Grand Island Anzeiger und Herold. (Grand Island, Nebraska) 1893-1901, June 02, 1899, Sonntags-Blatt., Image 13

Below is the OCR text representation for this newspapers page. It is also available as plain text as well as XML.

    Tiessee-.sorschnngen.
sm- Oefchichte einer verhältnismäßig
nich jungen Wissenschaft
Ist muss set Unsinn-I Im II- wun
- scheu Zustände III sahns des sah-has
dm0——llmeI-musa Kuhhaut-Umsta
snsd seist-e sxvchutsmssn Dürft Im
Ususes—cålevvnetz III Itismsssmir.
NO sQlåIeIsiy-—2ai sichs m Lief-.
. Die erste deutsche TicffeesCxpeditioII,
Efhvelche unter der Leitung Professor Dr
Kuhns Im August v J. an Bord der
s» Valtivia« anfme nnd die nun, wie
ans wiederholten KnbclnIeldnngeII ber
vorgeht, im BcsIIIc cIncr Falle von
Beobachtungen nnd Untersuchung-Z
reiultaten der Hennath Instenerh gibt
ungPemnlassnnq nlIcI Tiefseeforschuns
. gen IIII AllIIcIncIncn einige Betrachtun
gen anzustellen nnd fIIcIicll nnch anf dke
I wisseIIschaftliIiIcII Meckcgfahcten des
» Fitrst Illbert der Erste von Monaeo.
ürsteu von Monaco, weiche geradezu
s grundlegeud fitr die noch junge
issenichast gelten dürfen, etwas uaher
iziigehen
s sei hier vorausgeschickt daß die
» nierszichungdes«Uteeree«gr11ndes,welche
» i grosrereu Tiefen nur vermittelst
oth, Zange oder Netz geschehen kaun,
— rchaug nichts iciniaches ist, da mit
nehmender Tiefe das lsigengemicht der
» versenkendeu liiegenstaude betrachtlich
nimmt. isine Fülle von Sviirsinn,
· ist und Erfindung war nöthig, ehe es
lang, die vorhandenen Schwierigteis
? n zu überwinden und wirklich wissen
«aftliche Ergebnisse zu Tage zu for
, rn.
- Die ersten Anfange der Tiefseesors
ung stammen aus deui Jahre ists-,
so John Rost in der Baffingbai mit
er sechs iieutuer schweren Zange aus
; .- · 00 Fuß Tiefe Meeresschlamm herauf
forderte, iu welchem sich einige See
, sterne befanden, wodurch die bis dahin
; allgemein herrschende Ansicht in großer
Tiefe konnten Lebewesen nicht existi.rem
widerlegt wurde.
.« Die politischen Zustande jener Zeit
ließen edoch diese Entdeckung fiir die
"- Wifsenichait wieder verloren gehen. Erst
jie Telegradhie, respektive die Legung
nterseeischer Kabel, welche eine ge
uere Kenntniß der Gestaltung deg
eeresbodeng erforderie, gab durch die
abei gemachten Beobachtungen den
nstosz zur vianmaixigeu Tieiseefors
«;schung. Voran ging England mitseiner
».,Lightniug«vaeditiom1868,der,
« 872 bis 1876, die ,.(ihalleuger«-Exve
ition folgte; dann kamen die Ver.
»taaten, welche die .TuScarora« aus
,,--titsteten (187it bi51874). Bald wen
deten auch andere Länder der Tiefiees
, sorschung ihre Aufmerksamkeit zu; so
T— Deutschland mit der »Gazelle« (187«t
bis 1876). Tie Resultate dieser letzteren
Ort-edition sind indeß mehr auf hhdros
H ravhischem und meteorologischetn Ge
» iete zu suchen, so dafi die ,,Valdivia«s
;«Exdeditioti thatsachlich als die erste
, deutsche Tiefseeiisxvedition angesehen
« werden must·
Neben den osfiziellem von Regierun
:gen unternommenen iixveditionen wur
den solche im Lauf der lepten zwei
« ennien erfreulicher Weise auch von
rivatlenten iu’g Leben gerufen, und
Da steht an erster Stelle Fürst Albert»
bit Erste von Monaeo, der seit Jahren
itn Dienste der Tiesseesorschung nicht
f Meile-flieh bel den Akt-ken, 5140 Fuß lief. ges !
