Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, December 06, 1900, Image 6

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ifi die einige Gesellschaft siir Sudmirlhk, die in Nebraska untT dem Gesetze von
1873 onsniilrt mir, ihr Ä schZ't 6 reibt und die Hrftbar'eit der jZglicenZny,'
der beschränkt. In keinem Zille sann eiu Mitglied dieser Gesellschift gezmunzen
merde. mehr alg den in seinem Prämien Certifikat bezeichneten Betrag wählend
ine sSnsjZhriz'n Termin tu ,ahlen. Seit der Äriindung der Gesellschaft vor 13
Jahien, Hit sein Ber.cherler den ganze, in seinem Prämien Contrakl angigebe
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ebeiraiazung uns erilirzung rnaa,
ten liibfl starr, aber gerade darum
brach sich ihre Erregung dann um so
ungestümer Äahn. .Sagen Sie nur.
wer es ist. rer sich meiner so groß
müthig annimmt, Herr ttirmay! Ich
würde sonst fortrrahiend daran deuten
und glübeln." bat sie kcstig.
.Mkinelrregcn sollst ?u erfahren,
ma ich klber weiß, viel ist's aber
nicht," erwiderte dieser nach einer tlei
nen Weile, (iinige Zage, nachdem ich
Tich aufgestöbert, kam eine alte Tame
zu mir, die sich eingehend nach Teiner
lunstll'iiichc Veranlagung kündigte
und sich hierauf bereit erklärte, die
Kosten der Ausbildung und sonstigen
Ausrüstung für die Bühne auf sich zu
nehmen, doch unter der Bedingung, daß
ihr!)iame ungenannt bleibe."
Und sie bezalilt Alles, auch die
EageZ' stammelt tfttjtl.
.Ja. Alles. Alles. Bist Tu jetzt zu
frieden !"
.Nein, denn ich weiß nicht, warum
sie es thut.'
Ter Schauspieler zuckte die Achseln.
Tas weiß ich so wenig wie Tu. mein
Kind; es wird eine Schrulle von ihr
sein."
Und woher kennt sie mich, wer hat
ihr von mir erzählt?"
Tas nämliche Achselzucken wie vor
hin. .Ich weiß nur, daß sie über Teine
häuslichen Verhältnisse und Teine
Pläne bereits eingehend unterrichtet
war, als sie zu mir kam."
.Vielleicht weiß Fräulein Mihaly
Näheres."
Möglich, aber nicht wahrscheinlich.
Ich bat die Tame wiederholt, sie nen
neu zu dürfen, sie verweigert es aber
konsequent "
Tarf ich ihr vielleicht schreiben,
danken?"
.Tagegen besteht wohl kein Beden
ken," sagte Kirmay nach kurzein Ueber
legen; bringe den Brief in verschlösse
nein Umschlage, ich werde ihn bestellen.
Teine Eltern weihst Tu aber vorläufig
in nichts ein ; es ist weit besser, sie glau
den sich und Tich in vollster Abhängig
keit von Török, sonst würden sie alle
Augenblicke neue Forderungen stellen.
Ich sage das nicht gern, doch Tu weißt
ja selber, wie Deine Eltern find. Geh'
jetzt und denke nicht weiter an die
Sache."
Tiefer Rath war wohl vernünftig,
Ethel aber viel zu erregt, um ihn zu be
folgen. Die Tame, die sich ihrer so
großherzig annahm, kam ihr nicht aus
dem Sinn, und unablässig grübelte sie
über die Beweggründe, welche sie mög
licher Weise leiten konnten. Warum
dieses Geheimniß, warum durfte sie
nicht wissen, wer sich ihrer erbarmte,
wer Zausende für sie hingab? Sollte
der seltsame Brief, den der Gescllschaf.
ter" damals erhalten haben wollte,
dennoch mehr bedeuten als ein lediglich
zli Jiellamezwecken ersonnenes Märchen
Zöröks? Tie Ellern hatten ihr früher
stets nur geringe Zärtlichkeit bewiesen,
weit geringere als den Geschwistern,
wenngleich auch diese nicht verwöhnt
wurden, und der Vater hielt es noch
heute so. ,
.Lern' lieber, schliff' was, als so
faul in die Lust zu gucken! Kommst
ohnehin nicht vom Fleck und hängst mir
noch alleweil in der Tasche, wie ein
kleines Kind solltest Tich schämen. Du
großes Ding, T !" polterte der Schnei
der, als Ethel nach dem Nachtessen noch
ein Weilchen müßig blieb.
