Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, February 22, 1900, Image 1

Below is the OCR text representation for this newspapers page. It is also available as plain text as well as XML.

    ü
TyX( A' r-
wwlii
V,
-
fyf
il rl
: . A x. ,Z-T j t
fVc&Mfti
IM URi.Vyi
Ilofif
ölJKMlRllxly
ay
Jahrgang 20.
Lincoln, eb., Donnerftag, 22 . Februar 1900
No. 40
ü:
.
Ali5ll!NdZIepkjchk!l.
Tie (snstlänirt nehme
Monte (ihristt.
den
NkbraN Wird ledkast ckämpst.
usli:jciu von geiangene Buren.
Deutschland.
Berlin. 20. Jtbr.
ös scheint jetzt mit aller Sicherheit
flsl.zus!ehcn. daß Dr. von Miguel, der
preußische Fiiiaminister, von seinem
Posten zurücktreten wird sobald das
chicksal der NanalBorlage ntschie
den ist. Es ist sogar nicht unmöglich,
das; sein viiicklritt noch eher erfolgen
wird. Äerschievene Umstände deuten
hierauf hin, so z. B. blieb der Mini
ster von der Sitzung. des Herrenhaufes
fern, als sehr wichtige Angelezenhei
ten verhandelt ivuroen.
5s g?ht das Weriidjt, datz der preu
sicsche t5is.'nbahnminister, Herr Thie-
m t f rt , r i . ; w . :fl
f ien. eoc'saus leine .'imtes muoe i.
2)ie wird als ein Sieg der Agrarier
befrachtet, da Herr von Thiele
erst vcr Kurzem in sartastiscber Weise
erklärte, das; f ja nicht glauben sol
Ien, das; die ganz Welt sich um sie
drehe. Das; sich der Wind gedreht hat,
ist arch daraus ersichtlich, daß
Baro.'. Otto von Manteusfel. der Lan
desdirektor der Provinz Brandenburg,
welchcr vor etiva zwei Jahren aus dem
Bunde der Agrarier" seiner regie
rungsscindlickzenPolitit wegen austrat,
demselben wieder beigetreten ist und
ein: Stellung im Direktorium ange
nommen hat.
n Verein Berliner Presse", des'
sen Mitglieder die bekanntestenSchrift
steller sind. Kt einen Protest gegen das
neue Gesellschafts-Reformgeseh erho-
, i , s 4- n Km. ... i ' . im
VC, UTIU.tV V'JW .yil.ll I1U
Reichstage eingebracht worden ist. 2r
anstößige Theil der Vorlage ist der
unst-Paraqraph", welcher sich mit
der Bestrafung derjenigen beschäftigt,
welche unanständige Kunstwerke öffent
lich ausstellen. Der Protest richtet sich
ferner gegen die heftigen Angriffe des
Neichstagsmitglieder Loeren während
der Berathung des neuen Gesetzes, cie
gen oen Bii'hnenschriftsteller Herrmann
Sudermann, der ein Mitglied des
Benins Berliner Presse" ist.'
Die Berliner Zeitungen beschäftigen
sich mit Balfny's wüthenden Artikel
im Pariser Figaro" lim neues Ge
spenst". Die konservative Post" drückt
die Hoffnung aus, daß d unreränder
liehe Stärke deö Dreibundes noch lange
imv, Aerger Frankreichs bestehen möge.
In Zwickau, Sachsen, nimmt der
, Streik der Kahlengräber einen besorg
nilzrr?genlven Charakter an. D Auf
regung unter der Bevölkerung ist eine
derartig?, das; die Regierung es für
nct!hwedia befuniden fyat, alle öffent
lichen Versammlungen urtd Festlichkei
ten ?u untersagen. Alle Wirchschaften
müssen um 10 Uhr geschlossen werden.
lieber 10,000 Personen beteiligten
sich in Kiel an der öffentlichen Kund
gebung zu Ehren des Prinzen Hein
rich. Eugen d'Alberto's musikalisches
Drama ftaln" fand bei seiner Erst
aufführung im Berliner Opernhaus
eine freundliche Aufnahme.
In Straßburg ist der elsässische
Volksdicnter Pfarrer Dr. Karl Hacken
schmidt im Alter von 60 Jahren aus
dem" Leben geschieden. Hackenschmidt
war Herausgeber von Der gute Bote".
In Dü'sseldorf starb der Astronom
Theodor Robert Luther.
Der an der Influenza erkrankte
Staatssekretär Graf von Bülow muß
noch immer das Bett hüten.
Im städtischen Krankenhause in
Moa'bit sind VerqiftunqsslMvtome be-
odachtet worden, die- angeblich durch
den Genuß von amerikamschem eorned
beef" verursacht sein sollen.
Berlin. 20. Febr.
Der Vorwärts" bringt einen Brief
eines deutschen Aribeiters aus Pretoria,
worin es heißt, die Behauptung die
ra...: . u :: .1 . . : . s-.äin..
.vciucmiii uiucumuuc v.r auoiuuvu.
sei grundlos. Die Frage des Stimm
rechts hätt ohne viel Trubel gelöst wer
den können, wenn sich die englischen
Kapitalisten nicht eingemischt hätten.
' Die Tageszeitung" das Organ der
Ägrarier. meldet, der hessische Abgeord
nete Boesneck hgbe während der Ver-
Handlungen in der Abgeordnetenkam
mer erklärt: ' - .
ch erhielt kürzlich einen Brief von
meinem Bruder, der bei Armour in
Eihicago ir Stellung ist. Derselbe
schiekot, daß sein Geschäft täglich 500
Schweine für die Aussuhr schlachte.
