Grand Island Anzeiger. (Grand Island, Nebraska) 1889-1893, May 27, 1892, Image 7

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    —
Its Zwei-sinds inne Lade-.
Nach dem Iranzösisexen
Der wenig tragische Ausgang einiger
Zweitäinpse der jüngsten Zeit hatte nach
dein Mittagsmahle ein Sprübfeuer von
Wiheleien über die Circnskämpfe veran
laßt. Man sagte, der Zweikampf von
heute wäre ein lächerliches Spiel; vie
Gegner leite lediglich der Wunsch, für
ihre Personen Neklanie zu machen. Aber
auch-selbst die Retlame würde sehr bald
wirkungslos sein, weil das Publilunt
über kurz oder lang beginnen müßte, den
Protokollen über die Kämpfe eben so
wenig Aufmerksamkeit zu schenken, ach
den Zetteln, welche liartniickige Judit
- ·slrielle oder Gastwirthe in den Straßen
vertheilen lasset-.
Unter diesen Spöttem von denen
nicht ein Einziger gezogen hätte, sich ver
geringsten Ursache wegen ans das Ter
rain zn begeben, schwieg nur ein Ein
ziger.
»Du bist nicht unserer Ansicht «.«« fragte
ihn Jemand·
»Ich meine, wenn der Zweikampf ein
Spielist, so wäre es unklng, ees zu
svielen.«
Seine Stimme klang so ernst, daß die
Wiseleien mit einem Male wie abge
brochen waren.
»Du kennst einen besonderen Fall?
Erzähle!»
»Ich lebte vor sünszben Jahren mit
mehrten Freunden im Quartier Latin;
einer derselben, Albert V« ,war mir
besonders wertb Er hatte gerade einen
Roman veröffentlicht, von welchem Nie
mand sprach und unter diesem Schweigen
litt er natürlich entseplich Sein Kame
rad war Louie T. . . »der beständig von
einein Redakteurposten träumte. Allein
seinem unbekannten Namen verschlossen
sich alle Thüren·
»Eines Abends saßen wir drei in mei
nem bescheidenen Zimmer beisammen
Meine Mittel erlaubten es mir gerade,
dasselbe beiden zu lassen, welches Glück
den andern Beiden nicht vergönnt war.
Beide starrten düster vor sich hin. Louis
war gerade zum fünften Male bei dein
Leiter eines, ich weiß nicht mehr welchen
Blattes gewesen und gar nicht mal vor
gelassen worden. Albert war von sei
nem Berleger sehr von oben herab be
handelt worden, yenn dieser hatte seit
acht Tagen kein einziges Exemplar von
dem Roman verlansl.
»Und dem dümnisten Kerl gelingt es
durch eine ganz gewöhnliche Nellame,
durch irgend einen StandaL eine Ver
läumdung, ein Duell, was weiß ich, durch
»was noch, Aufsehen nnd sein Glück zu
machen!« wars ich ein, unt dic- Freunde
zu trösten. ·
,,-Vurch ein ·-Vueu:« fragte :-uoer1.
»Gewiß,« antwortete ich. »X . . hat
keine Spur von Talent, aber er ist be
riihmt, seit er VW abgestochen, nach
dem er ihn noch dazu oerlaumdet hatte.
»Ich habe eine Jdee,« rief Albert.
Und sofort schlug er Louig vor, eine
Duellkotniidie in Seene setzen zu wollen,
dessen Protokoll ich in die Zeitungen zu
bringen hatte-.
Louio tvar sofort einverstanden lZte
loosten, tver die Wunde am Oberamt
davonzutragen hatte; das Loosz fiel ans
Albert. Wir erfunden eine furchtbare
düstere Geschichte, aus deren romanhaite
Seite mein Bericht leise hindeuten sollte,
so daß selbst der Teufel Neugier darob
empfunden hatte, geschweige denn alle
Frauen.
Jch war Alberts Zeuge und nahm mir
als Genossen den Ehronisten eines seusas
tionellen Pariser Blattes. Louio bekam
einen Rittmeift-r, einen Freund seiner
Familie zur Seite, der ihm nicht einen
Linie geborgt haben würde und einen
Boiilevard-Chroniften, den er nie zuvor
gesehen hatte, und der ihm von dem Ritt
o eister vorgestellt wurde.
Wohl verstanden, ich allein wußte von
dem Geheimniß. Die anderen hatten
die von uns erdachte Geschichte ohne
Argwohn zu schöpfen vernommen, und
ohne sie zu prüfen, weiter erzählt, begliickt,
die Sekundanten spielen zu dnrien.