.Verschnaufen wird'S Mädel doch
noch dürfen, T nimmst auch nicht
gleich wieder die Nadel in die Hand,
wenn T den Löffel weggelegt hast !"
eiferte Frau Horvnth.
.Ich bin der Hausherr, ich schaff'S
Brod für Euch Alle mit einander !"
.Und die Ethel das Fleisch und die
Butter dazu, was theurer ist !" höhnte
die Frau. '
Ethel stand auf und ging, ange
widert von dem Gezänk der Eltern, nach
ihrer Kammer. Frau Horvath folgte'
ihr alsbald dorthin.
.Mach Tir's nur bequem ! Hier gört
Tich Niemand im Lernen," sagte die
Mutter beim Eintreten und, bemerkend,
daß der Tochter die hellen Thränen in
dm Augen standen, fetzte sie tröstend
hinzu: .Tu darfst auf des Vaters
Webereien nicht viel geben, wir machen
doch, was wir wollen !"
Ethel drängte die Thränen zurück
und theilte der Mutter kurz mit, daß
Herr Kirmay eine andere Wohnung
für fie gemiethet habe. .Der Umzug
wird Tir viel Mühe machen, ich kann's
aber leider nicht ändern, habe es zu
spät erfahren."
Tiefe Mühe mochte die Schneiders
srau aber wohl uicht verdrießen, denn
sie schlug in freudigstem Erstaunen die
Hände zusammen und rief: Wissen
möchte ich nur. wer das Geld dazu gibt,
der Hungerleider, der Török, gewiß
nicht! Horch. Etkek. sei aufrichtig; ich
bin ja Teine Mutter und will Dir
nicht im Licht stehen, was ist aus dem
seinen Husarenofsizier geworden, der
früher dieweil hier herumgestrichen ist;
jetzt sieht man ihn gar nicht mehr, und
ich habe schon ost gedacht, daß Du viel
leicht sonst mit ihm zusammenkommst?"
Aber, Mutter. Tu wirst doch nicht
schlecht von mir denken," rief Ethel ge
kränkt.
.Dummheit, Mädel, daS heißt noch
lange nicht schlecht denken. Tu bist ja
jung, warum sollst Tu keinen Schatz
haben, das ist kein Unrecht !"
Heimliche Zusammenkünfte wären
aber eins I"
Tiefe Antwort schien Frau Horvath
bitter zu enttäuschen, und Ethel, die es
bemerkte, wußte nicht, was sie davon
denken sollte. Die Mutter konnte doch
unmöglich wünschen, daß sie daß
sie-
Du kommst also nicht mit ihm zu
sammen, siehst ihn auch nirgends?"
setzte Letztere ihr Verhör fort.
Nein, das heißt nicht oft, neulich
bin ich ihm einmal begegnet."
Hast Tu mit ihm geredet?"
.Aber. Mutter'
Na. thu' nur nicht gllich so; reden
kann man mit Aedem und jung ist man
auch nur einmal ! Siehst Tu. ich bade
mir eingebildet, der Lieutenant halt'
uns die neue Wohnung gemiethet.
Jedenfalls ist'S ein Gluck, wenn wir
aus dem Loch berauekommen. hier kann
Tich ja Niemand besuchen. Ter liebe,
gute Herr Kirmav. wie der unS wieder
geholfen hat ! Er wird halt auch sehen,
daß es so nicht geht, und sicher hat er
bei einem reichen Herrn für Tich geredet,
dem Tu gefallt hast. Wie ist' mit
der Einriäiiung, ist sie unser?"
Ich weiß es nicht."
.Was. hast Tu denn nicht darnach
gefragt?"
,TaS wäre ja mehr als unverschämt
gewesen. Jedensalls wild man uSi
Möbel nur zur Benutzung überlassen,
den wie käme man dazu, sie uns zu
schenken? Ich möchte es auch gar nicht."
erwiderte das Mädchen müde.
.ttaun schon sei, eine Schmutzerei
wär's aber doch. Tu. hier ist ein
Brief für Tich, ein Ticnstmann hat
ihn abgegeben, als Tu in der Stunde
warst." sagte die Frau, ein Briefchen
aus der Tusche ihres Kleides ziehend.
Ethel warf nur einen flüchtigen Blick
auf die Adresse. Von Andasjy kam er
nicht, das erkannte sie an ken Schrift
I zugen. und gleichgiltig fchov lie thu bet
Seile. Terartige Billets hatte sie schon
mehrfach erhallen, und so ward es ihr
nicht besonders schwer, zu errathen, was
dieses brachlc wahrscheinlich eine Ein
ladung zu einer Vergnügungspcrtie
oder die Bitte um eine Zusammen
kunft.
