye hat'
te. Ich kam dann später bisweilen
mit ihm ins Plaudern, und er er
zählte mir seine Geschichte. Er hatte
das Lehrerseminar besiicht. war aber
dreimal beim Examen durchgefallen.
weil es ihm ganz unmöglich war, ein
etwas verzwickteres Recheneremvel zu
losen oder irgend etwas von Mathe
matik oder Geomenie zu begreifen,
Da er nun kein Ezamen
mehr machen konnte, wurde er nicht
angestellt, aber bei dem Mangel, der
besonders damals noch an Dorfschul
lehrern herrschte, auf seine Eingabe
hin von der Regierung als Hilfsleh
rer verwandt, wobei der Staat kein
schlechtes Geschäft macht, den das
Gehalt derartiger Ueberzahler ist
sehr karg. Er konnte gor kein:
Sprünge damit machen, mußte im
mer zu Haufe sitzen und war da
durch Zufall auf das Erlernen des
Griechischen gekommen. Er konnte
ganze Stellen aus Aeschylos und
Sophokles auswendig und hatte es
soweit gebracht, daß er Plaio und
Aristoteles las wie wir unsere Jei
tung.
.Und mit diesen riesigen Kenntnis
sen wollen Sie immer hier als hal
ber Dorfschulmeisler sitzen bleiben,
Herr Zemplin?" fragte ich ihn.
Was soll ich machen, mein Jun
ge?"
Gehen Sie doch in die Großstadt
und geben Sie Nachhilfestunden! Sie
würden sich glänzend dabei stehen."
.Ach. die Großstadt!", sagte er
wegwerfend. .Mich zieht's gar nicht
dorthin. Ich fühle mich auf dem
Lande am wohlsten."
Es schien so, als wenn ihm nicht
zu helfen wäre und als wenn er trotz
seiner griechischen Gelehrsamkeit auf
dem Dorfe versauern solle. Das tat
wir leid, und ich dachte darüber
nach, ob man ihn nicht dazu brin
gen könne, ein menschenwürdigeres
Dasein zu führen. Und in meiner
schon von studentischem Uebermut an
gehauchten Findigkeit heckte ich einen
Plan aus.
In dem Dorfe wohnte ein alier
Ackerbürger Melchert, dessen Tochter
Marie zwar schon hoch in den Zwan
zigern. aber doch ein dralles, tüchti
ges Mädchen war. Der Alte war
schon etwas bequem geworden, und
Marie leitete allein die hübsche Wirt
schaft. Daß sich noch niemand zu
ihr gefunden hatte, war auch ziemlich
natürlich. Sie zeigte nämlich nicht
die geringste Neigung, sich auf dem
Tanzboden sehen zu lassen und mit
den Burschen des Dorfes zu scherzen.
So aalt sie als eine Aparte, der man
achselzuckend oder mit Naserümpfen
aus dem Wege ging. Ich hatte mich
bisweilen mit ihr unterhalten und sie
recht verständig gefunden.
Wollen Sie denn nicht einmal
ans Heiraten denken?" fragte ich
mein Schulmeisterlein eines Tage?
ganz nebenbei.
Ich?" machte er entsetzt. .Mit
meinen sechzig Mark natürlich?"
Die Frau müßte eben noch etwas
hinzubringen. Sehen Sie zum Bei
spiel Melchert Marie! Da ist sicher
Geld."
Er wurde sehr verlegen. .Die
würde doch gar nichts von mir wis
en wouen.
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en';- I t.:0 n'j ti -ch rn.
i-p? i.-r fe-u fr mich
.iefleiit.i die WffAchte deä Pel."
prnnes,sch,n 5triei,se Ich habe sie
, ."f: Jüi ,- l, X,,..s4,
Jti konnte mir kaum da, Lachen
j en welcher , Mar e aber
aus .i.ler crle-.enhnt S.e
'5: an . hcn untersten Fach deZ
uerrkzalK ein altes Kochbuch ent
..,- .)i: , .
' irine t
Ml.Mff i?r flr 1 . ,- f . . V
Mutter geerbt haben moste und das
fioii ganz "erstaun war. Mit In
tereiie blätterte sie darin und bat sich
w uch ans ftniie 'iarte aus.
