Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, October 27, 1898, Image 7

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Werthppie.
Vner der vornehmsten Vertreter der
legitimistiscken Partei, der in dem
.Lürgerköittg" Ludwig Philipp nur
einen Usurpator sah und mit allen
Mitteln die Rechte deS Grafen von
Chambord vertheidigte, war der Mar
quiS von Pastoret.
öS war im Jahre 1844, als der
Marquis, der zu Paris wohnte, die
Aufforderung erhielt, sich sofort nach
hinein Badeorte zu begeben, wo unier
dem Vorsitze des jungen Prinzen ouZ
dem Haufe der Bourbonen in alier
Etilie eine Conferenz der Häupter der
legitimistischen Partei abgehalten tver
den sollte.
' Nun wufzte der Marquis sehr gut,
dcfz die Polizei Ludwig Philipps rt.
keinen Augenblick aus dem Auge ver
Zor, und darum war sein erster Gedan
ke an ein Kistchen, das er besah, und
das aufzer einem ganzen Bündel Brie
k von dem Prätendenten, sehr wichtige
Papiere des royalistischen Comites int
hielt. Es liegt demnach auf der Hand,
dak der Marquis allen Grund hatte,
dieses Zistchen in Sicherheit zu brin
gen. Was sollte er thun? Das Kist
chen bei seiner Abreise iu seiner Win
terwvhnung zurücklassen, wäre meh
als leichtsinnig gewesen. Die Papiere
mitnehmen, hielt er auch für bedentlich
, unvorsichtig: denn man konnte
nicht wissen, ob die Polizei nicht in
qend einer Weise von dem festgesedtcn
Congresse Wind bekommen und dann
den Marquis unterwegs anhalten
würde, um bei dieser Gelegenheit seine
Bagage zu durchschnüffeln.
Da kam ihm em guter Einfall. Er
kannte in Paris eine Dame, die Witt
we eines Stabsoffiziers, der er zu wie
derholten Male grosze Dienste erwie
sen und die sich ihrerseits mit dem
gröbten Vergnügen zu Gegendiensten
bereit erklärt hatte. Ihr wollte er daö
kostbare 5iistchen während seiner Ab
Wesenheit anvertrauen. Um die Weib
liche Neugierde nicht allzusehr in Ler
suchung zu führen, versiegelte er das
5kislchen und überbrachte es der Dame.
Unter allen möglichen Betheuerungen.
dafz sie gut dafür sorgen würde, nahm
sie es in 'Empfang, und der Marquis
reiste wohlgemuth ab.
Als er einige Wochen danach nzch
Paris zurückkehrte, war sein erster
Gang nach dem Hause der Dame, von
der er sein Kistchen mit den Papieren
wieder zurückverlangte.
Man kann sich vorstellen, wie be
stürzt er war, als sie ihm in kühlem
Tone sagte:
Herr Marquies, während Ihrer Ab
Wesenheit hat mein Vermögen einen
empfindlichen Schlag erlitten. Ich bin
es meinen Kindern und meiner gesell
schaftlichen Stellung schuldig, diesen
Verlust in irgend einer Weise zu er
setzen, und Sie. Herr Marquis, ver
schaffen mir dazu d beste Gelegenheit.
Iiweiß. das; das Kistchen, das; Sie
mi: anvertraut haben, kür Sie uns
fütf den Grafen von Chambord von
der allergröbten Wichtigkeit ist. Da
rum werde ich es Ihnen nur für sech
zigtausend Franken zurückgeben."
Der Marquis von Pastoret war ein
Edelmann im wahren Sinne des
Wortes. Ohne zu schelten oder zu
dcohen. sagte . er ruhig: Gnädige
Frau, ich sehe, das; ich mick ia Ihnen
getäuscht habe und jetzt für diesen Irr
thum büßen musz. Sie wissen über
auch, daß ich das Lösegsld von sechzig
tausend Franken nicht so mir nichts
dir nichts aus dem Aermel schütteln
kann. Darum bitte ich Sie um Auf
schub fris morgen Mittag, dann wird
mein Kekretär Ihnen das Geld brin
gen."
Die Dame nahm den Vorschlag an
und der Marquis entfernte sich. Als
sie allein war. bereute sie es. nicht
mehr verlangt zu haben, und sie ent
warf einen noch schändlicheren Plan.
