Nebraska Staats-Anzeiger. (Lincoln, Nebraska) 1880-1901, November 28, 1895, Image 3

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    STAAT - ANZTHOFR Lincoln NH
J.
Eine Todsünde.
(5oiiic8g)
Xlt)rCUD ,111 VI 1 1 011 MC l'lfllll Ullll'
fli'il Ztttnden auülicin lc, ums seht Eiltet
bei iwllei x'U'ivii';tji-iu, nnb nur oer
ciflcnc Wille schlufs ilim tteii VJtitnÖ.
it flinn fein Vcbrn noch einmal dinch
mj! alle (einon chinerzen, ivreiiden,
IjriJliieu, dnUciiiMiuiintn und Zilnoeii
mit jenem laltlliitiflcn, iroWmch
iii'icn Ä.'ortc, bei- il)it ollitiiiibifl z
(milde fleviiljtet lintlr. Criu eiljutlett
seines jiulieren jutinifiljen yiidielii
spiel te uns seinen Vippc, oH er lar
iiber iniditHidite, hin er eijieiitlirli iii
diese, reiseiu rteitm-.er.d strafe i-il i t
teil, citmiiluiteu ili die 2(I'reeten
eine tiiiiuiiv'ii VelriivV melleidit.
Cir iiMifite jiiii fteviji'iiö. binnen iveiii
fleii Suiten, in 3 tntiticu, linieSe er iwr
stiiiem Sichler stelle ; va$ Hütte er z
eiiiuulcny
So hin er Stunde uns Stuiibc im
Jinmnfc mit den äerineifeii tti Jute,
lejine ober ucr.miiiue er üirtit ,;! erlrn
(cn, tat hu der lednnle, das! buS
lMliicf seines 3olntcs dnrcl, jeiiicrbrc'
dien -iilsijilirmli leiben sollie. Sein
Brennender '.Wimfci; lrur, Sie ,;u criiin
bet; aber wie? U'öcim er starb, olmc
Z spreche, würde tiiriit der Zweifel
eben solch aoIucn nahen wie die He
li)il!i)eil? Äiirde nicht die lOirliiiia.,
ivelche Ällniw ,iaf)C lieiuorncliradit,
Mnber iUMinniuimg betriiftigeii? iir
ii'ufilc nemiii, fcns; mir ans diesem Iseeijc
sei Zol die lliigliietsiiir eniemiiieu
liabeii tonnte. eteit Morgen ging
eine er,inder,i mit ili vor; uiel
leidil UHir ejt Äiimiiirf'c, in die sein
Ueilt uerjiel. Jebeiifiillo iialsiiieii die
iilircrten der in:nst an edeiilnnii
a. Vltte ?c,,nie, die er leitiiift vergcs
sen, iiltc Veliren über Ciu Beleben
eines fiiiiftirieii vebens, gewänne n
Sfrait und re::llie!ileit.
virile, chl umreit es midi andere,
nii!it ans das i'hjeiie e.Zch geridilele le
bauten, die beim Oinl)cii des Todes sich
Kr. Bourchiers demcirljtititcn. i'icl
(eicht crfnniiic er je weher die trau
rige' '.laicht tvriiiiite, die Grausamkeit,
as itfenätlierifilie des kalibhilig eisoi
neuen iiiordeei. Uielleidil enoadile
seine bis jci'l schlnniiiiernbe bessere
jiiiuir. 'o eilcichl bereute er zum
ersten Male die Ülint an sich.
liS war neuen Morgen, als Ar.
2Hnchier das fcljiiliiiic Berlniigcn
empfand, feine Friede mit dem HiiN'
litci zu schließe, Cir liiittc sein graßes
i'erbreelu gern jemand gebeichtet;
einem Reinliche sogar der Tochter
des Weiiterdetcii, und sich vor itjr ge
deniiilhigl, ibre er;eilnng erflelt, cl)C
er die Augen uns immer geschlossen.
Mit jedem Moment wurde da ver
langen bringender, leidenscliasllicher.
Tiese lieuiiMmin. in seiner 2tiiii
iming war eine ploi'liche, dennoch hielt
sie im. iir wagte eö nicht, mit jener
Vaft ans dem Gewissen uor feiiietullitl)
ler zu treten, und der Tod tonnte jeden
Augenblick eintreten. iir durste nicht
länger zandei n. rer 'Nestor von Red
Mi, ein Mann, der ilim ans 'riil)cftcr
Liiisiciib bekannt war, sollte gernsen
werden; er irürde auch nach Iraners
geschielt I,abeii, lnitte er nicht von dein
cnlsiic erfahre, das; sie krank sei ; der
Rektor ninpte ilir nnb den Anderen das
Nötllige iiiiltlieilen.
?ie Pjlegeriiinen, die eine ü'ewe
gniig a ilim beierk!enwaren sogleich
an seiner Zeile. Zchon schwebten die
Äorle, die er innen z sagen balle, ans
seinen Vippeü, als die folgen, die er
durch seine Handlniigsweise lieraus be
schwor, ilm pläyl ich klar wurden, und
Philip Bvurchier schlosz von .ictieiii
die Angen, sank zurück in die iüssen
im ewnszlseiii, daß die den schlimm
sie Verbrechern gewalirte wohlthat
die üiene und Reichte ilim versagt
bleiben nixte. Die Zlunde seiner Iiär
testen Strafe war gekommen.
Seilt thätiger C'eist faßte nn einen
gransigen Borsatz. ii'iiröc er so viel
Macht iiber sich gewinnen, ihn durllizn
siihren im entscheidenden Augenblick?
Iir glaubte ivalil schweigend und mit
versiegelten Kippen den Todeskampf
erwarten zn kanneii, aber er ahm lieft
vor, inelir zu thun viel mehr, tun
seine Viebrn v.t retten.
Zweisels.'Iiiie Iiatleit diese vielen
stunden angespannter Geistesarbeit
ihn schöpft, denn bald nadident er
'
leinen untichlm; g?a?t nalie, Bcraurr
!i sich seine :nne. xcx wit eines
Cannes den er nnr einmal im Vebcn
gesehen erschien an feinem Vager.
