Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, December 06, 1900, Image 2

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    tlni laska.
Der Schauplatz eine merkwürdigen
Oorfslls war neulich eine 3td:te an
der Latuqz !ßai, etwa hundkrt Stilen
von Skaguay. Hani Olson und seine
Gatlin hatten sich, nebst drei Bergbau
ern von Skaguay, auf eine Golvfuch
Expedition dorthin begeben, wohlver
sehen mit Lorräthen für einen längeren
Aufenthalt. Sie hatten mäßigen Er
folg, und die Arbeit des ersten Monats
lieferte mehrere Tausend Dollars. Die
öiet, dieses Sümmchen allein zu de
sitzen, erfüllte Michael Dennin. ein
Mitglied der Partie, mit einem furcht
baren Gedanken.
Eines Morgens safz man beim Früb
stück und wunderte sich, daß Dennin
noch nicht aus seinem Zelt gekommen
war. obwohl er sonst stets der Erste"
an der Schüssel' gewesen. Frau El
son machte noch einige Scherze darüber
und die Männer kicherten, -j- da plötz
lich sprang die Thür auf. und Tennin
stand da. mit der Schrotflinte in der
Hand! Ehe man sich von dem Erstau
nen erholte, hatte er zweimal gefeuert
und zwei seiner Kameraden todt nieder
gestreckt! Kein Wort sprach er dazu.
Schon holte er noch mehr Patronen
aus der Tasche, um auch Olson und
dessen Gattin in toie Ewigkeit zu be
fördern, aber wie eine Wildkatze
sprang die Frau auf ihn los. würgte
ihn am Hals und drängte ihn gegen
die Wawd. Ihr etwas schwerfälligerer
Gatte sprang jetzt ebenfalls hinzu und
hämmerte mit seinem Flintenlauf auf
den starken Jrländer los. bis derselbe
bewufztlos war.
Dann band das Ehepaar gemein
schaftlich den Mörder an Händen und
Füßen und rollte in in einen Bett
kästen. Obwohl selber arg erschöpft
von dem Kampfe, machten sich die
Ueberlebenden alsbald daran. Gräber
für ihre beiden todten Freunde am
Worstrand zu graben und sie zu bestat
ien.
Der festgebundene Mörder hatte
mittlerweile das Bewußtsein wieder
rlangt und stöhnte furchtbar. Hans
konnte es noch nicht über sich bringen,
ihn anzurühren; aber die Frau wusch
und verband ihm die Wunden.
Dann folgten Tage bangen Wartens,
welche Hans und seine wackere kleine
Frau fast wahnsinnig machten. Wa
ren die Beiden doch ganz allein in ei
nein wilden Lande, weit entfernt von
jeder menschlichen Gesellschaft, außer
der des gebundenen Mörders, welcher,
als er sich wieder etwas erholte, sehr
mürrisch wurde. Olson und seine
Gattin überwachten ihn abwechselnd
scharf, mit stets gespannter Flinte; die
Frau gab ihm Speise und Trank. An
einer hochgelegenen Stelle des Stran
des hißte Olson an einer Stange ein
Nothsignal auf. in der ßdffnung, ein
vorüberfahrender Dampfer wiirde das
selbe bemerken und ein Boot schicken;
ober diese Hoffnung wollte sich nicht er
füllen. Zehn Tage verstrichen auf sol
che Weise. Eines Tages schlug eine
Anzahl Siwash - Indianer nicht sehr
weit von der Hütte ein Lager aus; die
Olfons versuchten sie zu bewegen, ih
nen Dennin bewachen zu helfen, aber
sie wollten absolut nichts mit der Ge
schichte zu thun haben.
Mit der Zeit wurde Dennin mürbe,
und Spuren von Reue zeigten sich bei
ihm. Er redete ab und zu und gestand
offen, daß er die ganze Partie habe um
bringen, mit dem Gold nach Skaguay
zurückkehren und dann einMärchen von
einem Indianer Massacre habe erzäh
len wollen. Aber die Olson's glaub
ten an Todesstrafe und mußten über
dies auf ihre eigene Sicherheit bedacht
sein!
