Nebraska Staats-Anzeiger und Herold. (Grand Island, Nebraska) 1901-1918, March 22, 1901, Page 9, Image 9

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    —
sMCWHv satt«
·- s - J.
Ja oder netnt
OrandJsland Leute werden
Jeeunollihst ersucht dlesel
"Zrogenzubeantworteis, j
setz Jst do iraend etwas ins den Wahrneh
strengen Deiner Sinnes
Jst da irgend etwas in der Aussage Dei
k" nes Freundes? «
-sönnen wir uns auf Anssagen von Leu
ten verlassen die wir kennen?
Sind die Meinungen von hier Ansäisigen
von größerer Bedeutung als diejenigen
von Fremden?
'Wlirdeft Du lieoer Leuten glauben die
weit weg wohnen als Bewohnern
Dei-sei eigenen Stadt?
-Wir denken nicht! denn einheimische Be
h weite können leicht geprüft werden.
Frau W. A. Watte von 210 Süd
Kiniball Aveniie satt:
»Ehe ich inir Doan’s Kidneiz Pillen
von Tucker eb Fariisivorth’g Apotheke,
«Ecke Zier und Locusi Straße, verschaffte,
wurde ich mehrere Jihre mehr oder we
niger mit dumpfen Schirm-ten im Rücken
geplagt, welche aber tun-eilen eine ste
-ehende und akute Form annahmen· Die
shsonderungen der Nieren zeigten das
sorhnndenfein eines reirütteteii Zustan
des dieser Organe. Eine Schachtel
san Don-PS Kidnen Pillen befeitigten
die Schmerzen aus meinem Rücken und
"-korrigiiten die Nierenabsoiiderungen.«
Betten-it von allen Händlern, Preis
ünfzig Genie-. Fofter-Mildurn Co»
uff«ilo, N. Y., alleinige Agentesi für
die Ver. Staaten. Vergeßt nicht den
Namen Doan’ö und nehmt keinen Sub
stitut.
eiekrittetL
Eine Zunahme von über 100 Pro
sent in der Zahl der Einstellungen für
die reguläre Armee seit den am s. Fe
bruar, gleich nach der Annahme der
Aimccreorganisationsbill begonnenen
Rekrutirungsarbeiten hat die Beam
ten des Departements dermaßen ermu
thigt, daß sie jetzt zuversichtlich glan
ben, bis zur Augiiiusterung der Frei
willigen alle Leute zu finden, die nö
thig sind, um die Armee vollzählig zu
· machen. Am Schluß der ersten Woche
waren 368 und in der am 8. März zu
Ende gegangenen Woche 7556 Retruien
erlangt worden.
Drahtlose Celegraphie,
Ackerbauselretär Wilson betreibt die
Experimente mit drahtloser Telegra
phie längs der Küste von Virginien nnd
Nord-Carolina mit größtem Eifer.
Die Arbeiten stehen unter der Leitung
von Prof. Moore, dein Chef des Wet
teramtes.
Mochi-n einen reichen Futte.
R»Jch litt mehrere Jahre lang an chroiiiicher
Uiioerdaiilichkeit uiio iiervöieiii lliiuemiö:
sein« so tchreibt Ti. J. Wreen von rancniten
Jl. Li. »Mein Mittel hati mir bis ich begann
Electric Bitters zu geb anchen, welcher inu
mehr giit that als alt’ die Mel-innen die ich
ie anwenden-. Er erhielt auch meine Frau
seit Jahre i bei ausgezeichneter Gesundheit
Sie sagt, litertric Gitter-J iit iiiiiiliertreiilicli
fitr Franeiileideiu daii er ein aroiier Tonn
für schwache, heruiitergeloinniene sit-einen iit
Keine andere kann feinen Plan in iiniereni
Hause eiiikieliinen.« Lkiiinchi ihn. Nncöii
Zufriedenheit garaniirt, bei Vaitinanii ö
Baiiniaiin '
Izu-klemmt
the question for
o ca- tsake money sclliog
c guckt-meist ol kkuit andr
fok full or sprivg deutet-.
s. Addkess:-Tbejevdl
co..l- city.Ui-n. Ost
Oveth
Dividenden.
