Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, August 20, 1896, Image 6

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GndanKbarcrZlaticnt.
Wt nicht Qcitarnit fein will und feine voNstAndkge
OeNnng von schwerem Vet&ni einer in einem Doi
torduck angeaedenen rznei verdankt, läftt durch
arjtlb kogensrel an leine leidenden Miinn
Ichrn erjchicken, Sielt grok,, nch, deuiich otet
malisch, tntliält exte, di, In iederAxdidelege
taatl erden tonnen. Echi eure Messe mit
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Nach Cripple Creek
via Colorada Spiings.
Pic ßßicago
Kock Island u. Fac
Bahn
legt die Strecke nach
Cripple Creek
kürzerer Zeit als irgend eine andere
ahn zurück, ü
Wegen näherer Auskunft ende man
sä) an I 0 j e a , a .
G. P. A. öhicago
Die ffarmerz & Merchanis, eim
der zuverlapigllen unv groglen erqe
rungZGesellschaftkn des Westen, hatte
m 23. Mai 1893 ein Guthabe in
Höhe von (353,387.22 und einer
Uederschuß von $,818.14 aufzu
-eisen. Nach Abzug aller Vn
mdlichkeiten stellte sich an dem bcnbe.
richneien Tage der Baarbestand au'
77,818.14. Tiefe Zahlen stellen dieie
Vesellschaft bezgl. der Solidität ei
länttndeS Aeuanm flu8 und können wir
diese einheimische Unternehmen denleu'
schn, be,gl. der Versicherung ihrer Habe
jkge Blitz, Feuer, Hagel und Sturm
uf'l Würmste empfehlen. Bezahlte
erlutte seit dem Bestehen der Ge,ell
schuft, t2b8,:&t ,3.
Bekanntmachung !
De deutsche 4'arnrn von Lincoln
nd Umgegend emxsiehlt fiel) Pauline
B'kS U seuiic' fleyiitte jiir
,k. Ltisetbe h't du Ermen in Tan
jig, Preuhen, mit Auj,kichnunz besian
de und ist it ihr eraönnl, aus eine 13
ihrige unaemöhnlich ersolzreiche Prarii
,ck,udl,cken.
ditle ich Alle, die d mit mir ere
sich wollen, mir vr der gnlbindung
amtu B,uch jtt erlauben.
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eburtihelserin. 2119 P Stroßi
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und giküift.i (u wbr i,iebrqe -in
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gegen Schmerzen.
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STAA1 - ANZEIGER, Lincoln, Neb.
Waelit der Gewolinliett.
,?er Mensch dars nicht aS sein
Gewohnheit kommen," xslcgt man
iifiers zu sage. Tic Niacht der Gc
wohnheii" ist ein beliebtes Aufsak
thcma an den höhere Schulen, wohl
deshalb, weil die Jungens übet cliuas
schreiben solle, was sie praliisch noch
ich! tennen durftn, wenigstens aus
der Erfahrung ich!; denn ein Telmi
dancr oder Primaner, welcher sich schon
cste Gewohnheiten beiaelegt hat, muk
später ein ncitcr Hauötlojz werden.
Im Allgemeinen ist es auch fu'r das
spätere Alter mit den Gewohnheiten"
nicht so schlimm, wie sie in der Regel
gemacht werden, aber so ein Bischen
Gewohnheit ist ein famoser Ent
schuldigungs gründ für den l iebcn Schien
dran, die' zu pnmlcgirende Faulheit
und sogar für Lcidcnschaflcn. Wer
viel Gcivohnhciten an sich hat, beweist
dadurch bestimmt, das; er wenig Wil
icnsstarte besitzt; denn von den hastig,
sten CHaratteren hört man nicht, daksie
besondere Gewohnheiten an sich hatten,
denen sie sllavisch gehorchten, höchstens
erstatteten sie der Schwache der mensch
lichen Natur einen Tribut durch kleine
Eigenthümlichkeiten. Schon bei nor
maler Willenskraft mus; der Mensch
sich der sogenannten Gewohnheiten ent
schlagen können, er kann es auch, wenn
er dazu genöthigt wird, wenn der bittere
Zwang an ihn herantritt. Bedürf,
nisse". .Gewohnheiten" und Leiden
schaften" haben sehr nahe Berührungs
punkte mit einander, vielfach ist der
eine Begriff nur die Entschuldigung
oder Beschönigung für den andern. Da
hat Jemand das Bedürsnift" des
Rauchens, er glaübt, es durchaus nicht
lassen zu können, würde unglücklich
sein, wenn er dieser Gewohnheit nicht
folgen könne, aber wenn man ihm
sagte, er sröhne der Leidenschaft des
Rauchens, oder er fröhne dem Rauchen
leidenschaftlich, so würde er das wahr
scheinlich übel aufnehmen. .Das Be
dürsniiz des Rauchens und ähnlicher
Genüsse hat überhaupt kein Mensch.