Als sie gar keine Aussicht sahen, den
Gefangenen in andere Hände zu liefern
und schließlich dem Armen der Gerech
tigkeit zu übergeben, entschlossen sie sich
endlich, die Hinrichtung selber zu voll
strecken. Frau Olson verurtheilte ihn
an einem Mittwoch in aller Form"
zum Tode und kündigte ihm an, daß
er am Freitag gehängt werde. Schär
fer. als je, wurde er dann bewacht. Er
flehte vergeblich um Begnadigung,"
endlich ergab er fich jedoch in sein
Schicksal. Frau Olson schrieb einen
Vollständigen Bericht über das Verbre
chen, verlas ihn und der Delinquent,
jern zu diesem Zweck, nach geeigneten
Worsichtsmaßnahmen die Bande der
Hände zeitweilig gelöst wurden, setzte
seinen Namen unter den Bericht, neben
'den Namen von Hans und seiner Gat
tin und den Namenszeichen von zwei
Siwash Indianern als Zeugen.
Am Freitag früh erfolgte die Hin
richtung, deren Anordnungen sämmt
lich von Frau Olson getroffen wur
den; der Delinquent ließ sich noch die
biblische Geschichte vom verlorenen
Sohne vorlesen, sagte dann mit matter
Stimme Ade, und Hans stieß das Faß
unter ihm weg. In einem Kreis ringS
um saßen schweigend die Siwash In
dianer. Nachmittags schnitten die Olson's
die Leiche ab und begruben sie neben de
nen der beiden Opfer. Es dauerte aber
sechs Monate, bis das Paar von dieser
Stätte wegkommen konnte! Die ganze
Geschichte, sammt dem besagten schrift
lichtn Bericht, wurde einem Bundesge
. richt vorgelegt, und dieses erklärte unter
den umstanden tue Todtung Dennin s
für gerechtfertigt.
' Hans arbeitet nach den letzten Nach-
richten zu Skaguay in seinem Berufe
,als Zimmermann. Mit den Goldgrä
! bern will er nichts mehr zu schaffen ha
den.
1
Gute Aussicht.
' Tourist: .Wo ist denn der schönste
Aussichtspunkt?"
Führer: Da g'rad vor Ihnen. Le
sen S' doch die Anzeig do: Frisch an
gestochen!"
5
Sehr richtig.
Bauer: Da lese ich alleweil von Dp
timist und Pessimist; aber dös weiß ich.
ich bleib' bei meinem alten Kuhmist."
SalgeHomor.
In alten Grich:sprotokollen Ui
löbl. Stadt Ehur. die kurz vor dem
Schwabenkriege so gerne eine freie
deutsche Reichsstadt geworden wäre, ei
aber nicht dazu brachte, herumblät
ternd. fand ich Urtheile und Erkennt'
nisse. die bei allem Ernst doch von ei
wm gewissen Galgenhumor zeugen,
und es daher verdienen, nicht ganz ver
gessen zu werden, zu einer Zeit, in der
wir ohnedies einer Bereinhcitlichunz
der Strafqesctzgebunz entgegensehen.
Im Jahre 1G97 hatte eine Frau in
Ehur das Unglück, daß sie einen ange
seltnen Mann in das Thal Josaphat.
nach Verfluß von drei Monaten und
einem Tage, citierte. Derartige Cita
tionen kamen häufig vor. Im Tbale
Josaphat soll nämlich das jüngste Ge
richt abgehalten werden. Eine Eiia
tion in dieses Thal war also gleichbe
deutend einer Vorladung vor den Rich
terstuhl Gottes. Die Frau wurde für
ihre Citation, die ohne Zuhilfenahme
eines Weibes geschah, zur kniefälligcn
Abbitte vor dem Stadtrathe verur
theilt. Mädchen oder Dirnen, die sich gegen
di Keuschheit vergingen, wurden mit
einem Strohkränzlein auf dem Kopfe
mittags durch die Hauptgassen geführt
und auf dem sogenannten Lasterstein
bor der Kirche eine Viertelstunde an den
Pranger gestellt. Waren die Vergehen
schwerer Natur, so wurde die Sünde
rin schließlich zu einem Stadtthore ge
führt und unterAndrohung der Brand
markung verbannt.
