Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, October 04, 1900, Image 7

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    To13xo.s1ilq, Staats-üxizeigser
Gage abgeführt!
W! mit ich! anbfiS tiratteien. hat
Perl Schurz in einem jweitfn offenen
Brief ttx ifrividerung tt StaaUse
steter Öaae caf seinen eisien Brief
I da djaiafttrisirt, rcas sie war.
sin höchst schwache Machiverk. Herr
CJoge hatte Wcnntlich behauptet. daö
g7ger..vätti Go'd . Standard Gesetz
lim leine Okmiihr gegen den Silb'p
schrecn", sau Bryan gewählt iverden
soll, und der (5cnzrefz tönn auch
l:'.n klkksserui-.n mc:,r vornehmen,
da dir .'tinrrriit dies zu vcrhincern
suchen werde.
In Vezu a::s Diesen letzteren Punkt
r.cicert Schurz: Meine Parlament
tische isriVnina. hat mir gezeigt, daß
Wenn Sie als SchaZamtesectetät ein
einfaches gesetzliches Vorbeuzungsmit
iel ntrottKn, es am erste Sitzungs
tage vor den (5oiKzreß bringen und
die Majorität mit dem festen. (?nt
schlusz. es fliegen jede obstruktive Tak
tik zu. schützen. ouf.r Passirung des
selbert bestes), die dreimonatliche Sitz-
1!Itrt6N,rrn Jlir WrtlTirimrt e Csi
"Jl v ' rt' 'Mtl vw
tzcs rnrtjr als hinreichen würde. Die
Sache wird sich ganz glatt machen las
sn. wenn die republikanisä Majori
i f fest dazu entschlossen ist. Oder
glauben Sie etwa, daß dieselbe nicht
dazu entschlossen sein wird, selbst wenn
eine solche Handlungsweise nöthig
wäre, um die Goldwährung zu retten?
Wenn sie es nicht sein sollte, dann wür-
Wape ditrd)
Herr Oage am ?K. August l!0rt:
lf dkftchl kcin ,-iweiftl, dK Vran
seinen crtiaHiiiutfcjrlrdiic aittvkisen tonnte,
die csaminlk in ,!'! zahlbare öfskiiliichk
d)ulb sowohl wie alle laiifkiidrn !Xrg,irr
nffSangabkn, die sich auf $1,.W,MK dii
$1,7.M,(kk. pro Zag belaufen, i über )u
bc jabltii.
Iah er eine solch? ?Iweisg fltfefn
würbe, ist gleichfalls sicher, soser kr och so
gksoniik ist, wie lKiNi. .. ( würde ihm
sehr schivrr loerbkn, tt sofort , thun, tos
Lchaizamt der Rcgikrnng ftcht cgcnwäriig
sehr srft ans dem Bvdcn der Goldwährung,
inschliksilich der Rksrrve von ZI,',,i,,w.i'
gegenüber den Legal Tender-Nvlk best lit
lind conkrollirt bis Rkgicrung mrhr alS
K2ii,i'i),i in gk,iin,lkni nd Barren
golb: sie desiizt nd conkrollirt dagegen nur
ungefähr Ui,0tM,(MK in Silber, der Rest
b über bcjiiibft sich enlwkder in We
sialt von Titbercertifikaten ober in der von
Cilbkrmii,kn beim Polke im Umlonf,
.Jndcffen die vom Schatzamt onsgkhkndk
Vnliinbigiing seiner Absicht, zur Begleichung
aller nicht ansbrülklich i old zahlbaren
,'jiuskn der öfsciitlichkn Schuld Silber zu
zahlen nd keine täglichen Zahlungen an
seine iidigr in Silber z leiste, würbe
den ,'tstrom von Piolb aushörcn lassen oder
ivrnigitcns die (oldzahlunge in sehr gro
s,ki Masiftabe bermindcr unb demenlspre
chend ahlnngkn an das Schoia,nl in Sil
dcr und Silbercerlisitaien vernikhren.
,Man lann daher im BoranS annchmen,
das, i ?olgc bcllochtticher Sophisterei an
einem gar nicht fernen Zage die ,1c it da sein
wird. in wclchcr alle NcgicrngscinnohmkN
in Silbcrbollar oder Sildcrccriifilalkn ein
gcdcn und alle Rkgicriingsonsgabc in Sil
bcrdt,llaj vbcr Silberccriisilatcn erfolge
werden,
Ans diese Wisc würde ei KreiNaiis von
Cübcr gkiche.fftn ivcrdcn! ans dem Schoq
mt in 'bis Händc des PvlkcZ, vom Volke
in die ?atr, von den Paulc in"6 Zoll
haus und in die franbe der ,ilaldstccr
pollctiore, ?ani wäre die Rkgicrnn thatsochlich
ans einer Tildcrdofi?, nicht wahr?
?a wurde ohne Zwcisel erreicht werden,
nd die !cgik?ng wäre im eigcnilichkn
Sinne auf einer TilberdasiS.
Wie würd? dok den Ircdit der Rcgier
ng bccinslnsscn?
