Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, June 09, 1898, Image 4

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jdfnü-ii (Icnnfriiflflj und for.rtfJ.CO (ur
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(I tiett t).00 und ttivö tojiii xonosrei
Vchentt-ch eypef-irt.
To bonntmmt muß tra Sctaueb(jar,U
rden
kalnotlik 10 Ifffll lrlt
Donnerstag, den 9. Juni 189.
ffT I .NedraSka Staat . Anzei.
(c( ist die größte deutscht Zeitung in
Staate und liefert jede Woche
nr 12 2iten j&
-zediegenk kesksicff. Uni Sonntag
gift darf den besten dentlchen sonntags
HaMrrn deS Lande ebenbürtig an die
Seite gestellt werken.
Okkgo hat dri der am u. Juni ob
ychalieneniLahl eine grobenxudlikanlsche
Ma0k,tät abgegeben.
Wett. L. 33. Eolby. v Bealrice.
wurde von Pläsident MtRitiUi) zum
Brigade-General ernannt.
!ct Weizen in Oklahoma ist im Nei
sen begriffen und wird die tarnte auf
30,00o,()(jC Vushrlz geschätzt.
Vapt. Äribltt). der Fommandeur
des .Olympia." Flaggensch,,'i des Ad
mirals Tcwey, ist in Hang onq gestor
den.
Wo ist denn eigentlich die spanische
TorpedogloiiUe, von welcher zu Anfang
des rieges so viel Wesens" gemacht
wurdet
Nkbraöka's dritte Regiment vn,
tet Cot. W. I. Liyan. wird jehr wahr
scheinlich nach den Philippinen gesandt
werden.
Nnscre Soldaten, die in Euba ein-
sollen (ollen, werden ans braunem Ce-
V oeltuch versenigie Kniehosen und arna-
schen tragen.
-te zweite ssipcdition unserer Sol
dattn'iXom Tienstag nach Manila ob
gegangen, un mar das ei sie Colorado
und zehnte Pens?o,?,.a,Fr,willigen.
Regiment.
Auf den, sruchlbarcn BodenZebrcS
ka standen roch nie die Saaten wie diese
Jahr. Wenn Stürme, Hagel und heiße
Winde uns diesen gcmrncr verschonen,
wird unsere Ernte eil reines Weltwun
dir werden.
?s Neueste ciuk dem Gebiete moder--nistrtcr
kirchlicher Einrichturg leistet cie
genmärtig ein Reverend Namens Board,
man in Webster Eily, Ind., indem er
bekannt gegeben hat, daß er während des
Gottesdienstes Nricgsbulletins verlesen
wird; an Nachahmern wird eä ihm nicht
fehlen. Es ist leicht möglich, daß man'
noch erlebt, daß zwischen den verschiede
neu Abschnitten einer Predigt Vase Ball
Scores, veilesen werden.
Pack schlagt sich. Pack verträgt sich.
Der Zackertrust und dic Kaffee, Firma
Arbuckle & Co. wollen Frieden schließen.
Sie haben sich lang genug zu ihrem ei
genen Schaden und dem Vortheil der
Zwischenhändler das Publikum hat
wenig oder gar keinen Nutzen davon ge
habt bekriegt und halten den gegenwär
tigen Zeitpunkt für günstig, das Perlore
ne aus den Consumenten wieder heraus
zuschulden. In den Armen liegen sich
Beid und weinen vor Schmerz und ver
Freude."
Die 13,000 Meilen lange Fahit des
Oregon", die am Ls. März mit der
Abreise von sau Francisco begann und
die einer -Reise um die Hälfte der Erd
lugel gleich kommt, ist in vielen Hinsich
ten eiiie der mcr'würdigsten Reisen, die
jemals von einem Kriegsschiffe gemacht
wurden. Noch niemals zuvor hat ein
auch nur annähernd fo schweres Tchiff in
gleicher Zeit eine fo große Entfernung zu
vückgclegt. So viel man weiß, ist roät
rend der ganzen Fahrt auch nicht das Ge
ringfte an der Maschinerie des Schisses
ußer Ordnung qcrachen. Diese Fahrt
dcö Oregon" ist ein schöner Beweis de
j'nstungsj'ahick.'it und der allgemeinen.
S,elüchli?5eit ainelicaiiischcrKriegöschifse
Nnscre Regierung handelt in diesem
Krieg klug und human und behandelt
die Soldaten nicht wie Spanien die
Seiiiigi! behandelt. Die spanischen
Soldaten sind nur Werkeiige und wer
den von dem Lqnde, welches dieselben re
xräsentircn, auch so b-chand.lt, indem
man sich um ihre Wohlfahrt keinen Deut
kümmert. Die Ber. Staaten sind davon
überzeugt, daß ihre Soldaten, welche sich
freiwillig meldeten, nur aus Liebe zum
Baterlande in den Krieg ziehen und de
handelt dieselben auch als Vaterlands
treue Diener. Wenn unsere Soldat?
nach Euba oder den Philippinen abfc-
gcln, können neg deren Angeyonge darü
ber beruhigen, daß Alles seilen der Re
gierung gethan worden ist und wird, um
dieselben gesund zu erhallen. Dieselben
sind gut gekleidet, gut mit Lebensmilteln
versehen und die Militärärzie sind mit
Medikamenten, welche eine Campagne in
tropischen Ländern erfordern, reichlich
versorgt. Dennoch giebt es Leute in a!
len Theilen dieses Landes, welche sich
über das langsame Vorwärtsschreiten
unserer Regierung aufhalten 'und gerne
vnsere Soldaten, welche soweit die Frei
willigen in Betracht kommen, aus der
Blume unserer Jugend bestehen, unvor
bereitet um die halbe Welt schicken, oder
nach der vom gelben Fieber behafteten
Insel Cuba traisporlirt sehen möchten.
Wir sollten denkbar sein, daß unsere Re
gierung sich der Soldaten so angelegent
lichst annimmt und für dem, Gesundheit
nach Kiäflen Sorge trägt, anstatt diesel
hm unnnibereiiet nur Sedlacbtbank oder
in s Pesthous zu senden. Langsam ober ,
sicher geht unsere Regierung dem Ziele ,'
entgegen.
Wulf brüte '.InssiHtktt.