D Untersuchung dieser Schweine
werde von einin Manne geführt, so
daß et,wa eine Minute auf das Schwein
komme. Den Werth einer solchen Unter
ülchung könne man sich leicht vorstel-
Ien."
Jnfolae des ungesunden Winters
sind die Hospitäler überfüllt urrd tem
poräre Hospitalge'bäude mußten errich-
. tet werden. Die Influenza und medrere
Krankheiten ähnlicher Art graiiren
unter der Bevölkerung.
Der Stadtraih von Karlsruhe bat
58.000 Mark für Handwerker, welch
d Pariser Weltausstellung besuchen
wollen, verwilliqt.
Auf der sturmqepeitschten Insel
Rüqen. sowie im Schlvarzioald und
Oldenwaro. machen sich die Nachwehen
deS jüngsten chneesturmes besonders
fühlbar. Tie Eisenbaknzüge stecken
tcheikveise auf der Strecke im Schnee
fst und müf'n ausgeschaufelt werden.
Außeroren?' ch tief liegt der chnce
a.rf der Sch'.varzwald - Hochcbne, öst-
iSJ,
lich vom Fel'.d.'rg. T-. Höllenthalbahz
is. aän iüch verweht.
Der Herzog - Regent von Mecklen-'
5urZ'Sckwcrin, Johann Albrecht, soll
nach Versicherung der Schweriner Hof
kreise nach Empfang der kaiserlichen
Rüge regen seiner im Pariser Eclair"
wi?deraegkknen' Aeußerungen ausge
rufen baben. Hie hctt Willcm nir to
seggen!" Der Herzog r,ade in eineni
Schreiben an den Kziser sehr energisch
den selbstständiaen Standpunkt, den er
als Bundessürst einzunehmen berechtigt
sei. betont.
Der bekannte Geschichtsmaler Ju
lius Schraeder. welcher vor mehreren
Ui;ll l Ul til't'l it, 1 ll 4jl.llll ifl.V.'
bn. K
Großbritannien.
London. 20. Febr.
Die Eisenbahn wird jetzt eilig vor-
mUt'yl ISi in (U.Tit .ftiVT
Arbeitern wieder in Stand zu setzen
gesucht. Das Hauptquartier Roberts'
bleibt vorläufig in Jacobsdal. Die
Division des Generals Kelly - Kenny
an der Klipdrift ist durch die Hochlän-
oer Briqade verstärkt worden. Die,
Truppen verfolgen mit der 7. Di?i
sion und der gesammten Reiterei
French's die sich langsam nach Norden
und Osten zurückziehenden Jöuren.
Die Engländer haben freilich ein
Anzahl Wagen des Trains Eronje's
weggenommen, auch fielen ihnen einc
Anahl Ochsen und Schaafe in die
Hände, dagegen gelang es den Buren
rechtzeitig alle Geschütze fortzubringen
und ihre Verluste waren, wie gewöhn-
lich. äußerst geringfügig. Der Oranje
Freistaat trägt freilich im Allgemeinen
nicht den Ehärakter des Gebirgslandeö
der nordlichen Eapkolonie. lndessen
gewähren die sich nach Westen ziehen-
den FIußlau?e und die sie bcgleiken
den Hügelrücken an vielen Stellen eine
gute Vertheidigung.
Bloemfoniein werden die Buren
schverlich zu vertheidigen suchen, da
hier keine Bertheidigungswerke vor
Handen sind, aber die Flußläufe iver
den jedenfalls an dieser oder jener
Stelle verteidigt werden. Man nimmt
hier an. daß die stärkste Stellung 00
Meilen nordivestlich von Bloemfoniein,
zwischen Ventersburg und Senekal.
liegt und daß es dort möglicherweise
zu einer Schlacht kommen werde. Diese
Stelle hat auch eine bedeutende strate
gische Wichtigkeit, da sie durch eine
Eisenbahn mit Ladhsmith verbunden
ist und auch die Eisenbahn nachJohan
nesburg über Ventersburg führt.'
Unterdessen wird im Norden der
Eapkolonie und in Natal zu gleicher
Zeit und mit erneuten Kräften gefoch-
ten. General Elements hatte westlich
von RenSburg in Gefecht mit den
Buren und Oberst Brabant. der Füh
rer der berittenen Eapkolm.isten, steht
bei Dordrecht seit Freitag in ununtei
brochenem Gefechte mit den Capvuren.
Die Engländer haben Dordrecht von
Neuem besetzt, aber die Buren halten
dieHöhen im Norden der Stadt, welch
diese beherrschen. Das zweite kanadi
sche Contingent ist soeben in Capstadt
angekommen und wird ohne Zlveifel
die in der nördlichen Eapkolonie käm
pfenden Kolonialtruppen verstärken.
Aus Natal wird gemeldet, daß th
Buren ihre Stellungen südlich vom
Tuqela aufgeben und man hofft, daß
n erneuter Vormarsch Buller's heute
weniger Schwierigkeiten finden wirz
als vorlzer. Man vermutl?et, dass die
Buren des Freistaates sich zur Vcr
tleidigung ihrer Republik zurückgezo
gen haben, aber an eine Aufgabe der
Belagerung ist darum nicht zu den
ken. 3:00 Nm. Im Kriegs-Ministerium
wird Manni ,ieaeken hilft Roller m ir
rere Lager der Buren genommen unZ
dort Munition sowie eine Anzahl Gc
sangener gemacht habe.
