Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, December 21, 1899, Image 1

Below is the OCR text representation for this newspapers page. It is also available as plain text as well as XML.

    A
iYiA'-l r
j tW Q Z t Ere Of I
3 rjM H M Vj
t$y vv v7
"
a ;
si W 1?
uMt öae?
hv3 ,. ri ,
i, jrr i
&
crs
Jahrgang 20.
Lincoln, icb., Donnerstag, 21. December 1899
No. 31
Zr-j "w i S
.V-
M, n. i-
xMvT
& S- rjt
Pfeils ' Er f
rÄy-.
il A 4 A 6
äP
VH. -,
M
t tb M h
l m M!S9mwQP
MGS
: R ,1.1161 u !!
imwwmsy
Kxy
Auöllllld-zlcpeschrn.
ilroft? i'ejorsuin in England.
Xir ?ort Kotiert uns slit&rtwr
soll,,, Sao :)icid) r:il(u.
lir Dli,ilärallii(l!fJ r TrfibntitH aut
Pari oSteruim.
2) f u t ch I a n b.
Berlin. 1!. Dez.
Die struizzeitinni" vergleicht dn
Fürsten Hohenlohc wegen seinen angeb
lichen liberalen Neigungen mit dem
Grafen Caprivi und erklär,. Gras Lim
durg Ttirum habe in seiner Kriegs
krtlärung" geqen den ReichskJNglei
nicht nur der Enttäuschung der gk
stimmten konservative Fraktion iibei
die Politik dsscll'en Ausdruck gegeben,
sondern weite preise über die Monser,
.y v.itiven hinaus dankten für die Alwrö
ckclung staatlicher Machtbefugnisse als
KompensationSobjekle und hatten durck
den Mund des Grafen der Regierunn
ein kräftiges .halt zugerufen. Zi
..National, Leitung" ist der Ansicht, die
tonfertxitiv:n wären nur deshalb ent
täuscht, weil durch das Schwinden der
Aussicht auf einen Ncickskonflikt dic
Zianalnoil," beseitigt worden sei. Herr
v. Miguel halte vielleicht die jiompen
sationsforderungcn des Centrum fiii
gefährlicher als die der konservativen
und vielleicht sei das Rededuell im
Üieichstag nur da Vorspiel für eine
Wiederannäherung zwischen der Regie
rung und den Konservativen gewesen.
Tie .NölnischcVvlkSeitung" bestrei
tet. das? da Centrum sich für dic Ufa
rineabsichten der Regierung irgend vie
engagirt habe, und erklärt weiter, 9ha
Pvsadowsky sei bei den Agrariern in
Ungnade gefallen, ivcil er die Soziali
fteii nicht zli außerhalb der Gesetze
stehend erklärt habe. Das schroffe Auf
treten des (5senbahnministers Thielen
im Reichstage zeige, das; die Regierung
in der Kanalfrage den Standpunkt
Biegen oder brechen" einnehme.
Herr v. Miguel hat seinen früheren
Günstling, Victor Schweindurg, den
Redakteur der Berliner Politischen
Nachrichten" fallen lassen. Er hat ihm
zu verstehen geben lassen, daß er ihn
nicht länger empfangen iönne.
Die Nachricht von der Niederlage
des britischen Oberbefehlshabers Ge
neral Buller am Tugelafluft hat hier
, einen unbeschreiblichen Eindruck gc
macht, und ganz Berlin feierte den Na
tionalfestiag der Buren, denTingaans
tag, so genannt zur Erinnerung an die
Niederlaae des Zuluhäuptlinqs Din
gaans. Jetzt ist der Tag ein doppelter
Festtag: ein Dingaanstag und ein
Bullertag. Die Blätter halten natürlich
mit ihren Urtheilen niclit zurück. Dies
sei der Anfang vom Ende, heißt es. Der
.Krach des britischen Weltreichs steh:
vor der Thür. England thäte am be
sten, schleunigst Frieden zu schließen.
Dank der 'Friedensliebe derMächte ver
liere England nur an Prestige, nicht
auch an Territorium. Die Strategie
und Taktik General Buller's wird von
,den Militärs aufs Abfälligste kritisirt
und die Bcwuderung für die Buren
hat ihren Gipfelpunkt erreicht. Da
bei ist es interessant, dafz sich in den
Kommentaren der Presse weniger An
glophobie, sondern elver Mitleid mit
dem irrgeleiteten englischen Bolle gel
tend mackt. 3)i: überreichlich vorhan
dene Schadenfreude wird gedämpft und
tritt weniger in dic äußere Erscheinung,
wenn man sie auch beinahe auf jedem
Besicht lesen kann. Der Börsen
Eouricr" tröstet die Engländer damit,
daß ihre Flotte ja England feineGrost
Machtstellung in Europa sichere. Wer
den Schaden hat. braucht für oenSpott
richt zu sorgen!
ä In der Frage der fremden Militär
attache's wird offiziös mitgetheilt:
Die Drcibundmächte, Teutschland.
Oesterreich und Italien, haben sich da
hin geeinigt, vorläufig keinen Militär
attache in Paris zu halten, und in Fol
ac dessen zieht Frankreich auch seine
Militärattache's aus Berlin, Wien und
Rom zurück. Es ist dies keine endgül
tige Maßregel und auch keine Demon
stration. es wird dadu,k vielmehr be
zweckt, die Reibungsfläche zu vermin
dern." Aus dem Dorfe Lichtenberg. nicht
weit von Berlin, ist der Oesierreicher
Anton Kopp. der als BertrauenS
mann der Sozialisten des Niederbar
nimer Kreises fungirte, ausgewiesen
worden.
