Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, October 20, 1898, Image 11

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    O
2Hnttcr)d?merv
i in iti i i ?tntti an ,i,, sin Mnabeth
.Vf. ipn ViaitPuici.
! on
In- uhu vor einigen fahren.
Wir iai.cn in der iTjtn.cn 'Hs'cnlauk
des 3itUiiic-J Z vivdollo ..dem
ichlostf II grünen Laube" nie der
Uedenctchc liinvu es besingt. Wir hat
tcn vom 2ouumciit viiilU't und turn
dem diiktenden. lofilickien Wälder
beeren genascht; bnitii nahm Fuut von
F .... meine Berii'cmdtc, wiederum
das Wort:
(viue unindcrbtuc Frau! In den
lange!, Jahren, die ich in ihrer Nabe
nu'iitf, iilcuibte ich sie sindirt z haben
all' die lange Zeit, in ivelcher sie
mich so oft mit ihrem loniglichen Bcr
trauen ehrte und liochkciliirfte, meinte
ich sie zu lennen und dann, ivie
gestern, ein starres, seltsames kacheln,
das deangstigend wirkt oder um die
Kippen ein Zug, so sremd. so ialt. so
adiveiseud und eisig."
Ist die Kaiserin so streng und nn
uahbar?" lirngle ich schüchtern zu
sragen.
Sie ist die gütigste, die edelste, die
anmutlngste und liebevollste Frau im
ganzen Reiche '. Wie eine Fee aus dem
Märchenreiche erscheint sie an den Stät
te der Noth und des Elends, den
Krauten und Armen Hülse reichend.
Tausende von Nothleidenden beschenkt
sie mit vollen Händen und andere
Zausende von Armen überschüttet sie
insgeheim mit Wohlthaten man ver
göttert, man liebt sie allgemein, den
och "
Tennoch?" forschte ich.
ES will mich dünlen, als mache
auch das Wohlthun sie nicht mehr
glücklich'. Tie grauen Schleier der
Schwermuth hüllen mehr ihre Seele
ein ihr Blick ist so müde, und dennoch
so ohne Rast und Ruh es graut mir
vor diesem herben, bitleren kacheln!
Die Kaiserin sürchtet den Zod nicht.
Sie liebt das vom Crkan wild ausge
peitschte, empörte Meer. In ihren
WachstassetMantel gehüllt, das Haupt
mit den üppigen, schwarzen Flechten
von einem Schleier umwickelt, leuchten
den Auges den Kampf zwischen Woge
und Sturm betrachtend, so steht sie am
Vordersteven ihrer Reicht Greif" und
scheint sehnsüchtig den Augenblick zu tu
warten, da die 'Sturzsee die Kaiseryacht
in den Grund bohren möchte."
Wie seltsam!"sagte ich leise.
Tie Liebe znr Einsamkeit, die die
letzten Jahre die Kaiserin völlig be
herrschte, hauptsächlich aber jene von
Zeit zu Zeit wiederkehrenden Bei
zweislungsansalle über den Verlust des
heistgelibten Sohne?, das sind die
Ursachen' die die Monarchi aus die
steilen Wege über Presecco und aus den
zerllüsteteii Rapoleonsweg treiben."
Aber allein kann doch die Fürstin
solch' npassirbare Wege nicht betre
teil ?"
Das ist es ja eben! In einem sol
ehe unberechenbaren Augenblicke ruhen
vlöfilich die aroßen. sprechenden Angen
w H'iiiWin s ihrem ieweilia be
fohlenen Begleiter oder der Begleite
rin, als wolle sie uns bis auf den
Grund der Seele schauen ein Erblas-
ken, eine verleaene Miene der Aus-
druck von Furcht oder Muthlosigteit
und der kalte Befehl: Bleiben Sie
hier, bis ich zurückkomme", weist uner-
bittlich den vermeintlichen WcmliM von
der Seite der Fürstin, die keine Furcht
und keine Ermüdung zu kennen scheint.
Und ist anch Ihnen, Tante, dieser
Befehl schon geworden ?"
.)luck mir. mein Kind!"
Ära von F....Z lächelte weh-
müthig.
Ich habe gewiliermaVcn meine
Strafe die Kaiserin ist ohne mich
nach Lainz gereist."
Erstaunt blickte ich auf die leise be
benben Lippen meiner Verwandten,
von der man behauptete, daß sie das
Muster einer Hofdame sei.
Und darf ick es erfahren, warum
die Ungnade der Monarchin Sie trifft?"