.Sehr verdängnisivoll. Tarübcr habe ich
fcirien ,'jivcifel,
.Auf Grund sein Erklärung vom
lö. Juli ist es also Herr Gage, der in
Folge seiner Erklärung vom 25. Aug.
gegen sich selbst di Anklage falscher
Alanne" crljcbt; in d?r einen Auslas
sung vernehMN wir den Finanzsccre
tär. der d! Geschäftswelt beruhigt, in
der anderen den Parteigänger, der, um
seinen Eanditxiten zu helfen,, alle Ar
ten von Teufeleien und Trubel an die
Wand malt. Es tft ein er,ucn. cas
amerikanische Volk mit der Drohung
einer Geschäftspanik so in Angst zu
l?cd!u Rooscvclt' glmmhiite
fdzrcibctt. .Wir miisscn in nicht mikzuverslehender
Weise zeigen, das; das amerilanische Volk
tzin Pcgiiine des zwanzigsten Jahrhunderts
4ier Pflicht ruhig und einst gegenüber
tritt: das, es nicht beabsichtigt, die aukervr
deutlich' matcricllc Wohlfahrt, die es zu
Hause krrungen hat, durch Thorheit oder
cieilosigtcil zu becintrachligcn, oder zuzn
Ia!icn, da seine flagge im Auslande e
ehrt wird. Theodore Rooscvclt i sei
ncm Aunahmcschrciben,!
Das Unglück ist nur, Hr. Roosevelt.
datz die amerikanische Flagge bereits
entehrt ist. und zivar durch unsere ei
gene Regierung, indem sie auf den Phi
lippinen einem verbrecherischen Angriff
vorangetrogey wird. Diese Entehr
ung ist eine viel gröszere. als durch eine
noch ss schlimme Zkiederlage unsere:
Waffen geschehen könnte. Was die aa
ßerord niüch? materiell' Wohlfahrt, de
ren sich dos Lanö angeblich erfreut, an.
betrifft, so ist sie leider nur die Wohl
fahrt der Millionäre, aber nicht du
Wohlfahrt der Massen.
Nachdem die Damen bereits
seit längerer Zeit ihre Gürtel un,
Kleider hinten mit großen Nadeln und
droschenartigen Verschlüssen, sowie die
Haare am Hinterkops mit ähnlichen
Schmuckstücken verzieren, fangen sie
neuerdings an, auch die steifen Mili
iarkraqen, zu denen sie die jetzige
Strangulier Mode verurihcilt, hin
!en mit richtigen Broschen zuzustecken.
Wenn das so sorlgeht. werden sie auch
,it ibxtv. br:?:? l?ckmuä. w'i Kei
den die Revllblikanet damit einfach f
dm ainerikanischen Volke sagen: .Wir
sind die Leute, welcke die Woldrorchrtina
erdalten können. -Darum müßt Jr:
un in unserem Amte lassen, im im
in wir wellen, mit schädlich ei av.&
kein waa. Denn wenn Jbr gegen i'n:
stimmt, dann lafftn wir die Goldwä
runa. j'Jtn Intscl gehen, selbst wenn
wir lie re.ten tonnten. Wir haben (such
an der Kehle und wollen uch an der
M't.tt." Wenn diese? tlja;fäf
liest die ?ein:ing der im Äint kfinll:-ct-en
Nepublikaner ist, so wird das äto'.I
bald die ttcberzeugung gewinnen. des,
rieselben eine öffentliche ttesahr bilden
und aus jeden F.itl aus dem Wege gc
scüafst werden müßten. Und sie wo!
len doch arois, nickt, das, I'Kre Pa::ci
in einem sclcben Ciitte erschein'?"
Was dann die angeblich: tücktnut-.1
tigkeit d?s (Wetzt betrifft, so führ! Hr.
Tchurz den Staetär in gerade: tfn
licher Weise ad; er schreibt: .In l.e
scm Falls habe ich gute Autoritäten iür
meine Opposition gegen Sie. und mer.'
wiirdir Weise befind Sie sich, Hr.
Sekretär, in ganz prominenter Weise
darunter. Am 15. Juli gaben Sie em
Interview über genau dasselbe Tbe
ms, lvelches kürzlich wieder abgedruckt
wurde und welches einen starten Con
traft zu dem Alarmruf bildet, welc-cn
Sie einen Monat später ertönen liefen.
Es ist interessant, diese beiden Aeuer
l.ngen nebeneinander zu stellen."
0tju iilcvfühvt.
i?err 'age am I',, )uli 1900:
,)ch bin überzeugt, das, da?
neue Oiesei die 'i o I b iv ä h r u n g
über jeden Angriff befestigt.
tt fei den, es werde vvrsolich verlci,!
( ist ivohl wahr, das; dem Silber nd dem
Papicrgcld dcr Vcr. Sloale die Lcgal Zcn-bcr-Qualilät
nicht cnommcn ist. Tas wäre
auch ein bkinkrtensiverlhes nnb bennruhi-
geudes llntersonge Was würde e
mir a?machcn, wenn ich BondS besäke ud
Herr Brnan sciucn Schaqomibselrclär an
weisen sollte, aus seinem beschränk Por
ralh von Silber-rollarS einige hcrauiu
greifen, um damit die Bouds ein,oien?