New York, 13. März.
Die Direktoren der Mergenthaler
Linoiype Conudany haben die regel
mäßige vierteljäisxriiche Tiaidcnde von
L» Prozent crt Tä:f. Dir- krsurde keine
Exiradividssndi ertfiirt Di ifonipany
hat bis jetzt seit FI- r NOT nifzer
der regulären .«.-.«j.-ik;r-.ssivir(ende
eine Exttabivjmide ucsn 21. Prozent
ausbezahlt
Scimdcnfcncix
Kankalee, Jll» M. März.
Die Fabrik der Vlicher Starch Com
pany ist letzte Nacht Vi,ll«7iiiiidig aime
branni. Der c when betriqu IRS-,
000. 25 Arbeiter waxen beim Aus
bkuch des Feuers in der Fabrik be
schäftigt Alle blieben unverletzt, bis
auf Louis NueL der schlimme Brand
wunden erlitt. Das Feuer war durch
eine Explosion im Mahlraume ent
standen.
Männer-!
»Bitte waruende gotimmess
ifi iek Titel eines tleksea Lin-ist«
üfser Ivie
gefchechtllches Vermögen
»lis- n wich mik- cslk es
wiedergewonnen
sie-den kann 481 » :.x- Hi In siiihsdrucktem lim
fchlitq erwka iwwc » n minntq ist-n Lc in Buck
mnkkm iiii juus , ---.-s «-«.:.
Exil-stehen Mut-m m «- «"·.st:- du« Hochmuts-n
und suchen knien uni- ZLIiLIslcidUh Umsicht-Om
ichmäche and Uw·s2.««- -«. « .-t-:1·«««: önilemmsum
yjhlliskUms-preisu»u usw-L Juli-tun- schnell
im dauernd du« E« ; ssn Dis-»in iu Haufe kunn.
Alle Brief« Isfifl un( «« ·- T ins-il echter in est-q:
ims- btiefliche »Nimm-! m sm. Adiefsiuz
Dr. W. H. sAUNOERs öt co»
(Jlll(’A(-«U. HJJ NUlfss.
1 4 LI It '.)- ,
anstand
Meuterei im Gefängniß.
In dem Gefängniß zu Santa Cata
rina bei Florenz, Italien, hat vor
Kurzem eine Meaterei von Sträflin
gen stattgefunden die nur mit Hilfe
vonMilitär unterdrückt werden konnte.
Dabei wurden zehn Sträflings getöd
tet und 57 verwundet. Die Veranlas
sung zu der Meuterei war die schlechte
Gesängnißiost.
i Auch ein Patrioi. Zu einem
Amtsvorsteher des Landlreises Tilsit,
sOstpreußm lam dieser Tage ein als
iarmer Schinder bekannter Mann mit
Fdem Wunsche, 15 Mark für das- Kai
Hser Friedrich-Denkmal zu zeichnen.
lAus die erstaunte Frage, woher er, bei
lseinck dürftigen Lage, die Mieter dazu
habe, antwortete der Verehrer des
hohen Verstorbenen schla«gfertig: »Na
eck wull et assetie!« («Jch will es ab-·
sitzen!«) Der Opfertvillige soll schon
manche Mark abgesessen haben, daher
tam ihm der geniale Gedanke, seine
»Sitzsamkeit« auch einmal in Patria
tismuö machen zu lassen. Es war
schwer, ihm auseinanderzusetzem daß
solche Gaben leider nicht angenommen
werden können.
Rücksichtsvoller Selbst
m ö r de r. Jn einem Wiener Kasseei
hause hat letzthin ein als Zuträger be
schäftigter junger Mann Selbsimord
begangen, indem er sich vergiftete. Ehe
der Lebensmüde jedoch von der todt
bringenden Flüssigkeit trank, verstän
digte er telephonisch die Freiwillige
Reitungsgesellschast, daß in dem Kafe
X. ein junger Mann wegen unglück
licher Liebe einen Selbstmord verübt
habe. Zur Ueberraschung der Kasse
hausgäste erschienen schon wenige
Augenblicke nach der That auch die
Aerzte der Rettungsgesellschast in dem
Kasseehause und leistete-n dem Kellncr
die erste Hilfe. Erst später wurde es
bekannt, daß der Lebensmiide seine
That an die Rettungsgesellschaft nott
sizirt hatte.
