Nebraska Staats-Anzeiger und Herold. (Grand Island, Nebraska) 1901-1918, March 10, 1905, Image 7

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    ZU Vettmifcsl — Mein gerade
füdlich von der Zucketfabrik gelegenes
Unwesen, bestehend aus Zz Acker guten
Landes, Wobnbaus mit b Zimmer-i mit
Pantty, gntee großer Keller-, gutem
Stall tnit Henboden fPlap fiir 3 Ton
nen , SchmtneflalL sowie zwei Hühner
ftei e und noch einen kleinen Stall, to
sle Wind-echte nnd Tonk. Preis tin
ßeeftbitllg. DenroBloisr.
Metttvitedige po·ltttfche
V o r f i ch t. Vielleicht nicht allgemein
bekannt, doch eine Thatsache ist eg, daß
der Präsident nnd der Bizeptiisident der
Ver. Staaten niemals zusammen auf
der Eisenbahn fahren. Es ist das eine
der Borsichtstnaßregeln zum Schutze
des Lebens der beiden hetvorftehendsten
Männer der Nationalregterung, veran
laszt durch die Erwägung,·dafz wenig
stens einer der Männer dem Lande er
halten bleiben würde, wenn der andere
etwa durch ein Eisenbgbnungliict das
Leben verlöre. ·
Furchtbares Verbre
ch e n. Jn der Nähe von Cetina, Spa
nien, wurde eine aus fiinf Petfonen
bestehende Köblerfamilie ermordet und
dann verbrannt. Man fand die ver
toblten Leichen in den Nuinen der
hütte und daneben einen Zettel mit den
Worten: »Ihr sollt Eu der Strafe
erinnern·« Es handelte sich augen
scheinlich Im einen Akt wilder Rache.
Stdse auf vers eigene Ieise-n
Wenn Einer Lebt-Mithin aui die,verbotgei
nen Feäim der cchwindnscht, Pnenntomr n.
aufteiqu dann leid ka vertan-. wenn Ihr
von Tr· Lin I New Tit-kauern tü- Schwind
fncht kehre Halte bekommt. J W. Mxtksn
non von Talladeea List-nag. Ala» schreibt:
»Ich war sehr ttnnl an Pnenmonicz wurde
von zwei Assitsn html-den« verspürte nbet
letne Beste-nun bis ich anfin( ? i. »Ang
Nen- Tsscovity in ge tauchen sie eine Los
its brachte L«ndrcung nnd ern-.- sttasche tun-te
intch.' Bis-etc Kur tiir weben Halt-, Man
chtttd, Hatten nnd Ertönt-nan Warnntstt
in A. W. »li«cn.·seet’s.- Month-fix P m Its nnd
U 00 Picbeft-«schett stei,
—-.-«-.--.- ..-.—..-..-.-»... w ]
l Ceslhriikhrr Schiefwendtrr.
Ist-se thie- Iein Ists-n ans seen- sen-.
Iris-II sama-I chauen
; Ein höchst merkwürdiger Fall von
Somnambulisrnus ereignete sich jüngst
hin in dem Londoner Bezir! StockwelL
Ein früherer Agent des Geheimdienstes,
Francis Bake, stand aus dem Bett auf
und schoß zweimal auf seine Frau mit
dem Revolver, ohne zu wissen, was er
that; ja selbst das Geräusch der Schüsse
erweckte ihn nicht. Frau Bate setzte
sich im Bett auf und fand ihren Mann
an ihrem Bette stehend, wie er mit dem
Revolver auf sie zielte Seine Augen
waren geschlossen, die Zähne hatte er
fest zusammengebissenz er schien zu
träumen, daß er sich m einer verzweifel
ten Lage befinde Frau Bote war
schwer verwundet;, zwei Kugeln waren
durch die Betttiichet in ihr rechtes Bein
gedrungen. Trotz ihrer starken Schmer
zen entrang sie dem Manne den Revol
ver. Bate befand sich immer noch in
schlafendem Zustande und die Frau
mußte ihn fast fünf Minuten lang
schütteln, ehe er zu sich kam. Als- er
zum Bewußtsein gekommen war, ent
Ietzre er na) uver feine eigene That und
holte schleunigst die Polizei und einen
Arzt, der die Frau in ein Krankenhaus
überführen ließ, wo man die Kugel ent
fernte. Die Polizei war nach der Un
tersuchung vollkommen davon über
eugt, daß Baie im Schlaf auf seine
Frau geschossen hatte und nicht wußte,
wag er that. Er selbst erzählte über
feinen Zustand folgendes: »Seit acht
Fahren bin ich Nachtwandler und zwar
nfolge einer Krankheit, die meinen
Kon angriff Einmal räumte ich im
Schlafe alle Möbel aus dem Zimmer.
