Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, August 19, 1897, Image 5

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NEBRASKA STAATS - ANZEIGER. Llncolrv.
k e,,rtrride,vane.
( gird! leinen irderbiichetrn Feiad
des km !diba.i. als die um dem
tBftlHen Nomen ..Thingdu" fx
lannie Ä'ctt ldcwsnzk.
Die Sao'sn Kkhtn herrlich. Befon
dert ädsijtn und Ökiltt riprechen
reiche ISit-.tr. Mi! Wohlgefallen be.
iroHiet der Irrnm seine fotixt. t?r
freut sich der Aussiebt aus einen un
gewöhnlich grossen Pmieietjen. To
Vatnt ri v-, Hinblick aus feint Jelde:.
bis jt nn nicter. 1 naen och im schönsten
Grün pr'"..,en einiae gtl Flecke.
ifi wkii,. it find dos Weit der Öf
tre idew an ze. die den Lebens'ast der
Öttieitx pflanzen oujiaucit T.w nfc
wenige Tage und MillwMn von
,.i?biny.rgs" bedecken wie mit einem
schwarzen 'kickkninckxdieschiinftenHvfs
nungen rS armer, Haben dir Pest
schwärme von einem Jelde Besitz gi
nommen. so siebt der mmer ferne,
feinden rolltommen wehrlos gegen
über. Das Heine, wenig mehr aU ein
schiel Zoll lange Geschöpf, vermehrt
sich nickt nur in einer Schieden er
regenden Weife, funden: e? beginnt skin
Zerstornngswert mit dem Augenblick,
in welchem es aus dem Ei ichliipf l und
beharrt dabei bis zu der Sekunde, in
cher es aus dem yeben scheidet. Gleich
zeitig bringen die onsgewochsenenThiere
den Stengeln und Blattern, die jungen
den Wurzeln Verderb n, In wenigen
m logen l nichien die Unholde die I nickt
S VJlonaie langer schwerer Arbeit des
i'anfcmnnne?.
Die ßkirciberoonzcn geboren zu den
Infetien, die halbe Flügel Haben, und
daher unter dem Namen Halbfliigler be
lannt sind, Waef) den Beobachtungen
der 'Jiatnrforlcfifr legt jedes Weidehen
jährlich lnOii Eier. Zwei bis drei
Brüten werden jährlich gezüchlei.Trocke
nes Weiter beforderi die Vermehrung,
während Waffe derselben hinderlich ist.
Anhaltendes Regcnwetier zerstört viele
Millionen von Eiern und Unmassen der
jungen Brüt, '.'lud) brechen bei grvizer
Nässe verheerende Seuchen unter dn
Wanzen an 5.
Während des Winter?, rbringen die
Getreidewanzen ihr Dasein i halb
erstarr lem Znstande unter Slcinen.
Holzstiicken, 'rockinen Pflanzen, Schutt
und dcrgliichen. Erweicht die ftriil
lmgssonne da?' Erdreich, so dringen die
aus dem Winter'chlafc erwachten Weib
chen in den Boden, um ihre (f ier an den
Wurzeln bei Pflanzen abzulagern,.
Nach 14 Tagen entschlüpft das junge
Geschöpf dem (i. Sofort dringt es
mit seinem Rüssel in die Wurzel der
(Betreibers Innre und entzieht derselben
Kraft und Saft. Nach drei 93
pnppungen erreich! die Wanze den
Zustand der Vollendung, der sie zur
Fortpflanzung befähigt. In jeder
l 7?orm, welche sie durchmacht, bleibt ihre
Gesräfzigleii unverändert.
Die vollendeten, mit Jltigeln reife
kenen Thiere machen von denselben sel
ten Gebrauch. Haben sie aus einem
Felde da Getreide in Grund und Bo
den zerstör!, sv Vcrsz lein grünes Blaii.
lein saftiger Stengel mehr zu finden
ff, so nehmen sie von dem nächsigelege
nen Felde Besitz. Kriechend bewegen
sie sich schaarenweie fort. Nur höchst
Ausnahmsweise machen sie auf der Tu
che nach Nahrung von ihren Flügeln
Gebrauch, Nur wenn die Aussicht
guf den Hungertod infolge tnappcr Iut
ter - Vorräthe sie treibt, nehmen sie
ihre Zuflucht zu den Flügeln.
Haben die Wanzen das Weizen- oder
Gerfteseld zerstört, so nehmen sie das
jlächftgelegene Maisseld in Besitz, Man
hat sich grosze Mühe gegeben, Mittel
zu entdecken, diese Besitznahme zu ver
.hindern. Die Anwendung solcher Wt
tel hat sich mehr oder weniger bewährt,
f Kerosin bringt den Getreidewanzen
sicheren Tod. Man bereitet dabei
eine Kerofin Emulsion. Man schnei,
des ein halbes Pfund gewöhnliche harte
Seife in Scheiben, und locht dieselben
in einer Gallone Regenwasser, bis sie
völlig ausgelöst sind. Darauf thut
man zwei Gallonen Kervsine in ein ai
jes Butterfaß, giefzt die Seifen Iösung
' kochendheiiz dazu, und buttert diese Mi
! V. 'chung eiwa 3 Minuten lang. Zu
' jeder Gallone dieser Mischung giefzt
man darauf 8 Gallonen Wasser, und
vermengt die Waffe durch anhaltendes
Umrühren.
