Grand Island Anzeiger und Herold. (Grand Island, Nebraska) 1893-1901, November 18, 1898, Sonntags-Blatt., Image 16

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    ; PmTthm
Stimme Zeugen Im- von Spanien
vernichtete-I Kultur Quinte-w
l
Ob III-·- Ioss stritten-ZU und klein-L
; III Ists It Mut-Gesandt· ladet
s MO- Ikchitefien Ists sehe-ne Inst-les
3,Mw—llsselsiu Ieise-.
· Zu den snteressantesten Rulnen der
Welt gehören ohne Zweifel die lieber
resle jener herrlichen Mohobauten
Yokrttand, welche seit sehe-e doe höchste
Staunen der Reisenden erregten, aber
erst in neuester Zeit nnhec bekannt ge
worden sind. Zwar erwähnen sle die
ersten Spanier, welche nach Fljukntan
kamen, doch war deren Aufenthalt zu
kurz, nnd die tttexttnntsche Erobetung
nahm dieselben nlebald zu sehr in An
spruch, alo den sTc sich eingehend nllt
jenen Bamvetlen beschäftigt hätten«
Alb Yltkatatt dann in der Mitte des
M. Jahrhunderte on die Netbe der Er- .
obernng can-, wart-n Steinteutpel den T
Spantern schon keine aussallende Er
scheinung mehr; Ivtr hör-en wohl ge- »
legentlirh von der Zerstörung solcher
Tempel zur Ehre des Ehrtstettgottes,
und die späteren Beschreiber von Anto
tan besuchten nnd schilderten einige,
aber dann blieben dieselben unbeachtet
nnd verlassen tut llrwalddickicht liegen,
Die Manne waren fitebiillh gingen
! wenig der Jagd nach nnd trieben erfolg
relth Ackerbaa Vom Handelt-seine be
feelt, iandten fie ihre Fahrzeuge ent
lang den Küsten and bis nach soba.
iThan, Stein nnd Holz wußten iie
sprich gut zu bearbeiten. Die Metalle,
ihrem Lande fremd, erhielten fie non
isswärts; dieielben spielten bei ihnen
keine Rolle· Utnfa verdienftvoller find
Inder ihre herrlichen Stulptnren, die
! stzne Metall hergestellt wurden.
Jedenfalls bleibt die mit Sknlptnr
Ind Bernalung verknüpfte Bankunft
Iac höcher Zeichen ihrer Kultur. Weit
Ind breit ift das Land tnit Nninen
überiät, deren Erhaltung vergleiche
Iveife wunderbar ift, wenn man bedenkt.
daß nahezu vier Jahrhunderte ieit dein
Verfall der Bauwerte vergangen find.
Kaum eine mederne Stadt oder ein
Darf in Yntatan besteht, dessen Ge
bäude nicht tnit geraxtbten Steinen
ans den alten Paläfren erbaut wurden.
Wie die alten Marias das viele Holz
nnd die oft riefigen Steine transpor
tirten, wiffen wir nicht; jedenfalls
standen ihnen zahllvfe Menschenlräftc
Zur Verinannrp Jn Vezua auf Bau
staff, Banait, Plan nnd Verzierung
haben die Bauten viel ilebereinslirni
tnung. Der benutzte Banfteln ist ein
blaß-gelb! ichcr nnd röthlichsgrauer, dun
kel marmorirter Aalifleiry der fehr
häufig nortonrnrt. Die größte Sorgfalt
wurde auf die Anfbenieite des Mauer
tverts nnd die Verzierungen verwendet.
sum-Its m Stichen-zu
bitt das gegenwärtige Jahrhundert ihre
Wiederentdectnng brachte.
Die bisher arn lsiriindlichiten durch
sorschten Ruinenstiitten sind diesenigen I
non Chirhethea und Urmat, vor- denen
wir je eine Abbildung nach Photogra
phien bringen. Die lsiesaintntuniunt
dort Chichensstza macht ani tarogias
phische Genauigkeit keine besonderen
Ansprüche, mag oder als Situatione
plan sehr wohl dein Verstandniß die
nen. Die hourtiiirtslichsten Rninen von
Chichewstza liegen aus einem Raume
von etwa 25 Quadrattilorneter und he
stehen one sechs bedeutenden Gebäude
komplexen, umgeben den einer großen
Zahl untergeordneter Banwerie, die
zum Theil willig von Vegetation liber
tvuchert sind.