Mr. eurchier flcljte ihn an um Ver
gebung, i::n die tnade, das? sein ikx
brechen mit ihr.i ansfierbe ; nicht mir
um der eigenen jünder willen, auch :
Iraners will 'ii ivollle er handeln.
?och ter ait, eine Sdiepsinig fei
ner eigenen 1,imniasi:, anlirertete ihm
nicht, nur ein Oiek nicht des Hasses,
der i!!ad;e, des Tiininplies, sendern
liefen, olsiinng!osen Mitleids traf
den znsaininens.liaiiernden !p,ißer.
n diesen, Augenblick glaubte Ar.
?ourchier sein rolles Bewußtsein wie
der zu gewinnen, wadrend derlei st sei
neu Augen enls.liiraiid.
Die jeit seiner Bewnsülaiigkeit
Halle langer angedauert, als erahnte;
sobald er die Äugen vssnete, beugte siili
seine ialtin Über ihn; sie liißte ihn
auf die Kippen.
,!ib mir ?l:giiiik,' bat er.
Als man itv.it den Trank gereicht,
lautete fein 'eiebl: Schiele mir
Allaii unb lasse ihn allein bei mir."
.'i'irlit wenn er ?äi amreat, qelieb
r Mann.' ern iderie MS. j'onrchier.
!icht b.nf Tick, jelt beunruhige.
ch erlaube ti nicht. "
Schicke mir Sllan, wiederholte er.
lch habe iljm rttraä ju sagen, ihm
allein. "
AIS sie im ö'earifie stand, das Zint
irr zn erlasien. rief er sie zuriick.
.asse die Ändere vorher zu mir,
aber mir aus einet, Ängendück. um Ab
sckiied von mir :u nel,i.,e. nu Adel
ljeid, sage an Ta mir Vrbcinchl."
Sie umarmte na I:.:e ilm unter
strömenden Tiirnrn. Kid ein d.mn.
Mabel iirb ;enn:;!i kiliei.arü'eit.
r.3 iJ::iiain.-aeii: c einl:es:
ch i.'.-".;i-:n Minuten e -iließ er sie,
und s nie f-.:i i::lfs.
Itoiid ii des ilerliende vager.
Sind wie allem';"' fragte Mr.
S'oimbirr.
.Ja, ganz allein," antwoitele
Allnn. auf die iiiiie sinkend.
All sagte Mr. imrchier mit
:)ii;be, der Tod ist mir nahe sehr
nahe."
rrr Soi;.: erfaßte des Malers ,and
und driiilie sie. Tie Tbaisackie ivar
leider s wahr, daß er teinort der
iINlgegnnng fand,
iesleri, iielliefi ?n inireine ,vrage,
mein Sohn, ;U muß wohl die Ä!esi
nniig verloren Habens wahrend ?
svrachsl ; aber mich dimkl, es n eir eliucs
von Äick'ligleit, Üeiitt dein ja ist,
erneuere Jehie rage, elie es z spät
wird,"
Allans eble schniirte sich znsanimen,
daß er die erie nur mit Mühe her
enebrachle.
Ach. U'aier! Sage mir. ob n den
Rainen des Mannes wußtest, den ?
getodlet hast!"
Ä!r. Bvnrchier Holle lief Alhei; so
sehr er uneh auf die ,u'age vorbereitet
war, nidiis tonnte ihr den Stachel ran
beil. Al'er feine Slimme war ruhiger
wie du feines Sohnes, als er ntuiuor
lele:
.seil eiinhr ihn viel später; erfuhr
ihn dnrcki den il!mike, der sich als
seine Soh, meinen Keller ausgab,"
Altans Pulse flogen. Du wußtest
nichts von feinen Ansprüchen seinen
Anrechte,! ans ;!edhi?"
Nichts. !iir mich ii'.ir er ein nächt
liclier Ra'nver. Jch erschoß ihn, um
wie ich gluuvle, Allan mein eigene
Veben zu retten,'
ieunnic ein Satin die i'Jorfc seines
sterbenden Untere anzweifeln? Dennoch
innßle er noch weiter fragen,
Änßteit ?, daß FraneeS seine
Tochter vsx?"
(iril seit Jiiirzciii weiß ic!i es,
3c;;er Unielige, der mir endlich seinen
wahren ,'ainen nannte, enldeelte es
nur vor einiger Zeit,"
i!;rr ist der Mensch? 2öie konnte
er sich jemals hier eindrängen?"
rjr kam mit Papieren, die seine
Identität zu beweisen schienen. Iir
halte ,z erfahren gewußt, daß jener
Mann Zoh Mancher gewesen. Cr gab
sich für dessen Sohn ans, Allan, zuerst
schenkte ich ilim glauben. Als ich den
Bekrng entdeckte, war es zu spät er
hatte bereits Jesephine geheirathet,"
Und dann.-"' drängle Allan weiter.
Sage mir, mein Sohn, was Dich
bewog, in fliegender iilc hierher zu
stürmen was Ticfo jcl't hier festhält,
nuiritm meine Antworten ans Deine
fragen von so tiefgehender Dichtigkeit
für ?ich sind,"
Allan schwieg. ir schämte sieh jcl't,
seinen Leiter eines solchen Verbrechens
für fähig geholten zn haben.
Icli will es ,?ir sagen," fuhr Mr.
Bo'nrchier fort, Irgend wie ist dieses
Menschen Viigengewebc zn Dir geben
gen; Tu sahst ein, was ohn Bon
ckiers Tod f iir uns Alle bedeutete, und
Du fürchtetest, daß ich, in eine,
Augenblicke der erfuehuug, das ge
incine verbrechen begangen haben
konnte, fi es nicht so?"
Allan beugte beschämt das ,aupt.
Wie konnlc er nnr seinen, Bater so
unrecht thun! Die ganze Sache war
ein beklngenswerther, schrecklicher Zu
fall, lein ertrechen.
(nb mir mehr ognak," sagte Mr.