-- « -» -
,
ch Dar- vcl wrojzvclch
Eine eigenartige Unterhaltung hat vor
Kurzem in dem nur 48 Häuser zäh
lenden Gebirgsdorse Ohren bei Tet
schen, Böhmen, stattgefunden Die
dortigen Großvater, 24 an der Zahl,
die zusammen 1492 Jahre zählten und
aus eine Nachkommenschaft von 110
Kindern und 184 Enkelkindern (einer
davon allein bat 28 Enkel) blicken tön
nen, veranstalteten aus Anregung eines
jiingeren Ortstnsassen einen Ball. Es
war ein schöner Anblick, wie sich die
alten, noch Von Gesundheit strotzenden
Gebirgler mit ihren Lebensgesiihrtim
nen bei den Klängen des bekannten
Liedes: »Als der (25":r-—s3vater die Groß
muttek nahm« fröhlich im Kreise dreh
ten. Das seltene Ballsest hatte aus
weiter Ferne Zuschauer herbeigelockr.
Das Reinerirägniß, das zu einem
Fonds siir ein Schulsest in Ohren be
stimmt·ist, war bedeutend.
Einbrecher - Frechheit. Jn
dem Pariser Vororte Leballois-Perret
bemerkten letzthin vorübergehende
Schutzleute, daß das Thor der Rad
sahrbahn Velodrome de la Seine aus
gesperrt war. Beim Eintreten sitt-en
sie zehn als Arbeiter verkleidete Indi
viduen damit beschäftigt, eine Tribiine
niederzureißcn und dieMaterialien aus
einen bereit stehenden Wagen zu laden
Die Missethiiier leisteten den Beamten
mit Revolvern und Eisenstäben einen
hartnäckigen Widerstand; es gelang dcr
Mehrzahl derselben zu entkommen und
nur drei Is- bis 19jährige Burschen,
darunter der Führer der Bande, Ed
mond Sapia-T konnten dingsest ge
macht werden. Bei der Haussuchung
bei sLapias wurden kostbare Ge
schmeide, Gdld- und Silber « s,
Kunstgegenstände, Spitzen, Wäichek
stücke u. s. w» sowie in einem Geld
schronk mehrere Tausend Franks in
Baar und in Werthpapieren gesunden,
die aus Diebstahlen der jugendlichen
Bande herrührien, die seit Monaten in
Levallois-Perret und Umgebung zahl
reiche Einbrüche verübt hat.
Polizei - Brutalität in
N u sz la n d. Zur Fein des 40. Jah
restages der Aufhebung der Leibeigen
schaft in Rußlanb versammelten sich
kürzlich um die Mittagsstunde etwa
1000 oder 1500 männliche und weib
liche Studenten um die Rath-Ideale aus
dem Newsli Prospekt Rasen-Rathe
dralefs in St. Petersburg wo eine
Seelcnmesse siir Alexander den Zwei
ten celebrirt wurde. Nach der Messe
stimmten die Studenten nationale Ge
sänge an, und die Polizei, darunter
eine berittene Abtheilung, rückte mit
starker Macht an. Die Student-In
wurden von der ttssolizeilumringh und
« in einem Hausen nach dem Rathhaus
getrieben, die-J ebenfalls an Newsti
Vrospeit liegt. Pius siir die Zuschauer
Mu;·unbegreislichen Gründen begann
die Polizei aus die Studenten einzu
schlagen und sie zu über-reiten so daß
sich- piele unter. den Huitritten«der
Pserdes auf dem Pflaster wandem Ju
schauer und die Singt-minnen heisch
ten laut aus« als sie sahen, wie die
Studenten von der Polizei mißhandelt
wurden, bis von diesen etwa 400 in
den inneren Hof des Rathhauses ge-.