« lsnsuh Pmnmnlclpe IIelleesNeulr. J
allein ein bedeutendes Kapital geopfert, «
sondern mehrfach mich Leib und Leben ’
- eingelesl hat« Aus der lleinen, primiliv
eingetlchleten Segelqacht ,,·Oirondelle«
von 200 Tonnen, mit welcher er zuerll
lm Jahre 1885 das Mittel-mer nnd
den Akltlnlilchm Ozean bis nach Neu
fundlaud mehrfach durchkreuzle, ist jepl »
E eln sinnlicher Dampfe-: von 1400 Ton- l
·- ssen. ,,.Piin(eiie Allce,« gewerdcn, del
ifen zweckdienliche Ausrllslung als eine
« llstetglllige geschildert wird.
-’- hl die hauplbedeulunq der Tief
seesotschungen des Fürsten Ildettl
in der Erweiterung unserer Kenntn ß
der Tiefseesanna. Er hat mit Hilfe
seiner Apparate eine solche Fülle von
Tiefseethimu erbeutan daß im Jahre
1891, obgleich laimi ein Drittel der
nlangten Ausbeute bis dahin hatte
genau untersucht und bestimmt werden
sonnen, die Zahl der neuen Gattungen
und Arten 52 betrug. Anfänglich be
inußte man zum Fang der Seethiere
» große Schlepvnesie, die aus den Meeres
sgruud hinabgelosien, von dem in Be
wegung befindlichen Schiffe tangere
Zeit geschleppt und dann heraufgeivuns
den wurden. Die feineren Thiere der
I Tiessee wurden bei dieser groben gang
? methode vernichtet Der peiirst brachte
zuerst seststetiende :l.lletallreiiseii der ver
schiedensten: i iinensioiien in Anwendung
und toiistruirte namentlich eine dris
iiiatische Reute, mit welcher außer
grdentlich gute Resultate erzielt wer
en.
Diese Reiise besteht, wie unsere Jllu
stration zeigt, ais-J tkiseiiscljienen mit sei
nem Trahtaeilecht und Wird durch mit
» Ballast gestilltes Stiele aufrecht erhalten·
Eine Anzahl lleiiie, iin Inneren der
großen angebrachte, gesonderte Neusen
lerniögliclieii eis, tteiiie Thiere die aus
der gross-en Nense sonst entschliipsen oder
doch non in der gemeinsamen tlieuse von
mitgesangenen Naiibfischen gefressen
werden konnten, gesondert zu fangen.
Auch das «Eit)liissellotb, dessen sich
Fürst Albert bedient ist ein von ihin
selbst, unter Benutzung vorhandener
Systeme, tonstruirter Apparat. Ohne
jauf die etwa-J lointilizirten Tetails ein
zugeben, sei hier an der Hand der Zeich
; nung daraus hingewiesen, daß dasselbe
aus einein dohteylinder besteht, der
s durch ihn iiinaebenee gusieiserne Ringe,
Idie sogenannten -inler, die nöthige
i Schwere erhalt. Etossit nnn der Appa
rat ans schlaiiimigeii Grund, so dringt
der untere Theil de: lthlinderiz ein und
füllt sieh mit Materie-, wahrend ein
Draht an weliheiii die Siiiter ausge
bangt sind, seine cpannung verliert
l und sieh augslosk die Sinker gleiten
» herab find drucken beim trinporzieheii
H des Loths einen Echluisel nach unten,
l der automatisch einen Hahn des Unint
s der-'s schließt und somit die Ausbeute
l gefangen halt.
Die Resultate der Tieiieeiorschung
sind so nianniaiaeher Art, das; ess, niit
yRiicksicht auf den gewahrteu Raum,
unmöglich ist, denselben auch nur
einigermaßen gereiht zu werden. Unse
? ren kurzen, daraus beiiiglicheii Aue-sah
rungen sei zuiiachst vorausgeschickt daß
man unter Tiessee diejenige Paitie des
Meeres versteht, die tiefer als 2000
Fuß unter der Wasserdlserslache liegt.
Tie Tiefe, bis zu welcher die äußeren
Lichtstrahlen dringen, ist eine geringe.