Mit dieser Mischung werden die
.Maisstanden bespritzt, an denen sich
Wanken befinden. Dieses B.spritzen
mufz wiederhol! werden, so ost und so
lange sich Geneidewanzen bemerlbar
machen. Ein einmaliges Bespritzen
wäre vlllommen zwecklos. Nur wer
anhäN, gewinnt.
, Befinden sich leine Wanzen im Mais
selbe, so ist es rathsam. entlang der
bedrohten Seite des Feldes eine tiefe,
breite Furche zu ziehen und grüne Mais
pflanzen in die Furche zu legen. Die
Maispflanze in der Furche werden mit
der Emulsion begossen. Es mag nÖ
thig werden, später in die Furche fri
sehe Maispflanzen zu legen, und auch
diese zu begieizen. Ucbcrschreiien die
Wanzen dennoch diese Furche, so zieht
man zwischen dieser und dem Mais
selbe eine neue, und wiederholt das
Verfahren.
Unter der. übrigen Mitteln, die in
Vorschlag abbracht sind, erwähnen wir
noch das folgende, das nach den Mit
iheilunaen eines deutschen Farmers in
Illinois sich als zuverlässig erwiesen
haben soll. Er stellie entlang der be-
drobien Teile seines Maisfeldes l Zoll
breite Jenzbretter aus die Längstante,
" so daiz sie etwa 2 Zoll in den Boden
eingriffen, Schloffen die Bretter da.
wo sie zusammenstießen, nicht dich! an.
einander. ,o opfie er du yuefe mnaUe
Lumpen au. Darauf tränkt' er die
Bretter mit kfarbslineum Avrnanus. ;
Der oden wurde am Äufef der Biet. ,
ter recht festgetreten. Unser Okmisti
mann verfichcri, daß fein liornfeldl!!
kommen ivn den Hlnnifii rfckonr blieb.
'lufer l'ai.!: :iicliani
In einem von dewAckeibou Sekre,
Iam, . Wilfon dem Präsidenten u '
terbreii, t? Berichte über den Nadel '
hol Island in den Ber. Tiaaien fiiwtn
sich demerb'nswerthe Mii,n i!uvg ,
Wahrend der BeriÄl drn Vcrbralich
diese Holzes mi, ziemzicher Zichclheit
skitklleu zu tonne q'aub!. sink die b--irefss
des Bestandes eing'.iaufeuen Än
gaben nicht bestimmt gcu,z. um cinege- i
naue Tchätzung möglich zu machen.
Im Staate M i n n k s o t a hat
eine von den Bkkvrde vorgenommene
Abschäiuug des ',1,'adelhvlzes. mit Ein !
schluß der norweg,sck-n Fickten. nnen
Bestand von ungesäbr 2) Billionen ;
Eubilfuß ergeben.
Obgleich aus Wisconsin off!
zielte Angaben ich, cingk!afen sind,
glaubt man den doitigen Bestand der
weißen und norwegisch Fichten aus
1U Billionen Fuß schätzen zu könne.
Aus dem Ttaate Michigan ist
ein vom Ärbkitscommissär ausgeser
tigter Bericht eingelaufen, welcher das
mit Fichten und Tannen bestandene
Arcal auf zwei ein halb Millionen Acker
ongiebt.
Aus P e nn s r, l va n i e n einge
lausene Angaben lassen aus einen Be
stand von 10 Billionen Fuß sichte n
stand von 1 Billionen Fuß Fichten
und Tannenholz schließen. Diese Sckä'
tzung schcint indessen zu hock gegriffen
zu sein.
Obgleich auch die Berichte aus dem
Staate N e m 1) o x sehr unvollstän
dig sind, schätz, man den dortigen Nadel
bolzbestand auf annähernd 5 Billionen
Fuß.
New Harn p ( l) I t wird aus drei
Billionen geschätzt und Berichte ans
dem Ttaate M a i n e geben den dor
ligen Bestand aus l'i Billionen Fuß
an. Es ist eine bekannte Thatsache,
daß im Pine Tree" Ttaate der Be
stand an Nadelholz seit langer Zeit be
deutend zurückgegangen ist.
Im Allgemeinen ist der Ackerbau
Tekretär der Ansicht, daß die obigen
'Zahlen etwas zu doch gegriffen sind
und daß man bei Abzng von 18 bis 20
Billionen Fuß in den genannten Nord
staaien ein allenfalls richtiges Ergebniß
erreich.,, könnte. Auch wst Herr Wil
fon auf den bedrohlichen Umstand hin,
daß, wenn das Fällen von Nadelholz
in derselben Weise weiter getrieben
würde, wie bisher, in 0 Jabren der ge
sammle Nadelholzbestand 3er Nord
floate verschwunden sein müßte.
