Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, October 27, 1898, Image 4

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    HBAS1A STXATS. ARiTtlOER. Lhra&v Mk
Kebruska lsats Aeiger.
II Celte jede
ffCt & Lchal, Heraukgebrr.
129 südliche 10, Straß.
laterod I the Foet Office tt Lincoln,
Xbn u Kxx'aJ cUm mttar.
etrakk toat-msi8 rrlaytiti
ichenllich (Tonwritoa) und teilet fi-CO füi
va ialjrgana. ach XeutschlanD tcrt die
tl fclcttt 13.00 und Bitt fcofüt ttotir
fntlich eietdut.
X ttbonncrnrnt mufc tm otwatii
k
j'4lrtti) 10 lent per gnlt
DknnkNiog. den 7. Ctiotft 1398.
IST Ztx .NebraSka Stat . Änzei
Bci ' ift die größte deutsch Zeitung im
Staate ud liefert jede Woche
HT 12 Seite
ediegenen Lesestoff. Un,er.Enntigt
darf den besten deutschen Sonntag.
HiMtxn de, Lande ebenbürtig an bis
Seite gestellt werden.
TU Ver. Staaten werden am 3. N
vemder Cuba besetzen.
Eine Stimme für Paul I. Clark,
ist eine Stimme für VroHidilian.
Die Revision der DreyfuS Vngelk'
genh'it ist auf heute angejktz, worden.
ol.B'Y'nlieztimDesoto oM
in Savannah, am Fieber krank darnie
der.
Ueberall hört man, daß Wm.
Cchiöver der nächste Eounly Coo,mffar
sein wird.
Hütet Euch vor dem glatten Red.
ner. Einem schlichten Farmer schenl,
Zutrauen.
Die Eifie National Bank von Ne
llcch hat sallirt und b.sindet sich i HS
den eines Nceieveri.
Jos. BurnS, da Werkzeug der Mo
nopoliste, sollte die Stimme keines
Deutschen eihalten.
Lebt ein Deutscher in Lancoster
EkU"?. welcher mit gutem Gewissen für
JoS BurnS stimmen kann?
Jos. Burns sollie von den Bilr
gern zur' ckemiesen werden. Er ist in
Weikekug der Monopolisten.
Nach orausaegangenem Winlei
türf.n wir woil um ko sicherer aus un
seien JndianerSonmer rechnen.
WM. Walker. Preisklopser. wel
chcr in Omaha einen Preiskamxs mit
AndyDuport angefochten hat. wurde
derait zugeiichlek, koß er Lt Stunden
daraus starb.
Tom. Mnnger, der Candidat
für Counly Anwalt, aus dem republi.
kani'chrn T'cket, hat in früheren Jahien
denWirlKen n hiesiger Stadt vielQuoel
verursacht. Stimmt für John Earr.
Vswird j'tzt 'chon oft von Leuten
xrohkit. deß diese oder jene Partei
in diesem Counly der im Staate
den Sieg davon tragen werde, Dkkjeini
ge. welcher diS nach d'r Wahl wartet,
prophezeit, am sicher.
Die Republikaner werfen Wm. A.
Pevnter, Gouverneurs Candidat de,
der jUijloniflen, vor, daß er ein P'vhi
bitiopist sei, ab''? über Paul ff. Clark,
Candida: für dieLegislatur, welcher wäh
rend der denkwürdigen Campagne von
189U Vorsitzender d,s Coun'q Central
ejo""' der !sokbilions Liga war, so
gen fl; kein Wort.
Hklen Gould scheint gründlich aus
der ,l pecdl. gkn zu sein." Wie st,
der gute GeaiuS der schwer verwunde
ten Goldai'N in unseren F-ldholpilälern
war, so wll sie sich jetzt auch der noth
leiden' ,n streikenden Da nenschneider in
New Jork annehmen. WaS der alte
Gould dazu sagen würde!
lf i ist Thatsache, dasz mehr Personen
unter falscher medizinischer SÖichrnbl aiig
slkiden als buch naiüilickie Ursachen
fforiij's Alpenk äater Blulbelcber, eine
Medizin ft ei von na' kviischen, tssiokl
iI ninerl,schen I grevien,kN, fcot schon
manchks Levcn geieiirt eine uoer.
laisikiit als iftlut, einiger, als Liagen
stärkt r, als Nieren, u v LederRcgula
steh! außer rage. Diusenb; teieug
seinen Lerlh fto.ui'3 Alpenk, äuttr
SÖlutbeleber ist jeroch keine UJpoihe'rr
medizm, da er nur von fp eis Oen Lokal
ogenten ober di ekk von Dr, P Fahrney
in Chicago, III.. turn alleinigen Fab,i
kanten verkauft miid.
Piltsurg bat wieder einmc.l ei
kien Bankkrach scdlim,str Ar, erlebt. Es
war witd,r di clie ÄiicKichte, die em
vru bl'il'l: k Dirrtloren toen in un
v0'sick,tig,r k'i'e mit den Gelde, n br
Bank g' wir'h'chasiet. Einer der Beam
ten der ank hlie Stolen ,,hochsted'r
der Poliiik,r" d,scvnirt unS groß
Summen ouf dirf üJjeifeoon dkponi'te,
(Rrldem der ianf verloren Ander,
dprbeoinlcn Kalt n mtl denGelde, bei
S8jn" so uaoo ttchliq 'pekuliit. daß g'v
fze Veiluste unserm, il'ch wurden und
die Bk j tz' den Betrieb einstellen muß
te.
fflgkdkS fa,te daS rexublika
nijcl.e ,,Saie Journal" von Lincol,
vor der i5ovkniio üer die Candida
ten Vak,r uud HvVaro: ,,Ben
itt 'n guter '1inn un auch Richte
Hvwikv. aber üt find AdookaiVn.
Um's ,.immelem,llen lß un? von der
Zlbonkle lskom,en l Oie Constiiution
der V'r. S,aien ud die U,iaddängiu
kii''r'lörung b stunmen nicht, daß all.