ES ist nicht gerade Ungnade aber
eS schmerzt mich doch! Ich ich werde
alt, mein Kind; ich kann die Almen
und Bergkegel nicht mehr so fesch und
muthig ersteigen der Schwindel packt
mich hie und da; und auch meinen
Falben, mein Reitpferd zu zügeln,
wird mir manchmal nicht leicht. ,
ich weiß es, die Kaiserin hält viel auf
mich, und wenn Ihre Majestät zurück
kehren oder mich in ihre Nähe rufen,
wird ein reizendes Eadean mir das be
weisen." Ein Eharakter von ganz besonderer
Art", erwiderte ich.
Bon ganz besonderer Art: edel,
stolz, warmherzig, für alles Schöne
und Große schwärmend, und doch die
kleinen Schwächen der Menfchen be
lächelnd und verachtend."
..Sie haben mir im Borjahre von
Korfu einige Zeilen geschrieben, daß
die Kaiserin nach wenigen Wochen wie
der ihr Märchenschloß verlassen habe.
Ist Schloß Achilleion wirklich von so
eigenartiger Schönheit?"
' Es ist ein kleines Paradies. Auf
einsamer Bergeshöhe erhebt sich auf ge
wältigen Unterbauten das Schloß, das
dreistöckig und in den Felsen hineinge
hauen ist. Tie Front ist dem Meere
zugekehrt und macht einen interessanten
Eindruck: die Rückseite aber, d. h. der
oberste Stock, führt auf eine großartige
Gartenterrasfe hinaus.
Und welche Schönheiten, welch ideale
Kostbarkeiten birgt dies feeubaftc
Schloß! Torthin hat Elisabeth von.
Oesterreich alle Kunstwerke Griechen
land? zusammengetragen,
Tas Peiistul mit seinem Maseiigar
teu der Feenwal!) mit seinen eroti
schiii Bäumen, das Zelt des Aeolus.
der sterbende Achilles, die bangenden
Garten - es find Wirklichkeit gewordene
Traume.
Am Fuße des Berges xY.l sich unter
livenpflanzen das Tori Giistnri hin.
Tas Her; der Kaiserin hängt an diesem
Fleckchen Erde ich habe mit ihr alle
Winkel und Wege durchwandert und
erllettert. Zwischen duftenden Zbumian
und matlrosa Erilavu'chen haben wir,
aus einem Felsblock sitzend, uns an
frischer Ziegenmilch gelabt, und die
Bewohner von Gasturi vergötterten die
schöne Königin".
Und fand die Kaiserin auf Kors.l
mehr Ruhe und Erhvlung nach dem
fürchterlichen Schicksalsschlage, dein Tod
des Kronprinzen, als an anderen
Orten".
Urtheilen Si. selbst, mein Kind!
Es var nach Anbrach der Rächt, nach
einem Sonntage. Tie Bora hatte zwei
Tage und Rächte ihr Unwesen getrie
den; nun lagen die Eupresten- und
Mandelbanmwälder in lautloser Stille.
Tie Kaiserin, . welche ruhelos die
Raume durchwandert hatte, wünschte
noch einen Spaziergang zu mache.
Wir waren ein tttchiig Stück gewan
dert. da schlug leises Klagen und
Schluchzen an unser Ohr.
Tie Fürstin blieb stehen und horchte;
ein einzelner Windstoß jagte Blätter
vor uns her. Aus einem Baumstümpfe
aber faß ein junges Weib, das Haupt
in das Schleiertuch gehüllt, und weinte
herzbrechend.
Was meinst Tu und warum
sitzest Tu hier in der Rächt so allein"
fragte die Kaiserin.
Tas junge Weib aber schrie auf und
raufte sich das Haar in wildem
Schmerze.
Laß mich laß mich! Sie haben
mir ihn genommen haben ihn hin
ausgetragen und eingescharrt mei
nen Gatten, meinen Temeter uud
sagen, nun sei ich eine Wittwe und
könne wieder freien "
Wohl versuchte die Kaiserin, ivelche
die Landessprache geläufig sprach, die
Jammernde zu trösten; sie aber rief
unwillig:
Was weißt Tu von meinen Schmer
zen? Geh ich kenne Tich nickt! Tas
Herz brennt mir in der Brust, und
meine Thräne versengen mir die
Augen!"
Ta faßte die Fürstin das Weib bei
der Hand und führte es dreißig Schritte
weiter, wo mitten im Eypressenhain ein
Marmor sich erhebt.
