Die Bloomfield Germania. (Bloomfield, Nebraska) 1???-1914, January 03, 1913, Der Sonntagsgast., Image 6

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    ENIMMM WIUUIO
Die englisch-deutsche Verständi
gmtgskonswem wurde in der Guilus
hall vom Lordmayor eröffnet Der
Lordnnmot wies in einer kurzen An
spmchc auf den Zweck der Konfekem
hin und gab der ’cb««:·zegung Aus
druck, daß ein Krieg zwischen den
bei.den blntswrwiandten Völkern un
möglich sei. Sodann übe-mahnt Sir
ank Lasælle den Vorsitz, lichin
die deutschen Mitglieder, dankte dem
Lordmayor für äne Erinnme daß
die Flunfewnz in childhall tagen
hinkt-, und siix sein«- Findenan der
Bvrsnjndsigukmglimwgunm und führte
dann aud, nmn dürfe non der llosin
Mem nicht zu viel ernmrmn doch
Iöwne sie dazu Mittag-un Mißver
siimimissse zu beseitigen die die ve
soinsdcwn Ursachen des bestehend-ne
Mißtranens sexen Man müse sich
die Verschiedenheiten beider Nu ·onen
klar machen, um - kse Mißverständ
nisise aus dscm Bist zu schaffe-n
Umckschiede Ist-ständen in den Regier
ungssornum in Erzielnmgsmethoden
tmd der allgemeinen Anschaumvgss
weise beider Völker-. Aber dikse Un
terschiede seien nicht verslstbar mit
gegenseitiger Achtung und gewid
tigem Mut-n Gras Leydcn ant
wortete dem Redner namens der
deutschm Delegierten Dr. Ernst
Schuster Wißt-e Ue Mast-us im
Auftrags der WW
Alsdann sprach-n Professor M
Rath-Im nnd Fürst M Moor-m
über den Wettbewerb aus wirtschaft
lichem Gebiet-. Professor Rath-sen
verante in seinem Vortrag, das wirt
schaftliche Wachstum Deutschlands sei
die mtürliche Folge der Volksver
mehrung Die Zunahnk der deut
schen Oluöfuhr sei absolut notwendig
um»die wachsende Bot-M su
emahren England mrd Deutschland
begean sich in dein gemeinsam
Interesse drtsi die ganse Bett wirt
schaftlichen Untsmeljmmyen erschlos
en werde. DerVortrag Ctr Naturers
wegen Abwesenheit des Verfassers
vorlesen wurde-, betonte, dass England
stets eine Politik der offenen Tür
verfolgt habe. Die Rivalitöt zwi
schen den Nationen brauche nicht grö
ßer zu sein als die We zwi
schen Widuar
Der Vorstand der Gilde der Gid
schnuede gab der Konserenz zu Eh
ren ein Frühstück in Goldsmith Hall.
Nachmittags wurden die Verhand
lungen wieder ausgenommen Den
Gegenstand bildete die Presse. Vor
trage wurdn gehalten von Alfred
Spender, deinHerauögeber der »Wen
ininsier Gazette«, von Professor Dr.
MendelssohnsBartholdy (Würzburg),
VUU PMUPPS, dam Herausgeber der
»Yorksliire Post«, und von Dr. Tresz
(Han1!burg). Jn der Dighission trat
Dr. Guttniann, der Vertreter Der
«Franksurter Zeitung", unberechtigs
ten Vorwürer gegen die Presse ent
gegen.
Jn der vom Grasen Lenden eröff
neten Sihung sprach Abgeordneter
Professor Dr. Eickhofs über die Un
verlehlichleit des Privateigentums
sur See in Kriegszeiten und emle
der öffentlichen Meinung, sich für die
Ratifizietnng der Bestimmungen der
Haager Kaiifserenz von 1907 und der
Londonerellaraiion von 1909 ener
gisch einzusetzen Sir Franl Las
kelles verlao sodann einen zustimmen
den Brief von sit John Mardonald
Im weiteren Verlauf der Sitzung
brachte Bord Lkliieilmiii eine Resolu
tion fiir das Prinzip der Unverlevs
lichleit des Privateigentums ein.