.So mach' doch den Brief auf," for
derte die Horvath. die begierig war,
seinen Inhalt kennen zu lernen.
Etbel willfahrte seufzend, und als sie
den Umschlag abriß, siel eine Karte von
feinstem Velinpapier heraus, ans welcher
einige Zeilen in großer steifer Schrift
standen. Sie lauteten: Graf Val
Pecseny wünscht Fräulein Horvath
seine Aufwartung zu machen und bittet,
ihm Tag und Stunde zu bestimmen."
Sie schüttelte den Kopf, diesen Na
mcn hatte sie nie gehört ; der Graf war
ihr völlig fremd. Was konnte er von
ihr wollen? Tie Mutter aber, die hin
er ihr stand und über ihre Schulter
hinweg das Kärtche ebenfalls gelesen
hatte, rief in höchster Ueberraschung :
.Nein. Mädel, den darfst Tu nicht ab
weisen, das ist einmal ein reicher und
vornehmer Herr, den kenne ich noch von
der Zeit her. wo ich gedient habe ! Ter
Bote holt morgen Antwort, was soll ict,
sagen?"
.Daß ich keine Besuche empfange !'
erwiderte die Tochter gleichmülhig.
Tu wirst doch nicht so närrisch
sein"
.Kann ich einen so vornehmen Herrn
in diese Kammer oder in die Werkstatt
sühren !" fragte Ethel ruhig.
Ein ärgerlicher Seufzer stieg aus der
mütterlichen Brust. .Taö ist wahr,
hier kann's nicht fein, es ist zu elend
bei uns, und Tu selber verlierst in der
Umgebung," sagte die Frau, aber
abschlagen kannst Tn die Unterredung
auch nicht; wir müssen wissen, was der
Gras will, es konnte Tcin Gluck sein.
Schreib ihm. Tu würdest ihn wo tief
seil-
.Nein, Mutter, das thue ich nicht."
erwiderte das Mädchen rasch und mit
einem scheue Blick auf die Horvath.
.Tumnihcit, einmal ist keinmal, und
wenn's uicht anders geht, muh man
aus der Noth eine Tugend machen !
Kannst ja eine Ausrede vorbringen,
sagen, wir"
.Nein, ich thue es unter keiner Be
dingung und will auch garnicht wissen,
was der Graf wünscht. Für mich gibt
eS jetzt nur eins, meine Studien."
Tie Horvath sagte nichts mehr, son
dcrn wünschte der Tochter gute Nacht.
Nachdem die Frau endlich hinaus
gegangen war. schob Ethel hastig den
Niegel vor die Thüre, sich vor jeder
Störung sichernd, dann preßte sie '
schmerzlich stöhnend die Hände vor's ,
Gesicht. Sie fühlte sich ties unglücklich, !
die Unterredung mit der Mutter, deren '
Gedanken und Wünsche sie nur z deut ,
lieh erkannt, hatte den Schleier von
einem bisher blos geahnten Abgrunde
weggezogen. War es möglichkonnte die
eigene Mutter solchen solchen Tingen
das Wort reden? Ein Schauder erfaßte
das junge Mädchen. I
Wohl an eine Viertelstunde stand fie '
da, den qualvollsten Empfindungen
zur Beute, dann endlich ermannte sie
sich, trat an das wacklige Tischchen am
Fenster, räumte die es bedeckenden
Bücher und Heste auf und kegle sich
einen Briefbogen zurecht. MitdemLer
nen wai eS für heute Abend doch nichts,
es galt einer unaufschiebbaren Pflicht
zu genügen: ihrer gehcimnißvollen
Wohlthäterin zu danken.
Mitternacht war bereits vorüber, als
sie Alles zu Papier gebracht hatte, was
ihr Herz erfüllte, und sie schob nun die
beiden dicht beschriebenen Briefbogen in
einen Umschlag.
Nach gethaner Pflicht fühlte sich
Ethel zwar um vieles leichter, aber sie
war zu müde und es war auch z spät,
um noch ihre Bücher vorzunehmen.