Der im Süden befindliche Fichten
bestand, sowie die Enpressen und ahn
liche Banme dürsten sich bald so fähr!
der Bericht fort auf dem Markte gel
tend machen.
Das gesammre mit für den Handel
brauchbarem Fichtenholz bestandene Ter
rain im Süden umsaßt J30.000 Qua
drolmeilen oder 147,000,000 Acker.
Noch Abzug von Farmland und cmde
rem Terrain, auf dem der Jichien
bestand nur mangelhaft ist, würde noch
ein Areal von SO Millionen Ackern vcr
bleiben. Wenn mon auf den Acker
LOOO Quadrotfuß Ho!zbettand rechnet,
so würden 270 Billionen Quadratfuß
herauskommen.
Auch an der Pacific - Küste
find Abschätzungen vorgenommen wor
den, und der Bericht sagt, daß bid der
Augenblick kommen dürfte, da der ferne
Westen mit seinen Holzbestanden auf
dem östlichen Markte erscheinen würde.
Die eingelaufenen Angaben, welche den
dortigen Bestand auf 1000 Billionen
Fuß schätzen, werden ebenfalls in dem
Berichte als übertrieben bezeichnet. Es
werden jährlich an der Pansicküste un
gefähr 4 Billionen Fuß Fichtenholz ge
fällt. Wenn man diesen Umstand mit
der Thatsache in Verbindung bringt,
daß bei einem Bestände von 1400 Bis
Honen Fuß im Osten jährlich wenig
stenS 30 Billionen Fuß geschlagen wer
den, so muß man sagt der Bericht
zu dem Schlüsse kommen, daß nach 40
bis 30 Jahren unser gesammter über
aus nothivendigerHolzbestandverschwun
' den sein wird, wenn diesem unvernüuf
tigen Treiben nicht ein Ende gemacht
wird.
Der Bericht fügt dann noch hinzu,
daß allerdings auch NackivuchS statt
findet, daß aber in Folge von Waldbrän
den und dem Mangel an Pflege des
jungen Bestandes auf gute Resultate
in dieser Hinsicht vor der Hand nicht zu
rechnen ist.
Der AckerbauSekretar kommt zu
letzt zu dem Schlüsse, daß nur die größt
mögliche Einschränkung des Holzföl
lens und eine größere Sparsamkeit im
Verbrauch der Hvlzbeftände die Ver.
Staaten davor, ihr Holz künstig aus
dem Auslande beziehen zu müssen, be
wahren kann.
5ir ,.Frendenskener" Penn
sulvanirnO.
gegen die Burtdesverfassung sei. siügt
sich rauf, daß nur der Kongreß über
Ausnahme von Einwanderer und der,
Rickie zu verfuge habe. Der belref
sende Kläger ist ei Engländer ; er stellt
vor. daß durch V.rirog zwischen England
und den Bei. Staaten bestimm, murde.
die Eingeboren, n txider S malen Hl'
ten in dem andk-rn gleiche Wohnungs.
rechte hoben mit den stingeborenen. so
wie von allen -.'asten, ausgenrmmensol
chtn. welche den Bürgern des bettef
senden Lande? auferlegt sind, freisein.
Ferner wird vorgestellt, daß die Bei
fassn ng und die Gesetze dr Republik
und alle Vertrage, welche die Ver.
Staaten abschlsssen. die höchsten Gesene
des Landes ein sollten, und daß die
Staaten kein Recht zu Verträge mit
dem Ausland haben, so daß bei einem
Bruch derselben die Ber, Siaaten
verantwortlich weiden, nicht d'r bktref
sende S taat. in diesem Falle nicht Penn
svlvanio.
Das 14. Amendemcnt der Bunde? ver
sassung, heißt es ferner, bestimmt, daß
kei S mot einer Pelf n gleichen Reckts
fchntz verweigern soll. Die Auslage der
3 Ernte Kopfsteuer aber fei eine Ver
letzung dieses Schutzes, weil die Steuer
nicht allen anderen Personen im Staate
auferlegt wurde.
Die pennshlvanische Fremden (Alicn-)
Steuer, das heißt die Kopfsteuer von
täglich 3 Ecnts für Arbeiter, die keine
Bürger sind, ist vor das Bundeskreisge
richt dkS West - Distrikts von nw,,
vllnien gebracht worden. Die Enkfchei
düng des Gerichts, ob diese Steuer eine
Verletzung der Bundesverfassung ist,
wie behauptet wird, oder nicht, ist von
größter Wichtigkei, nich, blos für Penn
sylvanien, sondern für das ganze Land.
Die betreffende Klaae. daß die Steuer
Aneltdctctt von enaU
Qairt.