,',n m e:. c tai'.ta tr.a
(4.i'.m ;in NittklsHied P!
tir.t) 'l ies i'oirt, l
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teullsch gts'-lien.
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P: ten üicU'
die Eir.'.e gul
fchl'cht ajiiaj!.
in den UV tu a!,:,!.
K4 schadete tir v.u
terliende !rocke,i',k in der Baum
weile . Region, ii? bcaj.!e fit der
l'catä. Region noch ärgeren Schaden,
der im ganzen Lande empfunden wurde.
1'j7 n:i seiner reichen Ernte glich eiien
guten Tkeil der Übeln Folgen au, wel
che die Noihsiandsjahr ltM bis lb'.'ü
über aus q.bracht hallen.
Die entscheidenden Ernie - Monate
sind zwar erst Juni, Juli, August und
September; ober bi letzt lio bis
,um Begiun dr Ernte Perillde sind
Aussichten für elne gute Ernte voihan
den. Die Farmer der Per. Staaten
haben mehr Land 2-.it Weizen bestellt,
wie vorigen Jahre. In Kansa um U
Prozent, in Nebraska um 32. in IciaS
Lnd Oregon um 'si. Der Stand des
Weilen nid in Kansas. das letz'eS
Jahr eine so hohe Ziffer im wirklichen
Er rage erzielie, mit IvS, also sehr gi'n
stig, bezeichnet. Ebenso hoch ist der
Stand in Oregen und Washington. In
Missouri, JlliiioiZ und Ohio ist ziemlich
dasselbe Areal wi: voriges Jahr unter
Weiz'n. Aber derStand wird mit 88.8.
87 gegen bi, 37, 01 im Porjahre ange
sehen. Das sind höchst günstige usflch
ten. Svöchten sie sich verwirklichen.
Die Eisenbahnen treffe bereits Vor
kehrungen, den erhofften Ernteseqe
prompt auf die Märkte des Inlandes
nd Auslande zu befördern. Das
bebt d?n Umsatz der Eisen, und Stahl.
Werke und der Maschinen Anstalten.
Die Grolsisten machen sich Hoffnung aus
große Orders ihrer Kunden, dr Tetail
Eechafte, im Herbste, denn wenn der
Farmer eine guIeErnlegehabt hat, steigen
deren Umsätze fast immer. Ausnahmen
von dieser Regel verursachten bisher fast
ur niedrige Preike sür die Produkte der
Landwirthjchajt auf dem Weltmärkte.
Und die sind nickt zu erwarten. Die
meisten europäischen Länder fabriziren
immer mehr, bauen immer weniger Ge
treibe und Provisionen. Da ist den Ver.
Staaten vorläufig noch genügender Ab
satz sicher für diese Artikel und. falls
Rußland oder Argentinien nicht gewalti
ge Ernten haben, auch ein prosttabler
Durchschnittspreis.
Die guten Ernten u Ende der siebzi
ger und Ansang der achtziger Jahre wa
ren der erste und mächtigste Anstoß zum
Aufschwung der Per. Staaten, der bis
'!2 dauerte. Hoffentlich wiederholt sich
diese Eonjunktur am Ende dieses und l.m
Ansänge des nächsten Jahrhunderis.
ine Campagne der Erzieh
ung".
Für Europa wird sich der Krieg, den
Amerika jetzt mit Spanien führt, za einer
Campagne der Erziehung gestalten. Bis
her hat man drüben über Alles, was
Nordamerika betraf, vornehm die Nase
gerümpft. UeberAmerika dnrfie man sich,
ohne an seiner Bildung Schaden zu lei
den, der haarst, äubendsten Unwissenheit
erfreuen. Nicht nur im Polke, 'sondern
auch in Regierungskrisen galt .Amerika,
speziell die nordamerikanische Union, siir
ein Land, das nur als Absatzgebiet in
Betracht kam, so etwa wie die Insulaner
der Ends,e, nur daß man, stall Glas
perlen und sonstigen billigen Zierralh,
mit dem man einen Tauschhandel betrieb,
die besten Erzeugnisse seiner Jüdustlie
dahin zu verhandeln suchte. Auch zum
Abgrajen für Künstler mit leeren Geld
beuteln eignete sia, das Land jenseits des
großen Wassers, aber eine politische Be
deutung gqtano man ihm nicht zu und
in den europäischen Kabinetten wie in den
europäischen Zeitungen wetteiferte man
in der Unwissenheit über amerikanische
Verhältnisse und rechnete sich dieselbe
nicht zur Sünde an.
In England sogar hat man sich nie
grof,eMühe gegeben, sich nitt den hiesigen
politischen Verhältnissen genau vertraut
zu machen, wiewohl der engere Verkehr
uüd die Stamm- und Sprachgemeinschaft
ein besseres Verständniß sür dieselben mit
sich brachten. Dort wie auf dem Fest
lande wird der jetzige Krieg als Cam
pagne der Erziehung diene, der Auf
klärung über die Bedeutung der Vereinig
ten Staaten in politischer Beziehung, wie
man seine lvirthschzftlich: nolhgedrungen
schon längst kannte. Der Krieg wild
den Leuten drüben den Staar stechen, ja,
er hat ihn ihnen schon gerochen, denn
entsetzt sucht man A rschluß unter einan
der, um sich gegeü die neue Gefahr, die
der allen Welt von dem jungen Rieen
der neuen Welt droht, zu schützen, und
Rußland und England wetteifern mit
einander in dem Buhlen um unsere Gunst,
Da wird Amerika bald anfgehört haben,
sür Europa eine reue Welt zu sei, denn
eine reue Welk ist nur die, die man nicht
kennt. Diese Kenntniß wird auch andere
Gefühle drüben gegen uns hervorrufen
und die Geringschätzung, die man fiir
uns hegte, inAchlung vewandeln, die frei
lich weniger in der Liebe als in der Furcht
begrünbet sein dürfte. In diesem Linne
dürfte unser Krieg zu einer Campagne
der Erziehung werden.