Ties hohe Monnment endet in eine
abgebrochene Säule. Auf dem gewal
tigen Ouaderblock, der die Säule trägt,
fitzt ein Genius mit umgedrehter Fackel.
Unter dieser Figur trägt der Stein ein
Medaillondild mit den Zügen eines
noch jungen Mannes am Fuße
des Marmors aber steht in goldenen
Lettern:
Emlolphns.
Corouae prinoeps
Archidux Austritte - Hunprariap.
Natus die 21, Augusti 1858.
Obiit 30. Jamiarii 1889.
Tas Mondlicht brach sich durch den
mit Wolken bedeckten Himmel Bahn.
Niemals vergesse ich diesen denkwürdi
gen Augenblick.
Tie hohe, mädchenhaft schöne, schlanke
Gestalt hob sich silhonettenhaft vorn
Nachthiininel ad; der schwarze, lange
Schleier flatterte im S üdosi.
Sieh hin dieser kalte Stein ist
alles, was mir vom einzigen, heißgc
liebten Sohne übrig blieb! Berstehe ich
nun Deinen Schmerz?"
Hestig arbeitete die Brust der Kai
serin kein Laut, kein Schmerzens
schrei drang daraus hervor, Tie junge
Wittwe aber sank schluchzend vor dem'
Marmor nieder.
Tu bist'S Tu Königin aus
Gasturi ach, vergieb!"
In dieser Nacht habe wir Beide kein
Auge geschlossen. Gleich nach der Rück
kehr in s schloß warf sich die Kaisenn
vor einein Tivan zur Erde uud wühlte
sich in die Kissen, während Schrei
krämpfe ihre Körper erbeben machten.
Tie Kaiserin von Oesterreich" war
in diesem Augenblicke für mich ver
schwunden ich sah nur das schmerz
gequälte Weib, die ewig trauernde
Mutter.
Mit Tagesanbruch verließen wir
Korfn ganz plötzlich und ich weiß es
nicht, ob und wann wir zu dem Mar
chcuschlofse zurückkehren werden."
Run ist sie todt und heimgegangen,
die edle, menschlich leidende und füh
leude Frau. Tie Rosenlanbcn von
Gödöllö haben auch diesen Sommer so
herrlich geblüht, aber die Kaiserin hat
sich an ihrem Flor nicht erfreut. Tie
Rosen haben sich in Immortellen ge-wandelt.
vatorstolz.
Ihst Neu ?)ork Boro. Eiptember de
letzte, Vormittags halb Zwöl AeEm.
Extrr Speschel Liwwenbnef.
Jvnings-Staats-Nuhspäpcr.
akroß die Britsch.
Mister Editer!
Schtappe Sie die Preß ! Des Eltern
muß noch enei in die erste Edischcn. Es
is de wichtigste Eitcm seit der Erplo
sehen vun der Maine". (Rimeinbern
cie noch?)
Nämlich mei Jreddy iS zerück aus',
War.
Ich schick Ibue niorge sei PikZscher in
unisorm.
Äitter Edller. in dem Bub Neck:
was. Der brinal's emrl zu was Großes
i in Bailidir. Der werd noch emv! Pre
jsidcni rat de Inneited sw.lee. (Er
is hier geborn, ! Is es uet e grrnar
liger Trick vun dein Bub, daß er et
Lukeueni oder Kopien oder Lutencnt
Körncl geivorn, sonnern Preiwal ge
bliewe is? Wann Einer in der Arm
war u n is Preiwät gebliwwe. des gebt
ein in Bailidir en bessere Li't. als
wann er Kernel oder Mädscher-T scheue
rell geivorn ivar. Preiival Fred" als
än'd'.dal 'or President des is schun
so gut ivie gewönne.
Un üwwerhaupt, was der Bub for e
Talent Hot sor Balledir! Fm Instenz
er is de ganze War dorch (des is awwer
liniier uns gesagt in ergend eine Kamp
dann South geivese. Ietz sollte Sie
awwer eniol den Bub erzähle hörn vun
die Bäktels vun Sankt Tschägo un vun
Manzenilla un Mantamazzes.vun Ma
nila un vun Porterieo. Sie thäte
schwör druff, er wär dabei geweie. so
nätscherell kann er des verzähle.
Er Hot aach in sei Iuniform mit erer
Sigar e Loch enei gebrennt, wo er zeigt
un verzählt, es wär vun eine spänische
rauchlose Mauser-Bullet. Trs Loch i
der Iuniform is grad über'm Herze.