Die Frage nach der Bedeutung der
verschiedenen Gebäude iit nur unge
nügend gelöst. doch dars man wohl an
nehmen, daß die Monmnentalbanten
der Hauptsache nach religiösen Zwecken
gewidmet waren. Das gelit auch aus
den Beririiten der spanischen Croberer
hervor, welche osier den srenidartigen
Ceremonieu der Priester in diesen Ge
bäuden beiwohnten. Zum gewöhnlichen
Wohngebranehe sind sie ungeeignet,
ebenso zu Vertheidigungtzzwecten Sie
stehen ans Terrossen oder Pyramiden,
die mit steilen Treppen erklommen
werden müssen, sind mit mytholo
gisrhen Daistetlnngen geschmückt, meist
gewaltig in den Anemessungen und
sensterloeL Was die eigentlichen Wohn
siiitten des Volkes aubetrisst, so hoben
diese sich nicht erhalten. Sie waren
in der einsachsten Weise ans Holz,
Laub u. s. to. errichtet nnd ähnlich den
hemizen Hinten der Monat- gestaltet
und sind daher längst zerfallen.
Die alten Manns sollen zur Zeit
der Eroberung durch die Spanier ein
Voll von 2,000,000 Seelen ausge
macht haben: heute zählen die Maha
indianer kaum 500,000 Kopfe, von
denen etwa die Hälfte noch die alte
Mahasprache redet. Jrn Norden sind
die Manne ziemlich mit Sponiern ver- i
Uisehu im Inneren slsutatans, iinl
Osten nnd Süden hat sich die Rasse l
reiner erhalten. (
Ihre durch die Spanier vernichtete
Kultur hatte auch aus anderen Gebie- I
me als demjenigen der Bonlunst be
Ierkensnerths Fortschritte gemacht.
l
l
(
Tempels-five in Eliicheiii Ihm
Die Marias verstanden es, Papier aus
Pflanzeniriier zu bereiten nnd darauf
Fondscheiften mit Bildern herzustellen,
s e in verschiedenen Bibliollielen er
halten lind und die Bewunderung der
Gelehrten erregen, ivieivolil sie norli
Iicht entzifer lind. Ilir Kalender
i m, das auf einer vortrefflichen
onelogie beruhte, war einzig in
seiner Arl. Ihre Sprache war hoch ent
Iickell, ihre von intelligenten und
Mlitzen Priestern getrageiie Religion
Ins-rüstet als die der Vielen, denn
Wswenovfer waren bei den Mang
Mk seltener als bei jenen.
Diese sinb alte rneisrernait niit Stein
roerkzengcn Fuge-bauen nnd polirt. Die
Mauern find dnrrtiirlznittlrcn einen
Meter itarl; di. Farsaden werden
wenig durch Voripriinge unterbrochen
und nur durch ibr Ornarneut nor Mono
tonic bewahrt. Ein durchlaufendett
Mittelband theilt sie in eine untere
unb obere Zone. Die untere besteht
meist aus glatten Steinen rviibreud die
obere reichen Zluloturensrbrnttck, Sau
len u. s. ro. trägt. Die Ecken sind inr
Winkel oberrnnb, Fenster schlen. Kein
Gebäude bat merkt alo ein Erdgeschoß
mit einem Stock darüber, doch erschei
nen sie durch die Dort-bauten darüber
oft ziemlich hoch. Die Zimmer sind
geräumig; ihre Wölbungen nähern sirb
beut Spitzbogem Abgesehen von ben »
zahlreichen chfnungen, in welchen!
einst die Ballenlönse saßen, bietet ibt «
Jnnercs wenig von Briang. Die ttei
Eiche Tasfnde sn tin-rai
nernen Tretet-er innerhalb de: Bauten
find gnt aber frei-.