Schlüsselloch
Zwar wechfelt
dieselbe je nach
der Beleuchtung,
den Jahreszeiten
und je nachdem
das Wasser durch
ich w i m me n d e
Stoffe over fein
verweilte mikro
ftopifche Lebewe
sen mehr oder
weniger getrübt
ift. So viele-her
steht fest, daß be
reits bei 300 Fuß
ft a r t e Dämme
-:nng herrscht, bei
600 Fuß fitt un
fete Augen das
Licht erloschen ift
und bei 1200
Fuß felbft die
empfindli ch ft e n
photographischen Apparate teine Spur
von Licht mehr nachweisen.
Pslanzenleben ist betanntlich ohne
Licht nicht möglich, und thatfiichlich
existirt dort unten keines. Tas; man
nun lange Zeit auch die Existenz von
Thieren daselbst siir unmöglich hielt,
dars nicht Wunder nehmen, wenn man
bedentt, welch’ ungeheurer Truck iu
jenen Tiefen herrscht. Schon bei eirra
6500 Fuß betragt derselbe 2400 Pfund
pro Ouadratzoll nnd nimmt mit jeden
weiteren 30 Fuß um etwa 14 Pfund
zu! Dennoch existiren Thiere da unten,
und es sind ihrer nicht wenige, denn bis
jetzt sind an 400 Arten beschrieben, von
denen mehr als der zehnte Theil in
Tiefen von über 12,000 Fuss lebt.
Natürlich sind sie sitmmtlich auf den
gewaltigen Wasserdruet eingerichtet und
durchweg mit festem, zum Theil ganz
abenteuerlich gestalteten Knochengeriift
versehen. An die Oberfläche gebracht,
gehen sie meist zu Grunde. Viele sind
lind, andere haben normal ausgebil
dete Augen, die sie, so paradox dies
nach sriiher Gesagtem klingen mag,
zum Sehen in der eTiefe beniipem
Die Erklärung liegt darin, daß die
meisten Vertreter der Tiesseefauna mit
besonderen Lenchtorganen ausgestattet
sind und so, gleich den Gliihwiirmchem
ihr eigenes Licht, nnd zwar nach Willen
erzeugen tönnen.
Zucker gegen Strapazen.
Jm deutschen Heere werden dermalen
Versuche mit einer Ernährung durch
Zucker angestellt, der das Ertragen von
Strapazen wesentlich erleichtern soll.
Unter Andetem hat die Mititürderwals
tung angeordnet, daß je zwei Kompag
nien von zwei Negimentern eines jeden
Atmeekorps jest nnd besonders im
Sommer längere Uebunggmiirsche ausz
siihren sollen, aus denen die intelligen
teren Mannschasten Versuche mit reinem
Futter und mit Pastille auv Zucker mit
assee oder Citronenzusap anstellen, um
die Widerstandesabigteit gegen Stra
pazen auszudroben.
Unbkugsmiie Siadtvätkr !
In Ia support-thue III set herum «
Max-Mut sicut nachsehen .
Die Veiniilnmgcn der preußischen
» Icgicrtitm, in dem Streitfalle zwischen
- dem Berliner Magijtmt und dem Poli- i
. seipräiioium wegen Errichtung eines I
Portalsks für den Friedhof der Mäer
gefallencn einen Kompromiß zu Stande
zu bringen, sind, trotz der Bereitwillig- i
Zeit det- unbcstatigtcn Oberbürger
meister-'- Kirfchiicr, als gescheitert zu be- i
! Das Poetelprofelt filr den Märzgesalleneni
s — Friedhof.
trachten. Ter Vorschlag des Geheimen
Oberregierungszraths Kayser, sich aus
ein neues PortaY zu einigen, welches
des ,,dernonstrativ monuinentalen« Cha
rakters entbehre—darunter verstand die
Regierung den Wegfall eines steinernen
Ueberbaus; ein einfaches schmiede
eisernes Gitter ldnne ja so hübsch wie
nur möglich hergestellt werden-ist von
den Stadtoerordneten fast einstimmig
zuriiclgewiefen worden, lind fester als
e besteht der Magistrat aus der Ans
lihruug des nunmehr vor einein Jahre
eingereichleu Entwurfs-, den wir in
unserer heutigen Illustration bringen.
So steht wiederum der Kampf, der
schließlich in eine noch energischere Ver
gewaltignng Berlin-J durch die Regie
rung augzuurteu droht.