A.mier fl'i 'ilvofüte'i vergeben weiden
LK urs kür eine Wle einm,,l ci,i'
ehrlichen .ann r versuchen," So s,I
tn tfi nun oerfornmi, so hat da?
..I 'vrnc l" doch damals die Ansicht d,k
Bolk,s asg,'p ok,u nd unleie Siim, !
ged'r werd,, bei kk' Wahl ti wen, eil
Wo'te tvh'n'u'n und nicht fQi den Ab
vokale H,owd sondern für den Am
m.r Pnnr st mm,n ud da ..Iour )
nal" wir ihnen R'ch genen müssen.
Anj. un Heiolv.
Wm Pol,"l?.
In der letien Äüeade haben rvu dn
i'cfcrn da Eundeniegislcr der rcxul l
kanischcn T'osse und ihicr Gctreucn ror
gelegt, um denselben zu beweisen, d
die äÄtcdcrciniudrung einer solchen Kif,
w,rt!''cha?t ben Staat an den Ädrund
des liciderbens dringen würde. Als
im Herbst lh' die alfpubUIuncr e,ne
qerra!:iae icdeilaae er:ren, ncuie
iich die besten Burqer der rexudlikani-
fchen Parier über den Er'vlz der Gegner,
wcil die oorrui'Uon ud0clo?crtchwc
dung im Capitol, ner Irrenanstalt, dein
S!aais!uch!!,ause. de: Blindenanstalt u
Ncbraika (5uu usw,, eine grenzenlose
war. ü'enn nr hier von den le,len
Elementen der repudlikanischcn Parici
sprechen, dann meinen wir ledialich W!
jijafialcutc und solche Candidalen. die
a la Schröder. Dr, Wen:e. Harle usw ,
von ihren Freunden dringend ersuch!
werden, sich um einen vacanlen -oiicn
ju bewerben.
iliix bezweifeln durchaus nicht, daß
einige Leser darüber staunen, vag
wir einen Farmer als (Gouverneur e,n
pfehlcn. Herr I. Sterling Äorton
und Robert Furna sind Farme'-, Van
Wyck war ein Lantzwirth, und selbst
Otto von BiÄmarck, der gropte itaa'.s
mann des 19. Jahrhunderts, war ein
Landwirth. Die alten Römer, dieses
hochgebildete Bei!, ub rtruq den and
rvirlhe die höchsten Ehrenstellen.
cis Ouintius Lincinnatus. das Muster
altrömischcr Tugend und Siliencinsalt.
ward 4ttl vor LhristuS zum Konsul, t'!
zum Diktator erwählt, rettete als solcher
das von den Acquercn bedrängte ater
land, lehrte zumPfluqe zurück und wurde
im Jahre 440, als 0,ährlgcr 'tireis,
abermals zum Diktator ernannt. Unsere
Republik hat doch wohl schwerlich Leute
ausjuweisen.die ich mit den Romcr(5alo
unv Cicero messen könnten. Zenn die
scs gewaltige Pol! einen Landmann an
die Spitze des Staates stellte, warum
sollten wir nur einen Augenblick zau
dern, einen Farmer, zum touvernenr
zu erwählen, der doch die Situa
tion besser zu beurtheilen weih, um ge-
eignete Maßnahmen zur Hebung der
Landwirthschast zu ergreifen, als ein
Advokat, dem die Cultur des BodenS
ein Buch mit 7 Siegeln ist.
Ncdraska ist ein Ackerbaustaat und
sollte man an die Spitze eines solchen
großen Gemeinwesens einen Fachmann
stellen, der seiner Aufgabe nach jeder
Richtung gewachsen ist.
Mit welcher Verachtung hat mancher
Burger us die sogenannte Bolkspartei
geblickt, ohne die gute Verwaltung, wel
ehe diese Partei dem Staate zum Heile
feiner Bewohner gegeben hat, zu würdi
gen. Von Seiten der korrupten Ele
mcnte der republikanischen Partei wurde
zu verschiedenen Malen sogar der Ver
such gemacht, den genwärtiqcn Gouver
ncur Holcomb in dcnKoth zu zerren, der,
wie wir bereits häufig während seiner
musterhaften Verwaltung hervorgehoben,
das zuverlässigste und selbstständigste
Oberhaupt ist, das Rebraska jemals be
fessen hat.
Wenn der republikanische Schatzmci
ster Bartley sich als t chwindler entpuppt,
dann zeugt es von großer Unverfroren-
hcit, icrrn Holcomb für diesen Schur-
kenstrnch verantwortlich machen zu wol
len. Ehrenhafte Republikaner haben,
zu ihrer Ehre sei es gesagt, offen ihrer
Entrüstung über ein solches Gebahren
der republikanischen Bosse Ausdruck ver-
lieheu.
Die Thatsache, daß die Volköparlci
die Finanzen des Staates gehoben und
unscremStaale eine geordnete, anständi-
geVermaltung verschafft und den schmach
vollen Zuständen, welche die republiani
sche Herrschaft gezeitigt hatte, ein Ende
bereitet hat, sollte allein schon genügen,
die Deutschen Rebraska's zu veranlassen,
für Herrn Poynter zu stimmen, da der
selbe, wenn erwählt, die Mustermirth
schast des Herrn Holcomb weiterführen
würde. Die Deutschen sollten bedenken,
daß ein Sieg der Republikaner gleichbe-
deutend mit der Einführung der alten
Ring- und Wlllkürherrschaft fein dürfte.
Daß die Republikaner sich in den letzten
zwei Jahren nicht gebessert haben, wird
uns durch die auf ihr.'in Ticket prangen-
den Namen veranschaulicht. An der
Spitze steht ein Freund und Günstling
der Monopole, für den nch ein denken
der Deutscher gewiß nicht erwärmen
,rird, da die Monopole, wie wir das
heute in Cincinnati sehen, wo die oftli
chen Lebensversicherungs - Gesellschaft
viele Millionen verausgaben und sammt
liche Brauereun kaufen, sich anschicken,
den Mittelstand zu vernichten- Was die
Arbeiter von den Monopolisten zu er
warten haben, sehen wir inVirdcn. Jll.,
wo die Kohlenbarone Alles auibieten,
um die weißen Arbeiter durch südliche
5!eger zu ersetzen. Möge sonach jeder
Deutscher für Herrn Wm. A. Ponntcr
von Boone County, stimmen, da wir
überzeugt lind, daß derselbe den habgic
rigen Monopolisten, als Oberhaupt des
Siaates, zeitig einen Pointer" geben
wirv.