Als Stuteinrinnnuck dienen Gitter
tvert, kleine Lauten, Masken und
Thierniotive. speziell Schlampampr
Einer dekoratinen Eigenart, die ganz
vereinzelt daireiit, begegnen wir in
Uxmal. Ein dortiger Bau bat an der
Hauptiassade neun «Zpiagiebel. die sich
über einer langen Reine von tbiirs
artigen Oeffnnngen, im Ganzen Im,
erheben. Die Giebel selbst, die trennen
artig abgestuft find, waren vier Meter
hoch und waren von ie 30 fensterartigen
Oeffnungen durchbrechen Die einst
mit reichem Stulntnrwerk geschniiickte
Barderieite des Gebäudes ist eingestürzt
nnd nian sieht in die offenen Raume
der Gemächer hinein.
Zum Verräther wurden Att
sichtspoftkarteii nahe Minister,
Westfateu. Dei :-;Iiiit;kige Häadler
Negetistreif auo Galizien hatte in
einem Neinumnt zu Münster nächt
licher Weilt-. eine verichlossene Kasjette
gestohlen. Er mochte Wekttiiqchen
darin vernimmt haben, fand over nur
Anfichtspofttactcn darin-, durch die dann
im Nachhacorte Hunde-If set Diebstahl
entdeckt wurde. Die dem Langfiager
zudittikte Strafe von drei Jahren
; Ruck-theat- fiel io hoch aus, weil det
izlugethgte bereits acht Jahre wegen
anderer Delikte im Zuchttzauic gesessen
l hatte.
-.-.-»-—....-—-.....—«
Die liinstlirlte Herstellung
von Perlen irlteint in den Ver
Statrlett eitte regelrerltte Industrie wer
den zu wollen« Matt hemmt die Stift
waiiermnittel zn dein Zwecke-. Die io
hergestelltett Perlen besitzen munter
ziell jedotlt wenig Wall-, obgleich sie
ein mächtiges Atti-selten trat-ein Der
Prozeß ist alt. Matt bringt ein Glos
Iiigeltltem ein Stint Wachs over eine
tmvere Substant zwischen die Muschel
ichelett. Innerhalb fecht- hig zwölf
Minuten bedecken iie iirlt mit der Perl
mutter, ttttd es hat lich eine Perle ge
bildet.
-
Stettin- :1..-.......««...««u.mm.
Us- plsstifcs cymsnlifimsg In neu-ehs
hettmeuden sinds.
Die günstigen Erfahrungen, die man
mit den Fremder in Hamvukg nnd
Kopenhngcn sowie unt dem Freihemt
in Brenten zu verzeichnen nam, inm
ten maßgebende skkkiie feiner Zeit xu
dem Entschluß, auch in Stettin. deier
Handeleaufichivung in den letzten Jahr
zehnten eine Erweiterung der dortigen
Der Moiiiintentalbrnniien in Stettin
Haseniinliigen tin und fiir sich heischte,
einen Freibesirl zu schaffen. Die nier
fiir erforderlichen Arbeiten wurden ini
Februar 1894 in Angiiff genommen
nnd im Laufe dieses Sommers so weit
vollendet, daß neulich die Eröffnnng
des Freiliafens stattfinden konnte.
Uns diesem Anlaß fand onniin Stet
tin die Entlnilliinq dee mächtigen Mo
nninentiilliiiiniiene statt, den unser
Bild zeigt. Die Verwaltung dee preu
ßischen Kunslfvndd hatte vor einigen
stillten eine Siiiiinie von 75«0iin Matt
zur Förderung der Kunst iii Poinniein
bewilligt, winan die Etettiiiei Stadt
verivaltnng einen Wettbewerb ane
schiieli« in deni Professor Ludiiiig Man
zel den ersten Preis emin·q. Nach sei
nein Eiitiviits innide dei- Montiniental
biiinnen anegefiiliit.
Der Moiinnientalbrniinen zeigt eine
lselsre Fianeiigestalt, ein Symbol der
titeerebelierrsrliendcn Stadt. Sie stelit
fest und sicher ciiif dein Teck dee Schif
fes. Auf der litilen Selinlter trägt iie
das Segel, und ilike Reime ftiint sie
qui den Anker; tn iltren Füßen iiliet
dein Greifenschnabel des Schiffes ist
eine lriistige Miiniiergestalt sichtbar,
die den Handel darstellt. Eine zireite
Männergeftalt sielii nufdeni Felsen zui
Linien dee Schiffes nnd scheinl dasselbe
qn einein Ringe kräftig vorwärts zii
ziehen. Die Wellen des Meeics leer
den durch zwei liebliche Hiiren versinkt
bitt-licht
Ludwig Mensch der Schöpfer des
Brunnens, tnnide iiii Zalxre lsith zu
Inllnnl gebeten.