Würde ich ich! sofort das Silber bei ine
er Bank deponiren und dagegen einen t'b,:s
liehen, genou i, als wenn der Sctreiar dic
crstonbigcre Zaklik befolgt hättc, mich mit
eincm tlnicrjchaamis Heck zn bezahlen?
?ch glaube, dass Silber nie.
mal unter Parität mit o l d
s i n k e n w i r , Dcr Brennp dcr Si
Iiialion ist, das, in dem neuen Gcsel! geig
netk MaKrcgcln gegeben find, ein derari'gcS
Ereignis; zu v e r h i n d e r n Es ist
durchaus nlveskntli6, ob ein Schahamlsje
kretär die kindliche Taktik befolgt, aus diese
Bonds an Stelle von Checks Silbcrbollars
zu zahlen, da wie ich gezeigt habe, alles
e l d der V e r. S t a a t e n i n W o I b
um setz bar ist, ?as sind die bestimm
Icn Borschrisken dcs nciien diescl
bcn können nicht andkrs, als die olvwäk
rnng erhalten, es sei denn mittels einer
rjal,lichk Perlciznng der durch das ik
seli dem Schaizamts Sekiktär aufcrlkgtcu
Pflicht. ), Jalle dcr Erwähl,, Yerr
Br,an's würde, dcnkc ich, d i e M v I d w ä h
r u n g entschieden erhalten w e c
den, so lange das G e s e , im G e
kedducke erhalten bleibt,
versetzen, das; es alle anderen Fragen
unbeachtet läßt uwd abgehalten wird,
ein Votum abzugeben, das ine Verur
theilunz der imperialistischen Politik
McKi'.ileys bedeutet.
.Ich für meinen Theil lasse mich
nicht so ierrorisiren." fügt Herr Sckurz
!,in?u, r nd damit dürfte er allen selbst
denkenden Wählern aus der Seele gc
sprachen haben; denn, so schließt Hcrr
Schurz, .es giebt Fragen, in Bezug auf
welche gar viele amerikanische Bürgcr
ein starkes Pflichtgefühl besitzen."
Z,vri Urnltcv Clcveland's
für ryatt.
Grover Cleveland selbst hat eZ
zwar, mit bekanntem Takt, abgelehn:.
im jetzigen Wahlkampfe Wort und
Partei zu ergreifen, aber man kann
leicht schließen, wo er steht, wenn zwe'
ihm in Denkungsart so sehr nahe ste
hende Männer, wie Richard Olncy.
sein großer Minister des Auswärtig
gen, welcher sich der Schwachen . an
nahm, statt sie zu unterjochen, und in
der Benczuela-Fraqe England auf d:e
Knie zwang, und W. L.'Wilson. sein
ausgezeichneter General-Postmeister,
sich offen für Bryan erklären.
Ersterer spricht unumwunden xv.?,
daß er nach wie vor gegen . gois:
Punkte der Kansas Eity PIa!,n, ;
sei. daß aber McKinleyismus dc.
Land mit größeren Gefakren becrcr-.
als vor vier Jahren dcr Bryanismu -,
Die von letzterem heute noch drod?"
den Gefahren würden von repub!::--niscber
Seiie absichtlich weit über ' :
bcn. wenn sie überhaupt noch bestün
den. len. Medaillons, Vorstecknadeln und
wohl gar Uhren nach der Schattenseite
.moven", was nicht nur der biblischen
Mahnung: .Wirf all den eitelen Tand
hinter Dich!" entsprechen würde, son
dcrn auch, was ganz besonders die Uh
ren anbelangt, deshalb höchst wün
fchenswerth wäre, weil man dann bei
den reizenden Geschöpfen schon von
hinten wissen könnte, was es eigentlich
bei ihnen geschlagen ha:. ,
Sie DlttlWlnrn-Frzgr.
l'ou ?aUol ZttüUer,
Pj Cifalenanl'WcuMrneui von Cljio
ur.6 früher Äeneral Konsul ia
Frankfurt a. M.
(Fortsetzung.)
Tie Friedenskomn'issäre hatten ihr
.wunderbare" Werk im Sinne ihrez
Auftraggebers vollbracht; als ein Fr:e
densokument konnten sie es rn:n,
schwarz auf iveiß, getrost nach Hause
bringen. Präsident McKinley legte es
der Senate zu leinet Billigung vor
dessen nicht c-chtend, daß es in seiner
Philippinenklarsel die wuchernden
Keime, kommender Krie.ie und inter
nationaler Verwickelungen in sich trug,
gegen welche der Vater des Vatetlau
Iti so eindrinc;l:ch warnte.
Ich gehöre zu den Alten, die nch
an eine höchere Entwicklung dei Men
schengkschlrchls und auch daran .zlau
den. kwß die politische Freiheit die Un
gereclitigkeiten uc den Mißbrauch oer
Gewalt unmöglich mache und im vf
fenilicden Lelcn dem Verdienste den
Z'orrang sickere. Im gegenwärtigen
Falle sah ich mich in diesem Glauben
bitter enttäuscht. Statt den Vert'ag
mit seiner anrücdigen Philippinen-Be-siimmung
ibrcn Autoren vor die Füße
zu werfen, fand er die erforderl'che
Ziveiorittel - Mehrheit der Mitglieder
im Senate: itr.'.r Körperschaft, die ja
vor ollem z.im Wächter über die Rech'.e
und Freiheiten res Volkes berufe., ist.
obgleich sie ihre Stellung nicht der di
rekten Vo'lswahl verdankt.
