Nebraska Staats-Anzeiger und Herold. (Grand Island, Nebraska) 1901-1918, February 24, 1905, Image 3

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    --«- —
eAusland
Rusfischer Defraudant.
Nach llnterschlagung von 80,000 Rubel
(815,450) flüchtete der Beamte Jerome
Don der Katharinenhiitte bei Sosnm
witz, Russisch-Polen.
Jm Vergwetke verun
g l ii ck t. Ja dem Kohlenbergiverte
,Elbe« bei Gotverton, England, fand
eine Explosion statt, wobei 7 Menschen
getödtet und 15 verwundet wurden.
Jn. einem Schicht
btuche abgestürzt. Jneinem
Schieferbtuche bei Avrille im französi
schen Departement Maine-et-Loire riß
Abends bei der Ausfahrt von 15 Ar
beitern das Seil eines Fördertorbes.
Alle 15 Arbeiter stürzten in eine Tiefe
von 150 Yatdz Sie wurden als Lei
chen hervorgezogen.
Werthvoller Münzen
s u n d. Beim Niederreißen der Grund
rnauern eines alten maurischen Palastes
in Granada, Spanien, fanden Arbeiter
600 wohlerhaltene Goldmünzen aus
der Almoravidenzeit (11. und 12.
Jahrhundert) von unschiitzbareni ar
chiiologischen Werth. Die Mehrzahl
der Münzen wurde von den Arbeitern
leider derschleudert; doch konnte der
Menthiimer des Grundstücks noch 200
nzen zusammenbringen.
Geldsuinnie im Brief
k a st e n. Beim Postamte in Wsetin,
Währen, wurden beim Entleeren der
Briesiästen in einem derselben acht
Tausendkronennoten (1 Krone gleich
203 Cents) lose in Papier eingewickelt,
gesunden. Das Umschlagpapier war
mit keiner Adresse versehen, daher
wurde der Betrag sosort an die Post
direktion nach Brünn gesendet. Es ent
stand die Vermuthung, daß die 8000
Kronen von den 14,500 Kronen her
rühren, die seinerzeit dem Fräulein Pe
giwalsih in Roketnitz gestohlen wur
n.
Von Pserdehusen zer
st a m p s t. Aus der Chaussee zwischen
Karlshorst und Oberschönetveide bei
Berlin war das Gespann eines Brauer
wagens durchgegangen. Mitten aus
dem Fahrdamm schleppte sich der Sti
jährige Almosenempsänger Kroscheit,
der verkriippelte Beine hatte, mühsam
vorwärts. Er vermochte den Bürger
steig nicht mehr rechtzeitig zu erreichen.
Jm nächsten Augenblick hatten ihn die
heranrasenden Thiere erreicht; sie war
fen ihn zu Boden und zertrümmerten
ihm durch Hustritte Kops und Brust.
Man wollte den Verungliickten nach
einein Berliner Krankenhause überfüh
ren, er starb jedoch bereits aus dem
Transportr.
Bon den «Todten« aus
e r st a n d e n. Vor 22 Jahren war
aus Birchsield, England, ein jungver
heiratheter Mann Namens Wilson nach
Australien ausgewandert und hatte
seine junge Frau und seine kleine Toch
ter zu lhause zurückgelassen Er schrieb
regelmäßig an seine Frau, kam auch
nach einigen Jahren wieder nach Birch
Kelt- zuriick, wanderte aber dann wie
r nach Australien aus und blieb seit
dem verschollen. Nach Jahren nahm
rau Wilson an, ihr Mann müsse ge
torben sein. Sie verheirathete sich vor
drei Jahren mit einem Architekten Na
mens Guesi. Kürzlich tauchte zu aller
Entsehen Wilson wieder aus und ver
langte seine Frau zurück. Frau Guest
gerieth über diesen Vorfall in solche
Aufregung, daß sie sich mittelst Lau
danums entleibte.