Wie bitter ulsrigensJ im deutschen
Volke die Verstimmuug iilier die lshitas
nirung dielatdoller islirung der Revo
lutiousodfer geworden ist, zeigt eine
Mittheiluug aus Dresden, wo man be
hauptete, die auf den Gräbern der
1849er Maigefalleuen ini dortigen
Anneufriedhof gedilanzten Zuwen
zwiebelu seien dou ,,ruchloser« Hand
heraus-gerissen worden« mahrend die
selben thatfaehlich nur deshalb weg
geworfen wurdeu, weil sie von Maufen
gänzlich ruiuirt waren.
Des Uerdrrlnns Gras-.
Die per-. Ironie-I met-s see sinnst-es Lole
Garn-rann- näher-.
Nach langem, langem Zögern hat
sich endlich dass Motten-Departement
entschlossen, mit der Erfindung des
Chieagoersz Louiiz lslalhmann einen ein
gehenden Versueh anzustellen und hat
zur Herstellung einer großen lszdlligen
Kanone nach den Angaben deg- Erfin
ders 875,000 ausgeworfen. Tie Er
wartungen, welche man von der Waffe
Gathrnanng hegt, sind geradezu groß
artige. lsin einziger Schuß soll im
Stande sein, ein inoderneg Pariser
schifs in Atome zu zerschmettern, die
Vertheidigungelraft eines Forts zu bre
chen.
An der Möglichkeit, ein solches Re
sultat durch ein gewisses Quantum
Schießbaumwolle zu erreichen, hat wohl
Niemand gezweifelt, aber von der Un
gesährlichleit is--r Handhabung und des
Abfeuerns des ’rojeltils haben sich die
maßgebenden L siiiere unsere-J Geschütz
wesens nicht fes leicht liberzeugen lassen.
Dieser Tage erfi ist es blathniann ge
lungen, den Herren zu beweisen, daß
nasse Schieigbaumwdlle durch äußere
Finsliissc selbst der außergewdhnlichs
en Arl, nicht zur Explosion gebracht
werden lann, daß man mithin zum
Schleudern eines derartigen Geschosses
nicht auf die unwldngliche Kraft der
lonwrimirten Lust lieschranlt ist, son
dern, wie bei anderen Geschossen, die
Binde treibende lilewalt des modernen
ulderS verwenden lann.
Auch der einfaehste Verstand begreift,
daß, falls sieh die (550tlnuaun’sche Waffe
in allen Theilen perfelt erweist, hier
eln Abrustunggargument gesunden
Lonict Gatlnnann
wäre, wie es sich die internationalen
Friedengdelegaten im Hang nicht besser
- wünschen könnten. istntlinmnn hat als
Erfinder seit Jahren einen Namen,
mögen auch ninnche seiner Erfindungen
verlacht worden sein. Seine Experi
mente— der tiinstlichen Regenerzeugnng
» sum Beispiel sind wissenschastlich völlig
begründet nnd waren erfolgreich, wenn
leich er dieselben in Fol e seines grö
geren Interesses sitt Gescho se mehr oder
minder vernachlässigt hat.
Das Wassergkricht in vatkneiea
Du »Da-te- spaute-s« nII toten III-tm
Gewinn-up
Tie an der IJiittelnieertiiste sich hin
ziehende spanii::.e Provinz Valeneia ge
hört zu den fihonsten nnd fruchtbarsten
der pyreniiiiixtxen Halbinsel, obwohl die
Natur dieselbe keineswegs mit einem
günstigen Boden aus-gestattet hat. Daß
sie, trotz diese-Z Umstandes, mit Recht
den Namen »(tlarten Spanien-« siihrt,
verdankt sie allein dem unermüdlichen
Fleiß und der Intelligenz ihrer geker
bautreibenden Bevölkerung speziell der
großartigen Durchsiihrung ihrer künst
lichen Betoiissernng
Tie meist entwaldeten Gebirge der
Provinz besitzen nnr wenig Quellen
und Bache. So mus; das Wasser ans
weit entfernten Fliissen hergeleitet, das
Regemaaster deiJ Oerbstes nnd Früh
ling-:- in tiisternen nnd Staubecken an
gesammelt nnd mit größter Genauigkeit
und Sparsamkeit iiber die großen zu
bewassernden Fluchen vertheilt werden,
damit e-:- mahrend der langen, regen
armen Eommerszteit ausreiche.