Mit Senator Jsham G. Harris von
Tennessee ist eines der hervorragend
sten Originale ans den. Bundessenat ge
schieden. Er tvar der Typus eines
südliche Brigadiers, ein anfbiausen
der alter Haudegen, der ein unanslöfch
liches Vvrnrtheil gegen ZeilungstorreS
pondenten und schlechten Whisier, be
saß. ..Wenn ich die Niacht häe," pflegte
tt mit dem ihm eigenthümlichen Nack
druck zu sagen, so würde ich ans allen
Drnckerpressen Kanonen machen und
olle Typen in Kugeln umgießen und
jedem verd Zeitungsschreiber den Kops
damit abschießen lassen." In der
Extra - Session von 1803, da die Sil
ber Demokraten im Senat, Harris an
der Spitze, so harlnäckig gegen den Hü
ben? des Sherman'schen Silberon
koufs Gesetzes antämpsten, war die
Krisis angekommen; Anzeichen den
leten darauf hin, daß der Widerstand zu
sammenbrechen werde, Senawr Har
ris kam aus dem Senatssaale heraus,
ingrimmig wie ein türkischer Poscho.
demseineschönsteTrlooindurckgebronnt.
als ihn ein Zeitnngstorrespor.oent on
sprach, um seine Ansicht über die Ti
luotion zu erfragen : ..Junger Mann."
donnerte er ihn an, wen ich die Welt
dadurch vom Untergang retten kminte,
daß ich hnen etwas mittheilte, ich
würde es nickt thun '."
Senator Harris nnd der verstorbene
Senator Beck von Kenlnckn waren große
Freunde, Beide anerkanstte Tachverstän
dige in Bezug aus ..ft ne" - wn Bour
bvn" . Whiskey. Vor Jahren pfleg
ten sie hänfig-Ehamberiin's Hotel heim
znsnchen, vor Zeiten der Tummelplatz
vieler seltsamer Geister. John Eham
berlin - er schläft jetzt auch den Tchlas,
von welchem kein Erwachen stand
damals noch in der Blüthe seiner Jahre
und hielt sehr aus 'nen gute,, Tropfen
für seine Gäste wie für sich. Da hatte
er einstmals ein kleines Fäßchen - ganz
was altes und exquisites, zugesandt be
kommen. Beck saß gerade in einem Eck
chen, als Ehamberlin mi einer Probe,
heteinttat. Er wünschte das Urtheil
des Sachverständigen. Beck schlürfte
ein Schlückchen, rollte eö ans der Zunge,
und sah dann den Bonisaz an : ,,Hm.
guter Tropfen, aber schmeckt merkwürdig
nach Eisen !" Ehamberlin schaute ihn
ungläubig an, nahm selbst einen Schluck
und schüttelte den Kopf, das war ihm
ein Räthsel. In dem Moment kam
Harris herein. Ehamberlin ging so
gleich aus ihn zu und lud auch ibn zum
Probircn ein. Der Senator von Ten
nessee ließ sich ans einen Sessel nie
der, nahm das Glas, nnd ließ den
braungoldigen Trank bedächtig über die
Lippen gleiten ; dann nocheinenSchluck;
er schnalzte mit der Zunge nnd strich
sich den langen, weißen Piraten
Schnurrbart. ..Nicht schleck." brumm
te er, ober der Stoff hat 'ftn sonder
baren Beigeschmack, - n5 Leder !"
Jetzt sprang Ehamberlin wüthend auf,
lief in den Keller und ließ sogleich das
ganze Fäßchen abzapfen. Auf dem
Grunde desselben fand man einen'Tep
pichnagel mit lederner Kappe ! Beck
hotte das Eisen herciuscpschmcck', aber
Harris sogar das Ledeistückchen.
GetticinniNziges.
ZurvorthcilhaftenSchwei
n e m ä st u n g.
Viele von Alters her für vortheilhajl
gehaltene Schweinemastmittel erfüllen
nur unvollkommen ihren Zweck, weil
dieselben oftmals nur eine ganz ge
ringen Theil an phosphorsaurem Kalt
enthalten, welchen die Thiere zum An
bau eines starken Knochengerüstes noth
wendiger Weise brauchen. Ein starkes
Knochengerüst ist aber gerade auch bei
Mastschweinen erstes Ersvrdcrniß, da
mit dasselbe die sich ansetzenden Fleisch
und Fettmassen zu tragen im Stande ist.
denn ohne Knochen kein Fleisch.
