Tägliche Omaha Tribüne. (Omaha, Nebr.) 1912-1926, October 16, 1912, Image 3

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ZhMt Cmifi TrtSise. Mittwoch, be 10. Cfiti&er 1912.
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(7. Fortsetzung.)
'.O. gar nicht", gab die Gefragte
ganz gelassen zur Antwort. Ich
nehm die Mädchen einfach, wie sie
sind."
Ich entsinne mich, daß die schlichte
Weisheit dieser Antwort mir gleich
damals einen tiefen Eindruck mach
te. Möglicherweise wäre tt am
klügsten gewesen, wenn Paula und
Norwood sich gegenseitig .einfach'
genommen hatten, aber die Einfalt
iekört in Amerika zu den seltensten
Zflanzen. Seltsam war die Tat
ache. dah seine Briefe ihr immer
mehr sagten, all seine Worte, und
dah sie die wenigen, die sie besaß, wie
einen Schatz verwahrte und gerne
wieder durchlaS.
Er hatte sich jetzt ein Bureau m
der Stadt eingerichtet, ging deS Mor
genS dorthin und kam Abend zu
Tisch nach Hause., ! Seine Abwesen
.heit dauerte immer länger und sein
junge Weib war viel allein.
Eine Tage ereignet sich ein un
bedeutender Borfall, ver aber bei
Norwood einen peinlichen Nachge
fchmack zurückließ, und dessen Eindruck
er nie ganz zu verwischen vermochte.
Die Wunden, die unsrer Eitelkeit ge
schlagen werden, vernarben langsamer,
7 .riknswunden. AIS er einmal
abends das Garlenior cjjncie, qm
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Itftl I0a anuiiiuii g,vt,,. "
BüfKen hervorleuchtete, zurufen:
.Gott' sieh mir bei! Weshalb kriechst
du denn mit dem stopf im Boden und
dem Schwanz in der Lust im Dickicht
hemm?" . r ..
.Ich inen Strauß mach für Frau
Kin Paul." rief Noxy zurück.
ES muß zugegeben werden, datz
da Anhängsel eineS Schwanzes sur
RozyS besondere Art von Schönheit
zur richtigen Vervollständigung ge
dient haben würde.
.So. dabei will ich Ihnen helfen,
sagte Norwood.
Die Dienerfchaft dS HaufeS war
durch verschiedene weiße Mitglieder
ergänzt worden, neue Pferde standen
im Stall und in Brougham. sowie
ein Kutfchierwagen in der Remise,
aber Sophie und Roxy hatte man bei
behalten, ebenso, natürlich, Honora.
die .schon Paulas Mutter auf den
Armen getragen hatte und nicht mt
fNn Ynrrhen konnte.
' Norwood " nahm ' der erhitzten
. Schwarzen den Strauß aus der Hand.
, fügte ein paar Blumen, die r selbst
abgepflückt hatte, hinzu und ging
Paula aufzusuchen, die. wie die
Dienstboten ihm gesagten hatten, im
Garten war. Er fand sie bei ihren
Rosenbäumchen. die sie sorgfältig auf
band; sie liebte eS immer noch, ihre
Blumen selbst zu versorgen. Gyp
sahauf'den Hinterbeinen neben ihr.
hielt daS eine Ohr steif in die Höh
und ließ daS andere herunterhängen
und beobachtete ihr Tun mit Span
jnrng. Sie stand mit dem Rücken
gegen Norwood, und sein Herz ström
te von einer urgewohnten Wärme
Lber. als er sich aus den Zehen an sie
heranschlich, rasch den Arm um sie
schlang, ihre Gestalt drehte und ihr
Mund und Augen mit Küssen zu be
decken begann. Er drückte sie mit
, leidenschaftlicher, fast wilder Zärtlich.
leit fest an sich, und sie war im er
fyen Augenblick so überrascht, daß sie
( willenlos geschehen ließ, gleich da,
rauf aber sing sie an, sich seiner Um
armung zu erwehren. Je heftiger
sie sich zu befreien strebte, desto fester
preßte er sie an sich, bis sie plötzlich
mit dem Fuß stampfte, die Faust
ballte und ihn vor dih, Brust stieß.
.Laß mich!" rief sie. .Ich er
Irag' daS nicht!"
Sofort gab r sie frei, und sie
stand ihm zitternd, mit glühenden
Wangen gegenüber.
.Ich bitte um Verzeihung," sagte
t kalt und über die Maßen verletzt.