trieben worden waren, während es den
Uebrigen gelang, sich in die Volls
menge zu flüchten. Die Polizei hatte
Wind von einer beabsichtigten Denn-n
: stration erhalten und am Abend var
’ her waren 25 Delegaten der verschrei
» denen akademischen Jnstitutesbei einer
Konserenz zur Besprechung Mii
Lcher Angelegenheiten verhaftei sor
en
-«W —- --, W
M 1
L
«—
" TillEulensptegelthien.z
HDie Fahrstraße vor der Votivkirche in -
Wien war kürzlich der Schauplaß einer I
erregten Szene. Da sauste ein Fiaker I
dahin, und als eine Passantin, die auf
dem Trottoir das Vorüberfahren des
-W:1gens abgemattet hatte, die Straße
überschritt, bemerkte sie mitten auf dem
sFahrweg den regungslos daliegenden
sKörper eines Mannes. Der Mann.
Iwar offenbar von dem Wagen über
fahren worden. Die Frau schlug Lärm,
einige Passanten setzten sofort dem ah- -
nungslosen Fiater nach, brachten ihn
durch laute Zurufe zum Stehen, theil
ten dem verblüfften Kutscher mit, daß
er soeben Jemanden überfahren habe,
und notirten unter Anwendung übli
cher Scheltreden die Wagennummer.
Zerlnirscht fuhr der Kutscher weiter.
Inzwischen bemühte sich eine beträcht
liche Menschenmenge um den Halbtod
ten. Man telephonirte uni die Ret
tungsgefellschaft und holte einen
Wachtpoften zur Unglücksstätte. Aber
alle Wiederbelebungsversuche blieben
vorläufig erfolglos. Man drehte den
Berunglücktem der mit dem Gesichte
tm Schnee lag, auf den Rücken, damit
er bequemer liege, man frottirte ihm
die Handgelenle und Schlafen—verge
bens, es war kein Lebenszeichen zu
merken. Plötzlich sprang der Mann
mit einem schallenden Gelächter auf,
durchbrach den Ring der Umstehendem
machte noch ,,eine lange Nase« gegen
seine Retter und suchte das Weite. Jm
ersten Momente war die Menschen
menge verblüfft. Aber im nächsten
Augenblicke waren schon mehrere
Dutzend wüthender Leute hinter dem
Simulanten her. Man hatte ihn bald
eingeholt und hageldicht fielen die
Hiebe der crbitterten Passanten auf den
Herrn Eulenspiegel nieder. Er empfing
eine ausgiebige Leition· Der Wach
mann rettete schließlich den aus der
Nase blutenden ,,Witzbold« vor der
Menge und führte ihn auf die Wach
stube.
Die Geistesgegenwart des
künftigen dänischen Thronfolgers,
des Prinzen Christian, bethiitigte sich
dieser Tage in hervorragender Weise.
Der Prinz suhr mit seiner Gemahlin
auf einem Schlitten am Ostbahnhof in
Kopenhagen vorbei,als das Pferd einer
Droschke, in die eben zwei Herren ein
gestiegen waren, vor der Schlittendecke
oder dem Federbusch, der die Schlitten
glocken krönt, scheute, durchging und
den umgeworfenen Wagen hinter sich
herschleppte. Jn demselben Augen
blick hatte der Prinz seinen Schlitten
zum Stehen gebracht, warf der Prin
zessin die Ziigel zu und eilte dem ver
unglückten Gefährt nach Mit einem
Griffe brachte er das scheue Pferd
zum Stehen und befreite dann die Jn
sassen des Wagens aus ihrer gefähr
lichen Lage. Diese, zwei Herren, die
eben mit dem Zuge angekommen und
auf dem Wege zum Freihasen waren,
dankten ihrem Retter, ohne ihn zu ken
nen. Erst als der Prinz davongesah
ren war, erfuhren sie, wer ihnen so
schnell und so muthig geholfen hatte.