Wird nun der im Futter fehlende pbos
phvr saure Kalk nicht künstlich ersetzt,
so verlieren die Schweine in Folge der
unrichtigen Ernährung die Jreßlust.
und Krankh'iten, wie Knochcnweiche,
Lahme usw. sind die natürlichen Fol
gen. Wie schwer es aber ist, diese
Krankheiten zu heilen, dürste zur Gc
nüae bekannt sein und müssen die
Thiere oftmals, ohne daß sie fett und
fleischig sind, geschlachtet nrdcn. nur
damit sie nicht trepire. Tiefer Um
stand nun lätzt sich leicht und mi, wenig
Geld vermeiden, indem tr.cn cm beste
gleich, wenn man kleine Schweine zum
Heransüitern in den Slall fet. ttwaj
xhoSphori auren Kalt zum Futter
giebt und zwar inglici
,en gekauslkn Tdeelckicl lt.
sechS Wochen spare r zivci solcher Löffel
und nach weiteren sechs Woebixn Diei
Theelösstl. ebenso! gehäuft. Tas
legte Quantum wirv van beibehalte
Tie Kosten betragen sür die gcin Le
benszeit eines Schweine? nickt
viel und hält man dasür ein Thier,
defsen Werth in Folge des besseren An
fatzes von Fleisch und Fett um viele
gestiegen ist.
Außer bei Schweinen laszt sich
solcher phosphoi saurer Stall auch
zur Aufzuckst von sonstig, Zungvieh,
ferner bei allen trächtigen Sbien. bei
Milchvieh. Geflügel usw. mit grv
ßem Vortheil anwenden und ist ein vor
zügliches Mittel auch gegen Leck sucht.
Mauke. Rothlaus. Verkalben, sowie
zur Steigerung der Milch und Eier
ertrüge. Jeder Biehbcfitzer sollte deß
halb diesen Kali im eigenste Z,erefsk
stets vorrälbiq im Haufe hallen.
2as Beschneide des Wcinstockes im
Frühjahr oder Herbst übtaus die Fruckt.
Traubenentwickelunq nnd Weife einen
bedeutenden Sinfl ufcaus. W rdeWeiw
rede n im Frühjahre beschnitte,,, so tritt
eine große Menge Sast ans. welcker
dem Wacksthum verloren geht. Schnei
det man dagegen im Herbst, so tritt gar
lein Saftverlust ein. Dcr erste aus
steigende Sast im Frühjahr briugtgläch
die Augen nnd die Fruchtbildung zur
Eniwickelnng, und man ist nun um eine
ziemlich große Zeit voraus; dock, ist zu
bcmerken, das im Herbst beschnittene
Reben mehr vom Frost zu leiden haben,
als fvlcke. die im Frühjahr beschnitten
werden. Die Fruchtaugen schwellen
beim Herbst schnitt früher an, der Sasl
istauf einen kleineren Rann, konzeiurirt.
die Zellen des Holzes alle dicht gefüllt,
und ein Frost bringt deöbalb den Saft
bald ins Gefrieren und die Zellen zer
reißen. Ter Herbst schnitt ist als da
mit besonderem Vortheil anzuwenden,
wo die Gefahr der FrühjahrSs röste nicht
zu fürchten ist.
Bei bei Schweinemast weite in den
meisten kleineren Wiithiche.tum immer
noch große Fchler gemachl. Fast allgr
mein ist die falsche Ans ich, verbreitet,
daß die Thiere vor dem Beginn der Mast
miiiderwerlhiqeSFuüereryalten müsse.
Soll aber bi der Schwei nemc. in gutes
ResuOat erzielt werden, sv ist Folgendes
zu beachten: 1. eine gute und sorg
fällige Ernährung der Thiere muß schon
in den ersten Lebenswochen beginnen.
2. Milch, besondere süße Milch, ist ein
wesentliches Förderungsmittel der Edel
mast. 3. Täglich einige Hände voll
Gerste gereich,, beförder, die Knochen
bildung. 4. An freier Bewegung in
frischer Lufl darf es nicht fehlen, licht
aber im Winter diese da? Wetter nicht
zu. so muß man den Thieren täglich et
was Kies oder Holzkohlen in den Stall
geben. 5. Die Mahlzeiten müssen
streng eingehalien werden ; auch darf
den Schweinen niemals zu viel Futter
auf einmal gereicht werden. 0. Pein
lichste Rcinhaltimei, der Tröge und Fni
terarfäße ist unerläßlich.
Um gesprungene eiserne Küchenge
räche auszubessern, bediene man sich
folgenden Kittes : Sechs Theile Tö.
pferthon und ein Theil feine Eisen
feilspäne werden mit Leinöl zu einem
dicken Teige von der Eonsislenz geivtHn'
lichen Glaskitts verarbeitet. Mit die
scr Masse werden die Sprungslellen be
stricken und fest an einander gebunden.
Die betreffenden Gegenstände dürfen
nicht sofort wieder in Gebrauch genom
inen werden, fondern erst wenn der Kitt
rollkommen erhärtet ist, was vst einige
Wocken in Anspruch nimmt.
Den Aussoll in der Einwanderung ab
gezogen, kvürde 71.727.1JM ci geben.