Jedem ist sein Antheil an dem be
lebenden Naß aus«-Z blenaneste zugemess
sen; ninnnteiner mehr, als ihm gehört,
so rnnß der Nachbar darunter leiden.
Jn Folge dessen sind Streitigkeiten
wegen des Wassers- an der Tages
ordnung, und es besteht in der Haupt
stadt Valentin seit Jahrhunderten ein
sogenanntes ,,Lttassergericht,« das all
wöchentlich einmal in der Vorhalle der
Kathedrale tagt
Als sachverinindige Richter amtiren
Gärtner nnd Pilanzer, die von sämmt
Sinung des Wassergenchte in Valeneia.
lichen Pilanieru und lilartnern der Pro
vinz nlljnlnlich gentahlt werden. Sie
nehmen auf einer Vani Platz und las
sen nun die streitenden Parteien nach
einander vortreten, ilire Klagen vorbrin
gen, die Zeugen ausrufen u. s. to.
Auch an Zuschauern fehlt es nicht, und
so ist dass Waiseraericht zugleich öffent
lich und vollgthiiinlich
Bei der gießen Wichtigkeit der Sache
siir den Landbau sind die Strafen, die
verbannt werden zuni Theil sehr
empfindlich Dir-:- Wassergericht kann
ans eine Geldstrafe bi-: zu tWi Pesetas
(8120) erkennen, und es spinnen sich
zwischen den erregten Parteien nnd den
Richtern ost lebhaste Wortgesechte ob,
die um so hiyiger sind, als die Valen
cianer zivar durch Klugheit und Fleiß,
keineswegs aber durch ihre Ehrlichkeit,
iSonstntnth und Besonnenheit bekannt
ind.
Porto Ilieoo »unter Herr-. «
Its-ist David st· Rechioigee von sen-kat
goavemeuk dem-y.
General Gun V. Hean, der, in
Folge der nachtheiligen Wirkungen des
ortoriconischen Kliinag auf seine Ge
Undheit, sich gezwungen snl1, unt Ent
bung vcn seinem Posten als General
. V«
Oenerutgonverneur G. W. Devis.
zouvetneur nachzusuchen, hat dieser
age, unter entsprechenden eterltchs
leiten, die Regierung der Jn el in die
ttnde seine-J Nactholgers, des Generals
eotge W. Denn-J, gelegt.
Generalgouverneur Devis, der jetzt
60 Jahre nlt ist, besitzt einen ausge
zeichneten Retord in der Armee, in
welche er 1861 als Sergeant eines
Connecticut - Freiwilligen - Regiments
eintrat. Jm Verlause des Bürgertries
es that er sieh so sehr hervor-, daß er
estttndig befördert wurde und 1865
das Btevet eines Generalinajorg der
greitvtlligen erhielt. Als er nach dem
riege in die tegulåte Armee itbertrat,
hatte er wiederholt Gelegenheit, seine
tnilittttischen und administrntivenFühig
seiten zu betlnjtigen nnd er bekleidete
meist sehr gesuchte Vertrnnettszposteih
So war et, unter Linde-kenn mittin
tlscher Bemther knniontcy til-J dieser das
Poetesenitle desZ Krieges inne hatte
Die Ausgabe, welche General Davis
in Porto dttito z:iiuttt, ist eine verant
wortnngsieiette doch tonnnt ilnn, bei
der Ersttltnng deiielben, die Bevölke
rung mit gutem Witten entgegen, ein
Vottbeil, dessen sich seine Kollegen aus
Kubn und aus den Philäbpinen nicht
besonders rttbcnen können
Humoriflischea
chrnlxlicij.
»Was ist denn Teine Leibspeise,
Otto?«—»Seitdem meine Frau kocht,
hab’ ich überhaupt keine Leibfpeisen.«
stattlich
Frä nlcin: »Nein, Herr Assessot, «
Sie sind schrecklich mit Ihren ewigen
Späßen « Reden Sie Doch einmal mit
meiner Mama ein ernste-S Wort !«
Ein Hoffnung-strahl.
D i e n si ni ä d ch e n: »Gnödiger
Herr, ich halt’S bei der Gnödigen nicht
länger aus-; ich hab’ ihr soeben gekün
digt. «——-H a n g h e r r: »Ja-geht denn
das?«
Warnung.