Pariser tsülr.
Fee-ed ans de- ckereis der Its-.
Tae lleidiaine Modell Ule ini
neuesten Pariser Geschrei-it bildet mit
seiner vorn aufgenommenen ttceinoe
einen aus;erst graziosen Schmuck itir
jugendliche, lioetiiriiirte Dainentoose.
Zn seiner Anfertigung bediene ntan
sich eineo leichten Dialitgestelles, wel
ches in die angegebene Form zu bringen
ist. Hieran iibekiielie tnan letztere
gänzlich mit schwarzer Zeidenga,;e,
welche tnit liortensiettiaibenen Ebe
nillesZettluusen bedeckt ist und in
schmale Piifftben abgeniilit wird. slus
der rechten Seite lelint sich an die
Uremve ein Schleifen-Arrangement
and schwarzem Satmttetband; dieses
bildet zugleich stir einen aufsteigenden
Tuff aus roia Horteniiem der von der
Tagesntode bevorzugtesten Blinne,einen
soliden Halt nnd steltt in esiestvotlein
Kontrast mit der zarten Tonung der
Blumen.
.Canotier« beißt die Fortndes ans
bellgrauent tnattein feile bestehenden
s runden Huld in der Mitte, der mit
W——-—-— , -
! grauen von weißen Wellenlhnen darni
zogener Seidenaaze trinkt geuuiit dra
pirt ist. Aus einein Rosettetiarranaes
ment von dunkelgeauer einiarbigee
Gase, in der vorderen Mitte vlacirt,
erbeben siai zwei weiße glänzende
MttoensliigeL
Konnt lann ein aninntliigeres und
leichterett Hüteben zusammengestellt
werden« als das rechts aus unlecetn
Bilde veranschaulichte zierliche Modell
J)
kliiodenre Tarni-Hinab
in Toauefonn, welches mit dunkel
penfee Seidengaze leicht ist-erzogen und
völlig mit abschettiktem iila Stief
miittetxhen bedeckt ist. Letztere find
amä der Mitte zu hochaufgettiiikmt, io
daß die Rückseite des Hiitchetts nur als
ein einziger hoher Bluuientuif et
icheitm von welchem ein voller weißer
Raindieskeiher effeitvoll vernimmt
Die Hoffnung mit Licht
see stattsam-e positiven-s rast eiser- ba
test-Indust- Iseitt iii see Dens-0-IIOI0.
Tie öfsentlichen Verhandlungen des
Pariser Kassationeshoiee in dein Dien
fußsFall hat-en in der französischen
Hauptstadt viel weniger Unruhe hervor
gerufen, als nian, nach friilteren Erfah
rungen in dieser Angelegenheit, erwar
ten durf0e. Die llehetzeugung. daß liei
dem Preis-? von Istit zunt Mindesten
schwere Founsehler begangen wurden,
die wenigstens eine formelle Korrektur
erheischen, scheint in immer weiteren
Kreisen Wurzel zu schlagen, und die
Art und Weiie, wie sich nicht nur der
Untersuchungdrichter und Referent
Bord, sondern auch der lsleneralstaatds
anwalt Manan zu Gunsten einer Ne
vision aussprachem zwingt die össents
liche Meinung, ttiit Moglichleiten su
rechnen, die sie hieher von der Hand
wied.
Denn wenn auch der Kassationehos
dem Antrage des lsleneralstaateanwalte,
« sich siir die Revision des Protessee und
die sofortige provisorische Freilasiiing
vatt Drenfue zu entscheiden, nicht direkt
Folge leistete, sondern die Einleitung
eines Ergiiiiziingsvetsahrene beschloß,
so ist die-«- leinesnsege ein utigisnstigee
Zeichen; hat doch der Gerichte-has
gleichzeitig die Zulnsfigleit dee tilei
disiotieantragee anerkannt· Das Vor
»getien dcd «'ilassatiotietioii·« bedeutet
vielmehr, daiz er den Prall sit seiiiein
ungetiiigendett Altetiniaterial nicht nue ?