Die Eandidaten auf de, Eounty-Ti-cket
sind den Wählern zur Genüge be
kannl und steht unseres Wissens kein
Mann auf demselben, dessen sich die Fu
sioniltcn zu schämen hätten. Wenn wir
die Bewe'.ber aus dem republikanischen
Ticket einer Kriiik unterziehen, so haben
die Repu likancr, die deutscher Zune
nicht ausgenommen, alle Veranlassung,
ihr Antlitz zu verhüllen. Wenn die rc
puritanischen Macher sich soweit verstei
gen, einen Mann wie Paul F. Elark,
als Candidat sur die Legiblaiur in'sFeld
zu fuhren, dann ist es Zeit, daß alle
Deutschen, ohne Rücksicht der Partei,
mit gefälltem Bajonett zum Angriff vor
gehen. Dieser Candidat stand während
vcs Anti-ProhibilionskampfeS im Jahre
MIO an der Spitze der Pr hibitisnsliga
von Lancaster Counly und hat, wie ein
iitber, ge,en die Liberalen gesprochen,
geschrieben und agiiirt und ist eS wahr
lich nicht die Schuld des RaliolstenEIark,
wenn die Prohibilionisten unterlegen
sind. Diesen Gegner der persönlichen
Freiheit beabsichtigen die Repub.ikaner
in die Legislatur zu schicken, in welcher
Körperschaft der saubere Herr Himmel
und Ei,c in Betreauita. sehen rvürdc.
um ur jcrrm Staate das ProhidiiioS'
joch aufzuhalsen. Unsere W.rihc, die
Ich'vere Abgaben u entrichten haben no
'e Gelder flussig machen, um unsere
Schulen zu unterhalten, wurden nach
allen Reaeln der Kunst geschunden und
wie ein Wurm zertreten werden, wenn
,crrn Clarls LedenSanschauungcn i die ;
Wirklichkeit übertragen wurden. Wir
brauchen die Gelder der Wirthe nicht,
wurde uns häusig von Prohibilionisten
frank und frei erklärt. Wir möchten
uni die Frage erlauben, eb denn die
hohen Herrschaften, welche in jedem
Wirth und Gambier einen Beelrebub er
blicken und die Moral in Pacht zu ha
ben scheinen, die Steuern so prompt und
liberal entrichten. TiediesjährigcStcu
erliste laßt wahrlich tief blicken und sin
den mir gerade die Moral- und lugend
bolde aui derselben ver;e chnct.
Wir möchten sonach alle Deutschen
des CountoS und zwar ohneNucksicht der
Partei ersuchen, gegen den republikani
schen Eandidaten Paul F. Clark zu ftim
mcn. damit nur freisinnige Männer in
die gesetzgebende Körperschaft geschickt
werden.
Hier wäre es auch wohl am Platze,
Herrn Jos. Burns ein Körnchen Weih
rauch (?) zu streuen, da derselbe auf dem
Gebiete der Corruplion in der Thal Tri
umphe gefeiert hat. Herr BurnS ist ei
ner der unsichcrklenCanlonistcn, die unser
Staat auszuweisen hat.Ehre.Prinzipicn
treue. Charakter finden aus ihn keine
Anwendung. Es wäre unseres Erach
tcnS Unilnn, wenn wir gegen diesen ge?
wissenloscn Menschen auftreten wollten,
da die Deutschen des County's den p.
BurnS hinlänglich kennen u. wirvollkom
inen überzeugt sind, daß er auch nicht
eine einzige Stimme von einem Deut-
schen erhalten wird.
Daß ein Mann vom Kaliber eines T.
C. Munger die Stirne hat, von den
Deutschen eine Unterstützung zu ermar
ten, vermögen mir nicht einzusehen. Die
scr Mann hat den Wirthen in unserer
Stadt das Leben ziemlich sauer gemacht
und als Judaolohn dieTumme von ?00
ergaunert. Dieser unparlamenlarische
Ausdruck werden unsere Leser wohl ent
schuldigen, wenn wir hinzufügen, daß
der republikanische Candidat für daö
Amt eines County-Anwalts einen Streit
mit den Wirthen aus Geheiß eines her
gelaufenen Frauenzimmers vom Zaune
brach. Ein so pflichtvergessener, anstän
dige Leute tyrannisircndcr Mensch, sollte
keine einzige deutsche Stimsne erhalten,
zumal wir während dieser Campjgne uns
genau an Thatsachen halten und von
einer Campagnelüge im Anzeiger" keine
Rotiz nehmen.
ch
Den Bürgern Lincoln'S und auch den
Landwirlhen von Lancaster ist Herr I,
H. Harley, Candidat für den Senat, so
bekannt, daß wir auf diesen Eandidaten,
der sich als Postmeister viele Jahre treff
l ch bewährt hat und als Apotheker über
eine ungewöhnlich zahlreiche Kundschaft
verfügt, wohl nicht weiter zu verweisen
brauchen.
Herr Louis Wcnte's bedeutende Pra
xis als Zahnarzt hat dein Manne einen
großen Bekannten- und FreundeSlreiS
verschafft. Dieser Candidat für das Re
präsentaneenhaus hat bis zum vollende
tcn 17. Lebensjahre der Landwirthschast
obgelegen und ist mit der Tochter eines
Chicagoer Millionärs verheiralhet. Ue
bcr den Charakter des HerrnWente brau
chen wir keineWorte zu verschmendcn.da
die Zuverlässigkeit in jeder Hinsicht und
das offene Wesen des Bewerbers seine
Ermahlung sich rn.
Von den Repräsentanten möchten
wir noch Herrn C. W. Phipps in daS
Tressen führen, ein Mann, der sich als
Bürgermeister von Havelock sehr gut be
mährt hat und sonder Zweifel auch als
Bolksvcrtrctcr die Interessen seiner Con
stituenten wahren würde.