Paula hatte diese plötzliche, uner
klarliche Aufwallung seiner Liebe
war es denn Liebe? als beleidi
gmd empfunden. Hätte sie selbst
diese durch einen Blick, ein Wort her
auSgefordert gehabt, oder hatte er
I VllllU llltfc A. vV'' "ö
- 'tv i.. ... ..,,!' Z.'.. r....
durch eine zarte ledko,ung oarum
Vseworven. acy w roung, ric
bin wiirdk sie sieb an seine Brust ae
schmiegt haben! Aber Überfallen zu
werden und in einem Augenblick, wo
ihre Sinne schliefen, in eine körperli
che Nahe gezwungen zu werden die
jede magnetische Wirkung aufhebt,
mit Küssen verzehrt zu werden, die
ibr wild und roh erschienen. daS er
füllte sie plötzlich mit Widerwillen
und veranlaßte sie zu zorniger Auf
lehnung gegen den Mann, der als
Recht forderte, was er als Gunst hätte
ersehnen sollen. , '.
Narnvo?, war einfadb ein Tor. der
' die Frauen so gut wie nicht kannte.
Er batte sie in einer von jenen Stim-
jV mungen gesunden, wo man ein Weib
VI entweder fl slb!l Lberlassen. oder
durch Schmeicheln und Bitten zur
Zärtlichkeit stimmen muß. und oaS
nicht zu verstehen, war Torheit. Wie
l Männer haben diesen Irrtum schon
kegongen, und den untrüglichen In
stinkt, den eine große Liebe verliiht,
besä es nicht,, denn im Grund, liedte
er sie nicht mit flllea Fasnu seineZ
BlrfLilOttiWSiejJ-iCais
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AZ,,V,
Herzenl. DaS junge Geschöpf emp
fand diesen Mangel dunkel und ohne
sich dessen recht bewußt zu sein, und
sie grübelte darüber. Er halte we
der sie noch eine andere je geliebt,
und die Liebe sollte ihm erst vcn
einem rauhen Lehrmeister beigebracht
werden. Geheiratet hatte er sie. weil
ste interessant, romantisch und sehr
begabt war und er eS sich köstlich ge
dacht hatte, ihr daS Leben mit all
seinen nie gekosteten Erfahrungen zu
erschließen: dieser Werdeprozeß kam
ihm aber jetzt ein wenig sarbloS vor.
Bei diesem besonderen Anlaß würde
eS verzeihlich, ja sogar rätlich gewe
sen sein, wenn Paula ein wemg
Komödie gespielt hätte, denn niemano
läßt sich gern zurückstoßen, am we
nigsten m einer Aufwallung deS
fühlS. Wäre sie älter und krieg,
kundiger gewesen, hätte sie daS Ber
langen gehabt, ihren Gatten zu fe
sein und Ine Liebe zu erringen, die
noch nicht voll ihr eigen, aber bei
Besitzen wert war. so würde sie fein
Entgegenkommen ander aufgenom
men haben. Ein wenig Gefüh'S
Heuchelei wär klug gewesen, und in
der Liebe ist ein derartiger Betrug
verzeihlich, ober die erste Jugend wird
in ihrer Aufrichtigkeit leicht schwer,
fällig, si geht auf keine Bedingun
gen ein und gewährt keine, und er
reicht dadurch selten ihr Ziel, falls
sie ein solche überhaupt hat.
Paula war unruhig in ihrem Ee
müt; sie wußte nicht, wonach sie sich
hnte. oder glaubte eS nicht zu wif
en, waS auf eins herauskommt. Sie
wäre gern angebetet worden jede?
junge Weib wünscht tc.'i, aber waS
war ihr dieser sreche, leidenschaftliche
Ueberfall im Garten was bedeu
tete er denn? Leider wartete Paula
an diesem Abend, bis ihr Mann den
oberen Absatz der Treppe erreicht hat
te, um ihm dann die Tür vor der
Nase zuzuschlagen und mit Geräusch
den Riegel vorzuschieben. Bei Tijch
hatte er mit großer Männlichkeit, so
dachte er wenigstens, ihr schüchternen
Versuche zu einer Annäherung und
Versöhnung übersehen sie sollte
eine Lehre erhalten, und vielleicht war
dies gerade ihre Rache. Nun wird
das Zuschlagen einer Türe und daS
Klirren eines Riegels einem Mann
von Zartgefühl und Vernunft viel
leicht lieber fein, als das Märtyrer
tum einer widerwillig ertragenen
Zärtlichkeit, aber eS kommt bei allen
Dingen sehr viel darauf an, wie sie
getan werden. Eine Türe kann nek
lisch, kokett berückend geschlossen wer
den. oder rauh, hart, unversöhnlich,
und Paula hatt sich heute abend der
letzteren Art bedient.
