Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, September 16, 1897, Image 5

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    vsiTA 'STAAT - AN7FIORM Llncolx.
Po,,,,,,, eir yeternne.i.
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Ein Im a la ynoch idcn ist
soeben in srirdigkndkl Wkise zu ?nde
gegangen. Drr eiflf Zheil deS R
man spielt in dem ostprtuK'Ichkn
Dorfe Trifbcnlv rq. wo Augultus Den
dron und o"li TVrciiaflirn Iahte 18W
sin Paar ivuideu. Wenige Wochen nack
dkk fyxfcjrit Wiidilelf Dentton, um nickt
in'S BHlitöl kingcrriht zu nxrden. in's
Ausland und kam ach Amerila.
Cfin. iunnf Ttmii rfisl Iirtfh hnrnnf
Vlll'l iu,lv O" VWUU
Nachlichl, dK ci Soldat gkwordkn und
im lVikgerkrKgk gtfaHti ski.
Der znxiic 1bt spielt in Ametita.
Die rlassrnt fttau kam i Bkglci
tun ihres BatkkS hierher und lies; sich
in Riichivan, R, I,, nieder. Nach einer
Wiilwenichasi etn vierzelin Fakiren ent- J
schlvk sie sich ein zweites Mal. eine ,
einzustehen und HeiralKete den
Schulibandlct Maicus lHatwin, der j
im Iahn 1H87 starb. DaS einzige im
Jahre 1X77 geborene ftinddeS Paarks, I
ein Knabe, wurde ach seinem Vaier ,
getausi, ?r ist als Bertäuser i einem
an der Baielanstrasze in New yark j
telegene Bicvcle - Qflta eingestellt, j
Der dritte Theil des RcfflC! spielt
i dem Bienele Laden, Vergangenen 1
Mittwoch erschien ein einarmiger Vue
ran in dem Laden, m ei Fahr lad zu
erstehe. Der Käufer war ziemlich
aeiprächig, und sagte, er komme ?on
San Antonio, 1er., wo er eine Pferde
geschirr abrii besitzt. Im Laufe des
(ie!vräekes sagte er weiter, das', er i"i
Bürgerkriege gedient und in d Schlecht
hei Lone Jack den Arm oetloten kive,
Seine Verwundung habe zur Folge ge
habt, dast er sein Gedächtnis; oer!ot':t
habe, das; er nrgas;, dasz er verheica
thet sei und das; er sich später erinnerte,
irgend Jemand habe seiner Frau in
Deutschland geschrieben, er sei todt.
Monate verginge. Schließlich kam
sein Gedächtnis; wieder und er schrieb
an seine Frau, erhielt indessen keine
Antwort. Später theilte ikm ein Be
tannter aus Friedenberg mit, das; sei
ne Frau sich nach Amerika begebe ha
bc. Der jgc llhatwi war der Re
dc des alten Veteranen mit Interesse
gefolgt. t?r hatte zu Hause oft von
dem Schicksal des ersten Gatten seiner
Mutter gehört und er fragte ihn tut
nach seinem Namen. ,,Jch heiste De
dron. Augustus Dedron," erwiderte
der Veteran. Nun gab sich sshatwin
zu erkennen und sagte, das; sein Vater
seit zehn Jahren todt sei. ,,Dann
muf; Ihre Mutter um jeden Preis wie
der meine Frau werden!" erklärte der
Einarmige. Frau sshatwin erkannte
ihren ersten Gatten trotz seiner äußer
lichen Veränderungen wieder und willig
te ein. dem Wiedergefundenen nach
dem Westen zu folgen. Das Paar ist
bereits nach Californieu abgereist. Der
junge Chatwin wird ihm in kurzer Zeit
folgen.
Wroft New NorK.
Die Zahl der Angestellten Grosz New
Yorks wird im Jahre über 30,000 bc
tragen und damit wird die städtische
Lohnliste mehr Namen und einen Höhe
rcn Betrag aufweisen, als die Lohnlisten
der Bundesarmee und Marine zusam
mengenommen. Für Erhaltungseiner
öffentlichen Schulen wird Grosz New
Bork $0, 000,000 oder für den vierjäk
rigen Termin des Bürgermeisters $3(3,
ooo.ooo verausgaben, Das sind 56.