Bonrchier, dessen raste zusehends ab
nahmen. ?er gereichte Trank wirkte
fast angenblickiich. Ich zeigte mich
sehr sclnvach. dc,s ist unbestritten, aber
wenn Du, mein eigener Sohn, mich
verdadiiigfi, va konnte ich von Ande
reu erwarten? Dieser Betrüger machte
sich meine Schwache zn 'liuyen. Ich
duldete und bestach ihn, anstatt ihn zu
entlarven. -.!un hore, Allan es mögen
nieine leylen Zi-orle fein. Du wirst
einem Sterbenden Glauben schenken"
während er sprach, wurde das g!ol
len eines Wagens hörbar ei war
irgend Jemand angelangt, vielleicht
Iosephine, das einzige seiner Äinder,
das er nicht gesehen. In diesem Falle
mußte siz gleich zu ihm.
Siel, hinaus, wer da kommt,
Allan," sagte der Sterbende hastig.
Allan gehorchte, es war nicht Jose
phine, die dem jagen entflieg son
dein ihr Mann, Digby Bourchicr, oder
George ManderS. Allan war fest ent
schlossen, daß der Schurke feines Katers
lcvle Vebcnsstnnden nicht vcrgiflen
sollte.
Es ist nicht Iofephine.' sagte c
ruhig, seine Plaiz wiedereinnehmend.
i!er ist es! saae mir 's." Allan
blieb stumm. Ist eS IosephinenS
Mann? Jener vump, jener Belni
gcr?" lS lag so viel fifer in seinem
Wesen, ja enngthnniig schien es zu
sein, daßAllan es vorzog, die Walirheit
,z sage, Ein eigenthümliches Vackieln
bertog die Züge des Sterbenden, fast
Triumph war es zu nennen. Beinahe
Alles schien übereinzustimmen mit der
subtilen Theorie, die er ficf, zarecht
gelegt datte in der Zeit feiner schein
baren Bewußtlosigkeit. Biclleichl hatte
auch der (bedanke, seinen ,eins in, lei
ten Augenblick kamvsuusalng zu machen,
einen gewissen nervenstärkenden Reiz
für Mr. Benrchier.
Allan," sagte er, richte mich ans;
dann fülne ihn her. Er ist zur richtigen
Zeit gekoniinc! zum ersten Mal soll
er mir willloinmen sein. Vfljs ihn da
vor mir sie'ien und sieh zu, wie er
unter der Wahrlieit zusammenbricht,
'ehe hinunter und hole ihn, sonst las
sen sie itin nickt ins aus."
Der Wunick war so deutlich ansae
druckt, daß Allan nickt zeqern durste.
Er ging kinunier und fand Steel an
der Hausthür, den Eingat'g verthei
digend. ManderS schrak zusammen und trat
zurück, als er Allan erblickte; er hatte
keine vmt. die Wucht feine Annes
ecn Wienern ;,, erproben. Allan ötsnete
die Tkur und schob Steel bei Seite.
Treten Sie ein." saate rrrukig;
mein Batrr nimschl Sie qleich zu
feken."
ManderS aerieih er ,'aifunz bei
irii itr Au-irreerunii. Ctv-ifiel) er nach
I -fcMnll f.,ni, einen Wrq zu Mr.
Bc urZ ier s:-?n.' Teste! ,ddte
Irr : nv,io:i c. Wider!!a! ntr.il. ;n
V'uiutlel) l".;tic er eriahre, daß iiir.
JUimrliier sehr lrant sei, irnßle ober
nich!, daß seil! Veben i joldier Gefahr
schwebte.
iiominen Sie." sagle Allan, als er
sein joger beinerlte, loniinen Sie,
ider die Sache iniiiii ein böses Ende,"
?as wußte er, Sebr schlimm lounle
es werden, wenn Mr. Bourchier nicht
beute noch sprach, denn jener falsche
Wechsel lniißlc bald verfallen. Wenn
er nicht tausend Pinnd mit ziinick
iiahin, nuiv es vorbei mit l'eorgeMan
des. Daher folgte er Allan ohne
Widerrede, enlichlvjien, bei Mr. t!'onr
chier zum Ziel zu gelangen. Indessen
tadelle er sich, daß er, ans Rachedurst,
zerbisse Dinge a All veiralhen habe ;
wie viel Ali an von Mr. Bnndiiers
lebeimniijen urnßie, dariiber wurde
legerer wvhl nicht anfgetlärt fein.
'.'i'icht dicjeii Menschen, Allan!"
jaiiimerle Mrs, Bonrchier, als sie ihren
Soll Manders nach dem ,raiileuziiu
wer geleiten fall.
Der Älter wünscht es," sagte Allan
furz entschlossen, und folgte Mandcrs,
die Thür hinler sich abschließend.
Der Bube ftiiutc und wni! ' blaß,
als er die 'erandernng in Mr. Bour
chier wabrnahin. Indessen der Äraitke
war bei tewiißtsein, und so wiiide er
wohl durchsetze, was er wollle. Er
trat an die eine Seite des Bettes,
während Allan an der anderen stand.
Er verbreitete einen starten Allobol
geruch, was kaum z verwundern ivar,
da er seil ilm Allan verlassen- taun,
eine Stunde iiiiclilein geieesen, A'urder
cibfoliile Zwang der erhällmsse hatte
ihn dazu veranlaßt, 'iiedhills i anslar!
diger Änfasfttiig z betreten.
Es tlint mir leid, Sie so herunter
zu scheu, Mr. Boiirchicr," sagte er mit
eine, schii'ersättigen Bersuch, seine
Verlegenheit z verlergen. Es thut
mir leid, Sie zu stören, aber ich komme
in einer Angelegenheit, die keine Ans
schnb duldet."
Rein," sagte Mr. enrchier, ihm
voll in 's ('"'ciiibt blickend, mit einer
iirast und Deutlichkeit, die Allan in
Erstaune setzte, Oiein, Sie sind hier,
um nieine letzte Worte zu hären die
letzten Worte, die ich an meine Sohn
zn richten habe. Hören Sie, den es
geht auch Sie an."