Direktor Tr. Spieler sprach zugun
sten einer Revision der Bestimmun·
gen der Londaner Deklaration über
Block-ade. Nach einer Neide von wei
teren Ansprachen besiirivortete Mad
dison ein Kiniusroinisz zwischen Eng
land und Deutschland in den Fragen
des Sechentrrechts und der schwim
men-den Seeniinen Die Konfereng
nahm dann die Resolution Lord
Nimm MI.
»Will) Ermüle Ehr-Ist Mo eng
III-deutsche Be Mira-stopfe
km, die in der cui tagte war
in ism Ist ein Mit I als und
obwohl der Nu solches Im
Iunseu beides-I ist« und sie Wohnt
inmitten sum m- M M- Mem
lissn Mut-Ist oder der MI- um
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ich der Apis-Mit vorbehal
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M des-auf km ais-Mc WW
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ern-Uns t sein. Laßt uns hoff-In, daß
di es , das wichtigste für die
Z . nft Europas, von den vix-Zwar
tigen Aemtetn inmitten der Jallans
wirren nicht vollständig vqrgessen
werde. —- Aurh »Dain Nen und
»Dann Graphic« veröffentlichcn sym
pathische Artikel.
Der Tod des Maletillnss.
Aug Madrid wird untern 14.
Oktober geschrieben: Albeuo Tra
sellus war ein hoffnungsvoller Ma
letilla, d. i. Stierfechterlehrs
linn· Er war aus Sevilla gebür
tig, der Heimat der größten Tore
roI, und er selbst wollte ein großer
— Toren werden, Millionen verdienen
und vom Volke vergöttert werden.
»Um sich zu üben«, nahm er eben
Tag den Weg zum städ chen
Schlachthaus mit anderen Tonge
nichtsen seines Alters, die, zum Gau
dium der Biehtreiber u«nd Schlachten-,
mit größter Keckheit die Schlachtochs
sen neckten, bis sie von diesen in die
Lust geschleudert und mit Füßen ge
treten wurden. Wenn er dann mit
gerissener und beichmutzter Kleidung
nach Hause lam, gab es Ohrfeigen
und Stockschläge zuhaus Seine
Mutter hatte ihn hundertmal win-’
delweich geprügelt ohne irgendwel
chen Ersolg Alberto wollte sich un
ter keinen Umständen die Lehrstelle,
die sie ihm ausgesucht, aussuchen und
lebte nur süt die Stiergefechte. Dies
Dörset der Provinz begingen dass
Fest ihres heiligen Schutzpatrong,
indem sie an dem Tage eine soge-’
nannte Capea veranstalteten, die wes ;
smtlich darin besteht, doiz Stiere mit:
bunten Tücher-n geneckt werden« Auf
dem mit Planken und Karten einge
siiunten Platz vor dem Gemeinde
haus wurden die Stiere losgelassen.
Die Dorfburschen stachen die Stiere
mit svisen Stäben von sicherem Ort
aus, während die kleinen Toreros
aus Sevan in der Arena sich tüch
tige Püffe holten. Flog ein Male
tilla infolge eines gewaltigen Horn
hiebs in die Luft, so hatte er jedes
mal einen ungeheuern Lachersolg
beim rohen Bauernpublilum Der
Lohn des lebensgefährlichen
Kampfes war eine Handvoll Kupfer
münzen und ein Teller Erbsen mit
Speck in der Dorfschenke. Nun ist
ein Maletilla außerdem ungeheuer
geschickt in der Kunst, unentgeltlich
zu reisen, indem er sich als blinder
Passagser in die Züge hineinstiehlt.
Wenn’ö nicht anders geht, hockt er
auf dem Tritsirett oder sogar auf
einem Pufser. Hat er Glück, dann
schleicht er sich in einen Wagen ein
unter einen Sitz, aber der Hunger
zwingt ihn zuweilen, den Mitreisen«
den seine Anwesenheit zu verraten.