000,000 nichr, als die Ver. Staaten
für die Kriegsschuld von $847,000,000
jährlich Zinsen zahlen.
Die zinSpslichtige städtische Schuld
von Grosz York wird $170,000,,
000,000 betragen, eine Schuldlast, wel
che dem fünften Theil der zinstragenden
Bundesschuld entspricht. Sie ist grö
feet, wie die Schuldlast aller Neu Eng
land Staaten, New Jersey, Pennsyl
vania und New York zusammengenom
men, zuzüglich der Schuldenlost der acht
südatlantischen Staaten, und sie be
dingt jährliche Zinszahlungen in der
Höhe von $7,800,000, sodafz während
des Termins des neuen Bürgermeisters
$30,000,000 und darüber lokale Steu
ern erhoben werden müssen, um die
Jahreszinsen für die Stadtschuld z be-
iikichen.
Für öffentliche Arbeiten. Polizei.
Feuerwehr und Gesundheit? - Dienst
werden sich die städtischen Ausgaben
jährlich auf mindestes $25,000,000
belaufen, wie man nach den bezüglichen
letzijährigen Ausgaben der Städte
New York und Brooklyn schließen
darf. Das entspricht einer Total-Aus-gäbe
während des Bürgermeifier-Ter-mms
für genannte Zwecke, von $100
00.000. ES sind das $20.
000,000 mehr, als die Erhaltung der
Bundes Armee- und Marine jährlich
kostet, es sind $10,000,0000 mehr als
Grofzbritannien jährlich für Erhaltung
feiner Armee von über 200,000 Mann
cinschlieszlich der Offiziere verausgabt,
und nur um $10.000,000 weniger,
als die Jahreskosten für Erhaltung der
britischen Marine betragen. Das
städtische Budget von New York hält
somit Vergleiche aus. sowohl mit den
gröszien Posten unseres Notional-Bud
gets. als mit denen der Budgets für
die reichsten Nationen Europas .
Forst - P liege.
ökonomisch und in wirksamer Weise
von der Arm patrouiklir, werden, d.ist
aber, abgesehen n dieser ussichl.ski.
tens der Regierung nichts geschieht,
um die Regierung Forsten vor holz
diebstählen zu schützen, Waldbronde zu
ttrhuien unddieskltxtt nach A5bruchztt
loschen resp, deren Weüerumsichgreisea
einen Halt entgegenzusetzen.
Die Eoinmisjion rai einen bis ins
Einzelne gehenden Plan, bafinauf euro
päifche Forstschutz Cristcme, auSge
arbeitet, dessen praktische Dnrchsührung
zweifellos für die lkrnaltung unserer I
Forsten Gunstiges bewirten würde. Die j
Errichtung einerFvrst Abth'.lungwird i
in dem Bericht beiurwortet und die Eom.
u,ission empsiebll. bis zur Nerwirtli j
chmlgdiesesVvljchlages pratiischeMaf; j
regeln-, welche von den jetzt zum Pa
trouillendienst verwendeten Truppen.
Abtheilungen beobachtet iverden sollten.
Ein weiterer Vorschlag ist, dasz die
Forst Rcsourcen in vier Departements
eingetheilt werden sollten, deren erstes
die Nesermiionen EalisornienS und Ne
mdas, das zweite diejenigen von C
gon und Washington bis zum 120. Me
ridian, das dritte Arizona, New Mezi
co. Evlorado und Utcch. das vierte die
Forsten ven Wyoming. Süd Dakota,
Montana, Jdaho und Washington öst.
lich mm 120. Meridian umsassen
sollte. I
Jedem Departement sollte ein Forst
Inspektor vorstehen, dem wieder 2tt
Oberförster unterstellt würden und ein
jeder der letzteren hätte die Aufsicht
über ei Gebiet von etwa einer halbe
Million Ai.reS zu führen. Ein Bun
des - Evinmissär wein in jede, Distrikt
anzustellen als richterlicher Beamter zur
BestrafungvonForstfreveln. DenOber
försternwären weitere Untcrbeamte als
GeHülsen deizugeben, welche di? Forsten
zu patrouilliren hätten. Auch empfiehlt
die Eonnnission. Ws; namentlich dem
Unfug des Weidens von Schafherden in
den Forst Reservationen, wo dieselben
bedeutenden Scl?adcn anrichten, Einhalt
gethan werden sollte.