trenn sie ihm blosz zur Gewohnheit,
nicht aber zur Leidenschaft geworden
sind; das beweisen unsere Gefängnisse
deutlich, in denev, man dem Abgott
Oualmius e! .iidsätzlich keine Opfer
Darbringt, d,,sz der Dampf thurmhoch
iaufwieoelt. Der leidenschaftliche"
Rai,cher wird dort ebenso behandelt
wie der Nichtrauchei, es gibt für beide
weder Glimmsteng.el noch kurze oder
'lange Pfeifen, der Raucher mus, plöd
lich einhalten, und das; die Gesimdbeit
dadurch Schaden liite, ist wohl nicht
konstatirt worden, sonst hätten unsere
!Philanthropen, welche die Banditen'
im Gefängnisse lieber in Seidendecken
'und Daunen legen möchten, schon längst
ein Riesengeschrei erhoben
Aber die Gewohnheit, oder wenn man
will, Leidenschaft des Trinkens, wird
man einwenden, spezicll die Leiden
schast des Schnapstrintcns, ist doch eine
solche, welche der Mensch nicht Plötzlich
ablegen kann.- Es ist das eine weit
verdreiietc Annayme,und es vursicn
sich auch Aerzte genug firmen, welche
dieselben insofern unterstutzen, als sie
die plötzliche Angewöhnung bei vor
geschrittenem Stadium für bedcnllich
und gefährlich halten. Es lieeit mir
fern, diesen Fachmännern in ihr Rc
-Hier zu kommen, ab:c ich bin doch der
Meinung, big es sich -;ur um vereinzelte
Ausnahmssälle handeln kann. Mit
dem allmählichen Angewöhnen" kann
man schm ein ganz respektabler Trinker
oder auch ein ganz despcttablcr
werden, aber mit dem allmählichen Ab
gewöhnen" wird karnn Jemand oder
besser Niemand von dem schlimmen
ata schönen" Laster d:s Suffs befreit
werden. Es gibt ja Leute,
welche ein Gcschäst daraus ma
chen, die Trinker zu heilen, dieselben
sufzen ziemlich allgemein auf dim Prin
zip des allmählichen Abgewöhnens,
deshalb haben sich auch ihre Methoden
factisch als Schmiildcl erwiesen, selbst
wenn sie gutgemeint waren. Boreiniger
Zeit brachte in einem großen Blatt ei
amerikanischer .Zrrfahrcr eine famose
Schilderung der amcritanischcn ktntip
gcnics, welche so lange dem edlen Whis
key fröhncn, bis sie das .Tralala" bc
kommen he sees now snakes in his
boots", ,cr sieht jetzt Schlangen in
seinen Stieseln", sagt der Amerilancr,
in Deutschland soll das Mäuscsehcn"
sür derartige Spiritisten" nationale
Eiaenthümtichteitscin. Zuglcichwurde
berichtet, ein Arzt habe sich das Kurilen
dieses geistreichen Deliriums als Spe
zialität ausgesucht und vcrsüge über
ine riesenhaft Pra ris. Ein
Gcntlemann" es war . leider
was ich nicht verhehlen kann, ein
Redakteur kam nun auch in die Lage,
to sce snaies in his boots". Er be
begab sich zu dem Wunderdoktor, machte
dic Pfcrdctur regelrecht durch, ging an
sein Blatt zurück und erklärte, jetzt
sür immer geheilt zu sein. Diese
..wialcii" battc aber die Eigenkait
der meisten ?ricde,,cschlü' e, kie ja
auch stciS sür ewig" gemacht wer
den, nach einigen Wochen war der
College wieder- auf dem Strich"
die Folg' bl'ebcn nichtaus.talddarans
truJ man einen Todie beraus, und
der war im Dcliüum gestorben.