Die Leute haben gewöhnlich Mitleid
mit dem jugendlichen Aventeuerer
und nnterstiiyen ihn mit den Ueber
bleibseln der mitgenommenen Spei
sen. Wenn ein Beamter ihn in ei
nem Bahan entdeckt, dann läuft
der Male-tan von Wagen zu Wagen
oder versucht, auf die Dächer zu klet
tern, um dort in gedeckter Stellung
den Augenblick der Abfahkt abzuwar
ten· Wird er bei den Ohren gepackt,
dann geht es ihm schlecht. Jhm wird
der Zon abgeschnitten, das heilige
Abzeichen seiner Stierfechterwiirde,
er wird furchtbar durchgeprügelt und
sodann dem Gefängnis überliefert
Das Unheil erreichte Alberto Tro
sellas gestern als er aus Zasra wo
er an der Eapea ieilgenominen, auf
dem Trittbrett des Knrierzuges nach
Sevilla zuriickfuhn Der Schaffner
erblickte ihn nnd lief, tun ihn zu fas
sen. Zwei Gendarmen hielten den
Fliehenden fiir einen Verbrechen be
sahlen ihm. stillzustehen nnd, als er
weiterlief. schossen sie ans ihn. Eine
Kugel drang ihm in den Rücken und
streckte ihn tot nieder.
Jniussfüteiies fi- eis Luther
Wie derm- ums-much m oje Sic
kichtunq eines Lutheranet-s auf
der Feste Kot-arg eudqiltiq beschlossen
worden WannMch hat Luther aber
ein Jahr auf der Seite Kot-arg ac
wobnt. wo auch fein Tau-lieh »Um
Mit Var-s sama-wen M. Das Lu
tdeqtmmu wird noch heute als Les
Wärst-seit pesemt Für denWms
Iowa-d um das DenkumL das 80900
Mark kosten darf. ist ein must Preis
Im how Nat-L ein some- von
W Ist-L it M W 2000 Mars
nnd is soc-i von 1000 Matt ve
Imust Die IWMC der Inst-ihm
M II um I Ist w« zu nMs
til-. Des Inn-www M
n Ue IWI Winke samt-il
Inst-km Umriss- von
kaiin und statt-ums
Ith die Wiss-am
Its-Not Adolf Thaddeus-Ma
. Wink-II Us- sung-idem
A nnd ftoc W Kandle
Boo- M M Its-» sue-h Inst
W Il- M sind dmwus
samt sum-e M Heu-»O sog
M- Gold-h äu Itimdwii M W
Inf- vvndw. du W
Inst In si- W uns M
Cmmew
II m Mu- Guts M M
HEFT-. Bis
Sihkinehe im Hause Vorrede-.
Die Prinzessin Franne Mari
Louise de Boucbon, gebotene Dela
porte, erschien in diesen Tagen als
» Klögerin vor dem Londoner Gerichts
z hof für Ehescheidungösachen mit dem
Antrage, ihre Ehe mit dem Prinzen
Karl Albert Edgar Sergius Cäsar de
Bourbon, die am 29. März 1910 in
der französischen protestantischen Kir
che von Soho geschlossen wurde, sür
null und nichtig zu erklären. Die
Prinzessim eine hübsche Frau mit
üppigem, kastanienbraunem Haar
die ein enganliegendes, pelzbeseytes
Seidenjackett nnd einen schwarzen
mit Straußensedern garnierten Hut
ftrug begründet ihren Klageantrag
unter anderem damit- daß die Trau
ungszerenionie ohne zwilamtliche
Eintragung, ohne Ehelizens, bei ver
s schlossenen Türen vorgenommen wur
ide, und daß es ferner unterlassen
’worden, eine Urkunde über den Akt
der Eheschließung aus dem Standes
amt zu hinter-legen Wie der Rechts
beistand der Antragstellerin weiter
hin aus-führte lernte seine Klientin
den Ver-klagten im Jahre 1910 in
Mailand kennen. Er reiste mit ihr
dann nach Paris und verlobte sich
dort mit ihr. Jhr Bräutigam erklärte
bei der Gelegenheit, daß er bei Kaiser
Franz Josef von Oesterreich die Ge
nehmigung zur Eheschließung nach
suchen müsse, und wußte sie zu über
reden, die Trauung in England voll
ziehen und sie später in Oesterreich
»legalisieren zu lassen. Er ging dann
