Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, August 10, 1899, Image 2

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fcetifil und der
Zierden frei.
drefie:
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QlttNct. Ind.
Tampffischerei.
' DK Seefischerei hat durch Zinfllh.
tung der Dampfkraft in den letzten
Jahrzehnten einen bedeutenden 2ius
schwung genommen; doch ist es noch
wenig bekannt, worin eigentlich das
Wesen des neuen Betriebes besteht, des
sen Vortheile das Publikum seit Iah.
nn genießt.
Im Allgemeinen ist man der An
ficht, daß sich die Fischer auf kleinen
Jollen für wenige Stunden auf die
Lee hinausbegeben, um mit einer tlich
tigen Ladung frischer, verlockender
Fische heimzukehren. Aber dem ist
nicht so. Die Fischereidampfer sind
Im Gegentheil ganz komfortabel aus
gerüstete, aus Stahl gebaute Schiffe,
welche in der Regel aus 120 Tonnen
berechnet werden. Diese Dampfschiffe
enthalten Jischräume für etwa 80
jStllck Kabeljaue, Lengs, SteinSutten
usw., Eiskeller von vier bis fünf Ton
nen Fassungskraft und Kohlenräume,
die ca. 40 Tonnen Kohlen aufnehmen
können. Daö ist hinreichend für eine
drei Wochen lange Excurfion. Es
werden namentlich englische und schot
tische Dampfer ausgerüstet, welche
diese Fischerei bei Island und den Fä
?öern betreiben. Die deutsche öochsee
sischerflotte zählte 1895 73 Fischdam
pfer. mit 4649 Registertons Netto'
räum und 705 Mann.
Die Schiffe sind yachimäßig auf
getakelt und mit einem starken, see
Züchtigen Boot und allen nothwendi
gen Vorrichtungen für Fälle äußerster
Noth versehen. Sie führen in der
Regel vier bis fünftaufend Angelha
ien mit sich, die an zahlreichen, mei
lenlangen Leinen befestigt sind. Im
Gegensatz zu diesen Leinendampfern"
bezeichnet man die mit dem SchleppneF
fischendenDampfschiffe, welche in Eng
land und Schottland seltener im Ge
krauche sind, als Currendampftr".
Die Kosten eines derartigen Fischerei
fchiffes betragen 50.000 bis 60.000
Mark.
Die Schiffmannschaft besteht in der
Regel aus 7 bis 8 Mann, einschließlich
des Schiffsherrn. Obgleich die Arbeit
des Köderns mit soviel Angeln und
das Auswerfen und Einziehen der
meilenlangen Leinen höchst mühselig
ist und häufig 24 Stunden ununter
brochener Arbeit erfordert, haben die
Fischer auch noch die Ordnung auf den
Schiffen zu erhalten und die Maschi
jun zu bedienen.
Als das neue System Eingang fand
nd die Fischer sich für dasselbe zu
interessiren begannen, thaten sich stets
Einige zusammen, um ein Boot an
zukaufen, und es fanden sich in der
That nicht wenige, die ein hinreichen
des Kapital zurückgelegt hatten. Der
Geschäftsgang entwickelte fich nun
höchst einfach. Von dem durch Ver
kauf der Fische gewonnenen Betrage
wurden zunächst alle Ausgaben, näm
lich Kohlen. Oel, Köder usw. bestnt
ten, dem Maschinenmeister und Heizer
der Lohn gezahlt und der Ueberschuß
unter die Fischer vertheilt. Das Re
fultat war in vielen Fällen außer
ordentlich günstig; einige Boote sollen
nach Deckung der ursprünglichen Ko
sie von 60.000 Mark von 10.000 bis
14.000 M. erzielt haben.
Die Bewohner der schottischen Fi
scherdörfer sind voller Begeisterung
für das neue System; natürlich haben
die Dörfer der Ostküste jede Bede
tung als Fischereicentren verloren und
alles strömt jetzt nach dem großen
Jischmarkt Aberdeen. Der Markt, die
Fischauktion und die schönen, seeiüch
tigen Schiffe besitzen Anziehungskraft
genug, um sowohl junge Leute, wie
Männer mittleren Alters für derartige
Unternehmungen zu gewinnen; aber
auch die Frauen nehmen Theil an den
Vortheilen der Dampfseefifcherei, da
die Beförderung der fchweren vxifch
körbe nach den Ufern, eine Arbeit, die
stets den Frauen aufgebürdet war.
jetzt ganz in Fortsall kommt. Auch oas
Suchen nach den Ködern, bis an den
Hals in den See watend, war kein
Vergnügen und verlangte eine jähre
lange Uebung, viel Ausdauer and Öe
duld. Jetzt werden die Fische ekelt
in die Hände der Käufer geliefert, die
Köder werden durch die Schiffseigen
thümer in großen Massen erworben,
und das Einsalzen, das bisher Sache
der Frauen war. an besonderen F'sch
pökelplätzcn besorgt, unter Anwendung
aller technischen Mittel der Neuzeit.