Selbst diese Z'sser durste über die
Wittlichkei, diiusqchcn. Biclkicht
ist die 77 in Drucksehkr ud es soll
71 deistn. Das wurde der Wahiichein
lichkeit cllerdinas ncilxlvmmen.
ine sr.t,ttarc Sti .,se
Frank E. Parks
Wandler in
Durchgeschnittene Eitronen halten
sich wochenlang, wenn man dieselben
mit der a,?geschni.tenen Seite ans ein
halb mit Essig gefülltes Töpfchcn legt.
??, 000,068.
Nach der amtlichen Schätzung der Re
gierung beträgt die Bevölkerung der Ver.
Staaten 77.000.008.
Wir missen nicht, auf welche Berech
nung sich der betreffende Beamie, der
Aktuar deö Finanzministeriums, stützt.
Aber wir find ganz entschieden der An
ficht, daß die Ziffer viel zu hoch ge
griffen ist. j
Die Bnndeszählung von 1890 ergab
ts2,022,JZ0 Einwohner eine Zu
nähme von !4.8 v. H. gegenüber dem
Ergebniß der Volkszählung von 1880.
Hätten wir jetzt 77.000 008 Einwvh
ner, so hätte unsere Zunahme in 7 Iah
ren fast ebensoviel, nämlich 2:2.99 o.
H. betragen, als im ganzen vorigenJahr
zehnt.
Dagegen aber sprechen sowohl That
suchen, wie die Wahrscheinlichkeit. Es
müßte dau sowohl die natürliche Zu
nähme sich vergrößert, wie auch die Ein
Wanderung mindestens dieselbe geblie
ben sein. Thalfache ist aber, daß
die Einwanderung in den ersten sielen
Jahren dieses Jahrzehnts um ander!
halb Millionen gegen die deS vorigen
Jahrzehnts zurückgeblieben ist (2.713.
348 gegen 4.257 252), und es ist nicht
wahrscheinlich, daß die Nothjahre, dit
wir durchgemacht, die natürliche
nähme befördert haben sollten.
Wären Einwanderung und natllr
licher Zuwachs sich ganz gleich geblieben,
so hätten wir im besten Falle nur 73.
208.932 Einwohner haben können.
huben die Seminolen in einem Mei
len südwestlich von Fort Lauderdale.
i h ftivfrtl,ih..c tvtiT'Mirfvn f
UHi., Mi Wtyiu.-J ..Ms
Camp einem derbrechtN sehen Paare zu
Theil werden lassen. Bor Kurzem
brannte ein Indianer Namens Tiger
Hat mii dem Weibe eines Häuptlings
durch, doch wurde das Paar bald ringe
sangen und in das Eamp zurückge
bracht, '.'.arf, einer Berathung, welche
zwei Tage sowie drei Nächte daueret,
und an welcher der ganze Stamm theil
nahm, wurde beschlossen, dos ehcbreche
rische Paar zum Fraß sür die Allioa
ioren werden zu lassen. Nachdem
sie an das Sudetide von Linie afcr
Key gebracht waren, wurde der Mann
und dos Weib vollständig enitleidet
nnd dicht am Wasser an zwei Pfählen,
die 30 Fuß von einander entfernt tvo
ren, festgebunden ; an einem drille i,
Pfahl zwischen beiden wurde ein Hu'id
gesesselt. um Alligatoren anzulocken.
Einen ganzen Tag brachten die Ver
urtheilien in der glühendheißen Tonne
zu. und am Abend kamen mehrere Alli
gatoren. durch das Geheul des Hundes
angelockt, aus dem Wasser. Erst fra
ßen die Bestien den Hund, und dann
zerfleischten sie die unglücklichen El
brecher.
Ya ?,vriri,d al tclfiutßcn
Ein Hulfsfheriff in Grayfv t?ountrz.
Teras, Jofh Vieffcngcr. hat eine neue
Verwendung für das Zweirad gefun,
den, nämlich die, feine Arrestanten auf
demselben vom Orte der Verhaftung
nach dem Gefängniß zu befördern. Er
kat hinten auf seinem Zweirad zwei
Tritte, k einen auf jeder Seite deö
Rades, angebrocht, auf welche der Ge
songene sich stellen muß. mährend er
sich mit den Händen an seinen Schultern
festhält. So seltsam es klingen mag,
so ist es doch durch eine bereits vier
jährige Ersabrung bestätig,, daß diese
Art der Gesangenen-Besörderung eine
durchaus sichere ist. denn sobald der
Arrestant Miene macht, abzuspringen,
merkt es der Reiier und kann ihn durch
eine geschickte Bewegung sofort zu Fall
bringen, um ihn dann mit seinem Re
vvlver in Schach zu halten. Mcsscnger
erzählt von mehreren Fällen, in denen
seine Gefangenen wirklich versuchten,
ihre ungemüthliche Rolle als unfrei
willige Radler abzuschütteln, doch je
desmal zogen sie den Kürzeren und
mußten beschäm, etngestehen, da'ß sie
an dem schlauen Dkputy-Sheriss ihren
Meister gesunden hätten.