Indem wir den Lesern die sämmtli
chen Canoidalcn der Fusionspartei warm
empfehlen, möchten wir hier noch meh.
rere Eandidaten des republikanischen Ti
ckets einer Musterung unterziehen. Dem
Deutschlhum wird in dieser Campagne
zugemuthet, für den Republikaner G.
D. Anderson zu stimmen. Dieser Be
iverber ist ein eifriger Förderer der In
tcreffen der Eisenbahnen und würde,
sallS erwählt, alle Ränke und Kniffe an
wenden, um den Interessen der Mono
pole gerecht zu werben. Ncbraska ist
von den Corporationcn während der letz
tcn lg Jahre doch wahrlich genug ge
schröpft werden, vm keine Lust mcqr zu
verspüren, solche sauberen Brüder, die
Abgeordncle und Senatoren zu bestechen
versuchen, um Privilegien für die Eisen
bahn zu erlangen, in dieBolkSvertrctung
zu senden. Der intelligente Wähler
kennt seine und seiner Mitbürger Inte
resscn und weiß recht wohl, daß die
Trusts schon einen erklecklichen Theil des
Mittelstandes abgemurkst haben, der be
reits heut; dem Proletariat angehört.
Ganz besonderen Werth legen die Fu
sionisten auf die Eroberung unseres
Counln's, welche auch nicht schwer fallen
dürfte, wenn die deutschen Steuerzahler
das Pulver trocken halten. Die deut
schen Laidw rhe dej 'Eounty's sind die
besten Steuerzahler und ist die Zahl der
deaischen Farmer auf der Liste der rück
ständigen Steuern im Vergleich zu der
der Städter in der That eine verschwin
dend geringe. Die Landwirthe sollen
in einem Äckeibaustaaie selbstverständlich
die erste Violine spielen und auch in Lan
caster das entscheidende Wort sprechen.
Der Anzeiger" hat bisher stets einem
deutschen Vertreter in der Counly - Ver
ivaltung das Wort geredet und auch bei
jeder Gelegenheit Herrn Fred. Beckmann
herausgestrichen und Weihrauch gestreut.
u unserem nicht geringen Staunen fin
den wir im World-Heralv" dieBeschrci
bung einer Brücke, welche Herr Beck
mann errichten ließ, dklkn Baukosten
einen Aufwand $1000 erforderte, aber
nie benutzt werden konnte. Das Geld,
d. h. die $1000 sind zweck- und sinnlos
vergeudet worden. Bilder der sogenann-
ten Beamann'tchen Brücke
Publikum aus Wunsch u'icmiiiclt. Wo
bleibt da die rielger ihmte Eparsamknk.
Wenn Herr Beckmann über die Per
fchmendung in der Eountn Verwaltung
aus seinen Agitalionoreisen sich dillerbe
klagt, so acht doch daraus flirr und klar
dervor. daß d'k republikanische Eountu
Verwaltung eine corruple ist.
VorcinigenTagen wurde Herrn BoqgS.
dem Faktotum dcSEounty Schatzmeisters,
einem Manne, der fast '2t Jahre in der
eewisicnhaitesten Weise daS Amt geführt
bat, von dem gegenwärtigen Countri
Schatzmeister, Herrn Sullioan, der Stuhl
vor die Thur gesetzt, eine Thatsache, die
selbstredend großes Aussehen erregte.
Räch langem und eingehendem Schnitt
fein ist es uns endlich gelungen, unseren
Lesern den Grund der plötzlichen Entlas.
sung des bewährten Mannes mi:;ulhei
len. Die Herren Sullioan und Beck
mann sind unversöhnliche Gegner und
hat Herr Sullioan die Gelegenheit be
nutzt, Herrn Boggs zu züchtigen, weil
derselbe p. Beckmann eine Gunst erzeigt,
die allerdings mit feinen (Boggs) Pfli'ch
ten als Beamter unvereinbar fein durste.
Die Eounly'Eommissare sollen näm
lich den Wegcsond um slooo überwogen
und soll p. Boggs, die rechte Hand des
Schatzmeisters, der leitende Geist de
Schatzamtes, das Geld ausbezahlt haben.
Wenn Herr Sullioan sich durch diese
Transaktion veranlaßt sah, Boggs Knall
und Fall zu entlassen, so können wir dem
Schatzmeister für diese Maßnahme unsere
Anerkennung nicht versagen.
Wir glauben, daß diese Thatsache in
Verbindung mit dem dritten Termin, de
die deutschen Wähler, soweit uns bekannt,
durchaus nicht begünstigen, wnhl genu
gen dürfte, die Leser dieser Zeitung zu
überzeugen, daß sie weise handeln wi,r
den, wenn sie am Dienstag, den 8. Ro
vember, und zwar ohneRücksicht der Par
tei, für Herrn Wm. Schrbder stimmen
werden. Herr Schröder ist ein Man,
der feiner Ueberzeugung Ausdruck ver
leiht, und aus dcssenWort sich die Steuer
zahlcr verlassen können. Tie Beamten
machen hierzulande in der Regel ihre
Autorität gegen den kleinen Mann gcl
tend, während sie sich, sobald ihnen ein
sog. Prominenter in den Weg tritt, nicht
mucksen. Dies wird wohl Niemand von
Herrn Wm. Schröder, der den Reprä
scntantcn der Bahnen häufig im
Interesse der Deutschen den Standpunkt
llar machte, behaupten wollen, Herr
Schröder hat den Muth, den Corpora
tionen, falls sie sich Ucbergriffe erlauben,
dieZäynezu zeigen und zwar mit Räch
druck und Erfolg.
Wir hoffen und erwarten, daß unsere
Leser die Situation am 8. November,
richtig beurtheilen und an der Wahlurne
mit vereinten Kräften für die Ermahlung
des Herrn Schröder eintreten werden, des
Spirchwortcs eingedenk : L' Union sait
la force!" Einigkeit macht stark!"