on all den schönen Theoriccn Lba
allmähliche Abgcwcbnung-des Sussi
ist gar Nichts zu holten, nur dic plötz
liche Entbaltung kann Rettung bringen,
sie ist ich! bald s schwer wie dic lang
same AbgcwcHnung.. Allerdings, es
gehört Willensstärke dazu, nicht gerade
viel, aber doch etns. und wer über
diese Rest nicht mehr rsügt. wen
der AllobZlienfcl bereits de legten Rest
menschlicher Jreibcit genommen bat.
der ist rettungslos verloren, wie ei
morschck kaum, den der erst: Windstok
mwehi. Man hat Beispiele, das,
Trinker, wclclc ciniz: Zeit sich ganz
enthielten, dann aber zufällig" einige
Schnäpse zu sich ahme, sofort, ins
Delirium verfielen und eines jähen
Todes starben. Da kann man aber
doch nicht der Enthaltung die Schuld
zuschreiben, sondern nur dein Mangel
an Enlhaltsamlcit. ?ich! dem plötzlichen
llcbcrgang vom Genusse ?, Nicht,
genusse, sondern umgekehrt.
Achnlich ist es mit anderen, Harm,
losen Gewohnheiten. So Mancher,
dem es sonst an Nachlruhe nicht fehlt,
glaubt der Gewohnheit des Mittags
schläfchcns nich! cntnihen zu säumn; ich
bin selbst schon ziemlich in dem Falle
gewesen, dann kamen Zeilen, dch tcc
Mitiagsschlaf von selbst bei Seite e,
setzt werden musztc. und eine guee Pol
tivn Nachtruhe obendrein, da ging es
auch, nd der MittagSschlaf wurde ad
acta" gclcgt es geht auch so. Oder
Jemand glaubt, er müsse mindestens
einen od?r den anderen Abend
seinen S!at dreschen" es ist
den das seine Gewohnheit,
von der er nicht lassen kann, zwar ist es
ihm nicht zur Leidenschaft" gewor,
, den, aber von der Gewohnheit zurückz,
treten, das wäre ihm zuviel zugcmu
thet. Der Dichter sagt: Jn grofzes
. Unglück lernt ein ed!cs Herz sich endlich
finden, aber schwer ist es, des Lebens
kleine Zierden zu entbehren." So
meint man allgemein, aber wahr ist es
trotzdem nicht. Es ist nur der Schien,
'drian, die Einbildung, das Sichgchen,
lassen, dic tausenderlei Entschuld!
'gungen, dic sich hübsch anhören, aber
dennoch ein gutes Quantum Selbst,
täuschung enthalten. Der Mensch ist
doch keine SecAnemone, welche mit
dem Scekrcbs verwachsen ist, so das; sie
ihm durch alle Strömungen folgen musz,
der Mensch hat seinen freien Willen,
und dieser mufz ihm höher stehen als
alle Bedürfnisse und Gewohnheiten,
von den Leidenschaften ganz zu schwci
gen.
Damit soll die tvirkliche M'achi der
Gcz?hnhc!t nicht in Abrede gestellt
sein, man sieht sie ja alle Tage, "to
besser mürbe es um uns stehen, wsn
wir das Wort so gut wie möglich aus
unserem Lczikon streichen wollten.
Dem Greise sieht man seine Angcwvhn,
hciten gerne nach, es wäre pietätlos,
wenn man in dic harmlosen Eigen
thiimlichkeitcn alter Leute mit rauher
Hand eingreifen trollte, aber im kräf
tigen Alter soll man Gewohnheiten"
im gewohnten Sinne eigentlich gar
nicht haben, sie zeugen immer mehr oder
imindcr von einem ?!angcl an Willens
!Zrast, den sich doch Niemand gerne nach
sage läkt. und wenn nun gar ein
junger oder unreiscr Mensch solche
an sich hat, und sich gar damit rühmt,
so darf man ihm getrost sagen, er sei
noch nicht trocken hinlcr den Ohren ;
denn dss kleine Kind, bei dem Wille
und Verstand noch in den Windeln
icn", hat auch seine Gcwohnhei,
ten", welche, darüber schweigt des
Plauderers Höflichkeit.
kJuer VurSj Zlorra.