.Mit dem größten Vergnügen",
stoiiene emptm.
Nack einigen ?,i?n rip i.-f ZK,
sich doch einmal m flefAerts ta r'A
fiiaen und sich zu erkundiaen. wie
dem Zrälilein hnn 9, n. ;,
knssckisok ii ni ,;!-,;, Q-A.m
dnra.
mm ;-. r. .-tu .
hntit&H i8 , 1 ?,
freudestrahlend, das; er sehr liebens,
'"Wommen worden sei und
WBTntÄ
Worüb ?? ' sate
Worüber i fragte ich
.0, uber wirtschaftliche Angele
ettihttn fZ , m f, - i fix f . - "
m w mu
siert. als ich ihr von dem göttlichen
Sauhirictt Eumäos aus der Odyssee
erzahlt habe, und meinte, ich würde
natnt .;., O
wwiü Lllic,, aiivwiri
abgeben, es müsse nur etwas Praxis
vei mir mnzuiommen.
Ich wußte genug und empfand
yerzimzes vergnügen bei dem Ge
oaniea. yicr in jugendlichem Ueber
mut die Vorsehung gespielt und al
les ms richtige Geleise gebracht zu
Wven.
Meine gnec nschen Ferienstudien
hatten ausgezeichneten Erfolg, und
ich bestand das Examen mit Sehr
gut". Im ersten Jubel des Studen
tentums und bei den späteren ernste
ren Arbeiten für den Beruf vergaß
ich den kleinen Schulmeiste- mit den
großen griechischen Kenntnissen. Erst
sechs Jahre nach jener Zeit kam ich
mit Onkel Konrad wieder zu de.a
gastfreien Herrn Pogge. Ich be
suchte natürlich auch das Dorf und
erkundigte mich nach Herrn Zemplin.
Man wies mich nach dem kleinen
Gut des alten Melchert. Eine ge
fünde, frische ffrau empfing mich.
an deren Schürze sich ein pausbäcki
ger. etwa vierjähriger Knabe hängte,
Ich erkannte sofort Melcherts Marie
in ihr. Als ich mich vorgestellt
hatte, entsann sie sich meiner auch.
.Ah", sagte sie lächelnd.' .mein
Mnn imi-r, sick si-,en esu w!'.
zusehen. Wir haben oft von Ihnen
gesprochen: Ich bewirtschafte das
Gut mit ihm allein, mein Vater ha!
vor fünf Jahren daS Zeitliche gefeg
uti. i
M dflMi.f in die 9r flt.f
und kerein i?t in koken Stiefeln
und derber Lodenjoppe mein lieber
Zemplim Er war voll und rund ge
worden, feine Haltung viel strammer
als früker.
.Da ist mein Mann", sagte die
Frau vergnügt. Nun bitte ich Sie
aber, auf eine Tasse Kaffee in die
gute Stube zu kommen. Wir haben
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über vieles zu plaudern."
..Gebt eS ?kknen aut?" fraate ick
den Mann, der mick sofort erkannt
hatte.
O danke sehr! Wir können nicht
klagen. So ein hübsches Bauerngut
ist noch nicht das Schlechteste, wenn
man rationell wirtschaftet und eine
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tüchtige Frau hat. Viertausend
Mark baden wir b sker in iekem
Jahr zurückgelegt."
Und daS Griechische?
Er kraute, sich hinterm Ohr. .Ach,
wissen Sie. ich komme gar nicht mehr
dazu. Davon kann man heutzutage
leben - ,
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i'.c, cln's.n, sie fjiift in einem 2i'nm!ii'bXf nnt mit fiiiM taincn ÜrüiMOtict
Ic;r, jide ?p,wi'd hat in der Ritte ein Q'!'in iu mai:;riitifm' ffl.um
rniuiiif. f.ütt i,!'ek fiüfit anliegenden
te-? reLirnff Jiu'ia l't tut eine irrne
vi'rm einer -ckieppe tvt runter und
einen Vindjd ,vi,;,r ,rdciiö ,,d
vcracKot'cn,
Xtt Itsch , Maler.
köstliche Kaiser.Anekdote wird
lu,n Nättruiigsjubiiaum erzählt
aiser ist danach über den teil
I iceise scharfen Widerspruch, der sich
gegen sein Wirken auf dem Gebiete
der Kunst wendet, gut unterrichtet,
und er äußert sich auch mit einem ge.