Natürlich verrauchte der kleine
Zwist, solch Dinge verrauchen und
verwischen sich ja naturgemäß, aber
bei beiden hinterließ er einen bitteren
Nachgeschmack, und Norwood verhielt
sich jetzt noch' zurückhaltender als bis
her. Er suchte nicht seines jungen
WeibS Vertrauen zu gewinnen, denn
er war. wie gesagt, ein Tor. Man
zeiht gerne Verliebte der Heuche!ei,
aber tatsächlich ist eS meist erst die
Ehe, die Verstellung hervorruft. Zwei
scheue, stolze Naturen finden, wenn
sie in ihrem Netz zappeln, häufig tei
nen andern Ausweg, und die Frau,
die in der Regel der unerfahrenere,
schüchternere und empfindlichere Teil
ist. fängt zuerst an, dieje unheilvoll
Weisheit zu begreifen. Es ist so
leicht, nein so entzückend, dem Lieb
haber ein Schnippchen zu schlagen,
aber einem Gatten! Er, dem man m
der nächsten Stunde schon wieder be
gegnen muß und zwar auS Rücksicht
auf den lieben Nebenmenfchen, die
Dienstboten, mit lächelnder Miene!
Dieses fortwährende Beisammensein,
dem zu entrinnen so schwer ist, muß
man beim Eintritt in die Ehe gewär
tigen die Hukunst bringt vielleicht
größere Freiheit, die aber mit Schmer
zen erkauft sein wird. '
In feinem Beruf, da war Norwood
jedoch keineswegs ein Tor. Fall um
Fall strömte ihm zu, und er war früh
und spät im Gerichtsgebäude. Mit
unter mußte er Hals über Kops nach
Washington. Albany oder dem Westen
reisen. Die große Welt wurde auf
den glänzenden jungen RechtSqclehr
ten aufmerksam, man fing an, sich mit
ihm zu beschäftigen, ihn zu verberr
lichtn und daS Lob seiner Begabung
zu singen. ,
.Er Hai Paul SorchanS einzige
Tochter zur Frau", hieß S dann.
.Sie wohnen auf dem Lande, das
heißt, nein, nicht eigentlich aus dem
Lande, sondern irgendwo vor der
Stadt, gerade da, wo eS am unbe
quemflcn ist, mit ihnen zu verkehren."
Manchmal gingen sie in die Stadt
und speisten bei zurückgezogen leben
den Freunden, hie und da auch inS
Theater, aber Paula hatte das L
ben in der Gesellschaft nie kennen ge
lernt und trug kein Verlangen da
nach, im Gegenteil, eS schreckt sie ab,
und Norwood stimmte darin .mit ihr
iibereln. Obwohl er viel in Gesell
schaft verkehrt hatte, war er nie ein
Gesellschaftsmensch gewesen, wenig
ftenS machte' sich aus Bällen und
Empfangslagen gar ' nichts. ' Die
Frau ist eS immer, die das gesellig
, i i ,.-in -i-r in-1 -ii "
Rad treibt, und In der rsten Zeit
einer Ehe wird ste unfehlbar den Takt
angeben. Cpätelhin entdeckt .der
Mann zuweilen, daß die Bande der
Häuslichkeit eng und kleinlich gewvr
den sind und ihn einschnüren, tt ist
diese Friedenlltmpel müde und sagt
sich davon lo entweder sieht er
dann die Frau mit sich in den Wir
bel. orxr stürzt stch allein hinein und
läßt sie dahinten.
Vorderhand hatten Norwood und
Paula noch keine getrennten Jiiteres
sen. Sie hatte zu wenig Menscben
und zu wenig von der Welt gesehen,
um eine sogenannte liebenswürdig
Frau zu sein, auch waren ihre &:bon
ken oft zu stürmischer Art, um leicht
zum Ausdruck zu kommen, allein sie
war immer eine verständnisvolle Ge
fährtin. die ihre Manne? Bedeutung
zu schätzen wußte. Darum wäre es
auch irrig, anzunehmen, sie seien in
jener Zeit schon tatsachlick, unglilck
lich gewesen nein, nicht im gering
sten. Diese Bestimmungen uno Ent
fremdungen waren nur flüchtig bor
überhuschcnde Wolken, wie sie deS
Abends vom Fluß aufstiegen und für
Augenblicke die Glut der Sonne trüb
ten. Diesen Wolken sah Paula gerne zu
und beobachiele, wie sie sich in weiter
Ferne, da wo Wasser, Berge undHim
mel zusammenflössen, in leichten
Dunst auflösten. Sie pflegte oft
lange dem lustigen Spiel zuzusehen
und sich zu fragen. waS wohl jenseits
dieser Verge und ihre? Horizonts
liegen möge. Sie mi'ßte Norwood
danach fragen, und dann wollten sie
einmal ein Boot nehmen, über den
Fluß setzen, an dem verzauberten jen
stitigen Ufer landen und miteinander
eine Entdeckungsreise in dies ferne,
traumhafte Gestzde antreten.
Sechste? Kapitel.