Die wichtigsten Vortheile bilden ober
die leichte Beförderung der Fischmas
jnxtie begueme Vubinduna mit den
MiW
.fJervine
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4..,
vottn uno den nduNriecentren und
die Möglichkeit der vermehrten Nach
frage nach Fischen, welck'e weitab ton
den Küsten die See bevölkern, yt ent
sprechen. Line besondere Schwierigkeit für den
Erfolg der Dampfseefifcherei liftet
die Beschaffung des Köders. In ii.ig
land und Schottland werden während
des größten Theiles des Jahres Hä
ringbköoer gebraucht, welche durch die
Schiffer bis gegen Ende September
oder darüber hinaus mit Netzen in den
südlichen Häfen gefischt werden; wäh
rend der übrigen Zeit zieht .nan es
vor, Kalmar Köder (Tintenfische)
zu benutzen. Zu bestimmten Jahres
zelten kommt in oder vem Kalmar
gleich. Diese .Äopffüber" werden
durch Schlepper im Uebermaß
herbei
geschafft.
In der letzten Saison war der Tin
tenfisch. den man sonst für selten hielt,
in solcher Fülle vorhanden, wie nie
zuvor. Dabei haben erfahrene Fisch
pökler an der Morayshire Küste oie
Beobachtung gemacht, daß die Härin
ge verschwinden, sobald der Kalmar
erschiene; sie halten thatsächlich oas
Auftreten des Tintenfisches für Itn i
cheren Tod der Häringe. Es ist eine
interessante Thatsache, daß die Tin
tenfische früher, wenn sie ins Netz ge-
iethen, als Unrath über Bord gewor
fen wurden, während man im lctzten
Winter, wo an diesen Thieren kein
Mangel war. ungeheure Summen für
dieselben zahlte. Sie bilden einen
Hauptfaktor im Budget der Dampf
fischerei Gesellschaften. Man hat
wegen dieser hohen Kosten Versuche
gemacht, einen Ersatz für Kalmarkö
der zu finden, doch blieben alle Bemü
hungen bisher ohne Erfolg. Wer ei
nen Ersatz für diesen Köder herbeizu
schaffen vermöchte, dürfte mit überra
fchender Geschwindigkeit ein großes
Vermögen gewinnen ; denn gegen
wärtig werden noch 40 Mark für jede
Centnerkiste Kalmar gezahlt.
Der Dampf fisch" es sei mir ge
stattet, ihn so zu nennen ist so recht
ein Geschöpf der jüngsten Kultur, denn
wer sich diesem Berufe widmen will,
muß durchaus mit den alten Tradi
tioncn des Fischereigewerbes brechen.
Er muß manche liebe Gewohnheit über
Bord werfen und mit Weib und Kind
ein ganz neues Leben beginnen, um
mit feinen Berufsgenossen Schritt hal
ten zu können.
Etwa vom Jügerdeutsch.
In der Halbmonatsschrift Nieder
fachsen findet sich unter diesem Stich
wort folgende interessante Abhans
lung. Die Jäger reden nicht nur ihr
Jägerlatein, sondern auch ihr eigenes
Jägerdeuisch. daö dem Laien vielfach
unverständlich ist. Eine Rebhuhnfa
milie nennt der Jäger beispielsweise
Kette. Dieses Wort hat aber mit un
serer Eisen Kette (vom lateinischen
catena) nichts zu schaffen. ES hieß
nach P. LembkeS Studien über die
deutsche Weidmannssprache im vorigen
Jahrhundert noch Kitte (althochdeutsch
chutti, mittelhochdeutsch kütte, nieder
deutsch kötte) und bedeutet so viel wie
Haufen, Schaar. Dasselbe bedeutet
das Weidmannsport Rudel (ein Ru
del Hirsche), es ist dies die Verkleine
rungsform vom mittelhochdeutschen
und niederdeutschen rode gleich Ritte.