Sie machte Toilette, schellte, lief; einen
Wagen kommen, nahm das Kistchen u.
begab sich unmittelbar nach der Polt
zeipräfektur.
.Mein Herr." sprach das ehrlos,
Weib zu dem Polizeipräfekten, Herrn
Delassert. .ich habe hier ein Kästchen
mit allerlei höchst wichtigen Papieren,
für welche der Marquis von Pastoret
schon sechzigtausend Franken geboten
hat. Für die Polizei müssien sie noch
mehr werth sein, und für hunderttau
end Franken stelle ich sie Jhnm zur
)ügung.'
KDer Polizeipröfekt dachte einen Au
ßejiblikk nach. Er kannte die eziehun
urn..ver rnt zu dem Warouis uno
rmrtt. weich' wiNge Dienste er l?r
und ihrem verstorbenen Gatten gelei
Net batle. Die Abreist und Rlehr
des Marquis war der Präfektur ge
meldet worden, ..td der scharfsinnige
Potijfiltarntt begriff sofort, daft eZ
lich hier um eine Erpressungsgeschichte
handelte. Ohne weitere Fragen zu
stellen, sagte er ruhig: .Gnädige Frau,
ich zweifle gar nicht daran, das; der
Inhalt dieses Kästchens der Polizei
hunderttausend Franken werth ist.
aber das ist eine Summe, über welche
ich natürlich nicht selbstständig versü
aenkann. Wollen Sie mich beglei
ten?-
.Wohin?" fragte die Dame, der all
mählich unheimlich wurde.
.Nach den Tuillerieen." erklärte der
Polizeipräsekt trocken. Wir komme
gerade noch früh genug, um Seiner
Majestät den Fal vorzulegen."
.Wie?" sagte die verräterische
Frau mit steigender Unruhe. Sie
wollen mich vor den König bringen?
Sie sehen doch, mein Herr, dafz für ei
ne solche Borstellung meine Toi
leite . .Sehr passend ist." ergänzle der
Beamte.
; jDie Berufung auf den König
kommt mir vollständig unerwartet."
protestirte die Frau in großer Berwir
rung. Sie werden mir gestatten, Herr
Prälekt, erst noch einmal über Ihren
Vorschlag nachzudenken." Sie ergriff
das Kistchen und wollte sich entjernen.
Ein ruhiger, aber durchdringender
Blick des Polizeipräfekten nagelte sie
auf ihren Platz fest. Sie hätten nach
denken müssen, ehe Sie hierher käme,
gnädige Frau. Meine Pflicht erlaubt
mir nicht, dieses Kistchen mit seiueiu
staatsgefährlichen Inhalte in Ihren
Händen zu lassen, und darum mufz ich
darauf bestehen, daß Sie mich sofort
nach den Tuillerieen begleiten."
An den Tuillerieen angekommen, be
gaben beide sich in das Wartezimmer.
Der Präfekt flüsterte dem dienstthuen
den Adjutanten einige Worte i,?s Ohr,
und einige Minuten nachher stano die
bestürzte Diebin vor dem Könige.
In Kürze erzählte der Präfekt. wie
und unter welchen Umständen die Da
nie sich an ihn gewendet hätte; er
schloß mit den Worten, daß hier keine
Liebe zum Könige, fondern niedrige
Habsucht die Triebfeder dieser That
gewesen wäre.
,,Gnädige Frau, was haben Sie da
gegen vorzubringend" fragte der Mo
narch ruhig die zitternde Frau.
'Mit stotternder Stimme erzählte sie,
daß der allzu vertrauensselige Mar
quis ihr dieses Kistchen zur Vewah
rung übergeben hätte, aber sie bediente
sich dabei, um sich einigermaßren rein
zu waschen, der Lüge, daß der Mar
quis ihr das Lösege'ld von sechzigtau
send Franken ganz freiwillig angebo
ten hätte.
.Nun denn, gnädige Frau," sagte
der König, nachdem er eine Weile nanz
gedacht hatte, .um einen Verkauf ab
zuschließen, muß man die Waare doch
auch genau untersucht haben."