A.: »Mit der Marie werde ich an
bande1n, das Mädel ist mein Fall.«-—
Lin »Daß iie nur nicht Dein Reinfall
it.«
girlion möglich.
A.: »Ich höre, Jhrc Konsine hat
sich veriobt.«——B.: »Jawohl, mit dem
Kaufmann Knian kennen Sie ihn viel
leicht?«—A. : »Mir dem Namen nach.«
Yorsirtjtig.
Tien er wer zwei 10-Markstüeke in
der Westentasche seines Herrn findet):
»Halt, der nsill mich vielleicht auf die
Proble stellen——eins lasse ich vorläufig
drin «
Unterschied
A. (in einerltjesellschafh als über die
Schwiegermiitter raisannirt wird):
»Meine Schwiegermutter ist ein Engel !«
—,,Da tonnen Sie leicht reden, aber
meine-lebt noch !«
Ein neues Mitten.
L e h r e r: »Nun, Häuschen, wer hat
alle die schönen Felder und Wiesen und
Berge gemacht, die Du hier siehst?«——
Häuschen: »Ich weiß nicht. Wir
sind ja erst jetzt hierhergezogen.«
präludtunn
Fräulein Gröhler: »Siekönn
ten mich begleiten, Herr van der Tasten.
sDa dieser absichtlich nicht hinhört,
ärgerlich): Sie haben wohl Watte in
den Ohren?« — Der Pianist (in
ruhigem Tone): »Noch nicht l«
Zimmer derselb-.
Professor der Geschichte (der
zum ersten Male ein Dienstmädchen
engagirt): ,,Zeugnisse haben Sie also
nichts Hm, da müssen wir uns mal
selbst überzeugen, was Sie eigentlich
wissen. Sagen Sie mir, wann begann
eigentlich der :3(.)jahrige Krieg?«
Woran-ums
Sonntags-breiter- »Jchmuß in
einer Stunde bei meiner Braut sein
kann ich ein langsames Pferd haben?«
—Pferdeverleiher: »Wenn Sie
schnell hintommen wollen, so nehmen
Sie doch lieber ein schnelles Pferdi«——
Sonntagsreiter: »Ein schnelleg
Pserdi Dann iomm’ ich sicher zu spät l'«
per Grldprotj.
»Ein eielhafter Protz, dieser Hol
stein.«——»Na wie so, hat wohl seiner
Mizie vom Vallet neues Kollier ge
schenkt?«--——»Wenn das nur wäre-«
»Nu, wohl gar liauipage geiauft?«—
»Ach, noch mehr.«——,,Na, was denn
dann?«—--»A Mädel hat er geheirathet,
arm wie eine Kircheniiiaus, der Geld
protz, der etelhastef
Blknkctienfrcmtdlicip
Schon will der Zug abfuhren-da
springt ein Passagier in’S ,,Ranch
konne.«——,,Donnerwetter,« ruft er am
Fenster stehend und alle Taschen abgrei
send, ,,nun hab' ich keine Cigarre bei
mir-ohne Cigarre fahren, das halt·
ich nicht aus! Schaffner, Kellner, haben
Sie denn keine Cigarten hier?«—AlleS
schüttelt den Kopf. Schon pfeift die
Lotomotive. Der Reisende ist verzwei
felt-»Ach, wissen Sie was,« sagt da
der gute Stationsvcrstehey ,,um Jhre
Qual zn lindern, kommen Sie hier
herüber in e Konpe für Nichtraucher-—
da dürfen Sie nicht rauchen. l«
such etn Yabtlatn
»Sie find lebenslänglich verurtheilt !
Wie lange sitzen Sie denn schon?«—s——
,,Oeui’ link-»I- g’rad’ fünfundzwanzig
Jahr , Excellenz !«—»Fiinfundzwcm
igl Ah, da gratulire ich Jhnen recht
erzlich!«
W
Gute Inn-Im
»Di-, Otto, sieh Dir einmal diese
Aus-innen an !"——,,Liebftes Matthchen,
die Liebe macht blind!«
yrgrcnxtes Yorgnügtw
A.: »Sie waren mit Jhren vier
Töchtern in NordetneyP Amüsirt?«
B.: »O ja! Jch habe viel Vergnügen
ausgestanden !« i
Kühn-.- Yeljauptunxh .