Nnn, ich " stotterte Mandcrs.
Wagen Sie es nicht, mich z nnter
brechen. Ick, bin ein Sterbende,,"
Er warf feinen, Schwiegersohn einen
Blick zn, der ihn zusammenschauern
ließ. Mr. Bourchier wandle sich zu
Allan und faßle feine Hand.
Allan, behalte, was ich Dir sage.
Ich war schwach, nd in der Angst,
wegen eines unglücklichen Zufalles ver
urtheilt zn werden, opferte ich viel, um
dieses Mannes Zunge in Banden zn
hallen. Als ich John Boucher erschoß,
ahnte ich nicht, wer er war tmd welche
Ansprüche er erhob. Meiner eberzeu
gung nach wollte er mich anfallen. Ich
mag in einen, Irrthum besangen gewe
sen sein zn schnell gehandelt haben.
Wenn die der Fall, so habe ich meinen
Irrthum theuer genug büßen müssen.
Dieser 'Mensch hat meine Bedrängniß
ausgebeutet. Er hat große Summen
(Melde von mir erpreßt und mochte es
noch ferner Ihn. Trotze ihm, Allan,
mache keinen J!mprmniß mit ihm. Er
ist ein eügner und Betrüger. Ich lod
tete John Bmicher in der Selbstvcrlhei
dignng. Mein Herz ist frei von jeder
Sclnild, Dies sind meine letzte Worte
ich nehme sie ans meinen heiligen
Schwur als Sterbender. "
Esioar vorbei. Die irasl hatte ihm
nicht versagt. Seinem Borsatz war er
treu geblieben. Er hatte die Energie
gesunden, seine letzten Worte zn einer
Viige zn gestatten. Aber es war eine
Viige, die Allan rettete. Jeder 'er
dacht schwand ; wäre noch eine Spur
davon zurück geblieben, Manders Aus
sehen halle sie vernichtet. Er war blaß
und zitternd zurückgetreten ein solches
Ende aller seiner Plane halte er nie
malS siir moglieh geHallen. So nichts
würdig er war, sein Blut erstarrte bei
diesen Worten. Mr. Bourchier stand
hoch iiber ihm. Dies hätte er nicht zu
wcge gebracht.
Ist er todt?" stzinnielte er mit
banger Furcht in seinen Zügen,
Atlan ließ des Baters Hand los,
und s ich zu ihm wendend,' sagte er:
Wehen Sie," mit einem Blick, der zn
versieben gab, melrfie Felge eine Miß
achtung seiner Befehle nach sich ziehen
würde.
Et hat gelogen er ist gestorben mit
einer Vüe,e a.if den Vippen," sagte
Manders.
Altans Angen sprühten. Die Heilig
keit des Slcibeziini.iers nd Manders
schneller Rückzug tonnten ihn allem
vorn Aenßcrslcn abhalten. Er ließ die
Pfl.gerii, ein i.,,d folgte Manders, bis
er ilm in den Wagen steigen sah.
Dann trat er en den Schlag und sagte
mit einer Stimme, die den Insasse
erbeben ließ :
Meine Frau iit gefährlich Irans.
Wenn ein Unglück geschieht, so wissen
Sie, was ich mit Ihnen voibave."
Ter Wagen fuiir davon, und Allan
kebrle zn seinen, Baier zurück. Mr.
Bourchier war noch nicht todt ; dech er
Kalte richtig x,oxhezeii, als er jene
Werte als seine letzten bczeicl netc.
Einige Tage noch vergingen, ehe er
sein Veben anebanck ie: seine Pflegerin
nen wußien nicht ;n sagen, eb er be
iriißtles fei oder nicht, irr hatte feinen
Vorsatz iinegeiiihrt, er baue me!,r ge
than, CiS fltineiaend :it sterben. Wozu
sollte er noch reden nach jener seier
lichen nd erstaunlichen Vnge!
2t'). V ii p i t f I.
Nachdem OV:rge Manders 'KrKitls
verlassen vatle. befahl er den, mieser,
ihn nach Nekien zn zabien. Er lolinle
denselben ! und bestellte in emt;fl.
Saufe ein Schlaf und e: Wetziminer.
Er otlle j,,!, ,n der '.ia,1 bnch,,st auf
lallen, bis der T'.'d des Mr. Brm.l-irr
feinen Planen ein Ende ii:ni;t !;:tie.
!la ''iieincnd ferst len:::; er li.1i r. en
den, mit Iveld '. fila::,if;t Jtll.s,
foaar die Einru: ün:i ini Hj:i,"t u
SleiYCiti Bii'U. tr:t n;s.-r Fr rer
icknieden. seitf: nena er k.l:ii l, ,te
td .-yren ! ::::.':i, u -v.c cf ta
wenig geweien, um imn von -.uueien in
sein. Zum ersten M'al tan, ihm der
Medaille der Flücht- der bedigugs
lose Flucht; er wußte nicht mit Sicher
beit, a welchem Tage der gesgischle
Wechsel verfiel, noch war er sich darüber
klar, welche Folgen die Fälschung, ach
dem sie entdeckl worden, nach sich ziehen
konnte. Seine einzige Hofsnnng war,
daß Mr. Bourchier sich wenigstens
theilweife erhelen winde ; er glaubte
nicht, daß er dem Tode so nahe sei,
denn diese Spraclie h.ilie er nicht f ti ij
reu könne, wenn er sei Ende nahe
gewußt. Mit welcher Keckheit Halle er
doch seine Viige herausgebrad't ! Für
einen Augenblick war Mr. Manders
fast entrüste! über den Erfolg solcher
Falschheit.