Es ist dringend zu wünscheu.dasz die
ses von der Eomniission vorgeschlagene
Cchubsnstem für die Forst Reserva
tionen nun auch so bald als möglich
verwirklicht nd in Ausführung gebracht
werde. AllcidingS wird demselben im
Eongresz, namentlich auS falschen Spar
samkeitSrücksichten. sowie von Seite in
teressirter Parteien, welche bislang un
gehindert auf den öffentlichen Domänen
gehaust haben. Opposition erstehe.
Allein wenn die Regierung es sich nur
einigcrmaszen angelegen sein läszt, ihren
Einslus; zu Gunsten ds vorgeschlagene
Schutzsystems beim Eongres; geltend zu
machen, so ist unseres Ernchtens die Zu
stimm des letzteren als sicher an
zunehmen.
Das uttvr.vünsclite Ato
graittnr.
Die Gattin eines berühmten Künst
lers in Frankreich, der von enthusiasti
schen Verehrern, die ach Autographen
jagen.in besonders hohem Grade belä
stigt wird, engagirte vor Kurzem eine
Köchin vom Lande, mit der sie sehr zu
srieden war. Nach Verlauf des ersten
Monats sandte Madame ihre Küchen
fee in das Arbeitszimmer ihres Gatten,
von dem sie den Monatslohn ausgezahlt
erhalten sollte. Schon nach wenigen
Minuten kehrte die Köchin roth vor Zorn
zu ihrer Herrin zurück und kündigte ihr
den Dienst auf. ,,Aber um Himmels
willen, was ist denn nur geschehen?"
fragte Madame verwundert. ,,Was hol
er Dir denn gesagt?" ,,Gar Nichts
hat er gesagt," schnaubte die Wüthende
und fuchtelte ihrer Herrin mit einem
Eheck im Gesicht herum. , .Diesen Wisch
hat er mir gegeben - das soll mein Lohn
sein für 'nen ganzen Monat Abrackern !
Aber ich lasz's mi: nicht gefallen - nein,
ich nicht - ich li keine von die verdrehte
..Ottografsensammlerbande."
Tödtung der Walfische durch Etec
tricität. Ein kanadischer Seecapitän
hat einen Apparai erfunden, welcher den
Walfischfang um ein Bedeutendes er
leichtern würde. Und zwar soll die
Harpune am Ende eines langen Me
talleabels befestigt werden, das an ?M!
des bisher verwendeten Taues treten
würde. Eine Dynamomaschine, die in
dem Boot aufzustellen wäre, versorgt
daS Eabel mit einem elektrischen Strome
von 1-0,000 Volt. Der Erfinder
glaubt, dasz kein Walfisch den electri
schen Schlag aushalten würde, sobald die
Harpune in sein Fleisch eindringt, ihn
mit voller Kraft trifft.
Der Bericht der Eommission, welche
aus Veranlassung des Sekretärs deS
Innern eine gründlickx und umfassende
Untersuchung über die Forst -- Frage,
mit Berücksichtigung der Mittel zur Er
Haltung bestehender Forsten und der
Neubepslanzung abgeholzter Forsilän
dereien angestellt Hat, liegt vor. Der
selbe con,'tc!irt,dak die NaiionalDarkZ
Durch etwelche kürzlich einge
führte Reformen im Zuchthauswesen
spart der Staat Virginien circa $70.
; Q00 Pro Jahr.
D e r B i b l io th e k a r der
öffentlichen Bibliothek in Konsas Eity
bthauptet, dasz die von AlaSka handeln
j ixn Bücher seit einigen Monaten, ne
' ben den Tagesromanen, die gesuchte
fttn seien.