3:20. General Buller hat heute aus
Ehieveley telegraphirt:
Ich marschirte gestern um die Flanke
des Feindes. Das Regiment Koni
gin", ioelches an dem nördlichen Ab
hanqe de Cingolo bevakirt "hatte, über
schritt dcn Paß und nahm von dem
Reste der Briaade Hildnards unter
stütz: das südliche Ende des Monte
Christo.
Von Lord Roberts sind in den letz
ten 2 Tagen seine Nachrichten veröf
fentlicht worden. Vieles bleibt infol
g? dessen dunkel. Wo ist Eronje's
schivere Artillerie geblieben? Roberts
sagt hiervon in seinen früheren Berich
ten nichts. Wo ist Cronje? Die Mel
dung, daß eine starke Abtheilung Bu
ren "sich nördlich von Kimberley sest
gesetzt habe, macht es zweifelhaft, ob
der Burenqeneral selbst nach Osten ab
gezogen ist. Wahrscleinlich befehligt
diese Abtheilung der Frcistaatler G
neral Prinsloo, während Eronj sich
nach Norden zieht.
Heute wurde der IJjährige Trom
peler Dunn der Königin vorgeführt,
welcher beim Uebcrgange über den Tu
gela verwundet wurde. Die Königin
schenkte ihm ein silbernes Signalhorn,
das mit einer passenden Inschrift ver
sehen war.
Ueber den Angriff auf den Monte
Christo wird noch gemeldet :'Die 4.Bri
and? griff von dem westlichen AbHange
aus. unterstützt von den welschen Fü
silieren und dem Reste der 2. Brigade,
welche die östliche Seite der feindlichen
Aufstellungen stürmte, den Feinde an.
währeivd die 2. Eavalleriebrigade auf
der äußersten Reckten die östlichen Ab
hänge des Monte Chicoto beobachtete.
Der Feind leiste! nur sckwackien Wi
verstand und ging über den Tugela zu
rück. Bull'r'finq mehrere Wagenla
düngen Lebensmittel. 1 Mumtionswa
gen und wenige Buren. Das Wetter
war sehr heiß und das Terrain schwi?"
riet, aber die Engländer bewiesen trotz
dem grosze Entschlossenheit.
Buller spricht die Hoffnung au,
daß die Verlust der Engländer nu:
gering sind.
(Der in den obigen Depeschen mehr
fach envähnte Monie Christo ist an
scheinend einer der Vorberge des öst
lich von Colenso liegenden Hlanzwane
oder Jnhlave - Gebirges. ivelcheS txn
El?atter eines Gebirgsmassios träzt.
D. S!ed.)
Der hiesige amerikanische Botschaf
ter Joseph H. Choat bat bis jetzt feint
Instruktionen von Washington erhal
ten, wie er sich bezüglich der Anschul
digungen des ehemaligen amerikani
schen ConsulS in Pretoria. Macrum's,
verhalten soll. Tie englischen Beam
ten bestreiten die Behauptungen Mac
rum's. London. 20. Febr.
Tie Kabelberichte daß der amer.
Botschaster infolge der Macrum - Af
faire vielleicht abberufen werde, hat im
britischen Auswärtigen Amt und in der
amer. Botschaft nur Läch?ln erweckt.
7.10 Abends. Es wird gesagt, daß
das Kriegsamt gute Nachrichten vom
General French betreffs des Generals
Cronje erhielt".
Einem Vertreter der Ass. Presse
wurde "heute offiziell und emphatisch"
versichert, daß Großbritannien nie di
plomatisch oder andere Annäherunqs
versuche betreffs einer Allianz an di
Ver. Staaten oder Deutschland machte.
Sflivett es die Ver. Staaten betrifft,
wird dies von der amer. Botschaft be
stätigt. .Hier ist man ziemlich allgemein
der Ansicht, daß Lord Rosebery in sei
ner Rede, in der er von solchen Annä
herungsversucken sprach, Bezug auf
Ckanrllxllains Rode nahm, in der der
selbe so etwas wie ein Bürtdrnß mit
den Ver. Staaten andeutete.
Eine Madrider Depesche sagt, daß
der Premier Silvela neulich im Senat
erklärt?, daß vor Ausbruch des Krie
es mit den Ver. Staaten die britische
Regierung ihre Zustimmung dazu gege
den habe daß die Manm'sche Fabrik
,n Placentia 8.500 Geschosse, welche
für die britische Regierung angefertigt
wuriden, an Spanien abgetreten wur
den. Diese Nachricht wird hier entschic
den als falsch bezeichnet.
London. 20. Febr.
(12.30 Morgens.) Um Mitternacht
kündigte das Kriegsamt an, daß es
reine weiteren Nachrichten von Süd
afrika zur Veröffentlichuirg habe.
Im Foyer des Unterhauses ging je
doch gestern Abettd das Gerücht, daß
General Eronje's Armee umringt sei,
daß Gen. Frcnch sich zwrsclzen die
Burenarniee und Bloemfoniein gekeilt
haltt und nur auf Verstärkung ivarte,
um den Feind einzuschließen. -
Eine Bestätigung dieses Gerüchtes
kann nicht erlangt werden, man glaubt
aber allgemein, daß dieRegierunz wich
trge Depeschen erhalten hat.