8100 Belohnung. 8100..
Die Leser dieser Zeitung werden sich
freuen zu erfahren, daß es wenigstens ei
ne gefürchtet? Krankheit giebt, welche die
Wissenschaft in all' ihren Stufen zu hei
len im Stande ist ; Hall'? Ktarrh Kur
ist die einzige jetzt der ärztlichen i,Brüder
schafl bekannte positive Kur. Kairrh er
fordert als eine Eonstilutionskrankheit ei
ne constitutioiiklle Bchandung. Hall's
Katarrh-Kur wird innerlich genomucn
und wirkt direkt aufndas Blut und die
schleimigen Oberfläch n des Sijstems, da
durch die Grundlage der Krankheit zer
störend und dem Patienten Kraft gebend,
indem sie die Eonstitulion des Körpers
aufbaut und der Natur in ihrem Werke
hilft. Die Eigenthümer haben so viel
Peitrauen zu ihren Heilkräften, daß sie
einhnndert Dollars Belobung sür jeden
Fall anbiete", den sie zu kuriicn ocrfeh-len.-
Laßt Euch eint List? von Zeugnis
sen kommen. Man ad'.essire:
fl.J. EhneyCo.. Toledo. O.
IW Bclkaust von allen Apothekern, 75c
Hall's jzainille i Pillen sind die besten,
lic Teutsch-'.'! nlcriksilcr
uuv ver cuoainiikn .'Irica.
,.,! Bal:i:;;c;( ivince tc-n der geiamm
iin teutsche P-colkeiug ?nt rorigen
i'icnct das i';.;.:Jut Jubiläum tti kor.
tigen teutsche zi'enZause sittlich be
gangen. Crnareßmann Richard Bail
krldt hatte es übeincmmen, die Feltlede
bei jenem Polkz'est zu hallen I der
selben äußerte er sich , bemcikenoweüher
Weise über die Siell.tna der Deutsche
Amerikaner und ihres deutsche Hcimalh
lande in dein gegenwärtigen cudanischei
Kriege: .Wenn immer hier Kriegsmusik
erklungen ist, hat das deutsche Her; d?r
Takt dazu geschlagen, mann immer
Amerika's Gcchicke in der Schwebe wa
ren, ward das deutch! Schweit sür Frei
heil und Einheit in die Waazschlagc ge
morsen. So war's im Unabhängigkeüs
kriege, im Bürgerkiiege und so ist's im
gegenwärtige Kriege mit dem olle ver
rotteten Spanien. Fniheilsliebe und
Treue sind die beiden Hauptzüge des ger
manischen Eharakieis, und sie bildeten
die großen Triebfedern, welche auch den
Deutsch Amerkanein stets, wenn nöihlg,
da Schwert in die Hano drückten und
sie veranlaßten, unter Washington sür
die Unabhängigkeit und unter Lincoln
für die Befreiung der Sklaven und die
Einheit des Landes Gut und Blut ein
zusetzen. Sag' wenn eine That zu vollbringen sei,
Ist ver Deutsch nicht allemal dabei i
ist man versucht zu fragen, denn in dem
jetzigen Kriege mit Spanien .sind sie auch
wieder dabei", und zwar in vollem Ver
haltniß zu ihrer Bevolkerungsstärke.
Und wenn einst die Siege von Manila,
Santiago und Hovana gefeiert werden,
so können auch die Deutsch Amerikaner
mit Stolz hervortreten und, das Sker
nenbannec schwingend, ausrufen: .Wir
waren auch dabei!"
,,Kein Mißton soll den heutigen Fest,
und den künftigen Siegesubel stören,
aber ich darf nicht unerwähnt lassen, daß
man gewisferseilS unablässig an der Ar-
U t ist, die Loyalität der Deutsch-Amerikaner
anzuzweifeln und namentlich auch
die Haltung des alten Vaterlandes zu
verdächtigen. In Bezug auf ersteren
Punkt habe ich im Congreß Gelegenheit
genommen, die laut gewordenen Ver
leumdungen zurückzuweisen, und was
die Haltung Deutschland's anbelangt, so
wird man England, von dem die Per
dächtigungen ausgehen, wohl noch bei
Zeiten durchschauen. Die Haltung der
Großmächte wird nicht von platonischer
Liebe, nicht einmal von Rasiowantt
schaft, sondern von ganz gewöhnlichen
Interessen bedingt, und die Interessen
derEnglaiider und Amerikaner haben sich,
trotz deren Blutsverwandtschaft, stets ge
kreuzt und werden sich wohl auch immer
kreuzen. Darum hat Fürst Bismarck
auch recht, als er unlängst sagte, es sei
ein Unsinn,' von einer Vereinigung der
angelfächsischenLänderzu sprechen. .John
Bull" will gegenwärtig nur einen dilli
gen Rückhalt an die Peieinigten Staa
ren gewinnen, weil er, wie Spanien, in
Eurcpa verwaist ist und Das sind,
nebenbei bemerkt, Waisenkinder, sür die
wir keine Sympathie zu haben brauch?
und weil er die Festlandsmächte da
mit gruseln machen will. Ich behaupte
aber, daß das alte Vaterland ei.i viel na
türlicherer Bundesgenosse .Uncle Sam's"
wäre, a,s ,Jzh Ball". Garnicht da
von zu reden, daß Millionen von
Deutschen auf amerikanischem Boden ei
ne Heimath gefunden haben, lehrt die
Geschichte, daß Deutschland stets nnser
Freund und England stets unser Feind
war. Unseie Unabhäng'gk.'it mußten
wir von England erkämpfen, während
Friedrich der Große die Colonien nach
Kräften unterstützte, und im Bürgerkrie
ge hielten die Briten es mit dem üden,
um lii Union zu zertrümmern, während
Preußen unier Bismarck und die deut
schen Financiers unS die eiste finanzielle
Hülfe leisteten, nachdem wir in London
und Paris vergeblich angeklopft hatten
Und auch im jetzigen Kncgc hält, aller
englischen Liigei ungeachtet, das deut
sche Reich nicht nur shikle Neutralität
ein, sondern das ganze freisinnigeTeutlch
land sl)mpalhisirt mit, uns und unserer
Sache, weil es die Sache der Mcnsheit
ist, für die wir kämpfen."
Ftraszenränber ans käoern.