Uncrhörte Rachethat. Ein
junger Bursche aus einem Nachbardorf
von Neapel stand kürzlich dortselbst vor
den Geschworenen, weil er einen ande
ren Burschen im Streit erschossen
hatte. Die Verhandlung ergab verschie
dene mildernde Umstände zu Gunsten
des Thiiter5, so daß man eine verhält
nißiniißig geringe Bestrafung voraus
sehen konnte. Dadurch wurden die An
gehörigen des Ermordeten so aufge
bracht, dafz zwei Weiber den Mörder,
als er während einer Pause aus dem
Saal gesiihrt wurde, trotz der Bewa
chung durch vier Carabinieri, anspien
und thätlich mißhandelten. Während
der hierdurch verursachten Verwirrung
gelang es einem Milchbruder des Er
mordeten, vor den Augen der Polizei
den Morder mit einem Messerstich zu
tödten.
Bissiger Liebhaber. Jn
Mannheim, Baden, hatte das Dienst
mädchcn Bertha Ramsaucr dem
Schmied leeodor Wagner, mit dem sie
etwa ein halbes Jahr eis! 13«erl)iZl-'11if;
hatte, den Lauspan gegc te n, wcil « Cac
ner sie wiederholt miph«n"«"e Lkixs
nun Wagner neulich dem hiil seh n
Mädchen auf der Messe begegnete, er
faßte ihn die alte Leidenschaft, er ver-—
folgte das Mädchen, und als sie ihm
einen Kuß abschlua, biß er ihr ohne
Weitere-s die Nascnspisze ab. Das
Mädchen ist trotz einer Operation fiir
Pein Leben entstelti. Wagner wurde
zu zwei Jahren drei Monaten Gefäng
niß verurtheilt.
Ein praktischer Bräuti
ga m. Eine hözfxst ksriginelle Anzeige
feiner bevorst:!::n·:se·n Litermähtunq
sandte türzlich ein oberfchtefischer
Kaufmann feinen ttjeschäftgfreunden
zu. Er entschuldigt-: sich zunächst, Taf-,
er seine Lieferanten nicht einlud
tiinne, da »aus Rilifxijten auf den
therrn Schwiegervater die Hochzeit nur
ini kleinen annilientrcise veranstaltet
werde,« Und fuhr kann inrtlich fort:
»Sollten Sie mir ein Geichent zutoni
inen Lassen, so bitte ich Sie, mir Dieses-:
in Kasse zu thun, nn-) mir miåznthgi
ten, wie viel ich von der Faktura liii
zen tann.«
Mit Salamiwurst geheizi
hat neulich ein rachfijditizrzer Juni-ich
tevgeselle in Berlin, der aus Zorn für
eine von feinem Brodlierrn empfan
gene Riige etwa 60 Pfund Salami
wurst verbrannte, nm damit ein-In
großen Kessel Wasser zu erhitzen Der
Gese lle wurde für den fchiind ich-H
Streich mit einer Woche Gefängniß
bestraft.
— M« — --«- --. —
Inland
—
BomBlitzeerfchlagenwurt
den kürzlich in der Nacht die Gattin,
der Sohn und die Tochter des Poftrnei
sters Morgan in Welch, - Ga. Das
Baby, welches in den Armen der Frau
Morgan ruhte, entkam unversehrt.
Das Morgan’sche Haus gerieth in
Brand und wurde in einen Aschenhau
sen verwandelt.
Ausdruch von Gefange
n e n. Fünf Gefangene, welche in dem
Gefängniß von McArthur, O» einge
sperrt waren, bewerkstelligten neulich
ihre Flucht, indem sie ein Loch durch
die Baclsteinmauer brachen. Vier von
den Entronnenen waren Einbrecher
und der fünfte stand unter der An
klage des Mordes.
Selbstmord in der Kirche
beging letzthin William W. Bond in
Leadville, Col» indem er beim Fasten
gottesdienste eine Unze Karbolsäure
verschluckte. Er wankte dann der Kan
zel zu und ersuchte den Geistlichen, für
ihn« zu beten. Er starb in wenigen
Minuten unter großen Schmerzen.