der Hand gehen iviil, weil die Befürch
tung nahe liegt, baß sich dann der tieiie
. Prozeß sit eiiieni gleichen isaulelstiick
gestalte wie der erste. Der Kaisationes
hos will selbst das Dunlel lichten, tini
allen Einzelheiten auf den wahren
Grund zu kommen: dao lieis;t, er will
sich Klarheit iiizer die beriittiiiziten Ne
heinsdolttntente verstliaiieti, auf list-nnd
deren Treus-nd verurtheilt wurde, und
die ttian wohl seinen Illichtet«ii, nbet ,
weder ihm selbst noch seinciti Verthei
»
diger zeigte. Der ilasintionehos hat j
das Recht, Einblick in diese Tolunieiitc
zu nehmen. und- tiarh dein, its-te tilser
den ganzen »Zum-erholt cssfixtsxsii und
inofsiziell außerhalb siruiilreiriks br
lantit geworden ist, stets-i ihni eine des —
’,
Genttnlftnafranmokt Mailan
tkiionctik Akt-cis verwi; dum, si- sich
nun die Schuldlosiqleit des Gesange
nen aus der Tenseloinsel ergibt oder
nicht-eine Mitschuld des Drehins ist
schließlich vorn juristischen Standpunkt
nicht ausgeschlossen, so lange oao thie
gentheil nicht bewiesen ist-jedenfalls
wird diese Untersuchung haarstriinbende
Zustande in der iranzosischen Heeres
leitung an's Licht stinken. llnterliegt
es dotli lnnni niehr einein Zweifel, daß
der heriichtigte Pseudograi. Major
Walsin Esterhazh, welchen inan als
Spion ini französischen Kriegsniinistes
riutn verwandte, die Franzosen selbst
verkaufte. Dies stillt aber sehn-er aus
die Leitung del- französischen Spionagei
diensteo nnd soeziell aus den Chef des
Generalstaho zuriick, und weiterhin auch
aus den betreffenden Rriegtnninister,
der siir solche Zustande letne andere
Nemedur wußte, als ein ungesehliches
’ Vorgehen bei einer kriegt-gerichtlichen
Verhandlung; von der Kett-.- oon Un
wahrheiten ganz zu schweigen, in
welche, .um das Prestige der Armee
zu retten,« eine Reihe von Leuten
höherer und niederer Stellung ver
wickelt wurden, ans deren Namen bio
her kein Makel gelastet hatte.
; Die Küche der-neuen Osenek
is tin i g e b u r g. Diese Kirche schreitet
I immer tnetns inker Vollendung zu nnd
! ist eine Zehenswiirdigteit an sich selbst.
i Der Sparnetd, an dem die Hosdtners
! zubereitet werden sollen, ist acht Meter
Z lang; man kann uns demselben ans ein
mal fiir Lotto Personen totben. Der
Kost-beid, auf dein die siir den Kaiser
bestimmten Speisen zubereitet werden«
ist 32 Meter lang, ganz ans Deltai
nietall verfertint und mit entnittirten
Porzellanoerziernngen bedeckt. Auch
werden eigene Stint-herbe stir die Zube
reitnng der fiir die Mittel-zeige bestimm
tierde, die siiinintlich auf Gnetieiznng
eingerichtet und mit Wasserteitung ver
sehen sind, revriisentiren einen Ge
sqninitwerth von 100,000 Guts-ein die
! Fabrikanten derselben sind lauter Un
k garn.
ten Dinerö eingerichtet. Die Spar- «
« . —
Wegen Radiahrens entlei
- sen wurde nnlångst ein Berliner
Dienstmädchen von feiner Herrschaft
- Les-lese schrieb der Küchenfee einen
diesbezüglichen Bei-merk in das Dienst
buch, ans die Beschwerde des Mäd
chens mußte dieies Zeugnis jedoch aus
dein Buche wieder entfernt werden, do
es »nnzuläiiig« sei
Cxusstoskumkyea
Druckfehler-.
Tie Sänqeiin tqu noch eine Anzahl
Lieder vor, eins hetietek wie das andere.
Hilf-hu kit.