In beiden Kreisen, in denen in Bre
men Stichwahlen für die Bürgerfchaft
stattfanden, haben die Sczialisten den
Sieg davongetragen.
Der Senatspräsident am preußi--scken
Oberverwaltungsgericht Wirkliche
Geheime Ovcrregierungsrath Rommcl
ist in Berlin gestorben. (Der Dahin
geschiedene wurde einmal viel genannt.
In der Herrenhaus Sitzung vom 1!"),
Februar 1 881 kam durch ilin eineMc!
nungsverschikdcnhcit zwischen demFür
fren Bismarck und dem damalig-n
Minister des Innern Grafen Botho
i Eulenburg über die Berwaltungs
Reorganisation in den Provinzen zum
öffentlichenAusdruck. Bismarck konnte,
weil er krank loar, nicht persönlich v
Herrenhaus erscheinen, sandte abrr
Rommel, der damals Gehcimrath in
Auswärtigen Amt war, hin und dic
fcr verls eine Erklärung BiSmarck'S,
weläe die kurz vorher vor dem Hau'c
entwickelten Ansichten dcS Ministers
des Innern prinzipiell bekämpfte. Gras
zu Eulcnburg fuhr sofort iiirn Kaisei
und bat um seine Entlaiuing, dic t:
auch am 27. Februar erhielt.)
An; M'..?n ,?:rd einNdet. dis
in Folge starken SchteiaL ia't all:
üge mit Bersoäiung eintreffen unZz
daß der Ttanira, nrertedr eingen?!!.
Wer?k w!!:e.
Beriin. V.. D?,.
Mit derr Wachsen der deulfck) n
Flotte und der deutschen Marine mack:
sich immer meln iiinehmende Knapp-I-eit
an Mannschaslen benurkbar. be
sonder was ausgebildete jung'iatro
fen betrifft. Noch vor wenigen Iahren
lieferte Deutschland einen großen Tleii
der Mannschaften für englische Schisse,
der heute besteren schon dic Besatzun
gen deutscher Schisse zum Theil aus
Ausländern. Diese Erscheinung ist
nicht zum Geringsten auf das phäno
menale Wachsen der deutschen Jndu
stiie mit ihren in letzter eit gut'n
Löhnen zurückzuführen, die gar man
chen jungen Mann in dic Fabrik an
statt auf dic See führten.
Es ist volau-zuseben. daß diese
Schwierigkeit sich noch erböhcn wirb,
wenn dic geplante Berdcppelung der
Reichsflolte inAngriff genommen wird,
und es irerden deshalb jetzt schon
Schritte erarissen, derselben zu begeg
ncn. In Bremen ctablirk der Nord
deutsche Lloyd eine Schisssjungenan
statt, und heule haben Brnreter der
großen Rledcreicn in Berlin in einer
Bcrsammlung eine Gesellschaft oeariin
del, deren '.veck es ist. die technische u.
praktische Ausb.lduna von Matrosen
für die Flotte und dic Marine zu för.
hrn. Die Reichs - Regierung wird
in dieser Bereinigung start vertreten
sein, die am 12. Ianu. unter d!,n Na,
men Teutscher Schulschiff - Verein"
organisirt wird.
Das Ausioärtig? Amt sagt, daß die
Nachricht, dcr amer, Siaats-Sekrctär
.hall und der deutsche Gesandte in
Washington v, Holleben hätten sich über
die hauptsächlichsten Punkte eines
Handelsvertrages geeinigt, unbegrlln
det ist. Das selbe wird von der hie
sigen Botschaft erklärt.
Der Minister de? Innern. Graf Po
s,dowSkp - Wehner. hat verfügt, daß
die Reorganisation der Berliner Poli-
zci nach den Plänen ihres Präsidenten.
des Barons von Windheim. beschien
liigt werden soll.
Franz Himmcr. der erste Wagner-
sänqer in dcn Per. Staaten, wo er tu
austrat, ist in Hildesheim gestor-
ben.
O e st e r r e i ch - Ungarn.
Wien. 7. Dez.
In Koefiach in Steiermark wurde
durch Schnremasscn das Dach einer
Glasfabrik eingedrückt und stürzte her
ab, wobei f"nf Personen getödtet und
zwanzig verletzt wurden.
In Wien hat der Kapellmeister Kos
sel Selbstmord begangen.
Der Selbsunord wird damit erklärt,
daß Kossel vorläufig feiner Stellung
enthoben wurde, weil er öfters Sckiwm
del-Änfälle infolge eines Nervenleidens
hatte. Dies machtc ihn schwermiitmg
E n g l a n d.
London. 19. Dez,
Die Niederlagen in Afrika haben
den Geldmarkt vollständig demorali.
sirt, trotzdem von New Äork. Berlin
und Paris Gold nach hier unterwegs
ist. Bis ictzt nnd zehn Firmen bau-
terott, von denen aber keine eine höh
Stellung in der Geschäftswelt einneh-
men.
Trotz der Entsendung Kitchencrs
nach Südafrika soll aus dem Sudan
ebenso wenig wie von Indien einMann
nach Südafrika abgehen. Im Sudan
traut man trotz der bisher friedlich'
Haltung Meneliks diesem doch nicht.
Man hat auch Furcht, daß die deut
sche Flotte mit der französischen und
russischen einen Druck ausüben wird,
um die Entsendung von Berstärkunaen
nach Südafrika zu verhindern. An
gesichts einer solchen Gefahr ist es nicht
unwahrscheinlich, daß sofort Befehl
zur Mobili'irunq der Flottcn-Reserve
gegeben wird. Die englische Nation
erwartet mit großer Besorgniß das
erste Anzeichen einer thatsächlichen
Feindseligkeit der europäisch? Eonti
nentalmächt. Es wird auch vielfach von einer Re
form des Ministeriums gesprochen.