Greel'l, Center, Ä,n Go'inl.ic, Mvr
qen schlug Job D. Marv, welcher als
;n stniiig erktüt! wurde, seine rheirakhkit
foiter, trau Man, I. Huqbes mit
einen Hammer nuf den Kops und brachte
ihr lödtliche Wunden bei. Hieraus be
cmb er sich in' Hans, jagte die Familie
auseinander, zündete dasselbe sowie ds
Seizenield an und brannte 'Alles vcU
ständig nieder.
Rock, tttcht dagewesen.
Wir höustg oo Jen Glauben schenken
Dir trivialsten Redensart,
Ccine darüber nachzudenken,
Ob sie ein Recht kazn bewahr? i
Weil fort sie lebt im vlkeSmnnde,
u pflichtet still ihr jeder bet,
C f)ne zu fsrschen, ob im (Grunde
Se doch vtelleicht nicht irrig sei.
So jprachi einmal vor langen Zeiten
Et Weiter ein gewichtig Wort,
Utid dieses leb! m allen Breiten
In Jngendfrische seitdem (et,;
Und njer vom Mann euch nichts gelesen,
er Ben Akibz ward genannt,
öein!üort ckton olles dagewesen,
!st überall recht gut bekannt.
Was immer heute mag geschehen.
Was wird erfunden und entdeck! ;
Um was sich eire Zache drehen
Ach mag, die nmrdeiu?zehrck!,
Führt sie zu, Guten cwsr Bofen,
Das eine üeht doch dernrenfeft,
Des Wort: Schon alles dagewesen,
Durch lemand sich vernehmen laßt,
loch wen wir rieser nach nnr denke",
Zaun wird gewiß auch Ichnell uns klar.
ufj nicht zu viel tedeuiung schenken
üiii sollte jenem Worte gar ;
Und wenn wir um uns einmal sehe,
stellt manches aus den, Plan sich ein,
'! dem wir müssen eingeslehn,
Ganz etwas Neues doch zu sei.
Wenn einem, der am Weg gefallen,
Ein jeder hilfreich reicht die Hand.
Uno er verlaNen nicht von allen
iich sieht, die er vordem gesonnt;
Wenn Menschen, die um Speise flehen,
Man ,,'cht statt Brod giebt einen Stein
X te Samrritet hier zu sehen,
Da wurde etwas Neues sein!
Wn einen Parvenü wir sehen,
Der nicht auch ist recht dünkelhaft.
Und der nicht stets giebt zu verstehen
Daß er verdantl es eiq'ner Kraft;
Wenn wir uns ich! imWohn mehr wiegen
Daß wir nur klug (lud allem,
Und fremd uns ijt iür trügen
Das mürbe etwas Neue jcm!
So können, wenn wir Unisch rn halten,
Wohl finde wir noch mancherlei,
Das uns belehrt, dem Wort, dein alten,
Nicht ganz zu stimmen gläubig bei;
Das nicht schon Alles dagewesen,
Und neu gar stel ist in der Weil
Ersteht der ohne ffeder!"i-n
Wer sich im Unifch'n niu gef!
Hugo tUachi
(gür den Rebeaska Staat?. eig,
Bealriee, den 17. August lSS7.
Geehrte Redgktion!
Gewöhnlich fangt eine K atschbase mit
Landwirlbschattlickm Malchincu,
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dem Wetter an, nicht wahr Bleibe ich
also memen Grundsätzen treu, letzten
Freitag betten wir hier einenWindünrm,
der nicht von schlechten Eltern war, Hciu
ser" mgestür,!, Lenzen niedergerissen,
Baume geknickt und seihst die stehende
ncht des Feldes teilweise zerstört,
lind Regen!? Dieses trockene Nebraska!
Wie ich in letzter Correspondenz vor
aussagte, ist auch das zweite der Familie
Brnmback gestorben und ivr leytenStälte
gebracht, Den übrigen Mitgliedern der
Familie wird jedoch Gesundheit j Theil.
Es scheint, als ob da miserable Luagen
fieber eS aus dieDoktoren u, deren Fami
lien abgesehen habe, denn jetzt wird be;
richtet, dafz auch x. Funk mit seiner ga
zen Familie von diesemDamon an's Kran
kenbetr oiellcichr Todtenbett gefesselt
ist.
Heute hält die Fonntagsschule der
deulschc baptirilschen Kirche für ihre
Zöglinge ein Picnic im Chautc,nqua:
Grund ab, Hoffenllich ux Zusrieden
heil Aller; denn l'ehrcr und Schüler ha
ben mährend des verflossene Jahres ihr
Zestc? gethan um sich eines wohloerdien
;eu Feieitagks erfreuen zu dürfen.
Eine helle Freude ist es mir gewesen
Bekanntschast des Pastoren Fr. Nau
mann von Gavlod, KansoS, zu mache,
Er kehrte gerade zurück von der Conse
ren; in Hickorr, Grove, Neinaha SoDDto,
die dort von Delegaten evangelisch luthe
rtschen Gemeinden abgehalten wurde.