Zu B cnningto n, Vermont,
beging neulich Frau Sophie Wal
bridge Winnie chren hundertsten Gc-
burtstag im Kreise von 400 freunden.
Die Greisin ist noch sehr rüstig.
u ck a w a n a g o ist daS son
derbarste Städtchen in Colorado. Es
hat eine Bevölkerung von 160 Seelen,
die 30 Familien ausmachen, einen Eom
miffär, einen regulären Polizisten, ei
nen Arzt und eine Apotheke, und wird
nach communrstlichen Principien geler
tet. -Eine New Yorker Ver
sicherungSgesellschast macht in Ehina
gute Geschäfte.
Gcnlcinnittzies.
- -
Eommeraussaat tz 9 I u
(still.
Um im nächsten iahif rbt kruhiiia
Blumenkohl zu ernten, muf; mg den
Samen womöglich schon im Juli oder
August aussäen, in kälteren Ländern
vielleicht noch etwas früh, in wärmeren
aber errs später. Den Samen streut
man entweder dunn aus ein umgegra
benes und gut zubeieilcleS Mistbeet oder
man säet den Samen i kleine Holz
kästen oder Töpfe, um später die Pflan
,en ins Mistbeet zu versetzen. So
lange es noch einigermaßen warm ist, :
läßt man das Mistbeet unbedeckt ; tritt
aber kalte und regnerische Witterungein.
so müssen Glasfenster ausgelegt werden.
Um gesundes und kräftiges Material
zu ziehen, müssen die Pflanze so lange
es geht, viel Luft erhallen, und nur.
wenn die eiguitliche Winterwillerung
eintritt, hält man die Fenster geschloffen
und deckt auch noch mit Läden undStrvb
decken. Sonst müssen aber die Pflan
zen, namentlich bei lauer Wittcruno.o'.er
gn sonnigen Tage immer einige Lust
bekommen, den sie sollen nicht zu schnell
wachsen ; namentlich ist aber ach dem
Frühjahre zu immer mehr Luft zu geben
und kurz-vor der Zeit des Anpflanze
sind, um die Pflanzen noch mehr
an die äußeren Witlerungsverhälinisse
zu gewöhnen, den Tag über die Fenster
ganzwegzunehmen. DiejuisgenPflan
zen werden den Winter über mehr nocken
alS warm gehalten und erst gegen das
Frühjahr zu erhalten sie reichlicher Was
ser. Das Auspflanzen richte) sich sehr
v--ch der Witterung, kann nches Jahr
schon im März, manchmal aber erst im
April erfolgen. War die Witterung
mild, stehen die Pslanzen im Freie
und kommt noch unerwartet ein starker
Frost, so sind dieselben etwas zu
schützen. Gewöhnlich erreicht man dies
schon durch AnHäuseln der Erde um jede
einzelne Pflanze herum, besser thut
man aber, wenn man die Pflanzen gleich
von vornherein beim Verpflanzen mit
etwas altem Dünger umgibt. Der
Dünger hält dieselben geschätzt und wirkt
auch später kräftigend.
! Ein ganz praktisches Mittel, den Fi
schen in den Teichen vermehrte und
billige Nahrung zuzuführen, besteht da
tin, daß man hölzerne Horden etwa 30
Zentimeter über dem Wasserspiegel
anbringt, auf dieselben, in feuchtes Stroh
verpackt, geringwertige animalische
Produkte (PferdefleischEingeweide.Kg'
daver etc.) aller Art auflegt und durch
die '.n ihnen sich e.i0tckclnde, in den
Teich herabfallenden Maden den Fischen
ein willkommenes Futter bietet. Will
man gleichzeitig verschiedene Alters
klaffen oder Gattungen von Salmoniden
aufziehen, so bedarf man selbstverständ
lich dazu einer Anzahl Teiche, die unter
sich möglichst nahe beisammen liegen.