Mancke Iing.os möchten dic alten
Herren Goschen. Enaplin und Eros'
durch jüngere Kräfte ersetzen. Salis
bury soll angeblich gern bereit sein, zu
rückzutreten, aber unter den jetzigen
Umständen ist das ein Ding der Ün
Möglichkeit. Sir Michael Hicks-Beach
hat sich den vollen Haß der Kriegspar
tci dadurch zugezogen, daß er angeb
lich die Gelder zur Morilinrung und
Entsendung der Armee so spät bewil
ligt habe. Andererseits macht sich
auch gegen Edaiiiberlain ein großerUn
Wille geltend, weil man ihm die Schuld
an deni unglücklichen Kriege zu
schreibt. Sollte nicht bald ein britischer Sie,g
gemeldet ivcrden. so wird zweifellos
ein nationales Eoaiiiionsminifierium
gebildet werden, in dem Salisburn
Premier bleibt, Lord Rosebery das Mi
nisterium des Auswärtigen. A-egnitn
das der Kolonien übernimmt und ei
nige andere i'4'enalistni fitzen wer
den. Alle dicie Eombinationen beweisen
aber zunächst nur, d.iß den Briten die
Wsser der Trübsal bis an dcn Hals
gestiegen sind.
General -!ord Kiichencr, der als Ge
ncralstabschef Vcvd Roberts es Kom
dahar, des neu ernannten Höchftkom
mandi.cndkn der britischen Truppen
nach Siidaiiil.', acht, wird am Dien
steig vonOmdurman abreisen, am Fnl
tag wird er iiUv.no erwartet uns wird
sobald als möglich na der Copstadi
abfahren.
Die Ekncnnii'ig i.i,.t i'cice n Mä
lier tat überall ch Getiia! der Erle ich
terung beroorgerusen. ie werden, sr
hosft man bestii,,,!,!. die Schmach d.
früheren Niederlagen auslöschen un:
England Waffen zum Siege führen.
Im Allgemeinen glaubt man, df
die Ersetzung Bullers iui börsten Koni
mando in Afrika durch Lord Roberte
als eine Straie für feine Niederlagi
angesehen werden luf;. Dem tritt je
dock eine offiziöse Mittheilung entat
gen. Die Ernennung eines köherer
Offiziers fei einfach durch die Bermet,
rung der englischen Truppen in Afritc
nötliig geworden. Dennoch wil dies
Erklärung nicht allen einleuchten
Manche Blätter theilen mit. daß offen
bar in Ministcrkreisen eine kolossal
Panik herrsche. Die Minister verliefzcr
die Versammlungen mit bleichen Ge
sichtern. Es lausen Gerüchte von einei
Erhebung der Kasfern gegen die Eng
länder um. Eine solche würde vor
Bielen noch für eine schlimmere Stich,
angkskben als die Erhebung der Eap
buren.
Frankreich.
Paris. ll). Dez.
In keinem Lande Europa's trird der
Kompf in Süd - Afrika mit größerer
Anfmerkfamlcit verfolgt, wie inFrank
reich. Das Ergebniß der jüngsten Gefechte
scheint dem französischen Gen.ralstabe
oroße Genugthuung zu bereiten. Ein
Generalstab'.offizicr äußerte: Offen
bar hat man die Lag: in Paris, Ber
lin und Wasbington besser begriffen,
wie in London. Die Engländer haben
kine Hoffnung zu siegen, wenn sie
nicht zuvor wenigstens lOO.lXX) Mann
ins Feld st'llen. Je länger gewartet
wird, um so größere Anstrengungen
müssen gemacht werden. Es scheint ,
daß man im Kriegs - Ministerium zu
London etwas langsam denkt, schlief;
lich wird man 2X).00( Mann nach
Süd-Afrika schücken müssen.
Dann wird Frankreichs Gelegen
heit gekomincn sein."
London. 19. Dez.
Es wiro offiziell ü Abrede gestellt,
daß das Befinden der Königin zur
Besorgniß .'in laß giebt, auch wird ge
sagt, daß kcinkilei Anzeichen vorhan
den sind, daß Kimberley sich ergeben
will.
Der Andrang der Freiwilligen, die
nach Südafrika gehen wollen, ist groß.
Eine vom 16. Dez. dtirte Tcpejch'
vom Moddersluß sagt, daß die Buren
zwei Meilen nördlich von General Mc
thueiis Lager dic Eiscnbahnbucchlässe
cnsprengt haben.
Das Kriegsamt bat eine revidirte
Liste der britischen Berluste in der
Schlacht von Magersfontein verössent
licht, welche ,"1 weitere Namen von
Getödteten "ufweist.
Die Börse schloß in sehr trüber
Stiminung und herrschte beinahe ein:
Panik.
T ii x i t i.
Konstantinopel, 19. Dez.
TerSchlviegersohn desSultans.Mah
mud Tjelalleddin Pascha, hat die Ju
welen seiner Gemahlin an sich genom
men und ist aus der Türkei entflohen.
Er entkam auf einem französischen
Dampfer, sammt seinen zwei Söhnen.
Allerlei Gerüchte sind über die Flucht
im Umlauf. Man weiß, daß seine Be
Ziehungen zum Sultan nicht die besten
waren, und man hält es für wah
scheinlich. daß er deshalb floh, weil
man wieder eine Palast - Intrigue y
des Sultans Entthronung entdeckt
hatte.
5onstantinopel. 19. Dez.