Mit dem Vorsatze, am Morgen früher
als gewöhnlich aufzustehen und das
Versäumte nachzuholen, ging sie zur
Ruhe. Wüßte ich doch nur bestimmt,
ob meine Eltern denn auch wirklich
meine Eltern sind?" war ihr letzter
Gedanke vor dem Einschlafen. Immer
häufiger gab es Augenblicke, wo sie es
kaum zu glauben vermochte, denn sie
erkannte von Tag zu Tag deutlicher,
wie so ganz verschieden ihre Art z den
ken und zu fühlen von der deS Vaters
und der Mutter war, wie zwischen
ihnen und ihr eine innerliche Kluft
gähnte, die stetig breiter, tiefer ward.
7. Kapitel.
KirmayL Vorhersage hatte sich be
wahrheitet: das Geschichtchen von der
angeblichen vornehmen Herkunft EthelS,
welches der .Gesellschafter" verbreitet,
war in eine ganze Reihe Zeitungen
übergegangen und dadurch in den wei
testen Kreisen bekannt geworden. Jetzt
aber war das allmülig erlöschende In
teresse durch den auf HorvuthS Vcr
anlassung vor wenigen Tagen der
bUentlichlen Widerruf zum neuen Leben
errjfut ircuen, !,o man einrngunj -,n
ulkn niili t:(ii l'ujuniiuuicii. Tarch
(tiii so ceuEJtcic ini.tcineit ubie er
nämlich kiiie ii.ni andere Wirkung, IS
Hvrvat! erirarlct Halle, und im !!,,e
meinen war man geneigt, idn gewiiier
maßen als eine indiret'e Bestätigung
des ersten Artikels zu nehmen. T:r
Schneider halte jedenfalls erst Vcr
hallungsinaßregcln einholen müssen,
ehe er in der Angelegenheit handeln
konnte, daher das so lächerlich späte Er
scheinen des Widerrufs.
AIS der Vortragsabend herangekom
, wen war. befanden sich HorvathS be
. reils seit fünf Tagen in ihier neuen
I Wohnung, in welcher, zn des Meisters
höchstem Verdruß, zwei Zimmer zu
Ethcls ausschließlicher Benutzung be
stimmt waren. In ihrem Schlafzimmer
stand sie vor dem Ankleidespiegel, wäh
rend die Mutter und eine vvn der
Theaterschneioerin geschickte Arbeiterin
ihren Anzug ordneten. Sie trng ein
hellgraues Kleid von zartem Gewebe,
und in dem hochgesteckten, krausen Haar
leuchteten einige Feuernelken.
! Als Ethel dann nach Beeudigling
' ihrer Toilette in das nach dein Hos ge
legene Zimmer trat, welches dem Vater
als Werkstatt und gleichzeitig auch der
Familie ols Wohi und Eßflube diente,
sprang Stephan, der älteste Knabe,
vom Stuhle aus und rief voll Ueber
raschung und Bewunderung:
.0, Ethel. wie Tu aber schön bist,
gerade wie eine Prinzessin siehst Tu aus
in dem feinen Kleid!"
Auch die jüngere Kinder schauten
die Schwester mit großen Augen an,
nur Horvath erhub keinen Blick von der
Zeitung, die er vor sich liegen hatte,
! sondern begnügte sich, seiium Sohne
ein scharfes: Halt's Maul, was weißt
denn Tu. wie eine Prinzessin aus
sieht!" zuzurufen.
Stephan kehrte mäuschenstill und er
schrocken zu seinem Sitz zurück. Ethel
aber, die roch ans dem gleichen Flecke
stand, sagte: .Ich gehe jetzt. Vater,
und möchte Tir noch gute Nacht sagen."
Taß Tu mir aber nicht erst am
Morgen heimkommst, das sag' ich Tir,
ein braves Mädel ist um zehne im
Bett !" lautete die unfreundliche Ant
wort.
Aber, Vater, ich kann doch nicht um
zehn Uhr daheim sein, wenn die Gesell
Vhaft erst um neun Uhr beginnt. Ich
habe sehr viel vorzutragen, dann "
.Natürlich, wenn inan unter die Ko
rnödianten geht, die seine Tam' spielen
will, dann muß man auch gleich lieber
lich werden!"
Das bin ich nicht, Vater!" rief
Ethel. sich höher aufrichtend, nicht ohne
Heftigkeit.
Was, Tu wills,mir widersprechen?
Wenn ich sag,' Tu bist's, so bist Tu's.
verstanden?"