(Man denke n den Namen Roderich ')
Auch das Wort Rüde scheint aus rode,
rude entstanden zu sein. Ein Hirschbock
heißt im Niederdeutschen Hatzbock. Die
niederdeutschen Ortsnamen Hatzfeld,
Hatzbruch (Haßbruch) bedeuten Hirsch-
seid, Hirfchbruch. Das weibliche
Schwarzwild nennt der Jäger Bache,
vom mittelhochdeutschen bache. nieder
deutschen backe, englischen back (back
side) gleich Hintertheil. Schinken. Eine
Bache ist also ein Schinkenthier.
Eine grobe Sau heißt soviel wie starke,
massive Sau. Grob, niederdeutsch
grow, bedeutet ursprünglich dick, stark.
Grow Korn" nennt noch heute der
niederdeutsche Bauer dickes, stämmiges
Getreide. Das Weidmannswort
Dicke. Dickung dagegen ist abgeleitet
von dick, das ursprünglich dicht bedeu
tet. So spricht der Niederdeutsche noch
heute vom dicken Nebel! Das Weid
mannswort Balg bedeutet ursprüng
lich Schlauch (althochdeutsch palc.) Die
Benennung Balg ging auf die Thier
häute über, weil aus diesen die
Sf,l'iuche für Getränke hergestellt
wurden. So bezeichnet unser Wort
Ozhoft ursprünglich einen Schlauch
aus Rindsleder (oxhovt gleich Ochsen
haut). Drossel nennt der Jäger die
Luftröhre des Hirsches vom Mittel
hochdeutschen drozze gleich Kehle. Auch
das Wort erdrosseln, der Vogelname
Drossel und der noch heute vorkom
mende Name Drosselbart sind aus
droe gebildet. (Unsere Vorfahren
verstanden unter Drosselbart einen
Menschen mit einem Kröpf.) Das ,
Schreien dez Hirsches nennt der Jä
ger röhren, vom mittelhochdeutschen ,
reren, niederdeutschen roren gleich
brüllen. Das Wcidmannswort
Brunst ist nicht von brennen abzulei
ten; es hieß ursprünglich brunft und
bildete fich aus mittelhochdeutsch bre
man gleich brummen (dumpf Brüllen)
wie Vernunft aus Vernehmen. Auch
das Wort Bremse, niederdeutsch
Brömse, d. h. Brummfiicge, ist von
breman abgeleitet.) Viele unserer
heutigen Wörter und Redensarten
entstammen der Jägersprache, wie vor
laut, naseweis, bärbeißig, ausgelassen.
Wildfang, durch die Lappen gehen,
auf den Busch klopfen, zur Strecke
bringen, auf falscher Fährte, auf der
Spur sein, Sprünge machen, Wind
bekommen usw.
Was der Junge werden wird.
In einem Londoner Blatte wird er
zählt: Ein biederer Bürger unseres
glorreichen Landes zerbrach sich den
Kopf darüber, was er feinen Sohn
werden lassen wollte. Welcher Art
sind seine Fähigkeiten und welchen Be
ruf wird er wählen?" fragte fich der
Vater. Eines Tages fuhr ihm eine
glänzende Idee durch den Kopf. Er
ging in das Zimmer feines Sohne?
und legte dort auf den Tisch eine Vi
bel. eine Flasche Whiskey und ein na
gelneues Goldstück mit dem Bilde der
Königin. ..DqnI verdeckte er iih. um
zu tnzasrttn, indem er zu fich seilst
sprach: Wenn das Kind kommen und
das Goldstück nehmen wird, soll es
ein Geschäftsmann werden; wenn es
die Bibel nimmt, wird er ein Äredi
ger; nimmt eö ober die Flasche mit
Whiskey, dann ist es unrettbar dem
Trunke verfallen.- Wenige Augen
blicke später kam der Junge pfeifend
ins Zimmer, steckte das Goldstück in
die Tasche, nahm das Buch unter den
Arm. entkorkte die Flasche Whisky,
trank zwei Gläschen davon und ging
sich die Lippen ableckend, wieder bin
aus. .Good gracious!" schrie Papa
John Bull, .der Junge wird ein Poli
tiker werden."
k, M Ein onenes erz qaoigl nur ren.
d es besitzt.