Katarrk kann nicht kurirt werden
duich locale Äpplicationen, da sie den
Sitz der Krankheit nicht erreichen können,
atanh ist eine Bllwoder Constitutions
Krankheit und um sie zu heilen, müßt
Ihr innerliche Heilmittel nehmen. Hall's
atarrh-Kar wird eingenommen und
wiikt direkt aus bat Blut und die fchlei
mige Ode, fläche. Hall's Katarrh , Kur
ist keine Qnackfalbkl -Medizin. Sie wur
de feit Jahren vou einem der best n Aer;
te dieses Landes verordn t uud ist ein
regelmäßiges Recept Sie besteht ous
ben besten b'kannien Tonika, veibiinde
mit den , besten Blulretnigungsmiiteln,
die direkt aus die Schleimvbe, flache wir
ken. Die vollkommene Verbindung dir
zm i Restandtheile ist es, ma solcu' wn
dervolle Resultate bei der H ilung von
Katarrh hervorbngt. Laßt Euch Zeug
niste umsonst schicken.
I. Chenky k Co,. Toledo. O.
ZM"Berkauft oon allen Apothekern 75c
Hall's gamilien P,ll:n sind die besten
Iur Feier .Deutschen Tages in
Omiha, schreibt die donige ,,Bee":
, Die Deutich Amerikaner hibrn ein g
tes Recht, in demonstrativer Wese diesen
Tag zu seiern. Keine Nationalität ha
mehr zur Entwicklung des großen We
stens dctgitiagen, unv keine bildet eine
fleißigere und substantiellere Bevölkere
un s'iasse ,lS sie. Dem di schrmeri
kai'ifchen Elemente ist in erster Linie
der paänomenale Aa fchmung von Ne
braska und besten Nachbarrstiliien auf
allen Bahnen menschlichei Foitschrittes
zu danken. Aus der Farm sowohl, wie
in der Weckstätte, balei deutsche Aus
dauer, Geschicklichkeil unö Tüchtigkeit als
ir;,uzcr des ZoltseichthumS Wuder
g'wilkk; ohne sie halten aas der hlcsige
Aasst flung die Hil'sqaellen und Pro
dakte des großen Westens nicht in voll
flaidiger Weise zum GesammlbiiS v?r
einigt weiden können. Die Deutsch
Amerikaner Ifiui gut baan. sch ü,-ei
großen Errungenschaften ,d Verdienste
bewußte zu bleibrn und den ffcedit von
dce Gesammtb'völkcrung ,, fortern,
welchem sie als einer der wichtigsten Fa?
koren d"i omerifcnifcheii ultureiilivick
luag berechtigt sino."
Ist Siegel der Verschwiegenheit
iwlsaen Logenbrüdern wird von Ge
rich, n nicht anerkannt. Voe den e
lich n von Woyming shwedte ein Pro
z - in weichrm ei itch un oie ,5rage h r,
itAf, ob sine gewise E g'ntktimsiber
Innung in bet'üzeii'cher Absicht afche
hen fei oder nicht. Der V.'tächiige
haue einer Freimaurer Loge n und ha:
te einen Logenbruder tinter drn Siegel
der Veijchr'iegenhe t Mittheilungen übe!
leine Äbflchlen in der betresf-nvrn Ge
Ichäsissache g macht. Die Gegenpartei
'nrnerte en befajtf n Bruder als Z n j
Oft unk st g" die Frage ob der P t
bächligte ihmIRi, tjalurn gemacht habe.
t,. J.uge d a iab dllS a-Piü l)cii Iti,
w gerte sich jedoch, die Mitih ilu!'g wie
Herzugeben, nier dem -oiminde, daß er
dafurch seine 33- pflicttiii gen seinem Or
6 n g.'jirü!" 'ti.isifn wüide. Dr j
Ri tte e ti leb, vß der Zeuge unter'
tun Uinitanii ul gezwungen wernen
fjme, te verlangte Auslage zu ma
ch n, Af Berufung erklärte jeroch da
Oo rgekicdt. daß der Zjichier einen J.r
im d gangen und stieß d,S Urteil um. l
tl) e heilig auch die Berpflichtag , ket '
ne im L rtrauin an Xioj nbiuoer pe
machte rigiden allsz plaudern, o fei
eine ol t)e Beipflichiuni, st,tS den Lan
desaesttzen unlermoise,,, uad daher sei
werden dem . tuu erzwungene ussagevor einem Ge
lichte keine Beiletzung jener Pflicht.
Gcincittttittzlges.
Cf neiben der Rosen. E ist fek:
falsch, Rosknl'lüihen. wenn sie derb!ü!,t
sind, nur in it einem StückJ'en Sti'l
adzuschneideit. Am Ende des Stiele
sitzt ein Blättchen mit einem sehr un
entwickelten Auge. Dieses Auge muj
erst ausgebildet werden, ehe fcerouJ
ein neuer Trieb hervorgeht. Zur Au,
bildung desselben gekört ziemlich viel
Zeit. Schneiden wir dagegen die tt:
blühten Blumen mit zwei Blättern ab.
dann gehen wir bis aus kräftig aus
gebildete Augen zurück, welche alsbald
mit dem neuen Trieb beginnen und alfe
früher Blüthen liefern, als die !lno
fpen dicht unter der verblühten Blume,
falsch ist es auch, beim Abschneider
von Rosen für Vasen und Bouque:
ängstlich zu fein. Man kann, ohne der
Rose zu schaden, einen tüchtigen Sticl
mit fortfchneidkn und die Perwedl!?,i
der Blüthen erleichtern, sowie die
Dauer erhöhen. Es wird sogar nach
gewiesen, daß das Abschneiden der
Älüthen mit langen Stielen den Ro
fenstöckcn sehr dienlich ist. weil es einZ
der Abwehrmittcl gegen den lästigen
und gefährlichen Rosenrost, der beson
ders die Remonlantrosen befällt, b.l
det. Man kann also durch den Schniit
von Blumen mit langen Stielen sich
und den Rosen nützen.
Bilderrahmen mit Filigranarbeit.
?in in Rahmenform zugeschnittene?