In diesem Augenblick erschien Frau
Horvath und rief, dein Gatten eicn
vernichtenden Blick zuwerfend: Laß
das Mädel in Ruh, Vater, 's ist ohne
bin schon ganz aufgeregt, und wie soll's
denn spielen, wenn's seine Gedanlen
nicht beisammen hat. Willst Tu nicht
noch ein paar Bissen essen, Ethel?"
.Nein, Mutter, ich könnte nichts
hinunterbringen," versetzte Ethel.
Mach Tich fertig. Ethcl. es ist Zeit."
erklang jetzt Kirmays Stimme, der
soeben unter die Thür getreten war.
Tie Horvnth nahm nun einen leichten
Mantel und warf ihn dem jungen Mäd
chen über die Schullern. Munter,
Mädel, laß Tir nicht bange machen !"
tröstete sie.
Ethel wünschte den Eltern und Ge
schwistern gute Nacht, ihrem Bruder
Stephan aber flüsterte fie dabei leise zu:
Bete für mich!" )
.Ach, Herr Kirmay, mir ist so
angst!" sagte sie, als sie an ihres Leh
rers Seite der Török'schen Villa zufuhr.
.Unsinn, Kleine ! Teine Verhältnisse
find allgemein bekannt, und so wird
Niemand gesellschaftliche Gewandtheit
von Tir erwarten. Uebrigens hast Tu
von Natur aus eine gewisse Haltung
und schon viel gelernt; mache es nur
so, als ob wir Beide allein wären,
dann wird es famos gehen. Es ist
übrigens nicht zu leugnen, wer Tich
aufmerksam beobachtet, möchte wirklich
glauben, Tu seiest nicht Deiner Eltern
Kind !'
In Eibels Gesicht stieg brennende
Gluth und unwillkürlich flogen ihre
Gedanken zu jener geheiinnißvollen
Tame, die so unendlich viel für sie
that. Nach einer Weile fragte sie leise:
Wird auch meine Gönnen an
wesend sein?"
.Nein."
Hatten Sie die Güte, ihr meinen
Brief zu geben?'
Gestern ist es geschehen, und sie war
sehr erfreut über die dankbaren Gesin
nungen und die guten Vorsätze, denen
Tu Ausdruck gegeben hast.'
Als sich in der Villa Török die Thür
des glänzend erleuchteten Salons vor
Ethel austhat, senkte sich schwerer Druck
auf ihre Brust und vor ihren Augen
begann es zu slimmern. Nur Muth,
ich bin ja da !" flüsterte ihr Kirmay zn.
der ihre Hand auf feinem Arm zittern
fühlte. Es ging indessen besser, als sie
gedacht hatte. Török und seine Familie
empfingen sie mit ausfallender Herzliche
lcit, und bald konnte sie erkennen, daß
auch die anwesenden Gäste geneigt
waren, ihr achsichtige Richter z sein.
Es waren zumeist Mitglieder der
jeuc8s!e doree, Finanzleute, Künstler
und Journalisten, von denen die mei
sten ihrem Lehrer bekannt waren. An
Damen herrschte jedoch ausfallender
Mangel, und dieser Umstand setzte Elhel
neuerdings in Verlegenheit. Es war
ihr daher auch doppelt angenehm, daß
Frau Melitta Török. des Direktors
älteste Tochter, sich zu ihr hielt, ihre
ersten Schritte im Gesellschaftsieden mit
Geschick und Takt leitend.
Gegen zehn Uhr trat Herr Tono
witzky an ihre Seite und flüsterte ihr
zu: Es dürfte Zeit sein. Fräulein
Horvath womit wollen wir beginnen
mit der Fedora?"
Ich denke. ,a.'
Es war daß erste Mal. daß Elhel vor
fremden Zuhörern sprach, und so
furchtlos sie auch gewesen, so sehr sie
sich daraus auch gkire, t Ii,!e ickt be
nann idr Herz um zu klop
n, u-id ,'i'e "'ic',',! war is :'.! 5.:ig,
daß kic ei'un .vt:it nur l,ise und i:n
beiitliiti iUn i:e l'in'n tu inen und sie
mehrmals litj '.'iiln;i lc!cu inuf.'.e. Tie
Beklemm n n,i n.:le jctech nur einen
Alicen klick, mit jideiii .neu Satze ge
wann sie n Äude und Sicherbeit. ihr
Vertrag an Wahr Keit. Tie bedanken
und Empünd.inaen. mit denen der
Tichter seine Heldin ausgestattet Ethel
dachte und empfand sie wirklich, sie war
nicht mehr sie selber, fonbern diejenige,
die sie sein wollte.