Sie waren jetzt etwa drei Jahre
verheiratet. Eine TageS betrat er
früh am Nachmittag freudig erregt
von einem glänzenden rednerischen
Erfolg, den er am Morgen davonge
tragen hatte, sein Bureau. Er hatte
einen wichtigen Prozeß gewonnen und
den warmen Beifall seiner Bewunde
rer und Neider errungen, der erste
Anwalt der Stadt war quer durch
den Sitzungssaal auf ihn zugeschrit
ten und hatte ihm mit herzlichen
Glückwünschen die Hand geschüttüt.
Norwood dachte an seine Frau, die
so warmen Anteil an seiner Berufs
arbeit nahm, und freute sich im vor
aus auf ihre Genugtuung.
Aus seinem Pult fand er unier
andern Schriftstücken einen Brief von
einem Freund im Westen, der seit
Jahr und Tag nichts hatte von sich
hören lassen. Der Inhalt lautete:
.Ich schicke Dir eine Klientin zu,
di Dich aufsuchen will, um ihr Be
jitztum zu retten, worüber sich ein
Rechtsstreit entsponnen hat. Du er
innerst Dich vielleicht, daß ich Dir
von Rodney, dem besten Kameraden
in ganz Kalifornien, erzählt habe, r
ein allgemein bekannter Mann war.
Nun denn, Rodney und seine Frau
sind vor etwa einem Jahr innerhalb
achtzehn Monaten beide gestorben, und
ihre Kinder, ein Sohn und eine Toch
rer, liegen sich wegen der Hinterlas
sescbaft in den Haaren. Beide ha
ben Unglück in der Ehe gehabt.
.Sam war ein ganz anständiger
Kerl, bis ihm eine Abenteuerin in
die Hände fiel, die ihn zu Grunde
gerichtet hat. Frau Brentworth hat
einen Taugenichts dieses Namens
geheiratet, der sich als Trunkenbold
entpuppte und iyr ein Jahr lang das
Leben zur Hölle gemacht hat. Dann
nahm Rodney seine Tochter wieder
zu sich und bezahlte dem Gatten un
ter der Bedingung, daß er die junge
Frau unbehelligt lasse, eine runoe
Summe. Unglücklicherweise hat er
aber Sam zu seinem Testamentsvoll
strecke? gemacht, und diesen ritt der
Teufel sich mit seiner Schwester zu
überwerfen. Ich hab ihr geraten,
selbst nach dem Rechten zu sehen und
ihre Interessen zu wahren. Sam ist
in jeder Beziehung heruntergekommen
und wird alles dran setzen, die
Schwester um ihr Eigentum zu be
trügen. Ein großer Teil des Ber
mögens besteht in Liegenschaften in
Eurer Stadt, die Rodney einst als
Zahlung einer Ehrenschuld überneh
mcn mußte.
.Nimm Dich ein wenig deS Frau
chens an. Es ist ein sllßeS Geschöpf
gerade wie ihre Mutter. Solan!
Conch, eine gefeierte Schönheit aus
dem französischen Louisiana.
.Ich habe Frau Brentworth gesagt,
wenn sie mit Feuer und Blitz drein
fahren wolle, so tue sie am besten.
Zeus anzurufen, und deshalb geht
sie geradeswegs zu Dir.
.In Treuen, mein lieber Alter,
Dein Georg Element."
In einer Nachschrift waren der
Tag von Frau Brentworths Ankunft
und der Gasthof. wo sie absteigen
wo'lte, angegeben, und der Freund
bat Norwood, sie sofort dort aufzu
suchen. Dieser Tag war bereits ver
strichen; di ,Dame mußte also schon
hier sein, und Norwood entschloß sich,
ihr aus dm Heimweg einen Beuch
zu ma.-licn der doch wenigstens in,
Karte sür sie abzugeben. ES war
ihm lästig, aber schicklicherweise durf
te er die Erfüllung dieser Pflicht
nicht aufschieben.
' " 1 1 ' Wh.'
(Foltsetzung folgt.)
Lesesrkchtt.
Cfl hat ein blinder usall dich b.
toi)rt,
Wkiitt du gestrauchelt, trnlz du nicht iß
fallen;
T,m Zufal dankst du. dah du ftei und
lti)t
Mi liJlüi m,S euren rann t lureuf ist
ben wallen.
Ten andern hat ein gusall erst be
stürzt: Tr schleicht verfemt, derachlet durch da
Leben;
Du fluky' tm nicht I TaK du gestrau
ckielt, sei
TIr Grund genug. Eesall nen zu der-
geben.
"
t?nf tl tief in deine Brust :
l?in tun ist CÖIlicf bienieixn. ,
tfinl: Te Innern stiller Frieden
Und die s.izuldbefteite Brüstt
lind die röhe ist geUbrlich.
Und der Mhm ist eitel Cpiel'
er gibt, sind ntcht'ge Statten,
Wa er nimmt, e ist so viel!
Die Päuberinsel.
Von Vörge Janssrn.
Wir sind in Sizilien in der diel
besungenen Stadt Laormlna.