Die Japaner sind unternehmende
Leute. Jetzt beabsichtigen sie sogar,
eine Eisenbahn quer durch Korea zu
bauen. DiejaranischcZeitung.,Osala
A sahi -Schimbun" schreibt darüber:
Der Japaner Tsckobei Omiwa be
mühte sich lange Zeit darum, eine Ei
scnbahn von Söul mitten durch Korea
bis zuu, Hafen Jusan bauen zu dür
fcn, und er war zu diesem Zwecke selbst
mehrere Monate in Söul. Endlich
am IS. Mai hat er von der koreanischen
Regierung die Erlaubnis; erhalten, die
in sechzig Tagen in 'Kraft treten und
veröffentlicht werden soll, wenn es
dem Unternehmer bis dahin gelingt,
das erforderliche Kapital on lg Mil
lionen Jen aufzubringen. Die Bah
soll. 300 englische Meilen lang,
'von Söul über die Städte Tschung
tsju. Köng-tsju. Tschön-tsju und Taiku
nach Jusan gehen. Die Hauptbedin
gungen sind:
1. Die koreanische Regierung giebt
den ntöhigen Grund und Boden um
sonst her.
2. Wenn sie d!e Bahn 15 Jahre
nach ihrer Vollendung gegen Rücker
stattung der Kosten nicht taufen will
oder kann, so laust der Bertrag aus
weitere zehn und eventuell aus immer
je zehn Jahre weiter fort.
3. Das Militär und die Post müs.
sen unentgeltlich befördert werden, aus
genommen während eines Krieges.
Dieselben Bedingungen ist auch die
amerikanische Firma Morse u. i?vmp
für die Strecke Söul bis Ehemulpo
cingcgangen. und zwar am 10. April
d. I. Am nächste Tage ; am 11.
April, so berichtet Omiwa dem gc
nannten Blatte weiter, richtete der
französische Ar'andte zu Peking dratit
lich an die Regierung von Söul die
Bitte, französischem Kapital die Er
laubnijj für eine Eisenbahn von der
Mündung des ZZaluslusics über Ping
jang nach Söul zu erteilen, doch ver
lautet, das; er dabei in Wirllichteit
sür Rußlands Interessen arien:,
während der eigene Vertreter Rußlands
in Söul selbst sur russisches Kapital
dic Erlaubnis; einer Eisenbahnlinie von
Söul nach dem Hasen Gcnlan zu er
langen sucht.
Es ist also wieder einmal der be
kannte ZLlttlaus der Nationen, nach
dem alten Sprichwort : Ger zuerst
kommt, mahlt zuerst."
aU V 0omri.
Diese kleine it Felsen.Jr.sel im
Stille Ocean i t tuiai eil schönes
Gedickt Ui Ädaider . khamisso be
konnt gemordet..
Jn seiner Reise um die Welt mit
der russischen Brigg Rurit macht er
aber nur sehr dürflige Angabe über
dic Besehaffcnhei, der Insel und hosse
ich deshalb, das; viele Leser mit In
tercsse hören werde, wie es auf dieser
schauerlich unwirihlichcn einsamen In
sei aussieht. Wir finden dic genaue
sten und neuesten Angabe vereinigt
in den Nautischen Anweisungen für
dic chilenische Küste, die Ende 1895
In Cantiago von dem Dircctor des
Hydrographische Amtes in Chile,
Herr Ehaigneau veröffentlicht wur
den.
Salas y Go.ncz wurde 1793 von
einem spanischen Offizier entdeckt,
wclclxr der Insel seinen Namen gab.
Die Insel zeigt von Südwestc nach
Nordostc eine Länge von 1310 Meter.
Ihre größte Breite beträgt 120 Meter,
der höchste Punkt liegt 3 Meter
über der Mccresfläelx, Aus der Fer
nc erscheint sie wie drei getrennte Klip
xcn. Dic Insel besteht aus basnltiselxr
Lava und aus Stücke von Pechstcin nnd
Bimstcin, Grau sind dic Basalt
berge an den Enden der Insel und
grau ist dic geringe Erbmasse, dic sich
im mittlcrn, tieser gelegenen Theile
der Insel gebildet hat. Das Südwest
ndc besteht aus einem kleinen Borge
birge, welches einige Risse aussendet,
an denen sich dic Wellen mit großer
Gewalt brechen. Es i st wahrsclicinlich.