Mister Editer. wie der Fredd des
erzählt Hot beim TschaUi. wo ich en
of Course glei hingenoinme he, da hätte
Sie eniol sehe solle, ivie die stärkste
Männer geflennt Heu wie die alte Wei
der oder die kleine Kinner.
Un vun die Entbehrunge un Slra
paze im Känip follte Sie en erscht hörn.
Was ein derbei e Bißle e Trawbäck is.
des is, daß er gehörig eransgeinaft is.
Ich hen ein of Course immer pleuti
Geld geschickt un die Alti Hot aach pleuti
ze esse geschickt un us die Weis Hot er sich
ganz gut erausgefresie un des wisse Sir
ja. Mister Editer, daß der Mensch,
wann er pleuti un gut ze Esse un ze
Trinke Hot, alle Strapake entbehren
kann.
E Aug ior Büsueß Hot der Bub
aach. Er Hot im Känip so en tleene
Bootlcg - Whiskey - Schapp nsgcmacht,
wo er c ganz schönes Schnittchc derbei
gemacht Hot.
Un an Alles denkt der Bub! Teule
Sie uor, Mister Editer, sogar sei Ap
plikäscheu for e Penscheu Hot er schun
gemacht.
Mister Editer, die Kinner mache Eim
ja manchmal viel Trowwel un 'auiae,
awwer wann se dann so anstörne wie
jetzt mei Fredd, da Hot mcr doch aach
sei ,vreud an ene un Hot Riesen, stolz ze
sein als Vadder un uf die Edfchvkäfchen,
wo mer ene gegewe Hot.
Ich Heu jetzt net Zeit, mehr ze
fchreiwwe, denn ich muß jetzt mit meim
Fredd an alle Pläp geh, wo ich be-
kannt lein.
Mit Rigards und großem Stolz
ours häpp
John Ritsch Eg.
Wie man einen Vokomotivfükrer
anf sie Probe stellt.
Eine südamcrikanischc Zeitschrift er
zählt ein nettes Geschichtchen, wie einst
Tom Pedro von Brasilien einen jun
gen Ingenieur oder vielmehr dessen
nenerfnndenc Vorrichtung, mittelst der
er eine in schnellster Fahrt befindliche
Lokomotive sofort anhalten zu können
vorgab, die Feuerprobe bestehen ließ.
Dem Kaiser gefiel die Erfindung ganz
außerordentlich. Halten Sie über
morgen Ihre Maschine bereit," sagte
er, wir wollen sie mit meinem Salon
wagen zufamincnkoppcln und eine
Probefahrt unternehmen. Wenn wir
uns in schnellster Bewegung befinden,
werde ich Ihnen das Zeichen zum Au
halten geben : dann wird es sich ja zci
wen, ivie sich Ihre Erfindung be
währt." Zur festgesetzten Stunde be
stieg Tom Pedro den bereitstellenden
Salonwagen, der Ingenieur nahm sei
en Posten ans der Maschine ein, und
fort ging es in einem mit jeder Mi
nute an Schnelligkeit zunehmenden
Tempo. Nachdem man bereits eine
große Strecke Weges zurückgelegt hatte,
das Zeichen aber noch immer nicht ge
geben wurde, fühlte sich der Lenker der
Lokomotive durch den Gedanken denn
ruhigt, daß sein hoher Passagier eilige
schlafen sein könne. Tie dahinbra
sende Maschine hatte eben eine scharfe
Eurve. die um eine Bergwand bog,
passirt, als der Ingenieur plötzlich un
mittelbar vor sich auf den Schienen
einen riesigen Felsblock liegen sah. Ter
junge Mann, obwohl zu Tode er
schrocken, besaß gerade noch genügend
Geistesgegenwart, nm den Bremshebel
mit einem energischen Ruck herumzu
werfen und dadurch das keuchende
Tampfroß kaum einen Meter vor dem
gefahrdrohenden Felsen zum Stehen zu
bringen. In diesem Augenblicke steckte
Tom Pedro seinen Kopf aus dem Fen
ster und erkundigte sich nach der Ur
fache des plötzlichen Haltens. Ter In
genicur deutete stumm auf das unhcini
iiche dräuende Hinderniß auf dem Ge
leise; Tom Pedro aber begann zu
lachen. Stoßen Sie das doch bei
Seite und fahren Sie weiter," sagte er
mit verdächtigem Augenzwinkern. ' Ter
Ingenieur gehorchte und ließ die Ma
schine vorfahren, als zu feiner großen
Ucbcrraschung der gigantische Block vor
seinen Augen in Staub zerbröckelte.