»Also die Entfettunggkuk hat Ihr
Gewicht von 300 Pfund auf 250 ver
inindeft?«—»Ja, rein zum Schatten
bin ich abgcsnageri.«
O
Aug einem Holdatenbrktf.
». . . . Die L- Durst, die Jhr mit ge
schickt halt, tut der Herr Unteroffizier
gegessen. ist state- Dann würde ich
wenigstens nicht Heimweh betommen.«
gxus Verlau.
M e i e r: »Wie kommt es, baß unser
Freund timuse keine Haare mehr bat?«
--S chulzez »Das weißt Du nicht?
Die Neger lmhen Krauses (krauies)
Haari«
D nrcii ich aut.
R i chte t: »Wie alt, Zeugin?«-—
Z e u g i n iziigernd): »Ich habe kürzlich
meinen 20. Geburtstag gefeiert !«—
Rich te r: »Das-Z Will ich nicht wissen,
sondern wie ult Sie sind?«
Angenehmes-« Trost.
Guit: ,,N u, mit dem Essen haben
Sie mich schde umgelegt-ich werde
die ganze Nacht nicht schlafen können. I'
-—K e l t n e r: ,,(85nc«tdiger Herr wollen
»ja ohnedies mmge n frühzeitig abreisen. i«
»Im den Tropen.
Löwe: »Ist daseineHitz’! Wenn
ich nur auch in Hemdärmeln gehen
iönnt’!«
Gerechte Gntrüstung.
Wirth (zum Zechpreller): »Wie,
Sie haben kein Geld, um die Zeche zu
bezahlen? (Wiithend): O, der Lump,
der elendige——dainit der Kerl die legte
Portion Oasenbratcn gekriegt hat, habe
ich selbst noch was-«- Anderes essen müs
sen !«
Zurückgewkpsew
Alte Tnnte (zornig): «Nichtswie
Sorge nnd Schande hat man mit Dir!
Und ich habe mir so viel von Dir ver
sprochen !«—-Neffe: »Ist das meine
Schuld? Ich kann doch nicht dafür-,
wenn Du Sachen versprichst, die Du
nicht halten kannst !«
Gkgknvorschlag.
»Ach, Marie, für Dich könnte ich in
den Tod gelien.«—»Gel)’ lieber für
mich hente nicht in’s Gasthaus.«
geniale-g der Gefühle
Herr-: »Ach, gnädiges Fräulein,
Sie sind das A und O meiner Gedan
ken, das Alplja und Omega meiner
Empfindungen, das Bräludium und
Finale meiner Träume-, die Polonaise
und der Schlnizwnlzer meines Herzens l«
Yoruliigcnky
Bei der Suche nach einer Sommer
wolmung: »Und können meine Buben
auch im Flusse beiden?«——·»Freili’, so
viel s« mollen!«—,,Jch meine, ob es
nicht gefährlich iftP«-—»Gefiil)rlich? O
na, gnä’ Frem! Da muß lich Eimz
schon recht gut anskenna, wenn’6 im
Aubach ersaufen will l«
Zu ro!
Bräutig a m: »Ihr-Irre Alma,
würde Dein Papa wohl morgen Nach
mittag ein paar Stunden sür mich zu
sprechen sein? Jch will ihm meine Liebe
zu Dir gestehen !«.—Br a is t: »Ja, das
kannst Du doch auch in einer Vier
telstunde almmchen !« ---— B r a· u t i
ga m: ,,AllerdingS—-- aber ich will ihm.
auch gleich meine Schulden gestehen l«
Yatalor glrrtlmrw
Beim Herrn Oberst ist Abends Ge
sellschaft angesagt. Tie Köchin Marie
erwartet an dem gleichen Abend ihren
Schatz, den Gefreiten Angusl.-—;Jn der
Dämmerung erscheint der Adjutant,
um dem Herrn Oberst eine dienstliche
Mittbeilung zu machen. Jn den dunklen
Vorsaul eingetreten, siiblt er sich ple
lich das-: zwei traftigen Armen umschlun
gen. Ein berzlxaster Kuß aus seine Lip
pen, etwas in die Hand gedrückt und
zum Tempel hiiiaitheschoben mit den
Worten: «Angust, tomin’ morgen wie
der, wir hoben Gesellschaft,« war das
Werk eines Augenblicks.« i