Dann ergriff mich zu Zeiten ein außer
ordentlicher Wunsch, Nachts in den
Straßen umher uwandern. Manch
mal ing ich feft schlafend aus und ließ
die Hausthüre offen. Dann wieder
fchlo ich sie und konnte mich nicht in
mein Schlaszimmer zurückfinden. Cin
mal kam ich an einen Ort, wo ich nie
vorher in meinem Leben gewesen war.
Die Polizei, die mich eine Zeit lang be
obachtet hatte, glaubte, daß ich ein
Einbrecher sei, und verhaftete mich. Auf
dem Polizeibureau fand man dann, dasz
ich fest schlief, und natürlich wurde ich
nach dem Erwachen wieder entlassen
Dann hörten die Nachtwanderungen
eine Zeitlang auf, aber vor zwei Jah
ren stellten sie sich wieder ein· Jch habe
keine Erinnerung daran, daß ich auf
meine Frau geschossen habe. Sie schüt
telte mich, wodurch ich erwachte und
fagte zu mir: ,·3rant, Du haft auf
mich geschossen!—,O Gott das tann
ich nicht gethan haben, erwiderte ich.
Jch hatte ein trockenes Gefühl im Halse
und glaubte zuerst, ich hätte mich in den
Mund gefchossen.«
Wachsthum ver Gumnaiidtem
Arn Kaiser ranz Jofeplthmnæ
fium in Mäh ich- Schönberg werden
Ietzt Schulbänle benutzt, die der Kor
pergröße der Schüler angepaßt sind.
Die Messungen, die deswegen am An
fan edeo Semesters vorgenommen
iver n haben zugleich zu uverliif-si
en Feststellungen über das Wachsthum
er Schüler in den einzelnen Klassen
efithr t Der erfte Bericht tibex 300
ächitler zeigte, daß von der 1. bis zur
Z. Klasse (Untergymnasium) das Wach
sen am meiften steigt; von der 4 Klasse
angefangen, ist schon eine Abnahme zu
bemerken. Jm Untergymnasium ift
das Hauptwachsthum im Sommer
wahrzune men, was im Obergymna
sium nich der Fall ist. Die Ursache
scheint darin zu liegen, dafz die Unter
gymnaiiasten im Sommer Spazier
gänge machen und den Körper pflegen
o,nnen während den Oberghmnasiasten
ils we en vermehrter Schularbeit,
t ils wel viele auch mit Stunden
geben sich befassen, dies nicht in dem
Maße möglich ist. Jn den Ferien
wachssen die Schüler im All meine n
viel tät-ter, als während der chulzeit
Es wurde festgestellt, dasz ein Schüler
im Durchschnitt in einem Monat zur
Schulzeit um 0.11 Zoll wächst, hinge
gen in einem Ferienmonat urn 0.25 Zoll
untmmt. Dieser wohlthätige Einslusi
r Erholung äußert sich nicht nur ans
das Wachsthum, sondern auch aus die
Gesundheitsverhältnisse tm Allgemei
nen, denn in den Sommermonaten wird
im Obergymnasinm der höchste Kran
kenstand unter den Schülern beobachtet,
während er um diese Zeit im Unter
gymnasiuni am geringsten ist.
Prosessor Abt-es Stiftungen-.