Damit kein Verdacht entstehen tonute,
wurde der Zweikampf, wie ein Theater
eoup, vorher eingeübt. Meine Freunde
machten mehrere Fange mit dem Florett
durch. Wir alle Drei hatten die Uhren
aus dasVersapanit gebracht, um das fiir
Wagen, Degen, Frühstück u· s.w. nothige
Geld aufzubringen
Auf der Fahrt nach dem Mendezvoue
waren die beiden Duellanten ganz be
sonders ausgeräuntt. Albert sah im
Geiste schon die ztvanzigfte Ausgabe sei
nes Roma-is und Louio zweifelte nicht
daran, binnen acht Tagen zu den geist
reichsten Federn des Voulevard gezählt
zu werden.
Wir langten in Wasinet an und blie
ben bei der Landstraße Wenige Bau
ern hatten uno bemerkt und blieben in
der Nahe, um das Gratieschausviel
u genießen- Der Rittmeister wurde
urch das Loos zum Kampfmeister er
en
erste Gang ver-lief durchaus cor
rect. Nach stins Minuten Pause.
Beim weiten wurden sie bereite war
mer. Niemand, selbst nicht der erfah
renfte Fechten hatte Argwohn schöpfen
sonnen. Aber-nati- Pausr. Beide Kam
Ffer sehn-then bereits. Ja, der Zwei
ampf ist eine esunde Uebung!
Und zum ritten Mal-. Dies-mal
alsol Kalteo Blut fes-il Sie sind bereits
ernst. Man hatte darauf schwören kon
nen, zwei sich sitt schla enoe Gegner vor
sich zu sehen. Sie w ten die Geschichte
jedenfalls so natürlich als möglich enden.
Dieser Dur-inton von Z......, der
chronifh wird ute Abend bei Toktoni
tvei elli- erzäh en, das er Zeuge eines
sann-fes aus Tod nnd Leben gewe
sen ist. Dieser Lonis zeigt ein Fette-!
Er und Ulbert aniiifiren sich zweifellos
königlich. . . . ..
Halt, gefehlt!. . . .Jch glaubte, Albert
zwate getroffen, allein er hatte parirt.
-Dek verabredete Augenblick hätte fchon
längst gekommen fein müssen. Jbte
Augen lenchteten als wollten fie fich
wtikklich abfchlachten Louis fcheintnep
vös und Albekt hätte fich bereits wieder
i holt treffen lassen müssen. Jetzt! Jiein,
»noch nicht Wieder parirt Zum Hen
ker, wollen sie denn noch nicht enden!....
.Aha!
; Ein Schrei. . . .ein dnmpfer Fall. Al
.bert hat den Degen Loiiiø’ mitten in die
Brust bekommen! Ich ftiirse hin und
Hhelfe ihn austichten Die Aerzte horch
« ten ans die Herifchläge man legt ihm ein
k Stück Spiegelglas auf den Mund:
«Nichts. . . .wir hatten ihn getödtet!.. .
! »Und Bonn-IM- fregte man den Er
zählen
»Gehirnfieber nnd zwei Tage später
.eine Leiche. Wahrhaftig, ein Zweikampf
zzutn Lachen!«
i
l Iarbiges hören nnd riechen.
Die ,,Berliner Post« schreibt: Die
Physiologie der Sinnenswertzeuge ist
neuerdings durch die Entdeckung eines
sehr merkwürdigen Phänomene berei
chert worden, das dem Laien nur schwer
degreislich sein dürfte: nämlich die Be
theiligung der Farbenwahrnehmungen
bei anderen Sinneoempsmdungem vor
snehmlich beim Hören, in zweiter Reihe
lbeitn Riechen. Ueber diese Erscheinun
en wurde bereits eine Anzahl überein
simmenderArbeiten veröffentlicht, welche
die Thatsachen selbst außer Zweifel
stellen. Wir geben hier im Auszug
ihren wesentlichen Inhalt nach den
Vorträgen zweier Pester Gelehrten wie
der, die sie im dortigen Naturwissen
schaftlichen Verein gehalten haben.
Dozent Dr. K. Lichtenberg sprach
über ,,tolorirtes Hören. « Das mit die
ssem Namen bezeichnete Phänomen be
Lstcht darin, daß nicht allein die mensch
Eliche Stimme sondern jeder tönende
«Gegenstand außer der Hörempsindung
eine konstante Furbenempfinoung bei
Zjeuen Individuen hervorbringt. Die
Faktustische Empfindung schließt mit opti
sscheu Sensationen ein Die Töne sind
bald blau, blaugelb, auch gran und
iblendeud weiß Gerausche bringen
sduntle Farben hervor, die menschliche
TSprache antwortet mit hellen Farben,
Ziionsonanten färben matt, während Vo
lale je nach ihrer Höhe glänzende Ko
loratiou austaiticht: die Niianee der
Farbe hängt mit einem Worte von der
Holze des musikalischen Toueg ab.