daß der mittlere schmale tiefliegende
Theil der Insel durch die starken
Fluthcn zur Zeit der Sonnenwende
oft unter Wasser gesetzt wird. Die
Landung ist sehr fchmicrig, kann
Überhaupt nur bei vollständig ruhU
gern Wetter ersucht werden. Es fehlt
eine Quelle; das einzige süße Wasser,
welches sich in den Rissen und Schluch
ten der Insel findet, rührt on den
Regenschauern her, dic hier häufig
sind. Das einzige Holz, welches
man znwcilm am 'Strande findet,
rührt von angeschwemmten Schisfs
Irümmern her. Die Pflanzenwelt ist
allein durch ein Farrcnkraut, eine
Asplcnium ' Art vertreten, Zahl
reiche Seevögel verschiedener Art be
leben die Insel,
Das Loos eines Schiffbrüchigen aus
dieser Insel muß ein entsetzliches
sein. Vor dem Hungertods ist er nur
durch die Seevögel und ihre Eier und
einiac Schalthiere, die das Meer
auswirft, geschützt.
Heute wird viel gelesen, och
mehr geschrieben, am meisten aber ver
gessen.
Neue deutsche SrhnrU' anipfer
Ueber die aus der Werst des Vulcem
im Bau befindlichen Schnelldampfer
des Norddeutschen Lloyd in Bremen er
fährt die Ostsee-Zig. Folgendes:
Zwei von ihnen sind Deipelschrau
ben.Post, Passagier- und strachtdam
pser, deren Dimensionen weit über die
der gegenwärtig größesten deutschen
Schnelldampfer hinausgehen. Die
Länge der Schiffe in der Wasserlinie
beträgt 160 Meter, also länger als
die Kölner Domthürme hoch, die
Breite 18,0 Meter, die Tiefe vom
Oberdeck gemessen, 11,58 Meter.
Das Deplacement der Schisse be
trigt brutto 17.700 Tonnen, die
Ladefähigkeit etwa 10,000 Tonnen.
Sie erhalten zwei Maschinen und
Doppelschrauben. Die Gcschwindig
kcit wird"l4 Meilen die Stunde be.
tragen. Der- dritte für den Nordd.
Llvnd im. Bau befindliche Dampfer
ist ein Doppelschrauben-Schnclldam-pfer,
für dcn Verkehr nach New Vrk
bestimmt. Seine Giößenvcihüilt
nisse sind dcn größten bestehenden
Schnelldampfern der Welt alcich und
zum Theil Überlegen. Die Längt
des Schiffes beträgt in der Wasserlinie
100.5 Meter, die Breite 20 Meter,
das Deplacement umfaßt brutto
2,500 Tonnen. Es enthält zwei
Maschinen mit zusammen 27,00
Pserdckrästen. Von dcn gleich
Giößcnvcrhältnissen wic die beide
erstgenannten Dampfer ist für den
Lloyd übrigens noch je einer bei
Blohm und Boß in Hamburg und
bei Schichau in Danzig im Bau.
Weiter hat der Norddeutsche Llcch
erst kurzlich noch drei Doppelschrauben
dampscr von je 325 Fuß Länge und
etwa 4500 Tonnen Größe in Bau
gegeben. Nach Vollendung dieser
neuen Dampfer verfügt der Nordd.
Lloyd über eine Flotte von 82 See
Kämpfern mit einem Gesamt Raum
gehakt von JlÄ,000 Tonnen.
Täuschung.
Herr (;u einem Studenten): Als
ich gestern über den Marktplatz ging, sah
ich Sie g'rad aus dem Wirthsbaus kam
rnen!" - Studiosus: ..Das war ich
nicht! Ich komm' nie g'rad auZ dem
Wirthshaus!"
Ein Schwcrcnötbcr.
Gnädiges Fräulein können nie anf's
7is eben, denn Jhiicn gegenüber kann
kein Eis der Welt h'l blribkn!"
wohlmeinend,
klhcs : .. . .Ali Sie wollen kel
ratijen ! Haben Sie sieb lai anch ouij
überlegt?" Eommis: ..'cmi.
Sonst -" Chef : Na ja, ich
meins gut ; ixn wissen Sie. so eine
HeirotK tan unter Iliziständen 40 bis
50 Jahre dauern.-
Doppelter Vcrlhil.
.gehaun. messen S'edrnn beiAllcm,
ires Sie üpn, tjtua'
Frau ja! tr:lenz z h: mir die Arbcit
dabei rasch v, der Hand, und zwei
tens sparen TicdabureKiincn Eanarien
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Teutsche
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