Passagiere aus der Sau
s a g d. Aus einer Haltestelle der Klein
bahn haspe-Börde, Westsalen, wartete
eine Anzahl Personen aus die Ankunft
des Zuges. Viertelstunde aus Viertel
stunde verging: der Zug ließ sich nicht
blicken. Schließlich wurden telepho
nisch durch Ansrage aus den anderen
Stationen Erkundigungen eingezogen,
und da stellte es sich heraus, daß der
Fing irgendwo aus der Strecke voll
omnien verlassen stand. Der Zug
hatte vier Schweine als Irachtgut, und’
eines davon war unterwegs entsprun
gen. Aus das sliichttge Borstenthier
machte nun das ahrpersonal, unter
stiiht von den Fa giisten, agd, und
endlich gelang es, den Ausrei er wieder
einzusangen. Nachdem dies vollbracht
war, tras der Zug mit einstilndiger
Verspätung aus der haltestelle ein und
setzte dann ohne weiteren Zwischensall
die Fahrt sort.
Das »Sachsenbärl)el.«
Jn Kiyingem Unterstanlen, lebt eine
MZjährige Greisin. Sie wurde als
Tochter eines Brunnenmachers geboren.
Der Schule kaum entwachsen, mußte
sie sich ihr Brot selbst verdienen. Spä
ter heirathete sie einen aus Sachsen
ein ewanderten trschastsdiener, wes
thr der ame .Sachsendörbel«
legt wurde. Von ihrer Jugendzeit
vm lt sie gern, und sie entwickelt ein
« ussallendHcharsel Gedächtnis- tend -
. mmer noch erer ich
und, de or t te alleinstehende Frau
kleinen nshalt selbst. Nebendei
vertreibt sie sich die It mit Stricken,
denn sum Lesen Ieicht e Sehtrast nicht
mehr aut. Unerwaetete Besu , wie sie
deren gar manche bekommt, ieten ihr
eine aufnehme Adwechslun in ihrem
etnsZtmgen Dasein; ste it sehe er
UIQ wenn sie mit cker oder Kassee
- Just wird, denn azsetz Mehl-i und
ichs en bilden i re Hauptnah
W eit sie das Fleisch wegen anz
Æss Zahn-umst- uicht mehr Luk
u.
E
Tragödie ans einein
Schuhkarrein Einanner Wehe-r
ans Sachsen wollte eine Gemeinde im«
Czaslauer Bezirke, Böhmen, besuchen,
aber wegen seiner abgestorenen Füße:
konnte er nicht weiter gehen. Ein Ge
meindevorsteher ließ den Unglücklichen
in die nächste Gemeinde iibersührenz
dort entledigte man sich des ,,läst"igen
Ausländers« aus die gleiche Weise, bis»
der also Transportirie endlich in einem
Dorfe anlangte, wo man, des Weiter
schickens müde, ihn von dem Sehnt-tar
ren hob, aus dem er den letzten Theil
seiner unsreiwilligen Reise absolvirt
hatte, ihn aus die Erde legte und ruhig
seinem Schicksale überließ. Als der
Mann bereits halb besinnungslos und
ganz sprachlos war, wurde er endlich
bei einer Temperatur von 4 Grad Fah
renheit unter Null wieder auf den
Schubiarren gesetzt und nach Pre
lautsch befördert. Dort endlich er
barmte man sich seiner, ließ ihn laben
und reinigen und schickte sich an, ihn
nach Pardubitz in’s Krankenhaus zu
überführen. Aber ehe das noch ge
schehen konnte, erlag der Arme der
Gastsreundschaft, die er aus dem
Schuhkarren gefunden.