Die Flucht von Mahmud Pasch,',
hat großes Aufsehen erregt. Es ist
nun festgestellt, daß er nachZ"arscilles
abgefahren ist. und die türkisch: Regie
rung Hot den französischen Meiste:
des Aeußcrn Telcasse telegraphisch er
sucht, den Flüchtling bei seiner Ankunft
in Marseilles verhaften zu lassen, da ei
in eine Verschwörung gegen das Leben
dcs Sultans verwickelt sei. Hier glaub!
man aber, daß Mahmud Pascha, das
Opfer einer Intrigue ist.
Venezuela.
Earacas. 19. Dez.
Präsident Gastro's Truppen haben
Maracaibo besetzt: die Truppen dcs
Rebellengenerals Hernandez zogen ab
ohne Wiederstali'o zu leisten.
S ü d - A f r i k a.
Pretoria, 1,",. Dez,, via Lorenzo
Marquez vom 16. Dez.
Ein Buren - Offizier vom Nachrich-ten-Bureau
berichtet über die Schlacht
bei Magersfontein: Die Todten la
gen in Haufen, wo sie fielen. Die Eng
iöndcr werd:n ihr Lager aufaeben und
die ganze Armee General Buller's wird
sich zurückwichen. Es wurden Versuche
gemacht, die Verluste der Engländer
zu zählen. Dies wurde als lwffnunos
los aufaegeoen. Die Verluste ware,i
so groß, daß die englischen Ambulanz
Eorps. dic zn und für sich groß find,
nicht im Stande waren, die Todten zu
beerdigen und die Verwundeten zu ver
pflegen. Die Buren haben das qantt
Black Watch Regiment bis auf ?,0
Mann, welche die Waffen streckten, nie
dcrgcschosscn," K o in in t z ii H ü l f e.
Wasbington, D. E.. 19. Dez.
Der Schatzamts - Sekretär Gage
hat bekannt gemacht, daß er dic in dcn
Nationalbanten befindlichen Bundcs
qelder erhöhen rnb auch weitere Gelder
in Banken hinterlegen wird, die bis
jetzt noch keine Bundesaclder im Bentz
haben. Er wird die nun in solchen
Banken devonirtk Summe auf
000,000 erhöhen, ja bis auf $4',000,
000, wenn cr es für rwthioener, 'findet.
Die Banken müssen für den Mhrh?-
Allslnuö-plpcslhcn.
t 115 Afrika.
HraujöftZchc Cfftiierr i't'tr öcn
r.cg.
Cfilf.ifiili soll aiistkblich ikiiie Permilikliliig
ndirikii wollen.
Deutschland.
Berlin, '20. Dcz.
las Berliner Tageblatt" will in
Erfahrung '-.coracht haben, daß die
östcrreichiiche Regieruuz bereit ist in
dem südafrikanischen Kriege feine Ver
mittelung anzubieicn. Man ist der
Ansicht, daß die Diplomaten Europa,
welche erst vor wenigen Monaten das
Protokoll der Haagcr Friedenskonfe
renz unterschrieben, di: nutzlosen Men
schenopfcr in Südafrika nicht langer
dulden können, da eine Fortsetzung des
Kampfes nur der schwarzen Rasse zu
gute kommen können.
Tcmselbcn Blattc wird aus Zürich
gemcldet, daß der angesehenste Rathgc
ber Menelit's. der Schweizer Ilg. im
Januar in Zürich eintreffen wird.
Da man cS nickt für wahrscheinlich
kält. daß Menelik seinen Rathgcder im
Falle eines kriegerische Einschreitens
im Sudan, in's Ausland reisen lassen
ließe, so sieht man diese Reise als ein
niedlidx Zeichen an. Dagegen wirb
lkstäiigi, daß 'Menelik schwerlich die
Pariser Weltausstellung besuchen
werde.
Die Gegner der neuen Floitcnvorla
gc benutzen jegt die englisckxn Nieder
lagen in Südafrika als Argument gc
gcn die Behauptung des Staalsfekre
tärs Grafen v. Bülow in seiner Reichs
tagsrede am vorigen Montag, das
Deutschland Wcltpolitik treiben müsse
Das jammcrvolle Schicksal Englands
so sagen sie, zeige, wohin man mit dc,
Weltpolitik komme. Auch die Een
trumspresse, die nach wie vor gegen du
neuen Flottenpläne ist, spricht sich ge
gen die Bülvw'sche Weltpolitik aus. Di,
..Kölnische Bollszeitung" frägt, wei
könne wissen, ob nach Verdoppelung dei
Flotte nicht eine Verdreifachung kom
men werde? Deshalb wünsche da.
Centrum eine Auflösung des Reichs
tages, damit die Wahler Gelegenhei
hätten, über die Weltvolitik dcs Grase,
v. Bülow ihr Urtheil abzugeben. Wei
ter sagt das klerikale Blatt, der Was
fengang zwischen Dr. Lieber und Mi
nister v. Miquel im Reichstag sei un
entschieden gewesen, 'ist. Lieber hab,
aber noch nicht alles Pulver verschossen
ZumSchluß behauptet das Blatt.Preu
ßen sondirc Bauern darüber, cl eil
Zuschlag zur Einkommenstcuer möglick
sei, falls der Reichstag es ablehner
sollte, die Mittcl für die Flottenver
stärkung durch Anleihen aufzubringen
Die hiesigen Blätter setzen die Ziom
mentarc über die Niederlage General
Buller's am Tugelaflusse fort und ge
ben der Ansicht Ausdruck, daß Kolo
nialsekretär Ehambcrlain jetzt wohl ab
gewirthschaftct haben werde.