Eine soeben veröffentlichte Ordre
richtet an die Reservisten die Ausforde
rung, auf ein- Jahr in die Armee zu
treten, zum Zwecke derLandesvertheidi
gung. Es wird pro Mann $110 Hand
geld offerirt.
Rußland.
St. Petersburg. 20. Febr.
Cs wird hier mitgetheilt, daß der
Zar die Urtheile gegen den General
Major Jlowoiski. den früheren Kom
Mandanten der kaiserlichen Garde
kosake, sowie gegen Oberst Popoff,
den zweiten im Kommando und
Hauptmann Kunderjubki bestätigt ha
be. Die Genannten wurden ihres Ran
ges iirtd Standes enthoben und ihrer
Ovden und sonstigen Auszeichnungen
verlustig erklart und verbannt. Außer
dem wurden drei Offiziere der In
tentdantur verurtheilt. Die Ursache
wivd nickt angegeben.
Die Thatsache, daß sowohl Militär
als Eivü - Behörden während der letz
ten sechs Wochen beständig alle Ur
laudsgesuche von Sikbalternbeamten
ctbgewiesen haben, erregt Ansahen.
Frankreich.
Paris. 20. Febr. '
Ein hervorragender Regierungsbe
amtcr sagte heute zu einem Verlierer
der AssPr.", daß das französisch
Volk hoffe, daß die amerikanische Re
gierung sich nicht eher für eine be
stimmte Kanallinie entscheiden werde,
als die Walker-Commission Bericht er
stattet habe. Vor einer endgiltigen
Entscheidung sollte doch naturgemäß
die Ansicht der Sachverständigen gehört
werden.
Paris. 20. Febr.
Der Senat trat heute wieder als
Spezit'l - Gerichtshof in Sitzung um
den Kammerabgcordneten Marcel-Ha-bert
auf di selbe Anklage hin zu pro
zesiirni, auf die hin Deroulede verur
theilt wurde. Es wurde jcidoch den Ver
Handlungen nur geringes Interesse ent
grgenqrbrachi. Nach einer geheimen
Sitzung kündigt: der Gerichtshof an,
daß er in der Klagesache zuständig sei,
worauf Vertagung erfolgte.
In der Abgeordnetenkammer wurde
die Frage erörtert, ob der Senat in
diesem Prozesse zuständig sei, was
Marcel-Habert bestreikt.
S p a n i n .
Santander. 20. Febr.
An der nördlichen Küste Spaniens
haben Stürme großes Unheil ange
richtet. In der Nähe dieses Hafens
scheiterten 3 kleine Schiff und mit ih
nen gingen 24 Menschenleben verloren.
Auf der Höhe von Gijon sind 2 Küsten-,
schiffe gescheitert und die aus 48 Ma
trosen bestehende Mannschaft ist umge
kommen. Außerdem werden noch 8
Schiffe v'.rmißt.
Anöland-Dcpcschc.
Zur Vertheidigung! des eigene
Landes
Wcrdcm die entlassenen enlischeu
Reservisten aufgernseu.
Rdcrtt
ftktit :'. leiltn
alodödal.
östlich von
Deutschland.
Berlin. 21. Febr.
Vor der Budget - Commissirn vci
Reichstags gab euie der Kriegsmini
ster zu, das,' Auiomobile sich als ein
werthoolles Anhängsel der Heeres
traneportk erwiesen hätten, obwohl
nur in. geringem Mafstab'e.
Mir Bezug auf die Äbrüstungsfrage
erklärte der Minister, eine weitere Re
duktion des Kalibers des Armeege'
Wehres würde nicht thunlich sein, und
fügte l)i?d, es habe sich schon steigt,
daß dasKaliber der Siebenmillimeter
Mausergcwehre der Buren zu klein
sei. da es den Gegner nicht genügeno
kampfunfähig mache, und eine Wunde
hervorbringe, die zu schnell heile. Die
selben Erfahrungen hätten dieSpanie:
im spanischamerikanischen Kriege ge
macht.
Das JingoElement unter den Bri
ten. welches offen mit Frgnkreich ge
gen Deutschland sympathisirt. fängt
an, die Aufmerksamkeit der politischen
Kreise Teutschlands auf sichu ziehen.
Die halbamtliche Post" beschäftigt sich
in einem sehr scharf gehaltenen Leit
artikel mit diesen Jingos" und ihrer
politischen Brunnenvergistung", wie
dies in der National Review" beson
ders klar bewiesen worden ist. Es
ist kaum anzunehmen." heißt es in dem
Artikel, daß die britischen Staats
männer den ihnen von den Jingos vor
geschriebenen Weg gehen werden, da
derselbe zu Großbritanniens Ruin
führe. Sollte das europäischeGleich
gewicht" verschoben werden, so würden
nur die Feinde Englands daraus Vor
theil erringen und dieses würde im
Rath der 'Völker Deutschlands beru
higenden und vermittelnden Einfluß
entbehren müssen."
Bezugnehmend auf die, Behauptung
der Londoner Times", daß die Bis
marck'fche Politik wieder in Teutsch
land die Oberhand gewonnen habe,
bemerken die Berliner Neuesten Nach
richten," daß dies nicht der Fall sei, da
unter Bismarck's Verwaltung ein sol
cher Unfriedenstifter, wie Herr Soun
dek, der Berliner Verteter der
Times", schon lange "ausgewiesen
worden wäre.