Diese V?r:rettt auf den kurulischen
Stühlen sind sie bereits so imperialistisch
geworden, um die Rollen selbstständi
ger Herren zu spielen, und die Wünsch:
des Volkes zu mißachten und als Bal
last zu betrichien. so bald sie nicht mit
ihren l-elbstintcressen übereinstimmen?
Haben die Herren Senatoren auch
nur daran gedacht, die Meinung ihrer
Konstituenten ciiz,iholen und deeen
Jnstru.'noncn zu berücksichtigen?
Was ist denn seit dem McKinley
Regiment aus dem .Volkswillen" ge
worden, vor welchem die modernen Au
guren vor der Wahl so viel HübscheZ
zu deklamiern haben?
Nie vorher wurde die Nichtigkeit die
scs Volkswillens in grelleren Farben
illustrirt, als bei den Vechandlungen
über jenen Philippinenschacher. der viN
so unheimlicher anti-demokratischer
Tragweile ist, daß er alle unsere frei
heitlichcn Anschauungen und republi
kanischen Tendenzen auf den Kopf
stellt. Doch von ähnlichem Gesichts
punkte absehend, hätte man von den
zahlreichen juristischen Koryphäen, die
mit des Senators Toga bekleidet sind,
erwarten dürfen, daß sie erkennen wür
den, daß der Pariser Vertrag, soweit
die Philippinenklausel in Betraazl
kommt, ab in'lio ungültig war un
daß er nicht einen .treaty" im Sinne
unserer Versasung darstellt. Ihm fehlt
die unerläßlichste Bedingung eines sol
chen: näu.lich die Einheit. DieSchlich
tung der Di'''crcnzen. welche der Krieg
vcrursachte. war das einzige Cbjeü
der Friedensverhandlung und muß
t somit das einzige Objekt blei
ben. Die Philippinen - Frage hat
damit nicht das Geringste zu thun, sie
war den Vertragsabstchten ganz fremd,
ja gegensätzlich und damit unvereinbar.
Konnten die Senatoren, welche wk
gen vermeintlicher Handelsvortheile
für den Vertrag stimmten, von einem
Volke, welches einmal entrechtet .:nd
welches es sich zum ewigen Feind ge
macht hat, solche Handelsvortheile er
warten? Oder hat ewa der Gedanke dabei
mitgewirkt, daß durch den Erwerb der
Philippinen verbrauchten Polikan:en
eine Gelegenheit zur Versorgung, oder
Spekulanten, denen die Union ich.'
mehr grof. genug ist. ihre Asbeu
tungsfähigkeit zu entfalten, neuen
Spielräum zu geben?
Daß die größere Masse unseres ar
beitenden Volkes aus den Erpansions
gebieten irgend welchen Vortheil zu
zielen vermöchte, daran hat doch sicher
lich leiner der .Ja-sager" gedacht. So
weit es sie-anging, hatten sie den Wün
schen ihres Meisters entsprochen? der
Friedensvertrag, wie sie meinten, war
sicher unter 7ack und Fach gebracht
worden. Mit freigebiger Hand hatte
das Repräsc''tontenh,ius die Zahlung
der 20 Millionen Dollars cms htx
Volkskasse willigt und seiner Purici
botmäßigkeit cilänzend Genüge gethan.
Eine solche Bagatelle war ja von leinet
Bedeutung zu i,ner Zeit der Prosperi
tät, wo die Millionen nur so aus der
Erde wachsen, die Trusts und Mono
pole die tastbarsten Blüthen treibe
und wo es selbst dem einfachsten Mann
über 7!acht gelingen kann, zu unermeß
Iichem Reichthum zu gelangen.
Trotz dieser glänzenden Umstände
und der Anstrengungen der gelbenHur
rahpresse vermochte sich das öffentliche
Gewissen nicht über den schmachvollen
Philippinenihandel zu beruhigen, in
dessen Schoos Unglück und Verderben
! brütet. Patriotische Männer erhoben
, sich, den wahren Eharakter des Wech
I selbalfs zu enthüllen und dessen
! schlimme Wirkungen vorauszusagen,
den er seiner Natur nach und aus
Gründen innerer Nothwendigkeit her
vorbringen werde. Doch von fcer for
malen Ungültigkeit des zwicspaliiZcn
Fricdcnsdokum.'nis abgesehen wel
( ches Acczuivülcnt sät Amerika für die
i zwanzig Millirn.'tt erhalten? Spcini.'n
Bette a aus den Inseln nichts Reale?,
i.Vx -u rrttc'e. Seine Obnbckx:
ur.5 cllks. w:S ti früher cn Touverä
ni'.t t der sogenannun historischen
Seittn dort besessen fcoirec mag. lag
in den Tr'-itUn Ui Haferk von Ma
nila beZiadln. Die Oberhoheit übet
ein ilazi cdtt übet ein Volk da
hätten doch wahtlich unsere Staats'
?änvet wissen sollen ist kein übet
lragbates Objekt; sie ist ein Abstrak
tum. ein Phantom, dis mit der tealen
Macht, die bintet ibm stand und ti
schützte, versch.vand. Unsere nationa
kn Vetireter müssen sich deshalb den
nicht beneidensiverkhen Vorwurf gefa!
len lassen, daß sie. um eine bekannte
cedkfizt -u gebrauchen, eine Katze
im Sack gekauft hab.-n, welche zum
Uelerflusse noch sich als eine blutgie
tige Tigerkatze erweisen sollte, und da
für einen lächerlich hohen Preis bezahlt
haben.