Er mußte in ükcdlou sz au-,e wie
möglich verweilen. Dariiber wurde er
sich klar; und dieser Borsatz beseitigte
sich, je mehr er trank. So blieb er im
!l!edton-t''altiiii!S, und während er die
Ereignilje abwartete ! iciüs Ande
res zu lhnu wußle, traut er den ganzen
Tag, Das Stadium, in welchem der
Rausch sei Crner unter den Tisch
wirst, Halle er längst hinter sich. Er
kouule trinke:,, bis er in gewissem
Sinne wieder nüchtern wurde, :iur
noch in der (gestalt des Deliriums
lremenö konnte der Bianiitirein ihn
überwältigen.
Inzwischen ivar Allan in der Stadt
gewesen ; er hatte FraneeS bedeutend
besser gesunden, so daß er am nächsten
Tage die Schwester nach Nedlnlis brin
gen kennte.
Sie traf den Bater noch lebend
an, aber nicht mehr bei Bewußtsein;
ihre schmerzlichen :!bsÄcdswotte ver
Hange nngehorl. Da sie nicht länger
von Franees wegbleiben wollte, ver
weilte sie nur wenige Stunden in :!cd
Hills. Allan war' ihr sehr demibar
dafür. War auch alle Gefahr siir Frau
ees vorüber, wäre er doch gern selbst zu
seiner (Gattin ejecilt, mir das Bewußt
sein alles deiseu, was vorgegangen
war, machte es ihn, zur Pjtidit, in
:!edhilts zn verweilen. Er wußte, daß
IosevhinensMann sich in Redton auf'
hielt und insklite die ".'iadibarschasl nicht
erlassen, so lange ManderS dort an
niesend war.
Es ivar am drillen Tage, nachdem
Mr. Bourchier jene bkdeittnngvollen
Worte gesprochen hakte, als ein Ange
stellter der Wesishire Bank sich in :ed
Hills melden ließ nd nacli einem der
Herren Bourchier fragle. Er wies eine
von Mr. Bourchier aeeeplirten, in Von
don an die Odre von Digbi Bourchier
zahlbaren Wechsel vor ; der Wechsel war
am Tage vorher fällig gewesen, und da
weder Deckung hinterlegt, nech ein
Guthaben Mr. Digbn Bourchier bei
der Bank vorhanden war, mußte der
Wechsel dein Aeeeptanten prüfentirt
werden, Allan prüfte ihn nd erkannte
sogleich die Fälschung.
TieS ist nicht meines BaterS Unter
fchrifl," sagte er; sie ist gefälscht."
Eine große Freude bemächtigte sich
seiner. Die Bergelinng sollte den
Schurken erreichn,. Er brauchte kein
P'lied zn rühren das konnte er nun
Anderen überlassen, O'eorge Manders
würde das Bergnügei, habe, ein oder
zwei Jahre in würdiger E''esetlschast ;:,
verbringen.
ES ist eine Fälschung," wiederholte
er, und von den, Aussteller begangen,
dessen richtiger Alaine (George Manders
ist, und der sich in diesem Augenblick
im Hedtvn-laflhauS aushall."
Der Angestellte ging und lelegra
phirte die 'liadiricht nach vondon. Ant
nächsten Morgen wartete in Sieeford
I,unltion ans den Braeileh-,-jng ei
d'ciilleman, beioafsnet mit eine,
Dokument, das d'corgc Manders zu
einer unfreiivilligen :!iickfahrt nach
Vondon nothigen würde.
Es begab sich, daß an diesem selben
Morgen Mr. Mandeis sid nnbehag
lich nnb nnrnhig sühlte, er glaubte
nicht, baß die Dinge sich sa schnell
entwickeln würden, aber er sühlte, daß
Vorsicht geboten war. Er hatte ersah
reu, daß Mr. Bomchier sich in dem
selben hossniiiigslosei, Zustand hin
fchlepple, nnbetümmert um Zalilungs
versprechiingen oder Aeeevle, gleichviel
ob regelrecht oder falsch ausgestellt.
Bon Ätlan hatte er keine 'i,ade zu er
warten. IN der Tliat, das Spiel war
beinahe zu Ende, er durste utdit länger
in Redton bleibe; morgen sclien mochte
es zu spät sein. ltüeil,elier Weise halte
er zwei oder dreihundert Pfund Sier
ling in seinem Portefeuille; er innßle
stieben nnd es mit neuen tlnlernehmun
gen versuche. Elf! einmal sicher in
einem Vande, ws es leine Ausliefe
rungsveilrag gab. tonnte er sich ortoi
tiren und versuchen, sich wieder empor
zn bringen. Allan konnte er gerade so
gut mit Bric'en wie miindtidi bedrohen.
So geschah es denn, daß in demselben
Augenblick, in welchem der "ellena!i
ans vondon i: Sleesord Iunttie.il ans
den Brackteti Zug wartete, Mr. Man
ders seinerseits ltim Blacktown-Zuge
dahin gekommen war und alsbald den
Fremde bemerkte.
In seiner Vage balle Mr. ManderS
allen ''ruud. Fremde so scharf in e
Auge ;n fassen, wie sein: benebelten
Sinne es ihm erlaubten, und dieses
ejtcht hatte er zuvor schon gesehen.
Für den Augenblick lounle er sich nicht
erinnern vo, und erst als er den Herrn
in den Brackten-Zng eiiisleigen sah. er
kannte er ihn. Es war cm beineikens
weitves. für einen M'aun seines Stan
des ungünstiges "'esich!. Cj ein
mal erblickt, kennte es nicht vergessen.
Als der Zug davon braune, fiel ihm
ein, w.' er es gesehen Kalte, und freute
sich, daß er so vorsichtig gewesen. Red
ton z verlassen, ohne tein'evaek mit
zunehmen und oline seine 'asikotsrech
nnng zn zaliien. :','nn durste er honen,
sich der Berselgung zu entziehen. Im
Roibsaile kennte er sich in einer großen
Stadl n ie Btacktewn Taae lang ver
borgen halten. Aber am betten wäre es
docki, nnverziiglich seinem Beftiin
munqeorl z izneilen. Ter Wirth winde
Angesichts der :nbe;:!,!tcn Meinung
und des .!ie!lif''',-n 'ev.nls deu:
Kv::'.ie:: . ' i. !! i.;:i v't jitt et
(ich l.'.j r.: -!;! r.". i:" ri t :i
V;z:ic-r. : tr:z-ii-:::::ci t.c.
keiilit bis frät in die -Macht. Clj ja,
er liatte viMltoiniiien Zeit.