Ter Herrscher hatte nämlich den tau
schcnd nachgeahmten Block aus gewöhn
lichcr Stärke herstellen nd die Nacht
zuvor aus diesen am besten für eine
derartige Ueberraschung geeigneten
Punkt der Bahnstrecke schaffen lasten.
Tas Icutsckic Koch!
ff.n ifuin4.;!. mi .n alte Z!ittki!ade
i'.c i;!rhl:!)ii! bi'iiiulifn lliufniii qencitfu
V.ni dann uachkcü! ti Situuf nch fitllcfn,
"!randr:: fontmi ui ticmi cikn itisliitt.
$tx ab itinen cixu1 vkrqub: im Zande,
l'iit iZuvni mit un sicicn Hmuvd Oon
Und gaii! vki"kl wo r f.un nt!ptciim,
,'au'l an den tiinuiieii '.Kamen Zchnmch
und ü;n5c.
Z?as ioll de: citf 'Jlnnfft van ihm !!, n,
i'Jeiin ki ilm o 'ich leider Nein entclirt-n
IKu? ikiiie .'Ich!!, ii g nicht vsi ihm tifa'.ltn ',
ilufi n ihn nicht für einen txopi klaren,
.'i'icbi mit dem lUVfler iciufä 3rotteo spaiien
Und dann vcrachilick !in bcn :fü.fe:i fobren '
Und doch wie eitle ?eulschc flutt cs etfii
diesem undkriande ebne Gleichen.
Tie jenes Zcndild. Sufl erreichen,
Tie nichts um ihre .'iautens tftjte izeben.
Tie allem cutichihnin itraifS enniffjeiislre
den,
Und vor den ichltmmftcn Mitteln nicht er.
bleichen.
Um jcdcs kleinkik deutiche Vebfii 5;ei4en
iief mit der ii;ur-,c! ans dem ("rund ;u
beben.
C, wenn doch der, in beiseit Herz und Adern
Nur noch ei !ropi,n rollt vom deinichen
ifliite
febenfen ivollle, toieniit solchem Hadern
ffr nur tief) selber bindet eine Rnilie,
Er wurde sicher an deS ?eu!jchlIiiinS üim
dem
Nicht rütteln helfen mit verwegenem Mnihe,
!!.
Vedt s eine Sprache aus dem lrdenkreiie
Wo reich an Maiinigialtigkeit und iütk.
So lies ui Herzen gehend und (emitihe,
Zt mächtig klingend und lo tis! und leise,
Wie jene, der wir danken deutsche Weise,
Wie unsere Lpiache, diese Zi.underbliilhe
Tn alten Heimath, die uns lott deliliie,
Zo lang bic Sterne ziehn in ihrem (leise?
O. barmn, ?e!sche, hier im iernen Westen
.b drüben, ob in die ein 'and geboren
Reicht euch die Hände unserm -Teutsch zum
eilen :
C, geh es nimmer unter uns verloren!
Hoch klinge es in Hütten und Palästen!
i' schall' es fort und fort in Herz und
Vliren !
(H. Ruhland in T. am. Feldblumen.")
tit Blutigen Inseln".
'in interessantes' geographisches
Problem ist neulich in der Akademie
des eeieiieeö" in Paris gelöst worden.
Bekanntlich liegen am nordwestlichen
Eingänge zum !ols von Ajaecio bei
orsiea einige Üppige Inseln, welche
den unheimlichen Namen Blutige n
sein" (xf nie Sauguinarie) im Atla
tragen. Man hat bis jel.it angenoni
inen, diese Benennung rühre von den
blutigen dampfen her, welche der liraf
Bvuifaeius von Zostana hier in grauer
Borzeit gegen die räuberischen Saraze
neu bestanden hat. Andere dagegen
vermeinten, der Name täme von der
vlutrothen Färbung her, welche die sei
sigen Inseln beim Sonnenuntergange
gewöhnlich annehmen. Noch Andere
leiteten sie von einer röihlich schillern
den Zangpflanze ab. welche an ihre
Ufern wuchert. Iel)t aber ist nun er
miltelt. daß das Alles nicht zutrifft,
und daß diese Inseln vielmehr im
Jahrhundert in dem alten Atlas von
Mereator unter dein Namen Sagonare
Inseln verzeichnet wurden, nach der
Bucht von Sagona, die nicht weit da
von liegt. Später, als die Franzosen
dann ihre Hand erobernd auf Korsika
legten, wurde der ursprüngliche Name
in Jfole Sauguinarie (,Blutige Inselnj
verstümmelt und unter Ludwig XV.