Da unsererseits der spanische Krieg
aus humanen Beweggründen angefai:
gen wurd so wäre es doch eher am
Platz gewesen, den Spaniern ein plii.
lanthr.'pisches Schmerzensgeld zu be
zahlen nd. was noch humaner und ge
rechtci gewesen wär, die zwanzig Mil
lionen den armen Filipinos vorzu
schießen, um sie in den Stand zu setzen,
sich aus ibrem Elende zu retten uno sie
pi socialem utnd politischem Aufbau
ihres ausgesaugten Landes zu besäht'
gen. Das wäre eine, des freien Aine
tita würdige That gewesen, die jenes
Volt uns zu ewigen, dankbaren Freun
den gemacht und mehr wie alles an:er;
die wahren materiellen Interessen
zwanglos gefördert hätte.
(Schluß folgt.) j
Prosperität." c
Was die Arbeiter von der vielgepric
senen .Prosperität" denken, hat Fora
ker in Aoungstown. Ohio, erfahren.
.Prosperität", so sagte er. .ist die
Frucht der republikanischen Partei.
So lange als McKinley Präsident ist.
wird die Prosperität nicht unterbro
chen werden."
.Sie ist schon unterbrochen," rief ein
Zuhörer, .denn alle Mühlen sind ge
schlössen." An eine solche Unterbrechung hatte
der Senator nicht gedacht. Er wurde
ganz toth und war mäuschenstill. So
dann sagte er: .Ich glaube, es ist wahr,
daß einig Mühlen in dieser Gegend
zeitweise geschlossen sind."
.Alle, mit einer einzigen Ausnah
me," rief ein anderer Arbeiter.
.Es thut mir leid." antwortete Se
nator Foraker, .aber es ist kein bau
erndes Unglück. Wenn Eure Lohnska
la unterzeichnet ist. und ich glaube, daß
es bald geschehen wird, dann werdet
Ihr beflä.'dige Beschäftigung haben."
Aber wir müssen uns ein Herabse
tzen der Löhne gefallen lassen," sagte
ein anderer Arbeiter.
Foraker, ganz verwirrt, wurde böse
und sagte: .Ihr könnt das Schließen
der Mühlen nicht der Administration
zur Last legen. Es ist dies nicht das
erste Mal in der Geschichte des Landes,
daß die Mühlen geschlossen wordcn
sind."
Und das war das Ende von Fora
kers Rede über die .Prosperität".
Indem er sagte, die Administration
sei nicht verantwortlich für das Schlie
ßen der Mühlen, gab r zu, daß sie
auch keinen Kredit für das Eröffnen
der Mühlen beanspruchen darf, denn
wer die Mühlen öffnen kann, hat auch
die Macht sie offen zu halten.
Kurzgefaßtes.
General Benjamin Harrison, der
auch einmal Präsident der Ver. Staa
ten war. ist ebenso mumm und stumm,
wie Thomas B. Reed. der einmal der
bedeutendste Republikaner dcs Landes
wcir und es auch heute noch ist. Statt
ihrer haben die McKinley. Hanna.
Roosevelt, Scott, Stewart u. s. w. daS
große Wort. So ändern sich die Zei
ten.
Nachdem sich unser Land mit sei
ner Volksregierung während der t
ten 100 Jahre so kräftig entwickelt und
Amerika zur größten und stolzesten
Nation der Welt gemacht hat. ist es
sicher nicht am Platze, wenn Leute vom
Schlage McKinley's sich einbilden, daß
der Präsident allen Vorkommnissen
gewachsen und daß die Fähigkeit zum
Regieren dem Volke abzusprechen
fei. Hoffentlich wird das Volk im
November dn Beweis liefern, daß es
die Fähigk it zur Selbst-Regi:rung
noch in größtem Maße besitzt.
AnfttNrer des Volke.
Dcr diesmalige Anführet der deut
schen Republikanct schrieb sich im Iah
te 1890 in seinem hinterwäldlerischen
Blatte, depi Walrboten" in Medford,
die Finger ob, und stumpte den Staat
Wisconsin zu Gunsten des S ch l g e
setz es, welches den deutschen
Gemeindcschulen den Gar
aus machn sollte.
Heute schreibt red brüllt er für Im
perialismus, Militarismus, Ezpan
sion, Trusts, etc. Wer ihm folgt, wird
wie damals angeführt sctn.
Amcrilul.
Deutsch . Amerikanisches NattonaMed.
(Copyright reserred.)
Ttoric:
i t U c . t am N h k i n.
Bo ist "er "teilt:!! h?:!.:s Land?
ito i't tu oh:e irki.tau??