Die Austheilung einer Ohrfeige oder
sogenannten Maulschelle, sowie das
Ausreißen der Haare kostete je 10
Pfund, das Aartausreißen sogar 20
Pfund und in Davos 4 Gulden, weil
der Bart, wie noch heute, als eine Zierde
des Mannes galt.
Beim Diebstahl einer Henne wurde
der Thäter oder die Thäterin unter dem
Geläute des Rathhausglöckleins, das
entwendete Federvieh aus dem Arme
tragend, zum Freistein geführt und
dort auf 4 Jahre verbannt.
Ein Zunftmeister, der eine Spinne
rin in seinem Hause hielt, wurde ange
halten, dieselbe sofort zu entlassen bei
10 Pfd. Strafe.
Ein im übrigen ehrsamer Meister,
der seine Frau aber übel behandelt hat
te, erhielt drei Tage Arrest bei wenig
Brot aber genug Wasser.
Originell war die Bestrafung einer
Kupplerin. Sie wurde unter die
Feuerkübel gestellt und mußte dort, eine
Kanne und einen Brief in der Hand,
eine halbe Stunde stehen bleiben. Die
Fcuerkübel waren an der äußeren Seite
der Kirchenmauer aufgehängt.
Eheleute, die sich trennten und dann
wieder vereinigten, wurden von den
Nachtbuben in der Regel ausgesckellt",
d. h. sie wurden mit einer ärgerlichen
Katzenmusik bedacht. Nun geschah es
einmal, daß ein solches Pärchen in dem
Hause des Ctadtschreibers wohnte.
Während er mit der Ausarbeitung ei
nes wichtigen Protokolls beschäftigt
war, erhob sich plötzlich die Musik der
Nachtbuben. Im Grimm über diese
unbefugte Störung seiner Gedanken
arbeit, griff der Stadtschreiber nach ei
ner geladenen Mutzkete i:nd feuerte un
ter die Nachtschar, so daß ein Bursche
durch den Schuß schwer verwundet
wurde. Der Thäter scheint aber eine
ziemlich einflußreiche Persönlichkeit ge
Wesen ,zu sein, denn für die schwere
Verletzung eines Menschen erhielt er
keine andere als eine Geldstrafe, indm
er blos den Chirurg bezahlen und dem
Betroffenen ein Schmerzensgeld ent
richten mußte.
Schlimmer erging es einem Korn
dieb; der wurde durch den Henker an
den Pranger gestellt. Auf den Armen
trug er dabei zwei Kornsäcklein und
behielt diese Ausstattung, während er
durch die Stadt geführt wurde. Am
Schlüsse dieses Spazierganges traf den
Korndieb die Verbannung auf ewige
Zeit.
Zwei Frauen ließen sich einst beikom
men, an einem Sonntag in Reifröcken
zur Predigt zu gehen. Dafür wurden
sie unter Annahme mildernder Um
stände nur in zwei Pfund Buße ver
fällt, in Erwägung nämlich, daß die
Reifröcke gar klein und modest gewesen
und daß die Trägerin.ien angelobten,
künftig dem obrigkeitlichen Mandate
über Kleidertracht nachzuleben.