Bond war 24 Jahre alt und hatte mit
Ehren als Freiwilliger im Philippi
neu-Krieg gedient. Verzweiflung aus
EKrantheit war das Motiv der That.
Merkwürdiges Wieder
finden. Seit nahezu 50 Jahren
hatte Frau Martha Lawrence in
Bethalto, Jll» nach ihrer verschollenen
Schwester gesucht, als sie dieselbe neu
lich ganz unvermuthet in der Person
der Frau Fanny Miller, ihrer nächsten
Nachbarin, neben der sie seit 20 Jahren
wohnte, entdeckte. Ein alter Shawl
führte zu der Entdeckung, durch welche
vier Schwestern in den Besitz eines
Grundstückes, dessen Werth auf
81,000,000 geschätzt wird, zu kommen
hoffen. Es heißt, daß durch das Auf
finden der vierten Erbin alle Zweifel
an der Berechtigung des Anspruches
gehoben werden.
Geimpfrerærnvrecher. Arg
dieser Tage zwei Sanitätsbeamie,
welche beauftragt waren, die Bewoh
ner eines Hauses im Borough Bronx,
New York, wegen eines darin vorge
kommenen Blatternsalles zu impfen, in
die Wohnung der Frau Bertha Jves
kamen, fanden sie dort nur einen
Mann, der sich als Sohn der Woh
nungsinhaberin vorstellte, und sich ge
duldig impfen ließ. Bei ihrem Rund
gange durch das Haus erfuhren die
eamten jedoch, daß Frau Jves keinen
Sohn habe und sie von einem Einbu
cher diipirt worden waren. Drei De
tektivs, die zufällig in der Nähe waren,
gelang es, den Kerl sestzunehmem zu
ihrem Mißvergnügen mußten sie sich
jedoch gleichfalls imper lassen, ehe sie
mit dem Arrestanten das Haus verlas
sen durften.
Merkwürdige Rettung.
Während neulich Nachmittag vier
Schlittsehuhläufer, G. Foote, W. M.
Brown, H. E. Learned und F. A
Levnard, auf dem Eahuga Lake bei
Jthaca, N. Y., Schlittschuh fuhren,
setzte sich ein großes Eisfeld, welches
sich losgelöst hatte, plötzlich in Bewe
gung und trieb seeabwärts. Brown,
der mit einem Schlittschuhsahrer
sSegel versehen war, erreichte durch
seinen Sprung von 20 Fuß Länge das
Ufer. Dann verschasste er sich mit
Hilfe eines Sommer-Cottage-Haus
meisters einen Kahn und fuhr in die
sem dem Eisfelde nach. Nach vielen
Schwierigkeiten gelang es den Beiden,
»den drei in Todesgesahr Schwebenden
Rettung zu bringen und sie an’s Land
zu setzen. Kurz nachher brach das
Eisfeld in Folge eines scharfen Süd
windes in Stücke.
Beitrag zur Meeresfor
sch u n g. Frau Censie May Scherer
von Louisville, Ky» hatte am 22. Juni
1900 von dem nach Bremen jahrenden
Dampser «Hannover,« nach sieben
tägiger Abfahrt aus New York, eine
vertorkie leere Weinflasche mit ihrem
Namen und ihrer Adresse isn die See
geworfen. Kürzlich erhielt sie ein
cchreiben von dem Vorstande des
khydrographischen Amtes in Washing
ston, in welchem derselbe »mit Dant«
den Empfang des ,,an nicht angegebe
ner Stelle« mit der Flasche in’s Meer
geworfenen Zettelg bescheinigt. Die
Flasche wurde am Zi. Dezember 1900
in der Gegend von Plovan, Departe
sment Finisterre, Frankreich, gesun
sden, und der höfliche Herr Bureau
lvorstand in der Bundeshauptsiadt
Iwürdigt m beredtcn Worten die »Ver
dienste« der Frau Scherer ,,bei der
sUntersnehung der Meeresströmungen.«
« Herrenloses Land. Jn
Madiion, Wis» ist die Entdeckung ge
macht worden, daß entlang der Grenze
zwischen Wisconsin und Michigan sich
ein 250900 Acker enthaltender Land
streisen befindet, der keinem Staate von
Ibeiden angehört. Auf diesem Land