endlich zur offiziellen Bezeichnung erho
ben. So lange die OJcnncfeii Torsten
beherrschten, galt noch der ursprüngliche
Name. Tie lieblichen Inseln bieten
mit ihrem üppigen Ban,- und Pflan
zeniviichse überhaupt nichts, was irgend
wie an blutige Legenden erinnern
könnte. Wegen ihrer malerischen Lage
sind sie das Ziel vieler Landschafts
inaler, die dort treffliche Motive finden.
tine Handschuh-Tragödie.
(Sine hübsche Episode aus dem dies
jährigen Aufenthalte der Königin
Margherita von Italien in st!ressonay
wird aus Turin mitgetheilt. Tie
Königin beauftragte eines Zages ein
kleines Bauernmädchen, ihr zum Oje
burtstagc ein paar seidene Hnlbhand
schuhe zu häkeln. Am bestimmten
Tage empfing die Königin auch die
sorgfältig angefertigten Handschuhe,
und das kleine Mädchen erhielt dafür
ei anderes Paar, von dem der eine
mit 0ield. der andere mit Bonbons an
gefüllt war. in Begleitung eines eigen
händigen Schreibens der hohen Iran,
worin die Kleine aufgefordert wurde,
ihr mitzutheilen, welcher Handschuh ihr
die meiste Freude gemacht habe. Tie
Antwort lautete : Liebe Königin !
Teine Gescheute haben mich viele Thrä
neu getostet. Bater nahm mir den
Handschuh mit h!cld, die Bonbons
mein Bruder."
Aoiivcnienz,
Ter Hntfabritant Mayer macht mit
seinem Schwager Müller einen Spa
ziergang und kommt unter anderem
auf den Privatier Hnber zu sprechen.
Ein recht netter Herr," meinte Mauer,
und in demselben Moment biegt ein
altes Sprichwort bekräftigend der
rundliche Rentier um die (icke. Tiefer
grüßte höflich und dabei zeigte es sich,
daß er einen neuen Hut anderer Firma
trägt, was dein Jachmann Mayer na
türlich nicht entgeht, weshalb dieser sei
nein vorigen Urtheil über Hubcr sofort
hinzuseßtc : aber in letzter
Zeit hat sich der .Kerl zu seinem Nach
theil verändert."
Ttr Jei;ts Lieutenant.
Maui, gk,!rn Ms A'ill'l ,d
B'as walzen sich die chaaren
In dunklem Zra:ier!!eid f.
Tas itriifccnonwn des t?zaren,
tt ward zur B.'-iiÜi.tieit !
pilgern deuii.be Tranen
Bon jeder An und laud
'!nni önigsrlap -- zu ichaue
Tcn 1 1 j! l c n Lieutenant!
Wie schon war's, als die Menge
Bor n, Regiment inaschirl.
Und der Zroinpe'.en Klänge
?ie Madchen alarmirl.
(s glänzt der Helm nichl minder
Wie Sonnenlicht im Land
Toch je;,t greift zum .-Zylinder
Ter I e $ t c Lieutenant!
Tas ist, wie ich ln:ch melde.
Tes Friedenswelkes Ziel:
Im Zempelhofer Felde
Ta radeli das Zivil.
Nicht mehr im bunten Rocke.
Im Frack als Prunkgewand
So rasselt mit dem Stocke
Ter I e l) t e L i c u t c n a n t !
's geht alles in die Brüche,
Tie Köchin jammert auch.
ES wird in jeder Küche
Berfchwinden der biebrauch.
Ter Wehrstaud stand vom Sockel
Uud zornig, wuthenibrannt
Läßt fallen fein Monoele
Ter l e p t t Lieutenant!
Tes schönsten Mädchens Zhräne
Im schönste Auge quillt
Sie knirscht die weißen Zähne,
Tann ruft sie endlich wild:
Tas dank' ich Tir, Tu Russe,
Ter Liebe nie gekannt
Iel.it anf zum letzten Kusse
B o in letzten L i e u t e n ant!
?ie eiratlilustige Rechenkunst
lerin.