B e t t l e r: »Am mein Heu-, helfen
Sie mir doch, ich unt-e sechs kleine Kin
der.«——:»1 r st: »Nimm Sie ’nml shke
Zunge. «
In der gmrrch stund-«
Beinchen »Mein Name ist LelIs
mann!« — Sanitiitarthx »Ihr
Gesicht lonmit mir bekannt vor-wenn
ich nicht irre, habe ich Jliten Herrn
Bruder nor Jahresfrist fezittl«
Zier Bleibet-feind
Da me: »Lli IoolIl in nnieren Ta
gen noelI Jemand arti-Liebe wahnsinnig
wird ?'·——.ID e ri. ..L’ aeiriß, wertoiirde
saan IvolIl nett-murm
Zus der YIIlIriilItioiIsstnndr.
llIIteI-ofii-Itcr: »Ja Inic viel
Theile zeiiallt das lsleioelir?«-—9ie
krIII: »Das icnInIt gnu, darauf an,
wie Inan es lIiniclnneIIIII
LutIlailIIkg tlerilTem
Va va ldeInI Illiciideiietm Der
SchIneiIeIlojI lIat l:-:nIc aber große
rocher!« — III unten I«weinerlich,:
»Ich bin a aber geIrIII nicht getneseII!"
z D:-i1l1il"elt.
»Ist ed denn wallt-. daß die Braut
nnferecl Freundes Mnller in rieIIII
große Fuße lIat·.-·-—«:Dla, lolaiial, lage
iclI Tir! Wo die lItIIIIIII, IIt ein Ban
playk
Yniibrrich
K oIn in i a IIIIII mit einein Kollegen
zaiilendlc »Was glauben Sie denn
eigentlicln was Zie nier vorstellen?
Sie find daIIellIe Ioad ich bin-»Sie
Esel!«
Immer im geruf
Geichichtavraiesfor Ider itn
Hotel das IniI deInMerlzeiwen. X·
lll.« verjalIene Handtnch betrachtet-:
»Ja Inie lam denn xllapaleon ch
Tritte da lieu-«
Hm Eile-r.
Freundin: »Deinen Bräutigam
have iIlI in«a Leinnano hineingelien
IeIIen. Tae laIIc itli inir nielIt ana
reden!«—.tiieloIII-n life-staats Iollte
der überhaupt noch III versetzen lIalteII!'«
In einem sächsischen Postwa
chit.
.Etlanben Zie gietiait, wie is Ihr
wertner 9lanic«.-«—.Wekner.«—««)lee
aber Ia mai-, da licciten Se doch beinah«
wie int; iIlI neeixe Ze namliIII Schlamm
plans
Karte- Gemütli.
Junge Fran: «Sag’, Männ
chen, ich lIabe schon oft til-er die Frage
nachgedaeln, wie es Innre. wenn Eins
von nnd durch den Tod hinweggerafft
wiirde.«——l.5r: .llnI Gottes willen.
nnt niaIt im! Denn elIe Da Wittwe
werden IallIt. will Itn viel lieber Witt
wec werden«
« Gut-l Vrclfirh
Ol.: .Warntn liaI Dich denn neulich
der Hund Deiner Frau Ia angebaut-«
—B.: «Weil itlI
den HaueiIIItIIUII IIetIIanI Ioollte!«
Lein Gtürksltind
.Tck PedIIIIcieI nat in seinem Leben
wohl gar thue Erfolge zu verzeiriIIIeIII-«
—-—«Ter ist IIIIIIt einmal mit Erfolg ge
i impr IooI-deII·«
giik trennt ilm.
»Du dnkfit keinen Wein trinken,
Paul-der Tohoc lIaW verboIeII!«-—
.Es"n Gläschen nur, VeteIIek«-—«Jch
darf es nicht Iugebca !« — »Gut-I
Schluck nnI IIIIO der Flasche!«—-·Erft
recht nicht-eher noch ein Gtäschenp
Irr sitss·.« Fondsoosuso
»Mensch darf ich von Deinem Bier
trink-TM —- .Jawobl, Häuschen —
Nun, wie sagt man denn?«—.Pkost!«
gravis-. Fritz-Hirn!
Lehren »Da ifl das Skelell von
einem Sungelliiey und zwar, Fris,
von was fiik eineni?"—-—zriq: »Von
einem tkepirlen l«
Vor Yanptgriuid.