Wasserdichte Leinwand für Gar
tenzelte. Marquisen. Man nehme 11
Liter Leinöl, rühre in dasselbe je 130
Gramm Kleigkätte und Umbra ein und
koche das Ganze unter öfterem Rühren
in einem entsprechend großen das
Ueberlaufen der Masse ausschließenden
Gefäß 24- Stunden lang auf einer
Herdplatte unter der gebotenen Vorsicht.
Die erhaltene Masse wird noch warm
in Anwendung gebracht und an einem
sonnigen Tage schon frühzeitig auf die
vorher auf die Zeltstangen gespannte
j'inwa,id aufgetragen. Ein frühzei
tiges Auftragen empfiehlt sich, damit
der Anstrich während des Tages durch
die Sonne völlig getrocknet werde.
Trocken gewordene Brod wieder auf
zufrischen. Am leichtesten gelingt dies,
wenn man das Brod in einen thönernen
Topf oder eine Blechbüchse gethan, in
siedendes Wasser bringt. Selbstredend
sind Topf und Büchse. in dem das Brod
sich befindet, gut zu verschließen. Man
gibt aus diese Weise altgebacknem Brod
in jeder Beziehungwieder die Eigenschaf'
tcn neugebackenen Brodes. Diese Art
und Weise ist jedenfalls dem in Ofen
Bringen oder auf der, Rost Legen vorzu
ziehen.
Liqueur, gewonnen aus schwarzen
Johannisbeeren, bildet bekanntlich ein
vortreffliches Hausmittel bei Verdau
ungs leiden, Hämorrhaidalleiden etc.
Seine Herstellung ist eine überaus ein
sacht. Sind die Beeren völlig reif, so
werden sie gepflügt, sauber gewaschen
und ungequetscht in Flaschen gefüllt.
Ueber die Beeren gießt man sodann Eoa
nac, auch guter Nordhäuser Korn thut?,
und zwar so. daß der Branntwein noch
über den Beeren steht. Die Flaschen
weiden nunmehr gut verkorkt und 3-3
Wochen lang an einen warmen Ort
oder in die Sonne gestellt. Nach dieser
Zeit ist der Liqueur genußfähig. er
wird abgefüllt in Flaschen aufbewahrt.
Er hält sich Jahre lang und wird mit
zunehmenden Älter immer besser.
"Gegen Hartleibigkeit. Man wasche
den Unterleib kreisförmig mit einem
in ganz kaltes Wasser getauchten Hand
tuch, trinke dazu Wasser und mache sich
möglichst viel Bewegung, so wird e sich
bald bessern. Dies ist ein die Gesund
heit sehr förderndes Mit.
...-.-,,-.. -c .H.
Mann (aus das Thermometer blickend):
fccute ist neun Grad. Frau: Das
ist aber merkwürdig, sonst ist ja neun
ung'rad.
'
Unverbesserlich.
Sie : Aber Michel, kommst Du
schon wieder aus dem Wirthshanse?
- Er: Ja freilich, liebes Weibchen,
ich kann doch nicht fortwährend drin
kllkikn
Ari.c... .rfier
schreibt in seiner neuesten Nummer :
Vorgesterri war U B.gräbnis; unsere
allen Freundes und Äidersachis Eol.
Hiram Snissle. Tos Eniivse dabei
ist, daß Eol. Snissle gar nicht begiatxn
wurde. Und das kam so:
Der Eoloncl war ein Marn. dem die
Mäßigten eine unbekannte Tugend war.
Seit acht Jahren haben wir ihn nie
anders als sternbagelwll gesehen Als
fi kürzlich Nackis nach tanl kam.
stolperte er auf der Trepp,-, fiel zwei
Stockwerke tief ins Erdgeschoß und
blieb dorr kalt und stets liegen. Dr.
Mickey. den man svsor, hcrbeiries, con
stattrteTchädelbruch und erklärte den
Eolonel sürmause'odt.