Die Hambnrgkk Nachrichten", das
alte Biömarckblatt. das den Englän
dcrn nie holo toar, führen eine kräfti
ge Sprache. Sie sagen: Die Zu
schaucr auf dem Festlands knüpfen an
die einstimmige Genugthuung über die
Schlage, welche die Engländer bckon,.
men, die .Hoffnung, daß die Niederla
gen sich wicderholcn mögen, vis der
unerträgliche Hochmuth der englischen
Weltmacht gründlich gedemüthigt ist.
Durch die Schmach, die sie durch das
tapfere Boerenvvlkchen erlitten haben,
sind die Engländer gebührend geziich
tigt worden."
Staatssekretär Graf von Bülow
hat die Einladung der Hamburg-Ame-rika-Linie,
beim Stapellauf oes neuen
Dcmpfers Teutschland" die Taufre
de zu hallen, mit dem Vorbehalt, daß
er durch Tienstgeschäfte nicht daran
verhindert werde, angenommen. Der
Stapcllauf wi-d am Januar auf der
Werft dcs Bulcan" in Stettin in Ge
aenwart des Kaisers stattfinden.
Das Interview mit dem Staatsse
kretär Grafen Bülow, das der N. ?)
Herald" dieser Tage brachte, ist vön
?!ufa,i biZ zum Ende erfunden.
In Folge k'ncr Acthcrerplosion ist in
Hamburg Bieber's chemische Fabrik ab
gebranni. Berlin. 20. Dez.
Ter Reichs - Anzeiger" vervifent
licht folgenoe?:
In einer Sitzung des Eentral-Aus-fchusscs
der Reichs - Bank, die heute
stattfand, sagte Hcrr Kock (Koch?), c:
ner der Direktoren, wahrend er die
finanzielle Lage besprach, daß dieStel
lung dcr Ban! noch nie so schwierig ge
wcfcn sei wahrend derselben Periode
irgend eines Jahres wie gerade jetzt u.
daß dcr Boath von !Netall besorg
nißerregend abgenommen habe, und
nun .77,000,1 ' 0 Mark ! veniger bctia
ge als in lKtH.
Nachdem er noch andere Zahlen n
gefülwt hatte, um den Ernst der Lag:
zu demonftrircn. sagte cr, es sc: ut
möglich gewesen, eine Erhöhung cer
Tiscontorat: zu vermeiden.
Ter preußisch? Finanz - Minister
Dr. ton Miq'icl hat soeben dem Ka!,
scr einen i-vezial - Bericht iilcr Preu
s,cns Finanzen von 197 bis 1S99 un
tcrbreitct. Ter Bericht lautet im All
gemeinen günstig und weist eine Ad
nalnnc der preußischen Sazu.d auf.
Die Zinsen auf die Schuld sin von
2t2."o0.0i!0 :,,Iigrt auf 221, 000,001.
Mark gcsunt n. Die Staatseifenbah
neu zeigen i:A dem regen Verkedr ci
nen Iveniger günstigen Ausweis; der
Uebcrschuß i,i nämlich von 40,000,.
v. l:,. a.if 4 t9.'X.00'
Mari oesünlri:.
Berlin. 2 '. Dcz.
Der schöne neue Toppelschraubew
Dampser Potsdam", welcher, wie ge
melbek. in Hamburg erfolgreich voir
Stapel gelassen würbe, ist nr einei
von fünf neuen Passagier- und Fracht
daw!e''ern, die von der Hamburg Aine
rika Linie bei dcr Hamdurgcr Firm:
Blohm Boß soivie bei der Bdfastr
Firmt Harland & Wolfs bestellt wor
den sind. Zum Theil ist diese groß
Betriebs Ausdehnung durch die nächst
jährige Pariser Weltausstellung veran
laßt worden. Die Potsdam" wird un
um den 1. Mai herum in reguläre!
Dienst zwischen New ?)ork. Boulogn'
sur Mer lFrantreich) und den bollän
dischen Häfen treten und eine durch
schnittliche Fahrgeschwindigkeit von 1"
Knoten haben, so daß er. wenn k'
Samstags von New '.'ork abfährt, feiw
Passagiere für die Pariser Weitaus
stellnng am zivcitnächsten 'Montag ii
Bouloanc nnd die Passagiere nach Hol'
land und dcm Rkcin u. f. w. am Dien
stag früh an's Land fetzen kann. Dicfe'
Dampfer ist 7,07 Fuß lang, hat ct::
Mittelbreiie von 02 Fuß, eine Tick,
von 44.0 Fuß und nabezu i:i,00
Brutto Tonnciigclialt.
E n g 1 a n d.
London. 20. Dez.
Die Berichte der Blätter über dcn
Kunpf bei Eolcnso sind 01 fen bar von
der Eensur saniitbar beschnitten. In
keinem kerjelben geschieht des selbst
von Buller gemeldeten Verlustes von
11 Geschützen eine Erwähnung. Dcr
Bcrichierstatter der Mail" schildert
die vorzüglichen Leistungen der briti
schen Geschütze und das heftige Feuer
der Buren aus gedeckter Stellung und
fügt dann noch binzu, daß sich die Eng
länder nach stünoiaem Kampfe zu
rückgezoacn Kälten. Tie 14. Feldbat
tcrie sei tkeiiwcise demolirt zurückgclgs
sen. Hiesige Blätter behaupten, daß
Oberst Long denselben Fehler, welckcr
bci Eolcnso den Verlust der britischen
Geschütze zur Folge hatte, auch bei den
Manövern zu Aldershoi machte und
deshalb von B.illcr getadelt worden sei
Der Oberst hatte es in beiden Fällen
nicht dcr Müac wcrth befunden' sich
über feine Stellung ausreichende Aus
kunft zu verschaffen.