Der Arizona Ricker
schreibt in seiner neuesten Nummer:
Den Sekretär Alger wären wir also
lücklich los. Das ist ein Segen für
das Land; denn der gute Mann ver
stand vom Militärwesen und Kriegfüh
ren ungefähr soviel wie ein Arizona'
Cowboy vom Skatspiel. Hätte sich Herr
McKinley den Editor des .Kicker" a!Z
Kriegssekretär beigelegt, so wären die
Filipinos heute alle langst meschugze.
Alger war feines Zeichens, wenn wir
recht unterrichtet sknd, Leichenbestatter,
obwohl er von der Einbalsamirung
auch nicht gerade viel versteht. In der
Strategik hätte ihm sogar ein Ken
tuckier Eörnel nützliche Winke geben
können, obwohl diese Klasse von Leuten
bekanntlich besser mit Bourbon und
Sour-Mash. als mit Pulver und Blei
umzugehen weiß. Es ist merkwürdig, zu
was für Aemtern es hierzulande selbst
ein unwissender Leichenbestatter brin
gen kann.
Wenn wir Kriegs Sekretär wären,
so ließen wir den Präsidenten einen gu
ten Mann sein, rccrutirten uns sieben
Regimenter handfester Cowboys auS
der Umgegend von Giveadam Gulch
und Devil'S Knapfack, mit obligaten
Lassos, Siebenschießern und Bowie
messern. stellten uns selber an die
Spitze, führen nach den Philippinen
und machten den Tagalen und Zulus
oder wie das Gesinde! sich sonst nennt,
die Hölle so heiß, daß sie binnen zwei
Wochen um Frieden und Erbarmen
schrieen.
Aber soviel Grütze hat der gute Mc
Kinley nicht. Sollten wir nächstes
Jahr in den Congreß gewählt werden,
so garantiren wir, daß es annersch
wird.
Der Tanz in Kilometern.
Man hat gewöhnlich kaum eine rech
te Vorstellung davon, welch' eine Stre
cke, welch' langen Weg ein guter Tön
zer hätte zurücklegen können, wenn er
m gerader Linie gegangen oder gelau
fen wäre, anstatt sich auf dem Platze
im Kreise herumzudrehen. Ein fran
zösischer Tanzlehrer E. Giraudet,
giebt unS, wie die Revue Encyclovedi
que mittheilt über diesen Punkt über
raschende Aufklärungen. Das Orche
ster fpielt bei normalen Tempo 80
Walzertacte in der Minute; dem ent
sprechen 240 Fußbewegungen, und da
dieser Tanz im Durchschnitt 5 Minu
ten dauert, so walzt man während ei
nes Tanzes etwa 400 Tacte. Da man
also 40 Walzerpas in der Minute
macht, so würde man in 5 Minuten
auch 200 Drehungen ausgeführt ha
den. und da jede Drehung beim Walzer
6 Fußbewegungen ausmacht, so hat
man im Ganzen 1200 Schritte gethan,
die beim Geradeausgehen einen Weg
von 400 Metern zurücklegen würden.
Wer aber ein guter Tänzer werden
will, muß diese Uebung mindestens
fünfzig Mal wiederholen. Das ist
freilich keine allzugroße Mühe, denn
man gebraucht dazu nicht weniger als
4 Stunden 10 Minuten, und in dieser
Zeit hat man 10,000 Drehungen oder
60,000 Fußbewegungen auszuführen;
aber dafür hat man auch einen Weg
von 20.000 Meter durchmessen. Die
Polka, der einfachste der classischen
Tanze, ist weniger anspruchsvoll als
der Walzer. In einer Minute macht
man 40 Polka - Pas; in 5 Minuten,
der gewöhnlichen Dauer dieses Tanzes,
hat man 200 gemacht, die 100 Drebnn
gen oder 800 Fußbewegungen betra
gen, was eine Strecke von 200 Metern
ergeben würde. Um ein mittlerer
Tänzer zu werden, muß man Polka 25
Mal üben, das dauert etwa 2 Stun
den und bedeutet 5000 Tacte. 2500
Drehungen, 20.000 Fußbewegungen
und einen Weg von etwa 6000 Me
iern. Die Mazurka dauert ebenso
lang, ungefähr 5 Minuten; sie enthält
68 Dreitacte in der Minute, d. h. 34
Mazurka - Pas oder 204 Bewegun
gen. Das sind also in 5 Minuten 170
Pas. 340 Tacte und 1020 Schritte.