Vortragender hatte in ld Jahren ein
mal Gelegenheit, den Schallphotiönius
bei einem Patienten zu studiren, der
,nicht nur deshalb ein geradezu deiipiel ’
loies Unitum darstellt, weil er gefärbt
hort, sondern wesentlich auch deshalb,
iweil die iu seinem tranken Ohr eutstan
'denen Seniationen auch Formempsin
zduug hervorbrachte-n und der imstande
ist, die Formsseiner Obergeräuiche genau
jzu nmschreiben, sowie sie sich der greif
baren Tastemvfinduug offenbaren Vor
Etragender faßt hierauf die verschiedenen
kTheorien zusammen, welche die Klärung
dieses merkwürdigen Naturphanoiiie1m(
versuchen, sindet jedoch, daß die Frage
ibigher nicht genügend geprüft, studiert
kund beobachtet wurde, uud daß noch zu
wenig verläßliche Thatsachen zur Ver
ksiigung stehen, um die Gründe des far
ibigen Horcnsz wissenschaftlich erklären zu
;tonnen.
s Im Anschluß an diesen Bot-trag
Fsprach Dozent Dr. Qnodi über die mit
s Farbenenipsindungen einhergehenden
lliheruchtswahrnehitituigen. Beiden be«
treffenden Personen treten bei gngenehs
nien Geriichen rosa, lila und hellbraune
eFarben aus, und ost wird der riechende
gsiörper mit entsprechenden Farben um
sgebeu. Unsere Geruchgi und Geschmacks
sorgane ergänzen sich gegenseitig; ist
snnser Geruchgorgan geschwiicht oder
jsehlt es, so sallt auch unser Geschmack
.-weg. Auch beim Geschmack sind Far i
ibenvorstellungen beobachtet worden; eszs
zwird der saliige, süße Geschmack vons
; hellen Farben, der bittere Geschmack vouj
sbrauneu und schwarzen Farben begleitet.’
Eis-J ist gelungen, mit rothem und grünem
i Lichte den Geschmack de Eiisseu zu stei
gern. mit Gelb und Blau ihn zu ver
mindern.
WTiJsschm helfen.
In komischer Weise ist die neue Zei
tung »Noch) Monntain Cuelone« in ih
rer ersten Nummer a;.sgetreten. Nach »
stehende-z ist eine deutsche Nachahmung
der englischen Orthographie, wozu sie
nach ihrer eigenen Erklärung gezwungen»
war, weil ihr der Schristgießer, der«
ihre Typen lieferte, verschiedene Buch-I
staben (die IV und MS) nicht zuschicktr.
Diese Erklärung lautet in ihrer Ueber-s
seminis: »Wir bephinden und in einer
berphluchten Lage. Der SchriphtVer
phertiger verphelte phür unser erstes
Blatt die E p h s und C a i- zu liephern.
Pbür phünph Wochen werden sie pheh
len. Dach wenn die C» die X und die
H daphtir ausreichen können, werden
wie uns nach der Deece streeren. Das
ist reine Pheeude phtir uns, sondern eine
phaule Aphaire.« » »- »— s
Enttäuschiing. Dame ( u ei-?
nein Verehrer): »Das-en Sie qu nichtj
getaucht, ehe Sie zu mir kamen ?«——I
»Gewiß nicht!«———»Und keinen Liaueurl
getrunka« »Auch das nicht!« Wj
»Und Ihr Schnurrbärtchen haben Sie
so hübsch mit Rosenöl parsiimirt?«-——
»Nun Ihnen zu Gefallen meine Thea
erste!«--»Nun, dann dürsen Sie hier
seht meinem Schooshlindehen einen Kuß
,qebent« l
—
Im Banne
der Leidenschaft
Novelle von Ef« ohd e
Er hsmtnte feine Schritte und blieb in
der geöffneten Balkonthüre stehen. Ein
köstlicher Sternenhimmel leuchtete ihm
entgegen, fo klar, so heiter und frieden
vvll, daß es sich auch ihm wie ein stiller
Friede in die Brust senkte. Was Marie
auch fortgetrieben haben mochte —- er
durfte nicht as ihr zweifeln, und wie es
auch kommen mochte, sie war rein und
treu, und es mußte sich Alles aufilären,
sobald er ihr erst Ang« in Auge sah.
Doch wann wiirde das geschehen ? Wie
lange mußte er noch von ihr, von seinem
Glücke getrennt bleiben, jetzt, da sieihm
wider alles Ermatten in so weite Ferne
gerückt war? Und wie eine schwere Last
fiihlte er jetzt die Verpflichtung, die ihm
die letzte Eröffnung Mr. Machtan
auf die Schultern gelegt hatte, ihm
abermals die Freiheit seiner Entschließ
ungen iiir kurze Zeit wenigstens nehmend.
Doch so rasch wie möglich zum Minde
sten wollte er die Angelegenheit ztt ord
nen suchen und sofort mit Blanche selbst
ein offenes Wort sprechen, das ihr zu
gleich jeden Gedanken uttd vielleicht auch
jeden Wunsch einer näheren Verbindung
mit ihm nehmen sollte
Blanche erwartete bereits in ihrem
kleinen Salon den Onkel attt Tbeetisch
Sie fah ein wenig erregter aus als sonst
und warf dem Eintretenden einen fast
ingstlich fragenden Blick entgegen.