Das Testament eines
O r i g i n a l s. Ein Seifenfiederge
hilfe in Wien, Johann Heinrich, hat den
größten Theil seines Vermögens, 45,
000 Kronen (1 Krone gleich· 20.3
Cents) der evangelischen Gemeinde in
Roßbach, Böhmen, vermocht. Johann
heinrich war vor mehr als 40 Jahren
nach Wien eingewandert. Als er von
seinem Vater 400 Kronen geerbt hatte,
versuchte er sich in kleinen Börsenspetu
lationen uno hatte dabei Glück. Aber
er ging zeitlebens in Holzpantoffeln
und dürftigen Kleidern, gönnte sich tei
nen Schluck Bier, ja nicht einmal die
nothwendige Nahrung und verstarb
körperlich herabgekommen im Spital
Jn seinem Testamente bestimmte er
außer der oben angeführten Zuwen
dung jedem seiner vier Geschwister
2000 Kronen und die Einrichtung fei- .
ner Wohnung, die aus einer miserablen
Bettstatt und einem Stuhl bestand, sei- ;
ner Hauswirthin
Schmuggler im Auto
m o b i l. Französische Grenzbeamten ’
lauerten an einem Abende in der Nähe;
der belgischen Grenze einem Automobib
mit zwei Jnsassen auf, das sich durch.
seine Kreuz- und Querfahrten verdäche
tig gemacht hatte-. Als das Gefährt sich .
aus der Landstraße zeigte, forderten die ;
Beamten es schon von Weitem zum
Halten auf. Der Führer gab scheinbar .
der Aufforderung nach, suchte dann
aber die Grenzwiichter zu iiberrennenj
Sie sprangen jedoch zur Seite, und
einer von ihnen hatte die Geistesgegen
wart, seinen Nachtsack vor das Gefährt
zu werfen, dessen Interriider dadurch
ebremst wurden. ie beiden Jnsassen
Flohen querfeldein und ließen den Wa
en im Stich. Das Automobil ent
sielt sitt 2500 Franrs geschrnuggelten
belgischen Tabak.
Flitterwochen unter
Kanonendonner. ZuderEs-"
iorte des Generals Stössel bei der
Uebergabe von Port Arthur gehörte
auch der Leutnant Retvelstoh. An sei
nem Hochzeitstage erhielt der Leutnant
den Befehl. sich nach Port Arthur ein
zuschiffen. Auf seine Bitte wurde ihm
erlaubt, seine junge Frau mitzunehmen
Frau Newelstoh hatte sich in Peters
urger Kranienhäusern als Pflegerin
ausgebildet und arbeitete gemeinschaft
lich mit der Generalin Stössel Tag und
Nacht, um die Leiden ihrer unglücklichen
Landsleute zu lindern. Leutnant Ne
welstoh wurde zweimal wegen hervor
ragender Tapferteit ausgezeichnet.
Unheilvolle Schlit
te n s a h r t. Der Dampschisfbesiher
Feßler aus Prien, Oberbayern, der in
Geschäften in Salzburg, Oesterreich,
anwesend war, fuhr mit zwei Töch
tern in einem Schlitten zum Bahnhof.
Jn einer Straße wurde der Schlitten
auf der schiefen, sehr ungenügend regu
lirten z ahrbahn umgeworfen, wobei die
ältere ter so unglücklich unter das
Fahrzeug zu liegen kam, daß ihr ein
Fuß abgedrückt wurde.
Verhängnißvolles Erd
d e b e n. Jnsolge eines Erdbebens
wurde in der griechis n Landschaft
Thessalien ein Dorf gr« ßtentheils ver
schüttet; mehrere Personen büßten das
Leben ern, mehrere wurden verleßt. Jn
Larissa stürzten etliche ·«user ein. Dem
Erdbeben folgte ein laßregen, der
mehrfachen Schaden anrichtete.