Die Agrarier haben ihre Opposition
gegen die Flotten-Vorlage noch nicht
aufgegeben. Ihr Mundstück, die
Deutsche Tageszeitung", erklärte ge
stern, daß die Aussichten der Vorlage
sich verschlechtern würden, wen?', die
Regierung die Forderungen der Agra
rier hinsichtlich der heimischen In
spektion und der Beschränkung der
fremden Fleisch-Jnspektion unbeach
tet läßt.
Am Mitwoch findet das jährliche
Festmahl des brandenburgischen Pro-vinzial-Landtages
im Kaiserhof statt.
Diese Festessen haben dadurch eine po
litischc Wichtigkeit erlangt, daß der
Kaiser denselben beiwohnt und ge
wohnlich Aufsehen erregende Reden
hält, wie z. B. im Jahre 1891. als er
die Drohung aussprach, alle Dicjeni
gen, welche ihm zu opponieren wagen,
zu vernichten. In diesem Jahre jedoch
wird der Kaiser seine loyalen Märker
nicht besuchen. Er befindet sich zur
Zeit auf der Jagd in Hubertusstock.
Es war anfangs beabsichtigt, die
Garde an den großen Manövern in
Pommern und ganz besonders an den
Einschiffungs-llebungen theilnehmen
zu lassen. Dieser Plan ist jedoch heute
aufgegeben worden, da die Ausgaben
zu hoch sein würden.
Die Berliner Zeitungen erklären,
daß das britische Schiff Sabine",
welches von dem britischen Kanonen
boot Trush" unter dem Verdachte,
Kriegs-Eontrabande an Bord zu ha
den, beschlagnahmt und nach der De-lagoa-Bai
gebracht worden war, nicht
Eigenthum einer deutschen Firma war.
Die Post" hat sich der Mühe unter
zogen, die deutsche Schiffsliste zu un
tersuchen und meldet, daß dieselbe kein
Schiff mit dem Namen Sabine" ent
halte. Dr. Simar. der neue Erzbischof von
Köln, welcher am 8. Februar dem
Kaiser den Treueid leistete, wird mor
gen mit großem Glänze in fein Amt
eingeführt werden.
In ?rolge der Kohlennoth in Leip
zig sind die Arbeitsstunden in den
städtischen Verwaltunas-Bureaus her
abgesetzt worden. Die Braunkohlen
Gräber im Distrikt Halle, sowie in
Kattowitz. Schlesien, haben beschlos
sen. an den Streik zu gehen.
Arnold Böckiin. der berühmte deut
sche Maler, liegt an der Grippe in Flo
renz darnieder.
Das Auswärtige Amt behaupte!, daß
für die Erklärung William St. John
Brodericks. des britischen UnZerstaats
sekretärs für auswärtigeAnaelcgenhei
ten, im Parlament, und im Besonde
rcn die Behauptung, daß Deutschland
Pläne gegen die Unabhängigkeit Hol
lands jeder Rechtfertigung ent
behre. Der Schah von Persien wird im
April von St. Petersburg nach Berlin
kommen. Von hier geht er nach dem
Haag, nach Brüssel sowie nach Paris
und kehrt über Berlin und Wien zu
rück.
Großbritannien.
London. 2. Febr.
Vor ihrer Abreise von Osborn
house nach Winoior inspizirte die Kö
nigin heute Morgen das 4. Bataillon
der Lincolvshir Miliz. Sie sagte, daß
heule Morgen gute Nachrichten vom
Kriegsschauplätze eingetroffen seien.
Beim Enrsaye Kimderleys fielen 2
Kaoallerieoffiziere; sechs Kavallerie,
offiziere wurden verwundet.
2:56. Das Kriegsministerium ver
öffentlicht eine Depesckx des Generals
Roberts von Montag 7 Uhr Abends
eus Paardederg. welches 30 Meilen
östlich von Jacobsoal liegt. Es wird
darin mitgetheilt, daß General Me
thuen nach Kimberley marschirte, daß
die Eisenbahn nach Kimberley offen ist
und bedeutende Mengen Lebensmittel
dorthin gesandt werden. Dagegen er
klären die Beamten auf's Bestimmteste,
daß ihnen andere gute Nachrich
ten". wie sie von der Königin aiige
deutet wurden, nicht bekannt feien.
Unbestätigte Gerüchte besagen aller
dings. daß General Kitckener den Ge
neral Eronje zum Stehen gebracht habe
und das Kriegsministerium lediglich
das Resultat des bevorstelzenden Kam
pfes erwarte.
Eine TepeschcBullcr's an's Kriegs
emt lautet:
Blows Farm. 20. Febr. 4 Uhr 10
Min. Nachm.
Die Füsilier - Brigade besetzte ge
stern den Hlangwane-Hügel, der zur
Rechten der feindlichen Stellungen
liegt und Eolense beherrscht, währcno
der übrigen Theil nach dein Tugela
marschirt. Heute früh hatte der Feind
sämmtliche Truppen hinter dem Tu
gela zurückgezogen und Eolense so gut
wie geräumt. Heute besetzte der Gen.
Hart Eolense nach einem schwachen
Widerstand von Seiten einer unbedeu
tenden Arrieregarre, und wir halten
die Tugela - Linie im Süden von Eo
lense bis Sagle's Nest besetzt. Der
Feind scheint sich in vollem Rückzüge
zu befinden und hält offenbar nur die
Stellung, die er jenseits der Eolense
Ladysmith - Bahn einnimmt, wo die
selbe sich der Biegung des Tugela nä
hert, mit einer schwachen Arriercgarde
besetzt. Harts Avantgarde üdcrschrei
tet den Fluß bei Calense.