Ein Mann hatte in einem Hause
Wäschseile und zwei Hemden sich ange
eignet. Dafür sollte er vier Jahre auf
die Galeeren. Infolge seines de- und
wehmüthigen AnHaltens wurde ihm
diese Strafe erlassen und in die sol
gende umgewandelt: der Scharfrichter
sollte ihn an den Pranger stellen, dann
durch die Stadt führen und an allen
Kreuzgassen mit Ruthen bis auf das
Blut peitschen und zu guter Letzt ver
bannen. Mr geistliche oder weltliche
Obrigkeit, den Schulprä fes oder die
Scholarchen schmähte, mußte auf den
Knieen Abbitte leisten und 24 Stunden
im Gefängniß sitzen.
Ein Beamter der Stadt vergaß sich
soweit, daß er einer fremden Person,
mit der er Umgang gehabt, unter dem
Titel von Taglöhnen Anweisungen an
den Stadtsäckelmeister gab. Als die
Sache ruchbar wurde, mußte er nur
Abbitte leisten. Buße bezahlen und den
Schaden ersetzen. Beim Diebstahl einer
Henne wäre er weniger glimpflich da
von gekommen.
Ein junges Mädchen wurde wegen
Kindesmord zum Tode durch das
Schwert verurtheilt. Infolge ihrer
llncieseyenen Freundschaft" entging sie
jedoch der Enthauptung. Das Urtheil
wurde dahin abgeändert, daß sie am
Pranger stehen und der Scharfrichtei
ihr das rechte Ohrläppchen abschneiden
sollte. Sodann sollte sie lebenslang
lich im elterlichen Hause verwahrt wer
den und nie mehr zum Fenster hinaus
schauen! Dafür wurde der Vater haft
bar erklärt. Wie rührend ist die Be
stimmung im Urtheil, daß die Person
nie mehr zum Fenster hinausschauen
sollte! Man suchte sich offenbar gegen
den Zauber ihrer Erscheinung sicher zu
stellen. '
Tiefe kriminale BlZ'benlese wollen
wir nun mit der Erwählunq eines
nen Galgenstückleins schließn.
Ein Hutmacher. der nicht nur Filz
hü:e verfertigte, sondern auch mit sol
chen Handel trieb, hatte ein blühendes
Geschäft, bis auf einmal ein Strchbut
Händler ihm Konkurrenz machte. Jn
folge dessen ging das Geschäft de!
ersteren immer mehr zurück, und trau
rig ließ er den Köpf hängen, bis ihm
endlich ein rettender Gedanke das Hir.i
durchzuck:?. Es begab sich nämlich,
daß um dieselbe Zeit ein gefährlicher
fremder Raubmörder ergriffen und ze
henkt wurde. Als er am Galgen bau
melte, ging der bedrängte Filzhutma
cher mit einem Strohhut unterm Arm
nachts zum Galgenhügel und prakti
eierte in der Dunkelheit den mitgebrach
ten Strohhut dem Gehenkten aus d?n
Kopf. Andern Tages hatte der Stroh
hutmacher für den Spott nicht mehr zu
, sorgen. Der Filzhutmacher hatt die
Konkurrenz auf viele Jahre gründlich
aus dem Felde geschlagen.
Tie Jagd und das Sprichwort
Den Jägern sagt man nach, daß sie
ausgezeichnet .Jägerlatein" sprechen, d.
h. unmögliche Jagderlednisse erdenken
und ausschmücken können, ferner, daß
sie eine gar durstige Leber" haben,
denn der Jäger und ftin Hund, die
saufen alle Stund'." Daß aber sogar
das besonders bei den Studenten so
beliebte Wort Kneipe' der Jäger
spräche entstammt, dürfte gewiß viele
überraschen. Das Wort Kneipe' ist
der Sprache der Vogelfänger entnom
men und bedeutet eine Spalte in inem
Holze, welche klemmt und festhält, im
besonderen das Holz, welches von den
Bogelfängern gebraucht wird, um im
Stangenholz, wo das Unterholz zum
Anhängen und Befestigen der Vogel
stricke' (Bügel" oder Sprenkel")
fehlt, ebenfalls Stricke anzubringen
und die Schleuse" nicht zu unterbre
chen. Sodann nannten die Vogelfan
ger auch die abgelegenen Waldschenken
und Winkelwirthschaften Kneipen", in
denen sie festgehalten wurden und man
cher lockere Vogel gefangen wurde.