Auf dem Deckbett er-:
sti ck t. Das lzjährige Töchterchen des
Bahnarbeiters Große in Kieriysch
Sachsen, wurde in seinem Betichen todt
s ausgefunden Das Kind hatte sich im
Schlafe aufgerichtet und war rnt dem
Gesicht aufs Deckbett niedergesallen
Da es sich ntcht mehr erheben konnte,
sand es den Erstickungstod
Vetheerender Cotlon
Ein Entlon richtete im Baljevo-Thole,
Seel-ten, große Verheetungen an. Er
riß unter anderem ein hau- aus der
Orde. das er mittruf und 1300 usz
weit von seinem S andplade -
s te. Dabei wurden sechs Menschen
Bdtet. Viele Menschen trugen Ber
ungen davon.
Schreckliche Eisenbahn
tatastrophr. Bei einein Eisen
bahn-Zusammenstoß wurden bei Tarni
tawa, upon, weit-Mädchen zu Stücken
zerrissen, vier assa iere aus der Stelle
eiödtet und vier an ere schwer verle t,
sz sie nach kurzer eit starben. Ue r
100 Neisende wnr leichter oder
schwerer verwundet.
Inland
Wst
V e n s i o n i r t· Alle Angestellten
der Vandalia-Bahn in Jndiana, welche
das 70. Lebensjahr erreichten, sind mit
Pension in den Ruhestand versetzt wor
den.
Cigaretten verpönt.
Der Senat von Indiana passirte un
längst eine Bill, welche den Besitz, Ver
kauf, den Vertrieb, sowie das Verschen
ken von Cigaretten, Cigaretten-Papier
und Cigaretten-Tabak bei Geld-, even
tuell Gefängnißstrafe untersagt.
Einen berztveifelten
S e kb st m o r d beging die Frau des
Farmers Frank Ladd bei Milford,
Mich. Während der Abwesenheit ihres
Mannes setzte sie sich in einen großen
Wasserirog im Stall und ließ Wasser
hinein laufen, bis es ihr über den Kopf
ging.
Bleistift im Kinn. Das
Opfer eines eigenthümlichen Unfalles
wurde dieser Tage Lillian Brooks in
Nahkvay, N. J., eine Schülerin der dor
tigen ,,Colutnbian School.« Das
Mädchen stürzte mit einem Bleistift im
Munde zu Boden und die Spitze des
l;Stistes wurde durch sein Kinn getrie
en.
Gegen das Fluchen. Unter
dem Namen ,,Oathleß Club« haben sich
Bürger in Waterburh, Conn., organi
sirt, um gegen das Fluchen Stellung
zu nehmen. Dem Klub sind 50 Per
sonen beigetreten, welche sich nicht nur
selbst einer gemäßigten Ausdrucksweise
bedienen, sondern auch ihre Bekannten
dazu anhalten wollen.
Grärnte sich zu Tode.
Der Selbstmord ihres Vaters trieb die
zwölfjährige Emilie Laros in Allen
town, Pa» in den Tod. Jhr Vater
hatte sich vor einem Monat das Leben
genommen und seitdem sprach das
Mädchen von nichts Anderem als dem
traurigen Vorfall. Auch die verwitt
wete Mutter ist bettlägerig und wünscht
dem Gatten und der Tochter nachzu
folgen.
Schuljunge im Gefäng
n i ß· Der seltene Fall, daß ein Schli
ler wegen Vergehen-H gegen die Schul
ordnung zu Gesängnißstrase verdon
nert wird, hat sich in Henning Minn.,
ereignet. Der 15jiihrige Arthur Paul
son hatte die Gewohnheit, seine Ciga
rette rauchend, in die Schule zu kom
men und aus den Verweis der Lehrerin
that er es erst recht. Letztere erhob dar
aus eine Klage vor dem Friedens-richten
welcher dem frechen Bengel fünf Tage
Gefängniß aufbrummte.
Mord wegen einer Klei
n i gk e i t. Der Bankier Eharles R.