»Hu dem Zweck nach England, um die
seriorderliche Ausenthaltsklausel zu
zerfiillen nnd sie solgtedihmmbald da
iklllls UUcc Uc« schlau-« Urs- pour-g Ucc
isicherte, daß er mit dem Zivilstandsi
beamten Rücksprache genommen hätte,
der der Trauung in der Kirche bei
wohnen sollte. Als das Braut-paar
dann in der Kirche ankam, mußte die
Klögerin indessen die Wahrnehmung
machen, daß der Beamte nicht erschie
nen war. Der Geistliche vollzog zwar
die Trauung, erklärte ihnen aber
bald, daß die Sache nicht als ord
nungsgemäß zu gelten habe, da der
Ztvilstandsbeamte bei der Zeremome
nicht zuge en gewesen sei. Er stellte
ihnen wo l eine Ehebescheinigung
aus, jedoch mit dem ausdrücklichen
Bemerken, dasz er nur bezeugen kön
ne, daß die Trauungszeremonie tat
sächlich stattgefunden habe. Das junge
Paar ging dann nach dem Kontinent
nnd besuchte Jtalien und Oesterreich.
Als sie wieder nach Paris zurückge
lelirt waren, erschien eines Tages eine
Dame in ihrer Wohnung, die sich als
Prinzessin von Bourbon vorstellte
nnd erklärte. daß sie die Gattin des
Bellagten sei. Dieser verließ auch mit
der genannten Dame das Haus und
bat sich seither bei der Kläaerin nicht
mehr sehen lassen. DerVorsisende des
Gerichts, Richter Bargrave Deane,
führte aus Grund der Beweisausnahs
me aus, dasz die Abwesenheit des Zi
vilstandsbeamten allein ausreiche,
um die geschlossene Ehe als null und
nichtig zu erklären, und erließ ein Ur
teil, das die Rechtsungiiltigkeit der
Ehe aussprach und den Beklagten die
Kosten des Rechtsstreites auferlegte.
Am Schluß der Verhandlung erbot
der Rechtsvertreter desPrinzen Bours
bon de Braganza, das Oberhaupt des
österreichischen Hauses des Braganzas
zweiges der Bourbonen, das Wort,
um im Austrag-» seines Mandenten
öffentlich festzustellen, daß der be
llaxite Prinz von Beut-lieu in gar kei
ner Beziehung zu der Familie steht.
Er sei in Wahrheit gar kein Prinz
non Vonrbon nnd habe kein Recht,
den Titel zu führen
Uns den Bekenntnisses eines
Einbrecherr.
Jn Paris wurde vor wenigen Ta
gen ein Jchwerer Junge« hinter
Schloß und Riegel geschr, der sich
ein Vergnügen daraus mochte- recht
offenherzig gu fein. Dem ihn ver
hörenden Kommissar gestand Tissei
und, daß er un Verein unt eint en
Kunwanen allem während des
nato September in der Umgebung
non Paris nicht weniger als 52 er
folgreiche Eint-räche verübt hätte.
lind von einem frlmmen Abenteuer
wußte der band-it gu berichten zu
dein Städtchen Reuil war es. wo den
Herren Muer eines Nachts bei
Rudndung Ihres lichtschenen Gewer
tw eine sonderbare Ueberraschung
wert-net wurde Mo Tun-rund und
seine Bande den Laden eines Kote
nmlnsnreudändiers Hunderten tat
sich die tue anf. und mehrere Mun·
ner traten em Dre Indern-merkten
sogen ihre Hier-other Das Morde
raten die Magekvmmeneu fTurm
erlannres derbe com-ten einander
nu Zsrnsrgseuvhen und die sparen
Mutter-altern- rånmren gunmlltg
M Feld Um NO Inst weder ar
nessemn me IW m kommen
Wruhrms Nr Gusensudrer de
Idtzmre Gebiete is Zukuan er- mä—
. —- Mip act-—- »Hm-»we
IIO Ue Kosrseudtgfett sum-r
um Irr-Wes zu Arm der Im gut
seen-. IN sowie-sen sie ehe
IIM Muse-users M uns
cis-It III-terms M de run W ed
M
. I .
is UMMM W esse
andere M. W Ut
su werde-»
Ein gutes Gesetz.