Bater: ..Nun höre einmal, Kind,
wenn T den jungen Habenichts mit
aller Gewalt heiralhen willst, wie um
Alles in der Welt wollt Ihr denn
durchkommend"
Tochter: Ach, Baterchen. das haben
wir schon Alles ausgerechnet. Tu erin
nerst Tich doch der alten Henne, die
mir Tante geschenkt lnii?" Ja."
Ta habe ich neulich in einer biefliigel
zeituug gelesen, daß eine gute Brüt
benne im Jahre 20 Küken groß zieht.
Taö macht im nächsten Jahr also 21
Hühner, und da jedes davon auch wie
der 20 Junge haben wird, so sind das
schon -120 Hühner; im Jahre darauf
wird die Zahl 1oO, das nächste Jahr
108,000 nd im folgenden Jahr
:',!0.000 sein. Ist das nicht herrlich!
Kriegen wir für jedes Huhn nur .',
Ecuts, so werden wir $1, (",80,000
haben. Tarnt, lieber guter Papa,
können wir Tir Weid genug borgen,
um die Hypothek ans unser HanS abzn-
tragen.
Tein Papa wurde hierbei so schwill
delig zu Muth, daß er zu weiteren Be
inerkuugeu unfähig war.
aiserlicher Bandalismus.
Eine oberitalienische Revue bringt
eine genaue Schilderung von dem kost
baren Krystallbnsfet". das die Stadt
Beliebig im Jahre 14Ö2 dem durchrei
senden Kaiser Friedrich III. als Anden
ten schenkte. Aber der der Knust wenig
geneigte Monarch zertrümmerte durch
einen Fußtritt das seltene Geschenk mit
den Worten: Wäre es wenigstens von
Kold oder Silber." Tann ließ er die
Scherben hohnlachend aus den Fenstern
auf die Piazza San Marco iverfen.
Mit dem Kaiser hatte sich der kaiserliche
Hosnarr an dem wüsten Zcrstörnngs
wert bctheiligt, so daß zulekt von dem
erhabenen Kunstwerk, woran Bcncdig's
berühmteste, zeitaenönische Eilastuiistler
fast einen Monat gearbeitet Hatten, 'nur
och cm Haute von Scherben übrig
blieb. Natürlich erregte dieser Banda-
lismnS in der alten Togcnstadt das
peinlichste Aufsehen, und es fehlte we
nig, daß das empörte Volk deswegen
zu lärmenden Temonstrationcii geschrit
ten wäre. Tie interessante Schilderung
giebt von dem Kaiserbuftet" die Zeich
nnng wieder, welche ein wahres Meister
stück edelsten Stil darstellt. Tiefclbc
befindet sich im Original in der Biblio
thc von Tan Mareo.
Tet darfst Tu !"
Ter Bürgermeister einer größeren
deutschen Stadt, ein sehr aufgeblasener
Herr, hat einige Stationen von seiner
Metropole entfernt eine Keincindcjagd
gepachtet. Eines Abends kommt er
vom Anstande und ist im Zweifel, ob
er einen Fußpfad, der durch ein Ge
treidefeld führt uud den Weg zum
Bahnhof abkürzt, einschlagen soll. Zu
fällig ist ein biederer Landmanii in der
Nähe, nd es entspinnt sich folgendes
kurze Gespräch: Tu, sag' mir doch,
darf ich diesen Weg benutzen?"
Jan, dct därfst Tu!"
Weißt Tu denn nickst, wer ich bin?
ich bin der Bürgermeister aus B., der
Eure Jagd gepachtet hat !"
Un wenn Tu ooch der Burgemeestcr
bist, den Weg därsst Tu doch' gehen."
lliigen'öbnlich.
Erster Schauspieler: Im letzten
Winter war ich bei der ungewöhnlich
sten Tircttion cngagirl. die mir je vor
gekommen ist."
Zweiter Schauspieler: Wieso war
sie denn so uugcwöhulich?"
Erster Schauspieler: Wir kriegten
stets am Gagetage unser Geld!"
schmerzlich,
Ta möcht' man doch g!eich ai:s der
Haut fahren, iaüt meiner (Gnädigen,
die tonst ganiiii'ts txrjlebt. gestern auf
einmal ein. mein Kack endlich mit dein
von der irüderen Köchin zu veralei
chen !"
Hab, h.i da ist wohl Tein Be
schummeln aufgekommen ! !"
C nein, da hat sich herausgestellt,
daß meine Borgängerin noch viel mehr
drauf geschlagen hat wie ich."