»Es ist mir lieb, Manche, daß Sie
mir Veranlassung geben, heute noch un
ter vier Augen mit Jhnen zu sprechen,«
begann Stratford· »Sie find damit
meinem eigenen Wunsche entgegen ge
kommen.«
Manche senlte ein wenig befangen den
Blick, sie glaubte ein Verhör wegen Ma
riens Fortgehen zu bestehen zu haben,
das ihr peinlich war, wenn sie sich auch
darauf vorbereitet hatte. Dennoch zwang
sie sich zu lächeln, und Stratford mit
einem ihrer strahlenden Blicke umfan
gend, erwiderte sie: »Wenn ich nun die
sen Wunsch errathen und deshalb auf das
Jnnehalten unserer Theestunde gedrun
gen hätte?«
Sie reichte dabei dem Onkel eine Tasse
Thee hin, während ihr Blick mit einer
gewissen Spannung auf ihm ruhte.
»Jhre Liebenswiirdigkeit fiir mich,
Manche, ist wirklich so groß, daß ich
mich innerlich beschämt fühle, um so mehr
alg ich unser Gespräch mit einem Vor
wurf beginnen möchte·«
»Ah, allerdings-, den glaube ich nicht
verdient in haben.«
Trotz ihrer gut gespielten Unbefan
genheit vermochte sie doch nicht, ihm
fest in’s Auge zu sehen, sondern senkte
die Liber. Ein Lächeln schwebte auf
seinen Lippen, als er scheinbar völlig
harnilog erwiderte: »Warum verbargen
Sie mir Ihren geheimen stummen
Jhre Sorgen ?«
Jetzt fuhr sie erbleichend zusammen
Ee war ihr, als- hätten alle ihre Hoff
nungen mit einem Male einen Todesstofz
empfangen. Wie würde er, der miß
trauische Mann, jetzt noch an die Aufrich
tigieit ihrer Neigung glauben, wenn er
die ganze verzweifelte Lage ihrer Fa
milie kannte ?
»Wie, Sie wissen, Onkel ReginaldTM
stantmelte sie.
Er schien ihre Fassnitgslosigkeit nicht
zu bemerken, sondern fuhr in demselben
Tone ernsten Wohlwollens fort: »Ich
der nächste Verwandte Ihrer Familie-,
muß vor Anderen zuerst erfahren, wie
zweifelhaft es ntit dein Reichthunt Ihrer
Hauses steht.«
Sie lachte bitter ans.
»Zweifelhast, Onkel Reginald? Wir
stehen am Rande desJ Ruiiteg!«
»Der jedoch verhindert werden kann,
verhindert werden soll, sofern niir gisstat
tet wird, meine Rechte als Verwandter
qeltend zu machen«
Wie neue-Hoffnung stieg es in ihr auf.
Hatte sie aber gehofft, er würde die Hand
augstreckem tniirde sie an sieh ziehen, sie
an sein Verz nehmen nnd heimlich ihr
die Antwort in’g Ohr sliistern: »Das
heiszt, Du sollst mir das Recht gehen,
Manche-, als Dein Watte der berechtigte
lHelfer siir Dich, fiir die Deinen zu wer
den T-« -- Nichts davon geschah. Mit
einer kiihlen Genicssenheit, die seltsam
gegen des Mädchen-Z heftige Erregnng
abstach, fuhr Stratsord fort: »Das
heißt, meine liebe Manche, ich werde mit
Ihrer Erlaubniß und in der Erwartung,
daß Sie mir die nachträgliche Zustim
ntnng Ihrer Mutter nnd Jhres Bru
ders verschaffen, mit Mr. Blackburt),
dem ich die Nachricht ilber den Stand
der Verhältnisse verdanke, sofort die
nöthigen Schritte berathen, Um dem ge
fürchteten Fall Jhres Hauses vorzubeu
gen. Sie wissen, Mr. Blattburh steht
in naher Verbindung mit Jhrent Hause,
und es ist sein Interesse so gut wie inei
ttes, dasselbe zu halten«
Blanche war in ihren Stuhl zurück
gesunlen, der vorherigenNitthe war eine
tiefe Blässe gefolgt’, all’ ihr Blut ström
te zum Herzen, dessen heftiges Klopfen
ihr fast die Sprache nahm. Das ihr —
ihr? der geseierten Schönheit, welche
die jüngsten und reichsten Männer New
Yorte zu ihren Füßen gesehen, vergeh
lich unt ihre Gunst sich bemiihend? Sie
war verschmäht, und gerade von ihm,
auf den sie ihre Hoffnungen gesetzt. Mit
klaren Worten war es ihr gesagt wor
den: Jch weiß, daß Du meine Hilfe be
zahlst, ich weiß, daß Du den Preis siir
dieselbe mit Deiner Person zahlen tvoll
teft, ich ziehe es aber vor, diefe hilfe als
Berwandter der Familie zu gewähren,
Deine Person begehre ich nicht. Wenn
Marie in ihrem sanften Gemüthe ein
—
Gelüste nach Rache gegen die, welche ihr
Jo wehe gethan, zu tragen vermocht hätte,
Iest wenn sie Zeugin dieser Scene ge
iwesen wäre, könnte sie befriedigt sein.