Man durchläuft dabei einen Weg von
340 Metern. Bei 30 Tänzen, die man
wohl zur Uebung ansetzen muß, wenn
man ihn gut lernen will, dauert es 2
Stunden und 30 Minuten, in denen
man 5100 Mazurka - Pas oder 30,
600 Fußbewegungen, 2550 Drehun
gen und einen Weg von 10.200 Me
iern macht. Schottisch, auch Walzer
Polka genannt, dauert nicht so lange
wie die anderen Tänze, gewöhnlich vier
Minuten. Eine Minute giebt 40
Tacte. 160 Fußbewegungen. 30 Dreh
ungen und 40 Meter zurückgelegte
Strecke. Um diesen ziemlich zusam !
mengesetzien Tanz gleichmäßig zu tan
zen. muß man ihn mindestens 40
Mal üben. Da sind dann zwei Stun
den 40 Minuten, in denen man bei
6400 Tacten. 1600 Pas. 25.600 Le-
wegungen, 1800 Drehungen und einen
Weg von 6400 Metern ausführt. Bis
derSchüler diese 4 gewöhnlichen Tänze
gehörig kann, hat er 19,850 Drehun
gen, 136,200 Fußbewegungen gemacht
und nicht weniger als 41,600 Meter
! zurückgelegt. Aber das ist noch nichts.
wenn man damit vergleicht, was ein
Lehrer in 20 Jahren geleistet hat; Gi
' raudet berechnet, daß er in der Zeit
; 178,120 Kilometer im Walzer. 35.040
Kilometer in der Polka. 59.568 Kilo-
' meter in der Mazurka und 17,520 Ki
lometer im Schottisch zurückgelegt hat,
das macht zusammen 290.248 Kilome
er mehr als siebenmal um den
j Äeguator ,. , .
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Dick Bros, berühmtes
l ebenfalls
Pick
25
berühmtes Flaschenbier
siir Familiengebrauch
eine Spezialitat.
Teutsche Schiffe uns spanische
Truppentransporte.
Es ist wohl noch in der Erinnerung.
daß vor nicht langer Zeit sehr traurige
i Berichte über den RücUrnsport der
i spanischen Truppen aus Euba durch
; die Presse liefen. Nach diesen Berich
ten hatten die spanischen Transport
Kampfer auf der Uebersahrt ganz un
geheure Verluste, und es wurden Dam
vfer'genannt. die auf 1200 Soldaten
60 bis 70 Todte gehabt hatten. Die
ser erschreckende Mensckenverlust. da
neben wohl aber auch die Unmöglichkeit,
die spanische Armee in der erforder-
lichen kurzen Zeit nach dem Vaterlande
auf spanischen Schiffen zuruckzubrm
gen. haben dann die spanische Regie
rung veranlaßt, wegen des Rücktrans
Portes mit dem Norddeutschen Llohd
zu verhandeln, der seine Dampfer
Werra. ffulda (diese beiden Schiffe zu
je zwei Transporten), Stuttgart.
München. Darmstadt, Habsburg. Ems
und Dresden zu diesem Zwecke zur
Verfügung stellte. Die jetzt über diese
Reisen mit Ausnahme der beiden
lektaenannten Damkser bnrUfnrn
i den Meldungen sind dazu angethan. .
vom rein menschlichen Standpunkte
mit Befriedigung zu erfüllen, sie stel
len aber außerdem auch den deutschen
Dampfern, ihren fsübrern und ihrer
Besatzung ein vortheilhaftes Zeugniß
aus. denn nur durch die größte ?Zür
sorge und musterhafte Ordnung im
Dienste ist es zu erklären, daß die auf
,,,., nu ii.iu.wi, "I I
deutschen Dampfern transportirten
Truppen so gut wie keine Verluste auf
1 zuweisen haben. Es ist das um so
anerkennenswerther. als die Schiffe
voll und übervoll beladen waren und
durchschnittlich 2200 Soldaten führten.
Den größten Transpcrt brachte die
auch schon wiederholt zum Transport
deutscher Truppen nach China ge
brauchte Darmstadt mit 163 Offizie
ren. 130 Unteroffizieren. 2367 Sold
ten. im Ganien 2665 Manu, wobei die
,
Ach
EamGioi&nL,
in Barrels, Kegs and Flaschen.
Feine Liquenre. die besten RHew' und Moselweine, fran
zöfische und spanische Weine, letztere eignen sich vortrefflich
n medizinischen Zwecke. Die kalifornischen Weine werden
aus Lager gehalten.