Ein' Radier von West 4, Straße,
New ?)orf, wurde kürzlich von zwei Stra
ßenräubern, welche auf Bicycles fuhren,
im Eenlral Park angefallen, beraubt
und besinnungslos liegengelassen. Wie
derholt sino in den Zeitungen verschiede
ner Theile des Landes Berichte über
Ranbanfälle, begangen von Leuten, wel
che auf dem schnell sich dahi.'bewczenden
Rade saßen, erschienen. So weil man
weiß, sind die Uebelehätec in jede, Falle
der Polizei entko:rmen. Jene Gesund
heitszerstöier. Krankheiten der Nieren
und der Blase, werde sich sehr wahr
scheinlich in gleicher Weife der Festnah
ine entziehen und ungehemmt ihre enk
setzliche Thätigkeit fortsetzen, falls ihnen
nicht von Anbegii: an Einhalt gcihau
wiid durch das kräftige Eingreifen ron
Hostetter's Magenbitters, dem besten
diureketischen und tonischen Mittel, das
die Neuzeit kennt. Das genannte ge
niale VorbeugungsmiZicl ist der beste be
kannte medizinische Schutz, und zwar
nicht nur gegen Rieren', sondern unch
gegen rheumatische und Malaria-Leide,
Eine Krankheit wird in ihrem Anfangs
stadiuur leichter und vollständiger über
wältigt. Die Anwendung des B'tter
führt zu den glücklichsten Resultate in
Fällen von DySpepsie. Verstopfung, Le
verleiden und Nervosität.
Amerika's erste (Stokthat
;nr ce.
Die continenlalen Leitungen Europa'S
welche mit solcher Geringschätzung von
unseicn Leistungen zur See sprechen, soll
len sich schließlich die kleine Mühe geben,
etwas Geschichte zu studiren; eS braucht
ja nicht einmal amerikanische Geschichte
zu sein, auch schon zur See hat unsere
Flotte in europäischen Gewässern Braß
thaten oenichtet, die recht wohl denen von
Nelson, Tromp und de Ruyter an die
Seite gestellt werden dürfen.
Zuerst darf man nicht vergessen, daß
diese Republik die einzige Seemacht g?
Wesen ist, welche das mcerbeheirfchcnde
Englan's auch zur See wiederholt besieg
te. und zwar bereits in ihrer frühesten
Kindheit.
Ena'.nd bat nie einen n.-'.ztier! S"t.
i'z trahua, als den, u'.tchea rrr Sle
j faul Jar-es im D'kN'te ttx kau:,: drei
Jaiju alten tKtrubli! in (a.lijcht Ge-
Wägern eze eine üreemschlige englüche
Flo:ie ,ii der Räche . in L.'aidzrauzz ge
wann. Und tret ha! denn den 5eehandel der
Well von dem fchiaere Trid! Muit,
welchen die stolzesten Handelzoölker
Enalrnd. Holland, Frankikich, Täne
mark. Svanien, Genua und Peuedig
feil den Zagen Barbarossa's niaZt des
itaisers, sondern des a!gicri!ch:n Pira
ten) an die Bardari,!enstaaen willig
zahltm?
Diese junge Republik war es, die zu
erst das stolze Wort aufsprach: Millio
en für Verlheidiguuqszmecke, aber In
nen Eent als Tribut!"
Die G.schichte unser:s Krieges gegen
die Raubstaaten ist zwar wiederholt a.i
dieser Stelle b'lührt worden, sie ist aber
immerhin interesfa rt g-nug, si; noch
einmal zu erwähnm.
Als diese Repablik vor 117 Jahren
ihre bescheidene Stelle unter den Ratio
nen der Welt einnahm, mußte sie die
Haltung der anderen als Vorbild neh
men. Amerikanische Handelsschiffe wur
den von den Raubstaaten an der nord
afrikanischen Küste geplündert und ihre
Bemannung zu Sklaven gemacht, ganz
wie man es mit anderen schutzlolen Han
delsfahrzeugen seit Jahrhunderten gethan
hatte. Die größeren Völker, wie Eng
land, Frankreich und Holland, halten
Verträge mit den Dni und Paschas ge
schlossen, wonach sie bedeutende Tribute
zahlien und ihr Handel deshalb weniger
belästigt wurde. Prästdent Washington
schloß deshalb mit den Raubstaaten eben
falls einen Vertrag, zahlte ihnea eine
Million Dollars sofort und versprach ei
nen jährlichen Tribut von iO 000. Die
ses Verhältniß dauerte elwr fünf Jahre.
Wir müssen nebenbei bemerken, daß zwar
die Staaten ihr Ende des Vertrages hiel
ten, aber die Herren Seeräuber thaten
wie die fröhlichen Hammerschttiiedsge'el
len t.otzdei.-: was sie wollten; sie nahmen
Schisse weg, verkauften Matrosen in die
Slaverci u. s. m. Für Auslösung von
Gesängen? galt trotz des TributPerlra
ges ei förmlicher Tarif. Ein Capitä
kostete -Zi!00l, ein Steuermann $000,
ein Matrose K1400. In einem einzigen
Jahre mußte die Repnbtik außer dein
Tribut noch eine Million für Lösegeld
zahle.
Ein kleiner Vorfall schlug dem Faß
den Boden aus. Der Dey von Algier
hatte aus Furcht oder Liebe, wir wissen
nicht, vom Congresse eine nagelneue Fre
gitte zum Geschenk erhalten. Kaum
hatte der Dey von Tripolis d ese ersah
ren, so verlangte er ein ähnliches Ge
schenk und gab den Ver. Staaten sechs
Monate Frist. In Washington wechsel
te damals gerade die Regierung, und der
thatkräftige Jefferson erklärte den Raub
staaten den Krieg.
Welche Heldenthaten unsere jange
Flotte in jenem Kriege verrichtet hat, le
sen wir in der Geschichte unserer Seehel
den Richard Dale, Eaxt. Vainbridge,
Commodore Preble und Stephen Deca
tur. Die Fregatte .Philadelphia" war
vor dem Hafm von Tripolis gestrandet
und mußte verlassen werben. Die See
räuber machten sie flott und schleppten sie
in den Hafen. Preble beauftragte den
jungen Maryländer Decatur, die Fre
catte zu zerstören. Tiefer nahm mit
mehreren Amerikanern eine Felnke weg,
segelte in den Hafen, entstürmte die
schwach besetzte Feg-t!e unz s,tzte dicsel
be in Brand.