Jn der »gute-i alten dest« haben
bekanntlich die Lunis-, oder doch eine
Mehrzahl der auf dies-en Taufnamen
Anspruch erhebenden großen tierisc
rationen allerlei Mittel und Mittel
chen angewandt, wenn es galt, durch
Unterdrurkung der Konkurrenz isen
eigenen Vorteil zu wahren
Zu einem der beliebtesten nn)
wirksamsten Mitteln gehörte e-:-, jxir
. die von ein und demselben Monouol
aus den Markt gebrachten Waren in
verschiedenen Teilen ein und dass
selben Staates verschiedene Preis-.
zu berechnen Bestand Konkurrenz
in irgend einem Teile eines Staates,
dann wurden eben Schleuderprcise
angefeht Mitbewerber sehen fix
bald an die Wand gedrückt und muß
ten dem überniächtigen Gegner wei
chen. So hat beispielsweise dnsess
System, nächst den Eisenbahnrsabati
ten, dem Oeltrust zu seiner Macht
verbot-sen Andere Korporationen
beeilten sieh, das Genie ihres- Vor
bildes anzuerkennen, und wandelten
mit Erfolg diesebben krummen Pfade-.
Dem »Shstem« hätte man viel
leicht einige Berechtigung nicht ver
sagen können, wenn die Frachtraten
nach jenen Teilen eines Staates-, in
denen sich ein unbequeiner Wettbe
werb geltend machte, kleiner gewesen
wären. Das war aber nur äußerst
selten der Fall. Hingegen sahen sich
dieEisenbahngesellschaften gern bereit,
durch besondere Vergünstigungen den
Plänen der Trusts Vorschub zu lei
ten.
Jn Süd-Dakota ist zu unserem
sehr geringen Leidwesen durch die
Legislatur dem System ein dicker
Strich durch die schöne Rechnung ge
macht worden. Ein Gesetz wurde
erlassen, das Korporationen bei schme
rer Strafe verbietet, ihre Waren in
einem Teile des Staates billiger zu
verkaufen als in einem anderen Teil
von Süd-Dakota, es sei denn, daß
die Transportlosten dies rechtferti
gen. Selbstredend verlies die Sache
nicht ohne Kampf. Eine große Holz
sirma ging bis zum obersten Bundes
gerichtslhost Das Gesen wäre unkon
stitntionell ten-d müßte deshalb auf
gehoben werden. Aber der vorsitzende
Richter wies mit dürren Worten da
raus hin, daß es überhaupt nicht not
wendig sei, die Versassungsmiißigleit
der gesetzlichen Maßnalnne zu erör
tern, woraus man init Recht schließt
daß das Gesetz inkraft bleiben wird.
Die Entscheidung des-« Literbundests
gerichtg ist von nicht zu unterschiitzens
der Bedeutung fnr die ganze Ernst
gesetzgebung unseres- Laiides. Gegen
die Gewaltpolitik einiger Monopole
bildet sie fast die einzig-e wirklich
wirksame Wasse. Schon aus diesem
Grunde sollten die Viirger in allen
übrigen Staaten der Angelegenheit
die Aufmerksamkeit schenken, die sie
verdient, und daran bestehen, daß
ihre gesetzgebenden Körperschasten
ähnliche Maßregeln treffen. Ganz
besonders jene Staaten, in denen die
Trnsts allzu viel Macht erlangt
haben.
Ein Uebel, das man überhaupt
nicht oder doch nur schwer ausrotten
kann, muß man überwachen und re
gulieren. Da ist uns jedenfalls Zud
Datota mit gutem Beispiel vorange
gangetn
Der Wandel-automat.