Bullers Verlustliste vom 15. bis
zum 18. dss. Mts. zählt als Tode ei
nen Offizier und dreizehn Mann, als
Verwundete sechs Offiziere und 154
Mann auf.
General Buller begnügt sich offen
bar mit einer Beschießung der Stel
lungen der Buren. Die Westminfter
Gazette" meint, daß di Buren die
Belagerung von Ladysmith' aufgeben
wollen und bereits auf dem Rückzüge
seien.
Von Pictermaritzburg wird imt
dem 19. gemeldet, daß in Zululand
alles ruhig ist. Die Hauptmasse der
Buren ziehe sich in der Richtung von
Dundee und Helpmakaar zurück, si:
lassen nur kleine Äbtheilungen in den
Hauptorten stehen. Von Tarkastai?
wird gemeldet, daß die Buren bei
Stormberg 000 Mann stark sind,
daß aber in Burghersdorp nur eine
klein Abtheilung steht.
Die Königin hat an den Feldmar
schall Lord Wolseley durch ihren Pri-vat-Sekretär
folgendes Schreiben ge
richtet: Osborne. 17. Febr. Mein
lieber Lord Wolseley. Da ein so
großer Theil des Heeres jetzt in Süd
afrika ist, erkennt dieKönigin dieNoth
wendigkeit an, nothwendige Maßregeln
für die Vertheidigung des Landes zu
ergreifen. Der Königin wurde die
Möglichkeit vorgestellt, für ein Jahr
eine leistungsfähige Truppe alter Sol
daten zusammenzubringen, die als
Offiziere, Unteroffiziere und Gemeine
gedient haben. Im Vertrauen auf die
Ergebenheit des Landes und die Loya
lität gegen denThron appcllirt dieKöni
gin an diese, ihr nochmals zu dienen
an Stelle dcrer, welche zeitweise Seile
an Seite mit den Colonisten dem Ein
falle (!) in ihre südafrikanischen Colo
nien widerstehen. Ihre Majestät hi
mit Vergnügen dem Vorschlage zuge
stimmt, diese Bataillon die königlichen
Rsrvebataillone der Armee zu ne"
nen. Gez. Arthur Brigge."
6:22. Es wird gemeldet, daß Ge
neral Hart nach leichtem Gesecht Co
lenso besetzt hat.
Im Unterhaus? beantragte heute de:
Liberale D. A. Thomas die Wieder
eröffnung der Untersuchung des Ja
mcson'fchn Einfalls. Er erklärte, die
unschlüssige Art und Weise der ersten
Untersuchung habe allgemeine Unzu
frieDenheit erregt, die durch die En:
hüllungen der Continentalblätter noch
erhöht worden sei, da dieselben die Un
Parteilichkeit des Ausschusses in Frag:
stellten. Zum Besten des Landes sowie
des Rufes desUnterhaufes u.Ehambcr
lains sollte eine strenge Untersuchung
stattfinden. Die frühere Untersuchung
sei eine Posse gewesen.
L. P. Evans, ein Parteigenosse
Thomas', unterstützte den Antrag unc
fügte hinzu, es lägen gute Gründe für
den Verd.ackt vor, daß das Kolonial
cmt und Ehamüerlain von den Ereig
nisscn, die zu dem Einfall führten,
wußten.
Chamberlain erwiderte, daß seit
1897 nich'.s vorgefallen sei. das als
Grund für einen zweite Untersuchung
angegeben werden könnte. Er machte
die Gründe für eine nochmalige Un
tersuchunq lächerlich und erklärte, die
werthvolle Sammlung von Schrift
stücken", die in der Indevcndence Beige
veröffentlicht worden sei. sei vcrschie
denen Londoner Blättern zum Ankauf
cnqeboten worden, die sie nicht mit
der Zange anfassen wollten." und hat-
ten endlich in enum Äurentreunde ei
nen Abnehmer gefunden."
Frankreich.
Paris. 21. Febr.
Der Zollausschuß der Abgeordneten
kammer beschloß heute, den Rückbeziig'
Iichteitsvernag mit den Vereinigten
Staaten n;t eher zu prüfen, als bis
er von der Regierung bezüglich der Ad
sichten des Senates der Ver. Staaten
gknaueAnzenren erhalten haben würde.
Der 'Senat nahm heute das Versah
ren gegen den Abgeordneten Marcel
Hadert wieder auf. der angeklagt ist.
bei Faurcs Beerdigung Truppen zum
Sturm auf den Elysäischen Palast auf
gereizt zu haben.
Der Angeklagte heschivertc sich dar
über, daß man Deroulede (der bekannt
lich desselben Vergehens überführt
wurde), den er als Zeugen vorzuladen
wünsche, kein sicheres Geleit gebe.
Ferner behauptete Hadert, er sei be
reit von der nämlichen Anklage srei
gesprochen worden. Er leugnete, sich ge
gen den Staat verschworen zu haben.