Spanien iitußte ke,s Ziel seine,
fte,se sein. Die liatte er nr den Fall
peinlicher Borkemmnisie seit Jahren
bedac!,t nnd beschlvsse. Blacklonm ist
ein großer Hafen, wo er noch , selben
Tage einen nacli Spanien bestimmten
Dainpser finden kennte. Wenn nicht,
mußte er eben sein Heil leo anders
versuche.
Tiotzdem sühltc er ein gewisses litt
behagen und sehnte sicli nach eine:!,
Reizmittel, als er Blacllawit erreichte.
Es war ein leicht zu befriedigendes
Berlange: nacbdein er es gestillt
hatte, machte er sich daran, Rachslage
z halten. Er meinte nicht allzu große
Borsicht nöthig zu haben; so ging er
denn besliigellen Schrilles zum D.nai,
nm sich zn erlundigeit, rb heute ein
Dampfer nach Spanien abginge, Seine
Enttäuschung, IS er absc' 'ägigen a!h'
scheid erhielt, ivar groß, uud es bedmsle
veiscliiedener Dasen der ihm nnenlbehr
lieh geirerdenen Medizin, ihn seine
Siirniniing u, heben. -Zureeile stthe
er Niit der Hand iiber die Angen. wie
ivenn er Erscheinungen bannen wollte,
die ihn sott nnd fort beunruhigten.
Hin und wieder blieb er plötzlich stellen
zurückschaudernd vor einem Etwa,
das ihm den Weg vertrat. Immer
mehr Branntioeiu das einzige Heil
mitlel für seine Veiden !
Run lain die Frage, sollte er sich in
Blacklown verborge hallen bis zum
nächsten Steainer tonnte er es ris
liren? Er glaubte nein, Sicber würde
man ihn, auf die Spur kommen, denn
er halle bemeitt, daß die Veule ibn
neugierig anblickten, als sie seine Fra
gen beantworteten. Er muß es anderswo
veifnchen. Da eriunerteer sich des gro
ßen Hafens in Wales, der in vieler
Begebung Blaeiimr den Rang ftreiiig
machte. ?ie Idee gefiel ihm, Erhalte
nie gehört, daß man einen Flüchtling
dort gesucht liatte. virerpoel schien ihm
derjenige Hasen, wo sie A!!e gefaßt
wurden. Also nach Earpo,t.
(Gewisse Dinge w iren siir die Reise
unentbehrlich. Er kauite iie in verschie
denen Vädeu, kaufte einen großen Aicf
fer nd packte sie alle hinein.
Dies erfordecle Zeit: als er noch
feinen Schnurrbart balle abnehmen
lassen und einige andere Berändernngen
in seiner änßeren Erscheinung bewert
stelligt liatte, war der Tag im Sinlen
und die Abenddämmerung brach herein.
Er dürfte, nicht hasse, Earpon noch
heute Abend zn verlassen, und mußte
sei tlück vorn morgige Tage erwar
te. Ein Theil der Reife nach diese,
Hasen mußte zu Wasser zurückgelegt
werden; er schritt die nnbeaueiiien hol
zernen Stufen zur Vanditngsbriicke
hinab. Der Wind blies scharf und der
Dampfer schaukelte hin nnd her.
Matrosen standen ans beide Seiten
des eiiigegitterte langes, nm den
Reisenden beim Einschissen behilflich
zu sein.
Run, Herr, fiirclilen Sie sich
nicht," rief einer derselben, als Man
ders plötzlich stehen blieb und einen
leisen Sdirei hervorstieß.
Da, dicht vor ihm, erhob sich eines
jener ll':".::.:.'r seiner Phantasie, die
er l'.'rte bereits mehrmals gesehen
liatte. Er tonnte leinen Fuß heben, so
lange diese Sdireckensgestalt ihm den
Weg versperrle. Er versuchte sein
Dilemma zu erklären, aber die Matro
sen verloren die (vedulb, und da )ic
fccheu, daß er den Strom der Reisenden
anslstelt, glissen sie ilm fest bet den
Arme und schleimte,! ihn halb gezwun
gen den engen Weg entlang, ur sank
bleich und ziminiiuensdiauerud auf den
nächste Siv. Rieimils in seinem veben
halte er einen ähnlichen Zustand bimiV
gemacht. Er hatte Besinnung genug,
um seine sonderbaren ipsindtingen
der Wahlen Ursache zuzuschreiben, den
noch wußte er kein besseres Büttel, die
dosen Geister zu bannen, als zu dem
Teufel Braunlivein feine Zuflucht zu
nehmen. In wenigen Minuten war er
ans den Füßen und schlug instinktiv den
Weg zur Kajüte ein; vor dem Scheut
tisch stand ein Heiner lnüel Passa
giere, von denen einige mir Berwuude
rung auf den großen, jungen, dinitel
äitgigen Mann blickten, der das ihm
gereichte 'las Branntwein nngewäifert
leerte, sich abwandte, dann wiederkam
und einen neuen Trnnk verlangte, den
er ciucch diesmal so schnell wie zuerst
hinunterstürzte. Alsdann ging er ans
Deck.
Der scheint mir nicht weit vom
Delirium trernens zu sein," sagte
einer von deck Anwesenden nnd wandte
fidi mit Absdien von dem jngeneliclien
Sanser,
Ans Deck fand ManderS, daß der
letzte 'ei'ackkairen geleert ivar und das
Scbiif sich in Bewegung setzte.
Er ließ sich ans einer der Seiten
baute nieder nd blickte in die dutnlen
Wellen, die das starte Boot hin und
her warfen. Es war kein Mondschein,
aber die Steine fnnteilen, nnd bei
ihrem Schimmer konnte er die Beine
gnng der Welle beobachten. Jede
schien auf ihn los zu steuert, : traten sie
beseelt nd hatten sie iicb ihn zum
iTi'ter erkoren? Die sonderbare Bor
sielliing lounle er nicht los weiden,
und es gelang ihm nicht, seine Angen
vom feindlichen Element abzuwenden.