Einen hübschen Beitrag zu dein
Kapitel derDummem die niemals alle
werden, meldet die Pariser Polizei
Mehrere Jahre lang haben in Paris
vier geriebene Polen mit bestem Ek
folge auf die Dummheit ihrer Mit
menschen spekuliert und zwar wuß
ten sie den Menschen da zu packen
wo ihm am leichtesten naliezulonp
men ist« an feiner Geldgier-. Kurz
gefest, sie behaupteten, das uralte
Problem der Geldverinchrmm in
verblüfleuder Weile gelöst zu haben.
Durch einen »dem-neben Prozeß«
lallte diele Vernahm-m vor sich Uc
hen. Zwei Oundektfkanklcheine wur
den beiipielsweile in den Wunderqu
lonmten hineingelegt dieser dann
ioeqiöltiq veelchlolien, der »He-Mi
lde Strom« Witwen-geleitet nnd
flehe del New vierundzwanzig
Stunden halte lich zu den zwei
Scheinen ein dritter hinzuneielll Ali
le eine höchst eintriinliche Sache
Selliiwetsiiindlich laben iicii die
hinnen Polen vorher erst nenne-n
die Leute an. nn die sie lich hemns
Wien Idee iie wuimn ihre Sache
b Minnkswll snzuneeiien nnd iie
mit dein Miit-seiden M Wunderba
m io est-schickt in nenne-dem den itms
Opfer eine steht Zahl ausmachen
CAN-U Idee wurde eine der
.DUW' Nil-n nnd desin- di
agn-U CCQI del- celiiei ani- die den
sammt- dce andwm leer
liest-ims- pielie nd isei dee
Uebers-meins see Minne- suw ek
dslise Time ed ein«- kwe do
aiimliQ fein Wort Arm-«
Eis en preis-eben Nie mustmed
blies der Ineiiee Beiden-implied
W fis Idee Mk inne Reden Ja
It- MWW Rund-kanns
M Md et nimlus zwei Gans
Weils-Mute Indem et ne den
.M M. Wie n sann Im
iWII »Um Messen du«-«
klhs Ist dies eins-wenden ist-sinnt
gäb-is- duwh Jie esse-es
Nochmals die Kohlenpreisk
Alle Welt sucht den Gründen der
Kohlenteuerung aus die Spur zu
kommen «Die in der Kohlenindustrje
nnd im Kohlenlsandel beteiligten
Kreise erklären, an der Pr-ei5steiger
ung keine Schuld zu haben. Aus
ihren Reden könnte man entnehmen
dasz Kohlen ganz von selbst nnd okkne
Zutun der Klldenschen im Preise nei
gen, was natürlich Unsinxsl pfi- Preise
werden von und für Menschen ge
macht.
Es ist schlechterdings kein guter
Grund vorhanden, wes-halb die
Koblenpreise steigen soiltrn Tier
Kohleinninen sind nicht« weniger ge
worden. Euer ist anzunehmen, daß
sich die zfzaljpl der im Betrieb befind
lichen Minen mit jedem Jahre ver
größert Der Vorrat an Kohlen, den
die Erde birgt, ist groß genug, mn
siir die nächst-en hundert Jahre oder
länger keine Bedenken aufkommen
zu lassen. An menschlicher Arbeits
kraft fehlt est- auch nicht. Das Gegen
teil ist der Fall. Wenn gesagt wird,
daß es an Arbeitskräfte-n mangelt, so
ist daz- eine saule Ausrede Die Mi
nenbesitzer können, wenn sie nur ei
nen anständigen Lohn zahlen wollen
mebr alsJ genügend Kohlengräber zur
Verfügung haben. Wenn sie erwar
ten, daß die Arbeiter, die in die Un
terivelt l)inabsteigen, auf jede nur
halbwegs anständige Bezahlung im
Interesse der Kohleniuagnaten ver
zichten, so wird allerdings ein Man
gel an Arbeitskräften erklärlich. L
Herrnrzuyeden nt ferner, das durch s
oeeoollkommnete Arbeitsmethoden
und durch verbesserte Minertmaschis
nerie die Förderung von Kohlen ste
tig erleichtert wurde. Ader trotz alle
dem wird ein höherer Preis von uns
gefordert
Die Minsenbesitzer schieben die
Schuld aus den Mangel an Arbeits
kräften und aus die Händler Die
letzteren wiederum beschweren sich.