Als echter Sohn seiner alma mater hält
er das Panier des Wissens und des
Deutsch'huins aufrecht und so lange
Deutschland nur solche Söhne schickt,
braucht bie deutsche Sprache noch nicht
zum Bellelstab zu greifen.
Das prachtvolle Gefchaftsgebände, das
einst Wm, Hewekerl mit großen Ausopse
ningen erbaut, iü jetzt in den Besitz von
Heun, Diintt) übergegangen. Die KOtlf
nimme betrug S.IUO. Der Käufer hä.t
dort eine Wirthschaft und da er stets zu
vorkommend, von seinen Gehülfen Fred,
Hook und HenrySloll bestens unl-rnützl,
wiro er bald die Unkosten verwinden.
Nebenbei, wenn Sie einmal ein Bild zur
Beranschaulichuiig Zeines Bieenschwar
mes sehe wollen, dann kehren. Sie Vh
einmal am Iamstag N'achmittag bei Hen
x) Dunty ein.
Herr Geo. Legelke, der seit Jahren
hier eine Fabrik für ungebrannte Mine
ra'wasser hält, theilt mir mit, daß sei
efcbfl, IrojZ der schlecht. Zeiten, sich
von Zog r Tag bessert. Dies ist das
, steinal seitdem er verschiedene Poulifa
mit feinte ,,Gout"-Medizi,i gesüileii
Büig'rmeister, Maisliall, Stadtviiier
und so, slige Gesellen ermähne die Wr
ger und NiebibUrger jede Tag, doch ja
doch das Unkraut v, ihren lespeltiven
Wohnplätzen zu entfernen. Theilmeifc
wird diesem Anst Folge geleistet, mei
stens aber nicht. Und ein Wunde ist es
auch nicht, denn wenn der Stadtrath in
seiner Schlafmützigkeit sowohl St'.afzen,
wie Vorder- und Hiuterbauttellen von ein
zelneuBegünsligten reinigen läßt n. zwar
auf Stadt:Unkojten,dann sangen Unbe.
günstigte an zu brummen und daraus diir
sen sie sich verlassen. Gebrummt wird,
und das sehr halb!
Am nächsten Samstag werden unsere
republikanische Primärwahlen stattfin
den nnd Sie könne sich denken, mit wel
cher Spannung man d,n Nefultat dersel
ben entgegenschaut. Denn die repnbli
konische Partei hat in unserem (" ounti)
eine absolute Majon'ät! Und wer nomi
irr, wird meistens erwähl!. Allen
Feindseligkeiten und Gemeinheiten zum
Trotz, wird John Greenwood doch
wieder nomiiiirt als Recorder und mit
ihm i'ind Nelson als Sheriss. Ben Mii
ler als Coroiur und Prof. Jausen als
Countu - Sup'iintendent. Als i5u:n
(ölerk sollte iran denken, daß der gegen
wärtige Inhaber Hr. Ernst Wilson wk-.
der aufgestellt werde würde.
Für Schatzmeister habe mir ungesahr
ein Dutzend Eandidaten und da ist es
schwer Boraussagiingen zu machen, doch
sollte ich mich nicht irren, wenn entweder
Herr Stoll, oder Herr Maurer den Preis
davon nagt.
Zin Theil der Maschinerie für die Z'
ckerfabrik ist angekommen. Die Besärch
lang, daß durch den letzten Sturm das
Zuckerrohr erheblicheBefchädigung erlit
ten, ermein sich zum Glück als nnbegiün
d t.
Auch wird es jedenfalls als gute Nach
riebt zu betrachten fein.daß nach endlosem
Hin- und Herziehen die CanningFabrik
zt Etnmachen von TomotonS nun doch
wieder erofinet wird. Ich hatte auch
nich! Administrator dieses Anwesens sein
wögen, wen dies geschehen wäre, denn
die Schmeicheleien die ihm bis jetzt schon
gemacht haben milGrobheilen erster lasse
verblüffende Ähnlichkeit.
Herr Spähn undGemahlin waren om
Sonnkag ,n Ihrer schonen Hauptstadt,
um an der Hochzeilsfkicr einer ihrer Ber
ivandten theiizunehmen. Leider hatHein?
rich nicht die erhofften Freuden genosi?,
denn als Polizist hat er ja nui immn
dte Mutter Erde unter den Fußen und
als er auf den Zug kam, wurde er vo
der Seekrankheit befalle. Und deren
Folgen kennen Sie ja.
Im September wu - hier d,e iiiu'nii)
Fnr abhalte werden. Wenn die Diree
ioren die Sache diesmal in richtiger und
eh licher Weife' anfangen, und nicht den
r?fel beim Schwanz auizaumen, muß die.
selbe ein Erfolg werde. Dies wünscht
Ihr ergebener Eorrespondent.
Ernst K ü l) t .