In einer phrasenreichen Rede
herrlichte er den Nationalismus und
das Plebiscit, das Amerika gestattet
hätte, auf Cuba urfd den Philippinen
sein Banner aufzupflanzen, und dem
Transvaal Xe Kraft verliehen habe,
fremden Angriffen Widerstand zu le'i
sten." j
Nach einer Tepesche aus Rennes hat
ein dortiges Werk von der südafrita
nisckzen Regierung einen Auftrag auf
150.000 Kanonenkugeln erhalten.
China.
Peking. 21. Febr.
Der Kaiser hat gestern das diplo
matische Corps in Audienz empfangen.
Er soll krank und abgespannt ausgesc
hen haben. Die Zlaiserin-Mutter war
nicht annxsend.
Südafrika.
Durban. 19. Febr.
Gestern beschossen die Briten vom
Kanonen- und 5)usarenhllgel aus fort
während den Monte Christo und die
Stellung der Buren auf dem Hlang
ivane. welcher als der Schlüssel von
Groblers Kloof angesehen wird. Be
sonders heftig wurde von dem Husa
renhiigel auf die Verschanzungen der
Buren am äußersten Ende des Hlang
waneberges gefeuert. Hieran betheilig
ten sich Marine- und schwere Belage
rungsgeschütze. Gestern Abend 6 Uhr
dauerte das Feuer noch fort. Während
des Tages feuerten die Engländer auch
von einem Panzerzuge aus mit einem
schweren Geschütz. Die Buren haben
am nördlichen Fuße des Hlangwane
eine Brücke über den Tugela geschlagen.
Abends. General Buller setzt seine
Umgehung auf der äußersten 'Rechten
fort und verschanzt sich in den genom
menen Stellungen. Einzelne Abthei
lungen Buren überschreiten zeitweise
den Fluß. Die Buren thun den Eng
ländern durch Abschießen ihrer Leute
großen Schaden.
Capstadt. 19. Febr.
Die Eisenbahnlinie nach Kimberley
ist jetzt soweit wieder betriebsfähig ge
macht, daß heute Abend der erste Zug
mit Zlohlen nach Kimberley gehen
kann. Ihm folgen Züge mit Kriegs
Material, sodann sollen Nahrungsmit
tel und Passagiere befördert werden.
Kimberley. 18. Febr.
Die Unigegend von Kimberley ist
wenigstens 10 Meilen nach allen Sei
ten jetzt ganz frei vom Feinde. Die Bu
rn haben Dornfield, Saltpan, Spyt
fontein und Scholz Nek geräumt. Das
Lager von Tronfield (10 Ml. nördlich
von Kimberley) wurde Freitag Nacht
geräumt. Ein 12-Pfünder mit Muni
tion wurde dort im Stich gelassen.
Nach dem Modderflusse werden Schie
nen gelegt. Rhodes ist guten Muths.
Modderfluß. 19. Febr.
Auf dem Marsche nach Kimberley
fing General French 8 Ml. von du
Stadt eine heliographischc Depesche der
Belagerten auf, welche lautete: Tie
Buren beschießen die Stadt!" French
antwortete: Dies ist General French.
welcher zum Entsatzc Kimberley's he
ranrückt!" Die Belagerten vermochten
das anfangs kaum zu glauben. Die
Begeisterung der befreiten Bewohner
war überschwänglich. Sie hatten seit
längerer Zeit verkürzte Rationen er
halten und ledien in Höhlen. Futter
für die P' ' war nicht mehr vor
Handen. der ganzen Belage
rung gab V,--. a Farbigen Brod
und Arbeit, wodurch Unruhen vermi:
den wurden. Tie gewaltigen Proviant
kolonnen wurden mit der größten
Freude begrüßt.
Am Modderflusse hielten die Buren
die Flankenoeivegung General French's
einen Tag auf. French verlor aber nur
7 Todte und 35 Verwundete in 3 Ta
gen. Nach 1-lägiger Rast in Kimbcr
ley verfolake French die Buren nach
Norden. General Cronje ließ bei Ma
gersfontein eine Kanone, einige Zelte
und Lebensmittel im Stich.
Westindische Inseln.
Nassau. 21. Febr.
Die norivegische Bark Emir, welche
am 1. Februar von Mobile nach Bahia
Bianca fuhr, scheiterte am 17. Februar
bei Orange Kap. Tie Mannichar:
wurde hier gelandet.
Jamaika.
Kinafton. 21. F?br.
Tie politischeKrisis zieht im::';: )vci
tere Kreise. Die erwählten Mtgl!ed?7
der Gesetzgebung verließen nls P7ii'st
gegen die Unterdrückung derBeriazsung
in corpore die Kammer. T,m:s wur
den weitere amtlich? MilaliZ,'r rc.i,i
digt. Ter Rückbeziiglichkeiis - Vertrag
mit den Vii. Staaten wird ir.jtgtn
aufgenomMN werd::,.
Weiter . , . e s o l c
i i a I - K r i e g e
Washington . o'.. 21. Feor.