Der Tribut wurde abgeschafft, aber
einige Jahre später brauchten die Raub
stauten eine neue Züchtigung, denn Al
gier machle sich unsere Verwicklung von
1812 zu Nutzen und beging neue Aus
schreitungen gegen nniecen Handel. De
catur wurde abgeschickt und zwang die
Piraten, fürimmer Ruhe zuhalten, ohne
daß sie ferner noch einen Cent Tribut
erhielten. Die europäische i Großmächte
dagegen zahlten ihren Tribut 'noch ein
halbes Menfcdenalier länger, bis 1.830.
Interessant ist die Art rnd Weise, wie
Dccalur mit dem Den von Algier um
sprang. Er .ieß ihn auf sein Flaggen
schiff ki'inmen und diktirtc ih:n den grie
den. Welche Demüthiguig für den
Nachkommen des Propheien, dessen Bor
fahren seit Jahrhunderte die Giaurs
mit d-r größten Willkür behandelt hat
te! Der Dey versuchte tveiiizstenS den
Schein eines Tributs zu retten und mein
te, man könne ihm ja jahrlich eine O.u
an'ität Pulver schicken. Wenn ich Dir
künftig Pulver schickte sprach der s'ci--ze
Ämelilaner dann sind auch Voll
kugeln dabei, und Tu erhaliit sie nur
aus den -v.ündungen meiner Kanonen."
So warden die gefürchteleu Ranbitaaien
klein e'itezl.
Bessr als lonkt?e.
Herr 21. E. Thomas von Marysville,
Ter., hat eine wathvolere g;i6tcfng
gemacht, als b:ö jetzt in Klondise statt
fand. Seil Jahren litt er an Schwind
such,, welche von Blutspucken b; a leitet
war und wurde durch Dr. King's New
Discovery für Schwindsucht, Husten und
Erkältung vollständig kurirt. Er erklärt,
daß Gold sehr wenig Werth hat, imVer
gleich mit dieser großartigen Kur. Er
würde diese Medizin haben und wenn sie
fclOC) per Flasche kostet. Asthma, Bron
chitis und alle öals- und Lungenlrankhei
ten werden positiv durch Dr. King's
New Discovery fiir Schwindsucht kurirt,
Prcbeflaschcn in I. H. Harlcy's Apothe
ke. !'ezläre Gröjze ,'0: und 1. Eine
Kur garanlirt oder das Geld zurücker-stattet.
l'tfrj ?cr Tränst, k,,.,.z.piZ
'.'l ttsstcllttnn.
üi::!ia. Neb.,.'!. uv. --.
Punktlich ir icü.:cei;:cn ,'ett h,il.i
sich die 2)cx ;ut 4tano'M;!''.i'U'iu :i5
Jnternatuinalc Ausstcllunz gec''frl und
vanm haben die Untcrnchuier der cyte
ren vor alle, A rvercn gezeiat, das: es
auch in diesen "andc iNDIich ist, eine
Ausstellung zu der u'.'pru',!ich für die
Eröffnung derselbe besüliünie Friit ter
tig zu stellen. Wenn wir iagen ,,'crtnz
stellen", so sehen wir schon im Geiste hie
und da ein ironisches kacheln im Ge-
.: ,, t , ... ,.,..M,,. i ,..?,,
IIUMV v lilaiiUi.;! i'i.v, i.'ua;vO .
soll : Thut man Nich so dicke, mit Eil
rein fertig," wir wissen ja, nie dies zu
nehmen ist mit den Fertigsein" aai
(ero'inunastaac." Wenn wir der
Wahrheit die Ehre geben wollen, so muf
fen wir allerdings zugestehe, daß, wenn
unter Fr.izsein" einer Ausstellung zu
verstehen ist, daß Alles bis auf's Trip
selchen aus dem i" am Platze ist und
überall, wohin man blickt, das Ganze,
wie aus dem Ei geschält sich präfentirl,
daß in diesem Falle dann allerdings
auch die TranS-Miinissippi Ausstellung
am Eröffnungstage sich nicht im fertigen
Zustande prasentirte; allein, ohne be
furchte zu müssen, viderlegt zu werden,
können wir getrost behaupten, daß ron
nahezu einem Dutzend Ausstellungen
größeren Genres darunter die Pariser
von 'i7, die 'Wiener von 7;t und die
Worlos Fair unseres Wissens keine
derselben am EcössnunaStage fo nahe
vollständiger Vollendung auch iu min
der in's Auge fallenden Punkte, sich
befand, als die große Show" am Big
Äuddy" in Cnaha. Das Wenige aber,
was am Eröffnungstage noch fehlte,
wird bei der an den Tag gelegte Ein
sigkcit der Ausstellungsleitcr und der
Aussteller, ehe dine Woche in's "and ge
gange ist, geschaffen sei.
Ueber die Eröffnungsfeierlichkeiten
hat der Telegraph und die Tagespreise
inzwischen ullcS Beinerkenswerthe init-
getheilt und es ist daher nicht nothwen
big, hier nochmals naher darauf ein;
gehen. Enttäuscht waren viele Theil
nchmer an den Eröffnungsfeierlichkeiten,
da PräsilA'nt ÄcKinleys kurze Anspra
che, welche tclegraphirt Iurde, verlesen
werden mußte, anstatt daß sie, wie ur
sprünglich geplant war, per Mega
phonc" mitgetheilt wurde, und so die
Zuhörer um die Illusion kamen, als sei
der Präsident persönlich i der Mitte
der Fcstlheilnehiner; und ferner hatten
sich viele ,'eutc Parlciangehörigkeit
spielte da keine Rolle fchon auf die Ge
lcgcnhcit gefreut, Tom" Recd, den bc
rühmten Parlamentarier, der gleichfalls
mit einem Speech" auf denlEröffnunas
Programm sich befand, zu hören, welche
Hoffnung aus dem Grunde zu Wasser
wurde, weil, wie Recd sagte, die Zeiten
gegenwärtig zu heiß" seien, als daß er
Washington verlasse könnte. Im
Ucbrigcn verlief Alles in schönster Ctd
nung und die den Thcilnehmern an den
Eröffniingsscicrlichkeiten, die sich, neben
bei bemerkt, in verschiedene Jnstall
nientS" bis in den späten Abend hinein
zogen, gebotene Genüsse, waren
schließlich trotz der angeführten Enttäu
schungen, so reichhaltig und verschieden
artig, daß Groß und Klein, Jung und
Alt, sein spezielles Theil abbekam und
wohl zufrieden sein konnte.