,ii y:.-cö l.auci
c.;;ttt:
i:: 2:!;?
.j.
:.ic.
Amerika, ti i:e.t ?ano:
Amerika, tu luUs Laut!
Tu bist es jetzt, du sollst eil et?iz
sein!
Tu sollst der Freiheit crcig eigen
sein!
Wat auch die alte Heimath lieb.
Treu folgten wit tet Fteiheit Ttieb;
Und grüßen ftoh auf diesem Strand
Tich. sckönei neue Vaterland!
Amettka. u. s. m.
Tit. dir. du herrlich Biirgerland.
TaS Herz der Welt ist zugewandt!
Amerika, der Freibeit treu.
Macht andre Völker gtoß und frei!
Amerika, u. f. w.
Wir solgen dir in Sieg und Noth,
O Sternendannet bis zum Tod!
Wo Reckt und Liebe dich erhöh'n,
Tort sollst du auch auf immer weh'n!
Amerika, u. s. w.
Beugt auch der Deutsche nicht das Knie.
Ist Feind er jeder Tyrannie!
Gibt uno behauptet jedes Recht;
Macht keinen aber sich zum Knecht!
Amerika, u. s. w.
Der deutschen Bürger Heldenmuth
Schwört Treue dir mit Gut und Blut!
Und uns'n Eonstitution
Soll ewig sein der Freiheit Thron!
Amerika, u. s. w. '
Jacob Cloß,
St. Ansgat. Ja.
s Der Arizona Nicker
schreibt in seiner neuesten Num,li?r:
Schnell reich werden ivoll'.c unset
biederet Freund Wily Bill voi: dcc
Agosto-Ranch. Dort regnete es neu-
lich hageldicht Frösche. Bill stellte eine
Pottion Zuber und Fässet aus. und
als et sie voll hatte, brachte er die Leu
tt hiethet nach Giveadam Gulch, wo
er zunächst sein tückständigcs Abonne
ment auf den .Kicker" mit einem Ei'
met voll Fröschen berappen wrllte.
Natürlich wiesen wir ihn ab. denn di:
Frösche, die es hier in Arizons teg
net. kann nicht einmal det eisenepan
zerte Magen eines hungrigen Zei
tungsschreibers verdauen. Bill war
wüthend, bestellte die Zeitung ab und
schwor, seine Schuld nie zu bezahlen.
Bald hätten wir ihm eine blaue Bohne
zu seinen Ftöschen gegeben, so ftech
wutde er. Die Frösche werde et ab
setzen, und zwar mit Profit, und loenn
er sie bis nach Chicago bringen inüßte.
Chicago ist bekanntlich ein g'oßer
Froschmarkt. Bill hatte jedenfalls
vorige Woche im .Kicker" gelesen, daß
dort an einem Samstag 598,37?
Froschschenkel zu guten Preisen ver--kauft
worden waren. Aber er kam
nicht bis nach Chicago. Die Wirthin
des Saloons, wo er einkehrte, um den
Aerger über die ihm von uns zugefügte
Unbill herunterzuspülen, ein klu
ges, energisches Weib briet ihm ein
bald Dutzend von seinen Fröschen zum
Lunch. Die Gesichter, die der wackere
Bill schnitt, verdienten durch den
Kinematographen, oder wie das Ding
sonst heißt, der Nachwelt überliefert ?v
werden.
Bill hat uns seitdem einen En.schul-digungs-
und Sühnebties geschrieben,
sein rückständiges Subsaiptionsgeld
bezahlt und sein Abonnement erneu
ert; sonst hätten wir etzählt, was ihm
sonst noch auf seiner Froschtour pas
sirte. Nun decken wir den Mantel dar
über. Wie lang ist ein Jahrhundert ?
Obwohl nur ein Tropfen im unend
lichen Meere det Ewigkeit, ist ein Jahr
hundett doch ine lange, lange Zeit für
uns Menschen. Ein Lebensalter von
hundett Iahten ist ine Seltenheit, uno
die Leute, die den Eintntt in das ver
flossen Jahthundert mitgemacht ha
ben, bürsten an den Ftngetn aufzuzäh
len sein. Wie lang ist denn ein
Jahrhundert? An Monaten erreicht ti
die Zahl 1200, an Wochen 5200, ge
nauer gerechnet jedoch 5217, da jedes
Jahr einen, jedes Schaltjahr zwei Tage
mehr als 52 Wochen hat. Die Zahl
der Tage beträgt 36524, da es 76 ge
wöhnliche Kalender- und 24 Schalt
jähre umfaßt. Ein Jahrhundert hat
demnach 876,576 Stunden. Im vec
gangenen Jahrhundert sind die West
deutschen um eine halbe Stunde zu
kurz gekommen, da sie ihre Uhren, um
die mitteleuropäische Zeit, für die ver
15. Längegrad (Stettin) angenommen
wurde, zu erhalten, um eine halbe
Stunde vorrücken mußten. Ein Mann
würde in einem Jahrhundert eine weite
Wanderung vornehmen können, selbst
wenn er von 24 Stunden nur 10 Stun
den marschirte. Rechnen wir die
Stunde 5 Kilometer, so würde er in
36524 Tagen oder 365.240 Stunden
eine Strecke von 1.826,200 Kilometer
zurücklegen, dieselbe Entfernung, als
wenn er fünfundvierzigmal dem Ae
quator entlang um die Erde liefe, da
die Erde einen Umfang von 40.000
Kilometer hat. Bei dieser Wanderung
ist von Hindernissen, die Wasser und
Betge bieten wütden. abgesehen. Auf
dem Wege zur Sonne wäre die Iaht
hundettwandctung nur ein Bruchtheil,
da der Mann bei einer Entfernung der
Sonne von der Erde von 148 Millionen
Kilometer mehr als 81 Jahrhundert
wandern müßte, um zu derselben zu ge
langen. Zum Monde, der nur 400.