Eines Abends sitzen wir auf der
Terrasse deS kleinen Hotels. DaS
Diner hat herrlich geschmeckt, und der
Wein ferlt noch in den Flaschen.
Die Zigarren sind angesteckt und sind
nur mäßig wie alle italienisch
Z'garren, aber trotz alledem schmecken
sie dennoch ganz köstlich, und wir füh
len unS froh und glücklich, alS bt
säßen wir alle Schätze der Welt, leh
nen unS in unsere bequemen Binsen
sessel zurück, blasen den Rauch vor
uns hin und blicken durch dessen
blaue Wölkchen auf das gesegnete
Land und daS herrliche Meer, daS tief
zu unseren Fußen liegt.
UnS genau gegenüber glühen dort
oben die Berge KalabrienS im gold
nen Glanz deS Sonnenunterganges,
unten träumt der Golf von Messina
seine goldenen Träume, und über
alles hinaus erhebt der Aetna feine
breiten Schultern, drängend im wei
ßen Meßgewand des Schnees, und
auS dem Weihkessel deS ehrwürdigen
PaterS sieigen zarte Weihrauchwölk
chen in die schimmernde Lust hin
auf. Und nun beginnen ringsumher die
Kirchenglocken daS Ave einzuläuten,
während der alte Aetna dort oben
seinen Segen über Meer und Land
hinsendet.
Lange sitzen wir schweigend da.
Dann sagt schließlich die nicht mehr
ganz junge Malerin, die den Kopf
schmachtend zur Seite zu neigen weiß
und zuweilen ordentlich sentimental
werden kann:
.Wie friedlich eS doch hier ist."
.Friedlich?" sagt der alte Profes
sor, der augenscheinlich ein wenig
ärgerlich über diese nicht gerade origk
nelle Bemerkung ist. .Sagten Sie
friedlich?"
.Ja, wenn man hier lebte, müßte
man ein besserer Mensch werden
fuhr sie unverdrossen fort.
.Ein besserer Mensch?" fragte der
Professor lachend. Nein, mein lie
be Fräulein, nun sollen Sie abr
hören, daß eS keine Lrgeren Schufte
gibt als die Sizilianer
Schufte?" erwiderte sie und fuhr
zusammen, daß ihre Hängelocken
hüpften.
.Ja, darauf können Sie sicher
schwören, mein liebes Fräulein. Ken
nen Sie denn nicht die .Mafia" und
die anderen Räuberbanden?"
ES durchschauerte die Malerin, sie
fragte aber sogleich:
.Wie kommt es dann aber nur, daß
Sie schon so viele Jahre hier leben,
Herr Professor?"
.Das will ich Ihnen sagen, kleines
Fräulein, das kommt daher, weil ich
Diese Lumpen gernhabe!"
Allgemeines Lachen erscholl, und
dann rückten wir näher um den Alten
zusammen; denn nun füllte er sein
Glas, und das mochte wohl bedeuten,
daß er sich zum Erzählen anschicke.
Aus unsere darauf bezügliche Bitte
antwortete er denn auch:
.Ja, Kinder, ihr sollt nun einige
Räubergeschichten zu hören bekommen,
aber nur unter einer Bedingung: j
Hier gibt es heute abend keinen Pro
fessor, wir sind Kameraden, und ihr
könnt mich mit meinem ehrlichen
Taufnamen Peier anreden." I
.Bravo. Also erzähle, Peter!"
Und nun erzählte er, der Anfang
war jedoch nicht so ganz gemütlich.
Die Geschichte war alt und stamckte
aus dem Jahre des Herrn 1830. Bei
Katannia lag damals und liegt übri
lens noch jetzt ein Schloß, das .La
Bruca" heißt. Der Schloßherr hatt
eine schöne Tochter, für die alle Kava
liere der ganzen Umgegend schwärm-1
ten. Si hatte auch genug Freier,
und viele von ihnen waren gute Par
tjen. Aber was der Bater auch sagte
sie wollte nicht heiraten.
Ihr Vater drang in sie, um den
Grund dafür zu erfahren, sie aber
sagte nur, der einzige Grund fei eben
der, daß sie nicht heiraten wollte. Der
Vater jedoch, der wohl wußte, daß sie
sein heißes Blut geerbt hatte, traute
ihr nicht. Sie war siebzehn Jahre alt
und eine Sizilianerin und sollte keine
Lust haben, sich , zu vermählen!
Nein, da mußte ein anderer Grund
vorliegen, und so sandte er seine
Späher aus, ihn zu finden. Endlich
kamen sie ' auf die richtige Spur.