Ter Leistung entsprach auch der Er
folg. Wrhl blieb eS nach beendetem
Beitrag ganz stille, keine Spur jenes
Beifallssturmes, der Elhels Erscheinen
auf der Buhne bealeilet. doch schmeichel
basier als ein solcher Sturm war da
Erstaunen, welches die Anwesenden er
füllte, sie stumm machte.
Der Erste, der sprach, war ein ölt
licher Herr, der neben dem Tirektor
saß. Ich gratulire Ihnen. Herr
Török," sagte er halblaut, doch so. daß
es auch noch dieNachstjitzenden verstehen
konnte. Bisher dachte ich. die Hör
vath diene in erster Reihe als anziehen
des .Ausstattungsstück'; daß so Außer
ordentliches in ihr steckt, hätte ich nicht
vermuthet. Na. morgen fall man er
fahren, das, Sie sich ein Talent gewon
nen haben, um das Sie alle Hoflheater
der Welt beneiden könne !"
Aenßerst liebenswürdig. Toktorl
Es freut mich nicht blos um meinet
willen, daß Fräulein Horvath so ge
fallt, sondern mehr och um ihrelwil
lkv," erwiderte der Tirektor. TaZ
Schicksal ist ihr schuldig, sie für die
trübe Veranngeiiheit z entschädigen."
Ter Redakteur stand auf und trat
auf den Ring junger und alter Herren
zu. der sich mittlerweile um Ethel ge
bildet hatte. Man machte ihm bereit
willig Platz, denn man war begierig zu
hören, was der Leiter eines der bedeu
tcudsten Blätter der Hauptstadt der
jungen Künstlerin über ihre Leistung
sagen werde.
Mein Fräulein, Sie haben mich
entzückt!" begann er. Wenn Sie so
fortfahren, woran ich uicht zweifle, wer
den Sie binnen kürzester Zeit einen her
vorragenden Platz in der ungarischen
Kunstwtlt einnehmen. Ich wünsche
Ihnen Glück !"
Ethel fühlte sich erleichtert, als die
Ankündigung, das Abendessen sei be
reit, den Ring auslöste, und rasch legte
sie die Hand aus TörökS dargebotenen
Arm.
Heute haben Sie viel gewonnen,
Toltvr Ovary beherrscht die öffentliche
Meinung ! Hoffentlich werden Sie nicht
vergessen, daß Sie diese Freund mir
zu danken haben." slüstcrte er ihr auf
dem Wege nach dem Eveisczimincr z.
Ethcl war zwar der Meinung, daß
sie Tr. Ovarys Beifall hauptsächlich
ihren Leistungen zn verdanken habe.
trotzdem aber erwiderte sie: Ich werde
mich bcmühlcn. dem Neuen Theater
Ehre zu machen."
An der Tafel fand Elhel ihren Platz
zwischen dem Direktor und Baron Bar
kaczy, der ebenfalls anwesend und wohl
der Einzige war, der noch kein Wort
mit ihr gesprochen hatte. Er schien über
Haupt sehr schweigsam zu fein, denn
auch mit Frau Török, seiner Nachbarin
zur Rechten, unterhielt er sich nur
wenig.
Tarf ich fragen, Fräulein Hör
vath, ob Sie niemals Wahrnehmungen
gemacht haben, welche das über Sie
verbreitete Gerücht, dem auch wir Auf
nähme gewährt, zu bestätigen scheinen?"
ließ sich plötzlich Tr. Ovary vernehmen,
indem er sich an die junge Künstlerin
wandte.
Aller Blicke waren jetzt auf Ethel ge
richtet, die, Kirmays Weisung außer
Acht lassend, rasch und fest erwiderte:
Nein ; ich habe auch nie etwas gehört,
was die Vermuthung erwecken könnte,
ich sei nur ein Pflegekind meiner
Eltern."
Das mag schon sein, Ihre Eltern
werden wohl ihre Gründe habe, das
Geheimniß auch vor Ihnen sorgsam zu
bewahren," fiel Török ein. Ich stütze
mich aber auf vielfache Erfahrungen,
wenn ich behaupte, daß derartige Dinge
selten einmal ganz aus der Luft gegrjf
fen sind. Uebrigens kann der Brief,
den die Redaktion des .Gesellschafter'
damals erhielt, noch immer eingesehen
werden. Und dann, die Eltern, die
Geschwister des Fräuleins nicht die
Spur einer Aehnlichkeit irgend einer
Art ! Sie fleht wie eine Fremde unter
denen, die ihre nächsten Blutsverwand
ten fein sollen. Ist das nicht auffal
lend?"