Aber wag hoben Sie denn, daß Sie
so auf s Rat-ein ichiiiibfen?«— »Was
ich lsnb ? Kein Geld hab' ich, baß ich
ielbsl radeln lnnn « i
Ruf-glückte (6alaitterit.
VI pfeif«-: »O. ich habe vielfach
beobachten daß häßliche Leute oft seht
geistreich sinds-die Anwesenden ietbe
vekfiiindlich ausgenommen l«
Erwidert-are xogilt.
»Wenn In Dein Cxamcn beflehsl,
Karl, be abl ich alle Deine Schul
den!··-—- »Ja soll ichalio lieberOnkel,
fiic meine nilkinbiner il minnt-«
Unitkidcnomcrtlk
Erster Treiben »Du, den Hu
ber haben beut· drei Ingri- Manf
g’5rboiien!««—;-;wcitek Treiben
»Ja 1a,dcr deinem S eben, sich überall
ein Usmlncichelnk««
UT
I ankrwüsilikli.
; .Tu tanan ci- mik ruhig glauben,
lieber Onkel. ich beginne ietzt ein neues
Leben!"--.Eo. no das ist ja dann,
meiner Betcckmmg unm, ungefähr das
achte neue Leben, das Du nun be
ginns1!« -
ancgrriflirli.
Bekannte-: »Sieh, dort geht
der reiche sämisc, der lmt soeben 50,
000 Matt auf der Bank erhoben.«-——
Studiofiw: »Und mit dem Geld
in der Tom-c kann der Mensch am
Löwenhrüu vorbeigehean
i
?
I
I
.·
F
s
l
I Die verbannte Rettung-leiten
I
Michel und Sevi- ·"die sichisiqls
letieiiillclcn sure Hoithcater gelöst
haben-: »Zalm! Wenn mer nur da
schon Moden iunr’ii!«
Zimmer Urah.
C h i tu eq: »Ich muß allerdings
voiuxissehiilem Hm Koniinisiionsmlh.
Sie weiden nach der Operation schwer
lich noch zii Fuß gehen können-—
slominisiioiiczrnth: »Oui«-h sa
auch nicht nöthig!«
Gemütlile
Gendarnierieivachinieisiee
lqn dqo Ren-leer einer alten Dame klop
send, die non einein bei ihr versuchten
Roubonioll Anseigc gemacht hats:
»Dann Sie. haben Eise denn schon
kaut-gekriegt. weksch gewesen is«.««
Gkiiirsnrgcmoart
Aus dein Operationelzimnier erillnl
ein entsesiichee Jul« Zahne-est
(ven Lapi durch die Thiie zum Wam
zinnner siedend» »Formen Sie sieh
nicht, meine Oenschasteih ich hqb’ mir
eineni Patienten einen Witz erzählt l'·
Gute-r Yatlh
. Fieundr »Aha hauptsächlich ans
jungen Tannen besteht Deine Innr
schqst·.·««—;kniiger Photograph
.Zawohl; was muß ich wohl thun,
um inik dieselbe bei der großen Kentuc
tens zuekhnlicii?«—zeeund: 0Lediq
bleiben.«
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Unsre-neunoflsiüllpkm
llnreroiiizierr E,chade daß
SIe ninn Mach geworden; aus Ihnen
wäre der IIkößle VII-set dieses Jahr
hunderts geworden
. .
F e l d w c bei (in einem beIchIänklen
NelrnIeIII: Hin-nlem ich glaube, Sie
würden nIIrlI Inn ein«-II lalten Brei
herunIgelIen l«
LIilIIIril Urliolfcm
Faktor un das «Ikednllisnbzimmek
fliirzend1:,..IthI « ?,ollor der Mörder
KnnIriII liI even begnadigr worden
ieine llnichnld lIaI InlI lIcrqnsgeItellt
Was sollen wu nun Inan? Der ganze
Bericht nvcr die Hinrrinnng ilelIt ichlm
inI Sau IniI dem Bilde des Veknklllello
Ien!« —- Redakteur (IIatlI lnrzem
BeiinnenI: »Hm-danken Sie am
Kopf des Armenl- Jknntrig unschuldi
nnd begnadig« Nachstehend qnsflihes
licher Bericht liber das, nnd ilIIn erspm
sedllebenlfl.« · !
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