Nachtö, wenn alle im Schloß schlie
sen. schlich sie zum -Stelldichein inS
Gebüsch deS SchloßzartenS', aber ihr
Freund w HtMt ftost den dortiW
Kavalieren, die der Vater ihr rwählt
hatte. Wer war e nun? ES
währte lange, ehe Klarheit in die
Sache kam, aber endlich kam doch
heraui, und eini schSnen Tage ge
stand sie ihrem Vater, daß ihr Freund
ein Flüchtling sei, der oben in den
Bergen Haus. Mit anderen Worten
es war ein Räuber, ein Bandit,
und ihn sollte der Schloßherr zu sei
nem Schwiegersohn machen! Der
Alte schwur, daß die nimmer gesche
hen würde, aber nun würd e ihm
allen Ernste bestätigt, daß die Toch
ter ebenso heißes Blut habe, wie er
selber. Denn sie schwur, daß ihr
Freund der einzige sei, den sie heira
ten würde. Aber ein Bater hat den
noch Mittel, die. auf die rechte Art
angewandt, ihre Wirkung haben kön
nen. Ei gibt Priester, die einem so
lange in Gewissen reden können, daß
sie einen fast um Sinn und Verstand
bringen, auch gibt e Klöster, wo die
Priorin die Kost magerer und mage
rer machen kann, big man so matt
wird, daß man sich fügt.
Und der Vater wandte diese Mittel
so lange an, bi das arme Mädchen
versprach, mit Signor Rizzari. einem
der reichsten jungen Kavalier der
Umgegend. Hochzeit zu halten. Bei
Abgabe dieses Versprechens lächelte sie
allerdings höchst seltsam. .
Alles wurde für die bevorstehenden
Fest bereit gemacht. ES wurde ge
kocht und gebacken, genaht und gestickt,
die Diener erhielten neue Livreen, die
Kronleuchter wurden mit frischen
Lichtern besteckt, da Schloß und die
Kirche wurden mit Blumen und Tep
pichen geschmückt, und nun sollte die
Hochzeit stattfinden.
Die Braut, die nicht gerade sehr
freudig gestimmt schien, war bereits
zur Kirche gekommen, und man war
tete nur noch auf den Bräutigam. Er.
hätte bereits lange dort sein müssen,'
aber e verging eine . Viertelstunde
nach der anderen, die Glocken läuteten,
er aber war noch immer nicht zu
sehen.
Da entstand plötzlich Lärm vor der
Kirchentllr, mit einem Krachen spran
gen deren Flügel auf, und sechs ver
mummte Männer traten herein, die
eine Bahre trugen. Alles geriet in
Verwirrung, die Braut stand toten
bleich da und starrte auf den Mittel
gang der Kirche hin, während der
Priester am Altar die Hände erhob
und rief:
.Wer wagt eS. den heiligen Frieden
der Kirche zu stören?"
Die maskierten Männer waren ste
hen geblieben, setzten die Bahre nieder
und rissen den Mantel, der sie ver
hüllte, herunter: dort lag die Leiche
des Bräutigams.
Lärm, Geschrei, Verwirrung auf
allen Seiten, di Chorknaben ließen
ihre Weihrauchbcken fallen, fo daß die
Altardecke Feuer fing. Einige riefen:
.Feuer!", andere: .Mord!". Und
als der Pr'efter das Brautgefolge
endlich ein wenig beruhigt hatte, ent
deckte man erst, daß die Braut ver
schwunden war. Der Sakristan, der
unter die Treppe der Kanzel gekrochen
war, erzählte nun, daß r es gesehen
habe, wie einer der maskierten Män
ner die Braut durch die Sakristei hin
weggeführt habe.
Man sandte sogleich Boten nach der
Gendarmerie auS und machte auch so
fort in den folgenden Tagen und
Wochen Jagd auf die verwegenen
Räuber und Mörder, aber man fand
sie niemals. Auch die schöne Braut
blieb verschwunden. Der Eid, den lie
geschworen hatte, daß er der einzige
sein sollte, den hielt sie.
.Ja, nichr wahr, das ist eine rich
tige Räubergeschichte mit allem Drum
und Dran", sagte der Professor
lachend und leert fein Glas.
.Und glauben Sie, daß das junge
Mädchen noch unter den Räubern
lebt?" fragte die Malerin, die ganz
blaß geworden war.
.Junge Mädchen?" sagte der Pro
fessor lächelnd. Das geschah im
Jahre 1830, so sehr jung und reizend
kann sie wohl nicht mehr fern mu
den Jahren kommt ja das.Alter, nicht
wahr, kleines Fräulein?
Es gab der nicht mehr ganz jungen
Malerin einen Ruck, und da sie
merkte, daß einige von uns ungezogen
genug waren, den Mund zum Lachen
zu verziehen, beeilte der Professor sich,
die Situation zu retten und sprach:
.Aber nun, Kinder, sollt ihr hören,
wie es mir erging, als ich in Räuber
klauen fiel!"
Das passierte Ihnen wirklich, Herr
Professor?"