Ein N'itz für die Schweizer
Hamburger (beim Zurnseslj: Wnn
der Sie sich nicht, daß so wenig Zur
ner aus der Schweiz hier find? Tie
könnten doch weit zahlreicher vertreten;
sein."
Turner: Wieso?"
Hamburger: Nun. die hat doch
allein über ::u,oun Sololhuriier !"
TViljitrtc EniifiuM'd'feit.
Bcrtlicidiger : Ter Angeklagte
ist aber nach seiner geistigen Eutiviek"
lung eines so fein durchdachten, rassi-
nirten Mordes gar nicht fähig Er
hat eine mangelhafte Schule genossen,
er ist ein ungebildeter, beschränkter
Mcnsch . . . . "
Raubmörder (drohend) : Bitte,
Herr Rechtsanivalt, keine Belcidi"
gung
1 1"
vergleichende i'emcrftiinj.
Manu (bei Zische zu feiner Frau):
Weißt T denn schon daS Neueste !
Karl wird schon wieder von hier der
setzt. Er ist jedenfalls feinem hiesigen
Posten nicht gewachsen."
Fritz (der aufmerksam zugehört hat):
Nein, wie merkwürdig, Papa ; in der
Schule bleiben wir gerade sitzet wenn
wir nichts taugen."
?chla,
Kennen Sie Schiller's Hand
schuh?" Nee welche Nummer hat der ge-habt?"
Gemüthlich.
Berbrcchcr (zum Bcrthcidigcr) : So,
Herr Toktor, ich habe Ihnen nun
alles gesagt, jetzt können Sie Ihre
Rede formulircn."
servil.
Hofmeister : Was können mir
Hoheit über das Gold sagen?"
Prinz schweigt.
Hofmeister: Sehr richtig, Hoheit,
Schweigen ist liold."
5wßseufzer,
Nichts ist schlechter zu ertragen, als
eine Reihe von guten Zagen !" sagte ein
Negenschirmsiibrikant.
(ßeflofft.
Gast : Ist das Beefsteak hübsch
weich?"
Wirth. Tafür garantire ich, denn
mein Koch hat'S dem Küchenjungen die
fen Morgen eine halbe Stunde lang
um die Chrcit gehauen !"
Auch ein Erfinder.
Frau A. : Ihr Manu ist ja wohl
ein Erfilider?"
Frau B. : Ja, einige von den Ent-
schuldigungen, die er vorbringt, wenn
er Nachts um 1 Uhr nach Hanfe kommt,
sind in ganz Teutschlaud verbreitet."
grillt :
dasselbe ;
schehen.
Stoffwechs
Mann :
schweife,
heißt auf
wieder ein
Sein Standpunkt.
Und jeder Toktor sagt mir
nämlich es iniiffc etwas ge-
Bor Allem sei ein regerer
el bei mir nöthig."
Mach nicht so viel Um
Regerer' Stoffwechsel! Tas
Teutsch: Tu brauchst halt
paar nene Kleider !"
Erkannt.
Heruntergekommener Lebemann (m
einem mehrfachen Millionär) : Ich
vitlc um die Hand IhrerZochter, Herr
onimerzienrati). '
Millionär : Große Ehre, Herr Ba
ron, aber verzeihen Sie die Frage :
warum fiel Ihre Wahl gerade auf
mich?"
haft.
Köchin : Mein Bräutigam hat das
Herz auf den richtigen Fleck !"
Madame : Ja ; aber auch den
. . , . Magen !"
Einfaches Mittel.
Ich kann mich anstrengen, wie ich
will, wein Unteroffizier erklart mich
immer für'n schlappen Kerl."
Bring ihm mir mal von zu .siaus
'ne tüchtige Speckseite mit und Tu wirst
sehe, daß alles wie geschmiert im
Tienste geht !"
A.
?rnm auch.
as ist ja ein furchtbar grober
Mensch, der Lehmann.NWas ist der
etgeuitia):
B. : i-chiveinemetzger ist er." ' i
A. : Schweinemekaer? vs,e,,k
ist er auch so saugrob."
yn Zeitalter des z?ie'eles.
A.: Ich möchte nur wissen, warum
unser Freund S trainvelmeier irht imm
so ein griesgrämiges Gesicht macht."
B.: Ja. wissen Sie, der hat sich
kürzlich eine neue Fahrmaschine gekauft;
die lauft seit einigen Tagen nieht mehr
10 gut wie früher und er weiß nicht
warum. Ta geht ihm halt jetzt sein
Zweirad wie ein Mülilrad in, tt,inf.
herum."
,w
w