! Man brache die Leiche nach oben,
taufie eine Euealyptu? Kiste und legte
sie Hinein. Vorgestern sollte, wie ge
sagt, die Beerdigung atisinden. Die
..Boys" waren alle da. um ihr Bei
leid zu beweisen. Es kreiste die
Schnappsslasche und sämmtliche Re.
volver wurden abqesche'ssen. Da rich
tete sich Eol. Snissle im Grabe aus und
verlangie einen ,, Drink", 0"r war
nicht todt gewesen, sondern hatte bloß
seinen Rausch ausgeschlasen. Der
Schädelbruch bestand nur in Dr, M i
ckey'S Einbildung.
zu.'a ti,nt Mama?
In der Höheren Töchterschule zu k.
soll die Lehrerin der achten Klasse bei
den kleinen Btädchen solgende aller-
dingS sehr pädagogische Erkundigung :
haben : WaS thut Eure N!ama, wen
Papa brummt ?" Äuf die Stellung ,
der deutschen Frau in der betreffenden
Provinz warfen die Antworten ganz !
verschiedene Streislichter. Wenn Pa
pa brummt, dann Heult die Mama !"
Klüger aber scheint mir die Mama, die
dann immer gleich HrnausgW."
Wenn Papa ansängt, dann zeigt cr
aus die Thüre und tust : Hinaus !
und dann gehen wir in die Kinderstube
und wissen nicht, wie es dann der
Mama ergeht." Ein zartfühlender
Vater ! In einer anderen Familie ge
hcn Papa und Mama in ein anderes
Zimmer und sprechen sehr laut, aber
bald immer Mama am lautesten."
Wenn hier Papa nun mit einer gute,,
Stimme begabt ist, wie lange werden
sich die Nachbaren dieses Brummen und
Gegenbrummen gefallen lassen ? Aus
einem andern lieben Kindermund kam
fv!,i'nde Beobachtung: Wenn Papa
Ansängt und zornig wird, dann schmeißt
Mama schnell etwas entzwei, dann er
schreckt sich Papa, und er geht fort."
Ganz verleugnet ihre Weiblichkeit die
Mama, welche Papa immer zu reden
läßt, dann hört er am Ende auf!" Die
kleine Mieze berichtete einfach : ,,Ma
ma sagt dann ganz leise : Männchen !
und dabei sieht sie ihn so lieb an. und
dann sagt er gar Nichts mehr." Ein
kleines Mädchen hatte zur Beherzigung
,und späteren Nachahmung die Erfakt
rung gemacht : Daß Papa brummt,
das kommt bei uns nicht vor, das thut
nur Mama !" Ob die verschiedenen
Eltern mit der Erörterung dieser Frage
in der Schule einverstanden waren'?
Stttttoristisc es.
,5" Gefährliche Probe.
Ob der Schmuck, den mir mein Bräu
tigam zum Geburtstag gesehenkt hat,
echt ist ?"
Das kannst Du leicht erfahren.
Schreibe ihm ab. Ist der Schmuck echt,
dann fordert er ihn zurück."
;
M
Erstes Dienstmädchen: Was ist
denn das sür eine Familie, bei der Du
jetzt dienst ?"
Zweites Dienstmädchen: ..Ach, mit
den Leuten ist nicht viel los ; von den
Töchtern fährt nicht einmal eine Bi
kycle."
.
U Mißlungene Anrede.
Haushälterin: Tausendsaprameni.
was ist das für ein Heidenlärm ! Ist
das eine Manier für einen Bettler, so
an die Thüre zu schlagen!" - Bettler:
Verzeihen S', ich hab' 'glaubt, eö
sei Niemand z'Haus." j
SnläuMfdic,
Eine golde ne. eine silber
nd eine ewohnliche Hochi wurde.
unlängst an einem Tage im Schoße
einer Familie zu Ottawa Brach.
Mickigan. gefeiert.
- Heuschrecke schwärme,
die von weitem wie Silberstieisen inder
Luft aussahen, slogen neulich in nvrd
cstlichei Richtung über Wilbur.Wash.
- Jersey i li hat einen selte
nen Ädvotaten. Nachdem er einen $t
keß, in welchem es sich um $120 hau
deltk, gewonnen hallt, bot tbm der be
treffende Client $100 für seine Dienste
1 an. Der Advokat schlug die Summe
aus. weil sie eine zu erotbitante Veigll
tung darstelle, und nahm nur$ i0.