General Ctis s,",d!e.!'eü!e an InJ
Kriegsaint folgende Vfrhistlistc:
Manna, il. rtr. iveuiixn 'V.i
Maliria Fieber, gm 2. Jan. Arling
trn Mayfe Eo. H. 22. Jiifauteiic
Regiment: am 10, 'r, Willis V.' c
Martin. Eorpcral, lo. G, Hl. Jnfan
trrie - Regiment; am 12. fsebr. Aza
nah Harron. Eo. K. Jnfantei
Regiment. Ertrunken: av, V". Ju,
llbert Jay. L. Perrn. vom ,12. In
fanterie - Regiment, beim Baden ii"
Rio Grande bei Florida Plan: a,"
14. Febr.. Jol,n Magtnis-n. Muster
vom 34. Jntanleiie Rk?ir tat, dein
Baden im Rio Grade bei Eabanatua,
Luzoni am 15. ?or. F. Earnes. Eo
F. 34. Infanterie - Regiment bei Ric
Agno, nahe San Mick'vlas ; am
Fedr. Ta'iicl P. Dentins. Eo. M
22.Jnfanterie - Regiment, erschossen
cm 29. Jan. Wm. Erawsord. Eorpo
ral. Co. K. 25. Infanterie - Regiment,
fiel auf einen Tolch beim Kamvf am
27. Jan. AmvS O'Neil. Es. F. 39
Infanterie Regiment; um 9. Febr.
Fred. Legwkin. Eo. 27. Jnfant,
rie Regiment. Lunaknentziinoung !
om 11. Febr. John P. Hill. Eo. C,
29. Infanterie - Regiment. Variola;
am 5. Fel'k. Porter McGuyer. Eo. D,
44. Infanterie - Regiments am 12,
Febr. EhruS E. Brittain, Co. A. 30
Jnfanteue - Regiment. Tiirchfall; am
14. Febr. Andrew Anderfon. Eo. H.
35. Infanterie - Regiments Eare Nef
sel. Co. E. 4. Kavallerie - Regiment,
Typhus; am 10. Febr. Elarence Aan
Borger. Uörpor. Co. B. 37. Jnsan
ieri - Regimen!.
CereanischesErz.
San Francisco. Cal., 21. Febr.
Der Dampfer Coptic" brachte ei
nein hiesigen Schmelzwerke 1845
Säcke Erz aus den Minen eines ame
rikanifchen Syndicates in Corca. Es
ist dies die zireite Sendung innerhalk
weniger Monate.
Verhungert.
(5iri .in MiS . 21. Xlbt. ,
Freitag Nacht starb im Tremont
House das dreiivöcheatliche Kind bei
Frau Tony Paullcn. die in Mani'
que. Mich., heimathberecktigt ist, und
bei der polizeiliche Untersuchung stell
te es sich heraus, daß das Kind ver
hungert 'war. Frau Paulson verlief
am Samstag die Stadt und die Be
hörden ließen nun die kleine Leiche be
erdigen, da die Frau vollständig mit'
tellos war.
Bahnverkaus.
Oshkosh. Ms.. 21. Febr.
Es heißt, daß die Citizens Traction
Company, welche das Straßenbahn
System dieser Stadt irnd die von hier
nach Neenah führende elektrische Bahn
besijt. ihre Bahnen an M. C. McMil
lan & Co. von New )ork verkalI
hätten. In dein Verkauf ist das ge
sammte Bahneigenthum, einschließlich
der Freibriefe, mit einbegriffen. Di
Gesammtlänge der der Gesellschaft ge
hörigen Bahnen beträgt 30 Meilen.
13Zi Meilen davon in der Stadt Osh
kosh. Die Gesellschaft ist zu $500,00C
capitalisirt.
D r Carnegie -Frick-Pro
Z e ß.
Pittsburg.Pa., 21. Febr.
Mit Spannung erwartet man hier
die Ankunft Andrew Carnegie's, der
von Florida unterwegs ist. Er dürfte
unterwegs in New ?)ork oder Wash
ington eine Berathung mit dem Prä
sidenten Sckwab haben. Die Verthei
digung wird nun. wie mn erwartet,
mit großemNachdruck die Antwort
Frick's Klageschrift ausarbeiten und
baldmöglichst dem Gerichte einreichen.
Hunde - A u s st e l l u n g.
N:.v ?)orke. 21. Febr.
Die 24. jährliche Ausstellung des
Westminster Kennet Club wurde im
Madison Square Garden eröffnet. Es
sind mehr Hunde ausgestellt als je zu
vor. im Ganzen 2,110 Exemplare. 31
verschiedene Nassen, darunter einige
der schönsten Thiere des Landes und
Europas. Ueber 200 Preise sind auZ
gesetzt worden.
Gehein, nißvoller Schiffs
Unfall.
Philadelphia. 21. Febr.
Der englische Dampfer Restormel",
der mit Weizen nach Limerick. Irland,
abfahren sollte, sank im Delaroare
Fluß gegenüber Kaiqhns Point. N. I.
Wie es 'heißt, war das Getreide für
Süd-Afrika bestimmt. Wie es gesche
hen konnte, daß das Schiff sich mit
Wasser füllte, ist ein Geheimniß, über
welches viel geredet wird. ;
Zur Hebung Cuba's.
Havana, 21. Febr.
Die Pflanzergesellschaft wird dieRe
gierung um eine Erhöhung dn Ein
fuhrzölle mit geringen Ausnahmen an
gehen, um das Einkommen der Insel
ohne unmittelbare Besteuerung zu r
Höhen. Für A l l e r w l t s l ä d e n.
Jcfferson City. Mo.. 21. Febr.
Das Oberstaatsgericht hat das De
partement - Store" - Gesetz für ver
fassungswidrig erklärt. Er nennt es
Klassengcsctzgkbung und Auferlegung
einer Bcschäftigungssteuer.
Eine Kriegsschule.
Washington. D. E.. 21. Febr.
Es ist ein Ausschuß ernannt worde?r,
um Rcgulationen für eine Kriegsschule
auszuitcllen. ... .