Freie Pille.
Schick! Eure Adresse a A. :i. Vucklen
-k i5c' Chicago, nd beloni"'! rine Pro
büchachtet von Te. Kinas Reue i!i??ns
Pillen wirken leicht und sind besonserl
itiikianiin der Heilung von Berstopfriiig
und Kopsweh. Für Malaria und r.'eber
leieen haben sie cb IS mschztzbar ermik
sen. S 12 werden gaeaniiit trei von allen
Sttbstanzpn z sein nd.rein vegetabilisch.
Sie schmücken nicht sondern ilarke oe
Maqen und liingemeide nnd kiasaen ds
Suiten. Reguläre Sthachleln i5 H?nt8.
Ve: laust von j. 6. ßaiUij'ä Avotkeke.
Omaha. Das Siaals , Comite der
Dünokroten und das der Silberrepubli
kaner hielten hier am Donnerstag
Abend Berathung und bekchlos
sei, in Omah ihre Consentiznen
abzuhalten, nalidkm sie Röckfprache mit
dem populistilchen Staats-Comite, wel
ches anr 14, Juni zusammentritt, gethan
haben. Herr W n.J. Bryan war nnwe
send in der Sitzung eines jeden Comites
und rieth zu Schritten für eine Fuflo
aller drei Parteien auf ber letz'jährige
Bcsis,
Die Nahrung welche der Magen
nicht vertragen kann erzeugt Unverdcu
lichkeit. Das beste bekannte Heilmittel
ist unbedingt Dr. Augiist Königst Kö
nig's Hamburger Tropfen, welche erle.ch
tern. dun Magen kräftigen und Uimx-.
daulichkeit heilen.
Bei den Verhindlungen über die
Kriezssteuer Porlage ist der Bundes !enat
zurAvwechzlnung einmal in sehr auffälli
ger Weise aüs feiner Rolle gefallen.
Mit S'i gegen 27 Stimme. hat er ein
Aiiieridement angenommen, nach welchem
alle Eorvoratinnen, welche sich mit der
Produkiion vi! Kohlen,'! nn? Zucker be
fassen, eine Steuer von Prozent zu tra
gen haben sollen.
Bei der unwandelbare Freundschaft,
welche der Buudcssenat biseie- bcitändig
a II r ti Trusts ui'd Moncpcle bewiesen
het, m,:chl jene Abstimmring einen über
raschenden Eindruck. Sei! Wochen schon
ziehen sich die Bei Handlunge über die
Krieg-e-sierier-Lorlagc monoton und lang,
weilig hin. Den Trust und Monopolen
aber ist mit den bisherige Steuervor
schlage noch wenig Kummer bereitet
worden.
Was mag nur den Senat zu jenem ge
gen die Trusts gerichtete Abstimmungs
resultat veranlaßt habend Rücksichten
auf die öffentliche Meinung? Doch wohl
schwerlich! Nach der öffentlichen Mein
ung hat der BundtSstnat bisher noch
wenig gefragt.
Die Trusts, denen jene Steuer aufer
legt werden soll, werden sich vermuthlich
zunächst mit der Wuth der Verziv'iflui'g
dagegen zur Wehr setzen, w,e immer,
wenn sie zu: Zahlung von Steuern her
angezogen werden solle. Sie werde
sich aber schließlich, wenn sie jene Steuer
nicht abschütteln könne, wohl rasch ge
nug mit der neuen sDrdnung der Dinge
aussöhnen und werden einfach die Preise
Von Kvhlenöl und Zucker so erhöhe, daß
schließlich nicht der betreffende
Trust, sondern das geduldige Publikum
die Steuer zu bezahlen haben wird.
Immerhin aber muß man es schon als
eine Fortschritt begrllsen, daß es ber
Vnndesfenat fertig gekracht Hot, sich von
seiner oft bewährten Truilfrcitndschaft zu
emanzipiren.
IjCX .'Standard Oll Trust "wird den
Versuch, ihr Prodult behufs Austreibung
der Kriegskosten mit rner Erlrasteuer
zu belegen, in den Gerichten bekämpfen.
Der PatrirlismuS ist eine schöne Sache,
wenn er kein Geld und sein Blut kostet.
Kostet er aber Geld oder Blut, da
zieht der Trust sich zurück und überlaßt
l-as Feld den ,,Tuiwen."
?ie 'iideniliat ttt t vor
'.'.'ikrriuickk.
Ihr - ihr dort außen in der 13 1t,
tu lflf(n r.nejt'raniii,
Dr. Nil manche Man, den manch.
H!lS.
Jüi Friede gut und Hark in, geld.
Gebar auch dieses Land,
daii heule wohl auch ein Bürger der Per.
Staate singe, angesich's der Heide,
thaten eines Deweiz und der ..Ach! vom
Merrimac'', selbst wen kS keinen Wah
ington, keinen J,ck'on. keinen Graut,
keine herma und Cheridan, keinen
Perrq und Farragut, und nicht die vielen
andern brsoen und unerfchrockenen Mein
ner unfeies RevolulionS und Red llions
krieges gegeben Halle, deren Thaten in
dos Buch der Geschichte und in die Her
zen ihrer Mitbürger mit unauslöschlichen
Buchstaben einzeschri'den stehen.
Denn eine Heldenthat, und zwar ea
ersteirRaiigeZ, war der gcglückle Pcrsuch,
die spanische Flotte im Ha'en von San
tiaro, durch Versenkung des Merrimae
in der Einfahrt, einzuip.rren. Daß er
unblutig verlief, daß jeder Theilnehmer
daran mit dem Lehen davonkam, war
ein außerordentlicher Glücksfall. Denn
die Wahrscheinlichkeit, daß alle acht von
den spanischen Geschossen gctödtt oder
von dem untereheiideil Fahrzeuge m t
in die Triese gezogen werden wurden,
lag nur zu ah:, und ein Jeder von ih
nen mußte seine Rechnung mit dem Hini
nie! gemacht und t dem Leben abge
schlossen haben. Wenn sie, nachdem sie
ihren Auftrag glücklich bis auf denBuch
staben ausgeführt, sich in die Arme deS
Feindes flüchteten, statt sich in den siche
ren Tod z wagen, so war das keine
Feigheit, sondern ein Gebot der Klugheit.