Brettchen wird mit dunklem Sammet
überzogen und on der Kontur mit
einer Reihe kleinster, rundköpfiqer
Ziernäqcl beseht, welche hinwieder
durch eine schmale Linie von Gol
oder Silberbronze von dem Mittelfeld
Getrennt werden, so daß sich eine breite
lbschlußleiste bildet. In der Mitte
schneidet man den Sammet ovalsoi
mig aus, jedoch etwa 2 Cm. kleiner
als der Ausschnitt für das Bild be
trägt, und klebt den überstehenden
Sammetrand nach Umschlagen auf die
Rückseite dortselbst mit Leim fest.
Hiernach formt man aus gedrehtem
und krausem Filigrandraht einige
Blumen und Blätter, arrangirt diese
an einem etwas stärkeren Draht zil
ffiguren und befestigt sie mit einigen
Ziernägeln. Ber Verwendung vcn
Gold- und Silberdraht, also zweifar
biger Darstellung der Zierathen, wird
der Eindruck der Arbeit noch erhöht.
Nutzen der Kirschstiele. Die Kirsch
stiele werden gewöhnlich achtlos wea--geworfen,
da man sie für völlig nu)
los hält, und doch ist diese Anschauitr
eine irrige, denn die Kirschstiele geben
einen Thee, der besonders gegen Ka
tarrh gute Dienste leistet. Das Ber
fahren hierbei ist sehr einfach. Die
Kirschstiele werden zur Kirschzeit ge
sammelt, zwischen zwei Blätter Pa
Pier gethan, damit kein Staub darauf
kommt, im Schatten getrocknet und
dann in einer Schachtel an einem
trockenen Orte aufbewahrt. Will man
von den Kirschstielen Gebrauch nta
chen, so kocht man sie einfach wie Blät
terthee, und wer gern süß trinkt, ver
mischt den Thee nach dem Abseihen mit
Zucker. Dieser Kirschstielthee leistet,
wie schon gesagt, bei Katarrh sehr gute
Dienste. Auch stillt er den Husten bei
kleinen Kindern.
Stempel zu reinigen. Unklar gewor
denc Stempel, deren Schrift oder
Wappentheile sich nach und nach durch
fettstaubigm Filz versetzt haben, rei
nigt man sehr schnell und gründlich
durch Abdruck in heißem Siegellack.
Man läßt den Stempel einen Augen
blick in den Lacksikgel stehen, bis die
ses kalt und hart geworden ist. und
wird ihn dann ganz rein fortnehmen
können. Nötigenfalls wiederholt man
dieses Verfahren noch einmal. Hat
sich Siegellack in die Schrift des Stem
pels gesetzt, so springt dieses leicht ab,
wenn man es mit einem scharfen
Holzstäbchen herausdrückt. Metall
spitzen, Nadeln oder dergleichen ver
wende man nicht, da man damit leicht
den Stempel beschädigen kann.
Semme'klöße. 75 Gramm Butter
werden zu Schaum gerührt, ein gan
zes Ei und drei Eigelb, 130 Gramm
in Milch geweichtes und gut ausge
drücktesWeißbrod, zwei gehäufte Lös
fel Weizenmehl, etwas Salz und 25
Gramm in Butter geröstete Semmel
würscl darunter gemischt. Bon die
sem Teig sticht man mit einem Löffel
Klöße ab und läßt sie in heißem Salz
Wasser so lange kochen, bis sie aus der
Oberfläche schwimmen.
Buttcrmilch wird von kurirendcn
Schäfern, Jägern und weisen alten
Weibern als ein Radikalmittel gegen
Wassersucht verordnet. Eine That's ei
che ist, daß in Hintcrpommern. wo der
Bauer aus dem Lande seinen Durst
fast ausschließlich mit Buttcrmilch
löscht, (jahraus, jahrein steht dot tiZ
Buttermilchsaß zu Jedermanns Ge
nicßgebrauch im Sommer hinter d:r
Hausthür, im Winter in einer Stu
bcnecke die Wassersucht eine kaum
bekannte Krankheit ist.
vn unlkineymenve
T e r a n e r, Samuel Webb. hat U
reits einen großen Landcompler im
Innern Cud'a's. behufj Einrichtung
einer Ranch zur Bichzucht angekauft.
Er wird demnächst Stück Bieh
dorthin schickrn.
Ein Farmer, zu .Bridge
Port. Conn.. ließ beim Rauchen fein
Pfeife fallen, wodurch feine Hofe de
schädigt wurde. Er beanspruchte Ent
fchädigunq auf Grund feiner Feuer
versicherungsPolick. und die Com
pagnie mußte ihm eine neue Hose kau
fen.
I. P. W k b ft e r. ein reicher
Farmer in Jndiana. wurde kürzlich
wegen Ratten - Quälerei verhaftet. Er
hatte m die Fallen, in welchen sich die
gefangenen Ratten befanden, bren
nende's Papier gestopft. Er hat nun
einen tüchtigen Advokaten angestellt
und wird die Sache, wenn nöthig, biö
kor's Obergcricht bringen.
Die drei Staaten
Minnesota. Nord Takota und Süd
Dakota haben heuer zusammen 200
Millionen Bufhcl Weizen. 75 Mil
lionen Bufhel Mais. 90.000 Bufhel
Hafer und mehrere Millionen Bushel
Gerste, Flachssaamen. Kartoffeln u.
s. w. gezogen, im Gefammtwerthe von
15 Millionen Dollars.
Pfeffergurken. Möglichst kleine Gur
ken wässert man vier Stunden in
Brunnenwasser und salzt sie über
Icacht ein. Am nächsten Tage trock
et man sie und packt sie recht dicht
In Töpfe oder Gläser mit Nclkenpfef
kr, Gewürznelken. Pfefferkörnern.
Lorbeerblättern. Pscfferkraut und
östraqon. Man kocht soviel Weines
sig, wie nöthig ist, die Gurken zu be
occken, giebt ihn kochend über die Gur
!en, gießt ihn nach 24 Stunden wie
er ob, um ihn nochmals aufzukochen.
?d giebt ihn dann verliihlt über die
Simsen. Hieraus werden die Gläser
litt Pergainentpapier zugebunden.