Als routinirter Geschäftsmann, der
der frühere Lehrer von Reichenau war,
untersuchte er zunächst mit aller Be
dachtsamkeit die Siegel, durch welche
der Marquis sich für vollständig gest
chcrt gehalten hatte. Diese waren noch
unverletzt. Nachdenklich wog der Bür
gerkönig das geheimn'ßvolle Kistchen
in seinen Händen. Ich glaube wohl,
daß es für mich hunderttausend Fran
ken werth sein könnte, vielleicht selbst
Millionen." sagte er schließlich wie zu
sich selbst.
Unwillkürlich warf die Dame dem
verhaßten Polizeipräfekten einen tri
umphirenden Blick zu. .Vielleicht Mil
lionen."
Nochmals richteten sich die kleinen
Augen Ludwig - Philipps forschend
auf das Kistchen, als ob sie durch den
Deckel hin den Inhalt ergründen woll
ten. Darauf schellte er. Herr Gas
pard!" sagte er zu dem eintretenden
Kammerdiener. Der Genannte, der
Kabinettssekretär des Königs, erschien
sofort.
Gaspard," sprach Ludwig Philipp,
nehmen Sie dieses Kistchen und über
bringen Sie es sogleich dem Marquis
von Pastoret mit der Versicherung,
daß es mir sehr angenehm sci. ihm
einen Dienst erweisen zu können."
Ohne die elende Verrathen noch ei
nes Blickes zu würdigen, gab er dem
Polizeipräsekten einen Wink und ver
schwand in dem Nebenzimmer.
Wie betäubt wankte die betrogene
Betrügerin neben dem Oberhaupte der
Polizei zum Kabinett des Königs
hinaus.
Ein literarisches Unikum.
. I
Auf der zu Griechenland gehörigen
Insel Tinos im Archipelagus erscheint
die Zeitschrift .Der Bote von Tinos".
eine Zeitung, die nicht ihres Gleichen
hat. ein'Fämilienblatt im wahren
Sinne des Wortes. Das Abonnc
ment wird nicht pränumerrando. son
dern nach Ablauf des Jahres entrich
trt. Sämmtliche Verwandte, Freunde
und Leser, welche mehr oder weniger
mit dem Herausgeber verschwägert
sind, gehören zur Abonmntenzahl des
.Boten von Tinos". Sie wohnen
meist im Auslande und namentlich in
der benachbarten Türkei, in Rumä
nien und Süd-Rußland. wohin sie
frühzeitig auswandern, da ihnen das
felsige, kahle und arme Eiland nicht
genügende Eristenzmittel bietet.
Im Sommer geht der Herausgeber des
Blattes auf Geschäftsreisen.' besucht
sämmtliche Abonnenten, von denen er
als Landsmann freundlichst aufge
nommen wird; gleichzeitig bringt ek
ihnen mündliche Nachrichten über die
sen oder jenen Verwandten mit. Ein
Abonnent überläßt ihm ein Zimmer
zum Schlafen, ein Anderer ladet ihn
zum Mittagessen ein, ein dritter zum
Abendbrot, ein vierter kauft ihm die
Schiffs- oder Eisenbahnkarte bis zur
nächsten Stadt, der Mann braucht sei
ncn Pfennig auszugeben. Bei dieser
Gelegenheit kassirt er auch die fälligen
Abonnemcntsbeträge ein. Hier und da
kommt es aber vor, daß der Eine oder
Andere schlechte Geschäfte machte und
nicht in der Lage ist, zu bezahlen. DieS
t aber Nebensache deshalb wird die
(
Wettersrnvung dei warte mcyr unter
krochen. Bessern sich die Berhältnisse.
s, kann ja der Heransgeber künftiges
Jahr zwei oder auch drei Jahrgänge
aus einmal einkassiren. So gena
nimmt man es eben nicht; es ist a ein
Familienblatt!
Immer der Gleich.
Brautmutter: JSoU sei Dank, dafz
Sie endlich kommen, Herr Professor,
die Braut wartet schon mit Sehnsucht
auf Sie!" Bräutigam: Ach. ich
bitte tausendmal um Entschuldigung,
gnädige Frau, aber ich mußte noch
rasch auf die Polizeistation."