Doch das bittere Gefühl verletzten Stol
zes gab Blanche auch die Kraft, äußer
lich wenigstens ihre Fassung wieder zu
igewinnen Ja, sie vermochte es über
isich, Stratford die Hand zu reichen und
ihm einige Worte des Dankes für das
iihrer Familie entgegengebrachte Wohl
wollen zu sagen.
Stratford hatte sie nicht ohne Theil
snahme beobachtet. Freundlich drückte er
die ihm dargerechte Rechte und sprach
gutgemeinte Worte des Trostes zu der,
wie er vermuthen durfte, durch den Ver
mögensniedergang ihres Hauses tief be
drückten, in ihremStolze hart betroffenen
Nichte-.
Sie nahm Alles scheinbar dankbar hin,
doch athniete sie auf, als Stratford end
lich das Zimmer verließ. Mit seinem
Fortgehen fiel auch die Maske der
aufgezwungenen Fassung ab. Todes
matt faul sie in ihren Sessel zurück.
Jhr lange verfolgter Plan war endgiltig
gescheitert.
Ein herbstlich kühler Morgenwind
wehte über die Stoppelfelder und schüt
telte die Aeste der hochstämmigen Linden,
die sich über der von Schloß Verkow nach
dem Dorfe führenden Straße wölbten.
Auf derselben kam ein Reiter in sausen
der Eile dahergesprengt. Einige am
Brunnen auf dem Dorfplatze waschende
Weiber riefen ihn an.
»Wohin, Wilhelm ?«
,,Habe Eile, hole den Arzt aus der
Stadt!«
»Wer ist krank-»die Gnädige ?«
»Nein, das kleine Fräulein!«
Schon war er dem Gesichtskreife der
Fragenden entschwunden.
»Das kleine Fräulein--—doch«welches ?«
Eine der Frauen wies nach dem Fuß
pfade hin, der das Feld du chschneidend,
direkt vom Schlosse nach dem Dorfplatze
fuhrte.
»Dort kommt die Gouvernante mit
dem Fräulein Ellen l«
»So ist’s die Jüngst, der hübsche
Blondlops.«
»Der arme Herr, wenn ihn auch noch
solch’ Unglück tressen sollte!«
»Wo will denn die Gouvernante mit
dem kleinen Fräulein hin?« warf eine
Neugierige die Frage auf, als sie die
sGenannten in die Dorfstraße einbiegen
ah.
»Nun wohin sonst, als zur alten
Donner-« lautete die Antwort. »Die
wird nicht von den Schloßleuten ver
gessen, nnd wenn es ini Schlosse brennen
sollte. Aus die hält der Herr ein Strick,
wie auf die alte Eyben, weil Beide noch
im Dienste unserer alten Gnädigen ge
standen haben.«
Mittlerweite war disk Erzieherin mit
ihrem Zögling in das grünumrantte
freundliche Hang der alten Dörthe ge
treten, einer seit Jahren gelähmteu Frau.
Ellen, ein blind mit seltsam ernster und
verständiger Miene, stellte einige Büch
sen und Töpfchen aus den Tisch neben
dem Lehnstuhl der Alten, die mit unruhi
getn Blicke nach der Thüre spähte, ob
dort dag heitere Gesichtchen Theilcks nicht
wie sonst neckend hereinlngtr.
,,Thekla ist trank und hütet das Bett,«
bedeutete sie die Erzieherim Fräulein
Minna Hahn, die Tante Mariens, eine
große hagere Dame mit ebenso klugen als
energischen Zugeii.«
-..- ,-- -
; »v, mein ).:ceonng, mein suner Meu
Iling-!« jammerte da die Alte aus. »Ja,
Eja, das böse Wetter die kühlen Herbst
ttoinde, die bringen Krankheit
Ellen strich sanft mit ihrer kleinen
kweißen Hand iiber die runzelige der
jrllten
; »Unsere Thetla wird ja nicht gleich
sterben, Mutter Törthesp «
- »Wie Gott will, mein Kind, wie Gott
Iwilh des Herrn Wege sind wunderbar
s und ttnersorschlich.« Und leise ein Gebet
Smurmelnd saltete die Alte die Hände,
iwiihrend die Erzieherin mit Ellen die
jHiitte wieder oertiesz.
i Schweigend schritten Beide weiter;
T erst als sie den Freiplan vor dem Schlosse
erreicht hatten, wandte sich Ellen an ihre
sErzieherim »Werden wir hente auch
· Stunde halten Friitilisiti?«
i »Gewiß, Ellen! Weder Du noch ich
können etwas bei der Kranken helfen.