.Nein, daS passierte Peter", sprach
der Alte lachend, und berichtete dann:
Ich war draußen, um hier in der
Nähe zu malen, und ich war nicht ,'o
ganz heiter dabei, denn die Zeitungen
hatten gerade besonders Unangeneh-
m? von einer Banve berichtet, die
sich unier anderem damit verlustiert.
den Leuten die Ohren abzuschneiden,
wenn sie nicht das von ihnen ge
wünschte Lösegeld bekommen konnten.
Nun bin ich zwar nicht so besonders
eitel, aber immerhin wäre . Na,
kurz und gut. es ging so weit, daß
ich doch ein wenig daran dachte, meine
Malerei hier aufzugeben; aber nun
hatte ich gerade eine Arbeit angefan
gen, da wollte ich si doch auch erst
vollenden.
Ich aß jeden Tag mein Frühstück
in einer reizenden kleinen,, versteckten
Osteria. wo eS einen ganz vortreff
lichen Wein aad. Eines Taaes sehe
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Zfr v 'ttiA V nt. ww rmrmmemssn Ä '
Neuer Herbstliut v,n ffilzbiber. Pelz-Biber ist mit einem Schlage wieder?
zurückgekommen und die Hüte auZ diesem fashionablen Material finden so rasch
ciuser, dah viele Putzmacherinnen eine förmliche Bibernot voraussagen. Die
i., QT)ÄJ(im tMüfA SiA hrtrrtffrti TtsT iUra fo
iiiiiiiii ,&kUUii)int lutruc iuj tu im vvijiu;in ijuuwt, tiitii lyuu, mu.
bei hier abgebildete herstellen. Diese Magpie garnierten weiizen Biberhüte passeil
gut z Äragen aus dunklen langhaarigen Fellen, wie das hier gezeigte aus schwor
zem ällflsfj Bär. ,
etwaS verdächtig aussah. Ich hatte
die Empfindung, daß da irgend etwas
nicht ganz richtig fei und verspürte
bereits einen leichten Kitzel in meinen
Ohren. Na, ich habe nun mal die
Ansicht, daß man mit allen Menschen
auskommen kann, wenn man sie auf
die rechte Art und Weise zu nehmen
weiß.
Ich ließ mich also mit dem Bur
schien in ein Gespräch ein, und da e:
mir im Grunde genommen ganz
gut gefiel, lud ich ihn ein,
den Imbiß mit mir zu teilen. Er
fagte nicht nein, und wir waren ba,d
ganz gute Freunde. Einmal fühlte
ich mich jedoch etwas gekränkt, denn
als er den ersten Schluck Wein nahm,
fpie er ihn aus und schnitt, eine
furchtbare Grimasse, wahrend er dem
Wirt zurief:
.Lorenzo, glaubst du, daß wir No
tare sind, die Tinte, brauchen? Gib
uns etwas von dem alten!"
Und Lorenzo kam demBefehl sofort
mit einer Flasche Wein nach na
türlich von der allerbesten Sorte!
Ganz köstlich!
Na. wir aßen und tranken, und
schließlich konnte ich es nicht lassen,
auch auf die Räuberfrage zu kommen.
Ich sagte etwa folgendes:
.Entschuldigen Sie, mein Herr,
aber da Sie vermutlich diese Gegend
gut kennen sagen Sie mir doch,
ob Sie glauben, daß es mit den hiesi
gen Räubern wirklich etwas auf sich
hat?"
.Ob eS hier Räuber gibt?" fragte
er mit einem breiten Grinsen. .Ja,
das können Sie ruhig beim heiligen
Antonius beschwören ich bin näm
lich ihr Hauptmann."
Das gab mir einen kleinen Ruck,
aber ich brachte es über mich, zu
lächeln, denn ich mußte doch so tun,
als hielte ich die Sache für einen
Scherz. Später, cls ich bezahlen und
der Wirt mich prellen wollte, sprach
mein neuer Freund ihm Ehr und Ge
wissen ab und nannte ihn einen Dieb
und Betrüger.
Ja, aber war er denn auch ein
richtiger Räuber?" fragte einer von
uns.
Ja, das war er, denn leider fingen
sie ihn später ein, und ich sah ihn sel
ber, als er"
Aber dann gibt es also wirklich
noch Räuber", sagte die Malerin mit
leicht gedämpfter Stimme.
Ja, Gott fei Dank!" entgegnete
der Professor.
Gott sei Dank?"
Ja, wir Erdenwürmer können
rrn ttrrna Nnninnii- firrtitcfc prt I"
schon etwas Romantik brauchen!
Bald darauf begleiteten wir die
Malerin nach Hause, und ob es nun
aus Furcht geschah, daß einige Räu
ber ihr auflauern k'innten, oder ob es
einen anderen Grund hatte, das weiß
ich nicht, aber mein Freund, den sie
untergefaßt hatte, behauptete, daß sie
sich die ganze Zeit über ungemein fest
an ihn geklammert hätte.