Dei kürzlich in Jena, Thüringen,
verstorbene Professor Abbe, der geniale
Schöpser der dortigen großen optischen
Werkstätte von Karl Zeisz, hat ewal
tige Summen fsitt g gemeine Wo l ver
wandt. Es nd das zunächst rund
2,000,000 Mark sitr wecke der Unt
versttiit ena, wie . . siir die Er
hiihung er Prosessorengehältey silr
den Neubau der Sternwarte, des phy
sikalischen, des hygienischen, des mine
ralogischen nstituts und sitr den
planten Neu an des Universität-I bau
desz dann 1,300 000 Mart s r ge
metnniitzige Zwecke tössentltche Lesehalle
und Wulst-aus« Sässer-Museum Kin
derheim, Gewerbeschule, Baugenossen
schast, Kochschuie, Schulbibliothet·).
Dies allein wären also 3,333,000
Mart, wenn man von den großen be
sondern sozialvvlitischen Leistungen
absieht, die die Karl sei -Stistung siir
zhseteslrdeiteähisid In eilte-n jiahrätås
a n getv un m -
»He-M nahezu 100,08i) Mars be
— «- O O« —
Der liegende suddhn in Unngun
steieksewist INan des sollst-nd
fetfeeeksee Ihn- Indien«
Für den Reisenden in Ostasien bilden
Buddha-Statuen einen fast täglichen
Anblick. Allerorten, von Kolombo aus
Cehlon bis Kobejn Japan, grüßt ihn
das ruht e leidenschaftslose, geheimnis
volle G icht des Lehrers des Ostens-.
Aber in keiner Stadt des fernen Orien
tes bilden Buddha-Monumente einen
so häufigen und wesentlichen Theil des
örtlichen Schmucles als in Rangun in
Bittna, dem Hauptbollwerte des Bud
dhismus. Bemerkenswerth unter den
zahllosen Statuen in Rangun ist be
sonders eine Buddha-Nachbildung, die
den Weisen des Ostens nicht, wie sonst
iiblich, stehend oder mit getreuzten Bei
nen sitzend darstellt, sondern aus einem
riesigen steinernen Ruhebett liegend
zeigt. Die Buddha-Nachbildung hat
eine Länae von nicht weniaer als 200
Fuß und in der Schulterhöhe eine
Brustweite von 50 Fuß. Auf den
Finden der Figur könnten bequem vier
änner stehen. Das Monument be-«
findet sich in der Nähe des berühmten
»Schreines« Shoav Dagon, einer 1855
Fuß im Umfange messenden kastenarti
gen Anlage, die das Centrum des Bud
dhismus in Birma bildet. Gelrönt
wird der Schrein von einer 800 Fuß
hohen Pagode, deren Wände mit reinem
Golde bedeckt sind. Das Gold stammt
von einem Fürsten, welcher seiner Zeit
der Pagode so viel von dem gleißenden
'Metall schenkte, als sein Körpergewicht
betrug. Neben zahllosen anderen
Buddha-Statuen befinden sich im
Shoay Dagon auch viele Buddha-Re
liquien. Alle diese Gegenstände, der
liegende Buddha eingeschlossen, bilden
bei der Ausübung der buddhistisch
religiösen Gebriiuche einen integriren
den Theil.
Das Wesen des Buddhismus besteht
in dem Ringen und Streben seiner An
hänger nach Aehnlichkeit oder Gleichheit
mit Buddha. Fur Erreichung dieses
Fieles ist es fiir e nothwendig,Buddha
tets in ihren Gedanken zu tragen. Um
dieses Gedenken zu erleichtern und
immer wieder anzufpornen, hat man
in den buddhistischen Ländern so außer
ordentlich zahlreiche Buddha-Bildnisfe
aufgestellt. Buddha wird keineswegs
göttlich verehrt. Es liegt nach der
Lehre der Buddhisten die Möglichkeit
vor, daß jeder derselben die Vollkom
menheit Buddhas erreichen kann, aller
dings nur durch immerwährende Nach
ahmung der Lebensführung jenes Wei
sen.