Endlich, mit einen, starten Einschluß,
blickte er ach der anderen Sehe; aber
eine große klntntie bemächtigte sich fei
ner, und er wünschte fehiisuchtig das
liier zu erreichen. Fest richtete er feine
Blicke auf die entfernten vichter. aber
die ganze Zeit über konnte er den t
danlcn i,n die Wellen hinter sich nicht
los werden. Rur ein sebr inbiger,
entsci'loiikner Menich ist im Stande,
dein Feinde den Rücken zn keinen und
doch nicht ju fliehen. Bald irurde
JJiaiideri die Vage nnerliaglick,. Er
nrnfi seinem Feinde in Anilin
schauen, nrnfj seben. nui die Welten
auf der enderen Seite des Beetes iric
ten. So invrschrül er das Deck in en:
gegengefei.ter Riei-I.i.tg und narrte in'v
Waiier.
? dnrchlief ,l:n ein Schreckens
f,".i'.ier: er wn.de einen S.t rei c'tts.'e
ließen l-JiCTi. ö;tte ei die .'ruft d ::
leiiiie'.i: i !. :':i:r er r, t d:c i ;:..;,
, . i ;::;d : it i:a:rv ':.:-
Augen verfeigen, wa unter ihm rer
ging. Die Welten gingen lieber eis ,e
aber 0 Sd recken, ,eas er jali. waten
nicht nur Wellen, Auf jeder e;u;rlue;i
tanzte ein Teufel: iVieße euic! aus
großen, kleine Teufel ans lleiueu Wel
len; und jeder Teufel guulle ihn an
und stteckte seine Atme nach ihm ai,. :
ihre Angen iraren Feuer, und selbst
das Zischen des Wassers rührte rett
dessen Berührung mit ,!nen Veibern
her. So weit er die dunllen Wriiser
sehe koneite, waren sie vo Teuielii
beri'ilert, tttd weit, weil ditr-.lj die
Finsterniß konnte er il;re Augen gliilicu
sehen. Hunderte, Tausende. Mtniaden!
Er sah nnd hatte nicht die 'itait sich
übznivendeu, nd obgleich nnr wenige
Minnle vergangen iraren. glaubte er
den Anblick seit Stunden ver Augen
gehabt zn Iiabeu, Mit K-der liiiieit
Welle erheb sich ein neues Ungeheuer,
aber das siircttnliume, Eheste v?
Allen, das am heclitten lind am häufig
teil sich hinauf schwang, hatte das
iicht seines Bmolaeis von Sleesord
Innitiou.
Aber noch ein anderer Zclireckeii
harrte seiner: Ans dem tiese Abgiund
an der Seite des Schiffes eihob lull
etwas e,e geifteiliaite, grausige lve
statt mit langen Fangarmen Sie warf
ihie sdileimigen Arme empor iiud beb
ihren orpe, langsam ans dem Wasser :
sie hatte wiederum das Besicht des
Mannes, den er am Morgen geselle,
Tann Uamiueiie sich die snrchterlid'e
Äreatnr an das Sclitsf nud mit gtin
senden tespensterangen krv,h sie immer
hoher, hinaus, h,er 'ente sicher, den
diese war unfähig, Hand oder Fuß zu
bewege. Jetzt n ,ir das Scheusal sast
an seiner Seite, nacli ein Ruck seiner
kralligen Arm und es hatte das Deck
etteicht, nd dann! Schon jiilllte er
sich von den schleimige Fängen er
würgt. Er ergriff seinen Stock mit
hämmerte und schlug auf die Kreatur.
Er mußte das Scheusal niederstoßen,
nieder, nieder, bis das Wasser über ihm
zusammen schlug. Er flieg ans den Sitz
und beugte sich her Borb. Das llttge
tlliiiit zog sich langsam zurück, wie es
gelommett. Er schtttg und stieß nach ibnt
beugte sich weit über immer weiter
so weit er tonnte; das Ungeheuer
war iiocli immer über Wasser och
weiter mußte er reickien, Ah, jetzt,
Du Teufet, jel.n !--
Ein Matrose, der ihn über Bord
gleiten sah, sprang auf ihn zu, erreichte
aber zu spat die Stelle, wo er gestan
den; der Steamer wurde angehalten
nd ein Boot herabgelassen, aber die
Veute, die es bemannten, wußten, daß
sie o.n ein hoisuungsloses Wert gi
gen : der Mann, der über Bord gesal
len irar, mußte weit hinter ihnen mit
den Wellen tanipfen. Es war Rächt,
und die Niiithigen Schiffer hatten alle
Mi, Kr, für ihre eigene, Sicherheit zu
sorgen ; sie horchten auf eiuenHilferttf,
aber sie vernahmen nidits,
George Manders war todt ; die Wel
teil und alle bösen Tetisel, die ans
ihnen herum tanzten, bemächtigten sich
seiner, sie trieben ihn hinaus in die
offene See, und es vergingen Tage, bis
matt ihn einlieferte in jenem Hafen,
der fein letztes Ziel gewesen. Es ivar
ein Veichtes, ihn z identifizier, ttd
Iefephine war frei.
21. topi tcl.
Drei Woche waren feit Philip
Bonrchiers Tode verstrichen. Mit allen
Ehren nud Beileidsbezeugungen war
er in der Familiengruft neben feinen
zahireichen Borfcihren bestattet worden;
nnd vo alle Voidtragetiden, Dienern,
Pächtern, Freunden und Bertoattdten,
wußte Allan allein, daß alle die feinem
Bater bezeugte Ehren den. Man ge
bührten, dessen f-'rabstein leinen Ra
inen trug. Ans den Papieren hatte er
ersehen, daß der rechtmäßige Eigen
ihmner von Redhills in jenen, vernadi
lüsiigteii c'rabe ruhte, und sein ausge
prägtes Rechtsgetühl machte es ihm
schwer, z einem Entschluß zukommen.