Fishburn in Roanole, W. Va» der
wegen Ermordung des jungen Arztes
Dr. Frev. Lesew prozessirt wurde, ist
wegen Todtschlags zu fünf Jahren
Fuchthaus verurtheilt worden. Fish
urn hatte dem Stiefsohn Lefews we
gen einer Versvottung eine Ohrfeige ge
eben, worauf er den Dr. Lefew auf
suchte und ihn davon in Kenntniß
setzte. Ein Wottwechsel war die Folge
und Fishburn erstach den Arzt.
Umgebiihrlicher Eifer.
Ein unangenehmer Vorfall spielte sich
in Lexington, Ky» kurz vor der Beerdi
gung eines Bürgers in dem Sterbehaus
ab. Die trauernden Verwandten und
Erben waren um den Sarg versam
melt, als ihnen ein Agent des Staats
Auditors und des Sheriffs die An
klageschristen für einen Prozeß zustellte,
bei dem es sich um die Erlangung von
rückständigen Steuern für 8225,000
Personaleigenthum für drei Jahre han
delt. Der ungebührliche Eifer war eine
Folge des Umstandes, daß zwei riva
lisirende Steuertollettoren im Felde
waren.
Rahel als Walfischsän
g e t. Das Kabelschiff »Burnside,«
welches das unbrauchbar gewordene
SeattlesValdezRabel reparirte, berich
tete über die Ursache der Verkehrs
störung, daß beim Helden des zwischen
lstlippen versunkenen Endes des
ttiaiskabels an demselben ein unge
heurer Walfisch todt aufgefunden
wurde, der sich allem Anscheine nach auf
den leckeren Bissen gestürzt hatte und
nicht wieder loskommen konnte. Bei
dem Versuche, den Draht von seiner
Umhüllung loszutauen, quoll dte Gut
taperchaetnpackung im Maule des Mee
resbewohners, bis sie die ganze Rachen
Zjiäle fast ausfüllte, und das Thier er
te.
Seltsames Wiedersehen.
Fu einem Hospital in Cincinnati. O.,
anden sich kürzlich zwei Söhne des Un
garlandeg unter ganz merkwürdigen
Umständen. Mathias Jungllore und
Jakob Dominiks stammen Beide aus
dem schönen Budapest und sie wohnten
nebeneinander in derselben Straße. Sie
konnten sich Beide, waren aber nicht
befreundet genug, um sich gegenseitig
tiber Pläne und Absichten auszuspre
chen. Matbias verließ seine Heimaths
stadt vor etwa vier Monaten und kam
nach Amerika. alob, welcher von der
Auswanderung eines Nachbarn nicht
die geringste Ahnung hatte, wurde vor
etwa drei Monaten europamiide und
beschloß ebenfalls, nach hier auszu
wandern. Das Spiel des launischen
Zufalls stigte es nun so, daß beide
änner schließlich nach Cincinnati ka
men, daß Beide am Typhus erkrankten
und daß Beide nach demselben Hospital
ebrachi wurden. Als sie sich wieder
l sahen, war die Freude groß.
. « . .- »J-- . .
- CO
O
« Japaner als Retter
d e s R u s s e n. Ein amerikanisirter
Rasse, der 15 Jahre der amerikanischen
Makine angehört hatte und jetzt aus
dem Schulschisse der Marine- Reserve
von Nen- Jersey, der alten »Vorw
mouth,« in Hoboken, N. J., angestellt
sist, kam jüngst in stark angeheitertem
IZustande nach dem ,,Duke House« in
Jhobokem welches seinen Namen nach
ieinem italienischen Herzog führt, der
Ivor einer Reihe von Jahren der Eigen
thümer des Platzes war. Kienert Ko
minsky, so heißt der Rasse, nahm an
der Bezeichnung »Dules House« Anstoß
und meinte, er wolle keine Herzöge in
Amerika haben, es sei genug, wenn es
Großherzöge in Rußland gebe. Als
seine Argumente keine Gegenliebe san
den, wurde er wild und begann alles,
was in seine Hände fiel, kurz und klein
zu schlagen, weshalb ein Polizist ge
rufen wurde, der den Rassen festnahm.