Während die Buddha-Statuen in
Rangun bei den religiösen Verrichtun
gen der dortigen Buddhisten bereits eine
große Rolle spielen, sind die Buddha
Reliquien hierbei noch von größerer
Wichtigkeit Es war arn Shoay Da
gon, wo die Birmanen den Briten, als
diefe 1852 Rangun erftürmten, den
letzten heftigen Widerstand entgegen
fetzten Von einem venetianif n Rei
senden, der vor 300 Jahren angun
besuchte, existirt vom Shoay Dagon
und dem liegenden Buddha eine Schil
derung, die ·etzt noch aktuell ist. Wie
damals so ringen au heute die Bir
manen em Buddha au dern steinernen
Ruhebette Blumen, Früchte, Kerzen
und Papierflaggen als Opfer.
Die LMbbavesFeter tu Berlin.
Jm ersten Drittel des vorigen Jahr
hunderts konnte man in Berlin an
einem bestimmten Tage im Januar
einen kleinen, wohlwollend blickenden
Mann sehen, der um die Mitta szeit
seinen Weg durch das Halle’sche hor
und die damals öde, sandige Straße
nach der Hafenhaide zu nahm. Unter
wegs sammelte er alle Armen, Männer
un Frauen, fo vieler er habhaft wer
den konnte, nahm sie mit in die große
Pappoldsfche Gaftwirthfchaft und ließ
ier Erbsen, Pötel leifch und Sauer
kohl, fein Leibgeri t, auftragen; jeder
seiner Gäste durfte essen, so viel er
mochte. Auf diese Weise feierte der
Geheime Staatsrath L’Abbaye, ein
alter Junggeselle, seinen Geburtstag
Als er 1881 sein 50jährigeg Amts
jubiläum beging, stiftete er em Ka ital,
von desfen Zinsen alljährlich an d efem
Tage je 50 arme Männer und Frauen,
»ohne Schranken bezug des Alters und
der Religion,« gespeist werden sollten,
und zwar ftetg——-mit Erbsen, Päiels
fleifch und Sauertohl. Als der warm-.
herzige Stifter 1847 starb, trat das
Vermächtniß in Wirtsaniteit, und seit
1867 wurde es zu einer lieben Gewohn
heit fiir viele, als Ehrengiifte des Ent
fchlafenen sich einzufinden und an dem
Mahle theilzunehmen Alles, was in
Berlin mit der Arinenverwaltung zu
thun hat, findet sich ein, vom Oberbür
germeister bis zum Armeniommiffions
mitgtied, und mit den hundert Armen
e en mehrere hundert Gäste diese na
t rltch auf eigene Kosten) Er sen, Pö
ielfleisch und Saueriohl. ,
Zu kalt zum- Leben. Jn
einem Holzlager bei Wiehe, Wis»
wurde ein Waldarbeiter Namens Au
gust Mann, der fich eine tödtliche
Wunde am halfe betbrachte, weil ihm
das Wetter zu kalt war-, im sterbenden
Zustande aufgefunden und in ein
ospital gebracht. Es war vier Uhr
Morgens und der Koch weckte die Leute.
August fragte, wie talt es fei. »Mir
40 Grad unter Null,« meinte der Speci
und Bohnentocher gemiithlich. »Da
ifi’s für mich zu ialt auf der Welt,«
damit spran der Mann aus den
Decken, ergriff ein großes Messer und
bra sich eine begefährliche Schnitt
mni am dalfe . .
OW -----
papa und Mam.
Passiv-auch dieser steter durch deutsch
Odfe verbreitet
. Noch um die Mitte des 19. Jahrhun
derts dachte im lleinen Bürgerthum
und in der Landbevölterung Deutsch
lands Niemand daran, statt Vater und
Mutter Papa und Mama zu sagen. Jn
den höheren Ständen hatte sich die Un
sitte schos weit früher eingewurzelt.