Den ihr Opfer konnte dann nichts mehr
nützen; es wäre völlig zwecklos gewesen,
weil nichts dadurch erreicht werden konnte,
wahrend sie so, aus die Ritterlichkeit ihrer
Gegner rechnend, sich ihrem Land für die
Zukunft erhalten konnten.
Daß sie durch ihre verwegene That
nicht nur die Flotte Cervera's im Haft
van Sanlizgo eingeschlossen und außer
dem jeden, noch etwa obwaltende Zwei
fel darüber verscheucht habe, daß sich
dieselbe wirklich darin besindet, ist nur
ein Theil ihres Verdienstes. Schwerwie-
gender vielleicht ist noch dieAchtung, wel
che dies neue und dabei mit so großem
Vorbedacht und mit so großer Sicherheit
ausgeführte Wagniß dev Welt nolhmen
digcr Weise für unsere Flotte, ihre Füh
rung und Bemannung abrinaen muß.
Zu dieser Welt gehört auch unser ei
genes Land. Wie viele hat es nicht anch
bei uns gegeben, welche bange Zweifel , n
der Kampflüchtig'eit unserer Flotte nicht
nur, sondern auch an ihrer Seetüchtig
kcit hegten. Aber sie hat diese Zweifel
bis dahin glänzend beschämt. Die Lei
stliiig des ..Oregon", der nach einer bei
sviellvs schnelle Fahrt um's Eav Horn
herum noch sce und kampflüchtig hier
anlangte, wird von der ganzen Welt
gestaunt. Sogar das llnglücksschiff
Txas" hat sich bis jetzt durchaus ta
dellos verhalten, und sich keinen Unfall
zu Schulden kommen lassen. Noch hat
keins unserer wirklichen großen K riegs
schiffe behnfs Ausbesserung den Hat; n
und das Dock suchen müssen. Wir
können mit jedem Tage mehr unserer
Flotte nach jeder Ntchtnug hin sicher sein,
und zu diesem Sichcrhcitsgefühl hat die
Heldenthat der Acht vom Merriuia: gar
Großes beigetragen.
Ter I-reund der Franen.
Ist P e r u - n a i n a ll e n S t a -dien
von F r a n e n k r a n k h e i
t e n.
Lest was ei.:e erfahrene Frau sazt
eine Frau, welche all die Stadien. Kri
sen und Ersahrungen der Mädchenzeit,
des Erauenaliers und der Mntterseqaft
mitmachte. Sie sagt: Ich glaube wirk-
lich dag cde
ifsrau in der Welt
cm M
'iT . i x.;
."l-jr&'r
-Ui'
M'
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J
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immer Pe-ru ua.
an Hand haben
sollte; denn wenn
sie müde wird, so
eifiiscy: Pe-ru-ra
sie ; wenn jie itcr
oös wird, so be
rnhigt es sie;
wen sie depri-
mirt wrd. so heitert es sie auf nd stärkt
sie. Es ist ein Ilniversalnnttel für alle
Unregelmäßigkeiten der Menstruation
ES ist e, beständiger Freund der wer
denden Mutler: ein unfehlbarer Helfer
der nährenden Mutter, wwohl für sie
selbst als auch dS ttnd und fchlicttich.
wenn der Lebestswechfcl ai'koniiv.t, so ist
keine Medicin der Wlt wirksamer für
die Frau in dieser kritisck'en Periode.
Ji'dcr Thilt, P-ru-na ist der Freund
der Frauen. Dies ist keine nichtsagende
Schmeichelei, so.idern die schlichte, einka
che Wahiheit." Fra Lizize M. Bre
wer. Ro. I9U High ?!reet. Westeily, R.
I.
Schreibt für ein von Dr. Hartma
spczicll für Frauen geschriebenes Buch.
Es enthält viele werlhoolle Jaformatio
nen in Bezug auf die verbreltesten Frau
enkrankheiien ; jede Frau sollte ein sol
ches Buch haben. Es wird frei verschickt
von der The Pcru-na Drug Mari
faeluring Eompany," Eolumbus, Ohio.
Decatur. Der Missouri verursach e
in diesem Jahre wieder greuliche Verwü
stanzen. Beinahe an jedem Tage ver
schlingt er große Stücke Landes vom
städtischen Weichdilde, Einige der Bür
ger und Grundeigerkhümer haben ihre
Wohnhäuser und sonstigen Gebäude schon
in Sicherheit bringen lassen. Gcundeigen.
thum im Werthe von Taufenden vn Dol.
lars ist während bei letzten 10 Jahre vom
Big Muddy" vernichtet worden.
Petersburg. Richard Woevpcl, ein
Viehhändler, hat dem Ranch-Bcsitzer W.
M, Har'man lö Stück Vieh gestohlen,
dasselbe ach Madikon getrieben und dort
an einen anderen Viehhändler verkauft.
Von Madifon beqab er stch nach Omaha
und von dort aus die Heimfahrt. Auf
derselben wurde er i Humplir-i, re-chr
tet und von Richtet Campbell, nachdem
er den Dicvstahl eingestanden hatte, dein
Distrielsgericht? überwiese.
t&O St utf.l)aiif r;f a -ySit
cchlvlrmu und Notariat
vc
H. MARCKWCHTII,
:6
o:t
ich-
63i und 611 Biük. südl. der ,:. Straß.'
-lstneinnatl, 7nio.
ist anerkannt das älteste, weitoerbrei!
undzuverlässiaste in Amerika ui.dTeuijch
land und alle rlnipruche auf
(rvschaftctt und Rechte
kann man veitrauenrell ! seine Hände
legen vnd versichert sein, daß die kleinsten
wie die giößle
Bollmachtö.?lttsträge
mit gleichem Eifer, und genauer Rechts,
kenntniß prompt und gew ssenhafl eile
digt werden.