Da oas Kabel einmal wieder gebro
wen ist. waren dic Nachrichten aus
Südafrika spärlich.
Ein neuer Zusatz zu der Verlustliste
von Maqersfontain giebt zu, daß wei
tcre 45 Enaländer gefangen wurden.
Nördlich vom Modderflusse sind 2
Eiscnbabnüberführunaen von den Bu
rcn gesprengt wcrdcn," jodaß eine neue
Ueberraschung durch einen Panzerzna
cusacschlossen ist. Die Stellungen der
Buren nördlich vom Flusse sind sehr
stark.
Der englische Zeitungskorrespondeni
George Limch wird in Pretoria unter
de: Anklage dcr Spionage festgehalten.
Im Krieqsminincrium will 'man den
Bericht der Mail", daß General Bul
ler den Tuaela überschritten habe und
General Meihiien's rückwärtige Ver.
bindung abaefchnitten sei, wcdcr bcstü
tigcn, noch bcstreiten.
Nach dcn ausführlichen, aber vom
Ecnsor korrigirien Berichten ver Eor
respondenten über den Kampf am Tu
gela soll es Hart's Brigade thatsäch
l'ch gelungen sein, den Fluß zu über
schreiten, sei aber am gndern Ufer von
den Buren so furchtbar empfangen
worden, daß sie schleunigst wieder die
andere Seite des Flusses zu gewinnen
suchen mußten. Tie Brigade Bar
ton's. von der Buller s Bericht (soweit
ihn das Kriegsministerium mitzutkei
len für gut befand) überhaupt nichts
meldet, wurde bei dem Versuche, dcn
Inhlawehüqcl zu nehmen, geschlagen.
Dieser Hügel liegt an der Südseite des
Tugclg und westlich von Eolenlo. End
lich wurde auch die dritte, General
Hildpart's Brigade, geschlagen.
Der Verlust der englischen Geschütze
wird weniger der schlechten Führung
als dem fchlechtenGefchütz. Material zu
geschrieben. Man schreibt die letzten englischen
Niederlagen dem schlechten Rekognos-cirungs-
und Kund'afterdicnst zu.
Der Meldung dcr Mail, daß Buller
den Tugcla überschritten habe, tviZ
bier nicmand Glauben schenken. TaS
Kricgsministcrium würde auch schwer
lich eine solche Nachricht verheimlichen.
Wie es nm Methuen sieht, ist nicht
klar. Am 17. wurde gemeldet, daß die
Buren Verstärkungen an sich zögen
und ihre Befestigungen nach beiden
Seiten ausdehnten, doch hielt man es
nicht für wahrscheinlich daß sie ein:n
Angriff versuchen würden.
Nachrichten aus Afrika sind beute
sehr spärlich, dagegen rühme dieLlät
ter einmütbig den Pgtriotismuö der
Freiwilligen, welche sich in großer
Menge stellten.
Lord Et'cshilm. der Befe'.,ll,aber
der kgl, Buckinghamshire ?)eomanrv
(berittene Freitoilligei ist ermächtigt,
ein Eorpö von ",000 bereittenen Frr
willige.i ciiis-ustellni.
Einiae Blätter ivarncn von Neuem
bor dcr Entsendung indischer Truppen
nach Afrika.
London, 20. Dez.
Neunzig Prozent der Mitglieder bei
Honorable Amtiern Eomoann :or
London baben sich als Freiroilligc sii:
den Ticast in Südafrika angemeldet.
Ferner ho,bcn zirei Tritte! der Innc
of Eourttz Freiwilligen, bestehend au:
Advolaicn, ibie Dienste angeboten.
Italic ;;.
Hu1:::, 21'. Tez.
Der Osservatoreiiiomano" erklärt c:
für sicher, daß Men:I:t von Abeisiniei'
mit dem Gcdan'.en umgebe, gegen Eng
land zu Felde i ;i:!'.r,. Derselbe w.
te nur die i-ntwic!eli;n: der 'ierl.üli'
Nisse in Säb iiia ab.
F r a n k r e i ch.
Paris. 20. D".
Der ehemalige Kr,egs,iiiifter Gene
ral du Barai'. sagte: Ii: hof,e. daß
England de: Becher der Zrübsal bis
auf den Grund leeren muß Es ver
Iknt es. Ich wcrdc mich darüber
freuen, wen ich die dramatifcheGerech
tigkeii erfüllt fetze. Seit Jahren hat
sich Europa vor dein Prestige der bri
tische Waffen gebeugt und durch di:
britischen Drohungen in Schrecken
jggen lassen. Jeder moderne Staat
hat von England zu leiben gehabt
Jetzt sehen wir endlich, daß die Kral
len dcr .Natzc gar nicht so fürchtcrlich
sino. Jede neue Niederlage der Eng
länder beweist uns .immer mebr, wa
für Narren wir waren. Persönlich
g'anbc ich. daß die Buren in kurzer
Zeit die Engländer zu Fricbcnsangc
boten zwingen werden, ie letzten
Niederlagen der englischen Gencrä'e
cntbiillen deren entsetzliche Unfähig
teil, die jetzt zum ersten Male sei:
einem kalben Iatnbundert wieder mit
rinem civilisirten Feinde zu i nun
haben. In einem Worle: Dcr Wende
punkt der britischen Madit ist gekom
nie und ich glaube, daß der Kamvf
in Südafrika in derGeschick,te als eincc
der merkivürdigsten Kriege verzeichnet
werden wird."