Eine Unsitte muß der Gebrauch von
Papa und Marna aber genannt wer
den, trotzdem von den Vertheidigern
dieser Wörter mit Recht darauf hinge
wiesen wird, daß sie auf Naturlauten
der Kinder beruhen und deswegen Ge
meingut einer ganzen Reihe von Spra
chen sind. Wäre ihre Aufnahme in die
deutsche Sprache ein natürlicher Bor
gang, so hätte man die Wörter auch
von jeher gehabt. Thatsache ist, daß
Papa und Mama erst im 17. Jahrhun
dert durch die Franzosenvergötterung
an deutschen Höer in die höheren
Kreise eingeführt worden sind uztd Tisij
im 18. Jahrhundert dann allmälig im
ebildeten Bürgerihum verbreitet ha
en. Jetzt, wo fast jedes Arbeiter- oder»
Bauerniind von seinem »Papa« oder
seiner »Mama« spricht, haben diese
Ausdrücke viel von der ihnen früher
anhaftenden Vornehmheit eingebüßt,
und so scheint ihr Gebrauch oder lieber
Mißbrauch in den ,,besseren« Gesell
schaftstlassen abzunehmen. Daß sie
übrigens lein bleibendes Gut des deut
schen Wortschatzes sein können, beweist
der Umstand, daß sie nie in der ernsten
Dichtung heimisch geworden sind. Und
sie konnten das nicht, weil sie nie als’
edel empfunden wurden und sich nie eine
Stelle in dem innersten Sprach- undj
Seelenleben zu erobern vermochten.’
reilich hört man wohl Erwachsene voni
hrern »Parasit« und ihrer ,,Mama«i
reden, aber im Augenblick, wo tiefer!
Schmerz die Seele beherrscht, da öndertj
sich rasch die Ausdruckswessr. Auchs
nach dein Tode, meint Rudolf Hilde-i
brand in seinem Buche über den deut
schen Sprachunterricht, lann ein er
wachsener Sohn oder Tochter z. B.s
wohl sagen: Wir haben den Papa ver-i
loren. Aber ob sie auch in dem Augen-!
blicke, wo die Bedeutung deg Verwftegi
die Seele durchdringt, unter der Ge-!
walt des Schmerzes ausrufen werden:
Wir haben also keinen Papa mehr?
Das hält wohl Niemand fiir möglich.
tiuslischrr Soldateusold.
Unglcaburn tärgltcheö Entgelt and die Isr
sui entspringenden Folgen.
Dem Kriegszuschauer in Ostasien, so;
schreibt der unlängst aus der Mand-’
schurei nachBerlin heimgelehrte Kriegs
berichterstatter Oberst Giidte, füllt es
nicht selten auf, daß russische Solda
ten betteln, ihre Montiruna verlaufen,
Mein und Dein verwechseln oder sich’
zu allerlei Diensten auf den Vahnhöfen
anbieten. Diese häßliche Erscheinung
wird man indeß milder beurtheilen,
wenn man die geradezu klägliche Be
zahlung des gemeinen ru fischen Sol
daten in Betracht zieht. rei Kopeten
oder sieben deutsche Pfenni e täglich ist
seine fürstliche Belohnung Fii r das ent
hehrungs- und entsagungsvolle Leben,
dFis er in der Mandschurei führt« für
die ungeheuren Opfer an Blut, die von
ihm verlangt werden; und doch ist auch
er ein Mensch, der die einförmige Sol
datentost gelegentlich durch einen Lecker
bissen verschönen möchte; auch gibt es
allerlei kleine Nothwendi leiten, zum
Beispiel Biirsten, Schmiere, Hand
schubz Strümpfe die der Staa ihm
nicht liefern kann. »Für sieben Groschen
ift’s heute genug gelämpft,« riefen die
Soldaten des alten Fritz ihrem könig
lichen Heerführer bei lKollin zu. Aber
das war vor 150 Jahren das dreifache
der Besoldung, die der russische Krie
ger als Feldzugsgehalt heutzutage em
pfängt. »Wir wollen unserem Solda
ten das Gefühl nicht nehm en, daß er
durch seinen Miliiiirdienst eine Pflicht
gegen das Vaterland erfüllt, « meinten
äu mir die russischen Osfiziere, mit
enen ich darüber sprach. So hängt
man der Armuth des Landes und der
lostspieligen Verwaltung ein seidenes
Mäntelchen um. Geradezu unglaub
lich aber erscheint die Besoldung, die
der verwundete und tranle Soldat er-»
hält, wenn er als dienstunbrauchbari
nach Hause zurückgeschirtt wird; man!