Die offizielle Litte Vermißter Erben
wird wöchentlich in dieseniBIatte erneuert.
Bermikte Erbe.
Die nachfolgende aufgeforderten
Personen oder lZeren Erben wollen sich
direkt an Hermann Marckworth, Rechts,
anwalt und Notar, 224 und liiiti Bitte
Straße, Eineinnoti. Ohio, wenden, da
Niemand außer ihm Aufschluß gebe
kann. Hermann Marckworth besorgt
die Einziehu.rg von nachbenannlen und
allen Erbschaften prompt und billig,
stellt die öihigen Vollmachten aus, und
erlangt alle erforderlichen gerichtlichen
und kirchlichen Docunientc. Herr
Marckworth ist durch seinen 40jähr?qen
persönlichen und schriftliche Verkehr mit
den deutsche Erbschastsgerichtcn und
Banken, sowie durch seine solide Stel
lr'ng, als der ersohrenste und zuveclas'v
iint VlfitrfUr in hiitt.,.. IC. (,,J i, V
l'ai,V ....v. v.ul4ll!l ViUvLU(V '
fachen anerkannt und nur sie befähigt
ihn diese gerichtlichen Aufforderungen
vermißter Erben zu erlangen und' in
allen bedeutenden Blättern Amerika'S
zu veröffentlichen.
Annen, Hubert aus Darscheid,
Bühler, eoh Ehristoph, Job Daniel,
Christian Heinrich, Marie Margarethe
oerehl Hörnle und Karaline Magdalene
vereh Becker aus Aalen,
Buchholz. Erben des im Staate Mis-
sonri verstorbenen Gansmann, Joseph
und Franz aus Oltbecaen.
Brucker, Karl und" Michael Daniel
aus Aalen.
Becker, l'otiiü aus Gieboldehausen.
Bohn, Eyiistian Diedrich aus Dun
sum, Denecke, Louis Karl Hermann aus
Bremcrhaocn,
Daad, Abarn aus B'ensbach.
Fraunholz geb Herlikofer, Marie aus
Gmünd, angebl in San Francisco,
ssranzn, Joh aus Meiferich,
Falenitn (oder Faltyn oder Valentin)
Joh aus Biernaeiee,
Groud, Erben von Anna.
Hartmann, Georg Philipp aus Groß
Bieberau, Krauß. Pauline aus Unterthalheini,
Latz, Joh Jakob ars Nagold,
Lang, Joh Georg, Neginc Margare
the. Kalhaiine. Marie MazdaleneEoa
Rosine und Joh Georg aus Walddorf,
Munk, Wilhelmine aus Ochfenwang.
Mayer, Pins aus Erlaheinr,
Miear, Pauli ,e Marie aus Uhinqen, l
Marschier, Joh Georg aus Roßwä!.
den. A
Matern, Hermann aus Fauerbach v.
d. H
Pfefferle geb Stengel, Beate aus En
dingen, Prag, Samuel ManaUe aus Rogasen
Riennger. Jakob aus Merklinge.
Rpp, Karl August. Ernst Gottlob
und Joh Heinrich aus Oedernhardt,
Rausch. Erben von Gustav,
Rüiher, Joh Daniel, Heinrich Adam,
Ehlistine Karoline und Joh granzaus
Gieboldehausen,
Rudolph, Erben von Johanne Clcg.
nort,'
Schußler, Wilhelm aus ?chn:ithei,n,
Schellhaas, Karl Ehristoph aus Ro
dou, Stange. Philipp ans Nen.chaufe,
Theilacke-, Konrad i.'eonhard aus
Schnaitheirn,
Widman, Marzellcne cus Nechberg
Hausen, Anna. Ernst und Karl aus
Stuttgart und Gustav. Nnto und Iu
Iius August awj ipaichinge,
Waller, Christian aus Paiingen und
Christoph ouS Tarpntschen,
Wiese, Ludwig Ca,I aus Düttebüll.
ZZ lüstern der Ezel. Wenn der
Todesengel über dem Lager eines u,ise
rer Lieben ich vebt uid der Scheidende
mit kaum hörbarer Stimme Abschied von
den Seine nimmt, so i-mo di-ses im
VolkSrnunda Flüstern der Engel" ge
nannt. Groß ist jedoch die Freute.
wen der liebe Kranke im letzten Aun-
vtick noch qerett.l wird. Und deßLZcol
war auch Freude im Hause des Herrn i.
O. Hangen, Eentre Point, Dak. Herr
Hansen erzählt de Vorfall folgenderina
ßc: Unser Kleiner litt an Skrophel
und war so abgemagert und schwach, daß
er kaum seine Glieder bewegen konrte
und sein Sttmmchen war wie ein Flüstern
der Engel. Wir gaben ihn schon auf.
Ea hörten wir ein gewisses Schweizer
mittel, Forni'ö Alpenkräuter Blulbeleher,
hoch anpreisen und beschlossen damit ei
nen Versuch zu machen. Wir singen mit
einer geringen Dosis an und steigerten
dieselbe allmälig. Eine merkliche Bcf
ferung trat ein und unser Vertrauen wur
de reich belohnt. Nachdem wir dem
Kleinen drei große Flaschen eingegeben
halten, war er geheilt und ist nun gesund
und munter." Um Jedermann vor
Betrug zu schütze, ha! der Eigenthu.iicr
und Fabrikant, Dr. P. Fahrney in Ehi--cago,
den Verkauf seiner Medizin nur in
die Hände zuverlässiger Agenten geigte
nd dieselben sind in den Apotheken nicht
zu habe. Wendet euch daher an einen
auioriiuten Agenten oder schreibt, sollte
kein Agent in einem Orte seiu, an Dr.
P. Fahrney. 11 'Ml 4 Hoyne Avenue,
Chicago. Jll.
Berlin. Das Baby - Schlichen von
Herrn und Frau Lewis Ganze!, einer
deutsche Farmilie bei Berlin, ist ,De
wey Sampfon Ganze!' getauft worden.
Benkclma. Frau 'Mary Vezely. eine
Witlwe, welche ingcsahr 10 Meilen vo'i"
hier wohnt, beging m Samstag Selb'
niord, indem sie fich am Bruniienscil ,r
hängte.
.