- Ei n Farmer in Tennesseehat
j seine $1200 werthe Farm mi, Eiern
j abbezahlt Die Zahlungen etfolglen
täglich : manchmal erhielt er bloß drei
Eents das Dutzend.
- Die neueste Z e i t u n g s
schnell presse druckt und falzt
96,000 ach'seiiige Blätter die Stunde.
j Leute im mittleren Lebensalter können
sich noch gut erinnern, wie die schnellste
' Presse nich, so viele vierseilige Blätter
in 4 Stunden serigstelb:n tonnte.
- In einem New Yorker
E o l l e g e zur Heranbildungvon Thier
arzten studiien fünf Frauen. Sie wob
le sich speeiell der Behandlung von
Hunden, Katzen und anderem Pet Thie
ren widme.
- Vo ,i M uskkgon. Mich.,
wird jetzt icht allein eine Masse Eele
rie versandt, sondern die dortige Ein
wohner haben sich auch aus die Schild
krötenzuch, verlegt, die sich sehr gut be
zahlen soll.
- Tom pa. Florida, hat eine
Ordinanz welche das Gcfangenhaltcn
von Singvögeln in Käfigen verbietet.
Dieselbe wird streng durchgeführt.
- E i n e F i r m a in Phoeuir, Ari
zona. Hot fünf Tausend PenniS vom
Osten kommen lasse, um sie in den :w
tigen Handel einzuführen.
- D i e s i e b e n größten Zweirad
fabrikanten im Lande wolle einen
Trust zur Ausrechterhaltung der Preise
gründen.
- I e d e S von der Boston Feuer
wehr benutzte Pserd erhält llsommer
lich eine zweiwöchentliche Vakanz, die
es außerhalb der Stad, aus sastiger
Weide zubringt. Diese Thiere haben
es besser, wie mancher Mensch.
!lc;dtt!vaalcil
Moder? Dienstboten.
Wir ftti,rkn si,. Tik Waaren, wclche
atte vernünftig dek,tt0e r?eutc tragcn
Mit. ,
Gtk Kleidettvaaren
;u Preisen, wlch gerechtser'igl stf d
li.'ii'EwM
Männer Q." .(l(
l? .'itlttr Vi rooll-nr Äniiimgar, 8)iol und J Ki
..UllllUl aksi.r.A,ggc ZM" 9W
i tt ti . t seine tslalz-ttammgern, colch yeoiot fj A titi
tVIlllllU I und seine Ka,sim,kr;üge 5S" '
)) tl tt l t leine Gala .'liumze, iniogemählie ütwfffe tvelche
.lUltllll s,ch z .,Ue Ael,chke,tc eignen. lÄ.?.. tzlö, toA U
id.), i.s und i" mww
)stt- sökren die größte Auswahl vo sauberen, neuen, schönen, ;uvkr!a,sgkn,
passenden Manner-, Knaben und Kinder-Anügen.
2 ttf,lttlff preise möaen schon sür billige Schund und TlioVVN
v VI I i Stoff osserirl Ivorden sein, adkl Zniediigere preise auf
I Iche Waare, wie w,r jühren nie.
Eillcn Prcie für Allc.
Painc
' n ven crge. ::'f:
Fräulein : So hoch habe ich mir
den Berg nicht gedacht, man Hütte doch
einen Esel miethen sollen."
Herr : Sie machen mich zum Glück
lichsten der Menschen - stützen Sie.
sich auf mich, gnädiges Fräulein, und
der Esel ist vollkommen ersetz'." j
. -5 . 'Ä
Noch nicht. $3
MoseS : Schmuhl, hat Dich ge
schimpft der Meyer Hersch einen Be
träger
Schmuhl: Haißt ä Gemainhei! !wo
i mer gelungen noch kein Betrug '." ,
, 5p
Ballgespräch.
Fräulein: Ach. es ist so reizend
hier, finden Sie das auch. Herr von
Brösler 1"
La ndjunker: Jawohl, sehr viele
hübsche Damen, aber schließlich kauft
man die besten Kühe doch nur im Stall."