daß sie nicht imstande sind, genügend
Kohlen geliefert zu erhalten. Dass
Publikum muß sich mit diesen
lahm-en Erklärungen zufrieden geben
und den geforderten Preis zahlen·
cs ist ihm allerdings nicht verwehrt
hinterhser auf Minenbesitzer und
Hiindler zu schimpfen. Eine etwas
mager-e Genugtuung, von der sein
Gelddeulel nicht voller wird·
Besser wäre es, wenn das liebe
Publikum weniger schinipfte und
inene nachdächle Es würde dann
bald einsetzen daß die ewig-e Preis
st.«.,f;eruna nur das log"sche Resultat
eine-I Zustande-J ist, der längst zum
Manne-l schreit Wenn ein Voll ge
stattet, dasz die so wichtigen Kohlen
gruben, die den versteinertenEnergies
quoll der Nation-entlJalten, in den
Händ-en einiger Leute sind, die darü
ber nach Gutdiinken verfügen, so
sollte es sich nicht wundern, wenn ihm
unoerschlimte Preise abgefordert wer- »
den. Hier kann alle Flickarbeit der
Gesetzgebung nicht helfen. Nur dies
»Nationalisierung« der Kohlengrus
ben und der siir die Beförderung nö
tigen Bahnen kann da Wandel schaf- l
sen. (
Vermifzte Pferde, die man in einem!
Wurstkeffel wiederfand. «
Der Kutscher Otto MöllenhoffJ
nd fein Mitfahrer Otto Reich foll
ten in Schöneberg bei Berlin eine
eFuhre Dnng holen, bekamen aber
keinen. Sie benützten die Gelegenheit
zn einer ausgedelniten ,,Bierreife«,
nnd als fie endlich durch die Karl
ftrafze nach Moabit zurückfuhren
lenkte Möllenboff die Pferde fo unge
fchickt, daß das eine auf den Bürger
fteig fiel. Zufällig kamen die beiden
ihnen bekannten Kutscher Johann
Tenn und Adolf Zöllmann dazu
fie halfen das Tier wieder aufrich
ten und meinten, daß wohl eine klei«
ne Stärkung nach der Arbeit cnn
Plane fei. Ta keiner Geld hatte
fchlun der eine out-. das Gespann zu
bestanan Er iand Beifall. alle biet
festen sich auf den Wagen und fuh
ren nach Reinickendorf wo die Sa«
che sich nach Ton-is Meinung am be
sten machen ließ. Seine Erwartunan
wurden nicht neiiiufchiJ in aniem
Glauben kauer der Rossi-hineink
Tnkect die beiden Pferde-. der-Schmied
Grobinnun den Wagen. bei-Schaut
iniki Heilung das Weithin-. Nach die
iek neiindiniien Aufteilung Minnen
die nie-sollen die Viert-nie wieder
ans nnd feinen fie fort. bis auch der
let-»n- Wmichen dnkcdnebmwi nun-.
Meinung-n Breit-ern der vergeben
aui feine Rückkehr inne-h- wandte
sich endlich nn die Keiminaimiinsi
Durst-Tand Wällen-hoff nnd Reis in
idem Wohnungen sen-Mein dnnn
auch Bonn nnd diösmann und nain
alle vier Mk Weinen nnd
fanden Mi nmä vor; die Pferde los-gen
schon ist Wutfikkiiet
»Der san-L III-M ; sinnen
unser den IMM- einniisunt ent—
Hitze-IN Mk Ruft-s aus wider die Bes
Wnuzi ihm Min- und Gei
iieeienM non W Mit
. I Fichte-«
On- Mno kleine nd Man im
M Lieben wies-es Wisse kleine
M m instit-its eins-M Monm
Ut M OIW III III-M mn eine
Wu- mww am um us
W u W
.
Erpressungsversuch gegen einen behe
tisrhcn Prinzein
Vor dem Kriininalgericht in Lies
iel in der Schweiz spielte sich dieser
Tage einErpresseriirozeß ask-, der des
halb besonders Interesse hat, weil die
Erpressergesellsrhaft sich einen Prin
zen aus dem liayctiichen Königs
hause als Opfer ausersehen hatte.