streifen steht die Stadt Jronwood Und
der Rest des Streifens befindet sich
zwischen dem Beute- und dem Point
Flusse. E. D. Peale ein Angestell
ter des Staatgsenats von Wisconsin,
machte die Entdeckung das; dieser
Luni-streifen ursprünglich in denStaat
Michigan mit einbegriffen war, aber
nicht in dem verflossenen Gebiet ein
geschlossen wurde, als der Staat Wis
consin gebildet wurde. Die Frage ist
bereits ausgeworfen worden, ob amt
liche Handlungen, wie Elyeschlieszungen
Und Landiibertragungen auf dem
Streifen giltig sind, und die Ange
legenheit wird wahrscheinlich der Le
gislatur von Wisconsin vorgelegt wer
en
..-.. . . q-— . -----..« »oui«-·
W
’ Firfsnungsvolle Solda
te s t a. Ein Rekrutentransport, der
nach der Absahrt von Kansas City
dem kommandirenden Offizier den Ge
horsam verweigerte, weil die künftigen
Vaterlandsveriheidiger total berauscht
waren, mußte letzthin in Ennis, Tex. .,
unter Aufsicht einer Truppen-Åbthei
lung aus Port Sam Houston gestellt
werden. Die Waggonthüren wurden
geschlossen und Soldaten mit aufge
pflanztem Bajonett hielten Wache, um
die wilden Rekruten im Zaume zu
halten. Nach San Francisco ging die
Fahrt, wo man die angehenden Vater
landsvertheidiger schnell einexerzieren
und dann zum Dienst nach den Phi
lippinen befördern wird. Unterwegs
hatten die Rekruten in trunkener Wuth
Junter einander Krieg geführt und sich
igegenseitig übel zugerichtet Der Offi
Izier war nicht im Stande gewesen,
die berauschte Schaar in Ordnung zu
hatten. Er mußte schließlich aus der
nächsten Bundes-Garnison eine Wach
mannschaft requiriren.
Mißglückter Rettungs
v e r s u ch. Alexander Sweeney, ein
45jähriger Mann, stürzte kürzlich in
der Nähe der Market Str. in Chicago
in den Fluß. Er schrie laut um Hilfe
und der eben vorübergehende Wm.
Reed sprang ohne Zögern in das eisige
Wasser und bemühte sich, Sweeney zu
erfassen. Während er untertauchte,
stieß er mit dem Kopf gegen ein Stück
Eis und war einen Augenblick betäubt.
Als er sich wieder erholt hatte, war
Sweeney wieder untergesunken und
kam nicht mehr zum Vorschein. Reed
war vollständig erschöpft und kaum
im Stande, sich über Wasser zu hal
ten. Glücklicherweise sah der Brücken
dreher Fred Fran die Gefahr und
sprang in ein Boot, zog Reed aus dem
Wasser und besörderte ihn an’s Ufer,
wo er sich bald wieder erholte. Die
Leiche Sweeneys wurde erst gefunden,
nachdem die Polizei mehrere Stunden
mit einem Schleppnetz darnach gesucht
hatte.
Rechtsverwickelung. Eine
merkwürdige Lage der Dinge ist in
Galveston durch den großen Sturm im
September 1900 entstanden. Ueber
slutheter Grund gehört nach dem Ge
setz der öffentlichen Domiine. Jn
Folge des Chilons steht viel früheres
Privateigenthum unter Wasser, wird
also als öffentliche Domäne’betrachtet,
und es hat sich zwischen den Besitzern
nnd der Stadt ein Streit wegen der
Fortschaffung noch verbleibender
Trümmer entsponnen. Man ist sich
völlig im Untlaren darüber, ob bei
spielsweise der stehengebliebene Unter
bau eines Hauses, der unter Wasser
ist, den Leuten, die ihn errichtet haben,
oder den vormaligen Besitzern des Bo
dens oder der öffentlichen Domäne ge
hört. Ebenso ist es fraglich, wer die
Rechte des Eigenthümers besitzt, wenn
das Wasser später einmal zurücktreten
sollte.