M i ch i g a n bezahlt e!ne Prä
wie auf Spatzcnköpfe. Wie sich neulich
herausgestellt hat. werden Spatzen!
datier massenweis von Jndiana ach
Michgan eingeführt.
N Dkekinknn l5nn!t,
Michigan. machen sich neuerd!ngsWöl '
?e rech, lailig. an besurchlet. daß sie ,
im Winter, wenn sie n!chts mehr zu l
beißen haben. Menschen anfallen wir
den. j
I
tlbsnchtkurtxt
Die leidinde Menschheit sollte mit jedem
LeidervngS'Mittel versehen sein, Mit
Zreuden xublioren wie Folgendes:
Dies zur Nachricht, daß ich sechs Monate
an der Gelbluch litt und von dem besten
Aerzten ' es L-.ideS behandelt wurde, ober
ohne Eifolg. Dr. Bell, unser Apolhe,
ker. empfahl Electlic Bilters und wurde
nach zwe, laichen vollständig knrirt.
Es freut mich diese Mcoizin jedem, der
an dieser Krankheit leidet empsehlcn zu
können. Achtungsvoll. M. A. Hogari,
Lering'on. g. Verkaust ,n I. H. Har
leii'S Apotheke.
Ta Ministerium in Frankreich tjtt
restgnir .
!Kli a, r mieten iesem in lÄage
Coun y vor eirigen Wochen den Rath
eitheiltcn, in der bevoislehenden Wahl
tür Herrn Rinaker als Cvunty - Avwa'.i
zu stimmen, gaben wir unserer Ueberzeu
gung klaren Ausdruck. Und wir haben
keine Ursache, von derselben abzuweichen,
vielmehr ist stc noch bestärkt worden,
durch die besonderenBerhällnisie, oie voll
herrschen. Wohl hat der jetzige In
Haber des Amtes den Gerichiekatender so
weit, wie möglich, sachlich xeingestellt;
dennoch sind mehrere Fäll? zu erlebigen
mit denen er vertraut ist, einem anderen
aber die Pflicht auflegen, diese Fälle ih
rem Geiste zum Eigenthum zu machen,
das ergiebt Zeitverzögerung und verur
sacht dem County Kosten. Deßwegen
erneuern wir unseren früheren Rath:
Stimmt für Rinaker, den ihr als tflchti
gen Anmalt, kennt, nicht allein ihm zn
Liebesondern zu Eurem eigenen Boriheil!
u ttrs kll.gung'N.
S''' '9V haben die Beont' in
PUlistisch:n öounlies Gelder in Höhe von
9öö,o.u nur aii, gen, wooin 1.0,03
wledeierlanql wurden.
Seit k!!w haben die Beamten in de
mvkranschen Coumtes Eetder in Höe
von 1(j'.',55Ü unicrichlag'', ,wvonHt7,
7 (,3 um bei ei langt wurden.
istit 1890 haben die Beamten in re
publikanijchen Eounties Gelder in Höhe
von 499,t)94 unterschlugen, wovon
123,131 tviißetetlangt wurveri.
Seit ISjO haben die S aatsbeamten
unter republikanischer H rrfchst t934,.
ö0, von welcher Summe $10,719 wie
dererlangt wurden.
Gesammtverlust unter republikauischer
Hcirschusl seit 1300 $1,433.004:
Wn lussen hier eine l'iste der Unter,
schlagungen von republikanische!! Beam
len folgen:
Summe Summe
unteischla. zurückeistat
Jahr Counly gen tet
188 t Adams $ 22,000 22,000
I kW Adams 53 0,,0 32.0U
ld!?3-Bu!ler Ä.4?ö
1877 Bussalo 7 000
lS7-Bnfsalo 15 uot 3,3C0
I8ä9-lÖuffal8 8,0u0 7 000
lS3 Bui t 5 0l'0 5 J00
18S3-Cust,r 1100 1,100
87 ElZ'y nne 17,000
.872 fjckota 2 (00
190 iDofjta 21 000 8,000
18ü8 -nron 1.84
D'xvn 4,500 4,500
D xon 2 14. 234
Tim 90 90
Tong'aS 3.0H3 Im K.r
Touglas 3 0,-i Im Ger
Donglas 1,751 Im Ger
Douglas 2 OiiO Im G,r
Douglas 11750 Im G'k
Teu.lus ,000 Im Ger
Toaglas 117.000 Im Ger
1S3C jurna 10 OiKt 10 OOJ
1892 - juanflin 4 000 1,000
188-2 -Gteelra 2 3nO
IL83 Howard 2 500 1,000
1 83 Äflur.btts 14 0. O 1,400
1883- Howard 3 tiOO
1885 polt 450
10 Holt 500
ISgl-Holf. 18U0
18.,2-Holt 3,000
I893 fo!t 1,(100
18ÜJ-Holt 000
ISi3 Holt 94,000 i;,ooo
1891 Holt 80
1 873 Jichnfon 3,000
tüÜt-Jehnson 77 ,),877
1S Lincoln 13,i00
1 - Vunuftfr 10 (.00
1 89 j-Lancaster 9 00(1
89t j.'anca-er 30 uiO
Ib'.'O-Vfliie stet 5, 0(0 LS.OOO
I89tt Lancaiier (!,(ji 0
1876 Diabtfon 7, () 700
894 Nemoya 1.000
188ri-9iatue 2.000
1890 -Nance 2 000
1890. P,,k,S 1..MI0
1890-Pe,k,n 1000
1 890. -li..! l S 400
1-90 -P ,k , S 1 00
L90-Richardson 14.000 14.000
Total
01 9 313 18G,731
Yt eutschr,katich
Ncchtsdurcau und Notariat
cn
H. HARCKWORTH.
53J m-.d 534 ine, füdl..der ö. Straße
tftncinttait, Cfti.
ist anerkannt das älteste, weitveidrettestk
undzuveilassiaitei,ime,.kaukdeuljch.
land und alle Anspriiche ans
(frbschasteu und Rechte
kann man veitrauenvoll in feine HZntx
legen vd versichert fein. dc(j die kleinsten
wie die größten
Bollmachts.?lnstrAa
mit gleichem Eifer, und genauer RechtS'
kenntnih prompt und ge,v,fsei:hast eile
digt werden.