BGr
W"'-
Gemüthlich.
Eine zeitige 5rtnnerung.
Jede Jahreszeit wendet unsereBelroch
lung aus die ihr eigenthümlichen Gefahr
für unsere Grsundh il, Die 'Ankamst
des Herbstes findet Viele an ftrojt und
G!,undhkii zuiückgebracht kaum voibe
reitet das Geschast des Lebens foitzu
setzen. Der Magen und die Eingeweide,
die gtoße Landstraße der Ihieiischen
Haushaltung sind besonders im Herbst
den Kranlheitkn au?grsktzt, Tas er
pös L- Gtzftt hat auch gelitten, Beson
öerS Tnvkus und Malaria finden im
Herbst ine Vereinigung von Eide, Lust
u td Wasser die diese Jartreszeit s ve
so u,'ers ge'öhllich bezeichnen. Die her
an Ilcnden Blätter, die verdorbenen Ge-
müse traaen ihren Theil an der Ansteck-
u,g if. Hood'S Sarparilla gewährt
e ien werthvollen Schutz gegen diese
wicboaen Kiankbeitsstofse und sollte im
Herbst geb.aucht werden ehe ernstliche
'ankhett zum Boischein gekommen i
WM.
Gerichtsvollzieher ider vergeblich et
was Pfändbares sucht) : Haben Sie
keinen Sonntagsanzug?" Skj
Schuldner: Leider nicht."
Gerichtsvollzieher: Na. dann las
sen Sie sich doch einen machen, ich kom
me nächste Woche mal wieder!" . j&
H.y Springs. E. Kippwger von
hie, eihieli einen Scblaa von einem Pier
de, der ihm solcheVerletzunge verursachte,
daß er suns Stunden spater daran naiü.
K ppinger ioat ein pronitrenter demofra-
li cher Politiker.
A seiner Ausgabe vom Dienstag
befiDinivft dus ..Journal" de Arbeiter-
s..hrer ebs, weil er bei der Schieße?
faire bei jpo;leton ntctjt zugegen war und
i ennk ihn mit anderen Sort,.n einen
Feigling. Debs konnte doch unmöglich
eine Ahnung von der Adiiazt der epu
lg Sbnisss haben, anftsndiae, unbetvaff-
nete Arbeiter ;u ermorden. Debs ist
krin Feigling, da er stets ohne weitere
llmtchwcite feiner Annchi usoruck ver
i tcben bat. während die Herren vom
,, State Journal" niemals den Muth
hatten, gegen die unsaub ren Elemente
in der Politik ffront tu machen. Der
unprovoeirte Angriff auf Dbs liefert
den Lesern des ..:Zoutnal" den Beweis.
daß der Redakteur des Blattes mit der
Wahrheit auf gespanntem guße leb!.
Am Donnerstag gelangte ein Erem
plar deS Sonntagsdlatt der ,, Chicago
Äiveiier-Zeiluna in unteren entz.wet
cbcö eine Gcbilderua der 5kubiläumi-
fiier anläßlich fces oiähriae B.stehens
bei selben drahte, Die Feier tjitte sich
eines außerordentlich starken Besuches zu
e heuen und scheint die ..CHicoao Aibei-
ter Zeitung" eine Unmasse Anhänger in
der tadt zu hab.n Wenn dieses Blatt
sich eines so ausgedehnten Leserkreises
inhmen darf, so ist die sast ausschloß
l,ch auf die Ueberarifse des .aviials tu
,ück;ufuhren. Das Vorgehcn der im
Lvtde der K'ohlengrubenbesitzer strhenden
boiden qeu die hungernden Verq-
teuie, ist wahrlich geignek, Haß gegen
le besitzenden i lassen zu erzeugen Wenn
mir UN m Allgemeineu auch nicht für
eine tu scharfe Svracbe 'IN den Organen
Ler Aibeiierperiei begeistern sönnen, so
haben mir für die nimineriairen Atbei
leiichinder a ka PuUman us,v., noch me
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