Ueberhaupt sind aus der Jagdausspra
che viele Ausdrücke in die allgemeine
Sprache übergegangen und finden noch
heutigen Tages vielfache Anwendung,
ohne daß der eigentlich Ursprung und
die Bedeutung derselben gekannt wird.
So bedeutet auf Knall und Fall" den
Schuß und das gleichzeitige Zusam
menstürzen des Wildes. Eine feine
Nase haben" deutet auf die Spürnase
des Jagdhundes hin. Sich drücken''
heißt so viel wie sich durch Niederducken
den Blicken des Jägers entziehen.
Durch die Lappen gehn" erinnert an
das Umzäunen des Jagdgebietes mit
Garn, Netzen oder Tüchern, welche letz
tere im Winde .flatternd, das Wild vom
Durchbruche abhalten sollten, oftmals
aber ohne Erfolg. Prellen" war
früher ein belieo!:Z Waidmannsver
gnüg?n bei der Fuchsjagd, wobei der
Fuchs auf straff gespannten Tüchern
in die Höhe geschnellt und wieder aufge
fangen wurde. Der Ausdruck auf
den Leim gehen" rührt von dem Vogl
leim her, der zum Vogelfang benutzt
wurde, und Pechvogel" hieß der, der
an den Leimruthen kleben blieb.
Pfiffig" war der Jäger, welcher die
Vogelstimmen zum Locken gut nach
pfeifen konnte und alle Pfiffe verstand.
. Ausgehetzt" ist dasjenige Wild,
welchem durch keine Hetz beizukommen
ist. Mit allen Hunden gehetzt" nennt
man ein Wild, besonders den Fuchs,
der, oft in die Enge getrieben, immer
wieder glücklich davon abgekommen ist,
und ebenso einen Menschen von Zweifel
hafter Güter in ähnlicher Lage. Eine
wahre Hetzjagd". Abhetzen" find heute
viel gebrauchte Ausdrücke, wie sie über
Haupt dren noch viele finden, die auf
edle Jägerei zurückzuführen find.
Im Konzert. Ein langmähniger
Pianist gibt in einem Konzert ein Furi
ofv zum Besten, das mit geradezu
stürmischer Tonmalerei Himmel und
Hölle in Bewegung setzen zu wollen
scheint. Eine alte Dame, die dabei vor
Verwunderung verging, rief in ihrem
Entzücken aus: Ach. wie schön das ist
. . . . Jetzt hört man den Lärm der Ka
nonen .... Jetzl wird die Stadt ge
stürmt, jetzt schlägt man fich in den
in den Straßen Die Soldaten
überlassen sich der Plünderung."
Wenn fie wenigstens das Klavier fort
schleppen möchten!" seufzte ein laltblü
tiger Nachbar.
E i n e F r a u hat in Philadel
phia einen Haftbefehl gegen ihren
Mann erwirkt, weil er sie zu sehr liebt.
Man schreibt von dort: Wahrend in
der Regel sich die Frauen wegen lieb
loser Behandlung seitens ihres Ehe
gesponses zu beklagen haben, hat
gerade das Gegentheil James Griffin
vor den Magistrat O'Brien gebracht.