Brautmutter: .Ja. vaZ mußten Sie
denn dort thun?" Bräutigam:
'.), ich wollte nur eine Adresse nach
schlagen lassen, ich hatte nämlich ver
gessen, wo meine Braut wohnt!"
Itlländistlics.
83.680 B e r h a f t n
gen kamen während des vergange
nen Jahres in Chicago vor.
Die älteste Beivvhncrin r
Connecticut ist Frau Phoebe C.rabbe
von Norwalk. die vor etlichen Tagen
ihren lOlsten Geburtstag beging. Sie
ist körperlich und geistig rüstig und
kann noch ganz gut ohne Brillen le
sen.
Von Montana aus werden
alljährlich große Mengen von Sap
phiren nach London zur Politur ge
schickt. Diese Steine kommen aber den
ausländischen an Glanz und Gehalt
nicht gleich.
D ie Commission deZ r.cu
ernannten Staats - Sekretärs John
Hay bezeichnet ihn als einen ; Bürocr
des Distrikts von Columbia. 'Es ist
das erste Mal. daß ein Bürgcr dieses
Distriktes im abinet sitzt.
.Äibert'y Farn.." die
kommunistische Colonie bei Paierson,
N. I., die seinerzeit viel von sich re
den machte, ist nun auch den Weg al
ler Utopien gegangen.
in Richter iir Te?as h'.t
entschieden, daß dn vielerorteii einge
führte sogenannte Curfcw-" System,
wonach Personen unter 20 Jahren
nach neun Uhr Abends nicht mehr aus
der Straße fein dürfen, eine unvcr
uünftige Ausdehnung der Polizeige
walt involvirt.
Eine Versicherung 3 ge
feilschst st in Maine hat sich an
die Staatsbehörden um genaue Anga
den über die Zahl der 'Unfälle bei Jag
den gewandt, da sie eine eigene Form
von Policen für Jäger ausstellen will.
Die Boston und Maine Ei
senbahn Gesellschaft hat an alle ihre
Angestellten die strikte Ordre ergehen
lassen, Koffer mit größerer Vorsicht zu
Hantiren, sie insbesondere nicht auS
den Baggagewaggons auf den Perron
hinauszuwerfen, wie das bislang auf
allen Bahnen des Landes üblich qewe
sen ist.
Das Ackerbau-De."ar
tement von Massachusetts hat
durch Experimente festgestellt, oaß bis
eklige und überall so ungern gesehen;
Kröte sich zu 80 Prozent von Insekte
ernährt, die dem. Landwirth Schaden
thun. Die Heerraupe z. B. wirö von
ihr mit Vorliebe verspeist.
Zu Steinerville, Bel
mont Co.. Ohio, wurde vor 50 Jahren
ein Brunnen zugeschüttet, weil er Ty
phuskeime enthielt. Kürzlich eröifnc
te man ihn wieder und vertiefte ihn,
und die Folge war eine neue Typhus
Epidemie.
Frau AugustineThist
l e w o o d von Providence. R. I.,
heirathete kürzlich ihren sechsten
Mann. Vier ihrer früheren, geschie
denen Männer waren zugegen und
fungirten als Ushers". Wer fünfte
sandte ein Geschenk und lud das neu
vermählte Paar ein, die Flitterwochen
in seinem Hause zu verbringen.
Ein Prediger in Connec
ticut redete kürzlich seine Gemeinde al
so an: Die regelmäßige Verstimm
lung des Mauleselckub findet heute,
wie gewöhnlich, nach dem Gottesdienste
statt.. , Die Mitglkder werden sich an
der Kirchenthllre aufstellen, die Damen
angaffen und schnodderige Beiuerkun
gen machen, wie das so ihre Gewöhn
heit ist. Irgend ein Mitglied dieses
Clubs, der eine Dame in Zucht und
Anstand nach dem Hause Gottes gelei
tet und sich mit ihr zum Beten hinsetzt,
wird prompt ausgeschlossen."
Unsere Wettergelehr.
ten scheinen ein neues Wort in ihren
Sprachschatz eingefügt zu haben, wk
nigstens haben wir in ihren Berichten
früher den Ausdruck Isothermen kaum
jemals gefunden, seit Wochen sehen wir
ihn fast täglich. Das Wort ist nun
durchaus nicht neu, sondern gehört et
ner bereits todten Sprache an. Jss
thermen nennt man auf den Wetter
karten die Linien, welche Orte gleicher
mittlerer Jahres Temperakur der
binden. Warum man das Wort gera
de in der Sommerhitze so viel braucht?