Und hoch, hoch über uns. über Ge
rechte und Ungerecht, über Räuber
und Banditen wölbte sich der dunkle
Himmel des Südens mit Tausenden
funkelnder Sterne und sah so un
schuldig aus, als hätte er niemals
einen sizilianischen Räuberhauptmann
gesehen.
Im Eifer. Der Chef ge
riet mit dem Buchhalter in einen hef
tigen Disput. Schließlich fragte er:
.Sind Sie etwa der Chef?"
.Nein", fagte der Buchhalter. Na
also, warum reden Sie denn solchen
Unsinn??"
Eraebunaövoll. Ver
kauferm
Wünschen Sie kir. .Sfc?
mit oder Korkzieher?
VkAundg (Diurni!.; Jltött ffner
Sozialhygiene.
Birchow
Verdienste als Segrünbes
derselben.
Wenn man heute, ein Dezennium
nach dem Tode Rudolf Virchows (gest.
5. September 1902) der seltenen Ber
dienst des großen ManneS gedenkt,
so wird man in ihm zunächst d-
Vorkämpfer der Zellenlehre, den
Schöpfer der modernen pathologische
Anatomie stiern, und neben diesen
unsterblichen Leistungen aus dem
geren medizinischen Gebiet tritt eint
andere 'Tat Virchows in den Hinter
gründ, die gerade heute tausendfältig
Früchte trägt: es ist Virchows Be
deutung für die soziale Hygiene. Be
wegt sich doch die Bahn, die die Hy
giene in neuester Zeit so erfolgreich
eingeschlagen hat. wie Dr. Gottstein
in seiner Geschichte der Hygiene be
tont, ausschließlich in der Richtung.
die Virckow frfirni um hit 17fti hS
vorigen Jahrhunderts votgezeichnet.
Die Lehren, die er als junger For
scher aufstellt, sind noch hzut maß
gebend und haben allgemeinste Aner
kennung gefunden.
Virchow hat 1848 als ersten Ge
danken betont, daß ein innerer Zu
sammenhang zwischen sozialen Miß
ständen und vielen Volkskrankheikn
bestehe und daß ' die ' Aus
gabe, solchen rein körperlichen
Vorgängen mit Erfolg , entgegenzu
treten, nur durch eine Zusammen'
beit von Arzt und Staatsmann, von
Hygieniker und sozialpolitischem Re'
formator gelöst werden könne. Dr
Gelehrte hat damals die in Ober
schlesicn ausgebrochene Typhusepide
mie im Auftrage der preußischen Re
gierung untersucht: die Choleraepi
demien von 1849, die Spessartepide
mie von 1852 boten ihm neue Gele
genheiten zum Studium. .Eine ganz
der schwersten Epidemien ist unter
meinen Augen verlaufen", so berich!
er selbst. Harte Kalamitäten, von
denen ganze Bevölkerungen heimge,
,i tl u..n iJL r P .(!.. Q.
guuyi luuicu, ium iu) ui ciic(
richterstatter zu erforschen gehabt.
Krieg. Hunger und Pestilenz wurden
der Gegenstand meiner Beobachtun
gen. Diese Studien haben einen en!
scheidenden Einfluß ausgeübt aus die
Stellung, welch ich im öffentlichen,
Leben eingenommen habe. Sie tost
ren es, ir.t mich zuerst in di prakti
fche Politik führten". Nach Virchow?
Meinung ist jede Volkskrankhei! eine
Abnormität. ..Kvidemien aleicken aro
n Warnungstafeln, an denen der
, : c rt:ri r.r.
luuiiMuuim iu yiucc vsujtii ictu
kann, daß in dem Entwicklungsgange
seines Volkes eine Störung eingetre
ten ist, welche selbst eine sorglose Po
litik nicht länger übersehen darf."
Auf Grund dieser von ihm zuerst mit
Entschiedenheit und Tatkraft vertre
tencn Anschauungen hat Virchow sein
Leben lang gewirkt, hat eine Reform
des Krankenhauswesens durchgesetzt
und sich große Verdienste um die
Volksernährung und die Bekämpfung
der Tierseuchen erworben; so ist z. B.
die Entdeckung von Trichinengefah:
und deren konsequente Bekämpfung in
erster Linie Virchows Werk.
Natürlich. Untersuchung
lichter (argerucy): na. warum leug
nen Sie- denn so beharrlich? Sa
gen Sie doch die Wahrheit!
Angeklagter: Ich denke nich dran,
wozu sitzen Sie denn da?
Eingegangen. Junger !
Geck: Ich denke eS mir schrecklich, wen
im Alter .beim Menschen die Geistes,
kräfr" abnehmen." '
SM.il "1. luuis flk uc
ejiüüoljflji nMögMl?
nen.. ,. r u.V.. c.i