Vor einem schrecklichen
T o d e b e w a h rt wurde dieser Tage
die fünf Jahre alte Leona Rush in
St. Louis. Die Kleine war eben im
Begriffe, die Straße zu kreuzen, als sie
von einer Gar der elektrischen Stra
ßenbahn erfaßt und zu Boden gerannt
wurde. Gliicklicberweise kam die Kleine
auf den Fendcr zu liegen, in welchem
ihre Kleider sich so verwickelten, daß sie
nicht Von demselben herabfallen konnte.
Sie wurde von dem Fender etwa 80
Fuß weit fortgetragen, ehe es gelang,
die Car zum Stehen zu bringen. Ein
Fremder hob sie von dem Fender herab
und trug sie nach ihrer elterlichen Woh
nung. Dort wurde ermittelt, daß sie
glücklicherweise so gut wie gar nicht
verletzt worden war.
Eigenthümlicher Bahn
u n f a l l. Während kürzlich bei Ash-·
land, Wis» ein Personenzug mit der
gewohnten Schnelligkeit über eine
Weiche dahin fuhr, entgleisten die bei
den letzten Cars auf die Weiche, wäh
rend der übrige Theil des Zuges auf
dem Hauptgeleise weiterfuhr. Der
Unfall vollzog sich mit so wenig Ge
räusch und Erschljtterung, daß meh
rere der in den Cars schlafenden Per:
sonen nicht aufgeweckt wurden und erst
später von demselben erfuhren. Es
wurde Niemand verletzt. Vier Stun
den sbäter war der Schaden so weit
ausgebessert worden, daß der Zug
wieder weiterfahren konnte.
Ueberwältigte Despera
d o s. Jn Clahsville, Pa» erschoß
neulich der Town-Konstabler John
Neely einen Einbrecher und nahm
einen anderen mit Hilfe einer Posse
nach heftigem Kampfe gefangen. Die
Einbrecher hatten ein halbes Dutzend
Häuser ausgeplündert und wurden
von dem Beamten aufgespürt. Einer
der Schurken griff ihn mit einer eiser
nen Stange an und der Andere schoß
auf ihn. Er zog dann selbst den Re
voloer und streckte einen der Verbrecher
nieder. Der Andere entfloh, wurde
jedoch später gefangen. Reely trug in
dem Kampfe erhebliche Verletzungen
davon.
NichtsnntzigeRangew Vier
Jungen, Jnsafsen der Armensarm in
der Nähe von Marsham Mo» beschlos
sen jüngsthiu, einen Passagierzug det
Chicago nnd Alten-Eisenbahn zum
Entgleisen zu bringen, indem sie
Stücke alten Eisens aus das Geleise
legten. Als der Zug dagegen fuhr,
wurden durch das Eisen Löcher in den
Boden eines Passagierwagens gestoßen
und die Luftbremsen durchschnitten
Drei der Jungen wurden verhaftet.
Jm Ver-hör sagten sie, sie hätten sich
einen Spaß machen wollen.
1Women as Well as M
Ate- Made Miso-kahle by
lcldney Trouble.
Kldncy troublo preys upon the mind»
couragcs and lese-as ambltiom benutzh v,
and choerfulness
dlsjppear when the-Fid
ncys are out ot order
·or rissest-soc
Kidncy troublc has
. , ; beconw so prcvalont
« 1 that it is not uncommon
«»- « l » for a chtld to be bot-n
Eis-ZU Mille-Esel with wcak klä
- noyc lf the chjlcl uklnss
W .· «« ates too often, lk the
urlnc scalds the klar-h or if, when the chlld
Mache-s an age when it should be able to
control the pas-zage. «’ ; s, -t asslicted with
bed-wettjng, den-end n it. the cause- of
the ditticulty 13 Lichon 1«-(«-uble, and the klkst
step should be tos-v.- E the treatment of
these important org-a .r, This unpleasani
trouble is due to a dipcaacd uondition of the
kidncys and bladdcr and not to a habit AS
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