Es muß noch einmal betont werde,
daß Philip 'Bourduer feine streck
vollständig erreicht Hatte. Daß er wie
derholt geleugnet im Angesicht des
Todes, daß er Bianders zu sich gernsen,
tamit ands er 'Dhienzeuge jeue Viige
sei, heilte genügt, um jeden ,-Ziveisel
ans Allaus Seele zn ickenchen ; nnd
Manders' erbärmliche, veriornnirue Er
scheinung hatte es Mr. Bourchier ueiii
teicluer gema hl, sich in seines Sohnes
Auge zu rechtfertigen und ihm den
grenzenlosen Jammer zn ersparen.
Allan war Überzeugt, daß er das
Schlimmste e. falnen hatte. Ein Irr
tlnmi. ein ugliicklicher uioll liutlc
Iobu Bouckiers veben ei vorzeitiges
Ziel gesetzt: nud fein Bater, ein so
stolzer Mann, dem die Meinung der
Welt nicht gleichgiltig sein tonnte, der
H'cüI wußte, netii'e Auslegung seine
That sindcn winde, war bis zu einem
geieif'eii inade i den Handen jenes
Sei-ntlen, der sich jnr des Todten Sohn
ausgab.
Das Alle? begriff Allan. eben so,
daß sein Baier diesen Betrüget in
Rcdl'ills dulden r:::e Iosepbine erlau
ben konnte, e.ndi dann bei ihn, zn Hei
den, nachdem dieser Teufel in Men
fchengesiall ihr seinen Pferdefuß ge
zeigt hatte.
Beil einer so surchibare Anklage be
droht und ehn: jede andere Wan, als
sein bloßes Won. mußte er mit diescin
Digby eder Miindere ,n llnlerbanklnng
treten, und zwar um so mehr, als der
Schuft anderenfalls Hne Zweifel in
erster Vinie John Bonchers Techier.
seiner, AllanS Frau, das gräßliche irr
heintniß emlmilt tMtte.
Es war ein l'l!!ck, daß Philip Beur
edier seine llnichnld in einem Anaen-dli-ck
bezeual bitte, der, nie man iousi
glaubt, jeden Mnnd die Wa!irle,t srre
chen I ',":t.
;' (Fortsetzung folgt.)
diir Dr. Biileo' Heart ure.
CliLim,i,1il:!;. VHnl,il!r inui --Lchlvüchr okrr Hunger.
uv,ti-icii::iitji.if t !lkiIrrnkr Pi.
Ii.''.'i-.i (riict,i!i,i.iii;.uif. ,j,ulkk,i, tchiovi
I'ük r uhc i:nt stitiirtitl. sind Ninl'IttMk inui er
!;antif:i ,&cr (4)r.ictini (rjrnl.
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I VSffei: i I
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von nr W'i'r. o"C lrttlil intltrnt
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mv i'irtii'i Mnt iiini, mit ruiern Omlfilif
bftt.ittft mi6 im ii i, ii ,i. schlich, ,ltt) Hhltf S(iiiir
v,' GiönniAf itnö V'"'1" inik iiirm v schliß It
(liiif. Ofr tfrtjniru tiuir llnlicnb miO uustlfiib,
bat; ich luiv lüuiatvr tuib l."(muHt., iiu!)t fcijlairn
rtuituc. iiitj ivurdk oii nifiiifTfn flfrMfHbciialibsU
ntiiif irnriiMiii-ttlif iprflrruim liiiUnjiiHfl)iiifH nd
litittr n iie -tm stimmt nut Wnifiinin niiliicacticii. ttlur
uiiiir'tiliv ziri ;iitjrsii brniuui iiij ST.r. ljrit
imiir-i w iidmifii. fr uif .Tiulchr (furt Wurf bflfiimtc
alle Jör rfirtJiPfvtK'it unö 6a1 IHrlloratUie tcrliinr
II, I oi llci rmf mcuifr Vir(lrllutin. iVllftmHf
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Beamte: R & Haiwood. P'äl., (!k -.'i.
fniino, Viee.Piäs.. traut M, Sont, ilajnicr
"SJvroaliiiiip.-Si'aib ')! S tcnihienii, J X
TOoe.'e.rlaiiti, !H IS Moore, !!f m VI Gui! !.
W Cool, IS l'Ofli, Ct ir VI .ui: a
S)( (lobt. I v Vimc. Jvlici S Gurlor.
Z right Prä! ff ü Jdws', stkti.e.i
(S te Brom, n-eiisi er
Golnrnbia Nstio'i Bask
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aviial, 82,!)0.
3 i r e 1 1 o r e ii :
I ÜCrgbt. ff E JVnlinso, X U-'tr,
I tSiiunin;I)i,ra, 31! ü Zl,io. , ' ysll
ffi SB kaitncn W C Miller iicb.i ,u,.er
It lej Prewn ö P au
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t-onpptrictly fi.aüiiiMitui!. A f itiHlbm!. os lu
torrutitlun coiTcrnmis l'ntriilH and Iinw tu
taln iliü m Mit 1rif. Abo u (ruiillucui meaUiU
Jcat and sticntiflc hMk wnl fn'C
1 'atcut s taJiL'n tbniiicli Mnnn A To. reeeivo
BptH-iiil iKttJco in t)tc S'ir ntiiif Aiitrrli'nii, a'iO
tlms um brouutit wJiy ll? puhiic: m: h-
out cewf to tlie tnvontr. Thu nult'i.üid pap-
insued weelrlr, elt'Btu;tly ilicsi.rj.ii lt. hüvhyfHrrTö
larirtist circulalidu os aiiv (Kvnllt) wprk In um
ViTld. a V'jar. nnijiV cimii fern trf.
Bnildfn; Kdttion, TimrUhlv, t'Kütk ypnr. b'.rteW
fr. Mio. cemn. rcvery nunilnT (iifinna fci. i
tlsal plais, in cnltirs, ml PI,,I r.p! I i,.-t
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