.Allerdings!" rief man von verschie
denen Seiten.
Baron Barkaczy zuckte aber die
Achseln. Das sind Erscheinnngen, die
man öfter beobachten kann,' folglich be
weisen sie gar nichts," sagte er. Uebri
gens liegt auch nichts daran; was wir
an Fräulein Horvath bewundern, ist ihr
Talent, ihre Kunst, und ich finde es
sogar beleidigend für sie, die Frage,
wer ihre Eltern sind, so sehr in den
Vordergrund zu stellen."
So höflich Barkaczy auch gesprochen
hatte, in seinem Tone lag doch etwas,
was Ethel wie einen Nabelstich empfand.
Ihr Blick streifte ihn flüchtig. Welch'
kalte, hochmüthige Miene, und der seit
same Ausdruck um den Mund! Je län
ger sie ihn ansah, um so lebhafter wurde
eine Empfindung des Mißbehagens in
ihr, der sie keinen rechten Namen zu
geben wußte, und gleichzeitig war es
ihr, als Hütte sie ihn schon einmal
irgendwo gesehen. Aber wo wo? Sie
sann und forschte vergebens, ihr Ge'
dächtniß verweigerte darüber den Auf
schluß.
Ein unangenehmer Mensch !' vachte
sie.
Dennoch benutzte sie schon das erste
Alleinsein mit ihrem Lehrer, um, auf
den Baron weisend, zu sragen : .Wer
ist dieser Baron Barkaczy, kennen Sie
ihn vielleicht näher?"
.Es ist ein sehr vornehmer Herr, der
das Glück gehabt, als Sohn eines
modernen Krösus geboren zn werden.
Ein schöner Mann, wie?"
.Schön?"
,T scheinst es nicht zu finden?
Bah, m so besser. Kleine !'
.Wie so?" fragte sie neugierig.
treu er ein cmderliüg it. wie war
ni.lt leicht eine zweiten iiubet. ?,e
iilöiisini und vornclMNkN Tainen die
ten alle Künste ouf. wärmere Erntn
düngen in ihm zu wecken aber ver
geben! Vornehm oder nicht, schon oder
haßlich, er steht Allen mit einer Ulrich
gilligkeit gegenüber, die ihnen die ttöpie
noch mehr verdreht, als sein fürstlicher
Reichthums
Ah. also doch etwa, ihm zur
Empfehlung dient, a interefsaut ist !'
ries tfth l lachend.
,P, Kleine, keine solche Gedanken!
Am liebsten ist e mir. Tu denkst gar
nicht an ihn; alle Tummheitc, durch
die wir unser Dasein verbittern, haben
ihren Ursprung in der Phantasie I'
.C, dieser Herr wird mir niemals
gefährlich werden !"
Ta ist recht. Wir haben übrigen
heute eine Hauptschlacht geschlagen, und
S wird nun rasch vorwärts gehen ; die
Zeit ist nabe. wo Tu in'S Feuer
kommfl. Halte Stand, und lasse Tich
weder durch lockende Augen, noch durch
lockende Versprechungen irre machen!"
Milkmacht war schon seit einer gan
zen Weile vorüber, als Ethel in de
Schauspieler Begleitung die Villa
Török verließ. Er hob fie in den bereit
stehenden Fiaker und sagte: Mir ist
sehr heiß gtwolden, und ich möchte lie
der zu Fuß gehen, wenn Tu Tich nicht
sürchtest."
Wn soll mir im Wagen geschehen?
Gehen Sie getrost Herr Kirmay."
Ich denke auch, daß nichts zu be
fürchten ist. sollte aber trotzdem etwas
vorkommen, so drückst Tu einfach aui
fUi. ... .Mis,4iAii itft lithtt
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Fenster ; dann hält der Kutscher sofort.
Also gute Nacht. Kleine, auf Mieder
sehen morgen Nachmittag."
.Josephstrabe Nr. 5; haben Sie
Acht auf das Fräulein !' rief er dem
Kutscher z.
.Herr Kirmay können ganz unbesorgt
sein."
Tie Pferde zogen an, und der Wagen
rollte die Allee entlang, die dem Stadt
Wäldchen zuführte. Ethel hatte beide
Fenster heruntergelassen und sog mit
Behagen die warme Nachtluft ein.