Oberst Ehapelle, Redacteur eines
militärische Blattes, sagte: Ter
südafrikanische Krieg Hai dreierlei
bewiesen: 1. Tast die Buren von
Leuten geführt werden, 'eiche die in
Südafrika herrschenden Verhältniße
und dgs Terrain genau kennen, den
beinahe jede Niederlage der Engländer
ist auf die genaue Kenntniß dcs Lan
des scitens der Buren - Oleneräle und
die Unkcnntniß desselben seitens der
Engländer zurückzuführen! 2. Di
Buren scheinen besonders genau die
Strategie studirt zu haben, eine Wis
senschaft, die z, Z. von den Offiziere
der modernen Heere ntfnig gepflegt
wird; endlich sind die Buren viel weni
ger vertrauensselig als die Engländer
und nehmen deshalb den Kampf er
fier. Tie Engländer dagegen scheinen
ihren Gegner mit den Barbaren des
Sudan auf dieselbe Stufe gestellt zu
haben und warcn von ihrcr eigencn
Ueberlcgenhcit vollständig überzeug:.
Deshalb wurden sie so ost überrascht.
Jeder gute Führer weiß, daß diejenige
Armee dic beste ist, die von einem
leichten Sicqe nicht von vornhcrein
überzeugt ist."
S ci m 0 a.
Apia, 13. Dez., via Aulland. N. S.
20, Dez,
Heute wurde auf dem Äerichtsge
bände die deutsche Flagge gehißt äl
offizielle Ankündigung, daß die An
ncxion der Insel an Teutschland lau
gütlichem Ucbcrcinkommen stattgcfun
den hat. Ter deutsche Eonsul würd
an Bord des Eorcoran" von den so
moanischen Häuptlingen interviewt uni
sagte er, daß die Samoaner ihren cigc
ncn 5tönig und ihr? Häuptlinge habcr
können. Sie theilten dann dem Eon
sul mit, daß Mataafa gewählt wcrd,c
Da nun die Maiaasaleule behaupten
eine Regierung etablirt zu haben, sc
treiben sie nun die Anhänger Malietoc
Tanus aus den Dörfern. Es scheincr
Unruhen bevorzustehen.
A :: st x ci l i t n.
Sydney. N. S. W.. 20. Dez.
Die Regierung dieser Eolonie hat be
schlössen, nebst dem berittenen Eontin
gcnt ein Feldlazareth und eine Battcri'
Artillerie nach Südafrika zu senden.
Streit geschlichtet.
Springsield, III.. 20. Dez.
Zwischen den Vertretern der Streite,
und der Siraßenbahnbeamtcn ist ?ir
Vergleich getrosfc und ist der Aus
stand für beendet erklärt worden. Di,
Verhandlungen wurden auf dem Bii
germeisleramt geführt. Die Straßen
bahn Oiesellschaft verpflichtet sich, dil
Streiter so schnell wie möglich wiedei
anzustellen, und mit 17 Mann ist diec
bereits heute früb geschehen. Sovie
man weiß, hat sich die Gesellschaft auck
verpflichtet, die Heiige Gewerkschaft dei
Straßenbahn - Angestellten anzuerke::
nen. Dcr Streik hatte am 12. Novcm
ber begonnen.
A. F. 0 f L.
Detroit, Mich., 20, Dez.
Die hier in Eonocntion befindlich!
American Federation of Labor loi ei
ncn Beschlußantrag angenommen, ir
dem dic Federation sich ganz entschiede
gcgcn das Besichen von Sliaverci aui
amer. Gebiet ausspricht.
Die Resolution bat Bezug auf di.
Thatsache, daß auf Hawaii noch tha:
sächlich !l.,verci herrscht.
Die Fragt, ob dic Maschinisten, wc!
che dic etzi'iaschincn in Stand Hai!::!
zu dcr Maschinisten Gewerkschaft od.-,
zu der Setzer Union gehören sollen
wurde vorläufig durch die Em,uu:;..
eines aus 9 Mitgliedern heitel-ciir;'
Schiedsgerichts erledigt. Drei der i:
glieder sollen der 'iNasinnisten l-!e
N'crksckatt angchöre, :'. der Set'.cr
Union und .". ander. 0.'e!oe7:.ai:c
Tiefes Schiedsgericht wird
eine Entscheidung abgeben.
F a I f ci c S i ! b e r g e l 0.
.Mcit.'sfv., .is.. 2'. 7:'.
Junge Manviee aeioeu bi 1 i--::;.
Kauoeuiei: '.nnt
N',1 :.'
D.'llarstiictc in Bcir.11? von 0' 1 :
mehr angedrach.'. Dicke falUy c'v:
ist vorzüglich ,ia.g:j,i.,:l. (
?l u s d e r ii : . c s l, a p ! st a d t
W.:,öi:.g!.!t. 20. Z):z.
-ier ro.!:;:ü ! g:
er 'i;-.! h . ,, ... , ,l.
gende P-st.-u-ii..-. r
'::::!.!'.i:.ige:'. ,'i:
i.i:: ..üin. i , -::i'se
Paik. Iciv:
Bestgtiguüa i:;v
T. E. Bi'rveri::-,
vt. o.-'. .:.-.v,to::t; .' :ii .;,
mond. l'lrmstt;:-:; ,. . X.". Mnr
ran. Michi'cn E. B. Greg.:,,
Ionesville. Miin.isoi.r ii. :).'
wards, Z rar.
1 H .iur 1
0'.
Winter. Iesserson i..uu,cl.-.
sin - - M. I. lu.0' fi E udai;:. Souii
Dalota - E harte.' 'f. l'w""v. Huro
Ter Senat hat folgeiide Ernenn,!
gen bestätigt:
Eonfuln: I. Baebr von Ne
braska nach Sanios. Brazilie: W. R.