'TOS.
deutsche Besatzung des ScyistS natiir
lich nicht mitgerechnet ist. Im Ganzen
wurden von den genannten Schiffen
transportirt 1454 Offiziere. 877 Un
teroffiziere. 15,720 Soldaten, zusam
men 18,211 Köpfe. Durch die beiden
hier noch nicht in Betracht gezogenen
Dampfer wird sich diese Zahl auf etwa
23.000 erhöhen. Der Gesammtverlust
betrug nur 31 Todte und dabei spricht
ks für die Gleichmäßigkeit des Dienstes,
baß die Verlustziffer fast auf allen
fahrten die gleiche war und immer
zwischen 2 und 5 betrug. Die Trup
pen kamen durchweg in höchst erschöpf
tem Zustande an Bord, und es waren
wenige unter ihnen, die nicht am ??ie
ber gelitten hatten. Viele waren schwer
krank, so daß die Schiffshospitäler
überfüllt waren und besondere Räume
dafür eingerichtet werden mußten. Die
hauptsächlich vorkommenden Krankhei
ten waren Malaria. Dysenterie und
Lungenentzündungen als folgen der
Klimakrankheiten und der erlittenen
Beschwerden. Vom Lande aus war
für die ärztliche Behandlung so gut
die nichts gethan, und die gesammte
Lehandlung fiel den Lloyd-Aerzten zur
Last, die infolge dessen außerordentlich
angestrengt wurden,
Von dem noth
tvendia aewordenen Verbrauck an Cbi
nin kann man sich einen Begriff ma
chen, wenn man hört, daß die Stutt
gart auf einer einzigen Reise 1500
Vramm aufwenden mußte. -Der Wr
sorge der Capitäne und ihrer Offiziere
geläng es, unter äußerster Anstrenguna
ver ganzen Besatzung, die Leute in ge-
j " . r n .r ,
regelter und sauberer Weise unterzu
bringen. Mit größten, Nachdruck hiel
ten die Capitäne darauf, daß während
der ganzen Fahrt Ordnung und Sau
berkeit aufrecht erhalten wurden, und
diesem Bemühen ist neben der hin
gebenden Thätigkeit der Aerzte wohl
die gegen früher so außerordentlich qe-
ringe Vertustziffer zuzuschreiben. Bei
son
die
onstigen Milltartransporten können
transportirten - Mannschaften zu
nnzr Reihe, von Dienstleistungen her
SslbmsE&a -
.von
viiti nn fifp
UUlilLxU n
817
Pilsencr und Exporthier
kkein-1 Bordeaux-Weinß,
Bernkasteier Doctor,
Brauneberger, Pontet-Ganet,
Langen lolrnslieirner.
Es
sind
viele
i:f der Linie, oder
via
Direkte Linie
ach allen'
Punkten des
Westens.
$ PJCT0
Kühle W
Sie finden Fische in den GebirgSflüssen
Wild in Whoming,
Hellende Wasser in Jdaho
Wegen Tabelle, illuftrirte Bölber, Pamphlete, Beschreibungen, wende ma
Ach n S. B. Slosson. gent.
igezv
oqttr wekven, yier aber lag v,e
Arbeit auf der deutschen Be
kanze
satz
atzung, da man es iwrwieqend mit
kranken und geschwächten Leuten zu
thun hatte, die außerdem noch unter
kiner tiefen moralischen Depresnon
standen. Die spanischen Truppen zeig
ten viel guten Willen, aber das Kön
nen blieb dahinter zurück. ' In auffal
lender Weise gewöhnten sie sich im
Laufe der Reise an Ordnung und.
Lorddisciplin, und infolge der beson
ders kräftigen Verpflegung verbesserte
sich auch während der Fahrt der Ge-
kundKtttSiuttand. Klaaen iiber hie
,
- Waarm
Populäre Preise
Lincoln, Neb.
W
egettöen
w.'lche erreicht wird
der
Solide
Vestibül . Zöge
täglich.
ApänZtt werde in keinem 5er Berichic
erhoben, wohl aber konnten die Capi
iäne melden, daß Offiziere und Sol
baten mit der ihnen zu Theil gewor'
denen Behandlung durchweg sehr
frieden waren, eine Zufriedenheit, der
durch Anerkennungsschreiben Ausdruck
gegeben wurde.
Auch ein Mittel.
Frau: .Adolf, morgen kommt meine
Mama!" Mann: .Ich bitt Dich
icay i rveg:
!