Tabei dachte sie an all' das Schmeichel
hafte, das man ihr über ihren Vortrag
und ihr Talent gesagt hatte, und bald
umgaukelten sie die freundlichsten
Träume. Plötzlich ward der Wagen
schlag aufgerissen, ei Mann sprang
herein uud ließ sich an ihrer Seite auf
den Sitz niedersinken.
.Jesus Maria!" schrie sie auf, in
die Höhe fahrend uud den Arm ans
streckend, um dem Kutscher das Halte
zeiche zu geben.
Ehe ihre Hand aber die Gummi
birne erreicht halte, wurde sie von zwei
kräftigen Armen niedergedrückt, heißer
Athem streit te ihre Wange und eine
schmeichelnde Stimme flüsterte ihr z:
Still. Ethel, mache Sie kein Auf
sehen!"
jZein Laut drang über ihre Lippen.
Trotz ihres heftigen Schreckens hatte
sie in dem Eindringling Gynla Anbassy
erkannt, und im gleichen Augenblick
war eine solche Schwäche über sie ge
kommen, daß sie weder einer Bewe
gnng, noch eines Wortes sühig war. ,
.Ich stand gerade im Begriff, bei f
Török einzutreten, als Sie mit Kirmay
die Treppe herunterkamen," sagte er
jetzt, wie zur Erklärung. Ein samofcr
Einfall vcm Allen, Sie allein fahlen
zu lafs.n, hätte mir keinen größeren
Gefallen thun können !"
Wie aber kommen Sie hierher, wie
war es möglich !"
Haben Sie nicht vorhin einen Fiaker
in voller Karierre an dem Ihrigen
vorbeijagen sehen !"
.Ja." lispelte Ethel.
Es war der meinige. Als ich der
Beobachtung Ihres Kutschers entzogen
war, stieg ich aus. stellte mich hinter
einen Baum am Wege, und nun bin
ich da. Ich bin Tir gut, Mädel !
Eigentlich ein sehr Überflüssiges Ge
ständniß. denn Tu weißt es schon
längst, ihr Schlautöpfe merkt ja das
Anbeißen eines Fisches sofort !"
So befangen und verwirrt Ethel
auch war. so heftig es in ihrem Innern
tobte, des Lieutenants Ausdrucksweise
fiel ihr doch unangenehm auf und un
willkürlich erinnerte sie sich Fräulein
Mihalys Worte. .
.Lange schon suche ich eine Gelegen
heit, mit Tir zu sprechen, aber sie fand
sich nicht. Auf offener Straße konnte
ich Tich nicht anhalten, zu Tir kommen
konnte ich auch nicht, und vom Schrei
den halte ich nicht viel." vlankerte
Andassy. ohne sich durch des Mädchens
anoauernocs schweigen beirren zu las
fen. .Nun." setzte er nach kurzer Pause
hinzu. .Host Tu mir oat nickt ,
sagen?' "
Ein eigenthümliches Surfen hnrliff
EtHels Glieder. Ter erste Eindruck war
tn den Hintergrund Getreten, für i,?n
Augenblick sogar vollständig verwischt.
uv mir vevenoer stimme, mit der
Elnth und Begeisterung eines Phantasie
vollen Weibes, gestand sie dem rfri.
zier, daß auch sie ihn liebe und daß
vie,e reoe die Quelle aller guten Vor
sätzt sei. die sie gefaßt. .Und diese Liebe
wud mein Leitstern sein si wirk im
große Künstlerin aus mir machen, denn
,cy weroe nicht eher ruhen, als bis ich
das Höchste erreicht habe, was in mei
ner Kunst ein We,b zu erreichen ver
mag ! Nicht um des Ruhmes, des Gel
des. sondern um Deinetwillen, um Tir
ein wenig näher zu rücken. Deiner wür
diger zu werden I"
So hei', und überzeugend auch der
Ton war. in dem sie gesprochen. An
dassy schien nicht im Mindesten davon
ergriffen, und es war. als ließe er die
fen Erguß über sich ergeben wie etwas,
was zwar langweilig, doch unvermeid
lich ist. .Bah. liebes Kind, dergleichen
verlange ich gar nicht, und es lohnt
wirklich nicht die Mühe, daß Tu Tich
meinetwegen so anstrengst. Tu gefällst
mir ganz gut so, wie Tu bist. Wirst
Tu aber auch mich allein lieben?"
Trog ihres Mangels an Erziehung
"nd Erfahrung fühlte sich Ethel durch
Nese Frage ebenso erschreck, als tief vrr s
'.tzt. Was dachte er von ihr. wojur
ncjt er sie!
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