, f Humor darüber So bat er
schlichen zum Besten gegeben, für
dessen . Richtigkeit er sich verbürgt:
In einer Kllnstlerkneive zu Kassel
wird kräftig gefachsimpeli und. wie
J ".r . '
unausbleidlich. kommt auch das Ge
snräck mit k,n nnihr nz m?Krn
Künstler schimpfen mit Vorliebe. Ei
ner an der Tafelrunde aber, ein ganz
... . - - ' . . 0
lucyiiger Landschastsmaler. tut es den
übrigen vorauf und erklärt und be
kräftigt es auch mit dem ja unwiderlea
lichen Faustschlag auf den Tisch, daß
der Kaiser nur Kitsch auskaufe
Die Kollegen lachen und wehren
ab. Der Kritiker versteift sich auf
sein verfassungsgemäß gewährleistetcs
Recht der Memungsabgabe. und im
übrigen sei er ein freier Künstler,
Aber Kitsch bleibe nun einmal Kitsch,
Ausgerechnet in diesem Augenblicke
wird ihm ein Telegramm eingchän
digt. Er reißt es auf und wird rot
bis an die Haarwurzeln. Ganz der
legen schleicht er beiseite und liest
nun blau aus weiß: xu Ausfiel
lungsleitung teilt Ihnen mit, daß
Seine Majestät der Kaiser heute nach
mittag auf unserer Ausstellung Ihre
Landschaft käuflich erworben hat.
Künstler sind auch neugierig, und
so dauert es nicht lange, daß dem
Landschafter das Telegramm auS der
Brusttasche herausgeangelt wird. Un
geheueres Hallo! Endlich erhebt sich
ein Professor und spricht: .Lieber
N., wir haben nicht gewußt, daß Sie
ein Schund und K'iischmaler sind,
Da Sie als solcher nun aber offiziell
?"wnnt sind, wird Ihnen wohl
nichts anderes übrig bleiben, als aus
dieser Korona der freien Künstler
"a,".
Nierenkrankheiten und Zilzgenuß.
Den Nierenkranken sind Pilze we
gen ihres großen Sticksto fgehaltes
und anderer. bisher nicht erforschter
?ifse Nachteilig. Diese Schädigung
sich in einer Vermehrung der
Oedeme (Wasscrgeschwul ste). des
bumenS (Eiweißes), der organischen
Elemente deö NiedcrschlagS im Harn
und einer Verschlechterung deS All
gemeinbefindens. Zu diesem Schluß
.i l ü t .
"angr oiowsn aus runo einge
hender. in den .Therapeutischen Mo
natshefien" veröffentlichter Versuche.
ZU denen er den Steinpilz, also eine
unschädlich. Pilzart. benutzte Auch
Tomaten. Petersilie und D.ll, deren
ftnu ?"chttrts den Nierenkran
n gestattet wird sind nach früheren
U .X. V 9 flMM.lH W . Cf
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'ntr zu ouviuuu
D I k tat einigen KsiDrn in sTfiiT.
neu entdeckten Salveterlaaer sind sa
groß, daß sie den Bedarf der gesam
hen Landwirtschaft der Erde für sr,Q
sichre decken können.
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Ein bequemes und artistisches Negligee.
Jede ;"rrau wünscht für ihre Ruhe
stunden den Komfort, den ein Negligce
bereitet. Tas hier gezeigte Tessin wnr
de aus weij, und tlau czcnipftem Challie
gemacht, mit Besnb a,z blau und dai
passenden nöpfen. Tie Vorderteile ka
den zwei runde Zacken über der Brust
und die ?lcru,elgar,i!erus, stimmt da
mit übcrein. TaÄ Tessin ist im Blusen
Effekt geschnitten, mit einem zugefügten
Pcplum, wodurch die nötiae Lnnae er
zielt wird. Tas Muster, daS sich für
i'nnm iJerfntK fCr,h W!,.e.,.,
. '-.X "' v"'1' rfimiiinn, d.i'
rniti), Flanell oder Seide eignet, ist in
K (V.r,'i(,,',. r,U,.,.,l.. . '14 .,
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