Ja, wir werden heute im Satan der
Mama Ztnnde hatten, da der Papa
Hwiinschh Du tnögest Thekla so lange sern
lbleiben, biet der Arzt entschieden hat, ob
ikeine ansteckende Krankheit bei ihr itn
Anzuge sei.«
»O Fräulein, ich werde heute nicht
lernen können ohne Thekla.«
»Du wirst es tönnen wenn Du es
willst, Ellen. Jtt bitte Dich, sei stand
haft um das Papcks willen!«
Die Erinnerung an den Papa wirkte
wie ein Zauberwort, Fräulein Hahn
wußte das, hingen doch beide Kinder mit
abgiittischer Liebe an dem Vater viel
leicht iu dem dunklen Etnpfinden, daß
ihnen die Mutterliebe nun zu sehr
fehle.
Mittag war schon nahe, als endlich
der Wagen des sehnsüchtig erwarteten
Arztes vor dem Schloßportale hielt. Mit
fieberherheißen Wangen wars die kleine
Thetla sich unruhig aus ihrem Lager hin
und her, während Marie und Frau
Enden beschäftigt waren, mit nassen
Tüchern den glühenden Kopf des Kindes
zu kühlen.
Mit dem Arzte, den Herr v. Ber
kow in das Krankenzimmer führte, trat
auch Frtda ein. . n ihrem dunklen
Kleide, mit den ble men abgemagerten
Zügen, die etwas peinlich Starres be
kommen hatten, glich ie einem Stein
bilde, in das des Min tlers Meißel die
Linien eines tiefen, unlösdaren Schiner-s
szes eingegraben. So stand sie vor detns
sBette des Kindes, und des Arztes
Blick, der die kleine Kranke mit sorg
samer Aufmerksamkeit untersuchte,
streifte zuweilen eigenthiinilich forschend
ihre Züge.
» Nachdem er seine Verordnungen ge
geben, zog ihn Herr v. Verkow in das!
Nebengemach und fragte noch einmalj
unter vier Augen mit sorgenvollerl
Miene, was er von des Kindes Zustand i
halte.
»Noch ist nichts Beftiiumtes darüber(
zu sagen,« erhielt er zur Antwort ,,Esi
ist ein heftiges Fieber, das noch keines
sicher zu deutendeu Syinptome zeigt.!
Mehr fast noch beunruhigt mich die
Mutter, dieser starre Schmerz hat etwas
Erfchreckendes.«
Herr v. Berlow kämpfte» das bittere
Gefühl nieder, das in ihm aufstieg. War
es doch nicht die Sorge uut das erkrankte
Kind, die Frida diese erschreckende Starr
heit gegeben, nein, so ohne Gefühl und
» Leben hatte sie mit ihm schon bei ihrer
Rückkehr das Haus betreten, so bewegte;
Yfie sich seitdem in demselben gefiihlloss
Fliebelos, so daß selbst die Kinder voll.
sScheu sich von ihr entfernt hielten.
»Sie wiser ,meine Frau ist neroös!«
entgegnete er mit gezwungener Gelassen-s
heit. i
! Der Arzt nickte. !
,,F-reilich, freilich. Indessen hatte ich
gehofft, der Aufenthalt in der Schweiz
würde die gnödige Frau mehr gestärkt
haben.« »
Herr v. Berkow antwortete nicht, Er
vermochte eine gewisse Befangenheit nicht
zu verbergen. Hatte er doch, um das
Geheimnis jener unseligen Katastrophe
zu bewahren, es bisher gescheut, den
vertrauten Arzt zu Rathe zu ziehen.
Und was hätte dieses auch helfen kön
nen? Er entließ daher den Arzt, der
noch mit der troftreichen Versicherung
schied, das Leiden des Kindes werde
nichts auf sich haben. Indessen schienen
sich seine Hoffnungen nicht bewahrhei
ten zu wollen. Das Fieber wuchs und
gegen Abend stellten sich heftige Phanta
sien ein.
Frida verließ jetzt nicht mehr das
Krankenzimmer, ja, sie fand die Kraft,
sich selbst an das Bett des Kindes zu
setzen, um die von Frau Eyben ihr ge
reichten Kaltwasserumschlcge demselben
aus die Stirne zu legen. War es in
dessen die ungewohnte Hand, war es
eine geisteigerte Einpfindlichleit der
Kranker schon bei dem ersten Umschlag
wurde sie unruhig und griff mit angstvol
ler Geberde nach den Tüchern, sie abzu
reiszen. Frida hielt, um das zu ver
hindern, die kleinen im F«-eber behenden
Hände sest, da blickte Thekla mit irrem
Auge sie an und plötzlich gellte ein furcht
barer Angstschrei durch das Zimmer.