gibt ihm dann 21 Kopelen oder 45
Pfennig täglich, wofür er sich vollkom
men selbst belästigen muß-und das
in diesen theuren Gegenden, wo man
einen Teller Suppe und ein schlechtes
leischgericht nicht unter 1.60 Mart er
tehen lannl
Vierblätterigcr Mee.
Nach altem Volke-glauben bringt
vierblötterigc—r- Klee Glück; in manchen
Gegenden geht sogar die Sage, man
könne mit seiner Hilfe verborgene
Schäde heben und Krankheiten scheu
n. Mit dem vierblätterigen Klee hat
ch jüngst die Pariser Akademie be
chästigt Gaston Bonnier theilte die
Entdeckung mit, daß man solche Blat
ter künstlich züchten kann, wenn man
an der sprossenden Pflanze einen tlei
nen Einschnitt macht Damit ist wie
der eine Jllusion begraben Madame
de Thebes, die berühmte Wahrsagerin,
deren kostspiel ige Dienste viele Damen
und auch mancher Herr der obern Zehn
taufend des skeptischen Paris mit gläu
bigem Rutrauen in Anspruch nehmen,
scheint übrigens den Banktott des Mee
blatts geahnt zu haben: seit einigen
ahten empfiehlt sind das fltichi ge
liict zu fesseln, statt ., vierblciiter
sen Klees ein ElephantenanhängsC ; I
I
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Gold und Blut.
Roman aus Süd-Muts von O. Elster
Die Tochter der Heide.
Roman oon O. Elfter-.
No th:
No. M:
Das Geheimniß des holzhäitdlers.
Roman von Mut streben
No. 35:
Die Lüge ihres Lebens.
Roman von Alexander Römer.
Die Grundmühlr.
Kriminalromon von Friedrich Jucobson.
Das Råthsel vom Kav Higuer.
Novelle von Wilhelm Bergen
No, aex —
Gela, oder: Die Herinqnnsichlacht
Roman aus Deutschlaan Vorzeit von
Franz Treuen
No. 37:
Vor dem Kriegsgericht.
Kkiminalroman von P. O. Höcker.
No. 38:
Der Blutvteis.
Histokischer Roman von W. Sammet-R
Zum anderen Male.
Novelle von Herrn-m Mielke.
No. k;9:
Unter deutschen Palmen.
Roman von Christian Benkard.
No. 40:
Die tolle Komieß.
Roman von Ernst von Wolzogen.
No. 41:
Die Schule der Armuth.
Roman von Atthnr Zapp.
Die Frau des Bann-netter
Novelle von Daniel Reefen.
FRO. 42:
’ Zu fein gewonnen.
Roman von B. L. Farjeon,
No. 43: Landkarch —Dieselbe zeigt auf der einen Seite die neneste Karte
Nebr-agka’g, nebst einem alphabetifch geordneten Verzeichnß aller durinliegem
den Counties, Städte und Flecken nebst Angabe der Einwohneran Auf
der Reversiette befindet sich eine Kaite ver Ber. Staaten nebst allen unter
aineiiknnifetaer Botmäßigkeit stehenden Ländern, wie die Philippxnem Hawaii,
Baha11u:Jnfein, Samoa-Jnfeln, Alaska, Pocto Rico, Ende n. s. w.
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PCLJW Ade-S Eq Mkh —- an
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» II -.—«. « Veathey Nei.
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neys; if it stains
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der are out of order.
What to Do.
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Wish In curing rheumatism, pain In the
back, kidneys, liver, bladder and ever/ part
of the urinary passage. It corrects Inability
to hold water and scalding pain in passing
It, or bad effects following use of liquor,
wine or beer, and overcomes that unpleasant
necessity of being compelled to go often
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