Die Kunde von Kominskys Verhaftung
erreichte die »Port·5mouth« bald und
der japanische Oberkoch des Fahrzeugs,
Thomazo Yenaski. eilte nach der Poli
zeistation und stellte Bürgschaft für sei
nen russischen Kameraden, der später
von Retorder Stanton mit einem Ver
weise entlassen wurde
Merkwüriges Verdiki.
Der Gärtner Diefenbacher in Ames,
a., hatte seinen Nachbarn Niles ver
lagt, weil dessen Kuh in seinem Gar
ten an der Kürbispflanzung großen
Schaden angerichtet habe. Die Sache
wurde vor einem Friedensrichter ver
handelt und die Klage abgewiesen.
Diesenbacher appellirte an das Metzge
richt und die Verhandlungen darüber
dauerten vor einer Jury zwei volle
Tage. Nach einer langen Berathung
brachte die Jury ein versiegeltes Berdikt
zu Gunsten des Klägers ein. Als die
ses der Richter durchgesehen hatte,
machte er die zwölf braven Männer
darauf aufmerksam, dasz sie vergessen
gätten den Schaden zu berechnen. Die
urh zog sich zurück und bald tam
sie wieder, diesmal mit einem Verditt
zu Gunsten des Vertlagten.
Humane Neuerung. Der
Chicagoer Stadtrath hat letzthin eine
Ordinanz angenommen, welche vor
schreibt, daß die Temperatur in den
Straßenbahnwagen niemals unter 50
Grad Fahrenheit sein soll. Um dies
sicher zu machen, muß die Straßen
bahn-Gesellschaft in jedem Wagen ein
Thermometer anbringen und zwar so
weit von dem Ofen entfernt, daß es
die mittlere Temperatur des Wagen-z
anzeigt. Neben dem Thermometer soll
die betreffende Ordinanz und darunter
die Aufforderung an die Passagiere an
geschlagen werden, darauf zu sehen, daß
die vorgeschriebene Temperatur herrscht,
und wenn dies nicht der Fall ist, sollen
»die Passagiere sofort dem Kommissar
für öffentliche Arbeiten Anzeige erstat
ten.
Bär auf der Bühne. Ein
aufregender Zwischensall ereignete sich
neulich in einem New Yorker Theater
stelegentlich einer Probe für eine neue
ufführung, als plötzlich ein Bär, der
in dem Stücke eine Rolle spielen sollte
und in einem Käfig hinter den Konsis
sen »auf sein Stichwort wartete,« sich
losrisz, mitten auf die Bühne sprang
und mehrere Künstler verwundete, ehe
er überwältigt werden konnte. Die
Damen Libby Blonbell und Jennie
McCree wurden von dem Thiere nieder
geworsen und trugen böse Biß- und
Kratzwunden davon. Schließlich ge
lang es den Bühnenangestellten, den
Bären zu fesseln und wieder einzu
sperren.
Per Dampf aus dem
u ch t h a u s. Aug dem Zuchthaug
in Huntsville, Tex» entwichen jüngst
zwei Sträflinge, indem sie den Loto
motivsiihrer und Heizer einer Lokomo
tive im Zuchthaushofe überwältigten
’und dann, unbekümmert um die Ku
geln der Wachthabenden, aus der Loto
ä motive zum hof hinaus dampsten.
; Mich einer Fahrt von etwa fünf Meilen
ssprangen die beiden Durchbrenner ab
l und slüchteten sich in die Wälder.
l Einer der Ausreißer ist ein zu lebens
» länglicher Zuchthausstrase verurtheilter
i Batermörder.
, Jnteressanter Fund.