Marie, die sich an’s Fenster zurückgew
gen, eilte voller Schreck herbei. Da
klammerte sich die Kleine zitternd an das
junge Mädchen und preßte ihr Köpfchen
an dessen Brust.
,,.Hilf mir, rette mich!« bat sie jam
mernd. »Die Eisprinzessin mill mich
tödten!«
Todesblässe bedeckte Frida’s Züge, sie
wankte.
Marie strich leise beruhigend über des
Kindes Züge.
»Sie hat vor Kurzem mit mir und
Ellen das Ander’sche Märchen von der
»Eisprinzessin« gelesen,« sliisterte sie zu
Frida. »Das beschäftigt und ängstigt
sie jetzt.«
Frida winkte, ohne zu antworten,
Marie zu, ihren Platz am Bette wieder
einzunehmen Sie selbst zog sich an’s
Fenster zurück. Dort preßte sie den
ston an die Scheiben und starrte in den
dunklen Abend hinaus. Furchtbares
ging in ihrer Seele vor. Der Schrei des
Kindes, der schreckensvolle Blick desselben
hatte sie, wie ein Blitz zugleich blendend
und vernichtend getroffen. Hatte die
Kleine denn nicht Recht mit ihrer
Furcht? Glich sie nicht in Wahrheit
jener Eisprinzessin, deren Anblick jedes
Leben erstarrt?
Jn dem Dorf, das sich vor ihren
Blicken aus«-breitete, blitzteLicht nach Licht
aus: itber dem sernen Wald trat aus
dunklem Gewölk das erste Viertel des
Mondes leuchtend hervor. Der Wind
snhr stöhnt-nd um das alte Gebäude,
wiihlte in den Bäumen und ersiillte mit
welken Blättern die Lust.
Wilder, wie draußen die welken Blät
ter iin Sturm, jagten sich die Gedanken
nnd Erinnernngen in der Seele der blei
chen Fran. Aufgeriittelt pochte das Ge
wissen an die starre Rinde duinpser Ver
zweiflung, die sich um ihr Herz gelegt,
tveckte alle guten und reinen Gefühle, die
noch verborgen vor ihr selbst darunter
schliefen. Anklagende Stimmen rann
ten ihr in’s Ohr, daß sie selbst Alles von
sich gestoßen habe: die Achtung das Gat
ten, die Liebe ihrer Kinder; Alles hatte
sie verloren, des Mutternainens sich un
tverth gemacht.
Dunkler und tieser senkte sich die
Nacht über die Erde· Im Nebenzun
iner war die alte Enden im Lehnstuhl
eingeschlummert. Marie sorgte allein
unermüdlich und still für die Kranke.
Frida trat jetzt leise an der Pflegerin
Seite.
»Legen Sie sich jetzt nieder, liebe
Marie, ich werde die Nacht bei Thekla
toachen.«
Jhre Stimme klang so anders, so viel
weicher wie seit lange. Marie schaute
verwundert aus.
»Sie, gnädige Frau, Sie wollen—--?«
»Den Platz einnehmen, den ich nie
hätte einer Andern abtreten sollen.«
Doch als Marie fort war und Frida’s
Blick sich zum Lager wandte, hätte sie
dieselbe doch wieder herbeigerusen mögen,
ein so plötzliche Angst über-fiel sic. Thei
la lag mit glühend-rothen! , die
Augen wie gebrochen, den M .
geöffnet, rasch und heftig athmend da»
Wenn das Kind stürbe, nnd sie allein,
ganz allein bei ihm wäret
Da öffnete sich leise die nach dem Kor- .
ridor führende Thüre und ihr Gemahl
trat ein. Nicht ohne Ueberraschung er
blickte er Frida allein am Lager. Doch
sprach er nichts, sondern ging nur unhltr
baren Schrittes an’s Bett und betrachtete
lange das Kind. Auf seinem Gesichte
malte sich der ganze mühsam betämpfte
Schmerz des Vaters, der in feinen Kin
dern den einzigen Schatz, das einzige
Glück seines Lebens sieht.
»Meine Thekla mein holder Liebling,«
murmelten fast unbewußt seine Lippen.
Da fühlte er seine Hand heftig erfaßt
und eine vor Erregung zitternde Stim
me sprach: »Sie wird sterben, wird uns
entrissen werden, um meiner Sünde
willen!« Mit diesen Worten sank Frida
in die Kniee und schlug die Hände vor
das Gesicht.
Er wandte sich zu ihr, ernst nnd wohl
wollend »Stehe auf, Frida! Wenn Du
gesündigt hast, so lasse diese ernste
Stunde nicht vorübergehen, ohne Dir zu
geloben, das Vegangene wieder gut
machean wollen. Gehe in Dich, Frida,
an dem Kranken-, vielleicht dem Sterbe
lager Deine-Kindes gieb Deinen starren
Eigenwillen auf, lerne Demuth und
Selbstverleugnung.«
Noch einmal neigte er sich über das
Kind, einen Kuß auf dessen Stirn zu
drücken, dann verließ er, leise wie er ge
kommen, das Gemach. — —
An anderen Morgen war der Körper
der kleinen Kranken mit rothen Flecken
bedeckt, der Arzt konstatirte ein Scharlach
fieber.