L ofnzikllk Liste Vermieter Erben
wird wöchentlich in diesemBIatte erneuert.
Bermikte i??de.
Die nachfolgende aufgeforderte,
Personen oder deren Erben wollen sich
direkt a Hermann Marckmorlh. Recht,
anwalt und Notar, 224 und 220 Bin?
Straße, feincinnati, Ohio, wenden, da
Niemand auhrr ihm Ausschluß geben
kann. Herman Marckworth besorg
die Einziehu.ig von nachbenannten unt
allen Erbschaften prompt und billig,
stellt die nöthigen Vollmachten aus, uni
erlangt alle erforderlichen gerichtliche
und kirchlichen Documenle. Herr
Marckworth ist durch feinen OjShriqev
persönlichen und schriftlichen Verkehr mit
den deutschen Erbschastögerichtcn unl
Sanken, sowie durch feine solide Stel
lung, als der erfahrenste und zuvecISf.
sigste Vertreter in deutsche Erbschaft,
lachen anerkannt und nur sie befähig,
ihn diese gerichtlichen Aussordernge
vermißter Erben zu erlangen und i
allen bedeutenden Blättern Amerika'
zu veröffentlichen.
Anschwih. Hermann au Halle a. S.
Arnold. Anna Maria und Karl John.
auS Reicheneck,
Eartercn. Karl aus Meiste.
Duerre, Emma Agnes aus Gera,
Dkthloss qeb. tHoldenbvgen, August
Lonise Sophie Christiane' auS Klein
Plasten,
Dupper. Christian aus Bondorf, an.
gebltch. in LaS Ernces, New Mexico.
Engel. Anna ffalhgi ina. Angelika und
Elisabeth auS GilserShansen,
Endres, Joh. Valenl'n aus Großin.
derfeld.
Enlenmann, Jakob Friedrich aut
Lausten a. N.
Giaf. geb. Garzke (Gatzke) Karline
aus Heinr chsfeld,
Hinz. Roidolf aus Grandenz.
Hornug, Jose und L.onhird aus Ur
loffen, Hochhalter, Georg Heinrich aus Lichtes,
Huber, Richard aus Mosbach,
Krull, Heinrich aus Mönlhgen,
Kasch. Joh. Friedrich aus Zahma,
Kp!oneck, gränz aus Ka'tswitz,
Kem, Karl. Wilhelmine verch. Stolz,
Wilhelm und Joseph ous Mahlberg,
Kunz, Chiistian, Anna, Maigarethe.
Salone, Andreas. Maria, Karoline.
Bibara, Jakob und Joh. aus Weil,
heim.
KresS. Heinrich Wilhelm und Joh.
Georg Michael aus Wertheim a. M,
Kalbfell, Koncad Friedrich, Kalhari
ne Friederike verch. Ansel und Ludwig
aus Tübingen,
LlltgenS, Joh. Moritz August aus
PuibuS.
Lauster, Joh. au Schwenningen.
Möller, Friederick Conrad aus Gr.
Munzel.
ötijigemann, Erben von Wilhelmine
geb. Vrehe,
Obernmellern, Joh. Philipp aus Lo
renzenzimmern,
Pelruschke, August, Ernestine Wilhcl.
mine geb immermarn Kart Otto. Au
guste Bertha und Gusta Rudolf aus
Baumgart.
Pehlkc der Pulke, Bertha Emmi ut
Marienmerder,
Ruter. Paul Friedrich Wilhelm auS
Hamburg, angebl. in New Z)o,k,
Ran, Andress und Christine verch.
Lpiegel ous Weilheim,
Rühle, Gotilied ous Zussenhansen,
Sadweikguid, Georg H.lkiiich R in,
aus Wiesbaden, anqedl in St. l!ouis.
Scholz, Erben von Kaiharina,
Schiller, Christian aus ch mith.
Schlipf. Joh Ernst Jakob auS Ober
steindach, Ti'ube. Cail und Gollsried vamucl
aus Ridenz,
Tichentscher, E'ben von Anna,
Uh.i,, äB.'ntelin aus Plittersoorf,
Wachs, Franz Fiiednch Albert aus
Kolderg.
Wellner, Erber vzn Pauline,
Weidlich, Franz ans Ärunau,
Wevel. Kal auS Tuilach.
Wuensch, Georg Adam auS Oßmeil.
Wolftr. Maltbios ('der Matihzns)
aus Lonlanvin, ongebl. im Philadel
phla.
Turcheine ffrau entdeckt.
Es wurde in giosze Enlfeckunq von
ein, r Frau dieses Landes gnniicht. Krank
heit hatte sie in ihren lauen und sieben
Jahren hrtie sie gedurdit, bis schließlich
ihie Organe noch gaben und der Tod
unvermeidlich jjjten. Drei M01 ate
lang hustete sie staik und konnte nicht
Ichlasen. Schließlich enltuckie sie den
Weg zur Genesung und kaufte eine Flasche
vor Dr. Ktng's New Discotiery für
Schwindsucht von uns Sie wurde
durch die erste Dfsis so erleich:ert, daß
sie die ganze Nacht schlt's und duich zwei
Flasche vostndig kamt wurde. Sie
heißt Frou Luther j'utz. Co schreiben
Üü' C. Hn,n'ck & Co., von Shelley,
!(". C. Piobestasen gratis in I. H.
Harlry's Apotheke Reguläre Giöße d0c
und HI00. Jede laiche garaninl.
G Waren Sie je bei Edward Cers &
Co? Sie sollten zu den Herren geize
u Klfiter, Schuhe, Kapoen inj. ja
kaufen. Sie trteroen daselbst ste.S zu
vo kommend bedient.
Wie verweisen andurch auf die An
n.'vce der Centliville Blick Cal Co.,
11 südl. 12. Straße. Telephone 397.
iz Weiein aih::S und Ringer b
Zreb. Schm dtck i.