000 Kilometer von uns entfetnt ist,
wütde man im Jahrhundert unter den
selben Marschbedingungen gut zweimal
hin- und zurückgehen können. Um das
Ungeheuere großer Zahlen zu zeigen,
stellt man oft Berechnungen an. wieviel
Zeit man brauchen würde, um beifpiels
weise eine Million oder Milliarde von
Dollarstücken aufzuzählen. Wie weit
bringt man es in eincm Jahrhunocr!?
Zählt man immer für:, ohne sich l'urch
Schlaf und Hunger und Durst stören
zu lassen, nimmt dabei für die Minute
eine Leistung von 60 an, so errc:ch:
m" in einet rtunse oie avt von ,
:' in k'Nkm Taae im ,Vidt j
dunderi :t,.24mal soviel, also
673,ax oder 3 Milliatd:n l.V 'A'il
kionen 73 Tausend und W. Tal
ist wohl in außktotlk?t!ich große
Zahl; die Betkcktnunz zeigt adet. daß
jemand die sianzösischeKriegkscbuld von
6 Will. 1871 nicht in inrn Zadrbun
bett Francstücken würde oufjädlen
können, selbst nickit unter den öden an
gegebenen unmöglichen Bedingunge.1.
Bei lOiiundiget Arbeitszeit tteichte
dt Jahrhundert lädier die nicbt grr.
Zadl UH.t.im Um das vermci'
gen des Hause Rokbschild. das von
Drumont ölls 30, von anderen auf 20
und von der .Linier Monlaaspos!" i
auf 16 Milliarden dulden angegeben !
wird, zu zahlen, btauctite bei der nie
driqsten Annahme in Mann ununt't
brocken 5X) Jahre!
Gutes Haus.
A: So. bei Aatoiis wird so gut ge
lebt?" B: .Ja. dort kriegt sogar die
Dienetschast die Gicht!"
Der Arizona Ricker
schteibt in seiner neuesten Nummer:
Bei dem Witthe Jack Smith an dcr
dritten Straße kehrten kürzlich drei
Fremde ein. die viel Geld auzaben
und sich recht laut geritten. Erstetes
gefiel dem bildeten Wirthe, letzteres
nicht. Im Laufe des Abend kam es
denn auch zwischen den Dreien und i
nigen andern Gästen Cowboys von
der Happy Hollow Ranch zu inet
blutigen Keiletei. Obwohl die Ftem
den hauten und schössen, daß die Fetzen
flogen, zogen sie schließlich doch den kür
zeren. Zwei von ihnen wurden auf dem
städtischen Armenfriedhof beerdigt, den
Dritten nahmen wit auf uns und setz'
en ihn in unsetet Ptivaigraveyard bei.
Und das kam so: er war nämlich vor
het in det Redaction des .Kicket" ge
Wesen und hatte sich uns als Welttei
sendet votgestellt. det schon längst die
Gelegenheit ersehnt habe, den in der
ganzen Welt berühmten Editor von
Giveadam Gulch seine Aufwartung zu
machen und persönlich auf .das best
Blatt der Etde" zu abonniren. Nach
dem er das Abonnement auf zwei Jahre
im voraus berappt hatte, stellte er uns
seine beiden Begleiter vor. die sich eben
salls als nette, gesellige Leute erwiesen.
Die drei Stunden, ehe sie bei Jack
Smith einkehrten, verbrachten die
Fremden in unserer Gesellschaft, und
obwohl in der Sanctum des Kicker"
kein Wasser getrunken wird, besonders
bei die Hitz'. waren sie doch alle drei
vollkommen nüchtern, als sie uns der
ließen, also etwa zwanzig Minuten vor
der vethängnißvollen Schießet. So
ungetn wit die Partei von Ftemden
gegen so angesehene einheimische Büt
get, wie die Boys von det Happy Hol
low Ranch etgteifen, können wit doch
nicht umhin, die Ueberzeugung uuszu
sprechen, daß letztere den Krakehl her
beigeführt und die Ermordung der
Fremden verschuldet haben. Wir wer
den sehen, daß die Sache vot die Gtand
jury kommt. Wenn ein einfältiger
Tenderfoot, der aus Neugierde hiethet
kommt, in's GraS beißen muh, weil er
das Maul zu voll nimmt, so weinen
wir ihm keine Thräne nach. Abct so
votttesfliche Leute wie diese drei Rei
senden sollen nicht ungerochen hier um
kommen, solange wit Bürgermeister
sind.
Tcr neue russische Minister dcs
Aeuheren.