Daviö vonOhio n.'ch Aleraudretta, (U
Zürkei; P. Vieler von Oliio, na
Düsseldorf. Deutschland: R. F Maus
sielt von Indieina. ach Zanzibar;
Ägtts von Pens?Ivgnia, nach King
ston, Iamaica: H. W.Harris von Ohiti
nach Maiinhein,, Teutschland.
Postmeister: Wisconsin. M. V.
Williams von For V.'.te.
Süd Dakota: L. I. Bateö von
Lake Presto: 0 l!, Iennings vo
Elark: R. Matso von Brookings.
North Dakota: - H, A. Ali von
Hankinso: M. V'vmli von Libger
wood. Nebrasta: - - E. Buile vo Ban
crofti A. M. Eolso von Plainviei'.'!
I. MeNallt, von E.v,ar: I. W. W'
lips von Table liisjc ; . H. Reesmann
von ttniversiü, Plaee; ,V T. Stine von
Superior
Minnesota: - P. Gillrup von Ai
bert Leg; E, F. .neubrir von Sank
Eenter: N. A. Lilvgüist von Winthros;
I. H. M'cE inte von Benson: P. S.
N'elso vo Argnle: E, W. Paige von
Tawson: E, F. I-earle von Milaea:
I. E. Stilles vonWells: 2. Stauch
field von Eamden Plare.
Michigan: E. Beach von !ale
bürg; A. K. Dougherti, 001, Eli Ra
pids: W, F. Holt von Belleoue.
Iowa: S. H. Hendrir vo Aller
ton: E. Mabigan von Elarksville; 0.
E. Platter von Red Oak; L. E. Sher
tvood von Shell tliock,
Jndiana:- A, Eovalt von Green
towii! E. L. Maudlin von New Ear
lisle. Illinois: V Bennet! von Eoal
Eitv: L. Bnllard vo Forest: A. B.
Hallock von Peotone: O. H. Harpha
von Havana: I. P. Mathis von Toln
m; E. F. Rettich vo Woodstock.
Der versugvare Baarbestond dc
Bundes
:chayat'i!es veträg: oe:i
heute veröffentlichten AnSw.ise zusolg
!k290,719.7l. we.'e,, J?,51 '.,.3 i
auf dic Goldreserve ; rtFa'.('-:t.
E i i ( x a ch I.
Boston. 20. Dez. "
Dillawah & Stau, B.inticrs ttne
Mgkler. nahmen eine Geschäfisüber
tragung vor. Die Firma ist eine bei
bekanntesten ihrer Art in der Stadt,
und es gehören ihr die Herren Ehas
F. W. Dillawaa. Geo. H. Flint unt
A. W. Laivrenee o.n.
New Aork. 20. Dez.
Tie Nationalbant von Port JaroiS.
N. ?., hat ihre Thüren geschlossen, an
geblich nur teniporär. Der Grund is
angeblich die herrschende Oieldllemm
im' New Porter Marlt. Von anderc
Scite wird aber gesagt, daß die neuli
chen Unterschlagungen des Hülsstassi
rers L. E. Ooldsmiih die Schuld ai
dem Zusanimenbruch sind.
H a v a i i ' s Z u ck c r e r n t e.
San Francisco, 20. Dez. .
Die diesjährige Zuckercrntc auf tti
hatvaii'schen' Inseln behiust sich au
282,!7 Tonnen, eines dcr reichstenEr
gebniss? seit langen Jahren.
Sympathie für d i e B u r e n,
Denver. Eol.. 20. T?z.
Mit neun gegen fünf Stimmen ha!
der Stadtrath einen Beschluß ange
nommcn, durch ivelchen der Rcpublil
Trgnsvgal volleShuipathic auSgespr?
chen und der Hosfnung Ausdruck ver
lichca wird, daß dic Waffen der Bu
rcn ertolgreich sein möchten. Alle De
mokraten im Stadtrath bis auf einen
stimmten für die Resolution.
P a ck e t p 0 st mit G u a t e m a l a
Washington. D. E. 20. Dez.
Das Postamt wurde benachrichtigt
daß dcr Präsident von 0)ua!emala an
14. d. M. die zwischen den beiden Läw
der geschlossene Pgckctpost-Eonven
tion, ivcichc am 1. Januar in Kraf
treten foll, bestätigt habe.
(' c it 0 r b e ii.
Ass'.iinpiion. III.. 20. Dez.
Benjamin F. HcgHt. ein bckannie'
Bankier, ist i:n Aller von 50 Jahre,
gestorben.
A l l e n i in S e n a t.
Washington. D. E., 20. Dez.
Ho. Km. V. '!!',' von Nebrasla
wurde vereidig! uns nahm feinen Silj
iin Senate ein.
0i 11 t g b g elattfe n.
Kingston, ?)., 20. Tez.
Bei Rosenda'.e ereignete sich ein Ein.
stürz in einer der Gruben der Ne.i
'.'lort ant Rr.fnid.iic Ectncnt Wor!
Fiintifin; Arbeiter tvurtt vcrschüt'ck
aber alle wurden leoettd wieder an';
Tageslicht gcbraaü. Tausende v;r
Tonne Gestein nit Erd: sind ad
stürzt und haben die Gcoäubc te.td V.ha
schinerie mit lich cri '::.
- Ei-tani'.i. Piivaiier: Ach, Heri
Tvkkor. rernarciben Sie mir etwas, ick
fiebere und y uv einen liesigen Durt.
- -Toltre: ,.Ta brauch' ich ja b'.ci
gezeu das vie'otr envas zu verschreiben,
der Diirif iit bei Ihnen ja ctwaö ganz
n rmales."