Tor Prinz stand in sehst jüngeren
Jahren in Beziehungen zu einer
Münchener Dame, deren Mutter et
ls Arzt behandelt hatte. Die Folge
des Verkehrs-, der sich zwischen dem
Prinzen und der Dame entwickelte,
ist ein heute sechs Jahre altes Mäd
clpen Als der Prinz die Beziehungen
zu der Dame löste, zahlte er ihr eine
ansehnliche Absiiidungösunnne: von
dkeser Summe mußten 10,UW Mars
fiir das Kind sichergestellt werden«
Tie Dame und ihre Mutter waren
init dem Geld bald fertig, und nun
begannen sie einen Etpresserseldzus
gegen den Prinzen Ausgangspunkt
dicsser Erprefsungen war Aus-barg.
Später kam die, Dame nach der
Schweiz und schrieb hier einen »Ro
mon« mit dein Titel: »Die Ordina
tinnsstnnide eines Prinzen"· Als Ver
isger zeichnete ein preußischer Desers
tmr namens Heinrich Kreie, der in
Dasseler woynte. Bevor ote wro
sanire dem Buchhandel zum Vertrieb
übergeben wurde, richtete der »Verle
aer« an den Prinzen einen Brief, in
dem er mitteilte-, daß er das »Ver
laasrecht« des Ronians. der den
Prinzen sicher »interessi«-ren« werde
käuslich erworben habe, Und bereit
sei, dieses »Verlagsrecht« gegen ent
sprechende Entschädigung abzutreten
Die Erpresser k)offteu, von dem Prin
zen für das sogenannte Verlagsrecht
200,000 Mark zu erhalten- da sie
annahmen, der Prinz wer-de alles
tun, um das Erscheinen der Broschüre
zu verhüten; die Verfasserin glaubte
auch, daß die Gemahlin des Prinzen
ihren Gatten veranlassen werde, sie,
die ehemalige Geliebte, dauernd zn
unterstützen Es kam aber anders
alLi die Verfasserin und der Verleger
ess- sich dachten Der bayerische Ge
sandte stellte gegen den »Verleger"
sowie gegen die Urheberinnen der
ganzen Erpressungsgeschichte bei der
baseckandschaftliche Staatsamt-alt
schaft Strafantrag, worauf Kreie in
Birsseliden nnd die Verfasserin und
deren Mutter Maximiliane Wildgrus
bcr und Anna Guael-Wildgruber in
einem Baseler Hotel verhaftet wur
den. Vesclilaanadmi wurde eine sehr
nmfangreiche Korrespondenz Kreis
wurde wegen Erpressung und ver
suchter Verbreitung unsittlichet
Schriften zu drei Monaten Gefäng
nis verirrteili Tje beiden Frauen ka
men mit drei Wochen Hast, die durch
die Untersuchungislmft ver-büßt sind
davon·
Die Entartung der Hat-ana.
Welcher Meinung Politiker, Patri
oten, Volkswirtschaftler und Verteidi
ger der Menschenrechte auch über die
fegen-weichen Folgen der Befreiung
seubaiis vom stianisehn Joch sein mö
gen: eine Menschentlasse, die in al
len zivilisierten Ländern vertreten ist.
wird an die Wirkungen des kubanis
schen Krieges nur mit schinerzlicher
Melancholie zuriickdenken können.
Und dass sind die tultivierten Rau
cher, die wirklichen Kenner, die nach
dem Dufte allein mit geschlossenen
Augen bestimmen können, ans wel
chen Werkstätten kubanischer Zigars
renindusirie die Havana hervorge
gangen ist, die die Ruhe nach dem
Tiner so milde verklärt. Aber sei sie
nun eine HenrnsClan oder eine Up
mann, eine Lapi-z, eine Bock oder
eine Bildern-»F verändert hat sie sich
doch, ist nicht mehr die alte Havana
ans spanischen Zeiten« ist eine neue
Hatiann geworden Nach der Erobe
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