Indessen die Gefahr ging glücklich vor
über, und der Todegengel, der einmal
schon seine Fittiche über dem Schlosse
auszubreiten schien, flog, seine liebliche
Beute zurücklassend, wieder barmherzig
davon.
Frida hatte sich in die Pflege mit
Marie und Frau Eyben getheilt; ernst,
aber doch mit einer milden Ergebung,
die an ihr bisher. unbekannt gewesen, er
füllte sie ihre Pflichten, und der Lohn
blieb nicht aus; denn Thekla, jetzt vom
Fieber genesen, lächelte ihr nun freudig
entgegen, so oft sie dem Lager nahte.
Freilich, Marie blieb, als das Kind die
mager gewordenen Aermchen um den
Hals der geliebten Pflegerin schlang und
mit zärtlichen Flüstern ihren Namen
nannte, da sah Marie, wie Frida sich
abwandte und sich heimlich eine Thräne
von den Wimpern trocknete.
»Es wird anders werden, wenn
Thetla erst ganz gesund is «, sprach Ma
rie tröstend zu der müde und bleich im
Lehnstuhl Ruhenden. »Und dann —
ich gehe ja bald fort von hier-«
»O gute Marie,« entgegnete Frida,
,,glauben Sie doch nicht, ich wäre so un
sdankbar, Ihnen die Zärtlichkeit des Kin
des nicht zu gönnen! Was mir die Thräs
nen erpreßte, war «a nur das Gefühl,
selbst die Schuld d ran zu tragen, daß
es so geworden ist. Ach, opferte ich doch
selbst den Einzigen, den ich geliebt, in
blindem Egoismus hin. Drehte sich doch
mein ganzes Leben bisher nur um mein
eigenes Ich. Wie ein Recht verlangte
ich vom Schicksal das Glück und als es
nur nicht wurde, da verschloß ich trotzig
mein Herzund nahm alle Beweise der
Liebe, die mir entgegen gebracht wer
den, als schuldigen Tribut fiir das Opfer
meiner Person entgegen, ohne es für
nöthig zu halten,Fsie zu erwidern· Eine
schlechte Gattin war ich, eine pflichtver
gessene Mutter-»und mag auch Gott
mir vergeben, die Menschen werden es
Iniinnier.«
»wnaoige Frau, mein Herz sagt es
mir: Sie irren —« "
»Nein, nein, es ift unmöglich. So
lange Jahre des Undanks-, die Schmach
und Schande, die ich auf sein Leben ge
bracht —-mein Gemahl kann das nicht
vergessen.«
,,Vielleicht doch, wenn er Alles wüßte«
»Ja wenn er Alle-J toüßte!« wieder
holte sie nachdenklich »Sie haben Recht,
:Marie, er soll Alle-Z wissen, Alles, das
Jsei meine Buße, die schwerste-, die ich anf
.michnehme, vor ihm mich zu demüthi
gen«
« Herr o. Verkow warnach der Stadt
gefahren. Zu seiner Ueberraschung trat
Jihtn, ale er, heinigetehrt, die Thiire sei
nes Zimmer-z offnen-, in demselben seine
. Frau entgegen.
i »Du hier, Frida?« fragte er, und von
leötzlicher Sorge ersaszt, fügte er hastig
shinziu »Thekla hat doch nicht etwa einen
Riickfall bekommen ?«
i »Nein,« entgegnete sie Lernst »Doch
i eine andere Kranke kommt, um Dich zu
bitten, ihr Arzt zu werden«
Fortsetzung folgt.
D as »Ah e r«. Der Kurfürst Jo
hann Georg l. von Sachsen wurde im
Jahre 1617 von dem Kaiser Matthias
nnd dem Erzherzog Ferdinand ll. in
Dresden besucht. Als die hohen Gäste
des kursürstliche Zeughaus besahen,
sagte der Kaiser Mathias: »Das Zeug
haus ist vortrefflich, aber....« Der
Kurfürst merkte, daß diese abgebrochene
Rede nichts anders heißen solle als:
Zwar Waffen genug, aber nicht so viel
Geld, um eine Armee auszurüsteu.
Da hieraus der Kaiser weiter ging und
sich über die große« Menge der in der
Schatzkanimer befindlichen Silberbarren
nicht genug wundern konnte, sagte der
Kurfürst: »Allergnädigster Kaiser, hier »
liegt das »Aber«. "
Der vouDr.Canon iu Berlin
entdeckte Maserbacillus soll von ein
Tausendstel bis drei Tausendstel Zoll
groß sein. .