Nachdem Kaiser Nikolai den Grafen
Lamsdorff zum .Verweser" des rufst
schen Ministeriums des Aeußeren er
nannt hat, darf man wohl annehmen,
daß er dessen Posten dauernd einneh
men soll. Graf Wladimir Nikolaje
witsch Lamsdorff trat im Nooembkr
1866 in den Dienst und wurde im Iah
te 1872 zweiter Sekretär, im Jahre
1875 erster Sekretär des Ministeriums
des Aeußeren. Nachdem er 1878 den
Reichskanzler Gortschakow nach Berlin
zum Kongreß begleitet hatte, befand er
sich in den Jahren 1878 bis 1881 in der
Begleitung des Kaisers Alexander des
Zweiten auf dessen Reise nach Livadia.
in dessen Gefolge er 1879 auch nach
Alerandrowo kam. Nach der Thronbe
steigung Alexanders des Dritten beglei
tete Graf Lamsdorff diesen nach Dan
zig. Seit 1880 Ditektor der Kanzlei
des Ministeriums, war et mit Hettn v.
Giers in den Sommermonaten an der
Seite des Kaisers, und befand sich in
dessen Nähe auch bei den Zusammen
fünften von Skierniewice und Krem
sier. 1886 erfolgte die Ernennung des
Grafen zum älteren Rathc des Mini
steriums. Als nach dem plötzlichen Tode
des Fürsten Lobanow - Rostowki
Staatssekretär Schischkin denBefehl er
hielt, das Kaiserpaar auf der Aus
landsreise zu begleiten, würd Graf
Lamsdorff mit der zeitweiligen Leitung
dcs Ministeriums des Auswärtigen be
auftragt und 1897 wurde er zum Ge
Hilfen dcs Grafen Murawiew ernannt.
Eine interessante Entdeckung, so be
richtet die National - Zeitung, ist in
Kassel gemacht worden: An dem aus
Kupfer getriebenen Herkules, im
Volksmunde der gtoße Chtistoffel"
genannt, der weltbekannten Kolossal
figur. welche das Octogon auf Wil
belmshöhe krönt, werden gegenwärtig
umfassende Renovirungsarbeiten vor
gcaommen, zum. ersten Male seit einem
halben Jahrhundert. Von den Leuten
des Zimmermeisters Kretschmar, welche
jetzt dort oben herumkletterten und dem
seit 200 Jahren einsam thronenden
farnesischen Herkules gründlich den
Kopf wuschen, wurde nun unter den
Haaren im Kopfe des Standbildes eine
12 Cm. große runde Platte aufgefun
den. auf welcher folgende Inschrift in
lateinischen Lettern steht: Carolus,
Landgraf ,;u Hessen, hat dieses Bild
machen lassen durch Johannes Jakob
Ai'.thcni, Goldschmied, gebürtig ans
Auaspurg. Ist angefangen Anno 1714
und t.'tg wotn ?tnns in den :,.
November." Det Fund dieser bildet
unbekannten Platt ist deßhalb b.
deutsam. weil bilhet all historisch be
alluvial angenommen wurde, daß der
Stöpset diese Kunstwerke ein gewis.
let. im Jabr U502 aus dem Messing,
tos ! Kassel geborener Kupfer,
schmied Namen Otto Philipp Küper
gkwesen sei.
Sei votsichtig? Be'set die Zunge
im Hetzen, als da Hetz auf det Zunge.
Ein ländlichst ametikani
sehst Zeitungsmann erzählt mit Hu
mor in ihm in Gestalt einer Briesvet
wechklung zugestoßenes Mißgeschick.
Ein Abonnent fragte brieflich an,
wie er am Besten seine Zwilling aus
;,i.'htn könn, und in anderer verlang:
Auskunft über ein si.l eres Mittel zur
Vertreibung der Wanzen. Die Briefe
mit den Antworten de! Zcitungsman
rti wutden abet durch einen bösen
Zufall verwechselt. Und so erhielt der
Vater der Zwillinge folgende Aus
kunft: .Bedecken Sie die kleinen Be
stien sorgfältig mit Stroh, gießen Sie
Petroleum datübet und zünden Ei
das Ganze an; das Ungeziefer wird
ine kurz Zeit herumtanzen, abtx dann
keinen Muckset meht thun". Det An
bete, det ein Mittel gegen Wanzen
oetlangt hatte, erhielt den Ra:h, .ih
ncn reichlich Castoröl zu geben und sie
iwbsch warm und trocken zu halten".
Mit welchem Zorn die verweckselten
Briefe von ihren Empfängern beant
wortet wurden, läßt sich oenkcn.
Die Apflerntk in 'den
Bet. Staaten sällt in diesem Iahte
ganz ungewöhnlich ' teich aus. Sie
wird auf' 90,000,000 bis 100,000,000
Faß geschätzt. Die reichste Aepselenue,
die seithet zu verzeichnen war. war die
deS Jahres 1896. Sie trug 70.000.
000 Faß. Inzwischen hat sich die
Aussuhr dieser wohlschmeckenden
Ftucht ganz enotm gesteigert, und die
Obstzllchter werden für den diesjähri
gen reichen Segen inn glatten und
lohnenden Absatz finden.
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