Er hat seine Frau zu lieb, während sie
von seinen reichlichen Zärtlichkeiten
nichts wissen will. Frau Griffin ist
in einer Familie bedienstet. Dr ein
zige freieTag. den die Frau allwöchent
lich hat, genügt ihrem Gatten nicht zur
Bethätigung seiner Liebe. Allabend
lich lief er nach dem Haus, wo sie be
dienstet ist, er umarmte und küßte sie.
bis sie endlich es nicht mehr aushalten
konnte. Mehrere Male warf sie ihn
aus dem Hause, doch das dämpfte seine
Leidenschaft nicht, und schließlich er
wirkte sie inen Einhaltsbefehl." Grif
sin erzählte dem Magistrat, daß er un
möglich von seiner Frau wegbleiben
könn, da er sie zu gern habe und ohne
si nicht leben könne. Die Einwände,
daß Griffin durch seine Besuche die
Stellung seiner Frau gefährde, mach
ten keinen Eindruck, weßhalb der Ma
gistrat Gattin u. Gatten bat, ihre An
gelegenheit selbst zu regeln, und Grif
sin entließ. Sofort sprang er auf seine
(ftrem zu, herzte und küßte sie trotz
ihres uioernreoens unier oem ia;i
s Undcn Gelächter einer großen Zu
. schauermenge.
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für Familiengcbmuch
eine Spezialität.
Rindernieren geschmort. 1 Pfund
Nieren werden Stunde gewässert,
dann von allem Fett befreit und in
nicht zu dünne Scheiben geschnitten.
Nun läßt man im Schmortopf 100
Gramm Butter hellbraun schwitzen,
giebt die Nierenscheiben hinein, streut
Pfeffer und Salz, sowie eine in Würfel
geschnittene Zwiebel darüber, den Topf
fest zu und läßt die Nieren bei mehrfa
chem Schwenken in Stunde gar dün
sten. Dann nimmt man die Nieren her
aus, giebt Liter Brühe oder kochendes
Wasser in den Topf, verquirlt diese
Sauce mit 10 Gramm Mehl, setzt den
Saft einer viertel Eitrone zu und kocht
seimig. In dieser Sauce läßt man die
Nierenscheiben wieder heiß, werden und
giebt sie in der Sauce zu Tisch. Man
hüte sich, die Nieren zu lange schmoren
zu lassen, da sie sonst hart werden.
Baumsatz. Pflanze deine Bäume
womöglich im Spätherbst. Je fester der
Boden, desto weiter und tiefer muß der
selbe gelockert werden. Bäume, welche
du nicht gleich setzen kannst, grabe, ehe
sie an den Wurzeln trocken werden, gut
in die Erde ein. In nassem, kaltem
Boden pflanze deine Obstbäume im
Frühjahr; doch mache deine Gruben
schon im Herbst zuvor, daß die Erde
durchfriert und locker wird. In nas
sem Grund pflanze die Bäume auf
Hügel. Noch Fertigstellung der Gru
ben werfe dieselben halb zu, daß sich
die Erde vor der Pflanzung genügend
setzen kann. Die Wurzeln des Baumes
beschneide mit einem scharfen Messer
so, daß nur die durch das Ausgraben
beschädigten Theile entfernt werden
und die Schnittflächen nach unten se
hen. Birnbäumen kürze die Pfahl
wurzeln stark ein. Setze den Baum ja
nicht tiefer, als er in der Baumschule
gestanden, und bedenke, daß er sich mit
der ihn umgebenden Erde noch fetzt.
Breite die Wurzeln möglichst wagrecht
aus und sorge dafür, daß dieselben mit
guter Erde umaeben werden, welche mit
den Fingern sorgsam zwischen dieselben
hineingebracht wird. Schlämme den
Baum nach der Pflanzung mit Wasser
tüchtig ein und befestige ihn lose an ei
nem schon vor der Pflanzung beigesteck
ten kräftigen Pfahl, der bis zur Krone,
ober nicht in dieselbe hineinreicht.
Wenn möglich, bedecke die Baumscheibe
mit Strohdünder, damit der Boden
gleichmäßig feucht bleibt und nicht kru
fiig wird.
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KorncoM, KTebr.
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in Barrels. Kegs und Flaschen.
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