Die Goldsucher William Andres und
s William Joneö haben im südwestlichen
Nevada eine Höhle entdeckt, in welcher
sie, nachdem sie bis zu einer Tiefe von
Zocjxuß eingedrungen waren, die Spu
ren priihistorischer Bewohner fanden.
fwischen den Mhtiaden von Tropf
teingebilden, welche an den Wänden
herunter hängen, fanden sie Hierogly
phen und an anderen Stellen steinerne
Sitze, die augenscheinlich in Gebrauch
s waren.
Scherz hatte Tod zur
» F o l g e. Jm jugendlichen Uebermuih
ombardirten sich die Brüder Spencer
Und Morton Wilham in Minot, N.
D» gegenseitig mit Kleidunggstiicken
Als sein Vorrath an Wu geschossen
ausging, hob Spencer n Stiick
Kupferdraht auf und warf es nach sei
nem Bruder Morton. Die scharfe
Spitze des Drahtes drang in die Schä
deldecke Marions ein und führte dessen
Tod herbei.
Kälte tödtete. Dereinsatn
in feiner Behausung, vier Meilen von
Prairie du Chien, Wis» wohnhafte
Former Edmund Balley ist erfroren
aufgefunden worden. Als ihn sein
Bruder seit zwei Tagen nicht sah, ging
er hin und fand ihn steif gefroren am
Boden. Wie es schien war er aus dem
Bette gefallen und besinnungölos ge
worden.
i
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XXXXXXXXXXX XXXXX T« «
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CAsTORlA
-" J- » ix XXX d dx X XX X NXXXXXXXX XXXT » XXX QXTNXXXXXXXXXNX XXXXXNXXXRXNN «
Die sortm Clio litr immer gekauft habt, untl die seit mehr
als 30 Jahren in Gebrauin ist, hat- die Unter-Christ- von
getragen untl ist« von Anbeginn an
M unter seiner porsfinlirison Aufsicht
« « « last-gestellt worden. Lasst Euch in
tin-set B( Ziisimngx um Nitsnmntltsnt täus( ims-. I«’iils(ltllngell,
Neu italinmnsse n mai « ljin nissoqxnt » sinti nur B xperitneuto
Innl ( in goiiiiu li( in s Inst-l nsit tlm Gesundheit Inn säugllllgsll
und liiInicrn—lsssi·ulstsnng gegen Experiment.
Was ist cASTORlA
castoria ist tsin IIiss(-iiiiclli(siies Substitnt fiir Castor öl
Par(--.-0ri(«, Trunks-n nnd snotlting szsrupsk Es ist angenehm.
Es enthält- wtstltsr ()s)itnn, Mmsplsin starb auch-ro nat-kotischo
Bestmnltinsil0. sein Alter bilrgt fiir seinen IVertlh Es
vertreibt Ifiirnnsr untl beseitigt- Finlmrzustätth Es hellt
Diurrlmo uncl IVinclimiik Es erleichtert die Beschwerden
des Zahne-is, ist-ist- Yisrstopknng nnd Bliilmngeth Es beför
dert die Verdauung, rcsgstiirt Magen uncl Darm uacl verleiht
einen gesunde-n natürlichen schlaf. Der Kinder Papa-case
Dck Mütter Freund.
lich-s CASTORIA III-III
mit der Unterschrift von
Die som, öje lhr«lmmer Gekaukt Habt, ist
in Gebrauch seit Mehr Als 30 Jahren.
YRk TINTAUN OOMIIANU, ff MUIIIÅV STRICT« New VOIU Diff
Yes-ERST Essig Wohlgeschmack
Das sind die Eigenschaften die man findet in
Bist-EBij
welches unübertrefflich ist in jeder Beziehung und sich infolgedessen bei allen
Kennern eines guten Tropfens der allergrößten Beliebtheit erfreut.
« "1 114 Nord Locust Straße
J. J. KLIN G .«Gk»«k,Jsx»»k-, Reh-W:
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