Wir haben nur die Erklärung da
ür, dafz dasselbe in der englischen
ussprache bei 100 Grad Ina Schatten
ehr wohl thut, denn Alles, was nur
m Geringsten an Eis" erinnert. mu&
n diesen Tagen des .qehidten Ter
minö," (so nennt man es wohl in der
landläufigen Redeweisel), ein. wahre!
Labsal sein.' Der muß i schon ein
wahres Pachyderm sein, dem nicht
lwanzig Grad kühler wird, wenn er,
Indem daS niederträchtiae Thermome
ter seine Kletterkiinste über 95 macht,
so oft von Isothermen liest.
Hermann W.Kvickerbo
ckt r starb zu Naperville. Jll.. im Al
ter von 83 Jahrrn. Er war ka
Cchaghticoke. R. Z).. geboren. Cein
Großvater diente als Oberst in dem
Revolutionskriege und sein Vater in
gleicher Eigenschaft im Kriege von
1812. Die alte Familien Heimstätte
in Shaghticoke steht heute noch. - Sie
wurde vor 200 Jahren mit Backstet
nen gebaut, die aus Holland einge
führt waren. Der Staat New Bork
wirst alljährlich $1.000 au zur Er
halturm dieser Reliquie.
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Die JucklinZ," in v'.lee BeiieHung
das beinerkenswrribestc unter all?n, der
ffeder des Herrn Opie giead entstammen'
den, prächtige Büchern, besitzt den Bor
zuq wiederholter sorgsält'ger R Visionen
seitens des Vers,isseS. Vor etwas län
ger als einem Jahr ist das Buch ent
standen, dessen Blütier Charakterschiloer
ungen ausweisen, die wir in ihrer Le'
bensVahh?it süi unvergänglich halten,
denn Wahrheit ist deiKern des Romans.
Her Read hat sein innerstes empfinden
in diesem Buch niedergelegt und spricht
sich diesbezüglich wie folgt auS: .Ich
brkenne meine Barliebe für diese emfa
chen. humorvollen und eigenthümlichen
Menschen. Sie sind ungekünstelt und
wabr. jedoch im Verschwinden begriffen,
folglich wird uns eine naturgetreue Schil
derung ihres Wesens zur heiligen'Lflicht."
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E wäre nutzlos zu leugnen, daß die
Handlesekunst rasch aus dem Stadir.ni
der Mode und des Dilettantismus her
ouswäcbst, und wenn 'ich noch nicht als
Wissenschaft im streng n Sinne des Wor
tes anerkannt, so h ,t sie doch diz Auf
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das Publikum nur winiz Unterschied und
es vernrtheilt sie alle unter der vräUi
chen Gesammlbezeichnung : Wahrsage
kunst Zar Vertheidigung der Hanvlese
kunst geben wir nun uerst dj, ciant be
stimmte Erklärung ab, daß sie absob
keine Form rer Wohrsag'knnst ih;
ist vielmehr in geradem Gegensatz di
als das Studium der .äußeren' For
ui,d Zeichen der Hand Is Kennzeich
des .inneren Menschen" zu defiueren.
Avresstn euderrng.
Wir ersuchen jene unserer Äbonncmlir,
welche ihren Wohnort wechseln, uns da
von tn Ken,,tnitz ju setzen, damit wir di,
ldreffen-Aenderug rcchiiieitig besorge
können, so daß in der Zusendnna de
Llatte keine Störung eintritt. Gleich,
zeitig mit der neuen Adresse sollte auch
angegeben erben, wohin der betreffend
Abonnent bisher die Zeitung geschickt er
hielt.
f) .Herr Dr. ffiente (20 Bromn,
Block) bat in seinen p-Zcht,g eingerjcht
tei, Räumen eine elektrische Vonichtvk
anbringet lassen, w'k solche ki Zoh
;r,t, ro'fUich von tiicaqa beMCt. An
'sahrung ud ev'diheit ds Her'.
Were sich mt den bei-zhmtesicn Zstr,
ärzien bis Landes messen.